Newsticker zur Corona-Pandemie

Freiwillige Helfer nähen Atemschutzmasken - 25 Patienten in Münchener Pflegeheim erkrankt

Landkreis/München - Das Coronavirus hat die Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff. Seit 10 Tagen gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Dienstag, 31. März im News-Ticker:

CORONA - DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE 

  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 923, Landkreis Traunstein 271, Landkreis Berchtesgadener Land 96, Landkreis Mühldorf 161, Landkreis Altötting 151 
  • Mindestens 660 Todesopfer in Deutschland (191 in Bayern) 
  • Bereits Todesfälle in Kreisen Traunstein, Rosenheim, Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land
  • Bayern verlängert Ausgangsbeschränkung (vorerst bis 19. April) 
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.


Update, 21 Uhr - Freiwillige Helfer nähen Atemschutzmasken

Das Rote Kreuz kümmert sich seit Samstag im Auftrag der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) um den Aufbau und die Organisation eines landkreisweiten Netzwerks aus mittlerweile über 150 ehrenamtlichen Näherinnen, die gemeinsam schon zwei 400-Meter-Selbsthilfe-Rollen des durch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger bereitgestellten Vliesstoffs zur Mundschutz-Produktion verarbeitet haben.

Freiwillige Helfer nähen Mundschutz-Masken für 

 © BRK BGLand
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Der BRK-Fahrdienst übernimmt die Logistik und beliefert die Schneiderinnen zu Hause mit bereits durch Rotkreuzler zugeschnittenem Stoff, Gummibändern und Nasenteil-Drahtbügeln, mit denen pro Lieferung 50 Mundschutz genäht werden können. Die Verteilung der fertig genähten Mundschutze wird zentral und bedarfsorientiert von der FüGK geregelt, damit langfristig jede medizinische und pflegerische Einrichtung im Landkreis versorgt werden kann und kein Wettstreit um das Material entsteht.

„Masken selbst nähen! Jetzt ist Pragmatismus und Selbsthilfe gefragt! Ich habe organisiert, dass die Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern Material bekommen, um Masken vor Ort selbst zu schneidern. Diese Selbsthilferollen wiegen 12 kg, 40 cm breit, 400m Vliesstoff pro Rolle zertifiziertes Maskenmaterial, aus dem auch FFP 2 und FFP 3 Masken geschneidert werden. Reicht für 5000 Masken. Zusätzlich bekommt jeder Landkreis/Stadt noch mehrere hundert fertige Masken als Nähvorlage/Anschauungsmaterial und Notration, um vor Ort selbständig arbeiten zu können. Zunächst eine Rolle/Landkreis, die großen Städte entsprechend mehr. Nachschub kommt zeitnah. Material für über 1 Million Masken (240 Rollen) hinter mir, weitere Produktion in Auftrag. Damit muss jetzt auch bei Altenheimen, Krankenpflege etc. schnell vernünftiges Material ankommen, bevor die verzweifelt aus Bettwäsche selbst was schneidern mit unpassendem Material. THW liefert heute noch aus. DANKE! An die Nähmaschinen wer nähen kann!“, schreibt Aiwanger am 26. März auf seiner Facebook-Seite.

Die FüGK erteilte dann am Samstag, den 28. März den Auftrag an das Rote Kreuz, die erste 400-Meter-Rolle für den Landkreis beim Zentrallager abzuholen und mit Näherinnen zu Masken zu verarbeiten. Da in der ersten Stoff-Lieferung weder ein Produkt-Datenblatt noch Muster oder eine Näh-Anleitung enthalten waren, mussten die Rotkreuzler erfinderisch sein: Sie nähten unter Federführung von Lejlije Hoxha in Rücksprache mit anderen Schneiderinnen und nach Vorlage industriell gefertigter Mundschutze Vorlagen für die zu Beginn rund 20 Näherinnen und Näher und fuhren das Material noch am selben Abend in 30-er-Packungen an die ehrenamtlichen Mitstreiter aus.

Da die Helfer Hosen- und Textilgummis für die Ohrenhalter und ummantelte Drahtstücke für die anpassbaren Nasenteile brauchten, riefen sie über Facebook die Bevölkerung zu Materialspenden und zum Mitmachen auf – hunderte Menschen wollten helfen und beteiligten sich aktiv oder mit Spenden. Bis Dienstagabend wuchs das Netzwerk dann im rasenden Tempo auf mittlerweile über 150 Näherinnen und Näher an, die das Rote Kreuz miteinander vernetzt und beliefert. „Wir haben enorm viel Arbeit, schlafen derzeit nur wenig und sind nahezu rund um die Uhr gefordert, aber zugleich wirklich überwältigt, wie viele Menschen spontan mitgemacht haben und wie sehr der Landkreis in der Krise zusammenhält!“, freut sich Marcel Kutz, einer der Organisatoren, der von Beginn an mit dabei war und das Projekt mit großem Einsatz aufgebaut und vorangetrieben hat.

Da die Menschen wegen der Ansteckungsgefahr zu Hause bleiben sollen, bringt ihnen das Rote Kreuz auf zwei bis drei Touren gleichzeitig Packerl mit zugeschnittenem Material für 50 Masken zu Hause vorbei – mit einer selbst erstellten Näh-Anleitung und einem Lieferschein, auf dem sie die Anzahl der gefertigten Mundschutze eintragen und ihren Namen. „Das hat den Vorteil, dass wir den Überblick behalten, danach die Umschläge nicht nochmal öffnen und nachzählen müssen, und sich die Feuerwehren bei der Verteilung an die Einrichtungen viel leichter tun“, erklärt Tim Janßen, der als Fahrer die Näherinnen beliefert und die fertigen Mundschutze abholt.

Die gefertigten Mundschutze sammeln die Rotkreuzler ein und liefern sie in 50er-Packungen beim Zentrallager des Landkreises ab, wo sie dann drei Tage lagern, um auszuschließen, dass Viren auf dem Material überlebt haben und jemanden infizieren könnten. Die Näherinnen sind auch alle angewiesen, sich vorab gründlich die Hände zu waschen und selbst beim Nähen einen Mundschutz und Handschuhe zu tragen. Parallel produziert das Team auch schon sehr heiß waschbare Mehrweg-Baumwoll-Mundschutze mit einer Tasche, in die der Einweg-FFP2-Stoff der Aiwanger-Rolle als wirksamer Filter eingeschoben werden kann. „Diese derzeit von der Behörde noch nicht freigegebene Lösung würde die großartige Näh-Leistung der beteiligten Frauen und Männer mehr würdigen, die aktuell noch echt viel Zeitaufwand und Herzblut in ein Einweg-Wegwerf-Produkt stecken. Mit dieser Version würden wir uns nicht mehr von Tag zu Tag retten und könnten womöglich sogar unseren Landkreis autark versorgen“, meint Fahrdienstleiter Markus Leitner.

Wer beim Mundschutz-Nähen mitmachen will: Bitte schickt uns Eure Daten, damit wir Euch einbinden können: Name, Adresse, E-Mail, Handynummer (für WhatsApp-Gruppe) an mundschutz@kvbgl.brk.de Wer Material spenden will: Kleinere Mengen bitte per Brief an BRK, Riedelstraße 18, 83435 Bad Reichenhall schicken oder in den Briefkästen der BRK-Häuser im Landkreis einwerfen. Benötigt werden Hosen- und Textilgummis, ummantelter, nicht zu dicker Draht, Gefrierbeutel-Clips und vorgewaschener, über 75 Grad waschbarer Baumwoll-Stoff, idealerweise in großen Tüchern, die man gut und schnell schneiden kann. Für den Stoff steht im Eingangsbereich des Reichenhaller Roten Kreuzes eine Tonne zum Einwurf bereit. Aus Platzgründen musste die die Produktionsstraße am Dienstagnachmittag vom Reichenhaller BRK-Haus ins Haus der BRK-Bereitschaft Ainring in die Industriestraße 6a in Mitterfelden umziehen. Dort kann ab Mittwoch auch in einem Kasten gespendetes Material eingeworfen werden.

Pressemeldung BRK Berchtesgadener Land

Update, 20 Uhr - Waginger Musikkapelle ruft zum heimischen Musizieren auf

Viele Veranstaltungen und Konzerte sind derzeit vom Katastrophenfall betroffen und müssen abgesagt oder terminlich verlegt werden. Auch das kürzlich geplante große Frühjahrskonzert welches alljährlich von der Musikkapelle veranstaltet wird, wäre auf dem musikalischen Terminkalender in Waging gestanden.

Die wochenlange intensive Probenarbeit unter Musikleiter Makis Gypas und die Präsentation der darin erlernten Musiktitel musste leider auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

Trotz des virusbedingten Ausfalls der wöchentlichen Musikproben sind die Waginger Musikerinnen und Musiker nicht untätig und präsentieren sich mit dem Slogan „Wir nehmen es ernst und bleiben zu Hause gegen Corona“ in der Öffentlichkeit. Hierbei soll einerseits auf die derzeitige Ausgangsbeschränkung hingewiesen und natürlich auch das Interesse an einer aktiven Mitgliedschaft in der Musikkapelle geweckt werden. Wer ein Instrument erlernen will – und zwar egal in welcher Altersklasse – darf sich gerne bei der Vorsitzenden Claudia Huber unter den Kontaktdaten, welche bei WWW.wagingerblech.de zu finden sind, melden.

Sobald die coronabedingte musikalische Pause beendet ist, wird natürlich auch die Musikkapelle Waging am See in der Öffentlichkeit wieder zu sehen – und vor allem zu hören - sein.

Pressemeldung Waginger Musikkapelle

Update, 19.20 Uhr - 25 Patienten in Münchener Pflegeheim erkrankt

Wie unser Partnerportal tz.de berichtet, gab es in einem Münchener Pflegeheim einen Ausbruch von Covid-19. Im Leonhard-Henninger-Haus, einem evanglischen Pflegeheim der Inneren Mission, wurden 25 Bewohner an der Lungenkrankheit erkrankt. Auch fünf Pfleger wurden positiv getestet. Auf der Homepage des Pflegeheims gab es bekannt: "Das Leonhard-Henninger-Haus im Westend ist aktuell massiv vom Corona-Virus betroffen: Bei 25 von 40 getesteten Bewohnerinnen und Bewohnern des evangelischen Pflegeheims ist das Ergebnis leider positiv; acht Tests waren negativ, sieben Ergebnisse stehen noch aus. Die sofort veranlasste Untersuchung von 15 Pflegekräften erbrachte fünfmal ein positives Ergebnis; sieben Tests fielen negativ aus, die restlichen Ergebnisse fehlen derzeit noch."

Update, 19 Uhr - 12-Jährige in Belgien an Corona verstorben

Große Erschütterung herrscht derzeit in Belgien. Wie die Bild berichtet, verstarb dort ein 12-jähriges Mädchen an den Folgen einer Corona-Infektion. Das Kind hatte zuvor zwei Tage lang an Fieber gelitten. Der für die Corona-Pandemie zuständige Behördensprecher in Brüssel erklärte, dass dies ein sehr seltener Fall sei und ihn sehr erschüttere. Weshalb sich der Zustand des Kindes so plötzlich verschlechtert hatte wisse man nicht und müsse nun Untersuchungen in dem Fall anstellen. 

Update, 18.30 Uhr - Stadt Rosenheim warnt: Vorsicht bei Freizeitaktivitäten

Die Rettungs- und Hilfsdienste in Stadt und Landkreis Rosenheim weisen darauf hin, dass im Zuge des derzeitigen bayernweiten Katastrophenfalls wegen der Corona-Krise die Sicherung von Freizeitaktivitäten zurückstehen muss. „Wenn in den nächsten Wochen die Temperaturen ansteigen ist damit zu rechnen, dass die im Rahmen der Ausgangsbeschränkungen zulässigen sportlichen Aktivitäten zunehmend an die heimischen Seen verlagert werden. Anders als üblich können wir aber aus Kapazitätsgründen keine Bereitschaftsdienste an Wachhütten der Wasserwacht in der Region durchführen. Deshalb bitten wir die Schwimmerinnen und Schwimmer um besondere Vorsicht. Die Reaktionszeiten der Rettungskräfte müssen sich in einer solchen Situation zwangsläufig verlängern“, weist Thomas Neugebauer vom BRK-Kreisverband Rosenheim auf eine Risikolage hin, der sich die Menschen in der Region bisher nicht bewusst sein dürften. Gleiches gilt für die Einsatzmöglichkeiten der Bergwacht in den heimischen Voralpen. „Auch bei Bergwanderungen, die alleine oder mit der Familie ebenfalls trotz Ausgangsbeschränkungen möglich sind, raten wir zu erhöhter Vorsicht“, so Kreisbrandrat Richard Schrank, der aber betont: „Der Verzicht auf Bereitschaftsdienste hat aber keinen Einfluss auf die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft für Notfalleinsätze. Vielmehr dienen diese Maßnahmen dem langfristigen Erhalt der Einsatzstärke der Hilfs- und Rettungsdienste im weiteren Verlauf der Corona-Krise“.

Pressemeldung Stadt Rosenheim

Update, 17.30 Uhr - Bayerischer Brauerbund besorgt um Wirtschaft

Die Auswirkung der Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung der Corona-Infektion treffen die mittelständisch strukturierte bayerische Brauwirtschaft mit voller Wucht. Seit Anfang März ist der Export von Bayerischem Bier - sonst ein Viertel des Ausstoßvolumens - aufgrund der nationalen Abschottungsmaßnahmen nahezu zusammengebrochen. Gerade für dienstleistungsorientierte, mittelständische Brauereien, deren Absatzschwerpunkt in erster Linie auf der Belieferung von kleinen und größeren Festen und auf der Gastronomie liegt, ist die Lage existenzbedrohend: Volksfeste und Dulten wurden bis in den Sommer hinein weitestgehend abgesagt. Aufgrund der nun verlängerten Ausgangsbeschränkungen in Bayern bleiben die gastronomischen Betriebe weitere drei Wochen geschlossen. Dies betrifft die bayerische Brauwirtschaft massiv! Einerseits haben gerade kleinere Brauereien oft eigene Gastronomiebetriebe, die nun ebenfalls geschlossen bleiben, andererseits bangen die Brauereien um ihre Wirte. Viele Brauereien kämpfen an der Seite der Gastronomie und versuchen, durch den Verzicht auf Pachteinnahmen, die Aussetzung von Zahlungsverpflichtungen bei Gastronomiedarlehen und die Ausschöpfung aller Hilfsangebote Dritter Insolvenzen abzuwenden und eine Wiedereröffnung nach der Krise zu gewährleisten. Mit der Insolvenz eines Wirtes stünden bei vielen Brauereien nicht nur die zukünftigen Bierlieferungen an das gastronomische Objekt im Feuer. In Kombination mit dem Bierlieferungsvertrag gewährte Gastronomiekredite drohen komplett auszufallen.

So brennt es in den Brauereien aufgrund des Shut downs lichterloh. Viele Betriebe haben die Fassbierproduktion, die rund ein Fünftel des Absatzvolumens ausmacht, komplett eingestellt und als Reaktion auf extrem fallende Bierabsätze Kurzarbeit angemeldet. Eine Kurzumfrage des Bayerischen Brauerbundes ergab, dass auch der Flaschenbierabsatz über den Handel sowie über den oft kurzfristig eingerichteten Heimdienstservice aufgrund der fehlenden Konsumanlässe zurückgeht. Ausfallende Fußballspiele, andere abgesagte Sportereignisse, verbotene private Grill- und Gartenpartys und der komplett weggebrochene Freizeitkonsum lassen sich nicht durch den kurzfristig erhöhten Vorratskauf für den „Bleib Daheim- Zeitraum“ kompensieren. „Wir befürchten, dass in den kommenden Wochen Gastronomen, aber auch Brauereien den Kampf ums Überleben verlieren werden,“ erklärt Dr. Lothar Ebbertz, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes. Er lobt die umfangreichen Maßnahmen, die der Freistaat und der Bund zur Rettung gerade kleinerer Unternehmen ergriffen haben. Sie würden nach seiner Wahrnehmung intensiv in Anspruch genommen. Zugleich mahnt er aber, die Chancen, die Krise durch Kredite, Bürgschaften und Stundungen zu überwinden, nicht überzubewerten: „Im März und April verlorener Umsatz in Handel und Gastronomie wird im Mai nicht nachgeholt, keiner trinkt oder isst im Mai das mehr, was er dank Corona im März und April weniger konsumiert hat“, so Ebbertz. Brauer und Gastronomen bräuchten jetzt Liquiditätshilfen in Form umfassender verlorener Zuschüsse. Die Grundversorgung der Bevölkerung mit Getränken im Lebensmittel- und Getränkeeinzelhandel sei nicht zuletzt auch durch das Eintreten des Brauerbundes gewährleistet, so der Spitzenverband der bayerischen Brauwirtschaft. Es komme jetzt auf jeden einzelnen an, durch sein aktives Konsumverhalten seinen Beitrag zum Erhalt vieler Brauereien im Freistaat zu leisten.

Pressemeldung bayerischer Brauerbund

Update, 17 Uhr - Söder: "Das Motto ist: überbrücken, überleben, und dann wieder voll durchstarten"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat eine enge Verzahnung der Corona-Hilfsprogramme von Freistaat und Bund für die Wirtschaft zugesichert. Als zentralen bayerischen Baustein nannte er nach einer Kabinettssitzung am Dienstag den nun endgültig beschlossenen Bayern-Schirm in Höhe von 60 Milliarden Euro. 

20 Milliarden Euro umfassten ein "Beteiligungspaket", 40 Milliarden Euro seien für ein Paket aus Bürgschaften und Krediten vorgesehen. Mit den Krediten, den Steuerstundungen und Soforthilfen glaube man, das richtige Instrumentarium entwickelt zu haben, um auf die Krise zu reagieren, betonte Söder. 

Alleine bei den Steuerstundungen gebe es rund 90.000 Anträge mit einem Volumen von fast zwei Milliarden Euro. Ziel sei es, zu verhindern, dass die Wirtschaft in eine "tiefe Schockstarre fällt und wir den Wohlstand verlieren". Um die Soforthilfen zu erhalten, seien auch die Maßstäbe und die Modalitäten angepasst worden, sagte Söder. 

Entscheidend sei nun, dass ein "existenzbedrohender Umsatzrückgang" vorliege, nicht die generelle Liquidität. Bisher seien 200.000 Anträge eingegangen, 1,5 Milliarden Euro bewilligt und 200 Millionen Euro bereits ausgezahlt worden. Zudem laufe das Programm das ganze Jahr über, weshalb auch noch spätere Effekte der Corona-Krise abgesichert seien. Generell könnten die Anträge inzwischen komplett online gestellt werden. "Das Motto ist: überbrücken, überleben, und dann wieder voll durchstarten", sagte Söder.

Update, 16.26 Uhr - 15.505 Coronavirus-Fälle und 191 Tote in Bayern

In Bayern sind inzwischen 15 505 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Dienstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. Demnach sind bislang 191 Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert waren, gestorben. Deutschlandweit liegt die Zahl der Todesopfer weit über 600. 

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte nach einer Kabinettssitzung, die Zahlen stiegen leider weiter. Es sei aber erkennbar, dass der prozentuale Anstieg bei der Zahl der Infektionen pro Tag etwas sinke. Vergangene Woche habe man hier noch plus 17 oder manchmal plus 20 Prozent pro Tag gehabt. 

Jetzt, die vergangenen Tage, bewege sich dies stabil unter zehn Prozent. Söder sagte aber, es gebe keinen Grund zur Entwarnung. "Ob das schon ein Trend ist oder nur eine momentane Betrachtung, kann keiner sagen", betonte er. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden in Bayern inzwischen mehr als 100 000 Corona-Tests durchgeführt. 

In den vergangenen beiden Kalenderwochen waren es allein jeweils gut 35.000. Insgesamt sind laut LGL in Bayern künftig bis zu 13.000 Tests pro Tag möglich, 11.000 bei Privatlaboren und bis zu 2.000 beim LGL selber

Update, 16.01 Uhr - neue Zahlen für Kreis Altötting

Im Landkreis Altötting ist die Zahl der Corona-Infektionen auf 151 gestiegen (Stand: 16 Uhr). Das ist ein Anstieg im Vergleich zum Vortag um 16 Personen.

Update, 15.56 Uhr - Zwei Todesfälle im Raum Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es vier neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 31. März 2020, 15 Uhr). 

Dabei handelt es sich um vier Erwachsene über 60 Jahre, davon werden zwei Personen stationär behandelt. 

Ein 90-jähriger Mann und eine 80-jährige Frau, die mit dem Coronavirus infiziert waren, sind verstorben. 

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. 

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 161 bestätigte Fälle vor, 34 davon werden stationär behandelt. 

Für die Klinik Mühldorf, welches als Corona-Zentrum für die Landkreise Altötting und Mühldorf festgelegt wurde, ergeben sich zum Stichdatum-/zeitpunkt folgende Zahlen: 

  • Stationäre Corona-Verdachtsfälle: 60 
  • Stationäre Corona-Positivfälle: 75 
  • Davon intensivpflichtige Corona-Patienten: 18

Update, 15.52 Uhr - 271 Corona-Fälle im Kreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 271 bestätigte Corona-Fälle vor. Das bedeutet einen Anstieg von 20 Personen im Vergleich zum Vortag. Insgesamt sind 123 Frauen und 148 Männer positiv aus das Coronavirus getestet worden (Stand: 15 Uhr).

Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Alle Personen werden medizinisch versorgt. 

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 32 Coronavirus-Patienten behandelt, davon befinden sich sechs Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (vier in Traunstein und zwei in Trostberg).

Update, 15.33 Uhr - Elf Tote im Kreis Rosenheim

Bis zum 30. März 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt Rosenheim 923 Fälle von Covid-19 gemeldet. Das ist ein Anstieg von 36 Patienten im Vergleich zum Vortag. 41 Personen sind wieder genesen. Bisher sind elf Personen an der Erkrankung gestorben. 

Im Moment werden 35 COVID-19-Patienten auf Intensivstationen in Stadt und Landkreis Rosenheim behandelt. Die Zahl an Intensivbetten in Stadt und Landkreis Rosenheim wird weiter aufgestockt.

Das Landratsamt Rosenheim stellt umfassende Ermittlungen an, um die Kontaktpersonen der Erkrankungsfälle darauf aufmerksam zu machen, dass sie sich angesteckt haben können und in der Folge ein Erkrankungsrisiko besteht. Sie befinden sich zu überwiegendem Teil in 14-tägiger häuslicher Quarantäne. 

Durch die am 25. März in Kraft getretene Allgemeinverfügung im Landkreis Rosenheim und am 27. März in Kraft getretene Allgemeinverfügung in der Stadt Rosenheim wird für alle engen Kontaktpersonen der Kategorie I von bestätigten Erkrankungsfällen eine 14-tägige Quarantäne angeordnet. Eine mündliche oder schriftliche Anordnung durch die Kreisverwaltungsbehörde ist dadurch nicht mehr notwendig.

Update, 15.19 Uhr - Mann im Berchtesgadener Land an Covid-19 gestorben

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es mittlerweile insgesamt 96 bestätigte Coronafälle im Landkreis Berchtesgadener Land gibt (Stand: 31. März, 12 Uhr), das sind 16 Coronainfektions-Fälle mehr als am Vortag. 

Zudem meldet das Landratsamt, dass eine weitere Person an Covid-19 verstorben ist. Dabei handelt es sich um einen 69-jährigen Mann. Insgesamt sind bis jetzt drei Menschen im Landkreis Berchtesgadener Land an den Folgen des neuartigen Coronavirus gestorben. 

17 Personen sind mittlerweile genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen.

Bei den nunmehr 76 aktuell in Behandlung befindlichen Covid-19-Patienten ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein (z. B. häusliche Quarantäne und medizinische Versorgung) ein. Aktuell befinden sich 167 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. 265 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile aus der Quarantäne entlassen worden.

Aktuell sind in den drei Kreiskliniken im Berchtesgadener Land (Bad Reichenhall, Berchtesgaden und Freilassing) insgesamt 39 Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung, sechs davon befinden sich in intensivmedizinischer Betreuung. 

Diese 39 Patienten haben aber nicht alle ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land und gehören somit nicht automatisch zu der Gruppe der insgesamt 96 bestätigten BGL-Coronafälle.

Update, 15.05 Uhr - Horror-Aufnahmen aus New York

Im Internet kursieren Videos, welche zeigen, wie Leichen am „Brooklyn Hospital Center“ am helllichten Tag auf einem Bürgersteig mit Gabelstapler und Kühllaster abtransportiert werden. 

Dieses Video wurde von den Behörden gegenüber der New York Post als echt bescheinigt.

Der US-Ostküstenstaat New York mit der gleichnamigen Millionenmetropole hat sich zum Epizentrum der Coronavirus-Pandemie in den USA entwickelt. Am Samstag stieg die Zahl der nachgewiesenen Infektionen in New York, New Jersey und Connecticut zusammen auf mehr als 62 000 - das sind mehr als die Hälfte aller Fälle in den USA. 

Gerade in New York wurde aber auch deutlich mehr getestet als in anderen Landesteilen. Insgesamt starben der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore zufolge in den USA bislang mehr als 1900 Menschen. Nach Angaben von Gouverneur Andrew Cuomo kamen davon mehr als 700 aus dem Staat New York.

Zur Entlastung der Krankenhäuser in der Coronavirus-Krise ist am Montagmorgen (Ortszeit) ein Lazarettschiff im Hafen von New York angekommen.

US-Präsident Donald Trump erwägt offenbar eine weitreichende Abriegelung von New York und anderen heftig von der Corona-Krise betroffenen Bundesstaaten. "Einige Leute würden New York gerne unter Quarantäne gestellt sehen, weil es ein Hotspot ist", sagte Trump am Samstag im Garten des Weißen Hauses.

Update, 14.45 Uhr - Fußball-Spielbetrieb bleibt bis mindestens zum 30. April ausgesetzt

In der Bundesliga und 2. Liga wird aufgrund der Coronavirus-Pandemie mindestens bis zum 30. April kein Fußball gespielt. Das haben die 36 Profi-Clubs am Dienstag im Rahmen einer virtuellen Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga auf Empfehlung des DFL-Präsidiums beschlossen. Das bislang letzte Bundesliga-Spiel fand am 11. März statt - das ursprünglich geplante Saisonende am 16. Mai ist längst nicht mehr zu halten.

Neben der Aussetzung des Spielbetriebes soll bis zum 5. April das Mannschaftstraining unterbleiben. Der zumindest einigermaßen reguläre Saisonabschluss ist für viele Vereine von existenzieller Bedeutung - wird die Spielzeit 2019/20 abgebrochen, droht der Bundesliga ein finanzieller Verlust in Höhe von rund 750 Millionen Euro.

Inwieweit die Saison abgeschlossen werden kann, was neusten Gedankenspielen zufolge auch erst im September der Fall sein könnte, hängt auch von den Plänen der Europäischen Fußball-Union ab. Sowohl die Champions League als auch die Europa League stecken derzeit im Achtelfinale fest. Davon sind fünf Bundesligisten betroffen. Dazu kommen offene Länderspiel-Termine. Die UEFA will sich am Mittwoch mit ihren 55 Mitgliedsverbänden beraten, möglicherweise wird auch ein Zeitplan vorgestellt.

Update, 14.30 Uhr - Erleichterte Hinzuverdienstmöglichkeiten zum Kurzarbeitergeld

Im Zusammenhang mit Kurzarbeit tritt in der Zeit vom 1. April 2020 bis 31. Oktober 2020 eine befristete Sonderregelung in Kraft: Wird nach Eintritt von Kurzarbeit eine geringfügige Nebentätigkeit in einem systemrelevanten Bereich aufgenommen, wird das Entgelt daraus nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet, die Nebentätigkeit ist versicherungsfrei. 

Bei mehr als geringfügigen Beschäftigungen in systemrelevanten Bereichen bleibt das daraus erzielte Arbeitsentgelt anrechnungsfrei, wenn die Summe aus Restlohn aus der Hauptbeschäftigung (Ist-Entgelt), Kurzarbeitergeld und Entgelt aus der Nebenbeschäftigung den bisherigen Bruttolohn (Soll-Entgelt) nicht übersteigt. 

Das heißt: Wer aus seiner sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zuvor 1.700 Euro netto bezogen hat, kann bei Bezug von Kurzarbeitergeld plus dem Entgelt aus der Nebentätigkeit ebenfalls bis zu 1.700 Euro netto erzielen, ohne dass die Nebentätigkeit auf das Kurzarbeitergeld angerechnet wird.

Update, 14.01 Uhr - Corona-Infizierter verließ Quarantäne: Kontakt zu zehn Menschen

Ein Corona-Infizierter in Schleswig-Holstein hat nach Angaben der Behörden die häusliche Quarantäne verlassen und zu mindestens zehn Menschen Kontakt gehabt. Das sagte eine Sprecherin des Kreises Rendsburg-Eckernförde am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Ob der Mann möglicherweise noch mehr Personen getroffen habe, werde derzeit überprüft. Zuvor hatten andere Medien über den Fall berichtet.

Der Mann war Mitte März aus einem Risikogebiet zurückgekehrt, er kam in häusliche Quarantäne. Er wurde positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. Der Infizierte sei weiterhin in häuslicher Quarantäne, hieß es.

Der Quarantäne-Bruch fiel auf, als die Behörden die Kontakte eines anderen Infizierten nachverfolgten, um die Infektionskette zu unterbrechen. Dabei wurde festgestellt, dass der Quarantäne-Brecher Kontakt zu dem anderen Corona-Positiven hatte.

Dem Mann droht mindestens ein Bußgeld, möglicherweise auch eine Strafanzeige, sollten weitere Verstöße bekannt werden, sagte die Sprecherin des Kreises.

Update, 13.42 Uhr - 849 Corona-Tote in Spanien: bislang höchste Opferzahl in 24 Stunden

Im stark von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien sind binnen 24 Stunden 849 neue Todesfälle verzeichnet worden. Dies ist die bisher höchste Zahl an Opfern, die an einem Tag gezählt wurde, wie das Gesundheitsministerium in Madrid am Dienstag mitteilte. 

Damit waren bereits am vierten Tag in Folge mehr als 800 Tote zu beklagen. Auch die Zahl erfasster Neuinfektionen stieg wieder und lag am Dienstag bei mehr als 94.000 – gut 9000 mehr als am Vortag. Gleichzeitig wurden mehr als 2500 Patienten innerhalb eines Tages als geheilt entlassen – insgesamt sind bereits fast 20.000 Menschen wieder gesund.

Update, 13.09 Uhr - 80 Prozent der Intensivbetten bei RoMed-Kliniken bereits belegt

In den RoMed-Kliniken im Landkreis Rosenheim sind 80 Prozent der Intensivbetten mit Beatmungsgerät bereits belegt. Das berichtet soeben der Bayerische Rundfunk. Die Kliniken hätten sich mit Trägern von anderen Krankenhäusern bereits entsprechend vernetzt, um sich bezüglich der Belegung genau abstimmen zu können. Zudem laufen die Arbeiten zur Erhöhung der eigenen Kapazitäten in Sachen Intensivversorgung weiter auf Hochtouren, hieß es.

Update, 12.52 Uhr - Maskenpflicht in Bayern? Söder: „Will nichts ausschließen"

Scholz und Söder äußerten sich auch zu möglichen weiteren Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie, wie zum Beispiel die Einführung einer allgemeinen Maskenpflicht wie in Österreich.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass wir bereits viele Maßnahmen ergriffen haben, um die Infektion in den Griff zu bekommen. Jetzt ist es erstmal unsere Aufgabe sicherzustellen, dass diese eingehalten werden und dann zu überprüfen, ob und wie diese wirken“, sagte Scholz und stellte klar: „Die Masken brauchen wir in den Kliniken, Pflegeheimen und in anderen kritischen Bereichen weit dringender.“

Söder hielt sich etwas bedeckter: „Man kann derzeit nichts ausschließen für Bayern. Die Zahl der Infektionen ist in Bayern leider weiter gestiegen. Wichtig ist, dass die ergriffenen Maßnahmen eingehalten werden. Wir müssen jetzt absolut konsequent bleiben. Es gibt derzeit keinen Anlass zur Entwarnung!“

Der Ministerpräsident machte jedoch auch klar, dass derzeit ein echter Engpass, ja sogar Notstand, bei „den guten Masken“ herrsche. Mit diesem hochwertigen Material müssten dann zunächst die Krankenhäuser und Pflegeheime in den großen Stückzahlen ausgestattet werden, so Söder. Gut fände er allerdings durchaus freiwillige Initiativen wie zum Beispiel den Einsatz am Arbeitsplatz, zum Beispiel in Branchen, in denen keine Umstellung auf Home Office möglich ist.

Update, 12.35 Uhr - Scholz: „Wir haben harte Zeiten vor uns!“

In der Coronakrise haben Bund und Länder das größte Wirtschaftshilfsprogramm in der Geschichte der Bundesrepublik auf den Weg gebracht. Das sei enorm wichtig, um das Vertrauen der Bürger und der Unternehmen zu behalten und damit möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern, betonte Finanzminister Olaf Scholz (SPD). Über verschiedene Kreditmodelle sowie über die Sparkassen, Raiffeisenbanken und Privatbanken soll die Liquidität der Wirtschaft jederzeit sichergestellt werden.

„Wir haben harte Zeiten vor uns. Es wird nicht einfach. Aber wenn wir das schaffen, können wir sicher sein, dass es mit uns und unserer Volkswirtschaft auch wieder aufwärts geht“, schwor Scholz die Menschen in Deutschland auf weiteren Zusammenhalt ein, nachdem er bereits zu Beginn seiner Ausführungen klar gemacht hatte: „Jetzt geht es es erstmal darum, die Ausbreitung der Infektion zu verlangsamen. Das steht jetzt erst einmal vor allem anderem.“

Update, 10.24 Uhr - „Überbrücken, überleben - und dann durchstarten“

"Überbrücken, überleben - und dann wieder voll durchstarten“, mit diesem Motto betitelte Söder die wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die die Staatsregierung in Zusammenarbeit mit dem Bund nun ergriffen hat. Ziel sei es, die Coronakrise zu meistern und dann auf wirtschaftlicher Ebene wieder voll durchzustarten.

Dazu wurden Steuerstundungen beschlossen. Hierzu liegen laut Söder bereits rund 90.000 Anträge vor. Darüber hinaus wurden Soforthilfe-Programme ergänzt, aufgestockt und mit dem Bund abgestimmt. Hier gibt es bereits 200.000 Anfragen. „Die Antragsverfahren wurden nochmals vereinfacht, die Antragstellung ist nun komplett online möglich“, betonte Söder.

Zudem beschloss das Kabinett einen sogenannten „Bayernfonds“ mit einem Volumen von 60 Milliarden Euro. Hintergrund ist hier vor allem, dass damit ein möglicher Ausverkauf und etwaige Übernahmen von bayerischen Unternehmen durch andere Volkswirtschaften verhindert werden sollen. „Damit glauben wir, die richtigen Instrumentarien entwickelt zu haben, um diese Krise zu überstehen“, so Söder.

Update, 12.05 Uhr - Erste Details vor Beginn von PK durchgesickert

Am Mittag treten Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) vor die Presse, um vor allem über die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise weiter zu informieren. Der Beginn der Pressekonferenz verzögert sich aber um einige Minuten (Livestream siehe Update 11.55 Uhr).

Erste Details sind jedoch bereits durchgesickert. Demzufolge hätten sich Bund und Länder darauf verständigt, dass der Bund mit seinen Hilfen für kleinste Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern einspringt. Diese Firmen können bis zu 15.000 Euro erhalten. Der Freistaat Bayern hingegen kümmert sich mit einem eigenen Hilfspaket um etwas größere Firmen, die bis zu 250 Mitarbeiter haben. Hier hatte Wirtschaftsminister Aiwanger bereits angekündigt, dass die Soforthilfen von 30.000 Euro auf bis zu 50.000 Euro erhöht werden.

Update, 11.55 Uhr - Söder-PK im Livestream

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will am Dienstagmittag über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise informieren. Zusammen mit Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz tritt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder nach der Bayerischen Kabinettssitzung vor die Presse.

Update, 11.33 Uhr - RKI: Jüngstes Opfer in Deutschland 28 Jahre alt

In einer Pressekonferenz informierte Lothar Wieler, Präsident vom Robert Koch-Institut, über die aktuelle Lage der Coronavirus-Pandemie in Deutschland. Er nannte zunächst einige aktuelle Zahlen: Demnach sind dem RKI von den Gesundheitsämtern 61.913 Fälle übermittelt worden (Stand 31. März, 0 Uhr). Die Fallzahlen steigen demnach wie erwartet weiter. Im Vergleich zum Vortag gibt es ein Plus an Infizierten von 4.615.

Weiterhin gibt es nach RKI-Informationen in Deutschland 583 Todesfälle durch das Virus. Das sind ganze 128 mehr als am Vortag. Das Durchschnittsalter der betroffenen Personen liege bei etwa 80 Jahren. Wieler erklärt weiter, dass die Infektion jedoch jeden treffen könne. Auch wenn das Risiko schwer zu erkranken mit dem Alter und Vorerkrankungen steige, könne das Virus für jeden gefährlich werden. So sei das jüngste in Deutschland verstorbene Opfer in Deutschland 28 Jahre alt gewesen. Die Frau habe jedoch an Vorerkrankungen gelitten.

Weiterhin hat Lothar Wieler die Hoffnung auf ein schnelles Ende der Corona-Pandemie gedämpft. Sie gehe weiter und werde noch einige Wochen und Monate anhalten. Wieler rief erneut dazu auf, die Krankheit ernst zu nehmen. Viele würden die aktuelle Situation immer noch als Medienhype abtun: „Das ist bedauerlich“, so Wieler. Laut einer Studie würden aktuell 41 Prozent das Virus für gefährlich halten. Das wiederum findet Wieler positiv: Je mehr Menschen Covid-19 als ernste Gefahr einstufen würden, desto besser.

Grundsätzlich sei Wieler optimistisch, dass die ergriffenen Maßnahmen wirken. Er gehe davon aus, dass "handfeste Zahlen" bis Ostern vorliegen, die Aussagen über einen Trend ermöglichen. Die Sterberate in Deutschland sei mit derzeit 0,8 Prozent sehr gering. Er gehe aber davon aus, dass die Quote steigen werde.

Update, 11 Uhr - Zahl der Infektionen steigt weiter

In Deutschland sind bis Dienstagvormittag 62.608 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit 14.442 nachgewiesenen Fällen und 130 Toten und Bayern mit 14.437 Fällen und 133 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 120,3 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 75,3.

Mindestens 565 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Darunter waren zwei Touristen während einer Reise in Ägypten und ein 67-jähriger Tourist auf Zypern. Auf der griechischen Insel Kreta starb ein 42 Jahre alter Deutscher.

Update, 10.40 Uhr - Knapp 10.000 Fälle in Österreich

In Österreich sind am Montag nochmals härtere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus beschlossen worden. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte von der "Ruhe vor dem Sturm" gesprochen.  

Bis jetzt sind in der Alpenrepublik 9.772 Menschen positiv auf das Virus getestet worden. 128 Menschen sind bislang daran gestorben. Knapp 200 Erkrankte werden derzeit auf Intensivstationen behandelt. Insgesamt wurden in Österreich nach Behördenangaben bisher 52.344 Tests durchgeführt. 

Positive Nachrichten gibt es hingegen aus dem Bundesland Tirol: Dort ist die Zahl der Infizierten erstmals leicht rückläufig. Während am Montagvormittag noch 1.984 Personen als infiziert galten, waren es 24 Stunden später nur noch 1.914. Diese Zahl hat das Land jetzt veröffentlicht. Der Grund dürfte sein, dass die Zahl jener Personen, die inzwischen als genesen gelten, die Anzahl der Neu-Infizierten übersteigt.

Update, 9.50 Uhr - Söder und Scholz informieren in PK

Gemeinsam mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will das bayerische Kabinett am Dienstag (10.30 Uhr) über die Maßnahmen gegen die aktuelle Corona-Krise beraten. Dabei wird es unter anderem um die bessere Verzahnung der Hilfsgelder aus Bundes- und Landesmitteln sowie den Beschluss der verlängerten Ausgangsbeschränkungen gehen.

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) hatte bereits am Montag angekündigt, dass die Soforthilfen für kleine Unternehmen erhöht werden sollen. Bisher konnten Firmen - je nach Mitarbeiter-Zahl - bis zu 30.000 Euro beantragen, nun sollen es bis zu 50.000 Euro sein. Um die Unternehmen im Land vor einer Pleitewelle zu schützen, hat Bayern bereits einen Rettungsschirm in Höhe von zehn Milliarden Euro aufgespannt, der jedoch nochmals deutlich auf bis zu 40 Milliarden Euro ausgeweitet werden soll.  

Im Anschluss wollen Ministerpräsident Söder (CSU), Scholz und Aiwanger gegen 12 Uhr eine Pressekonferenz geben. rosenheim24.de berichtet natürlich live!

Update, 9.25 Uhr - Kostenloser Mundschutz in Prutting

In Prutting (Landkreis Rosenheim) will man unter dem Hashtag #pruttinghoidzsam ein Zeichen der Solidarität während der Krise setzen. Dort erhält ab sofort jeder Bürger einen kostenlosen Mundschutz. Im Gegenzug wird um eine Spende für die "Corona-Helden", also z.B. Ärzte oder Pflegepersonal gebeten. Die Aktion wurde von der Fußball- und Gymnastikabteilung des SV Prutting initiiert.
"Das genaue Ziel der Spenden wird zusammen mit unserem Bürgermeister bestimmt", hieß es in der Mitteilung. Wer Interesse an der Aktion hat, kann sich unter info@lionwerbung.de melden.

Update, 9.04 Uhr - Zwei weitere Tote in Salzburg

Aus Salzburg sind zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet worden. Zuletzt starb eine 82-jährige Frau am Montagabend im Universitätsklinikum Salzburg, wie die zuständigen Behörden nun meldeten. Damit ist die Zahl der Toten im gesamten Bundesland auf neun gestiegen. Außerdem befinden sich 63 Coronavirus-Patienten derzeit im Krankenhaus, neun davon liegen auf der Intensivstation.

Zudem wurde eine verbindliche neue Vorgehensweise festgelegt, wie Corona-Testergebnisse künftig schneller und effizienter zwischen Behörden, Landeseinsatzstab, Arzt und Patient ausgetauscht werden können. „Damit können wir wesentlich effizienter arbeiten und die einzelnen Abläufe beschleunigen“, betonte Gesundheitsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl.

Update, 8.17 Uhr - Erste deutsche Stadt plant Maskenpflicht

Als erste deutsche Stadt plant das thüringische Jena wegen der Coranavirus-Pandemie eine Maskenpflicht einzuführen. "In einer Woche soll das Tragen eines Mund-und-Nasen-Schutzes in Jenaer Verkaufsstellen, dem öffentlichen Nahverkehr und Gebäuden mit Publikumsverkehr verpflichtend werden", teilte die Stadt auf ihrer Homepage am Montagabend mit. Diese Maßnahme sei vom Fachdienst Gesundheit angemahnt worden. 

Durch die Maßnahme werde die Sicherheit von Personal im öffentlichen Leben erhöht. Neben Masken würden auch Tücher oder Schals als Schutz anerkannt. Diese müssen aber auch die Nase und den Mund abdecken. 

Den städtischen Mitarbeitern werden die Masken von der Stadt zur Verfügung gestellt. Für die Versorgung der Bevölkerung erging die eindringliche Bitte: "Nähen Sie sich selbst und anderen Menschen den wichtigen Mund-Nasen-Schutz, um die Verbreitung des Virus einzudämmen."

Update, 7.58 Uhr -  Trump: US-Einreisestopp für Europa wird verlängert

Der zunächst auf einen Monat begrenzte Einreisestopp der USA für Besucher aus Europa zur Bekämpfung des Coronavirus soll nach Angaben von US-Präsident Donald Trump verlängert werden. Diese und ähnliche Beschränkungen würden in Kraft bleiben und möglicherweise sogar verschärft werden, sagt Trump bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses. Er ließ offen, bis wann der Einreisestopp, der eigentlich Mitte April auslaufen sollte, andauern soll. Die USA sind gemessen an der Zahl der bestätigten Infektionen inzwischen weltweit am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffen.

Donald Trump, Präsident der USA, spricht über das Coronavirus im Rosengarten des Weißen Hauses.

Trump hatte am Sonntag bekanntgegeben, dass die restriktiven Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie in den USA bis Ende April verlängert werden sollen. Seit Mitte März können Menschen aus dem Schengenraum, Großbritannien und Irland nicht mehr in die USA reisen. Ausgenommen davon sind US-Amerikaner, bestimmte Diplomaten und Europäer, die eine langfristige Arbeitsgenehmigung in den USA haben, eine sogenannte Green Card. Auch deren Angehörige sind ausgenommen. Die Regelung sollte zunächst für 30 Tage gelten.

Update, 7.36 Uhr - Zahl der Todesopfer in Tirol auf 19 angestiegen

Am Montag hatte das Land Tirol sechs weitere Todesopfer gemeldet. Damit steigt die Zahl der Coronatoten in Tirol auf 19.

In ganz Österreich gibt es insgesamt 9377 bestätigte Fälle (Stand: Montag 15 Uhr). Die Zahl der Coronavirus-Todesopfer ist auf über 109 angewachsen.

Update, 7.11 Uhr - Drei weitere Corona-Tote in Würzburger Seniorenheim

Im Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus sind erneut drei mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Es handele sich um zwei Frauen im Alter von 105 und 94 Jahren sowie einen 88 Jahre alten Mann, teilte das Landratsamt Würzburg am Montagabend mit. Alle drei hätten unter schweren Vorerkrankungen gelitten. 

Erst am Sonntagabend hatte das Heim den Tod eines 80-Jährigen gemeldet. Insgesamt sind im Raum Würzburg 17 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben, ein Großteil davon in der Senioreneinrichtung. Die übrigen positiv auf das Virus getesteten Bewohner des Heimes wurden am Wochenende auf Stationen innerhalb der Einrichtung isoliert.

Update, 7.02 Uhr - Mehr als 3000 Tote durch Coronavirus in den USA

In den USA ist die Zahl der Toten durch die Lungenkrankheit Covid-19 auf mehr als 3000 gestiegen. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins hervor, die am Montagabend (Ortszeit USA) 3008 Todesfälle verzeichnete. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit Sars-CoV-2 in den Vereinigten Staaten stieg demnach auf mehr als 163.000. 

Damit gibt es in den USA weiterhin mehr bekannte Infektionen als in jedem anderen Land der Welt, noch vor Italien, Spanien und China. Bei der Zahl der Toten liegen die USA hinter Italien, Spanien, China und Frankreich.

Update, 6.47 Uhr - Deutsche Saisonarbeiter aus Tirol in Bayern angekommen

Die Skisaison wurde wegen des Coronavirus längst beendet, doch noch immer saßen viele deutsche Saisonarbeiter in Tirol fest. Am Montag durften jetzt hunderte Deutsche zurückkehren. Die Botschaft in Wien hatte fünf Sammelpunkte veröffentlicht – in St. Anton, Galtür, Ischgl, Kappl und See/Paznaun. Laut BR nahmen rund 400 Deutsche das Angebot wahr.

Die Menschen wurden mit Bussen zur Landesgrenze nach Mittenwald gebracht. Auch die Abreise mit dem eigenen Auto war möglich, samt Polizei-Eskorte. Einige Arbeiter berichteten, die Aktion sei sehr spontan gekommen – doch man sei froh, wieder zuhause zu sein. 

Auf einem sogenannten Ausreiseblatt mussten die Arbeitskräfte per Unterschrift bestätigen, dass sie keine Covid-19-Krankheitssymptome haben. Zurück in Deutschland müssen sich die Rückkehrer beim Gesundheitsamt melden. Tests auf das Virus an der Grenze gab es nicht.

Update, 6.34 Uhr - Wahlbriefe in Samerberg liegen noch im Tresor

Aufgrund der Coronakrise wurden die Stichwahlen als reine Briefwahl durchgeführt. Bereits im Vorfeld kam es zu Problemen in der Region. So gab es beispielsweise Verzögerungen bei der Versendung der Unterlagen, die Rücksendeadresse fehlte oder Wahlunterlagen wurden doppelt verschickt. 

Doch nicht überall verlief die Wahl nach den Anfangsschwierigkeiten reibungslos. In Samerberg ist die Wahl noch gar nicht vollständig ausgezählt. Doch warum? "Die Wahlbriefe liegen allesamt im Tresor", berichtet Bürgermeister Georg Huber auf Facebook und gibt Sicherheitsgründe an. Aufgrund mehrerer bestätigter Infektions-Fälle mussten nach Abstimmung mit dem Gesundheitsamt nahezu alle Mitarbeiter der Verwaltung in häusliche Quarantäne

Es hätten sich zwar genug freiwillige Wahlhelfer gemeldet, jedoch sei hier die Gesundheit jedes einzelnen vorgegangen, so Huber. Er hofft, das die noch fehlenden Wahlbriefe in den nächsten Tagen ausgezählt werden können. Einen konkreten Termin gebe es aber noch nicht. 

Update, 6.18 Uhr - So gefährlich wäre es, die Corona-Maßnahmen jetzt zu lockern

Bayerns Ministerpräsident hat am Montag (30. März) verkündet, dass die Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus verlängert werden. Voraussichtlich bis 19. April gilt somit nun die Ausgangsbeschränkung. Doch was würde passieren, wenn wir die Maßnahmen bereits jetzt lockern würden? Ein Video verdeutlicht nun, wie gefährlich es wäre, die Maßnahmen zu früh zu lockern.

Vorbericht: Coronavirus in Bayern und der Welt

Im Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus ist ein 13. Bewohner nach einer Infektion mit dem neuen Coronavirus gestorben. Das teilte das Landratsamt Würzburg am Sonntagabend mit. Der 80 Jahre alte und schwer vorerkrankte Mann sei am Wochenende verstorben. 

Die BSH Hausgeräte GmbH wird wegen der Coronakrise den Produktionsbetrieb in ihren Fabriken in Europa, in der Türkei und in Nordamerika vorübergehend aussetzen. Betroffen ist damit auch der Standort in Traunreut (Landkreis Traunstein) mit seinen rund 3.000 Mitarbeitern.

Zudem wurde bekannt, dass Supermärkte in Österreich ab sofort nur noch mit einer Schutzmaske betreten werden dürfen. Diese sollen vor den Läden zum Verkauf ausliegen. Gesundheitsexperten hatten eine solche Maßnahme zuletzt wiederholt gefordert.

Am Mittag ist Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor die Presse getreten und hat verkündet, dass jetzt „keine Zeit für einen vorschnellen Exit“ aus den Corona-Maßnahmen sei. Deswegen hat die Staatsregierung entschieden, dass die bestehenden Ausgangsbeschränkungen und alle weiteren Maßnahmen bis mindestens Sonntag, 19. April, verlängert werden

Parallel zu den Einschränkungen im öffentlichen Leben werde im Hintergrund weiter im Hochdruck am Ausbau der klinischen Kapazitäten im Freistaat gearbeitet, betonte Söder und sprach dabei das Modell der 26 Hilfskrankenhäuser sowie die intensive Verzahnung mit den Ärzten an.

„Es gibt in Bayern jedoch einige besondere Hotspots, die besondere Hilfe benötigen. Das sind momentan die Landkreise Tirschenreuth, Miesbach, Rosenheim und Erding“, sagte Söder, der weitere Ärzte unter anderem nach Rosenheim schicken will. Außerdem gibt es Pläne, Patienten in andere Krankenhäuser in andere Region zu verlegen, um weitere Kapazitäten für Corona-Patienten zu schaffen. 

mh/jv/dpa

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