News-Ticker zur Corona-Pandemie

RKI meldet Anstieg der Reproduktionszahl auf 1,1 - Corona-Demos in Rosenheim, Prien und München 

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Die meisten Demonstranten saßen friedlich auf dem Boden des Max Josef Platzes und hielten ihre selbst gemalten Tafeln in die Höhe.

Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Inzwischen gibt es allerdings Lockerungen. Ein "Bayern-Plan" wurde entwickelt, die lange bestehende Ausgangs- in eine Kontaktbeschränkung umgewandelt. Die Entwicklungen am Samstag, 9. Mai, im News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 2.631, Landkreis Traunstein 1.266, Landkreis Berchtesgadener Land 298, Landkreis Mühldorf 493, Landkreis Altötting 589
  • Todesfälle: Rosenheim 177, Traunstein 77, Berchtesgadener Land 22, Mühldorf 25, Altötting 51
  • Mindestens 7.369 Todesopfer in Deutschland (2.147 in Bayern) 
  • Ausgangsbeschränkung (bis einschl. 5. Mai) wird zu Kontaktbeschränkung (ab 6. Mai)
  • Der "Bayern-Plan" gegen Corona: Alle Lockerungen im Überblick
  • Maskenpflicht in Bayern in Geschäften und ÖPNV ab 27. April
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus


Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 20.37 Uhr - RKI meldet Anstieg der Reproduktionszahl auf 1,1

Die Reproduktionszahl in Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts am Samstag (Datenstand 09. Mai, 0 Uhr) wieder über den kritischen Wert von 1,0 auf 1,1 angestiegen. Am Freitag wurde die Reproduktionszahl R noch auf 0,83 geschätzt. 

Aufgrund der statistischen Schwankungen, die durch die insgesamt niedrigeren Zahlen verstärkt werden, kann noch nicht bewertet werden, ob sich der während der letzten Wochen sinkende Trend der Neuinfektionen weiter fortsetzt oder es zu einem Wiederanstieg der Fallzahlen kommt, berichtet das RKI in seinem Lagebericht am Samstagabend.

Der Anstieg des geschätzten R-Wertes mache es erforderlich, die Entwicklung in den nächsten Tagen sehr aufmerksam zu beobachten, so das Robert-Koch-Institut.

Update, 19.49 Uhr - 169.100 Corona-Nachweise in Deutschland

Bundesweit sind bis zum Nachmittag des 9. Mai über 169.100 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Mindestens 7426 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 16.15 Uhr: 7305). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Reproduktionszahl lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Freitag bei 0,83 (Datenstand: 8. Mai, 0Uhr). Das bedeutet, dass zehn Infizierte gut acht weitere Personen anstecken. Damit ist der Wert etwas höher als in den vergangenen Tagen.

Update, 18.25 Uhr - Hunderte Menschen demonstrieren in Rosenheim für ihre Rechte

Im Zuge der Coronakrise hat die Regierung zahlreiche Maßnahmen ergriffen, die die Grundrechte der Bürger einschränken. Viele Menschen glauben, die Regierung geht davon aus, dass die Bürger nicht eigenverantwortlich handeln könnten. Dagegen wendeten sich mehrere Hundert Demonstranten auf dem Rosenheimer Max-Josefs-Platz.

Demo für Freiheit, Sicherheit und für das Grundgesetz in Rosenheim am 9. Mai - 1

 © Erika Rolle
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Jetzt prüft die Regierung, weitere Maßnahmen wie die Impfpflicht oder den Immunitätsausweis einzuführen, die von vielen Bürgern abgelehnt werden. Es wird befürchtet, dass damit das Tor zu weiteren Restriktionen aufgestoßen wird, die am Ende in einer Diktatur endet. Leider nehmen die Oppositionsparteien und große Teile der Presse ihre kritische Funktion nicht wahr, so Berthold Schadek vom AVT Verbund.

Demo für Freiheit, Sicherheit und für das Grundgesetz in Rosenheim am 9. Mai - 2

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Die meisten Demonstranten saßen friedlich auf dem Boden des Max Josef Platzes und hielten ihre selbst gemalten Tafeln in die Höhe. Einige hatten ihre T-Shirts mit Slogans bedruckt. Nach Meinung einiger Anwesenden, war das die friedlichste Demo, die sie je erlebt hätten. Es wurde geklatscht und geschwiegen, einige stimmten Lieder an. Um 14 Uhr war die Demo beendet.

Auch in Großstädten wie München oder in Berlin gingen Tausende von Menschen aus Protest gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung auf die Straße.

Erika Rolle

Update, 17.54 Uhr - Informationen zum Coronavirus im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 1266 bestätigte Corona-Fälle vor,  fünf mehr als gestern. Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Alle Personen werden je nach Bedarf medizinisch versorgt.

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 27 COVID-19-Patienten behandelt, davon befinden sich sechs Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (fünf in Traunstein und einer in Trostberg). Verglichen mit dem Monat April liegt damit die Zahl der zu behandelnden COVID-19-Patienten auf der Normal- und Intensivstation in den Kliniken erstmals unter 30.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

Update, 16.51 Uhr - Demo gegen Corona-Maßnahmen in Prien

Knapp 50 Personen folgten der Einladung in Prien gegen die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie zu demonstrieren. Sie protestierten friedlich mit Gesang und kurzen Ansprachen gegen staatlicher Willkür, der Corona-Impfpflicht und ihre Angst um die Freiheit. Mehr als 100 Zuschauer verfolgten das Geschehen auf dem Kirchplatz:

Corona-Demo in Prien am Chiemsee am 9. Mai - Teil 1

 © Rosemarie Ammelburger
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Corona-Demo in Prien am Chiemsee am 9. Mai - Teil 2

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Update, 16.10 Uhr - Keine neuen bestätigten Fälle im Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es keine neuen bestätigten Corona-Fälle (Stand: 09. Mai 2020, 14.00 Uhr), wie das Landratsamt Mühldorf in einer Pressemitteilung am Samstagnachmittag bekannt gab. 

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 493 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 382 wieder genesen, 12 davon werden stationär behandelt.

Update, 15.07 Uhr - Krankenhäuser auf dem Weg zum Normalbetrieb

Krankenhäusern und Einrichtungen der Vorsorge und Rehabilitation wird aufgrund der positiven Entwicklung des Infektionsgeschehens in Bayern schrittweise die Rückkehr zum Normalbetrieb erlaubt. Darauf hat am Samstag Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hingewiesen.

Mit Allgemeinverfügungen des Gesundheits- und des Innenministeriums vom 19. und 24.03.2020 waren Krankenhäuser und Reha-Einrichtungen verpflichtet worden, soweit medizinisch vertretbar, bis auf Weiteres alle planbaren Behandlungen zurückzustellen oder zu unterbrechen. Ziel war, möglichst umfangreiche Kapazitäten für die Versorgung von COVID-19-Patienten freizumachen.

Huml betonte: "Es hat sich gezeigt, dass dieser Schritt richtig war. Trotz regional teils massiver Betroffenheit haben die Kliniken in Bayern zu jeder Zeit die Patientenversorgung auf höchstem Niveau sichergestellt."

Die Ministerin fügte hinzu: "Die positive Entwicklung des Infektionsgeschehens lässt es nunmehr zu, wohl abgewogene Schritte in Richtung einer Rückkehr zum Regelbetrieb zu gehen. Es ist wichtig im Sinne der Patientinnen und Patienten, die auf eine Behandlung warten, dass freie Kapazitäten schrittweise wieder für die reguläre gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden."

Huml erläuterte: "Gleichzeitig gilt es, dass angesichts der aktuell beschlossenen gesellschaftlichen Erleichterungen mit der gebotenen Vorsicht agiert wird. Jeder Schritt muss fortwährend im Hinblick auf Belastung der Kliniken und die weitere Entwicklung des Infektionsgeschehens abgewogen werden."

In diesem Sinne hat das bayerische Kabinett die Umsetzung eines Stufenplans beschlossen, um die Versorgungsstrukturen der Kliniken einerseits wieder für die medizinische Regelversorgung zu nutzen, andererseits aber eine Überlastung des Gesundheitssystems weiterhin zu verhindern. Die Allgemeinverfügung, die diesen Plan umsetzt, ist am 08.05.2020 bekannt gegeben worden und am 09.05.2020 in Kraft getreten.

Demnach dürfen bis auf wenige Ausnahmen reine Privatkliniken und psychosomatische Einrichtungen ohne Einschränkungen in ihren Normalbetrieb zurückkehren. Für die Versorgung von gesetzlich Versicherten zugelassene Krankenhäuser müssen zunächst 30 % ihrer Intensivkapazitäten mit Beatmungsmöglichkeit und 25 % ihrer Normalkapazitäten für die Versorgung von COVID-19-Patienten zur Verfügung halten.

Einrichtungen der Vorsorge und Rehabilitation sind gehalten, 30 % der Kapazitäten zu reservieren. Im Einzelfall kann die jeweils zuständige Regierung weitere Erleichterungen gestatten oder aber im Bedarfsfall auch strengere Freihaltepflichten anordnen.

"Wir haben ein atmendes System geschaffen, das einerseits Erleichterungen zulässt, das aber bei einem Wiederanstieg der Infektionszahlen andererseits sehr rasch zielgerichtetes, konsequentes Gegensteuern ermöglicht", erläuterte die Ministerin. "Ich bin zuversichtlich, dass unsere hervorragende Versorgungsstruktur diese enorme Herausforderung durch die Pandemie meistern wird."

Huml unterstrich: "Aus meiner Sicht haben sich insbesondere auch die für die Patientensteuerung im Pandemiefall neu geschaffenen Organisationsstrukturen bewährt. Ich danke allen Beteiligten in den Kliniken, den anderen stationären Einrichtungen und den Ärztlichen Leitern in den Führungsgruppen Katastrophenschutz für ihr herausragendes Engagement in den vergangenen Wochen."

Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Update, 13.56 Uhr - Zwei neue Fälle im Berchtesgadener Land

Im Berchtesgadener Land wurden zwei neue Coronafälle registriert (Meldestand: 9. Mai, 10 Uhr). Damit erhöht sich die Gesamtzahl im Zuständigkeitsbereich des lokalen Gesundheitsamtes auf 298. Aktuell steht der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert für den Landkreis bei 14,2. Weitere Todesfälle gab es nicht.

255 Personen gelten bereits genesen. Aktuell befinden sich in den Kliniken im Berchtesgadener Land nur noch 38 Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung (einer weniger im Vergleich zum Vortag), davon sind noch vier Personen in intensivmedizinischer Betreuung (einer weniger im Vergleich zum Vortag). Viele dieser 38 Patienten haben ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land und zählen somit auch nicht zu den 298 Fällen des Landkreises.

Update, 13.15 Uhr - Drei Landkreise liegen über "Obergrenze"

Laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (Stand: 9. Mai) liegen weiterhin drei Landkreise in Deutschland über der von Bund und Ländern festgelegten "Obergrenze" bei Neuinfektionen von 50/100.000 Einwohner. Es handelt sich dabei um die Landkreise Greiz in Thüringen, Coesfeld in Nordrhein-Westfalen und Steinburg in Schleswig-Holstein.

In Coesfeld sind beispielsweise vor allem Mitarbeiter (insgesamt über 150) eines Schlachtbetriebes infiziert. Dieser wurde inzwischen behördlich beschlossen. Lockerungen wurden deswegen verschoben. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) verteidigte das Vorgehen der Behörden: "Wenn man öffnet, muss man da, wo Gefahr ist, konsequent handeln.

In der Region weisen die Städte/Landkreise derzeit folgende Inzidenzen auf:

  • Stadt Rosenheim: 25,27
  • Landkreis Rosenheim: 29,12
  • Landkreis Traunstein: 34,45
  • Landkreis Berchtesgadener Land: 14,2
  • Landkreis Mühldorf: 6,07
  • Landkreis Altötting: 3,60

Update, 12.02 Uhr - Forderungen nach Grenzöffnungen werden lauter

Die IHK für München und Oberbayern und die Wirtschaftskammer Tirol fordern ein rasches Ende der Corona-Einschränkungen an den Grenzen zwischen Bayern, der Schweiz und Österreich. "Unser eng verflochtener Wirtschaftsraum ist auf den grenzüberschreitenden Verkehr ohne jegliche Hürden und Hemmnisse angewiesen", sagte Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern. 

Die bisher erforderlichen Einschränkungen an den Grenzen zur Pandemie-Eindämmung sollten nach Ansicht der IHK München spätestens zum 15. Mai wieder aufgehoben werden, da die Infektionslage beiderseits der Grenzen kaum noch Unterschiede aufweise. "Für den Neustart der Wirtschaft und für die Vermeidung weiterer ökonomischer Schäden ist die Grenzöffnung ein ebenso wichtiges Signal wie die derzeit schrittweise vorgenommenen Öffnungen im Einzelhandel, in Gastronomie und Hotellerie", so Gößl weiter. Bayerns Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) reagiert darauf jedoch sehr verhalten: "Unsere Linie ist in dieser Frage derzeit unverändert, wir sind hier zurückhaltend." 

Update, 11.30 Uhr - "Freiversuch" für Lehramts-Studenten

Auch Studenten leiden unter der aktuellen Krise. Unter anderem musste Mitte März auch die Erste Staatsprüfung für Lehrämter an öffentlichen Schulen wegen Corona ausgesetzt werden. Um den Prüflingen gleichwohl die Sorge vor Nachteilen zu nehmen und den besonderen Umständen Rechnung zu tragen, beabsichtigt das Kultusministerium allen Studierenden, die im Frühjahr ihre Prüfung im Frühjahr 2020 abgelegt hätten, einen Freiversuch zu ermöglichen.

Den Studierenden kann so die Möglichkeit eröffnet werden, die abgelegten Prüfungen einmal öfter zu wiederholen als vorgesehen. "Es ist mir wichtig, dass unsere angehenden Lehrerinnen und Lehrer durch diese Ausnahmesituation nicht unnötig unter Druck geraten. (...) Natürlich verstehe ich die Sorgen unserer Studierenden und nehme ihr Anliegen sehr ernst. Sie können ihre Studienleistungen mit dem Staatsexamen zu einem guten Abschluss bringen“, betonte Kultusminister Michael Piazolo (FW).

Update, 10.27 Uhr - BLSV Traunstein freut sich über Sport-Wiederaufnahme

Am Montag, 11. Mai, können endlich auch Sportfreunde (teilweise) aufatmen. Ab diesem Zeitpunkt ist zumindest kontaktfreier Individualsport mit gewissen Hygiene- und Abstandsregeln wieder zugelassen.

Darüber freut man sich auch beim BLSV-Kreisverband Traunstein. "Sport in seiner Gesamtheit ist Bewegung und Gemeinschaft, deshalb haben sich die Vorstandschaften des BLSV und BSJ Kreis Traunstein Gedanken zu einem kleinen und lohnenden Einstieg für alle Sportarten gemacht und das Konzept zum Sportabzeichentraining erstellt, welches auf der Homepage der Bayerischen Sportjugend Traunstein unter www.bsj-traunstein.de zum Download bereit steht", hieß es in einer Mitteilung. "Der Bayerische Landessportverband appelliert an Trainer und Übungsleiter und natürlich auch an alle Sportlerinnen und Sportler, bei diesen ersten Lockerungen im Sinne des Gesundheitsschutzes ein Höchstmaß an Eigenverantwortung an den Tag zu legen", sagte Thomas Hoffmann vom BLSV-Kreisverband Traunstein.

Update, 9.39 Uhr - 12 neue Fälle und drei weitere Tote in Rosenheim

Bis zum letzten Meldezeitpunkt (Stand: 8. Mai, 24 Uhr) wurden dem Staatlichen Gesundheitsamt Rosenheim 12 neue Coronavirus-Fälle gemeldet. Damit sindin Stadt und Landkreis Rosenheim bislang insgesamt 2.631 Covid-19-Betroffene bekannt. 1.331 Personen gelten inzwischen als genesen. Darüber hinaus meldete das Landratsamt drei weitere Todesfälle. Die Gesamtzahl der Toten liegt nun bei 177.

Update, 9.12 Uhr - RKI legt neue Zahlen vor

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Samstagmorgen (Stand: 9. Mai, 0 Uhr) wieder die neuesten Fallzahlen vorgelegt. Demnach wurden in Deutschland bislang insgesamt 168.551 Infektionen gemeldet. Das sind 1.251 Fälle mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten stieg auf 7.369. Das am stärksten betroffene Bundesland ist nach wie vor Bayern mit über 44.000 Fällen und 2.147 Todesfällen.

Bundesland

Fälle

+ zum Vortag

Fälle/100.000 Einwohner

Todesfälle

B.-Württem­berg

33.105

+207

299

1.534

Bayern

44.169

+264

338

2.147

Berlin

6.242

+33

167

164

Brandenburg

3.098

+61

123

133

Bremen

1.024

+27

150

32

Hamburg

4.772

+19

259

204

Hessen

8.916

+66

142

408

M.-Vor­pommern

722

+4

45

19

Niedersachsen

10.803

+117

135

496

Nordr.-West­falen

34.817

+295

194

1.424

Rhein­land-Pfalz

6.282

+41

154

195

Saarland

2.660

+2

269

142

Sachsen

4.873

+34

119

186

Sachsen-Anhalt

1.637

+22

74

48

Schles­wig-Holstein

2.898

+38

100

122

Thüringen

2.533

+21

118

115

Gesamt

168.551

+1.251

203

7.369

Diese Besuchsregeln gelten ab heute in Alten- und Pflegeheimen

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hat dazu aufgerufen, bei den ab Samstag, 9. Mai, möglichen Besuchen in Alten- und Pflegeheimen auf den Infektionsschutz zu achten. "Es ist wichtig, dass sich insbesondere Familienmitglieder nun wieder sehen können und am Muttertag weniger einsam sind. Denn die Gefahr einer sozialen Isolation darf nicht unterschätzt werden. (...) Deshalb haben wir festgelegt, dass bei einem Besuch in Pflege- und Altenheimen strenge Hygienemaßnahmen eingehalten werden müssen. Dazu gehört die Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern. Außerdem gilt sowohl für die Besucher als auch für die Besuchten eine Maskenpflicht", sagte Huml (News-Ticker Freitag, 8. Mai). 

Huml führte weiter aus: "Um Infektionen möglichst zu vermeiden, darf zudem nicht mehr als ein Familienmitglied pro Bewohnerin bzw. Bewohner zur selben Zeit zu Besuch sein. Erlaubt ist ferner der Besuch einer registrierten Kontaktperson, die nicht zur Familie gehört - allerdings dann zu einer anderen Besuchszeit, die vorher mit der Einrichtung vereinbart bzw. durch die Einrichtung festgelegt wird." Zudem müssen sich die Heime um einen kontrollierten Zugang, Besuchszonen und eigene Besucherräume kümmern.

Die Erleichterungen beim Besuchsverbot bzw. die Besuchsregeln gelten in Krankenhäusern und stationären Pflegeeinrichtungen, Intensivpflege-WG's, Altenheimen und Seniorenresidenzen sowie stationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Wichtig sei dabei auch die Einschätzung vor Ort, betonte Huml. Ferner könne die zuständige Kreisverwaltungsbehörde im Einzelfall ergänzende Anordnungen erlassen, soweit es aus infektionsschutzrechtlicher Sicht erforderlich sei, hieß es abschließend.

mw/dpa

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