NEWSTICKER ZUR CORONA-PANDEMIE

Polizei bittet: Bei Corona-Fragen NICHT den Notruf 110 wählen!

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Hilfsorganisationen bauen in der Region Zelte vor den Krankenhäusern auf, wie hier vor dem Romed-Klinikum Rosenheim.

Landkreis - Das Coronavirus breitet sich immer schneller aus. Am Donnerstag wurde der erste Todesfall im Landkreis Traunstein gemeldet. In Italien steigt die Zahl der Toten rapide, inzwischen sind dort mehr Menschen an Corona gestorben als in China. Die Entwicklungen am Freitag im News-Ticker:

CORONA - DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 100, Landkreis Traunstein 34, Landkreis Berchtesgadener Land 25, Landkreis Mühldorf 16, Landkreis Altötting 18
  • Bayern schließt alle Schulen und Kitas ab Montag (16. März) bis Ende der Osterferien
  • Bayern verhängt Ausgangsbeschränkung für 14 Tage
  • Mindestens 54 Todesopfer in Deutschland (20 in Bayern)
  • Erster Todesfall im Landkreis Traunstein am Donnerstag
  • Einreisestopp für Nicht-EU-Bürger in die EU
  • Öffentliches Leben in Bayern seit Dienstag massiv eingeschränkt
  • In Italien inzwischen mehr Corona-Tote als in China

Nützliche Links zum Thema Corona


19.54 Uhr: Bei Corona-Fragen nicht den Notruf 110 wählen!

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd hat eine dringende Bitte an die Bürger: Bei Corona-Fragen nicht den Notruf 110 wählen!

Im Zuge der jüngsten Entwicklungen – gerade nach der heutigen Veröffentlichung der vorläufigen Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie – meldeten sich zahllose Bürgerinnen und Bürger unter der Notrufnummer 110 in der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums. 

Zumeist wurden dabei allgemeine Fragen zum Thema Corona-Virus oder aber zur Auslegung der verfügten Ausgangsbeschränkung gestellt. Dies begründet keine Notfälle, um die 110 zu wählen!

Update, 18.43 Uhr: Sieben weitere Todesfälle in Bayern - jetzt 20 Tote

Das Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gab am Abend bekannt, dass in Bayern sieben weitere Menschen an dem Coronavirus gestorben sind. Insgesamt sind damit 20 Menschen wegen einer Corona-Infektion im Freistaat gestorben. 

Die Pressemitteilung im Wortlaut 

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Freitag über sieben weitere bestätigte Coronavirus-Todesfälle in Bayern informiert. Bei den Verstorbenen handelt es sich nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) um je einen Patienten aus den Landkreisen Starnberg, Wunsiedel und Tirschenreuth. Außerdem wurden weitere vier Todesfälle aus Würzburg gemeldet. Damit gibt es in Bayern derzeit insgesamt 20 Coronavirus-Todesfälle.

Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Update, 18.31 Uhr: Zelte vor Kliniken in der Region aufgebaut

Hilfsorganisationen bauen in der Region Zelte vor den Krankenhäusern auf. Die Zelte werden vor den Eingängen der Klinken errichtet, um im Bedarfsfall ankommende Patienten zu "screenen". Die Schnell-Einsatz-Gruppe der Malteser baute vor der Romed-Klink in Rosenheim ein Zelt auf. Das Technische Hilfswerk Rosenheim errichtete ein Zelt vor dem Klinikum in Wasserburg, was für etwas Aufregung unter der Bevölkerung sorgte.

Update, 18.01 Uhr. Die Verfügung zur Ausgangsbeschränkung zum nachlesen

Ministerpräsident hat die Verfügung des Freistaats Bayern zur Ausgangsbeschränkung auf seinem Twitter-Account veröffentlicht:

Update, 17.32 Uhr: BRK Mühldorf braucht dringend Verstärkung

Die Pressemitteilung im Wortlaut 

Helferaufruf des BRK Kreisverbandes Mühldorf:

Es ist uns wichtig für die Bevölkerung die bestmöglichste Versorgung zu gewährleisten - und wir haben in einer noch offenen Situation lieber eine helfende Hand zu viel als zu wenig.

Ihr habt Erfahrung mit Sanitätsdiensten der Bereitschaften? Vielleicht warst Du schon durch den Bundesfreiwilligendienst bei uns tätig? Du hast eine medizinische Grundausbildung durch eine ehrenamtliche Tätigkeit? Du bist ehemaliger Zivildienstleistender? Setz Dich mit uns in Verbindung!

Schreib uns eine Mail mit Informationen über Deine Kenntnisse, Qualifikationen und Kontaktmöglichkeiten. 

Email: info@kvmuehldorf.brk.de

Wir wollen miteinander das tun, was wir am besten können – Menschen helfen! Auch wir bitten Euch nochmal eindringlich: Wir müssen raus – bleibt’s Ihr bitte Zuhause! Bleibt‘s gesund! 

Euer Team vom BRK Kreisverband Mühldorf

Pressemitteilung BRK Kreisverband Mühldorf

Update, 16.33 Uhr: Landkreis Traunstein - Acht neue bestätigte Corona-Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein gibt es aktuell (20.03.2020, 15:00 Uhr) acht weitere bestätigte Corona-Fälle.

Hierbei handelt es sich um sechs erwachsene Frauen und zwei erwachsene Männer. Drei Personen haben sich im „Familienkreis“ angesteckt. Die anderen Personen haben sich unabhängig voneinander infiziert. Alle acht Personen werden bereits medizinisch behandelt. Die Personen sind klinisch stabil und befinden sich in häuslicher Isolation. Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Insgesamt liegen damit im Landkreis Traunstein aktuell 34 bestätigte Fälle vor.

Update, 16.11 Uhr: Landkreis Mühldorf - keine Neuinfektionen

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es am Freitag, dem 20. März, keinen neuen bestätigten Corona-Fall (Stand: 20. März 2020, 16.00 Uhr).

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 16 bestätigte Fälle vor.

Update, 16.10 Uhr: Weitere Coronavirus-Infektionen im Landkreis Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es mittlerweile insgesamt 25 bestätigte Coronafälle im Landkreis Berchtesgadener Land gibt. Die infizierten Personen sowie 223 direkte Kontaktpersonen befinden sich in häuslicher Quarantäne und stehen im täglichen Kontakt mit dem Gesundheitsamt.

Update, 15.45 Uhr: Ausgangsbeschränkung wegen Corona - Was jetzt erlaubt ist und was nicht

Die Stadt Rosenheim informiert in einer Pressemitteilung, was nun im Rahmen der Ausgangssperre erlaubt ist und was nicht. Bitte informiert euch und haltet euch daran! Bei Missachtung drohen hohe Strafen, die Polizei wird die Ausgangssperre kontrollieren.

Update, 15.37 Uhr: Informationen zu den Grenzübergängen nach Österreich

Der Grenzübertritt an der Landesgrenze zu Österreich ist nur noch an bestimmten Stellen möglich - das Innenministerium veröffentlichte jetzt eine Liste. Wir versorgen Euch mit dem Überblick und allen Infos.

Update, 15.06 Uhr: Erleichterung in der Stadt Laufen

Die Grenzbrücke Laufen bleibt vorerst für den notwendigsten Pendlerverkehr geöffnet, wie die Stadt Laufen in einer Pressemitteilung bekannt gab:

Update, 14.33 Uhr: Zahlreiche Polizeieinsätze wegen Corona

Das Cortonavirus beschäftigt auch die Polizei. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd meldet bereits über 2.000 Einsätze in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie.Erfreulicherweise zeigte sich der überwiegende Teil der Personen sehr kooperativ und verständnisvoll und befolgte sofort die Anweisungen der Polizei. Teilweise war bei den Gesprächen und Diskussionen aber auch viel Überzeugungsarbeit notwendig, um die Menschen zu sensibilisieren, so die Polizei.

Update, 13.57 Uhr - Mehr Einschränkungen für Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime

Im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus schränkt Bayern die Besuchsregeln für Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime weiter ein. Die Besuche würden jetzt weitgehend untersagt, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Freitag in München. 

Es solle aber weiter möglich sein, dass sich etwa die Familie von einem Sterbenden verabschiedet oder dass ein Vater bei der Geburt seines Kindes dabei sein könne.

"Sie können weiter zur Arbeit gehen, Sie können weiter zum Einkaufen gehen, Sie können weiter zum Arzt gehen", erläuterte Huml. "Aber alles, was nicht dringend nötig ist wird eingeschränkt." 

Auch bei Spaziergängen an der frischen Luft sollen Familien zusammenbleiben können, die eh zusammenleben. Aber weitergehende Menschenansammlungen seien tabu. Das Ganze gelte zunächst für 14 Tage. Die Maßnahme sei eine, "die jeder mitmachen kann und die jeder mitmachen muss", sagte sie. "Das ist alles nicht einfach, dessen sind wir uns (..) bewusst."

Sie könne nicht versprechen, dass die Maßnahmen helfen, die Ausbreitung des Virus zu unterbinden. Doch die Staatsregierung tue alles, was in ihrer Macht stehe. "Aber wir müssen alle mithelfen."

Update, 13.44 Uhr - Vereine aus der Region bieten ihre Hilfe an

Der Trainings- und Spielbetrieb ruht während der Coronavirus-Krise. Die Vereine nutzen die freie Zeit und bieten ihre Hilfe für Menschen aus Risikogruppen an. helfen der SV Schwindegg, der SV Prutting und die Wasserburger Löwen älteren Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen oder chronischen Krankheiten 

Update, 13.30 Uhr - Auch Saarland will Ausgangsbeschränkung erlassen

Das Saarland will im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus es Bayern gleich tun und Gaststätten schließen und auch eine Ausgangsbeschränkung erlassen. Das werde Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) noch am Freitag dem Kabinett zum Beschluss vorschlagen, teilte die Staatskanzlei in Saarbrücken mit.

Update, 13.15 Uhr - Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer zur Ausgangsbeschränkung

Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer nimmt zur soeben von Ministerpräsident Söder angekündigten landesweiten Ausgangsbeschränkung wie folgt Stellung:

„Ich begrüße die von Ministerpräsident Söder angekündigte Ausgangsbeschränkung ausdrücklich. Auch das Rosenheimer Gesundheitsamt hat heute bereits eine solche Empfehlung abgegeben. Schon wegen der Nähe zum Nachbarland Tirol, das seinerseits die Quarantäne verhängt hat, ist diese Maßnahme sicherlich nützlich, um die weitere Verbreitung des Coronavirus soweit wie möglich abzubremsen. Zudem hat es in den letzten Tagen leider auch in unserer Region unvernünftige Menschen gegeben, die sich in Gruppen in der Öffentlichkeit getroffen oder sogar Grillpartys an öffentlichen Plätzen abgehalten haben.

Die Einschnitte durch eine Ausgangsbeschränkung für die Freiheit und Mobilität der Menschen sind hart. Angesichts einer in der Geschichte beispiellosen Gefährdungslage bitte ich aber alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt um ihr Verständnis. Mein Appell an alle: Bitte halten Sie die Ausgangsbeschränkung ein. Es muss jetzt darum gehen, gerade die älteren Menschen und gesundheitlich Vorgeschädigte so gut es geht zu schützen. Das ist jetzt ein Akt notwendiger Solidarität und Nächstenliebe.“

Update, 13.03 Uhr - Verdoppelung der Coronavirus-Fälle weltweit in nur zwölf Tagen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die rasante Ausbreitung des neuen Coronavirus Sars-CoV-2 am Freitag mit Zahlen veranschaulicht. Es habe etwa drei Monate gedauert, bis die ersten 100 000 nachgewiesenen Fälle bekannt waren, sagte ein WHO-Sprecher in Genf. 

Die zweiten 100 000 Fälle seien innerhalb von zwölf Tagen erreicht worden. Wie sich die Zahlen angesichts der teils drastischen Bewegungseinschränkungen in vielen Ländern weiter entwickeln, sei schwer vorherzusagen.

Die Johns Hopkins-Universität in den USA zeigte in ihren Tabellen am Freitag 245 000 nachgewiesene Fälle weltweit und mehr als 10 000 Tote. Die WHO hatte ihre eigenen Zahlen vom Donnerstag (knapp 210 000 Fälle und fast 9000 Tote), bis Freitagmittag nicht aktualisiert.

Update, 12.29 Uhr - Bayern verhängt Ausgangsbeschränkung

Zur Eindämmung des Coronavirus gelten in ganz Bayern ab Samstag weitreichende Ausgangsbeschränkungen. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist dann nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. 

Dazu zählen unter anderem der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arzt- und Apothekenbesuche, Hilfe für andere, Besuche von Lebenspartnern, aber auch Sport und Bewegung an der frischen Luft - dies aber nur alleine oder mit den Personen, mit denen man zusammenlebt. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Freitag in einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz an.

Zudem kündigte Söder an, das alle Bundesländer ab Mitternacht alle Gastronomiebetriebe schließen. Es werde zunächst für die nächsten 14 Tage nur noch "to go, Drive-in und Lieferungen" geben, sagte er. "Auch alle anderen Bundesländer wollen das umsetzen." Auch Friseure, Bau- und Gartenmärkte müssen laut Söder nun geschlossen bleiben.

"Wir sperren Bayern nicht zu, wir sperren Bayern nicht ein", sagte der Ministerpräsident weiter. Aber man fahre das öffentliche Leben in Bayern nahezu vollständig herunter. Dies sei nach Meinung aller Experten die einzige Möglichkeit, um die Ausbreitung des Virus zu verlangen.

Für die Vernünftigen ändere sich nun gar nicht so viel, sagte Söder. Aber für die Unvernünftigen gebe es nun ein genaues Regelwerk.

Söder greift im Kampf gegen die Corona-Krise damit zum bisher weitreichendsten Mittel. Am Donnerstag hatte er bereits mit einer - noch weitergehenden - "Ausgangssperre" für den ganzen Freistaat gedroht, wenn sich die Menschen in Bayern nicht an bereits geltende Beschränkungen und Auflagen halten: "Wenn sich viele Menschen nicht freiwillig beschränken, dann bleibt am Ende nur die bayernweite Ausgangssperre als einziges Instrumentarium", hatte er gesagt.

Eine Ausgangssperre gilt seit Mittwoch bereits für eine Gemeinde in der Oberpfalz und seit Donnerstag für zwei Gemeinden in Oberfranken, und zwar jeweils wegen schnell und stark steigender Corona-Zahlen.

Die Zahl der Infizierten in Bayern sei seit Donnerstag um mehr als 35 Prozent oder 817 Fälle gestiegen, die Zahl der Toten sogar um 50 Prozent auf 15, sagte Söder. Die Infektionsketten seien praktisch nicht mehr nachvollziehbar.

Update, 12.10 Uhr - 825 weitere Infektionen in Bayern

In Bayern haben sich weitere 825 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit Sitz in Erlangen am Freitag auf seiner Homepage mit. Insgesamt gibt es im Freistaat damit mindestens 3.107 Menschen, die positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden.

Darin eingerechnet sind unter anderem die ersten 14 Infizierten, die allesamt mit dem Autozulieferer Webasto aus Gauting-Stockdorf in der Nähe Münchens in Zusammenhang standen. 15 Menschen mit Coronavirus-Infektion starben nach Angaben des Gesundheitsministeriums bislang in Bayern.

Update, 11.38 Uhr - Teststation in Mühldorf

Auf dem Mitarbeiterparkplatz des Landratsamtes Mühldorf wurde eine Coronavirus-Teststation eingerichtet. Dort werden Verdachtsfälle getestet. 

Kontaktpersonen von Infizierten können ab sofort auf Weisung des Gesundheitsamtes mit dem Auto zum dafür neu eingerichteten Corona-Abstrichzentrum fahren und sich testen lassen. Getestet werden nur angemeldete Personen.

Coronavirus-Tests in Mühldorf am 20. März

 © fib/Eß
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Eine Sicherheitsfirma regelt vor Ort den Verkehr und beaufsichtigt die Einfahrtsgenehmigungen. Zwei Personen mit Schutzausrüstung nehmen den Abstrich vor.

Update, 11.14 Uhr - Österreich verlängert Ausgangssperre

Österreich verlängert seine strikten Maßnahmen (Ausgangssperre) im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus bis mindestens Ostermontag, 13. April. Das verkündete Bundeskanzler Kurz auf einer Pressekonferenz am Freitagvormittag. Im gleichen Atemzug dankte er allen Bürgern: "Halten Sie durch!"

Update, 11.10 Uhr - Restaurantkette Vapiano insolvent

Die Restaurantkette Vapiano ist zahlungsunfähig. "Aufgrund des drastischen Umsatz- und Einnahmenrückgangs ist zum heutigen Tag der Insolvenzgrund der Zahlungsunfähigkeit für die Vapiano SE eingetreten", teilte das Unternehmen am Freitag in Köln mit.

Der Schriftzug der Restaurantkette Vapiano hängt über einer Filiale. Die bereits vor der Coronavirus-Krise angeschlagene Restaurantkette Vapiano leidet unter den Folgen der angeordneten Lokalschließungen in vielen Ländern.

Die Vapiano SE verzeichnete wegen der aktuellen COVID-19 Krise weitere drastische Umsatzeinbußen.

In Deutschland sind seit gestern Abend bundesweit alle 55 durch den Vapiano-Konzern betriebenen Restaurants auf unbestimmte Zeit geschlossen. Weltweit gibt es mehr als 230 Restaurants. Nahezu alle bleiben derweil geschlossen. 

Update, 11 Uhr - Stichwahl in Traunstein reine Briefwahl

Die Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters der Großen Kreisstadt Traunstein am Sonntag, 29. März, wird aufgrund der Corona-Krise als reine Briefwahl durchgeführt.

Update, 10.40 Uhr - Weitere Beschränkungen in Bayern? - Söder lädt zu Pressekonferenz

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus stehen in Bayern möglicherweise weitere Beschränkungen und Auflagen kurz bevor. Die Staatskanzlei in München lud am Freitag kurzfristig zu einer Pressekonferenz um 12.30 Uhr ein, unter anderem mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Aus Regierungskreisen hieß es am Freitagmorgen, es liefen intensive Gespräche Söders unter anderem mit seinem Kabinett, dem Corona-Krisenstab und Kommunalpolitikern. Diese Gespräche hätten bis tief in die Nacht hinein gedauert und seien am Morgen weitergegangen.

Welche Maßnahmen Söder verkünden würde, war zunächst unklar. Er hatte am Donnerstag aber konkret mit einer Ausgangssperre für den ganzen Freistaat gedroht, wenn sich die Menschen in Bayern nicht an bereits geltende Beschränkungen und Auflagen halten.

Update, 10.18 Uhr - RKI informiert

Das Robert-Koch-Institut informiert auch am Freitag über den aktuellen Stand der Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland. "Wir stehen am Anfang einer Epidemie", stellte das Robert-Koch-Institut auf der heutigen Pressekonferenz klar. Am Tag werden etwa 160.000 Test durchgeführt, heißt es. 

Die Altersgruppe zwischen 30-50-Jährigen sei aktuell am schlimmsten betroffen. Allerdings seien laut RKI die "Jüngsten" im Bezug auf die Umsetzung der notwendigen Maßnahmen "am Unvernünftigsten". Das RKI geht allerdings derzeit auch davon aus, dass mindestens 1.000 Personen in Deutschland das Coronavirus bereits überstanden haben.

Dennoch appelliert der RKI-Präsident Lothar Wieler an die Vernunft der Menschen: "Für alle, die glauben das Coronavirus sei nur Panikmache, dem sage ich: Öffnet endlich die Augen!"

Nach Einschätzungen des RKI sei die "normale" Grippe nicht mit dem Coronavirus. 

Update, 9.42 Uhr - 18 bestätigte SARS-CoV-2-Infektionen im Lkr. Altötting

Im Landkreis Altötting wurden mittlerweile 18 SARS-CoV-2-Infektionen nachgewiesen. Dies teilt das Landratsamt auf seiner Homepage mit. 

Damit ist die Zahl der Corona-Fälle im Raum Altötting gegenüber der letzten Pressemitteilung des Landratsamtes um weitere sieben Personen gestiegen. 

Bei den positiv getesteten Personen handelt es sich unter anderen um einen 65-Jährigen aus Kirchweidach, einen 51-Jährigen aus Reischach, eine 38-Jährige aus Marktl, einen 49-Jährigen aus Burghausen, einen 32-Jährigen aus Burghausen, eine 57-Jährige aus Feichten, eine 61-Jährige aus Burghausen, eine 54-Jährige aus Burghausen, eine 45-jährige Halsbacherin Halsbach, eine 29-jährige Kastlerin und eine 17-jährige Tüßlingerin. Dies bestätigte Markus Huber, Sprecher des Landratsamtes Altötting, gegenüber innsalzach24.de.

Zwei weitere Personen wurden ebenfalls im Raum Altötting positiv auf das Virus getestet, wohnen aber nicht im Landkreis. 

Update, 9 Uhr - Monika Gruber: "Leid, wos is los mit eich?"

Immer mehr Promis melden sich unter dem #stayathome bzw. #bleibtzuhause zum Thema Coronavirus zu Wort und appellieren an ihre Fans, doch bitte die Maßnahmen der Regierung und Experten umzusetzen.

Diesem Appell hat sich nun auch Kult-Komikerin Monika Gruber angeschlossen: In einem Instagram-Video schildert sie ihre Eindrücke von der Situation. "Am Anfang habe ich mich noch ein wenig lustig gemacht, weil ich gedacht habe, diese ganze Hysterie: Dann heißt das Virus auch noch wie ein Bier - Gott sei dank nicht Augustiner... wir haben es den Chinesen zu verdanken, die alles fressen, was Haxen hat, außer Möbel..."

Doch dann war Monika Grube auf einem Sprachkurs in Florenz. Dies veranlasste sie, deutlich anders über die Corona-Krise zu denken und stellt sich die Frage: "Leid, wos is los mit eich?" Monika Gruber spricht über "unsolidarische, egoistische Ars..." und "Latte Macchiato-Mütter."

Vielen dürfte Monika Gruber hier aus der Seele sprechen. 

Update, 8.25 Uhr - Gerüchte um Oktoberfest-Absage

Nachdem alle Starkbier- und viele Frühlingsfeste bereits abgesagt wurden, machen auch erste Gerüchte um eine mögliche Absage des Oktoberfestes die Runde. 

Derzeit stehen "Corona-Zelte" auf der Theresienwiese. Ob die Wiesn 2020 wirklich stattfinden kann, weiß im Augenblick niemand. Die Entscheidung werde erst in ein paar Monaten fallen, heißt es von Seiten der Stadt. Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner sagte gegenüber unserem Partnerportal tz.de: "Die Abteilungen arbeiten im Regelbetrieb an der Vorbereitung, allerdings eingeschränkt. Ich gehe aber weiter davon aus, dass die Wiesn stattfinden wird."

Wirtesprecher Christian Schottenhamel macht sich aktuell noch wenig Sorgen: "Bis jetzt ist nur eine Reservierung storniert worden - wir sind schon jetzt fast ausverkauft.München ohne die Wiesn? Das wäre ein absolutes Schreckensszenario, über das ich aktuell noch gar nicht nachdenken möchte.“

In Regierungskreisen dementierte man am Donnerstag einen Absage-Plan.

Update, 07.41 Uhr - Europa demonstriert Einigkeit

Auf Initiative des niederländischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks haben europäische Radiosender beschlossen, am kommenden Freitag um 8.45 Uhr das Lied "You'll Never Walk Alone" von Gerry and the Pacemakers zu spielen.

In Zeit der Krise möchte Europa Einigkeit und Zusammenhalt demonstrieren. "Dinge wie diese Krise gehen einfach über die Grenzen der Radiokanäle hinaus. Deshalb dachte ich: Warum spielen nicht alle Radiosendungen am Morgen das gleiche Lied zur gleichen Zeit? 'You'll Never Walk Alone' wäre unsere Wahl, denn es könnte zu denen sprechen, die im Moment eine unglaubliche Arbeit im Gesundheitswesen leisten, die krank sind oder die ihr Haus für eine Weile nicht verlassen können", erläutert der initiierende Radiomoderator Sander Hoogendoorn.

Neben Radiosendern machen ebenfalls einige TV-Formate mit. So zum Beispiel auch das SAT.1-Frühstücksfernsehen. 

Update, 07.14 Uhr - Bistümer übertragen Gottesdienste im Internet

Weil keine Gottesdienste mehr wegen der Corona-Krise stattfinden dürfen, bieten die Kirchen in Hessen kreative Angebote für Gläubige. Ob Live-Übertragungen von Gottesdiensten, Gebetswünsche online oder via Telefon, Facebook-Gruppen, Kerzenentzünden oder Messen übers Telefon - überall ergeben sich gerade neue Möglichkeiten zum gemeinsamen Innehalten. 

So werden in einigen Gemeinden die Gläubigen um 12 Uhr über das Geläut der Kirchenglocken zum gemeinsamen Gebet eingeladen, sowohl seitens der evangelischen als auch der katholischen Kirchen.

Zwar halten viele Kirchen ihre Türen trotz Corona offen, jedoch nicht für Gottesdienste, sondern für das stille Gebet oder für seelsorgerische Einzelgespräche. Die Einschnitte wegen des Coronavirus treffen die Kirchen hart: Öffentliche Gottesdienste sind verboten.

Auch das Bistum Limburg zelebriert nun online die heilige Messe. Täglich um 18 Uhr gibt es einen Gottesdienst aus der Limburger Bischofskapelle, sonntags um 10 Uhr via Livestream, auf YouTube oder über Facebook. Alle Messen werden im Anschluss auf dem YouTube-Kanal des Bistums veröffentlicht. Texte und Gesänge aus den Gottesdiensten sind ebenfalls über die Homepage abrufbar.

In der Dompfarrei St. Bartholomäus wie auch in anderen Pfarreien erklingen nach Angaben des Bistums Limburg jeden Abend um 19.30 Uhr für fünf Minuten die Kirchenglocken. Wer mag, kann dann eine Kerze ins Fenster stellen und ein Gebet sprechen.

UPDATE, 6.41 Uhr - Aktuelle Zahlen

Gestern Abend erreichte uns eine beängstigende Nachricht aus Italien. Insgesamt trauert das Land bereits um 3.405 Menschen, welche dem Coronavirus zum Opfer fielen. 
Damit sind in Italien jetzt mehr Menschen an Corona gestorben als in China.

In Deutschland gibt es mittlerweile über 15.000 an Sars-CoV-2 infizierte Personen - über 2.500 in Bayern. In Deutschland mussten bislang 46 Menschen an COVID-19 sterben. 105 Personen gelten in Deutschland als genesen. 

Während die Zahlen in China laut Staatsfernsehen bereits rückläufig sind, stehen wir in Europa wohl erst am Anfang der Pandemie. 

UPDATE, 6.22 Uhr - Corona-Partys: Das droht Unbelehrbaren

Das Bayerisches Staatsministerium der Justiz hat nun via Aussendung betont: Corona-Partys sind strafbar. "Wer z.B. jetzt Corona-Partys feiert oder gegen eine vom Gesundheitsamt angeordnete Quarantäne verstößt, macht sich nach dem Infektionsschutzgesetz strafbar", lautet es wörtlich. Hier werden alle relevanten Fragen zu diesem Thema beantwortet.

UPDATE 5.40 Uhr - Die Not der Tafeln

Auch die Tafeln in der Region kämpfen mit den Auswirkungen der Coronakrise. Diejenigen, die noch geöffnet haben klagen darüber, dass sie wegen der Hamsterkäufe kaum noch ausreichend Versorgung anbieten können und erbitten verzweifelt Hilfe aus allen Ecken.

5.03 Uhr: Appell des BRK in den sozialen Medien

Mitarbeiter des Bayerischen Roten Kreuzes appellieren  auf Facebook an die Menschen: 

Bitte bleibt daheim!

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