News-Ticker zur Corona-Pandemie

Reisewarnung für über 160 Länder verlängert - WHO äußert schlimme Befürchtung

Coronavirus - WHO in Genf
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Tedros Adhanom Ghebreyesus (M), Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO, Michael Ryan, (l), Exekutivdirektor des WHO-Programms für gesundheitliche Notfälle, und Maria van Kerkhove, (r), Leiterin des Referats für neu auftretende Krankheiten und Zoonosen der WHO, sprechen über die Situation bezüglich des neuen Coronavirus während einer Pressekonferenz im europäischen Hauptsitz der Vereinten Nationen.

Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen wurden die Maßnahmen vielerorts bereits deutlich gelockert - auch in Bayern. Die Entwicklungen am Dienstag, 9. Juni, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2790, Landkreis Traunstein 1324, Landkreis Berchtesgadener Land 306, Landkreis Mühldorf 499, Landkreis Altötting 601
  • Todesfälle: Rosenheim 214, Traunstein 87, Berchtesgadener Land 24, Mühldorf 27, Altötting 58
  • Mindestens 8711 Todesopfer in Deutschland (2519 in Bayern) 
  • Ausgangsbeschränkung (bis einschl. 5. Mai) wurde zu Kontaktbeschränkung (ab 6. Mai)
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Hinweis der Redaktion: Aktuell stehen leider keine Grafiken zu den aktuellen Fallzahlen aus den Landkreisen der Region zur Verfügung. Der Grund hierfür ist, dass die zuständigen Gesundheitsämter nun teilweise von einer täglichen auf eine wochenweise Übermittlung der Fallzahlen umgestiegen sind. Die Redaktion wird die Grafik(en) in der KW24 auf eine wochenweise Darstellung umstellen und dann voraussichtlich immer freitags gesammelt für alle Landkreise veröffentlichen. Die Zahlen unter der Rubrik "Das Wichtigste in Kürze" werden weiterhin - sofern möglich - täglich aktualisiert.

Update, 21.05 Uhr - Reisewarnung für über 160 Länder verlängert

Die Bundesregierung will die Reisewarnung für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union bis zum 31. August verlängern.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen aber gegebenenfalls Ausnahmen für einzelne Länder gemacht werden, die bestimmte Kriterien erfüllen. Das Bundeskabinett will an diesem Mittwoch einen entsprechenden Beschluss fassen.

Zu den betroffenen Ländern außerhalb der Europäischen Union zählen auch Hauptreiseländer der Deutschen, allen voran die Türkei als drittbeliebtestes Urlaubsland. 

Die Türkei wirbt bereits offensiv um deutsche Touristen. Präsident Recep Tayyip Erdogan will nach dpa-Informationen noch in dieser Woche mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) telefonieren, um mit ihr unter anderem über dieses Thema zu sprechen.

Außenminister Heiko Maas (SPD) hatte am 17. März nach Ausbruch der Corona-Pandemie eine Reisewarnung für alle rund 200 Länder der Welt ausgesprochen - ein beispielloser Schritt. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde nur bei einer Gefahr für Leib und Leben etwa in Kriegsgebieten vor Reisen gewarnt - und damit eine kostenlose Reisestornierung ermöglicht.

Weitere Informationen zu diesem Thema findet Ihr hier

Update, 19.27 Uhr - WHO: Coronavirus verschwindet vielleicht nie wieder

Bis zu rund 40 Prozent der Ansteckungen in der Coronavirus-Pandemie erfolgen einer WHO-Expertin zufolge offenbar durch Infizierte, die selbst keine Symptome zeigen.

Wie bild.de berichtet wird deren Anteil an allen Infizierten wird gegenwärtig auf zwischen sechs und 41 Prozent geschätzt. Wer Symptome zeige, sei offenbar dann am ansteckendsten, wenn diese zum ersten Mal auftreten – „also sehr früh“, sagt Maria van Kerkhove. Deswegen sei das Virus so schwer aufzuhalten.

Weiter zeigt sich der Nothilfekoordinator der Weltgesundheitsorganisation skeptisch, dass das neue Coronavirus nach der rasanten Ausbreitung rund um den Globus noch eliminiert werden kann. "Dieses Virus kann in der Bevölkerung heimisch werden, es kann sein, dass es nie mehr verschwindet", sagte Michael Ryan am Mittwochabend in Genf.

Auch HIV, das Virus, das die Immunschwächekrankheit Aids auslöst, sei nie wieder verschwunden. Im Fall von HIV sei es der Welt gelungen, Medikamente und Präventionsmaßnahmen zu schaffen, so dass das Virus seinen Schrecken verloren habe. "Ich will die Krankheiten nicht vergleichen, aber wir müssen realistisch sein", sagte Ryan.

Es gebe eine kleine Chance, das neue Virus Sars-CoV-2 auszurotten. Dafür müsse aber ein hocheffektiver Impfstoff gefunden werden, er müsse im ausreichenden Maß hergestellt und in aller Welt verteilt werden und die Menschen müssten einverstanden sein, sich impfen zu lassen. "Jeder einzelne dieser Schritte ist voller Herausforderungen", sagte Ryan.

Er kritisierte die verbreitete Impfskepsis und die fehlenden Mittel für gute Gesundheitssysteme in vielen Weltgegenden. "Wir haben ja sehr effektive Impfstoffe auf diesem Planeten, die wir nicht effektiv eingesetzt haben", sagte er mit Verweis auf die Masern.

Update, 17.25 Uhr - 7-Tage-Inzidenz für die Stadt Rosenheim auf Tiefststand

Die Stadt Rosenheim kann ein erfreuliches Ergebnis bei der Bekämpfung des Coronavirus verbuchen: Nach neuesten Daten des Robert-Koch- Instituts liegt die Stadt bei der sogenannten 7-Tage-Inzidenz inzwischen beim tiefsten erreichbaren Wert von 0,0. Die 7-Tage-Inzidenz misst die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der letzten sieben Tage bezogen auf 100.000 Einwohner.

„Dass unsere Stadt inzwischen diesen Mindestwert erreicht hat, ist vor dem Hintergrund der vielen Diskussionen um den Corona-Hotspot Rosenheim ein positives und erfreuliches Zwischenergebnis. Es zeigt, dass die bisherigen Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens gegriffen haben, auch wenn damit zum Teil schmerzhafte Eingriffe in das Alltagsleben und die persönlichen Freiheitsrechte verbunden waren. Ich danke allen Rosenheimerinnen und Rosenheimern, dass sie die notwendigen Einschränkungen insgesamt gesehen mit einem hohen Maß an Disziplin und persönlichem Verantwortungsbewusstsein mitgetragen haben“, so Oberbürgermeister Andreas März in einem Zwischenfazit.

Der Oberbürgermeister bittet aber darum, weiterhin wachsam zu bleiben: „Wir können die Pandemie leider noch nicht zu den Akten legen. Die Zahl der Neuinfektionen ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation weltweit auf den neuen Rekordstand von täglich über 120.000 Fällen geklettert. Das bedeutet, dass das Virus jederzeit zu uns zurückkommen kann. Umso wichtiger ist es, durch die Einhaltung der zwar lästigen, aber inzwischen eingeübten Abstands- und Hygieneregeln die erreichten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lockerungen nicht zu gefährden.

Selbst wenn die Virologen davon ausgehen, dass es im Herbst eine zweite Infektionswelle geben könnte, müssen wir alles daran setzen, ein solches Ereignis so weit wie möglich hinaus zu zögern. Gerade unsere schwer betroffenen Unternehmen im Einzelhandel und in der Gastronomie brauchen so viel Normalität wie möglich, um die Kundenfrequenzen und die Umsätze wieder zu stabilisieren.“

Update, 17.09 Uhr - Schon mehr als 110.000 Pflegekräfte haben Corona-Pflegebonus bekommen

Die Auszahlung des Bayerischen Corona-Pflegebonus schreitet weiter zügig voran. Darauf hat Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml am Dienstag anlässlich der Aushändigung des 100.000. Förderbescheides in Nürnberg hingewiesen. Mittlerweile liegen bereits fast 329.000 Anträge vor, über 110.000 davon sind bereits vollständig abgeschlossen.

Huml betonte: "Gerade in der Corona-Pandemie hat das vorbildliche Engagement unserer Pflegekräfte erheblich dazu beigetragen, dass so vielen Erkrankten geholfen werden konnte. Dafür haben sie Dank und Anerkennung verdient. Ich freue mich sehr, dass wir Pflegende mit dem Corona-Pflegebonus als Zeichen unserer Wertschätzung unterstützen können. Bislang haben wir insgesamt schon knapp 50 Millionen Euro an Pflegerinnen und Pfleger ausbezahlt."

DerCorona-Pflegebonus wird einmalig gewährt und soll das besondere Engagement der Betroffenen würdigen. Begünstigte mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von mehr als 25 Stunden erhalten 500 Euro, alle anderen 300 Euro. Im Haushalt sind dafür 131,6 Millionen Euro veranschlagt.

Update, 16.50 Uhr - Kartellamt erlaubt Autobranche gemeinsame Maßnahmen

Das Bundeskartellamt hat der Automobilbranche firmenübergreifende Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise erlaubt. Eigentümer, Mitarbeiter, Kunden, Kreditgeber und staatliche Organe dürfen sich über die Liquidität, Kredite, Hilfsmaßnahmen oder auch operative Probleme eines Unternehmens austauschen und gemeinsam den Wiederaufbau von Lieferketten koordinieren.

Ein vom Verband der Automobilindustrie (VDA) angekündigter Leitfaden dürfe aber keine unternehmensspezifischen Informationen etwa über Warenumfänge oder Verträge einzelner Unternehmen enthalten, teilte das Bundeskartellamt am Dienstag mit.

Update, 16.20 Uhr - Corona-Tests ohne Symptome können deutlich ausgeweitet werden

Tests auf das Coronavirus können künftig deutlich ausgeweitet werden - und zwar auch ohne Krankheitsanzeichen und besonders in sensiblen Bereichen. Das legt eine am Dienstag in Kraft tretende Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fest.

"Wir wollen das Virus im Keim ersticken", sagte der CDU-Politiker. "Das geht nur mit präventiven Reihentests in Krankenhäusern und Pflegeheimen und wenn wir möglichst alle Kontaktpersonen von Infizierten testen." Am Geld solle dies nicht scheitern. "Es ist viel teurer, zu wenig zu testen, als zu viel zu testen", sagte Spahn.

Konkret sollen nun grundsätzlich alle Patienten getestet werden, die im Krankenhaus aufgenommen werden. Daneben können Gesundheitsämter oder Ärzte Tests für Menschen ohne Symptome veranlassen. Die Kosten von 50 Euro pro Test übernimmt die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV).

Möglich werden damit etwa umfassende Tests bei engen Kontakten zu Infizierten - zum Beispiel auch, wenn die geplante freiwillige Corona-Warn-App für Smartphones einen solchen Kontakt meldet. Breite Tests möglich werden auch bei Corona-Ausbrüchen in Kitas oder Schulen sowie regelmäßige Reihentests in Kliniken und Pflegeheimen.

Die Regelungen zur Kostenübernahme gelten rückwirkend zum 14. Mai, auch für Privatpatienten und Menschen ohne Krankenversicherung. Bisher gibt es Tests auf Kassenkosten in der Regel nur bei konkretem Infektionsverdacht, also bei Menschen mit Symptomen.

Update, 15.50 Uhr - Eine Neuinfektion im Raum Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 132 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 2,82. Heute ist beim Gesundheitsamt eine Neuinfektion eingegangen. Es liegen somit insgesamt 1.324 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als genesen gelten mindestens 1.105 Personen (zehn mehr als gestern).

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt sieben COVID-19-Patienten behandelt, davon befinden sich vier Patienten in intensivmedizinischer Betreuung im Klinikum Traunstein.

Update, 15.23 Uhr - Streibl: Vorerst keine weiteren Lockerungen für Tourismus und Handel

Trotz verschiedener Forderungen der Freien Wähler sollen in Bayern in dieser Woche die Corona-Auflagen für Tourismus und Handel nicht weiter gelockert werden. "Es ist schade, dass es keine weiteren Lockerungen gibt", sagte Fraktionschef Florian Streibl am Dienstag.

Im gemeinsamen Corona-Krisenmanagement mit dem Koalitionspartner CSU hatte Streibl am Wochenende eine Abschwächung der derzeit geltenden Reisebeschränkungen und Regelungen zum Infektionsschutz noch vor Fronleichnam (11. Juni) gefordert. Ohne entsprechende weitere Lockerungen seien gerade in den Grenzregionen Wettbewerbsverzerrungen zum Nachteil der bayerischen Wirtschaft zu befürchten.

Update, 14.53 Uhr - Keine neuen Corona-Fälle im Raum Rosenheim

Am 8. Juni wurden dem Gesundheitsamt keine neuen Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2.790 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2279, Stadt: 511). Mittlerweile wurde bei mindestens 2.035 Personen eine Genesung dokumentiert. 214 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren sieben Personen unter 60 Jahren. 144 Verstorbene waren über 80 Jahre alt.

33 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich drei Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 9. Juni (0 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 1,58, für den Landkreis Rosenheim bei 3,45.

Update, 14.28 Uhr - Die aktuellen Zahlen in Bayern

In Bayern sind nach neuesten Angaben bisher 47.452 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind 2.519 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten.

Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Dienstag (Stand 10 Uhr) auf seiner Website mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag demnach bei 43.760 Personen.

Update, 13.57 Uhr - Landkreis Berchtesgadener Land corona-frei

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land in- formiert, dass es seit über einer Woche keinen weiteren bestätigten SARS-CoV-2-Fall im Landkreis gibt. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionsfälle bleibt somit weiterhin auf 306 (Meldestand: 09.06.2020, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bleibt somit weiterhin auf 0.

Von den insgesamt 306 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land registrierten SARS-CoV-2- Fällen sind 282 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Insgesamt ist aktuell kein SARS-CoV-2-Infizierter in medizinischer Behandlung. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung Verstorbenen bleibt bei 24.

Weiterhin erfreulich ist die Entwicklung bei den in den Kliniken im Berchtesgadener Land stationär behandelten Covid-19-Patienten: derzeit sind dies nur noch zwei Personen (drei weniger zum Vortag). Davon werden derzeit keine Patienten intensivmedizinisch betreut.

Update, 13.30 Uhr - Keine Kontaktbeschränkungen mehr in Thüringen

In Thüringen werden die wegen der Corona-Pandemie erlassenen Kontaktbeschränkungen am 13. Juni aufgehoben. In einer neuen Grundverordnung wird lediglich empfohlen, sich nur mit einem weiteren Haushalt oder mit maximal zehn Menschen zu treffen. Diese neue Regelung hat das Kabinett am Dienstag beschlossen. Bund und Länder hatten ursprünglich miteinander vereinbart, die Kontaktbeschränkungen in einer abgemilderten Form noch bis zum 29. Juni zu verlängern. Etliche Bundesländer haben die Regeln bereits gelockert.

Eine Maskenpflicht bleibt in Thüringer Geschäften und im Öffentlichen Personennahverkehr bestehen. Mit der neuen Verordnung dürfen aber noch mehr Einrichtungen wieder öffnen - zum Beispiel Schwimm- und Freizeitbäder in geschlossenen Räumen sowie Thermen, Saunen und Kinos. Allerdings müssen dafür zunächst Infektionsschutzkonzepte genehmigt werden.

Bodo Ramelow (Die Linke), Ministerpräsident von Thüringen

Dorf- und Volksfeste sowie Festivals sollen in Einzelfällen wieder erlaubt werden können. Die Genehmigung sei aber zu versagen, wenn die Veranstaltung mit ihren Charakteristika "in besonderem Maße geeignet ist, die Ausbreitung der Pandemie zu fördern", heißt es in der neuen Grundverordnung. Bordelle, Diskotheken und Swingerclubs bleiben weiterhin geschlossen. Institutionell geförderte Theater und Orchester sollen ihren Spielbetrieb erst nach dem 31. August wieder aufnehmen.

Update, 13.02 Uhr - Tourismus in Bayern knickt wegen Corona-Krise massiv ein

In Bayerns Hotels und Pensionen hat im April wegen der Corona-Krise nur ein Bruchteil der sonst um diese Jahreszeit üblichen Gäste übernachtet. Die rund 6400 noch geöffneten Beherbergungsbetriebe hätten für April etwa 173.000 Gästeankünfte gemeldet, teilte das Landesamt für Statistik am Dienstag in Fürth mit. Das bedeutet ein Minus von 94,5 Prozent im Vergleich zum April 2019. Die Zahl der Übernachtungen schrumpfte auf rund 800.000 - ein Rückgang um 89,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Das sonst beliebte Camping habe im April praktisch gar nicht mehr stattgefunden - das Minus betrug hier 99,8 Prozent bei den Ankünften und 99,4 Prozent bei den Übernachtungen. Bei Jugendherbergen und Berghütten sieht die April-Bilanz wenig besser aus. Insgesamt hatten im April mit 46,5 Prozent fast die Hälfte aller 12.000 Beherbergungsbetriebe komplett geschlossen.

Mit Blick auf das erste Jahres-Drittel fällt die Bilanz verheerend schlecht aus. Von Januar bis April kamen 42,2 Prozent weniger Gäste in Bayern an. Die Übernachtungszahl ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 37,3 Prozent zurück. Und auch für das Gesamtjahr dürfte die Bilanz nicht annähernd das Niveau früherer Jahre erreichen. Das Verbot von Großveranstaltungen wie Messen sowie der Ausfall des Münchner Oktoberfestes und anderer Feste drücken auch in den kommenden Monaten weiter auf den Tourismus.

Update, 12.09 Uhr - Bochumer schlägt im Supermarkt mit Rinderfilet zu

Polizisten erleben während ihrer Einsätze immer wieder die skurrilsten Geschichten. Zu diesen zählt wohl auch der Einsatz zu dem die Polizei Bochum am Samstag (6. Juni) gerufen wurden. In einem Supermarkt war Streit zwischen einem 48- und einem 53-jährigen Bochumer eskaliert.

Wie die Polizei Bochum berichtet, soll der 53-Jährige gegen halb vier in der Schlange der Frischetheke des Supermarktes gewartet haben. Anscheinend jedoch ohne den wegen des Coronavirus geltenden Mindestabstand von 1,50 Metern einzuhalten. Dies schien dem 48-Jährigen, der vor ihm in der Schlange stand, wohl sehr zu missfallen, da er sich gleich umdrehte, um ihn zu bedrohen. "Hau ab hier oder ich hau dir gleich in die Fresse", soll er den Mann zurechtgewiesen haben.

Der 53-Jährige soll daraufhin auch einen Schritt nach hinten gemacht haben, was dem 48-jährigen Vordermann wohl allerdings noch nicht zu reichen schien. Wie ernst er seine Drohung meinte, zeigte er, indem er dem 53-Jährigen mit einem knapp zwei Kilo schweren Stück argentinischen Rinderfilet ins Gesicht schlug, das er in der Hand hielt. Der Geschlagene rief daraufhin die Polizei, die sofort anrückte. Der 48-Jährige gab die Tat zwar zu, zeigte allerdings kein Verständnis für sein Fehlverhalten, da er schließlich in seiner persönlichen Sphäre verletzt worden sei.

Nun hat er jedoch eine Anzeige wegen Körperverletzung am Hals. Der 53-Jährige begab sich nach dem Vorfall in ärztliche Behandlung und trug leichte Verletzungen davon. Die Ermittlungen der Polizei dauern noch an.

Update, 11.24 Uhr - Trotz Corona: Narren wollen noch in diesem Jahr wieder Fasching feiern

Trotz Corona: Bund Deutscher Karneval will im November wieder feiern. Der Bund Deutscher Karneval (BDK) will trotz Corona auch im kommenden Winter feiern. Die sogenannte närrische Saison 2020/21, die am 11. November beginnt, werde nicht abgesagt. Die Entwicklung der Corona-Pandemie sei regional so unterschiedlich, dass jeder Karnevalsverein selbst entscheiden müsse, wie er auf die Lage reagiere, sagte BDK-Präsident Klaus-Ludwig Fess am Montag im saarländischen Bexbach. Das habe der BDK bei einer virtuellen Sitzung mit seinen angeschlossenen Landes- und Regionalverbänden entschieden.

Es gebe bereits einige Vereine, die ihre Veranstaltungen abgesagt hätten - wie beispielsweise in Ludwigshafen oder in Euskirchen. Das sei zu akzeptieren. Man könne aber statt einer Komplett-Absage auch nach neuen Modellen und alternativen Formen suchen, sagte Fess. "Ich appelliere an die Vereine, nicht gleich den Kopf in den Sand zu stecken." Ideenreichtum und Flexibilität seien jetzt gefragt.

"Man kann überlegen, ob man Dinge in abgespeckter Form macht", sagte der BDK-Präsident; und ob man dabei möglicherweise wieder mehr zu regionalen Ursprüngen zurückkomme. Der BDK habe dazu eine Orientierungshilfe als eine "Art Kompass" herausgegeben. Noch sei die Entwicklung in der Pandemie unvorhersehbar.

Update, 10.31 Uhr - Corona-Tests beim Basketball-Turnier in München negativ

Alle Coronatests im unmittelbaren Vorfeld des Meisterturniers der Basketball-Bundesliga waren negativ. Als letztes Team seien die Brose Bamberg "komplett negativ getestet und freigegeben" worden, teilte der BBL-Hygienebeauftragte Florian Kainzinger am Dienstagmorgen via Twitter mit. Vor dem Einzug in das Quarantäne-Hotel, in dem alle zehn Teams mit ihrem bis zu 22 Personen großen Tross während des kompletten Turniers untergebracht sind, hatten sich alle Beteiligten einem weiteren Test unterziehen müssen.

Die Bamberger waren am Montag als letzter Club in München angekommen, wo sie an diesem Dienstagabend (20.30 Uhr/Magentasport) ihre erste Partie gegen Alba Berlin bestreiten. Während des Turniers werden alle Beteiligten erneut auf das Coronavirus getestet.

Update, 9.39 Uhr - Kreativ: FFW Töging am Inn lädt zu "Drive-in-Weinfest" ein

Großveranstaltungen in Bayern sind bis einschließlich Ende August untersagt. Die Freiwillige Feuerwehr Töging am Inn hat sich nun eine kreative Lösung einfallen lassen: Sie lädt am 4. Juli zu einem "Drive-in-Weinfest" ein. 

Auf diese Weise soll den Corona-Bestimmungen entsprochen werden. "Da es uns aufgrund der aktuellen Regelung nicht möglich ist unser traditionelles Weinfest in gewohnter Weise durchzuführen, haben wir uns etwas besonderes überlegt", schreibt die FFW auf ihrer Homepage.

Bestellungen für Wein und Pizza können bereits jetzt abgegeben werden, letzte verbindliche Bestellung ist am 26. Juni möglich. Hier finden Sie alle weiteren Informationen zum "Drive-in-Weinfest".

Update, 9.01 Uhr - RKI: Rund 5900 aktive Corona-Fälle in Deutschland

Innerhalb von 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 350 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 184.543 Menschen in Deutschland mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI meldete. 

8.711 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 37 im Vergleich zum Vortag. Etwa 170.200 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 600 mehr als noch einen Tag zuvor.

Bundesland

Anzahl

Differenz zum Vortag

Fälle in den letzten 7 Tagen

7-Tage-Inzidenz

Todesfälle

Baden-Württem­berg

34.958

+21

162

1,5

1.795

Bayern

47.423

+52

305

2,3

2.521

Berlin

7.042

+26

200

5,3

205

Branden­burg

3.302

-2

24

1,0

160

Bremen

1.532

+1

96

14,1

43

Hamburg

5.117

+2

21

1,1

254

Hessen

10.237

+30

159

2,5

484

Meck­lenburg-

Vor­pommern

780

+6

13

0,8

20

Nieder­sachsen

12.601

+92

485

6,1

606

Nord­rhein-West­falen

38.743

+83

633

3,5

1.635

Rhein­land-Pfalz

6.787

+6

79

1,9

230

Saarland

2.754

+7

22

2,2

167

Sachsen

5.333

+3

30

0,7

217

Sachsen-Anhalt

1.720

0

12

0,5

56

Schles­wig-Holstein

3.114

+4

10

0,3

148

Thüringen

3.100

+19

73

3,4

170

Gesamt

184.543

350

2.324

2,8

8.711

Update, 8.12 Uhr - Deutscher Export bricht im April um mehr als 30 Prozent ein

Der deutsche Export ist im April in Folge der Corona-Krise dramatisch eingebrochen. Der Wert der Warenausfuhren sank gegenüber dem Vorjahresmonat um 31,1 Prozent auf 75,7 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

Update, 7.44 Uhr -  „Corona kriegt uns niemals klein“: YouTube-Song der Polizei Berlin

„Seit Wochen zuhause, virale Zwangspause: Der Staats-Lockdown, hat echt reingehaun. Jetzt zählt nach vorne schauen.“ Die Berliner Polizei hat einen eigenen Corona-Song auf YouTube veröffentlicht und landete damit einen Hit. Auf Twitter schreibt die Polizei dazu: „Viel Spaß mit dem Coronasong von Sebastian Stipp und der Combo des Landespolizeiorchesters.“ Der singende Beamte hat auch schon bei der Pro7-Sendung „The Voice of Germany“ teilgenommen und stand beim Udo Lindenberg-Musical „Hinterm Horizont“ auf der Bühne.

In dem Video läuft der LKA-Beamte durch Berlin, kommt etwa am Brandenburger Tor und an der Weltzeituhr vorbei. Im Song heißt es auch: „Schneller, höher, weiter geht's gerade nicht. Mit Abstand, Mundschutz und Respekt ist Land in Sicht. - Was auch immer kommen mag. Wir bleiben für Euch immer wach. Jede Stunde Tag und Nacht. Wir lassen keinen hier allein.“

Die Zahl der neu gemeldeten Corona-Fälle in Berlin bleibt derzeit auf relativ niedrigem Niveau. Die Bezirke meldeten jeweils zwischen 0 und sechs Fälle mehr als am Vortag, wie aus der am Montag veröffentlichten Statistik der Gesundheitsverwaltung hervorgeht. Die Gesamtzahl der positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Menschen in Berlin stieg um 26 auf 7041. Davon gelten bereits 6495 Menschen als genesen, 205 Infizierte starben.

Update, 6.56 Uhr - R-Wert in München sinkt auf 0,72

Am Montag wurden in München acht neue Corona-Fälle bestätigt (Stand: 13.30 Uhr). Damit sind in der Landeshauptstadt bislang 6.543 getestete Infektionen gemeldet. 5.990 Personen gelten als von COVID-19 geheilt, 208 Patienten sind an der Krankheit gestorben. Daraus ergibt sich eine Zahl von 345 Personen, die aktuell noch infiziert sind. 

Die Reproduktionszahl R für München liegt bei 0,72 (Stand: 7. Juni). Das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 72 Menschen neu anstecken.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 2,99. Sie entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt.

Vorbericht

6000 Touristen aus Deutschland dürfen nach Medienberichten schon ab dem 15. Juni nach Mallorca und auf die anderen Balearen-Inseln fliegen - also zwei Wochen vor der offiziellen Öffnung der Grenzen des einstigen Corona-Hotspots Spanien für ausländische Besucher. Die Zentralregierung in Madrid habe einem Antrag der Inseln auf Durchführung eines sogenannten Pilotprojekts nach langen Verhandlungen zugestimmt, berichteten die Zeitung "El País" und balearische Medien unter Berufung auf die Regionalregierung in Palma de Mallorca am Montag. Eine offizielle Bestätigung dieser Berichte lag zunächst nicht vor.

Das Pilotprojekt soll den Angaben zufolge dazu dienen, den Ernstfall - den erwarteten Touristenansturm nach Öffnung der Grenzen am 1. Juli - zu proben. Man wolle prüfen, ob die Sicherheitsprotokolle unter anderem an den Flughäfen und in den Hotels funktionieren, hieß es. Das Projekt werde mit Touristen aus Deutschland durchgeführt, weil in dem Land die epidemiologische Lage sehr gut und ähnlich wie auf den Balearen sei.

Den Berichten zufolge verhandeln auch die Kanaren mit Madrid über ein ähnliches Pilotprojekt. Bei diesen Gesprächen sei am Montag aber noch keine Entscheidung gefallen, weil die Kanaren "höhere Sicherheitsanforderungen" gestellt hätten, darunter Coronavirus-Tests für alle Besucher, berichtete "El País".

mh/mw/fgr/dpa

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