NEWSTICKER ZUR CORONA-PANDEMIE

Landkreis Rosenheim: Personen mit höherem Infektionsrisiko müssen in Quarantäne

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Ein BRK-Helfer nimmt in der „Teststraße“ in Bad Reichenhall einen Abstrich.

Landkreis - Das Coronavirus hat die Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff. Seit Freitag gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Dienstag im News-Ticker:

CORONA - DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 306, Landkreis Traunstein 86, Landkreis Berchtesgadener Land 41, Landkreis Mühldorf 56, Landkreis Altötting 52
  • Bayern verhängt Ausgangsbeschränkung für 14 Tage (bis 3. April)
  • Mindestens 153 Todesopfer in Deutschland (31 in Bayern)
  • Erste Todesfälle im Kreis Traunstein am Donnerstag, Rosenheim am Samstag
  • Einreisestopp für Nicht-EU-Bürger in die EU
  • Öffentliches Leben in Bayern seit Dienstag massiv eingeschränkt
  • In Italien inzwischen fast doppelt so viele Corona-Tote als in China
  • Im Landkreis Rosenheim müssen Personen mit höherem Infektionsrisiko in Quarantäne

Nützliche Links zum Thema Corona


Hinweis der Redaktion: Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. In der Grafik findest Du immer die bestätigten Zahlen vom Vortag.

Update, 20.34 Uhr: Österreichs Kanzler Kurz beklagt fehlende Solidarität

Die österreichische Bundesregierung will die Wirkungen ihrer strikten Maßnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie am Freitag umfangreich auswerten und über die Ergebnisse informieren. Kanzler Sebastian Kurz stimmte die Menschen aber am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien schon darauf ein, dass sie auch nach Ostern noch mit einigen Einschränkungen rechnen müssen.

"So viel kann man schon sagen: Es wird nicht das Leben von heute auf morgen wieder so sein, wie es war. Wir werden wahrscheinlich nach Ostern in einer Phase sein, die der heutigen mehr ähnelt als dem Normalzustand", sagte Kurz. Es sei das Ziel, dass sich die Fallzahlen nur alle 14 Tage verdoppeln "und dass wir Maßnahmen finden, die wir setzen, damit das auch so bleibt, wenn wir das gesellschaftliche Leben wieder hochfahren." 

Kurz kündigte zudem an, dass die Zahl der Coronavirus-Tests deutlich erhöht werden soll. "Es wird gelingen, die Kapazitäten auf rund 15.000 pro Tag auszubauen und auch durchzuführen, sofern wir die notwendigen Ressourcen erhalten", sagte Kurz. Aktuell werden 2.000 Test am Tag durchgeführt.

Sebastian Kurz hat auch fehlende Solidarität in Europa beklagt. "In Europa sieht man, dass die Solidarität, wenn es ernst wird, nicht funktioniert", sagte Kurz in einem Interview von "krone.tv". 

"Danach wird die Welt auch anders aussehen. Das wird große Auswirkungen haben auf die Frage, wie wir miteinander umgehen, wie wir leben, wie vorsichtig wir sind - aber auch die Globalisierung wird in vielen Bereichen hinterfragt werden", meinte er weiter.

Kurz sieht Österreich als Vorreiter: "Viele andere europäische Länder folgen uns jetzt. Die Deutschen diskutieren noch, aber auch die Franzosen, die Spanier, andere Länder haben ähnlich harte Maßnahmen gesetzt und das ist gut so."

Update, 18.01 Uhr: Personen mit höherem Infektionsrisiko müssen in Quarantäne (Landkreis Rosenheim)

Die Pressemitteilung im Wortlaut 

Personen, die direkten Kontakt mit einem bestätigten COVID-19-Patienten hatten, müssen 14 Tage in häusliche Quarantäne. Der Landkreis Rosenheim erließ heute (24.03.20) eine entsprechende Allgemeinverfügung, die am 25. März in Kraft tritt.

Die Allgemeinverfügung des Landkreises entlastet das Team des Staatlichen Gesundheitsamtes, weil eine telefonische oder schriftliche Anhörung von Kontaktpersonen der Kategorie I nicht mehr notwendig ist. Konkret heißt das, für Personen, die durch das Staatliche Gesundheitsamt als Kontaktpersonen der Kategorie I ermittelt sind, wird für einen Zeitraum von 14 Tagen eine so genannte häusliche Quarantäne angeordnet. Die Absonderung beginnt mit dem letzten Kontakt zum bestätigten SARS-CoV-2-Fall.

Sollten sich innerhalb dieser 14-tägigen Quarantänezeit Erkrankungssymptome wie Husten, Schnupfen, Fieber, Kurzatmigkeit, Muskel-, Gelenk-, Kopf- oder Halsschmerzen entwickeln, verlängert sich die Quarantäne um weitere 14 Tage, beginnend ab dem ersten Tag des Auftretens der Erkrankungssymptome. Diese Anordnung endet nach Ablauf dieser 14 Tage aber nur, wenn die Kontaktperson 48 Stunden vor Ablauf der Quarantänezeit symptomfrei ist. Sollte dies nicht der Fall sein, verlängert sich die Quarantänezeit so lange, bis die Person 48 Stunden symptomfrei ist.

In dieser Zeit darf die Wohnung ohne ausdrückliche Zustimmung des Gesundheitsamtes nicht verlassen werden. Lediglich der Aufenthalt im Garten oder auf dem Balkon ist gestattet. Der Besuch von Personen, die nicht dem Haushalt angehören, ist untersagt.

Wer Kontaktperson der Kategorie I ist, hat das Robert-Koch-Institut festgelegt. Dies sind:  

  • Personen mit kumulativ mindestens 15-minütigem Gesichts- („face-to-face“) Kontakt, z.B. im Rahmen eines Gesprächs. Dazu gehören z.B. Personen aus Lebensgemeinschaften im selben Haushalt
  • Personen mit direktem Kontakt zu Sekreten oder Körperflüssigkeiten, insbesondere zu respiratorischen Sekreten eines bestätigten COVID-19-Falls, wie z.B. Küssen, Kontakt zu Erbrochenem, Mund-zu-Mund Beatmung, Anhusten, Anniesen, etc.
  • Personen die aerosolbildenden Maßnahmen ausgesetzt sind
  • Medizinisches Personal mit Kontakt zum bestätigten COVID-19-Fall im Rahmen von Pflege odermedizinischer Untersuchung (≤ 2m), ohne verwendete Schutzausrüstung.

Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim

Update, 17.48 Uhr - Italien beschlagnahmt 2.000 Beatmungsgeräte

Im dramatischen Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Italien haben die dortigen Behörden jetzt fast 2.000 Beatmungsgeräte beschlagnahmt, die eigentlich für die Behandlung von Covid-19-Patienten nach Griechenland geliefert hätten werden sollen. 

Die Geräte sowie dazugehörige Masken und Schläuche seien auf einem Lkw entdeckt worden, der gerade auf eine Fähre nach Griechenland fahren wollte, hieß es. Polizei und Zoll nannten zur Begründung, dass der Export von Beatmungsgeräten aus Italien seit dem 25. Februar verboten sei. Italien ist das europaweit am stärksten von der Pandemie betroffene Land und muss bereits über 6.000 Tote beklagen.

Update, 17.21 Uhr - Weitere Coronavirus-Infektionen im Landkreis Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es mittlerweile insgesamt 41 bestätigte Coronafälle im Landkreis Berchtesgadener Land gibt (Stand: 24. März, 15 Uhr).

Damit sind im Vergleich zum Vortag zwei neue Fälle hinzugekommen. Alle infizierten Personen werden medizinisch behandelt und befinden sich in Quarantäne bzw. vereinzelte Patienten auch in stationärer Behandlung. Weitere 336 direkte Kontaktpersonen sind in häuslicher Isolation und stehen im täglichen Kontakt mit dem Gesundheitsamt.

Teststraße in Bad Reichenhall eingerichtet 

Im Auftrag der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) im Landratsamt Berchtesgadener Land wurde mit Unterstützung der BRK-Bereitschaften am Dienstagvormittag mit sechs ehrenamtlichen Einsatzkräften die bestehende „Teststraße“ in Bad Reichenhall neu organisiert.

Die BRK-Helfer nehmen unter Anleitung eines Arztes und unter Einhaltung der hohen Sicherheits- und Hygiene-Vorgaben Rachen-Abstriche vor. In der neuen „Teststraße“ können sehr effektiv und zeitnah wesentlich mehr Verdachtsfälle als bisher auf SARS-CoV-2 getestet werden. 

Unser Bild zeigt Landrat Georg Grabner (r.) im Gespräch mit BRK-Bereitschaftsleiter Florian Halter (l.) zusammen mit vier ehrenamtlichen BRK-Einsatzkräften.

Landrat Grabner bedankte sich bei den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz, "der dazu beiträgt, dass die Ausbreitung von COVID-19 weiter zu verlangsamen". Derzeit werden in den Kreiskliniken der Kliniken Südostbayern AG vereinzelte Coronapatienten stationär behandelt. 

Dennoch haben sich die Kreiskrankenhäuser für die Aufnahme von weiteren Covid-19-Patienten vorbereitet und halten an ihren sechs Standorten (Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Freilassing, Traunstein, Trostberg und Ruhpolding) die entsprechende Infrastruktur, auch für Intensivpatienten, vor.

Im Klinikverbund der KSOB ist die Kreisklinik Trostberg primäre Anlaufstelle für intensiv- und beatmungspflichtige Covid-19 Patienten, wobei neben Trostberg die Kreisklinik Bad Reichenhall und das Klinikum Traunstein umfangreiche Spezialbehandlungskapazitäten für Covid-19 Patienten vorhält. Somit sind Trostberg, Traunstein und Bad Reichenhall die Covid- Schwerpunkt-Kliniken.

Die drei kleineren Standorte Berchtesgaden, Freilassing, und Ruhpolding können grundsätzlich auch Covid-19 Patienten behandeln, allerdings bevorzugt ohne intensivmedizinischen Versorgungsbedarf. Diese stehen dann für die Übernahme von anderen Krankheitsbildern und leichten Vorfällen aus den Schwerpunktkliniken bereit und entlasten im Sinne eines Stufenkonzeptes die Schwerpunktkliniken. Des Weiteren stehen derzeit nicht genutzte größere Bettenkontingente in den Reha-Kliniken der Region im Bedarfsfall auf Abruf zur Verfügung.

Update, 16.38 Uhr - Corona-Testzentrum auf der Loretowiese

Der Ärztliche Kreisverband Rosenheim hat am Dienstag, 24. März, mit Unterstützung der Stadt Rosenheim ein Corona-Testzentrum auf der Loretowiese in Betrieb genommen. 

In den Zentren werden ausschließlich Personen getestet, die von ihrem Hausarzt per Überweisungsschein direkt dorthin verwiesen werden. Geplant sind aktuell etwa 80 Patientenabstriche pro Tag.

Dabei ist auf folgendes Vorgehen zwingend zu achten: 

1. Bei Beschwerden nimmt der Patient telefonisch Kontakt zum Hausarzt auf und schildert seine Symptome. 

2. Anhand eines Fragenkatalogs stellt der Hausarzt fest, ob eine Testung des Patienten sinnvoll ist. 

3. Falls ja, erhält der Patient auf sicherem Weg ein Teströhrchen und einen Überweisungsschein, mit dem er sich im Testzentrum auf der Loretowiese vorstellt.

4. Dort wird ein Abstrich entnommen und ins Labor geschickt. 

5. Die Testergebnisse schickt das Labor an den Hausarzt, der den Patienten informiert. 

6. Zwischen der Testung und der Ergebnismitteilung hat der Patient in häuslicher Quarantäne zu verbleiben.

Es ist unbedingt zu beachten, dass ohne Rücksprache mit dem Hausarzt und ohne Ausstellung eines Überweisungsscheins kein Abstrich erfolgt. 

Die Bevölkerung wird gebeten, das Testzentrum nicht zu behindern und nur anzufahren, wenn ein Patient vom Hausarzt einen Überweisungsschein für das Testzentrum und ein Teströhrchen für den Abstrich erhalten hat. 

Im Testzentrum erfolgt ausschließlich ein Abstrich, keine weitergehende ärztliche Untersuchung oder Versorgung. Mit der Einrichtung des Testzentrums aus der Loretowiese sollen der stark belastete Hausbesuchsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) und die Rosenheimer Hausärzte entlastet sowie knappes Infektionsschutzmaterial eingespart werden.

Update, 16.34 Uhr - Positive Tendenz im Raum Rosenheim

Bis zum 23. März, 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt Rosenheim 306 Fälle von COVID-19 gemeldet. Am Montag wurde somit "nur" bei 27  Menschen das neuartige Coronavirus nachgewiesen. Bisher ist eine Person aus dem Landkreis Rosenheim an der Erkrankung gestorben. 

Das Gesundheitsamt wiederholte noch einmal, dass in vielen Fällen sich die neuen Erkrankten nicht mehr auf eine bekannte Ansteckungsquelle zurückführen lassen. Am 22. und 23. März stieg die Zahl der neuen Erkrankungsfälle pro Tag nicht mehr so stark an wie zuvor.

Update, 16.20 Uhr - 15 Neuinfizierungen im Raum Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es 15 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 24. März, 16 Uhr). 

Dabei handelt es sich um acht Erwachsene über 60 Jahre, sechs Erwachsene unter 60 Jahre und ein Kind. Fünf davon werden stationär behandelt. 

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 56 bestätigte Fälle vor.

Update, 16.10 Uhr - Weitere Fälle im Landkreis Altötting

Wie das Landratsamt Altötting soeben auf ihrer der Homepage bekannt gab, wurden sieben weitere Personen im Landkreis positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Somit steigt zu Zahl der Infizierten auf 52 (Stand: 24.März, 16 Uhr).  

Update, 15.47 Uhr - Leichter Anstieg im Raum Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 86 bestätigte Corona-Fälle vor (Stand: 24.März, 15 Uhr). Das sind sechs weitere positiv auf das SARS-CoV-2 Personen im Vergleich zu Montag. Aktuell sind im Landkreis Traunstein 34 Frauen und 52 Männer infiziert. 

Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Alle Personen werden medizinisch versorgt.

Update, 15.20 Uhr - Übertrittszeugnis: Grundlage sind Noten vor Schulschließungen

Das Übertrittszeugnis für Viertklässler wird wegen der Corona-Krise in diesem Jahr auf Grundlage derjenigen Noten erstellt, die die Kinder vor den Schulschließungen vergangenen Montag erzielt haben. Dies hat der Ministerrat am Dienstag in München beschlossen. 

Falls die Schulen am 20. April wieder wie bislang geplant öffnen sollten, können die Schüler noch bis zum 11. Mai drei freiwillige Proben schreiben. Verpflichtende Proben werden bis zum Übertrittszeugnis nicht mehr gefordert.

"Die Eltern können entscheiden, ob die Ergebnisse der drei freiwilligen Proben in Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachunterricht in die Durchschnittsnote einfließen. Das bedeutet: Jedes Kind kann sich verbessern, keines wird sich verschlechtern", erläuterte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). Die Ausgabe der Übertrittszeugnisse wird vom 4. Mai auf den 11. Mai verlegt.

Update, 14.50 Uhr - Eigene Einkaufszeiten für Risikogruppen in München?

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat angesichts der aktuellen Situation in einer Videopressekonferenz alle Discounter und Supermärkte in München gebeten, zum Schutz von Risikogruppen diesen - falls möglich - eigene Einkaufszeiten zu schaffen bzw. zu reservieren

"Supermärkte und Discounter in anderen Ländern Europas haben bereits ähnliche Empfehlungen ausgesprochen. Derzeit ist es wichtiger denn je, (...) die besonders anfälligen Risikogruppen mit allen Mitteln zu schützen", sagte das politische Oberhaupt der Landeshauptstadt. Zudem sollten nach Möglichkeit auch für die Mitarbeiter der Märkte entsprechende Vorkehrungen getroffen werden.

Update, 14.25 Uhr - Staatsanwalt ermittelt wegen Corona

In der Tiroler Wintersport-Hochburg Ischgl ermittelt nun der Staatsanwalt. Der schlimme Verdacht: Ein örtlicher Gastronomiebetrieb soll Ende Februar den positiven Coronatest einer Mitarbeiterin nicht wie vorgeschrieben den Gesundheitsbehörden gemeldet haben. Das Land Tirol wurde auf den Fall übrigens erst durch eine Medienanfrage des ZDF darauf aufmerksam, berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa).

Tirol und die Tourismusbranche vor Ort waren in den vergangenen Tagen scharf kritisiert worden, weil der Skitourismus mit seinen Après-Ski-Partys die internationale Ausbreitung des Coronavirus verstärkt haben könnte. Vor allem Ischgl geriet diesbezüglich ins Visier. Dem Land wird vorgeworfen, den Skibetrieb nicht schnell genug gestoppt zu haben. Als am 13. März über Ischgl und weitere Orte eine Quarantäne verhängt wurde, kam es zudem zu chaotischen Zuständen bei der fluchtartigen Abreise zahlreicher internationaler Gäste. Auch dafür hagelte es Kritik. Erst am 15. März fand die Skisaison dann ihr vorzeitiges Ende. Der Landtag will nun nach Informationen der österreichischen Nachrichtenagentur APA eine "unabhängige Expertenkommission" einsetzen, die die im Raum stehenden Vorwürfe aufklären soll.

Update, 14.10 Uhr - Weitere Tote in Tirol

Auch bei unseren Nachbarn in Tirol gibt es in Sachen Coronavirus neue Entwicklungen. Das Land Tirol bestätigte jetzt zwei weitere Todesopfer im Zusammenhang mit der Pandemie. Bei den beiden Opfern handelt es sich um zwei Personen, die 77 bzw. 89 Jahre alt und bereits wegen schwerer Vorerkrankungen stationär im Krankenhaus Zams aufgenommen worden waren. Damit steigt die Zahl der Corona-Toten im Bundesland Tirol auf vier.

Update, 14 Uhr - Olympische Spiele werden verschoben

Die Olympischen Spiele in Tokio werden wegen der Corona-Pandemie ins Jahr 2021 verschoben. Darauf einigten sich das Internationale Olympische Komitee (IOC) und die japanischen Gastgeber. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe sei mit dem Vorschlag des IOC "hundertprozentig einverstanden gewesen", sagte IOC-Präsident Thomas Bach nach einer Telefonkonferenz mit Abe und anderen Verantwortlichen der Tokio-Spiele. 

Die Sommerspiele sollen nun auf "ein Datum nach 2020 verlegt werden", aber nicht später als im Sommer 2021 stattfinden, hieß es. Eine Verlegung der für die Zeit vom 24. Juli bis 9. August geplanten Wettbewerbe ist durch die Coronavirus-Pandemie und die nicht absehbare weitere Entwicklung unabdingbar geworden.

Update, 13.35 Uhr - Jetzt 31 Todesopfer in Bayern

In Bayern sind inzwischen 6.362 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Mittlerweile gebe es zudem 31 Tote im Freistaat. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstagmittag bei einer Pressekonferenz auf Grundlage des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (Stand: Dienstag, 10 Uhr). Angesichts der weiter steigenden Zahlen sagte der Regierungschef: "Es gibt keinen Anlass zur Entwarnung."

Zudem gab Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) bekannt, dass Bayern 87 dringend benötigte Beatmungsgeräte erhalten hat. Diese sollten nun an die Kliniken im Freistaat verteilt werden. Bestellt worden seien insgesamt 1.200 Beatmungsgeräte. Diese sind wichtig, weil das neuartige Coronavirus die Lungenkrankheit Covid-19 verursachen kann.

Update, 13.30 Uhr - 27 neue Fälle im Raum Rosenheim

Im Zuständigkeitsgebiet des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim sind (Stand: Montag, 23. März, 24 Uhr) 306 Personen positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet worden. Dies teilte das Landratsamt Rosenheim soeben mit. Damit sind 27 Neu-Infektionen registriert worden.

Update, 13.22 Uhr - Olympische Spiele in Tokio werden auf 2021 verschoben

Jetzt also doch: Die Olympischen Spiele in Tokio werden nach Angaben von Japans Ministepräsidenten Shinzo Abe um ein Jahr verschoben. Weitere Infos hierzu folgen!

Update 13.07 Uhr - Neue Milliarden gegen die Krise - Bayern stockt Corona-Hilfen auf

Bayern stockt sein Hilfspaket für die bayerische Wirtschaft noch einmal massiv auf - zur Bewältigung der Corona-Krise stehen nun 20 Milliarden Euro zur Verfügung. Zudem werde es weiter vergünstigte Bürgschaften und einen Bayern-Fonds in Höhe von 20 Milliarden Euro geben, um die Wirtschaft zu schützen.

Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München an. "Wir machen uns riesige Sorgen um die wirtschaftlichen Herausforderungen. Viele sind sich nicht bewusst, welche Herausforderungen es geben wird", betonte er. Bisher hatte der Freistaat einen bis zu zehn Milliarden Euro schweren Schutzschirm zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen im Freistaat geschnürt. Dies hatte der Landtag bereits in der vergangenen Woche einstimmig beschlossen.

Um die Geldmittel sofort bereitstellen zu können, wurde die in der Verfassung verankerte Schuldenbremse für zunächst ein Jahr außer Kraft gesetzt. Diese Ausnahmeregelung ist etwa für Naturkatastrophen oder zur Bekämpfung von besonders schwerwiegenden Situationen ausdrücklich vorgesehen.

Der Schutzschirm soll der Wirtschaft unter anderem spezielle Bürgschaftsrahmen und finanzielle Soforthilfen ermöglichen. Laut Söder hat in der aktuellen Lage der Erhalt der Liquidität von Unternehmen und auch von Kulturschaffenden oberste Priorität. Um Unternehmen mehr Spielräume zu geben, sind auch Steuerstundungen möglich.

In ganz Deutschland werden wegen der Corona-Krise eine schwere Rezession und in der Folge auch einbrechende Steuereinnahmen erwartet. Das bayerische Konzept sieht dennoch eine Tilgung ab dem Jahr 2024 vor.

Update, 12.32 Uhr - Söder informiert über aktuellen Stand in Bayern

Am Dienstag, 24. März, kam das bayerische Kabinett ab zehn Uhr in München zusammen. Auch hier wird das Coronavirus der wichtigste Punkt auf der Tagesordnung sein. Über die Ergebnisse der Sitzung, die aktuelle Lage in Bayern und etwaige neue Regelungen informiert Markus Söder anschließend ab 12.30 Uhr in einer Pressekonferenz

Neben dem Ministerpräsidenten werden auch Finanzminister Albert Füracker, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, Innenminister Joachim Herrmann und Gesundheitsministerin Melanie Huml bei der PK über die Ergebnisse der Beratungen informieren.

Update, 12.20 Uhr -  WHO sieht Hoffnungsschimmer bei Corona-Zahlen in Italien

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht erste Hoffnungszeichen, dass die strikten Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus in Italien Wirkung zeigen.

„Die Fallzahlen und Totenzahlen sind in den vergangenen zwei Tagen leicht gefallen“, sagte WHO-Sprecherin Margaret Harris am Dienstag. Es sei aber noch zu früh, von einem Wendepunkt zu sprechen.

Weltweit seien die Zahlen über Nacht weiter sprunghaft gestiegen, sagte sie. Die WHO wollte konkrete Zahlen im Laufe des Tages veröffentlichen. Sie hatte Stand Montagabend rund 335.000 nachgewiesene Infektionen und knapp 15.000 Tote erfasst. Die renommierte Johns Hopkins-Universität hatte am Dienstag bereits knapp 385.000 Fälle und 16.600 Tote verzeichnet.

85 Prozent der neuen nachgewiesenen Infektionen stammten aus Europa und den USA, sagte Harris. Gut die Hälfte dieser 85 Prozent wurden aus Europa gemeldet. Von Sonntag auf Montag war die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen nach WHO-Angaben innerhalb von 24 Stunden um den Rekordwert von mehr als 40.000 gestiegen. Das dürfte übertroffen werden, sagte Harris. Der Anstieg sei zum einen darauf zurückzuführen, dass mehr getestet wurde. Gleichzeitig sei aber auch deutlich, dass sich weiter viele Menschen neu anstecken.

Update, 11.51 Uhr - Millionen von Deutschland bestellte Atemmasken in Kenia verschwunden

Bei der Lieferung von sechs Millionen Schutzmasken nach Deutschland gegen eine weitere Verbreitung von Corona-Infektionen hat es eine Panne gegeben. Die Masken der Schutzstufe FFP2 seien auf einem Flughafen in Kenia "spurlos verschwunden", berichtete der Spiegel am Dienstag. Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums sagte, der Vorgang werde untersucht. Der von der Generalzolldirektion geschlossene Liefervertrag habe storniert werden können. Weiter sagte sie, es handele sich um einen Bruchteil des insgesamt bestellten Materials.

Die Beschaffung dringend benötigt medizinischen Materials in der Corona-Krise ist unter Federführung des Beschaffungsamtes der Bundeswehr organisiert. Unterstützt von der Generalzolldirektion leistet die Behörde Amtshilfe für das Bundesgesundheitsministerium.

Update, 11.27 Uhr - Krankschreibung per Telefon jetzt für bis zu 14 Tage möglich

Angesichts der Zunahme der Corona-Fälle werden die Vorgaben für eine Krankschreibung weiter gelockert.

Patienten mit leichten Erkrankungen der Atemwege können sich ab sofort nach telefonischer Rücksprache mit ihrem Arzt für bis zu 14 Tage krank schreiben lassen, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) am Dienstag in Berlin mitteilte. Eine telefonische Bestätigung der Arbeitsunfähigkeit ist auch möglich, wenn der Verdacht auf eine Corona-Infektion besteht. Patienten müssen dafür also nicht eigens in die Praxis kommen.

Bereits seit etwa zwei Wochen dürfen Ärzte per Telefon eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung beziehungsweise eine Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kinds für bis zu sieben Tage ausstellen. KBV und Krankenkassen erweiterten diese Regelung nun noch einmal. Neu ist neben der längeren Dauer der Krankenbescheinigung, dass unter die Regelung auch Patienten fallen, bei denen ein Infektionsverdacht besteht. Die Regelung ist bis zum 23. Juni befristet.

Update, 11.06 Uhr - Über 6000 Corona-Patienten in Italien gestorben

In Italien ist den vierten Tag in Folge die Zahl der Todesopfer um mehr als 600 Menschen gestiegen. Insgesamt sind jetzt über 6000 Covid-19-Patienten gestorben, fast doppelt so viele wie in China. In absoluten Zahlen sei der Zuwachs jedoch der geringste seit Donnerstag, wie die Zivilschutzbehörde mitteilte. Die Zahl der bekannten Infektionen wuchs auf mehr als 63.900. Die Toten werden inzwischen in einem Eisstadion gelagert.

Allerdings verzeichnete die Behörden auch den zweiten Tag in Folge einen geringeren Anstieg an Coronavirus-Neuinfektionen. Demnach gab es 4.789 neue Fälle. Das waren rund 700 weniger als gestern. Es werde aber noch ein paar Tage dauern, heißt es, bevor man wisse, ob es einen Positivtrend in Italien gebe.

Update, 10.46 Uhr - THW verteilt Schutzmasken in der Region

Neben den vielen örtlichen Einsätzen hat das THW im Auftrag des Freistaats Bayern eine wichtige zentrale Logistikaufgabe übernommen. Einsatzkräfte des THW stellen bayernweit die Verteilung von Schutzausstattung im Auftrag des Freistaats sicher: Schutzgüter wie z.B. Schutzmasken werden vom THW bis an die örtlichen Katastrophenschutzbehörden transportiert.

Das Technische Hilfswerk Rosenheim hat hierzu für die Region Rosenheim zwei Logistikgruppen, die wegen der Corona-Epidemie getrennt voneinander im Schichtbetrieb arbeiten. Die Ehrenamtlichen Helfer sind bereits seit Donnerstag im Einsatz.

Das THW weist ausdrücklich darauf hin, dass die Entscheidungshoheit über die Verteilung der Güter bei den örtlichen Behörden liegt und nicht beim THW. Das Technische Hilfswerk ist hier lediglich für die Logistik zuständig.

Stefan Huber vom Rosenheimer THW bittet darum, weder telefonisch noch persönlich um Schutzmasken und ähnlicher Ausrüstung anzufragen, da wir diese weder ausgeben noch darüber entscheiden dürfen. Durch das THW erfolgt keine Ausgabe oder Verteilung von Schutzausstattung an den Endverbraucher. Darüber hinaus, sind die Artikel auch nicht im THW Rosenheim, sondern in einem Zentrallager eingelagert. Die örtlichen Behörden übernehmen anschließend die Unterverteilung in eigener Regie.

Update, 10.31 Uhr - So läuft die Stichwahl in Zeiten von Corona

Wählen in Zeiten der Coronakrise ist gar nicht so einfach. Um die Bürger vor Infektionen zu schützen, hat die bayerische Staatsregierung entschieden, die nötigen Stichwahlen in bayerischen Städten, Landkreisen und Gemeinden am Sonntag, 29. März, ausschließlich per Briefwahl durchführen zu lassen.

Die Abgabe von Briefwahlunterlagen sei selbstverständlich auch während der aktuell geltenden, vorläufigen Ausgangsbeschränkungen zulässig, sagte Bayerns Innenminister (CSU). Dennoch haben die Bürger noch viele weitere Fragen zum Ablauf der Wahl am Wochenende. rosenheim24.de hat diese zusammengetragen und liefert auch gleich die Antworten dazu.

Update, 10.18 Uhr - Aktuelle Zahlen im Kreis Altötting

Bislang wurden im Landkreis Altötting 45 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen, das teilte das Altöttinger Landratsamt auf der Homepage mit.

Update, 9.57 Uhr - Mehrere Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen in Bayern

In Bayern hat es in der Nacht zu Dienstag mehrere Verstöße gegen die wegen der Corona-Krise verhängten Ausgangsbeschränkungen gegeben. Diese ereigneten sich in Oberbayern, Niederbayern und der Oberpfalz, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

In Allershausen (Landkreis Freising) ist ein 28-jähriger Autofahrer kontrolliert worden. Dabei stellte sich heraus, dass dieser weder einen gültigen Führerschein besaß, noch eine Begründung für seine Fahrt hatte und zudem betrunken war.

In Bamberg hatten sich bei den frühlingshaften Temperaturen vier Männer am Montagmittag auf einem öffentlichen Platz getroffen. Die Polizei erteilte ihnen einen Platzverweis.

Weitere Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung gab es in Grafenau (Landkreis Freyung-Grafenau)und dem Landkreis Freyung-Grafenau.

Gegen die kontrollierten Personen wird nun wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz ermittelt.

Update, 9.38 Uhr - Corona-Patienten aus Italien in Sachsen gelandet

Eine Gruppe von in Sachsen zu behandelnden Corona-Patienten aus Italien ist in der Nacht zu Dienstag am Flughafen Leipzig-Halle gelandet. Zwei Rettungsfahrzeuge standen auf dem Flugplatz für den Transport der Patienten ins Krankenhaus bereit.

Am Montag hatte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) angekündigt, dass Sachsen Corona-Patienten aus Italien in seinen Krankenhäusern aufnehmen will. Man komme damit einer Bitte der italienischen Regierung nach. Die Krankenhäuser im Freistaat hätten signalisiert, dafür die Kapazitäten zu haben. Zudem könne man durch die Behandlung der italienischen Patienten lernen, mit dem Virus umzugehen. "Das ist ein ganz wichtiges Zeichen, dass wir auch anderen helfen können", sagte Kretschmer. Zunächst hatte Kretschmer von sechs Patienten aus Italien gesprochen, am Abend war dann von acht Patienten die Rede, die auf mehrere Kliniken verteilt werden sollen.

Mit einer Militärmaschine sind Corona-Patienten aus Italien auf dem Flughafen Leipzig/Halle gelandet.

Die Patienten waren mit einem Flugzeug der italienischen Luftwaffe nach Deutschland geflogen worden und um etwa 1 Uhr in der Nacht gelandet, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur berichtete.

Bis Montag waren in Sachsen 865 Infektionsfälle registriert, die meisten in Dresden, Zwickau und Leipzig. Bislang gab es im Freistaat drei Todesfälle durch das neuartige Virus.

Update, 9.24 Uhr - Huml ruft Ex-Pflegekräfte zur Unterstützung auf

Bayerns Gesundheitsministerin Huml will im Kampf gegen das Corona-Virus ehemalige Pflegekräfte zurück in den Beruf holen. Sie teilte mit, es sei nicht abzusehen, wie sich die Pandemie weiter entwickle, deshalb bittet Huml alle Pflegefachkräfte, alle Pflegehilfskräfte sowie Medizinisch-technische Assistenten und Medizinische Fachangestellte, die aktuell nicht in diesem Beruf arbeiteten und keiner Risikogruppe angehörten, um Unterstützung. Freiwillige könnten sich auf der extra eingerichteten Online-Plattform "Pflegepool für Bayern" melden.

Auch die Krankenhäuser in der Region bitten mittlerweile um Unterstützung:

Update, 9.17 Uhr - Corona-Pandemie: Eine Gefahr auch für Internet und Telefon?

Streaming, Gaming, Konferenzen im Homeoffice - viele Leute sitzen wegen der von der Regierung verhängten Ausgangsbeschränkung fast rund um die Uhr zuhause und nutzen verstärkt digitale Angebote. Stellt die Corona-Krise die Netze vor neue Herausforderungen? Und sind die Netze der Mehrbelastung gewachsen? Wir klären auf.

Update, 8.54 Uhr - Söder-PK um 12.30 Uhr zur aktuellen Lage

Am Dienstag, 23. März 2020, 10 Uhr, leitet Ministerpräsident Dr. Markus Söder die Sitzung des Ministerrats in der Staatskanzlei. Das Kabinett befasst sich im Schwerpunkt mit dem aktuellen Sachstand zur Corona-Pandemie und Hilfen für die Wirtschaft. Ab 12.30 Uhr wird deshalb wieder eine Pressekonferenz stattfinden.

rosenheim24.de wird die Pressekonferenz wieder im Live-Stream übertragen.

Update, 8.29 Uhr - 95 Prozent der Deutschen befürworten Corona-Maßnahmen

Die überwiegende Mehrheit der Menschen in Deutschland findet die vom Bund und den Ländern in der Coronakrise ergriffenen Maßnahmen richtig. Laut ARD-Deutschlandtrend befürworten 95 Prozent der Bürger, dass man sich in den kommenden zwei Wochen nur noch in der eigenen häuslichen Gemeinschaft oder mit einer weiteren Person treffen darf.

Dennoch sorgen sich 55 Prozent vor einer Ansteckung mit dem Virus. Vor einer Woche waren es noch 48 Prozent, Anfang März 23 Prozent. 75 Prozent der Befragten vertrauen darauf, dass das deutsche Gesundheitssystem die Corona-Pandemie bewältigen kann. Bei 19 Prozent ist das Vertrauen weniger groß, bei vier Prozent nur klein. Die Zufriedenheit in das Krisenmanagement der Bundesregierung ist mit 75 Prozent der am Montag 1.006 Befragten hoch. 18 Prozent sind weniger und 5 Prozent gar nicht zufrieden.

Update, 7.58 Uhr - Bayern-Stars verzichten auf 20 Prozent Gehalt

Auch beim FC Bayern München zeigt man sich in der Corona-Krise weiter solidarisch. Nachdem bereits die Spieler Leon Goretzka, Joshua Kimmich und Robert Lewandowski auf privaten Wegen jeweils eine Million Euro gespendet hatten, sind im Klub nun verschiedene Modelle bezüglich eines möglichen Gehaltsverzichts der Stars diskutiert worden. 

Und es gab inzwischen eine Einigung, wie die Bild-Zeitung nun berichtet. Demnach hätten sich Vorstandschef Karlheinz Rummenigge und Sportdirektor Hasan Salihamidzic mit dem Mannschaftsrat darauf verständigt, dass alle Spieler, der gesamte Vorstand und alle Aufsichtsräte bis auf weiteres auf 20 Prozent ihres Gehaltes verzichten. Damit soll verhindert werden, dass die mehr als 1.000 Mitarbeiter auf der Bayern-Geschäftsstelle um ihre Jobs bangen müssen oder anderweitig finanzielle Nachteile erleiden.

Update, 7.48 Uhr - Bisher 21 Corona-Tote in Österreich

In Österreich sind mit Stand Montagnachmittag 3.966 Menschen positiv auf das neue Coronavirus getestet worden. Das entspricht in einer 24-Stunden-Zeitspanne einer Steigerung von 20,1 Prozent, so salzburg24.at. Die meisten Betroffenen gab es demnach mit 803 in Tirol, 707 waren es in Oberösterreich. 

Bisher starben in Österreich 21 Menschen, die meisten Todesopfer waren in Wien mit elf zu beklagen. In Salzburg steht die Zahl bei 403 Fällen.

Update, 7.25 Uhr - Inzwischen 26 Todesfälle in Bayern

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts innerhalb eines Tages um 4764 auf 27.436 gestiegen. Gestorben sind mittlerweile 114 Menschen. Am Montag hatte das Institut 86 Todesfälle gemeldet. Auch in Bayern stieg die Zahl der Todesopfer auf 26 (zuvor 22). 

Auch in München ist erstmals ein Corona-Patient gestorben. Es handelt sich um einen 56-jährigen Mann mit Vorerkrankungen, wie die Stadt mitteilt. Er starb im Klinikum Großhadern.

Update, 7.02 Uhr - BRK Rosenheim ruft zu Blutspende auf

Auch in Zeiten des neuartigen Coronavirus, der Grippewelle und grassierender Erkältungen sind Blutspenden für sehr viele Menschen überlebenswichtig. Aufgrund der geringen Haltbarkeit von Blutpräparaten ist ein kontinuierliches Engagement unerlässlich. Für Spendewillige besteht kein erhöhtes Ansteckungsrisiko, denn die Blutspendetermine unterliegen generell äußerst strengen, hygienischen Regularien. 

Fragen und Antworten zur Blutspende in Zeiten des Coronavirus findest Du hier.

Die wichtigsten Fragen beantwortet das Rosenheimer BRK in einem kurzen Video:

In Rosenheim findet heute (Dienstag, 24. März) ein Blutspendetermin von 16 bis 20 Uhr in der Grund- und Mittelschule Fürstätt statt. Wann der nächste Termin in Deiner Nähe stattfindest, erfährst Du hier.

Update, 6.40 Uhr - Coronavirus fordert erste Todesopfer in Tirol

In unserem Nachbarland Tirol sind ebenfalls die ersten Todesopfer durch das Corona-Virus bestätigt worden.

Wie Landeshauptmann Günther Platter am späten Montagnachmittag mitteilte sind zwei Menschen an dem Virus gestorben. Der 78-Jährige aus St. Anton und die 86-Jährige aus Innsbruck litten allerdings an Vorerkrankungen. 

Aber es gibt auch gute Nachricht aus Tirol: die Ausgangssperre scheint eine erste Wirkung zu zeigen. Demnach ist die Zahl der Neuerkrankungen gesunken und die Verbreitung wurde verlangsamt. Allerdings müsse die Zahl noch weiter sinken, um Risikogruppen zu schützen. In Tirol wurden bisher 1020 Menschen positiv auf das Virus getestet.

Update, 6.28 Uhr - So erlebte ein Trostberger die Coronakrise in New York

Der Trostberger Paul Stöckl wollte eigentlich nur Freunde in New York besuchen. Doch seinen Urlaub wird er wohl sein Leben lang nicht vergessen. Er erlebte hautnah, wie die Mega-Metropole zum Stillstand kam.

Komiker Waalkes macht Menschen in seiner Heimat Mut

Komiker Otto Waalkes (71) hat den Menschen in seiner ostfriesischen Heimat auf Plattdeutsch Mut gemacht. Die Emder Zeitung veröffentlichte am Montag eine Karikatur mit Ottos Markenzeichen, dem Elefanten. "Moi to huus bliem und'n lekke Tass Tee drinken. Dat is gesund. Dann geit de marl Tied ok gau vörbi", wird Waalkes zitiert. Die hochdeutsche Übersetzung lieferte er gleich mit: "Schön zu Haus bleiben und 'ne leckere Tasse Tee trinken. Das ist gesund. Dann geht die schlechte Zeit auch schneller vorbei."

Horror-Nachrichten aus Spanien

Bei der Desinfektion von Altenheimen im Zuge der Corona-Krise haben Soldaten in Spanien in mehreren Residenzen tote Senioren entdeckt. Die Leichen seien offensichtlich länger unbemerkt geblieben, berichteten die Zeitung "El Mundo", der staatliche Fernsehsender RTVE und andere Medien am Montag unter Berufung auf die Militärische Nothilfeeinheit UME. 

Verkehrsminister José Luis Ábalos bestätigte anschließend auf einer Pressekonferenz in Madrid die Berichte. Man habe noch wenige Informationen. Gegebenenfalls werde die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufnehmen, so Ábalos

Verteidigungsministerin Margarita Robles hatte vor den Berichten schon morgens im TV-Sender Tele5 gesagt, Soldaten hätten in Heimen Senioren gesehen, "die völlig verlassen, wenn nicht sogar tot auf ihren Betten" lagen. Man werde gegen die Verantwortlichen für solche Missstände in den Heimen "unerbittlich vorgehen".

In der vergangenen Woche hatten mehrere Horrorberichte die Spanier erschüttert: Innerhalb weniger Tage starben etwa in der Residenz Monte Hermoso in Madrid 20 Insassen, in einem Heim in Ciudad Real gab es 15 Tote. Bei den meisten Verstorbenen wurden eine Corona-Infektion festgestellt. Auch in anderen Seniorenheimen in Madrid und ganz Spanien starben zahlreiche infizierte Senioren.

Jeder achte Infizierte in Spanien ist Arzt, Pfleger oder Sanitäter

Die Coronavirus-Pandemie zieht auch Ärzte, Krankenpfleger und Sanitäter besonders heftig in Mitleidenschaft. Diese Berufsgruppen zählten am Montag nach amtlichen Angaben bereits 3910 Infizierte. Das seien fast zwölf Prozent aller Menschen, bei denen in Spanien Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 registriert seien, errechnete der nationale Krankenpflegerverband CGE. Gleichzeitig beklagte er einen Mangel an Schutzausrüstung für die Beschäftigten im Gesundheitswesen.

Diese Situation dürfe "keinen einzigen Tag mehr anhalten". Man benötige mehr geeignete Masken, Brillen, Kittel und Handschuhe, hieß es in einem "dringenden Kommuniqué". Der Verband, der nach eigenen Angaben mehr als 300 000 Pfleger vertritt, warnte: 

"Wenn Spanien diese Pandemie besiegen will, ist es extrem dringend, dass die Pfleger, die gegen Covid-19 kämpfen, geschützt werden."

Schon seit neun Tagen gehen in ganz Spanien Menschen jeden Abend um 20 Uhr auf die Balkone und an die Fenster, um das gegen Covid-19 aufopferungsvoll arbeitende medizinische Personal mit minutenlangem Beifall, mit Jubelschreien und Gesängen zu ehren.

mz/mh/mw/bcs/dpa

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