Newsticker zur Corona-Pandemie

Bereits 100 Millionen Euro Soforthilfe an oberbayerische Betriebe ausgezahlt - Zahl der Infizierten in München über 3.000

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Coronavirus - Automobilzulieferer produziert Mundschutzmasken

Landkreis/München - Das Coronavirus hat die Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff. Seit mehr als 10 Tagen gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Donnerstag, 2. April, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 1.171, Landkreis Traunstein 347, Landkreis Berchtesgadener Land 130, Landkreis Mühldorf 217, Landkreis Altötting 176
  • inzwischen 19.153 Infektionen in Bayern, etwa 73.900 in Deutschland
  • Mindestens 879 Todesopfer in Deutschland (277 in Bayern)
  • Bereits Todesfälle in Kreisen Traunstein, Rosenheim, Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land
  • Bayern verlängert Ausgangsbeschränkung (vorerst bis 19. April)
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.


Update, 20.31 Uhr - 179 neubestätigte Coronavirus-Fälle in München

In München wurden am heutigen Donnerstag 173 neue Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 3.099 Infektionen gemeldet.

In dieser Zahl enthalten sind 645 Personen, die bereits geheilt sind, sowie neun Todesfälle.

Am Donnerstag vergangener Woche (26.3.) waren es 111 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 1.687).

Die Zahl der Münchnerinnen und Münchner, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, beruht auf den positiven Testergebnissen, die dem Münchner Gesundheitsamt tagesaktuell von den Laboren übermittelt werden.

„Geheilte“ sind positiv getestete Personen, die vom Münchner Gesundheitsamt als nicht mehr ansteckend aus der Quarantäne entlassen worden sind.

Die genannten Todesfälle sind die verstorbenen Münchner COVID-19-Patienten, die dem Münchner Gesundheitsamt von den Kliniken gemeldet wurden.

Derzeit werden in Laboren in München täglich 4.000 Tests ausgewertet.

Pressemeldung Stadt München

Update, 20 Uhr - Der Ärztlicher Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz Rosenheim klärt auf

Seit einer Woche gibt es die Führungsgruppe Katastrophenschutz. Was genau sich hinter dem Kürzel FüGK verbirgt und welche Aufgabenbereiche dieser neuen Position unterliegen, erklärt der ärztliche Leiter, Dr. Michael Städtler.

Update, 19.31 Uhr - Bereits mehr als 100 Millionen Euro Soforthilfe an Betriebe ausgezahlt

Die Regierung von Oberbayern hat bis zum heutigen Tag bereits mehr als 100 Millionen Euro an oberbayerische Betriebe und Freiberufler ausgezahlt. Die Bayerische Staatsregierung hatte das Programm "Soforthilfe Corona" Mitte März aufgelegt, um schnelle und unbürokratische Hilfe für von der Corona-Krise besonders Betroffene zu leisten.

Seit dem Start des Programms sind mehr als 42.000 Anträge bei der Regierung von Oberbayern eingegangen. Seit Mitte dieser Woche können Soloselbstständige, Freiberufler, kleine und mittlere Unternehmen und Landwirte ihren Antrag online stellen. Dies wird das Verfahren nochmals beschleunigen.

Update, 19.08 Uhr - Kritik: Getestete in Quarantäne - ihre Kontaktpersonen aber nicht?

Bis das Ergebnis eines Coronatests da ist, dauert es im Landkreis aktuell einige Tage. Die Getesteten müssen so lange in Quarantäne. Doch was ist mit den Kontaktpersonen dieser Verdachtsfälle? rosenheim24.de hat nachgefragt.

Update, 18.37 Uhr - Saftkelterei Wolfra bittet um Leergut-Rückgabe

Die Natursaftkelterei Wolfra in Erding bittet ihre Kunden, Kästen und Flaschen rasch an den Handel zurückzugeben, wenn sie die Säfte getrunken haben. Grund dafür ist die offenbar höhere Bevorratung in den Haushalten aufgrund der Ausgangsbeschränkungen.

Wolfra bietet fast alle Produkte in ökologisch wertvollen Mehrwegflaschen an und betreibt dafür in Erding eine eigene Waschanlage. Derzeit liegt der Rücklauf deutlich unter der Zahl der in den Handel gebrachten Gebinde. "Wir haben schon eine ganze Zeit einen Engpass und wollen unsere Kunden rechtzeitig auf das Thema aufmerksam machen. Das betrifft wahrscheinlich auch andere Abfüller", sagte Wolfra-Geschäftsführer Florian Hundhammer.

Update, 17.57 Uhr - Alle Mai-Kundgebungen in Oberbayern abgesagt

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sagt wegen der Coronakrise alle für den 1. Mai geplanten Kundgebungen in der Region Oberbayern ab. "Solidarität rückt in diesen Zeiten wieder in den Vordergrund. Aber solidarisch ist man nie alleine", erklärt der DGB Regionsgeschäftsführer für Oberbayern Günter Zellner in einer Pressemitteilung des DGB. Die weltweite Ausbreitung der Pandemie zwinge die Gewerkschaften zu dieser historisch einmaligen Entscheidung.

Die Gewerkschaften hätten ihre Kraft und Durchsetzungsfähigkeit schon immer aus dem Füreinander-Einstehen der Vielen bezogen. So hätten sie für mehr Gerechtigkeit gesorgt und bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen erkämpft, hieß es. "Auch wir sind mit dieser schwierigen Situation konfrontiert, die uns alle extrem fordert. Der Schutz der Menschen hat bei uns immer Vorrang“, begründete Zellner die Entscheidung.

Update, 17.37 Uhr - 22 Tote in Wolfsburger Seniorenheim: Fahrlässige Tötung?

Nach den 22 Coronavirus-Todesfällen in einem Wolfsburger Seniorenheim ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Anlass war eine Strafanzeige, in der Pflegemissstände im betroffenen Hanns-Lilje-Heim angeprangert wurden, wie ein Sprecher am Donnerstag sagte. Das Ermittlungsverfahren richte sich nicht gegen die Verantwortlichen der Diakonie Wolfsburg, sondern gegen unbekannt.

Zur weiteren Klärung will die Staatsanwaltschaft Patientenakten des Heims einsehen. Eine Befragung des Rechtsanwalts, der die Anzeige gestellt hat, solle außerdem ergeben, wie stichhaltig die Vorwürfe sind. Dieser hatte schwere Vorwürfe gegen die Diakonie erhoben. In dem Heim herrschten angeblich "katastrophale hygienische Zustände". Der Besucherstopp in den Heimen sei außerdem zu spät gekommen, hieß es. Die Diakonie wies die Vorwürfe zurück, berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa).

Update, 16.59 Uhr - Engagement in Bad Feilnbach groß

Die Gemeinde Bad Feilnbach zeigt sich angesichts der sofortigen Unterstützung der Bürger überwältigt. 

Am Donnerstagnachmittag startete die Gemeinde einen Aufruf, dass die ansässigen Ärzte verschiedene Schutzartikel benötigen. Innerhalb kürzester Zeit hat die Gemeinde genügend Spenden an Kittel und Handschuhe erhalten - vielen Dank!

Nun werden hauptsächlich Schutzmasken noch benötigt.

Update, 16.50 Uhr - Rosenheim: Beinahe 1.200 Infizierte - 22 Tote

Innerhalb von 24 Stunden hat sich die Zahl der Infizierten in Stadt und Landkreis Rosenheim um weitere 138 erhöht. Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Rosenheim sind 1.171 Personen positiv auf den neuartigen Coronavirus getestet worden (Stand 1. April 24 Uhr).

22 Personen verstarben an den Folgen der Infektion. 63 Menschen sind genesen registriert. 

Update, 16.42 Uhr - vhs.daheim – kostenlose Online-Weiterbildung

Zwar sind die Volkshochschulen im Zuge der Corona-Pandemie wie vieles andere geschlossen, dennoch muss niemand auf das umfangreiche Weiterbildungsangebot verzichten. Die bayerischen Volkshochschulen haben mit vhs.daheim ein vielseitiges Online-Programm aus Vorträgen, Lesungen, Konzerten und Sportübungen erstellt. Daran können alle Bürgerinnen und Bürger online teilnehmen – kostenfrei und von zu Hause aus. 

Die vhs.daheim- Angebote der Volkshochschule Rosenheim sind auf der Internetseite www.vhs-rosenheim.de gesammelt. Täglich kommen neue Angebote hinzu. Es gibt Angebote vormittags ab 10 Uhr und abends ab 19.30 Uhr. Um via Livestream dabei zu sein benötigt man lediglich stabiles Internet und ein passendes Endgerät (PC, Tablet oder Smartphone).

Update, 16.30 Uhr - 27 Neuinfektionen im Kreis Altötting

Bis zum 2. April, 15 Uhr, wurden im Landkreis Altötting 203 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 nachgewiesen. 

Das ist im Vergleich zum Vortag ein Anstieg um 27 Personen. 

Update, 16.10 Uhr - 37 neue Fälle im Raum Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es 37 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 2. April, 15.00 Uhr). Dabei handelt es sich um 13 Erwachsene über 60 Jahre und 24 Erwachsene in der Altersgruppe bis einschließlich 60 Jahre. 

Davon wird eine Person stationär behandelt. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 217 bestätigte Fälle vor, 35 davon werden stationär behandelt.

Für die Klinik Mühldorf, welches als Corona-Zentrum für die Landkreise Altötting und Mühldorf festgelegt wurde, ergeben sich zum Stichdatum-/zeitpunkt folgende Zahlen: 

  • Stationäre Corona-Verdachtsfälle: 55 
  • Stationäre Corona-Positivfälle: 76 
  • Davon intensivpflichtige Corona-Patienten: 13 
  • Entlassene Corona-Patienten: 10

Update, 15.57 Uhr - neue Zahlen für das Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es mittlerweile insgesamt 130 bestätigte Coronafälle im Landkreis Berchtesgadener Land gibt (Stand: 02. April, 12 Uhr), das sind 22 Coronainfektions-Fälle mehr als am Vortag. 

Ein männlicher Covid19-Patient (82 Jahre) aus dem Landkreis Berchtesgadener Land ist am Donnerstag, 2. April, leider verstorben. 30 Personen sind mittlerweile wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen.

Bei den nunmehr 100 aktuell in Behandlung befindlichen Covid-19-Patienten ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein (z. B. häusliche Quarantäne und medizinische Versorgung) ein. Aktuell befinden sich 159 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. 324 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile aus der Quarantäne entlassen worden.

Aktuell sind in den 3 Kreiskliniken im Berchtesgadener Land (Bad Reichenhall, Berchtesgaden und Freilassing) insgesamt 15 Covid19-Patienten in stationärer Behandlung, 5 davon befinden sich in intensivmedizinischer Betreuung. Diese 15 Patienten haben aber nicht alle ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land und gehören somit nicht automatisch zu der Gruppe der insgesamt 130 bestätigten BGL-Coronafälle.

Update, 15.49 Uhr - Zwei neue Todesfälle im Kreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 347 bestätigte Corona-Fälle vor (Stand: 2. April, 15 Uhr). Es handelt sich um 161 Frauen und 186 Männer. Insgesamt sind 16 Personen als geheilt registriert. 

Beim Gesundheitsamt Traunstein sind seit dem letzten Update (1. April) aber leider auch zwei Todesmeldungen eingegangen. Bei beiden verstorbenen Männern (81 und 83 Jahre) war eine COVID-19-Infektion diagnostiziert worden. 

Damit mussten bereits sechs Menschen im Kreis Traunstein an den Folgen von Covid-19 sterben. 

Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Alle Personen werden medizinisch versorgt. 

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 43 Coronavirus-Patienten behandelt, davon befinden sich zehn Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (sechs in Traunstein und vier in Trostberg).

Update, 15.14 Uhr: Ärzte in Bad Feilnbach bitten Bürger um Mithilfe

Für die Versorgung der Bad Feilnbacher Hausarztpraxen wird dringend folgende Schutzkleidung benötigt: 

  • Mundschutzmasken / Staubschutzmasken 
  • Schutzbrillen 
  • Einmalkittel 
  • Einmalhandschuhe 

Die Gemeinde Bad Feilnbach ruft dringend alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, jeder der Zuhause noch solches Material besitzt, dieses für unsere Hausärzte zur Verfügung zu stellen. 

Sie haben nur noch Material für wenige Tage. Die Abgabe soll im Rathaus Bad Feilnbach erfolgen. Wir bitten um vorherige Kontaktaufnahme unter 08066/887-25. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Update, 15.07 Uhr - Live: Söder beantwortet Fragen der Bürger

Ministerpräsident Dr. Markus Söder beantwortet live Fragen der Bürger. 

Update, 15 Uhr - Inzwischen über 19.000 Fälle in Bayern 

In Bayern sind inzwischen 19.153 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 277 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Donnerstag (Stand: 10 Uhr) auf seiner Homepage mit. Den Angaben zufolge waren es am Vortag 17.151 infizierte Personen und 241 Todesfälle gewesen.

Update, 14.45 Uhr - Wasserwacht appelliert an Menschen

Trotz der bestehenden Ausgangsbeschränkungen werden sich auch an diesem Wochenende wohl wieder (einige unvernünftige) Menschen bei steigenden Temperaturen in Bayern nach draußen begeben. Die Wasserwacht-Bayern bittet die Bevölkerung in diesem Zusammenhang, Wassersport und Aktivitäten am Wasser zur Sicherheit aller zu unterlassen.

Thomas Huber, Vorsitzender der Wasserwacht-Bayern, erklärt: "Wir als Wasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes sind Teil des aktuellen Hilfeleistungs- und Einsatzgeschehens. Entstehende Einsätze durch Notfälle am und im Wasser binden Kräfte und Material, welches zu einem anderen Zeitpunkt dringender gebraucht wird." Bei Wassersportaktivitäten kommt es immer wieder zu Einsätzen, bei denen Wasserwacht und andere Rettungskräfte angefordert werden. Die dafür benötigten Kapazitäten stehen zurzeit aber auf Abruf für Einsätze aufgrund der Corona-Pandemie.

Update, 14.35 Uhr - Söder: "Brauchen Milliarden Masken"

Wo normalerweise Sitzpolsterbezüge und Airbags gefertigt werden, nähen Mitarbeiterinnen nun Schutzmasken: Ein Automobilzulieferer aus Niederbayern hat seine Produktion umgestellt. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) stattete dem Unternehmen jetzt einen Besuch ab und prognostizierte im Kampf gegen das Coronavirus in Deutschland auf lange Sicht einen enormen Masken-Bedarf. "Wir werden auf Dauer enorm viele Masken brauchen. Ich glaube, dass wir am Ende in Deutschland Milliarden Masken brauchen", sagte der CSU-Chef am Donnerstag im niederbayerischen Weng.

Üblicherweise werden in dem Werk der Firma Zettl im Landkreis Landshut Zubehörteile wie Sitzbezüge oder Türverkleidungen hergestellt. Künftig sollen dort bis zu fünf Millionen Schutzmasken pro Monat genäht werden. Zuerst brauche man die Schutzmasken für das medizinische Personal und dann prioritär auch für Alten- und Pflegeheime, sagte Söder. Man brauche die Masken aber "in der breiten Entwicklung auch irgendwann, wenn es um den Arbeitsschutz geht, um das Miteinander".

Ministerpräsident Söder bei Betriebsbesichtigung

Coronavirus - Automobilzulieferer produziert Mundschutzmasken
Coronavirus - Automobilzulieferer produziert Mundschutzmasken © dpa
Coronavirus - Automobilzulieferer produziert Mundschutzmasken
Coronavirus - Automobilzulieferer produziert Mundschutzmasken © dpa
Coronavirus - Automobilzulieferer produziert Mundschutzmasken
Coronavirus - Automobilzulieferer produziert Mundschutzmasken © dpa
Coronavirus - Automobilzulieferer produziert Mundschutzmasken
Coronavirus - Automobilzulieferer produziert Mundschutzmasken © dpa
Coronavirus - Automobilzulieferer produziert Mundschutzmasken
Coronavirus - Automobilzulieferer produziert Mundschutzmasken © dpa
Coronavirus - Automobilzulieferer produziert Mundschutzmasken
Coronavirus - Automobilzulieferer produziert Mundschutzmasken © dpa
Coronavirus - Automobilzulieferer produziert Mundschutzmasken
Coronavirus - Automobilzulieferer produziert Mundschutzmasken © dpa
Coronavirus - Automobilzulieferer produziert Mundschutzmasken
Coronavirus - Automobilzulieferer produziert Mundschutzmasken © dpa

Update, 13.55 Uhr - Rentner (89) spuckt in Supermarkt herum - Evakuierung 

In Bodolz (Landkreis Lindau) am Bodensee musste vor kurzem ein Rewe-Markt evakuiert werden, weil ein Mann (89) dort ganz offen in ein Warenregal gespuckt hatte. Dies hatte eine Zeugin beobachtet, die daraufhin die Marktleitung verständigte.

Sofort eingeleitete Ermittlungen der Polizei ergaben, dass der Mann auf keiner Positivliste für Coronainfizierte steht. In enger Absprache mit dem Landratsamt Lindau wurde der Senior sofort einem Coronatest unterzogen. Das Ergebnis stand hier zuletzt noch aus. Der Polizei blieb deswegen keine andere Wahl, als den Supermarkt für den betroffenen Tag zu schließen. Die Überwachungsaufnahmen wurden durch die Polizei sichergestellt und werden momentan ausgewertet. Sollte sich der Sachverhalt bestätigen, erwartet den Mann ein empfindliches Strafverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Update, 13.10 Uhr - Bad Feilnbach besonders stark betroffen 

Die Gemeinde Bad Feilnbach (Landkreis Rosenheim) ist eine der am stärksten vom Coronavirus betroffenen Kommunen in der Region. "Unsere Fallzahlen liegen weit über dem Landkreisdurchschnitt. In unserer Gemeinde gibt es mittlerweile einige Corona-Todesfälle zu beklagen. Einige unserer Mitbürger liegen schwer erkrankt in den Krankenhäusern", schrieb Bürgermeister Anton Wallner (CSU) in einer Art offenem Brief, der auf der Homepage der Gemeinde eingesehen werden kann. 

Bad Feilnbachs Bürgermeister Anton Wallner (CSU)

Mit dieser Information wolle der Bürgermeister jedoch nicht noch zusätzlich verunsichern, sondern auf die dramatische Situation aufmerksam machen, hieß es. Deswegen appellierte Wallner daran, die sozialen Kontakte weiterhin auf das Notwendigste zu beschränken. "Jeder Kontakt schafft ein Ansteckungsrisiko. Einige unserer Mitbürger sind noch zu sorglos", kritisierte Wallner. Dies betreffe vor allem ältere Mitbürger in der Gemeinde, die nach wie vor persönlich zur Apotheke, zum Einkaufen oder zur Bank gehen würden. "Das muss sofort aufhören", so Wallner, der in diesem Zusammenhang auch noch einmal auf den von der Gemeinde organisierten Einkaufsservice verwies (Infos bei Veronika Gasteiger unter Telefon 08066-88725).

Update, 12.47 Uhr - Bis zu 13.000 Tests pro Tag in Bayern möglich

Der Freistaat Bayern hat die Corona-Testkapazitäten massiv ausgebaut. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hingewiesen: "Unser Ziel ist es, möglichst rasch Klarheit bei Verdachtsfällen zu bekommen. Dies ist sehr wichtig, um weitere Infektionen einzudämmen. Deshalb freue ich mich, dass die bayernweite Testkapazität sogar auf circa 13.000 Tests pro Tag steigen kann."

Davon entfallen rund 11.000 Tests auf Privatlabore, rund 2.000 auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Voraussetzung ist, dass genügend Probenmaterial zur Verfügung steht. Die Ministerin verwies darauf, dass es in Bayern nach Angaben des LGL bereits mehr als 110.000 Testungen gab. Davon waren rund 8,7 Prozent positiv.

Huml erläuterte: "Bayern verfolgt die Strategie, die Laborkapazitäten gezielt zur Testung von begründeten Verdachtsfällen und engen Kontaktpersonen einzusetzen. Bevorzugt getestet werden sollen vor allem Personen aus der Gesundheitsversorgung und der Pflege."

Update, 12.10 Uhr -  Ifo: Wir könnten Shutdown elf Wochen durchhalten

Deutschland könnte flächendeckende Firmenschließungen laut einer Ifo-Umfrage unter 155 Ökonomen rund elf Wochen durchhalten. So lange könnte die Wirtschaft einen „Shutdown“ abfedern, „bevor das Risiko einer wirtschaftlichen Destabilisierung zu groß wird“, teilen die Münchner Forscher mit.

Knapp die Hälfte der Ökonomen seien der Meinung, dass die Firmenschließungen wegen zu hoher volkswirtschaftlicher Kosten nach einigen Wochen beendet werden sollten - „im Durchschnitt werden acht Wochen als Obergrenze genannt“.

Die Hilfspakete der Bundesregierung halten die befragten Professoren deutscher Universitäten für angemessen. „Jetzt haben wir wirklich eine Notsituation, und wir haben den Spielraum, um reagieren zu können“, sagt Niklas Potrafke, Ifo-Experte für öffentliche Finanzen.

Update, 11.51 Uhr - Erste Feuerwehren sagen Maibaumfest ab

Zu einer der beliebtesten Traditionen zählt in ganz Bayern das Maibaumaufstellen. Jedes Jahr am 1. Mai wird an zentralen Plätzen in Orten und Gemeinden der geschmückte und häufig mit dekorativen Schildern verzierter Baum aufgestellt. Doch aufgrund der Coronakrise und den notwendigen Beschränkungen kann man derzeit noch nicht vorhersagen, ob die Feste stattfinden oder nicht.

Als eine der ersten Feuerwehren in der Region hat nun die Freiwillige Feuerwehr Aising (Kreis Rosenheim) das Maibaumfest abgesagt. “Aufgrund der aktuellen Beschränkungen bei der Durchführung von Veranstaltungen hat sich die Feuerwehr Aising entschlossen, das für den 1. Mai geplante Maibaumfest frühzeitig abzusagen.” So die Begründung der Feuerwehr auf ihrer Facebook-Seite.

Auch die Feuerwehr Rottau (Kreis Traunstein) hat bereits das Maibaumfest abgesagt und entschieden, den Maibaum mittels Autokran aufzustellen. Es ist davon auszugehen, dass weitere Feuerwehren dem Beispiel folgen werden.

Update, 11.10 Uhr - Hotels bieten nun Hotel-Office statt Hotelzimmer

Auch heimische Unternehmen werden immer kreativer, wenn es darum geht, die Coronakrise möglichst gut zu überstehen. Beim Gasthof Höhensteiger in Westerndorf werden nun Hotelzimmer zum Hotel-Office umgewandelt. Zur vergünstigten Preisen können die Zimmer ab sofort entweder stunden-, tage- oder sogar wochenweise gemietet werden. WLAN ist bereits inklusive.

"Liebe Nachbarn, liebe Gäste, wir haben eine Idee für einen ruhigen, gemütlichen Arbeitsplatz als Home-Office-Alternative: ein Hotelzimmer-Office. (...) Selbstverständlich können sich Eltern innerhalb eines Tages oder einer Woche abwechseln", postete das Unternehmen auf Facebook.

Auch das "Romantik Hotel Das Lindner" in Bad Aibling vermietet seine Suiten als Homeoffice an. "Wer zuhause keine Ruhe findet, um zu arbeiten, Online-Meetings abzuhalten oder um klare Gedanken zu fassen, der findet im Romantik Hotel Das Lindner in der Ortsmitte von Bad Aibling die perfekte Umgebung. Die Suiten sind 42- 48 Quadratmeter groß, verfügen über einen großen Schreibtisch, eine Sitzecke und einen Balkon mit schönem Blick in den Innenhof oder über die Dächer der Stadt," schreibt das Lindner in einer Pressemitteilung. 

Update, 10.43 Uhr - PK von Finanzminister Albert Füracker

Bayerns Finanzminister Albert Füracker äußert sich an diesem Donnerstag in einer Pressekonferenz zu den finanz- und steuerpolitischen Corona-Hilfsmaßnahmen in Bayern. Die PK im Livestream:

Update, 10.29 Uhr - Kaniber: Engpässe bei einigen Obst- und Gemüsesorten möglich

Wegen fehlender Erntehelfer in der Corona-Krise könnten einige Obst- und Gemüsesorten laut Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber teurer und knapp werden. Beim Wegbrechen von Lieferketten, etwa aus Italien, "könnte es durchaus auch zu Engpässen kommen", sagte die CSU-Politikerin am Donnerstag dem Radiosender Bayern 2. "Wenn die Ware knapp wird, könnte es auch passieren, dass der Preis für Obst- und Gemüse steigen kann."

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) rief indes zu mehr Selbstversorgung in Bayern auf. "Wir müssen deshalb alles tun, um jetzt bei uns den Salat zu pflanzen, die Gurken zu pflanzen und dergleichen mehr", sagte der stellvertretende Ministerpräsident am Mittwochabend in der BR-Fernsehsendung "Jetzt red i". Das gelte für Gemüsebauern und Gärtnereien wie für private Gartenbesitzer. "Wir müssen hier sehr stark auf die Selbstversorgung setzen".

Der Grad der Selbstversorgung von Gemüse liege in Bayern bei 40 Prozent. Bei Obst seien es sieben Prozent, sagte Kaniber im Radio-Interview. Die Bereitschaft der Menschen im Freistaat, als Erntehelfer zu arbeiten sei "riesengroß", sagte sie mit Verweis auf eine Online-Plattform zur Suche nach Arbeitskräften. "Es haben sich schon über 40.000 Menschen eingetragen, vom Kurzarbeiter über den Studenten. Jeder will da mit anpacken."

Kaniber unterstützt die Forderung des Bauernverbands, die Grenzen für Erntehelfer zu öffnen. Es sei aber wichtig zu prüfen, dass die Menschen gesund ins Land kommen und es wieder gesund verlassen. Möglich sei als Nachweis für Erntehelfer etwa ein negativer Corona-Test.

Update, 9.58 Uhr -  Söder fordert "Marshallplan für ganz Europa“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat einen „Marshallplan für ganz Europa“ gefordert, um nach einer Überwindung der Corona-Krise die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. „Wir müssen die Wirtschaft gemeinsam in allen europäischen Ländern wiederaufbauen“, sagte Söder dem "Handelsblatt".

Gemeinsame europäische Anleihen, sogenannte Eurobonds, lehnte er aber erneut ab. „Natürlich braucht es europäische Solidarität“, betonte der Ministerpräsident. Diese sei auch im deutschen Interesse, denn „wir können uns nicht abkoppeln“. Es werde darum gehen, ob Europa ökonomisch seinen Platz in der Welt behaupten könne.

Update, 9.24 Uhr - Keine Bergtouren: Erneuter Appell der heimischen Polizei

Wer jetzt eine Bergtour macht, der gefährdet die Einsatzfähigkeit der Rettungsdienste. Daran erinnert die Polizei Grassau nochmals in einer Mitteilung. Sie bittet einmal mehr darum, aktuell keine Ausflüge in die heimischen Berge zu machen

Grund für die Mitteilung ist ein schwerer Bergunfall im Bereich der Grassauer Polizei am Mittwoch. In der Nähe der Staudacher Vorderalm stürzte ein Mann 30 Meter über senkrechtes Fels- und Steilwaldgelände ab. Der schwerverletzte Grassauer musste unter schwierigsten Bedingungen von der Bergwacht gerettet werden. 

Zur Rettung waren 14 Mann der Bergwachten Grassau und Marquartstein notwendig, sowie die Besatzung des Rettungshubschraubers. Die Einhaltung des in Coronazeiten notwendigen Abstands unter den Einsatzkräften ist in einem solchen Einsatz schon rein praktisch gar nicht möglich, daher gingen die Bergwachtler zusätzlich zu den alpinen Gefahren noch ein erhebliches gesundheitliches Risiko ein.

Update, 8.59 Uhr - RKI meldet Anstieg der Infizierten um 6156 und 140 weitere Corona-Tote

In Deutschland ist die Zahl der Infizierten und der Toten binnen 24 Stunden erneut deutlich gestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 73.522 bestätigte Infektionsfälle, 6156 mehr als am Vortag. 872 Menschen seien im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben, das ist ein Anstieg um 140. Zum Vergleich: Am Mittwoch hatte das RKI einen Anstieg um 5.453 Neuinfektionen zum Vortag gemeldet.

Besonders betroffen von der Epidemie sind weiterhin Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. In Bayern ist die Zahl der bestätigten Virusinfektionen um 1999 auf insgesamt 18.496 Fälle gestiegen. 268 Menschen, 43 mehr als am Vortag, sind aufgrund der Covid19-Infektion gestorben.

Update, 8.21 Uhr - Aprilscherz löst Riesenwirbel in Bayern aus

"Bayern beschließt Kürzung der Sommerferien" - eine WhatsApp-Nachricht mit einem manipulierten Screenshot der Webseite des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" hat am 1. April Wirbel ausgelöst. Drei Wochen länger Schule, um den wegen der Corona-Pandemie ausgefallenen Unterricht nachzuholen - das wäre eine Horrornachricht für alle Schüler gewesen. Der Fake verbreitete sich wie ein Lauffeuer. "Der Spiegel" stellte auf Twitter schließlich klar, dass das Bild eine verfälschte Kopie seiner Webseite zeige: "Die Geschichte stand nie auf unserer Seite", hieß es weiter. Schuld daran ist ein Vater aus dem Raum München, der allerdings keine böse Absichten gehabt hatte.

"Upps, sorry... das war eigentlich nur ein Aprilscherz", schrieb der Twitter-User @rohmeo_de im Kommentar zum "Spiegel"-Tweet. "Das war eine spontane Idee in der Früh", erklärte er später der Deutschen Presse-Agentur in München. Er habe seine drei Kinder reinlegen wollen und einen Screenshot der Internetseite bearbeitet. Der Erfolg war mäßig, der Vater enttäuscht. Seine Tochter habe zwei Sekunden lang ungläubig geschaut. "Dann hat sie gesagt: April, April".

Für den Vater war die Sache gelaufen, doch sein Sohn machte ein Foto von der angeblichen News-Seite, teilte es bei WhatsApp im Klassenchat und sorgte für großes Aufsehen. "Das ging durch Bayern innerhalb von zwei Stunden, ich habe da wohl einen Nerv getroffen." Einen Nerv traf das Foto auch bei Bayerns Kultusminister Michael Piazolo, der offensichtlich von einer geplanten Aktion ausging: "Derartige missglückte Aprilscherze mitten in der Corona-Krise sorgen nur für Unruhe und Verunsicherung", schimpfte Piazolo empört.

Update, 7.40 Uhr - Keine "Masken-Verweigerer" in Österreich

Auch in Österreich steigen die Zahlen der Corona-Infizierten nach wie vor. Am Donnerstagmorgen, 2. April, gab es insgesamt 10.711 gemeldete Fälle. Die meisten davon entfielen mit 2.453 Fällen auf das Bundesland Tirol. Insgesamt gibt es in der Alpenrepublik derzeit 150 Todesopfer zu beklagen (25 davon in Tirol). 

Derweil ist am Mittwoch, 1. April, die beschlossene Maskenpflicht in Supermärkten vergleichsweise "sanft", wie es das Portal oe24.at formulierte, aber durchaus überzeugend angelaufen. "Verweigerer" habe es bislang keine gegeben. Die Ausgabe würde von den Kunden gut angenommen werden, hieß es. Bis Montag müssen einige Märkte ihre Maßnahmen aber noch nachbessern, denn zu diesem Zeitpunkt wird das Tragen endgültig Pflicht. Dann sollen die Mund-Nasen-Masken auch in großer Stückzahl für alle Bürger zur Verfügung stehen.

Update, 6.57 Uhr - Münchner Klinik muss Alltagsbetrieb einstellen

Wegen einer Vielzahl von Corona-Infektionen unter Patienten und Mitarbeitern gibt eine Münchner Klinik den normalen Krankenhausbetrieb vorübergehend auf. "Es geht darum, dass wir keine neuen Patienten aufnehmen, und die Patienten, die entlassen werden könnten, aktuell nicht entlassen", erläuterte der Sprecher des Helios Klinikum München West, Marten Deseyve, am Dienstagabend auf Anfrage. "Alle Patienten, die jetzt da sind, bleiben auch weiter da." So sollten Infektionsketten unterbrochen werden. Bislang wurden 14 Patienten und zwei Mitarbeiter positiv getestet.

Die Klinik hatte ein gehäuftes Auftreten von Covid-19-Fällen verzeichnet, besonders auf einer gemischt internistischen und einer chirurgischen Station. Als Gegenmaßnahme gibt es nun bis auf weiteres weder stationäre Aufnahmen, Verlegungen noch Entlassungen. Auch die Notaufnahme ist davon betroffen.

In Abstimmung mit dem städtischen Referat für Gesundheit und Umwelt werden darüber hinaus die Sicherheitsvorkehrungen, die bislang nur für Verdachtsfälle und positiv Getestete bestanden, auf die Behandlung aller Patienten ausgeweitet. Wie lange dieser "eingefrorene Zustand" erhalten bleibt, sei noch unklar, sagte Deseyve. Dies hänge von der Entwicklung in den nächsten Tagen ab. Derart drastische Maßnahmen dürften im Freistaat derzeit noch einmalig sein. "Mir ist auch kein anderes Haus bekannt", bestätigte Deseyve.

Update, 6.39 Uhr - USA zählen mehr als 5000 Corona-Tote

Die Zahl der Todesopfer in den USA durch die Coronavirus-Pandemie hat die Marke von 5000 überschritten. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore vom Mittwochabend (Ortszeit) stieg die Zahl der landesweit verzeichneten Todesfälle auf 5116. Schon am Mittwoch war bei der Zahl der innerhalb von 24 Stunden verzeichneten Corona-Todesfälle in den USA ein Rekord erreicht worden: 884 weitere Verstorbene wurden binnen eines Tages gezählt.

Die Zahl der Corona-Infektionsfälle in den Vereinigten Staaten nahm nach Angaben der Universität auf rund 215.400 zu. Bei den Infektionszahlen liegen die Vereinigten Staaten weltweit mit Abstand auf dem vordersten Platz. Bei den Totenzahlen liegen sie dagegen weiter deutlich hinter Italien und Spanien zurück. In Italien zählte die Johns-Hopkins-Universität 13.155 Todesopfer der Pandemie, in Spanien 9387.

Update, 6.20 Uhr - Skitourengeher in Kitzbühel gestoppt

In Kitzbühel wurden sechs Skitourengeher von der Polizei gestoppt. Trotz der geltenden Einschränkungen wegen Corona unternahmen die drei Österreicher und die drei Deutschen die Tour. Nun erwarten sie mehrere Anzeigen wegen zahlreicher Delikte nach der COVID-19-VO. Zur Polizeimeldung.

Update, 5.54 Uhr - Neugeborenes in USA stirbt

In den USA ist ein neugeborenes Baby an dem Coronavirus verstorben. Am Mittwoch (1. April) erklärte Ned Lamont, Gouverneur des Bundesstaates Connecticut, dass das Baby leblos in eine Klinik gebracht worden sei, alle Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Das Neugeborene wurde positiv auf das Virus getestet.

Mehr dazu lest Ihr hier.

Vorbericht: Coronavirus in Bayern und der Welt

Weltweit sind jetzt mehr als 40.000 Menschen an dem Coronavirus gestorben. Fast drei Viertel der Todesfälle wurden in Europa registriert. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität infizierten sich rund um den Globus mehr als 826.000 Menschen mit dem Erreger (Stand 20 Uhr), davon mehr als die Hälfte in Europa. Von den bestätigten 40.708 Todesfällen wurden fast 30.000 in Europa registriert.

In Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bestätigten Infektionen auf 67.366 gestiegen. Insgesamt seien bislang 732 Menschen infolge einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben, teilt das RKI mit auf seiner Website mit.

Die Coronafälle in der Region:

  • In Stadt und Landkreis Rosenheim waren mit Stand Dienstag, 31. März, 24 Uhr 1.033 Coronavirus-Fälle gemeldet. Das wurde auf einer Pressekonferenz am Mittag bekannt. 57 Personen davon sind bereits wieder genesen. 16 Menschen sind in Stadt und Landkreis Rosenheim bislang gestorben. 32 Patienten werden derzeit auf Intensivstationen behandelt.
  • Im Landkreis Berchtesgadener Land gibt es derzeit (Stand: 1. April, 12 Uhr) 108 bestätigte Coronafälle. Dies teilte das Landratsamt am Mittwoch mit. Damit stieg die Zahl im Vergleich zum Vortag um 12 Fälle. 18 Personen gelten inzwischen als genesen. Ein weiterer Todesfall ist im Landkreis seit der letzten Meldung glücklicherweise nicht hinzugekommen.
  • Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle auf 315 gestiegen (Stand: 1. April, 15 Uhr). Das bedeutet einen Anstieg um 44 Fälle im Vergleich zum Vortag.
  • Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf gibt es 19 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 1. April, 15 Uhr). Damit steigt die Gesamtzahl auf 180. 34 Personen davon müssen stationär behandelt werden.

Pflegeheim in Bad Feilnbach geräumt

Zudem musste das Alten- und Pflegeheim St. Lukas in Bad Feilnbach am Mittwoch, 1. April, evakuiert worden. Die Heimaufsicht des Landkreises Rosenheim hatte diese Maßnahme angeordnet, weil die Versorgung der Bewohner in der gewohnten Form nicht mehr gewährleistet gewesen wäre. 

Großeinsatz an Seniorenwohnheim in Bad Feilnbach

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Hintergrund ist, dass sich die Leitung der Einrichtung und mehrere Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert hatten. Diese wurden in Quarantäne geschickt. Inzwischen wurde auch ein Großteil der Bewohner positiv auf Corona getestet. Insgesamt wurden bei dem Großeinsatz 41 Personen verlegt, 31 davon sind nachweislich infiziert.

jv/ics/mh/mw/dpa

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