NEWSTICKER ZUR CORONA-PANDEMIE

"Tragen Sie Schutzmasken": 266 Tote in Deutschland - 16-Jährige stirbt in Paris

+
Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat die Bevölkerung dazu aufgerufen, Schutzmasken zu tragen.

Das Coronavirus hat die Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff. Seit Freitag gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Donnerstag im News-Ticker:

CORONA - DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 588, Landkreis Traunstein 145, Landkreis Berchtesgadener Land 60, Landkreis Mühldorf 77, Landkreis Altötting 81
  • Bayern verhängt Ausgangsbeschränkung für 14 Tage (bis 3. April)
  • Mindestens 266 Todesopfer in Deutschland (52 in Bayern)
  • Bereits Todesfälle in Kreisen Traunstein, Rosenheim, Altötting und Mühldorf
  • Einreisestopp für Nicht-EU-Bürger in die EU
  • Öffentliches Leben in Bayern bis auf weiteres massiv eingeschränkt
  • In Italien inzwischen fast doppelt so viele Corona-Tote als in China
  • Im Landkreis Rosenheim müssen Personen mit höherem Infektionsrisiko in Quarantäne

Nützliche Links zum Thema Corona


Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

Update, 22.29 Uhr - Fahrgastzahlen bei BOB stark eingebrochen

Die Fahrgastzahlen in den Zügen der Bayerischen Oberlandbahn (BOB/Meridian), die unter anderem die Strecken zwischen München und Salzburg sowie München und Kufstein bedienen, sind seit Beginn der Coronakrise dramatisch zurückgegangen. Meridian-Sprecher Christopher Raabe sprach laut Radio Charivari von einem Rückgang von 85 bis 87 Prozent.

Die Gründe dafür sind offensichtlich: Viele Pendler sind auf Homeoffice umgestiegen oder müssen gar wegen Quarantäne sowieso zuhause bleiben. Zudem leidet auch die Bayerische Oberlandbahn wegen Krankheit oder Freistellungen wegen Kinderbetreuung an Personalmangel. Dennoch ist das Unternehmen gewillt, sein bestes zu geben. Man sei sich bewusst, dass der Bahnverkehr systemrelevant sei und man tue alles, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, hieß es.

Update, 21.08 - Zahl der Toten in Frankreich steigt - 16-Jährige stirbt

Die Zahl der Todesfälle nach einer Infektion mit dem Coronavirus ist in Frankreich weiter stark gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden habe es 365 neue Fälle gegeben, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Donnerstag in Paris. Damit liege die Zahl nun bei 1696. Erstmals sei in Frankreich auch eine Jugendliche unter den Todesopfern - die 16-jährige Covid-19-Patientin sei in der Region Paris gestorben, so Salomon.

Den Angaben zufolge befinden sich derzeit 3.375 Patientinnen und Patienten mit schweren Krankheitsverläufen auf Intensivstationen. Die Zahl der bestätigten Infektionen ist um rund 4.000 Fälle auf 29.155 gestiegen.

Deutschland im Vergleich:

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Deutschland ist auf 43.071 Infizierte gestiegen. Die Zahlen stammen von den Gesundheitsministerien der Länder. Demnach gibt es - Stand jetzt (26.März) - 266 bestätigte Todesfälle in Folge des Coronavirus.

Damit ist die Zahl der Infizierten in Deutschland um fast 6.000 an einem Tag gestiegen.

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat die Bevölkerung dazu aufgerufen, Schutzmasken zu tragen. So betonte der Präsident der Bundesärztekammer (BAEK) gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Mein Rat: Besorgen Sie sich einfache Schutzmasken oder basteln Sie sich selbst welche und tragen Sie diese im öffentlichen Raum.“ Zwar garantieren die Masken keinen Schutz vor Ansteckung, „aber sie können ein wenig helfen, das Risiko zu verringern, andere anzustecken oder selbst angesteckt zu werden“.

Update, 19.54 Uhr - Elfter Bewohner in Würzburger Seniorenheim gestorben

Im Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus ist ein weiterer mit dem Coronavirus infizierter Bewohner gestorben. Wie das Landratsamt am Donnerstag mitteilte, seien damit bislang elf Bewohner zu Tode gekommen. 

Zwischenzeitlich seien alle Bewohner des Heims sowie das gesamte Pflegepersonal getestet worden. Eine Entscheidung über eine mögliche Evakuierung oder eine andere Trennung der gesunden von erkrankten Bewohnern sei noch nicht getroffen worden.

Mit Experten des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sollten die Ergebnisse im Laufe des Abends "interpretiert und auf dieser Basis die notwendige Strategie festgelegt" werden, teilte das Heim mit. Entscheidungen sollten am Freitag bekanntgegeben werden. 

Im Gebäudeteil Ehehaltenhaus haben die Tests dem Heim zufolge keinen neuen Fall ergeben. Dort sei auch aktuell kein positiv getesteter Bewohner untergebracht. Die Einrichtung ist seit Wochen ein Schwerpunkt bei Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Bayern.

Update, 19.05 Uhr - THW erweitert Teststation auf Loretowiese

Das neu-installierte Corona-Testzentrum auf der Loretowiese in Rosenheim wurde am Donnerstag erweitert. Das THW Rosenheim stellte ein Durchfahrtszelt sowie einen Pavillon für Menschen, die zu Fuß zur Abstrichnahme kommen, auf. 

Beim Rosenheimer Testzentrum werden ausschließlich Personen getestet, die von ihrem Hausarzt per Überweisungsschein direkt dorthin verwiesen werden. Geplant waren bzw. sind etwa 80 Patientenabstriche pro Tag. Die Kapazität hat sich aufgrund der Erweiterung des THW nicht erhöht.

"Mit der Einrichtung des Testzentrums sollen der stark belastete Hausbesuchsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) und die Rosenheimer Hausärzte entlastet sowie knappes Infektionsschutzmaterial eingespart werden", hieß es in der Mitteilung der Stadt.

Die Anzahl der Personen, die sich in Stadt und Landkreis Rosenheim, mit dem Coronavirus infiziert haben, steigt derzeit unvermindert weiter.

Zum letzten Messzeitpunkt (Mittwoch, 25. März, 24 Uhr) wurden dem Gesundheitsamt 588 Fälle gemeldet. Das ist ein Anstieg um 151 Fälle im Vergleich zum Vortag.

Update, 18.52 Uhr - Polizei sprengt verbotenes "Candle Light Dinner" in Berlin

In Berlin wollten vier Freunde während der Coronakrise das bestehende Kontaktverbot auf eine besonders dreiste Art und Weise umgehen. Das Quartett traf sich in einem Lokal im Stadtteil Kreuzberg zu einem "Candle Light Dinner", wie die Polizei nun mitteilte. Die vier ließen sich bei abgeklebten Fenstern und ausgeschaltetem Licht in einem Restaurant an einem voll gedeckten Tisch umfangreich bewirten.

Die Beamten bereiteten dem "Spuk" ein Ende. Sowohl auf die Gäste als auch auf den Wirt warten nun entsprechende Anzeigen. Insgesamt musste die Berliner Polizei in der Nacht auf Donnerstag 19 Strafanzeigen schreiben und 44 Verstöße nach dem Ordnungsrecht bezüglich der bestehenden Allgemeinverfügung feststellen

Update, 17.55 Uhr - Stadt Menden richtet Quartier für Quarantäne-Brecher ein

Zur zwangsweisen Unterbringung möglicher Corona-Quarantäne-Brecher hat die Stadt Menden in einer Turnhalle ein vorsorgliches Quartier eingerichtet. Es solle in erster Linie der Abschreckung dienen, sagte Sebastian Arlt, Corona-Krisenstabmanager der Stadt im Sauerland. 

17 Feldbetten stehen dort für den Fall zur Verfügung, sollten sich mit dem Coronavirus Infizierte oder unter häusliche Quarantäne gestellte Verdachtsfälle nicht an die Isolationsauflagen halten. "Wir haben keinen akuten Fall, wollen aber auf jeden Fall vorbereitet sein", sagte Arlt. Die "Westfalenpost" hatte zuvor berichtet.

Die Städte seien nach dem Infektionsschutzgesetz dazu verpflichtet, Sorge dafür zu tragen, potenziell Infizierte, die andere gefährden, weil sie nicht zu Hause bleiben, aus dem Verkehr zu ziehen. Dafür müssten auch Räumlichkeiten vorgehalten werden. 

"Wir können die ja nicht einzeln in ihrer Wohnung bewachen", sagte Arlt. Eine Unterbringung in der Halle sei dabei nicht als Strafe, sondern als Ultima Ratio zum Schutz der Allgemeinheit zu sehen. "Das sind wir den Menschen, die sich ja in allergrößter Mehrzahl gesetzeskonform verhalten, schuldig."

Update, 17.40 Uhr - Über 40.000 Infizierte in Deutschland

In Deutschland gibt es offiziell knapp über 40.000 Infizierte. Die Dunkelziffer dürfte allerdings noch deutlich höher liegen, da derzeit nur Menschen getestet werden, welche Krankheitssymptome vorweisen und entweder mit einem Infizierten Kontakt hatten oder in einem Risikogebiet waren. 

Des Weiteren gibt es auch immer mehr Corona-Tote zu beklagen. Aktuell ist die Rede von 228 Todesopfern.

Derzeit liegt das Durchschnittsalter der Infizierten laut Lothar Wieler, Chef des Robert Koch-Instituts, bei 45 Jahren, das der Verstorbenen bei 81 Jahren. Das jüngste Todesopfer war 54 Jahre alt, das älteste 100, berichtet bild.de.

Mehrere tausend Menschen in Deutschland sind aber auch schon wieder gesund. „Wir schätzen, dass mindestens 5900 Mitbürger inzwischen genesen sind“, sagte Wieler am Donnerstag in Berlin.

Update, 17.23 Uhr - Zehn neue Fälle im Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es zehn neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 26. März , 14 Uhr). 

Dabei handelt es sich um zwei Erwachsene über 60 Jahre, sieben Erwachsene unter 60 Jahre und eine minderjährige Person. Zwei davon werden stationär behandelt. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. 

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 77 bestätigte Fälle vor. 18 davon befinden sich in stationärer Behandlung. 

Für die Klinik Mühldorf, welches als Corona-Zentrum für die Landkreise Altötting und Mühldorf festgelegt wurde, ergeben sich zum Stichdatum-/zeitpunkt folgende Zahlen: 

  • Stationäre Corona-Verdachtsfälle: 49 
  • Stationäre Corona-Positivfälle: 39 
  • Davon Intensivpflichtige Corona-Patienten: 9 
  • Entlassene Corona-Patienten: 1

Update, 17.11 Uhr - RoMed-Kliniken stocken Intensivstationen massiv auf

Die RoMed-Kliniken mit den Standorten Rosenheim, Wasserburg, Prien und Bad Aibling arbeiten derzeit intensiv an der Aufstockung ihrer Intensivstationen. Die Kapazitäten sollen kurzfristig von derzeit etwa 40 auf rund 100 Behandlungsplätze mit Beatmungsgeräten ausgeweitet werden, die fast ausschließlich für etwaige Corona-Patienten zur Verfügung stehen.

Probleme macht aktuell noch die personelle und gerätetechnische Ausstattung. Die Akquise von zusätzlichem Personal laufe auf Hochtouren, zudem warte man noch auf eine große Lieferung von Beatmungsgeräten, Monitoren und anderem Intensivzubehör, das vom Bund beschafft werden solle, hieß es seitens der Kliniken.

Update, 17 Uhr - Zwölf Neuinfizierte im Raum Altötting

Im Laufe des 26. März bestätigte das Landratsamt Altötting zwölf weitere auf das Coronavirus positive getestete Personen. Damit steigt die Zahl der Infizierten im Landkreis Altötting auf insgesamt 81. 

Update, 16.32 Uhr - Neue Zahlen aus dem Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es mittlerweile insgesamt 60 bestätigte Coronafälle im Landkreis Berchtesgadener Land gibt (Stand: 26. März, 15 Uhr). Davon sind mittlerweile vier Patienten genesen und aus der Quarantäne entlassen worden.

Damit sind im Vergleich zum Vortag 12 neue Fälle hinzugekommen. Alle infizierten Personen werden medizinisch behandelt und befinden sich in Quarantäne. Außerdem stehen sie im täglichen Kontakt mit dem Gesundheitsamt. 

Aktuell befinden sich im Landkreis Berchtesgadener Land sechs Patienten in stationärer Behandlung, davon drei Patienten auf der Intensivstation, allerdings ohne Beatmung. Weitere 301 direkte Kontaktpersonen sind in häuslicher Quarantäne.

Entsorgung von Abfällen, die mit dem Coronavirus kontaminiert sind

Wenn Menschen mit Verdacht auf COVID-19, oder mit leichten Symptomen zuhause unter Quarantäne gestellt werden fallen natürlich auch Abfälle an, die mit dem Coronavirus kontaminiert sein können. Das Landesamt für Umwelt (LfU) informiert mit speziellen Infoblättern über deren richtigen Umgang.

Der Schutz des Personals der Abfallentsorgung und die Eindämmung des dynamischen Infektionsgeschehens haben höchste Priorität. Aus diesem Grund sollten Haushalte mit ambulant betreuten COVID-19-Verdachtsfällen und leicht erkrankten bestätigten COVID-19- Patienten die Abfallsammelsysteme zur getrennten Erfassung von Wertstoffen (z. B. Papiertonne, Biotonne, Gelber Sack) nur eingeschränkt nutzen. Für diese Haushalte gilt: Im Zweifelsfall über den Restabfall entsorgen.

Besonders trifft dies auf benutzte Papiertaschentücher zu, diese müssen unbedingt über die Restabfalltonne entsorgt werden. Weiterhin ist darauf zu achten, Abfälle nicht lose in die Restabfalltonne zu geben. Stattdessen sind diese zuvor in stabile Abfallsäcke zu sammeln und vor der Entsorgung fest zu verschließen, z. B. mit Knoten oder Kabelbindern.

Update, 16.28 Uhr - Gibt es in Italien sogar noch weit mehr Todesfälle?

Offiziell hat Italien bislang rund 75.000 Coronavirus-Infektionen und mehr als 7.500 Tote gemeldet. Damit ist das Land weltweit am schwersten von der Pandemie betroffen. Doch nun wachsen die Zweifel an den offiziellen Verlautbarungen. In Norditalien haben sich diesbezüglich nun immer mehr Bürgermeister und Behördenvertreter zu Wort gemeldet.

"Etwas an dieser Zahl hat uns nicht überzeugt und deshalb haben wir uns die Statistiken zu den durchschnittlichen Sterbefällen in der Gemeinde Nembro (Anm. der Red.: bei Bergamo) aus den Vorjahren in der Zeit von Januar bis März angeschaut. Die Zahl der Sterbefälle müsste unter normalen Umständen bei ungefähr 35 liegen. In diesem Jahr haben wir aber 158 Sterbefälle verzeichnet, also 123 mehr als im Durchschnitt", zitiert oe24.at. Die von den Behörden für die Region genannte Zahl der Todesopfer von 31 könne also nicht stimmen, hieß es.

Update, 16.10 Uhr - Österreich verzeichnet neuen Rekordanstieg

In Österreich ist bei den Neu-Infektionen ein neuer Rekordanstieg verzeichnet worden. Mit Stand Donnerstag, 26. März, 15 Uhr, gab es in der Alpenrepublik insgesamt 6.398 Covid-Infizierte. Das sind 848 Fälle mehr als im Vergleich zum Vortag. Im Bundesland Tirol gibt es insgesamt nun 1.623 Fälle (230 Neuinfektionen), im Bundesland Salzburg sind es insgesamt 557.

Die meisten Todesfälle gab es bisher in Wien (14), Niederösterreich (12) und der Steiermark (11). Insgesamt hat Österreich nun 49 Tote zu beklagen.

Update, 16 Uhr - Weitere Fälle auch im Raum Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 145 bestätigte Corona-Fälle vor. Das bedeutet einen Anstieg von 25 Fällen im Vergleich zum Vortag. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Alle Personen werden medizinisch versorgt.

In den Standorten der Kliniken Südostbayern im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 21 Coronavirus-Patienten behandelt, davon befinden sich vier Patienten in intensivmedizinischer Betreuung, hieß es in einer Mitteilung des Landratsamtes.

Update, 15.25 Uhr - Krisentreffen in Bad Aibling

Hoteliers, Gastronomen und Selbstständige sind in Bad Aibling zu einem Krisentreffen mit Bürgermeister Felix Schwaller (CSU) im Rathaus zusammengekommen. Bei dem Treffen ging es um Maßnahmen zur Existenzsicherung der Betriebe, berichtet Radio Charivari

Laut dem Bericht habe Bürgermeister Schwaller den Unternehmen zugesagt, dass Gewerbesteuern, Strom- und Wasserkosten sowie die Fremdenverkehrsbeiträge auf Antrag teilweise komplett ausgesetzt werden könnten. Damit sollen die Betriebe entlastet werden. Schwaller appellierte außerdem an die Vermieter, aus Solidarität auf die Mieten zu verzichten.

Update, 15 Uhr - 151 neue Fälle und zweiter Toter im Raum Rosenheim

Die Anzahl der Personen, die sich in Stadt und Landkreis Rosenheim, mit dem Coronavirus infiziert haben, steigt unvermindert weiter. Zum letzten Messzeitpunkt (Mittwoch, 25. März, 24 Uhr) wurden dem Gesundheitsamt 588 Fälle gemeldet. Das ist ein Anstieg um 151 Fälle im Vergleich zum Vortag.

Zudem meldete das Landratsamt Rosenheim in einer Pressemitteilung einen zweiten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Weitere Angaben zu Geschlecht, Herkunft und Alter des Opfers machte die Behörde jedoch nicht. Am Wochenende war bekannt geworden, dass der bekannte und beliebte Musiker Sepp Mangstl aus Ostermünchen als erster Mensch im Landkreis am Coronavirus verstorben ist.

Auch in den nächsten Tagen ist mit einem Anstieg der Fallzahlen zu rechnen, da COVID-19-Infizierte erst verzögert symptomatisch werden, hieß es es seitens der Behörde weiter. Derzeit werden 15 COVID-19-Patienten auf Intensivstationen und mindestens 30 COVID-19-Patienten auf allgemeinen Krankenhausstationen in Stadt und Landkreis Rosenheim behandelt. "Das Gesundheitsamt Rosenheim empfiehlt weiterhin ausdrücklich, sich an die Ausgangsbeschränkungen zu halten, um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern", hieß es abschließend.

Update, 14.45 Uhr - "Corona-Ampel" in Rosenheimer Apotheke

In vielen Geschäften, die derzeit noch geöffnet haben, wurden inzwischen verschiedene Schilder, Plakate und/oder Markierungen angebracht, um die Kundenströme zu lenken und die neuen Vorgaben des Infektionsschutzes einzuhalten. Die Heilig-Geist-Apotheke in Rosenheim war dabei um einiges kreativer. Dort wurde jetzt an der Eingangstür eine "Corona-Ampel" installiert

Apotheker Dominik Simon hat das beleuchtete Ampelsystem selbst entwickelt. "Ich kenne mich selbst ein bisschen mit Elektrik aus und hatte durch Zufall noch diese LED-Profile zu Hause", sagte er gegenüber apotheke-adhoc.de.

Update, 14.30 Uhr - Zahl der Toten in Bayern steigt weiter

In Bayern sind inzwischen 8.842 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Donnerstag mit. Demnach sind bislang 52 infizierte Patienten gestorben, wie die Deutsche Presseagentur (dpa) nun berichtet.

Update, 14.15 Uhr - SV Wacker Burghausen geht in Kurzarbeit

Als erster Verein der Regionalliga Bayern hat nun der SV Wacker Burghausen Kurzarbeit beantragt. "Wir müssen die Kosten reduzieren und sicherstellen, dass wir die Fußball-GmbH in einer stabilen Situation halten können. Nur so sehen wir die Möglichkeit, die Krise einige Wochen zu überbrücken", wird der Vorsitzende Dr. Thomas Frey von der Passauer Neuen Presse zitiert. Von der Maßnahme sind - einschließlich der Mannschaft - rund 60 bis 70 Mitarbeiter betroffen.

Update, 14.10 Uhr - Landkreis Rosenheim schließt Zulassungsstellen

Der Landkreis Rosenheim hat den Publikumsverkehr bei seinen Ämtern weiter heruntergefahren. Jetzt wurden auch alle Zulassungsstellen geschlossen. Einzige Ausnahme ist die Zulassungsstelle des Landkreises in Rosenheim, in der noch vorab vereinbarte Termine erledigt werden können. 

Allerdings würden nur dringend notwendige Zulassungen vorgenommen, beispielsweise für eine Pflegekraft oder einen Polizeibeamten, hieß es in der Pressemitteilung. Um die Dringlichkeit im Einzelfall prüfen zu können, sind Terminvereinbarungen nur telefonisch oder schriftlich möglich. Online-Termine über die Homepage des Landkreises werden bis auf weiteres nicht mehr vergeben.

Update, 13.57 Uhr - Spahn rechnet mit weiteren Belastungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet mit weiter steigenden Belastungen für Krankenhäuser und Praxen in der Corona-Krise. "Noch ist das die Ruhe vor dem Sturm", sagte der CDU-Politiker am Donnerstag in Berlin. "Keiner kann genau sagen, was in den nächsten Wochen kommt." Daher sei es weiterhin nötig, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und gleichzeitig die Kapazitäten in den Kliniken auch mit Intensivbetten zu erhöhen.

Spahn bekräftigte, dass Deutschland wegen sehr vieler Tests früh mit Vorbereitungen beginnen konnte. Die Kapazität liege mit 300.000 bis 500.000 Tests pro Woche auch im internationalen Vergleich sehr hoch. Es sei weiterhin wichtig, dass sie zielgerichtet eingesetzt würden.

Es gehe für die Politik zugleich um Konzepte dafür, dass es "eine Zeit nach Corona" geben werde, in der man weiter gegen das Virus kämpfe, das öffentliche Leben aber schrittweise normalisiere. Dies solle auch bei Beratungen nach Ostern zwischen der Bundesregierung und den Ministerpräsidenten Thema sein. Dabei solle auch darüber diskutiert werden, wie Handydaten im Krisenfall für die Klärung von Infektionsketten zu nutzen seien, machte Spahn deutlich.

Update, 13.46 Uhr - Bürgertelefon der Stadt Rosenheim weiter in Betrieb

Nach wie vor haben etliche Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Landkreis Rosenheim Fragen zu den von der Bayerischen Staatsregierung erlassenen Ausgangsbeschränkungen sowie zu allgemeinen Fragen rund um das Corona-Virus.

Deshalb bleibt das städtische Bürgertelefon unter der Rufnummer 08031/3658365 am Donnerstag, 26. März und Freitag, 27. März 2020 jeweils von 8 – 16 Uhr in Betrieb. Am Samstag, 28. März und am Sonntag, 29. März 2020 ist das Bürgertelefon jeweils von 8 – 12 Uhr besetzt.

Update, 13.22 Uhr - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ruft zu Solidarität auf

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier fordert mehr Solidarität in der EU in der Corona-Krise. "Unser Blick muss weiter reichen als bis zum nächsten Grenzzaun", sagt er in einer über soziale Netzwerke verbreiteten Videobotschaft. Es sei gut, dass Krankenhäuser in Deutschland jetzt auch schwerkranke italienische und französische Patienten behandelten. "Ich wünsche mir mehr solche konkrete Solidarität im europäischen Geist."

Update, 13.03 Uhr - "Deo-Schlecker" kassiert Anklage wegen "terroristischer Bedrohung"

Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen oder "Corona-Party" haben hierzulande in den vergangenen Tagen immer wieder für Negativ-Schlagzeilen gesorgt. In den USA hat Cody Lee Pfister nun aber wirklich den "Vogel abgeschossen". Der 26-Jährige postete vor Kurzem ein Video auf YouTube, das zeigt, wie er in einem Walmart im Bundesstaat Missouri Deodorants in einem Regal abschleckte. Zu seiner Ekel-Aktion stellte er die Frage: "Wer hat Angst vor dem Coronavirus?"

Doch nun war Schluss mit lustig für Pfister: Die Polizei hat den Mann inzwischen verhaftet. Zudem wurde laut "New York Post" sogar Anklage wegen einer "terroristischen Bedrohung" erhoben. Ob Pfister wirklich mit Corona infiziert war/ist, ist übrigens bislang nicht bekannt. Walmart entfernte die Deos im betroffenen Markt umgehend aus den Regalen.

Update, 12.38 Uhr - Ampelanlagen in Burghausen teils außer Betrieb

Die Stadt Burghausen hat die Ampelanlagen nun teilweise außer Betrieb genommen. Dies sei "keine technische Störung, sonder Anpassung an die aktuelle Verkehrssituation", so die Stadt auf ihrer Facebookseite. 

Ampelkreuzungen, die sonst ein beständiger Treff- und Staupunkt im Stadtgebiet waren, sind verwaist. Einzelne Autos warten ungerechtfertigt lange darauf, wieder freie Fahrt zu haben, ohne dass ein anderes Fahrzeug die Kreuzung passiert hat, begründet die Stadt ihre Entscheidung.

Welche Ampelanlagen betroffen sind:

Update, 12.22 Uhr - "Inkaufnahme von vielen Toten" - Seehofer gegen Lockerungen

“So lange das Virus so wütet, ist der Schutz der Menschen alternativlos”, stellt Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) klar. Eine Exit-Strategie könne man aus seiner Sicht erst dann angehen, wenn man die schnelle und aggressive Verbreitung des Coronavirus im Griff habe, so der 70-Jährige im Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hatte zuvor in Aussicht gestellt, dass es Mitte April 2020 Lockerungen geben werde. Aiwanger sagte dies in Bezug auf den derzeitigen wirtschaftlichen Stillstand in einigen Branchen. Seehofer widerspricht dem: "Die Funktionsfähigkeit wieder herzustellen unter Inkaufnahme von vielen Toten oder auch Kranken, die geheilt werden, aber bleibende Schäden haben, scheidet für mich aus", betonte Seehofer.

Bundesinnenminister Horst Seehofer

Update, 11.57 Uhr - Polizei warnt vor Drohmails von diesem Absender

Die Münchner Polizei warnt in ihrer aktuellen Pressemitteilung vor Drohmails, die im ganzen Bundesgebiet aufgetaucht sind. Die wahrscheinlich massenhaft versendeten Mails in englischer Sprache fordern zur Zahlung mehrerer Tausend US-Dollar auf. Im Text der Mail wird dem Empfänger gedroht, die gesamte Familie mit dem Corona-Virus anzustecken. 

Für den Schriftverkehr wird folgende E-Mail-Adresse vom Absender verwendet: chkmoreenld@outlook.com. Die Polizei weist daraufhin, dass es sich bei derartigen Drohmails um massenhaft anonym versendete nicht ernst zu nehmende Mails handelt. Es besteht, nach den aktuellen Ermittlungen, keine konkrete Gefährdung des Angeschriebenen oder seiner Familie. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen versuchter Erpressung aufgenommen.

Update, 11.24 Uhr - RKI: Fallzahlen um 4954 seit Vortag gestiegen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat seine Coronavirus-Fallzahlen aktualisiert. Demnach sind in Deutschland mit Stand 25. März (0 Uhr) insgesamt 36.508 Personen mit dem Virus infiziert. Das entspricht einem Plus von fast 5000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Laut dem RKI sind bisher 198 Deutsche an dem Virus gestorben.

Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts, informiert dreimal die Woche in einem Pressegespräch über die aktuelle Entwicklungen der Coronakrise.

Update, 11.02 Uhr - Brisante Stadtratssitzung in Traunstein wegen Corona abgesagt

Die Corona-Pandemie sorgt nun auch dafür, dass das wohl heißeste Eisen der Traunsteiner Lokalpolitik jetzt wieder von der Bildfläche verschwindet: Soll die Stadt mehrere Millionen Euro eines anonymen Spenders annehmen oder nicht - und zu welchen Bedingungen? Eigentlich sollte darüber am Donnerstag, 26. März, öffentlich in der Stadtratssitzung beraten werden, doch die Sitzung wurde wegen des grassierenden Coronavirus abgesagt.

Das Thema sorgte im Februar für viel Wirbel: Der anonyme Spender ist 81 Jahre alt und schwerkrank. Er will der Stadt mehrere Millionen schenken, und hofft auf die Zukunft der Stadt etwas Einfluss nehmen zu können. Die Annahme der Spende kristallisierte sich vor dem ersten Wahlgang als größter Streitpunkt in Traunstein heraus. Am Sonntag kommt es zur Stichwahl zwischen Amtsinhaber Kegel und seinem Herausforderer Christian Hümmer (UW/CSU). Die Stadtratssitzung hätte also zum Zünglein an der Waage werden können.

Update, 10.37 Uhr - Tourismus-Branche in Tirol in Aufruhr

Die Skitourismus-Branche in Tirol ist weiterhin in großer Aufruhr. Ihr droht möglicherweise ein nachhaltiger Imageschaden, der auch große finanzielle Verluste zur Folge haben könnte. Der Grund: Die Ermittlungen durch einen Staatsanwalt, nachdem das ZDF mit einer Medienanfrage an das Land Tirol herangetreten war. Der schwere Vorwurf: Hat ein Gastronomiebetrieb in Ischgl den positiven Corona-Test eines Mitarbeiters nicht wie vorgeschrieben den Gesundheitsbehörden gemeldet und wurden dadurch möglicherweise eine Vielzahl weiterer Personen aus dem In- und Ausland infiziert?

Dagegen wehrt sich nun der Tiroler Tourismusverband (TVB). Zu keinem Zeitpunkt sei dem Verband vor dem Fall in der Bar „Kitzloch“ nur irgendeine Infektion oder auch nur ein konkreter Verdacht dazu zu Ohren gekommen ."Eine tatsächliche Infizierung hätte nur der örtliche Arzt diagnostizieren können, wobei dieser ohnehin einer Meldepflicht untersteht", erklärte ein Sprecher.

Update, 10.02 Uhr - Bosch entwickelt Schnelltest

Der deutsche Technikkonzern Bosch hat einen Schnelltest entwickelt, der Anfang April auf den Markt kommen soll. Die Sensation: Bisher dauert ein Test 24 bis 48 Stunden – das Bosch-Gerät liefert nach 2,5 Stunden. Das teilte der Konzern am Donnerstag mit. Bosch-CEO Dr. Volkmar Denner: „Der COVID-19-Schnelltest von Bosch trägt dazu bei, die Ausbreitung der Pandemie einzudämmen und Infektionsketten schneller zu durchbrechen.”

Weil der Test direkt am Ort der klinischen Behandlung durchgeführt werden könne, würden Transportwege, die wertvolle Zeit kosten, entfallen. „Im Kampf gegen das Coronavirus ist Zeit einer der entscheidenden Faktoren”, betonte Denner. Bisher müssten Patienten ein bis zwei Tage auf ihre Testergebnisse warten.

So sieht der Bosch-Schnelltest aus.

Laut Bosch wurden mit der neuen Analyse in diversen Labortests mit SARS-CoV2 Ergebnisse mit einer Genauigkeit von über 95 Prozent erzielt. Der Schnelltest erfülle die Qualitätsstandards der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Update, 9.21 Uhr - Lebensmittelhandel: 700 Prozent mehr Klopapier verkauft

Die Gewinner der Corona-Krise sind die Hersteller von Toilettenpapier. Hamsterkäufe beim Hygieneartikel haben den Absatz massiv erhöht. Von Februar zum März 2020 sei eine Steigerung um 700 Prozent zu verzeichnen, sagte Christian Böttcher, Sprecher des Bundesverbands des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH), ohne genaue Zahlen zu nennen.

Update, 9.09 Uhr - Schutzmasken selber herstellen: So einfach geht's

Schutzmasken sind zurzeit sehr begehrt - zum Leid von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Freiwillige nähen jetzt selbst welche. Wem diese Masken helfen und wie Du Deine eigene Maske selbst herstellen kannst, liest Du hier.

Update, 8.53 Uhr - Corona lässt Milchpreise sinken

Die Corona-Krise führt zu Verwerfungen auf dem Milchmarkt. Während die Molkereien Mühe haben, die stark gestiegene Nachfrage in den Supermärkten zu bedienen, stottert der Export, das Geschäft mit der Gastronomie und gewerblichen Kunden ist weitgehend zum Erliegen gekommen. Auf die Milchbauern kommen deswegen sinkende Preise zu, obwohl die Bürger derzeit rekordverdächtige Mengen an Milch und Milchprodukten kaufen, wie in der Branche berichtet wird. 

"Wir haben eine extreme Änderung der Warenströme innerhalb sehr kurzer Zeit", sagte Hans-Jürgen Seufferlein, der Direktor des Verbands der Milcherzeuger Bayern. "Die Aufträge seitens des Lebensmitteleinzelhandels (im Inland) sind aktuell doppelt so hoch wie in einer “normalen” Woche um diese Zeit", sagte Oliver Bartelt, der Sprecher des Deutschen Milchkontors (DMK) in Bremen, der größten deutschen Molkereigenossenschaft. 

Die Kunden kaufen demnach vor allem haltbare Milch und Sahne sowie Butter und Käse. "Alle weiteren Segmente verzeichnen aber ebenfalls deutliche Anstiege - teilweise wird die dreifache Wochenmenge bestellt", sagte Bartelt. Die aktuelle Liefermenge bei DMK liegt demnach derzeit 40 Prozent über Durchschnitt. Doch die Gastronomie kauft deutschlandweit quasi nichts mehr, und der Verkauf ins Ausland ist derzeit ebenfalls sehr schwierig.

Update, 8.27 Uhr - Zahl der Coronavirus-Toten steigt in den USA auf über 1000

In den USA hat die Zahl der durch das Coronavirus ums Leben gekommenen Menschen am Mittwoch die Marke von 1000 überschritten. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins hervor. Demnach starben mittlerweile sogar mehr als 1030 Menschen an Covid-19. Mehr als 68.500 Infizierte wurden bestätigt. Nur China und Italien haben bislang mehr Infizierte registriert. 

New York ist die US-Stadt mit den meisten Opfern - hier wurden allein 280 Tote gezählt. Für das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum gelten weitreichende Ausgangssperren. Restaurants, Bars, Schulen, Museen und Broadwayshows sind geschlossen.

New York: Ein Fußgänger mit einer Mundschutzsmaske geht mit Regenschirm bei Regen auf der leeren Fifth Avenue während der Corona-Pandemie.

Update, 7.49 Uhr - Stadt München: Oktoberfestplanung laufen "wie gewohnt"

Die anhaltend kritische Situation durch die Corona-Pandemie wirkt sich auch auf Volksfeste und Märkte aus. Die traditionelle Maidult in München muss in diesem Jahr entfallen. Das Frühlingsfest auf der Theresienwiese wird ebenfalls nicht wie geplant stattfinden, kann aber verschoben werden.

Doch wie steht es um das Oktoberfest? In einer Pressemeldung der Stadt München hieß es am Mittwoch (25. März) ist zu lesen: "Die Vorbereitungen für das Stadtgründungsfest am 13. und 14. Juni sowie für das Oktoberfest laufen weiter wie gewohnt." Veranstaltungsabsagen würden auch hier zum spätestmöglichen Zeitpunkt erfolgen. Für das Oktoberfest wäre dies frühestens im Juni, vor Beginn der Aufbauarbeiten, zu erwarten.

Doch offenbar brodelt schon die Gerüchteküche in München, wie unser Partnerportal tz.de berichtet: "Wegen der Corona-Krise ist eine Absage oder ein Verbot des Oktoberfests im Moment die wahrscheinlichere Option, heißt es in Kreisen der Staatsregierung." Auch aus Rathauskreisen sei zu vernehmen, dass die Wiesn dieses Jahr auf der Kippe stehe.

Update, 7.11 Uhr - Fünf weitere Fälle im Kreis Altötting

Es wurden im Kreis Altötting fünf neue Corona-Fälle bestätigt, das teilte das Landratsamt um 7 Uhr auf seiner Homepage mit. Bislang wurden somit im Landkreis Altötting 69 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen.

Update, 6.46 Uhr - Bayerns Unis planen trotz Corona mit Sommersemesterstart am 20. April

Trotz der nicht ansatzweise kalkulierbaren Entwicklung in der Corona-Krise planen Bayerns Universitäten und Hochschulen mit einem Vorlesungsbeginn am 20. April. "Ein Ausfall des gesamten Sommersemesters ist für uns keine Option", sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Mittwoch in München. Das Coronavirus stelle jeden vor bislang unbekannte, große Herausforderungen. "Dennoch müssen wir in dieser Extremsituation einen möglichst kühlen Kopf bewahren und klug und verantwortungsvoll handeln. Unter den Hochschulen herrscht Konsens, dass das Sommersemester 2020 stattfinden soll."

LMU München

Der Freistaat und seine Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Technischen Hochschulen sowie Kunsthochschulen setzen daher alles daran, den Vorlesungsbetrieb im Sommersemester 2020 am 20. April 2020 starten zu können - wenn auch voraussichtlich unter veränderten Rahmenbedingungen. So würden die Online-Angebote täglich erweitert und alternative Lehrkonzepte entwickelt.

"Wir werden unsere Hochschulen nach Kräften dabei unterstützen, ihren Studentinnen und Studenten unter diesen außergewöhnlichen Umständen ein adäquates Studienangebot machen zu können. Oberste Priorität hat dabei selbstverständlich die Gesundheit", betonte Sibler.

Update, 6.30 Uhr - Zahl der Corona-Fälle in München in einer Woche verdreifacht

Die Zahl der Coronavirus-Infizierten in München ist wieder deutlich angestiegen. Laut Stadt wurden am heutigen Mittwoch (Stand: 13.30 Uhr) insgesamt 195 neue Fälle bestätigt. Damit sind in der bayerischen Landeshauptstadt aktuell insgesamt 1.576 Infektionen gemeldet.

Zum Vergleich: Vor einer Woche waren es 150 neue bestätigte Fälle.

Vorbericht

Bayern hat am Mittwoch ein neues Infektionsschutzgesetz beschlossen: Die bayerische Staatsregierung bekommt im Kampf gegen das Coronavirus noch weitreichendere Befugnisse. Sie kann nun einen "Gesundheitsnotstand" ausrufen und damit leichter medizinisches Material beschlagnahmen sowie direkt auf medizinisches und pflegerisches Personal zugreifen.

Die Abiturprüfungen sollen ungeachtet der Corona-Krise offenbar wie geplant stattfinden.

In München gab es den zweiten Toten, im Landkreis Altötting ist ein 85-jähriger Mann gestorben; der erste Corona-Tote im Landkreis. Auch der Landkreis Mühldorf beklagt sein erstes Todesopfer wegen Corona. Spanien hat inzwischen  - wie Italien - mehr Corona-tote zu beklagen als China. In Frankreich ist die Zahl der Corona-Toten am Mittwoch auf über 1.000 gestiegen.

Der Deutsche Fußball Verband hofft, die Bundesliga im Mai fortsetzen zu können, bisher gilt die Unterbrechung offiziell bis zum 2. April. Vorstellbar sind sogenannte "Geisterspiele" ohne Zuschauer. 

Der englische Thronfolger Prinz Charles wurde indessen positiv auf Corona gestestet. Seine Ehefrau Camilla wurde negativ getestet . Wo der ewige Prinz sich infizierte, ist nicht bekannt.

Im Landkreis Rosenheim hat das Corona-Testzentrum an der Loretowiese den Betrieb aufgenommen. Geplant sind dort aktuell etwa 80 Abstriche pro Tag.

Die Polizei in Bayern hat immer mehr mit der Unvernunft der Menschen zu kämpfen. Trotz weitreichender Informationen seitens der Behörden und der Medien versuchen einige Menschen, die verhängte Ausgangsbeschränkung soweit wie möglich auszureizen oder ignorieren die Vorgaben völlig. Zahlreiche Anzeigen folgten, wie z.B. im Allgäu, wo unvernünftige Wanderer und Skitourengeher in den Gipfelbereichen "dicht an dicht" standen. Auch Ilse Aigner appellierte an die Bürger: "Bitte bleiben Sie daheim!".

bcs/mw/mh/mz/dpa

Kommentare