Newsticker zur Corona-Pandemie

Bayreuther Festspiele abgesagt - Bayern baut Testkapazitäten aus

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Coronavirus - Ministerpräsident besucht Corona-Drive-In

Landkreis/München - Das Coronavirus hat die Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff. Seit mehr alt 10 Tagen gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Mittwoch, 1. April, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 1.033, Landkreis Traunstein 315, Landkreis Berchtesgadener Land 108, Landkreis Mühldorf 180, Landkreis Altötting 176
  • Mindestens 732 Todesopfer in Deutschland (225 in Bayern)
  • Bereits Todesfälle in Kreisen Traunstein, Rosenheim, Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land
  • Bayern verlängert Ausgangsbeschränkung (vorerst bis 19. April)
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

20.48 Uhr - Corona-Regeln missachtet: Boateng mit Geldstrafe belegt

Ex-Weltmeister Jérôme Boateng ist vom FC Bayern München mit einer Geldstrafe belegt worden. Der Club bestrafte den Verteidiger, weil er sich trotz der geltenden Corona-Ausgangsbeschränkungen von seinem Wohnort entfernt hatte.


Wie der deutsche Fußball-Rekordmeister am mitteilte, habe der 31-Jährige am Dienstag ohne Genehmigung des Vereins München verlassen. Über die Höhe der Geldstrafe ist nichts bekannt.

"Mit dieser Entfernung von seinem Wohnort handelte Boateng den Vorgaben des Vereins zuwider. Diese Vorgaben regeln die Verhaltensweisen der Spieler des FC Bayern in der aktuellen Situation in Einklang mit den Vorgaben zur Ausgangsbeschränkung der Bayerischen Staatsregierung und den Empfehlungen der Gesundheitsämter", hieß es in der Vereinsmitteilung. Der FC Bayern sehe sich hier in einer Vorbildrolle. "Als Konsequenz für diese Zuwiderhandlung hat der Verein entschieden, Boateng mit einer Geldstrafe zu belegen", hieß es. Die Summe wird der Verein Münchner Krankenhäusern spenden.

Boateng kann die Strafe nicht verstehen. Er akzeptiere jede Strafe der Welt, wenn sie berechtigt sei, sagte er der "Bild". "Und ich weiß, dass es sicherlich ein Fehler war, den Verein nicht über meine Fahrt zu informieren, aber in dem Moment hatte ich nur meinen Sohn in Kopf. Ihm ging es gesundheitlich nicht gut", sagte der Ex-Nationalspieler. "Wenn ein Sohn seinen Vater ruft, dann fahre ich natürlich noch los, egal zu welcher Uhrzeit! Für ihn nehme ich jede Strafe in Kauf, das ist schließlich mein Sohn. Ich möchte den Vater sehen, der in so einem Moment nicht losfährt, um an der Seite seines vierjährigen Sohnes zu sein. Wenn es dafür dann eine Strafe gibt, dann Respekt. Ich finde das traurig."

dpa

19.45 Uhr - Bayreuther Festspiele abgesagt

Die Bayreuther Festspiele fallen wegen der Corona-Krise dieses Jahr aus, berichtet die Süddeutsche. Seit 1951 wird in Bayreuth jährlich gespielt. Seitdem die Festspiele nach dem zweiten Weltkrieg wiedereröffneten, werden sie nun erstmalig nicht stattfinden.

Update, 19.30 Uhr - Bayern baut hat Testkapazitäten aus

Bayern hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie die Testkapazitäten massiv ausgebaut. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Mittwoch hingewiesen. Huml betonte: "Unser Ziel ist es, möglichst rasch Klarheit bei Verdachtsfällen zu bekommen. Dies ist sehr wichtig, um weitere Infektionen einzudämmen. Deshalb freue ich mich, dass die bayernweite Testkapazität sogar auf circa 13.000 Tests pro Tag steigen kann."

Davon entfallen rund 11.000 Tests auf Privatlabore, rund 2.000 auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Voraussetzung ist, dass genügend Probenmaterial zur Verfügung steht.

Die Ministerin verwies darauf, dass es in Bayern nach Angaben des LGL bereits mehr als 110.000 Testungen gab. Davon waren rund 8,7 Prozent positiv.

Huml erläuterte: "Bayern verfolgt die Strategie, die Laborkapazitäten gezielt zur Testung von begründeten Verdachtsfällen und engen Kontaktpersonen einzusetzen. Bevorzugt getestet werden sollen vor allem Personen aus der Gesundheitsversorgung und der Pflege."

Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Update, 18.30 Uhr - Molkerei spendet Desinfektionsmittel und Schutzkleidung

Überall in Bayern, so auch im Berchtesgadener Land, wird Schutzkleidung in Kliniken, Arztpraxen und Alten- und Pflegeheimen, aber auch bei den ambulanten Pflegediensten immer knapper, so dass manche Arztpraxis keine Corona-Infektionsabstriche mehr durchführen konnte. Die Molkerei Berchtesgadener Land hält für Betriebsführungen Schutzmäntel, Hauben und auch Händedesinfektion vor. Da diese bis auf weiteres alle abgesagt wurden, ist nun Material zur Verfügung, das von der örtlichen Feuerwehr abgeholt und unbürokratisch an Landrat Georg Grabner als Spende übergeben wurde.

Es ging ganz schnell und unbürokratisch: Seit Wochen und auch bis auf weiteres sind die bei Schulklassen und Verbrauchergruppen sehr beliebten Betriebsführungen in der Molkerei Berchtesgadener Land abgesagt. Dabei setzen Führungen in der Molkerei voraus, dass die Besucher entsprechende Hygieneregeln einhalten und Schutzkleidung tragen müssen. Da die für Führungen vorrätigen Einmal-Mäntel, -Hauben und Händedesinfektion nun nicht benötigt werden, kam in der Molkerei die Idee auf, diese dem Landkreis, der einen entsprechenden Aufruf gestartet hatte, kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Ein Anruf von Lorenz Engljähringer, Qualitätsmanager in der Molkerei, im Landratsamt genügte und dann wurde ganz schnell gehandelt: Sandra Huber, als örtliche Einsatzleiterin in der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) im Landratsamt zuständig für die in der aktuellen Situation mit dem Coronavirus nötige Logistik, schickte die freiwillige Feuerwehr nach Piding zur Molkerei. Dort wurden 4.700 Einmal-Mäntel, rund 1.000 Hauben und 250 Liter Händedesinfektion eingeladen und zum Landratsamt nach Bad Reichenhall transportiert. Vor Ort wird das Schutzmaterial nun nach Dringlichkeit an Alten- und Pflegeheime, ambulante Pflegedienste, Arztpraxen und Kreiskliniken verteilt.

Landrat Grabner bedankte sich persönlich – aber mit Abstand, bei Engljähringer. Er freue sich sehr über die unbürokratische Hilfe. Das zeige einmal mehr die große Hilfsbereitschaft und den Zusammenhalt im Landkreis, besonders in Krisenzeiten, so Landrat Georg Grabner.

Pressemeldung LRA Berchtesgadener Land

Update, 18 Uhr - Dr. Hierl: „Nehmen Sie die Situation bitte sehr ernst!“

Im Rahmen der Pressekonferenz am Mittag appellierten Gesundheitsamtsleiter Dr. Wolfgang Hierl und Kreisbrandrat Richard Schrank noch einmal an die Vernunft der Menschen, sich an die geltenden Ausgangsbeschränkungen und Kontaktsperren zu halten. „Überlaufene Wanderwege und Seen sind in der aktuellen Lage in keinster Weise dienlich. Bitte bleiben Sie zuhause, auch wenn das Wetter sehr schön wird“, sagte Schrank im Hinblick auf das kommende Wochenende. Dr. Hierl ergänzte, dass aktuell kein Anlass zur Entwarnung bestehe: „Nehmen Sie die Situation bitte sehr ernst. Die Zahl der Personen, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen, ist nicht so gering.“ Zudem sei das Virus inzwischen auch medizinischen Einrichtungen und Pflegeheimen angekommen. „Dies stellt uns natürlich vor besondere Herausforderungen, zum einen wegen des Infektionsschutzes und zum anderen, um die Einrichtung betriebsfähig zu halten“, sagte Hierl. Immerhin hatte Dr. Hierl auch gute Nachrichten für den „Corona-Hotspot“ Rosenheim. Dieser soll zeitnah mit zusätzlichem Personal ausgestattet werden. „Wir halten dies für dringend notwendig, um vor allem die Kontaktnachverfolgung zuverlässig durchführen zu können“, hieß es abschließend.

Update, 17.30 Uhr - Zahlen aus Landkreis Altötting

Bislang wurden im Landkreis Altötting 176 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen. Das sind 25 mehr als am Vortag.

Update, 17.17 Uhr - Angela Merkel zur Verlängerung der Maßnahmen

Mindestens bis zum Ende der Osterferien sollen die bundesweiten Kontaktbeschränkungen verlängert werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel machte einem Bild-Bericht nach klar, dass es noch viel zu früh sei, über ein Ende der Maßnahmen nachzudenken. Auch über Ostern sollen deswegen die Bürger von Besuchen bei Familie und Freunden absehen. "Eine Pandemie kennt keine Feiertage", stellte Merkel klar. 

Ostern wird also für viele Deutsche dieses Jahr ins Wasser fallen, oder zumindest ohne die Familie stattfinden müssen. 

Update, 17 Uhr - Söder im Pressestatement

Ministerpräsident Söder wendet sich beim Pressegespräch erneut an den Freistaat. Besonders die Ansteckungen in den Altenheimen habe ihn beschäftigt. "Wir wollen für jede dieser Einrichtungen einen Hygienecheck machen“, so Söder.

Aus aktuellem Anlass adressierte er auch den ersten April. „Ich finde Aprilscherze immer lustig, aber bitte nicht im Zusammenhang mit Corona“, betont er. Das Tragen von Schutzmasken finde er sinnvoll, vor allem dann, wenn es alle tun. Doch sei eine Maske kein Ersatz für eine Ausgangsbeschränkung.

Update, 16.40 Uhr - 31 Personen in Pflegeheim mit Coronavirus infiziert

Das Alten- und Pflegeheim St. Lukas in Bad Feilnbach ist am Mittwoch, 1. April, evakuiert worden. Die Heimaufsicht des Landkreises Rosenheim hatte diese Maßnahme angeordnet, weil die Versorgung der Bewohner in der gewohnten Form nicht mehr gewährleistet gewesen wäre. Hintergrund ist, dass sich die Leitung der Einrichtung und mehrere Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert hatten. Diese wurden in Quarantäne geschickt.

Inzwischen wurde auch ein Großteil der Bewohner positiv auf Corona getestet. Insgesamt wurden bei dem Großeinsatz 41 Personen verlegt, 31 davon sind nachweislich infiziert. Viele Bewohner wurden in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. „Von der Schwere der Fälle sind alle Bandbreiten dabei, bis hin zu Schwererkrankten. Es wurde inzwischen die ganze Einrichtung evakuiert“, sagte Bettina Bauer, die Leiterin des Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landkreis Rosenheim auf Nachfrage von rosenheim24.de. Die Sortierung der Patienten sei in Absprache mit einem Arzt vor Ort erfolgt, der entschied, welcher Patient am besten in welche Klinik eingeliefert werden soll.

Großeinsatz an Seniorenwohnheim in Bad Feilnbach

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An dem Einsatz beteiligt waren Kräfte der Kreisverbände Rosenheim und Miesbach des Bayerischen Roten Kreuzes, der Ambulanz Rosenheim, des Malteser Hilfsdienstes Rosenheim, der Johanniter Wasserburg sowie von Polizei und Feuerwehr Bad Feilnbach.

Update, 16.30 Uhr - Andere Bundesländer folgen Bayern

Der Freistaat Bayern hatte bereits vorgelegt, als Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag die Verlängerung der Ausgangsbeschränkungen bis einschließlich 19. April bekannt gegeben hatte. Jetzt werden die Kontaktsperren auch in anderen Bundesländern über Ostern hinaus entsprechend verlängert.

Wie Bund und Länder am Mittwoch in Berlin beschlossen, sollen die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes gemäß den geltenden Regeln auf ein absolutes Minimum reduziert werden, berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa).

Update, 16.25 Uhr - In München nun fast 3.000 Fälle

Am Nachmittag hat auch die Landeshauptstadt München wieder die neuesten Corona-Zahlen mitgeteilt. Demnach waren - Stand: 1. April, 13.30 Uhr - 227 neue Fälle gemeldet worden. Damit stieg die Gesamtzahl der Infizierten in München auf 2.926.

Update, 16.10 Uhr - 19 neue Fälle im Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf gibt es 19 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 1. April, 15 Uhr). Damit steigt die Gesamtzahl auf 180. 34 Personen davon müssen stationär behandelt werden.

Bei den Neu-Infizierten handelt es sich um drei Erwachsene über 60 Jahre und 16 Erwachsene in der Altersgruppe bis einschließlich 60 Jahre. Davon werden zwei Personen stationär behandelt. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Update, 16 Uhr - 315 Fälle in Traunstein - Frau (94) stirbt

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle auf 315 gestiegen (Stand: 1. April, 15 Uhr). Das bedeutet einen Anstieg um 44 Fälle im Vergleich zum Vortag. 

Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Alle Personen werden medizinisch versorgt.   In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 35 Coronavirus-Patienten behandelt, davon befinden sich zehn Patienten in intensivmedizinischer Betreuung, sieben in Traunstein und drei in Trostberg.

Zudem wurde bei einer verstorbenen Frau (94) eine Covid-19-Infektion diagnostiziert. Damit steigt die Zahl der Todesfälle im Landkreis Traunstein auf vier.

Update, 15.55 Uhr - Jetzt 108 Fälle im Berchtesgadener Land

Im Landkreis Berchtesgadener Land gibt es derzeit (Stand: 1. April, 12 Uhr) 108 bestätigte Coronafälle. Dies teilte das Landratsamt soeben mit. Damit stieg die Zahl im Vergleich zum Vortag um 12 Fälle. 18 Personen gelten inzwischen als genesen. Ein weiterer Todesfall ist im Landkreis seit der letzten Meldung glücklicherweise nicht hinzugekommen.

Bei den nunmehr 87 aktuell in Behandlung befindlichen Covid-19-Patienten ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Aktuell befinden sich 162 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. 280 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile aus der Quarantäne entlassen worden. 20 Corona-Patienten befinden sich derzeit in den Kreiskliniken Bad Reichenhall, Berchtesgaden und Freilassing in stationärer Behandlung. Davon müssen drei Personen intensivmedizinisch behandelt werden.

Zudem wurde im Landratsamt Berchtesgadener Land jetzt auch ein Bürgertelefon eingerichtet. Bei Fragen im Zusammenhang mit dem Coronavirus können sich die Bürgerinnen und Bürger unter der Telefonnummer 08651/773-151 an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bürgertelefons wenden. Das Bürgertelefon ist Montag bis Donnerstag von 9 Uhr bis 17 Uhr sowie Freitag bis Sonntag von 9 Uhr bis 13 Uhr erreichbar.

Update, 15.40 Uhr - Großer Andrang an Schwerpunktpraxis in Mühldorf

Die Schwerpunktpraxis für Atemwegsinfektionen am Volksfestplatz in Mühldorf hat am Mittwoch, 1. April, ihren Betrieb aufgenommen. Diese ist täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet und richtet sich nur an Patienten aus dem Landkreis Mühldorf.

„In diese Praxis sollen Personen kommen, die an einem akuten Atemwegsinfekt mit Husten, Fieber und starkem Krankheitsgefühl leiden, damit ihnen geholfen wird und damit sie nicht in ihre gewohnte Hausarztpraxis gehen müssen“, so Versorgungsarzt Peter Wapler. Die Patienten werden dort untersucht und dann wird vor Ort über die weitere Behandlung entschieden.

Betroffene Patienten werden gebeten, sich mit dem Auto auf dem Volksfestplatz einzufinden, sich in den dafür vorgesehenen Fahrspuren einzureihen und im Auto zu warten, bis sie zur Untersuchung in einem der Container aufgerufen werden. Bereits in der ersten Stunde war der Andrang gewaltig, wie die aktuellen Fotos von innsalzach24.de zeigen.

Schwerpunktpraxis in Mühldorf nimmt am 1. April Arbeit auf 

 © fib/Eß
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Update, 15.10 Uhr - Corona und Starkbierfest: "Keine Anhaltspunkte"

Bei der Pressekonferenz am Mittwoch wurde auch nochmal die explizite Nachfrage laut, ob es einen Zusammenhang zwischen der Durchführung des Starkbierfestes Rosenheim und einer der starken Verbreitung des Coronavirus in Stadt und Landkreis Rosenheim gibt. Auch rosenheim24.de hatte bereits darüber berichtet.

"Wir gehen in erster Linie davon aus, dass der Import von Infektionen aus Tirol und Südtirol zur verstärkten Ausbreitung in der Region geführt hat. Ich möchte mich nicht an irgendwelchen Spekulationen beteiligen. Diese Frage ist für mich rein hypothetisch", erklärte Gesundheitsamtschef Dr. Hierl und stellte klar: "Wir haben da keinerlei Anhaltspunkte und Untersuchungen, dass es dadurch zu verstärkten Infektionen gekommen sein soll."

Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamtes

Offen blieb allerdings, wie viele Personen in Stadt und Landkreis Rosenheim bislang auf das Coronavirus getestet worden sind. Beim Gesundheitsamt würden derzeit etwa 30 bis 60 Tests pro Tag registriert. "Und das schon seit vielen Wochen", so Dr. Hierl. Hinzu kommen rund 400 Tests, die bislang in der Teststation auf der Loretowiese durchgeführt wurden. Dadurch konnten die Hausarztpraxen in der Region deutlich entlastet werden können, hieß es.
Dass es auch unentdeckte Infektionen in der Region gegeben hat und gibt, wollte Dr. Hierl nicht ausschließen: "Es gibt mit Sicherheit auch bei uns eine Dunkelziffer, vor allem bei asymptomatischen Verläufen der Infektion. Allerdings gehe ich davon aus, dass die Untererfassung bei uns geringer als in anderen Regionen ist, weil insgesamt sehr viel getestet wird", sagte Dr. Hierl. 

Update, 14.30 Uhr - 169 Corona-Patienten in RoMed-Kliniken

Derzeit werden 169 Corona-Patienten, entweder als bestätigter oder als Verdachtsfall, an den vier Standorten der RoMed-Kliniken in Rosenheim, Wasserburg, Bad Aibling und Wasserburg behandelt, wie Klinik-Geschäftsführer Dr. Jens Deerberg-Wittram bekannt gab: „Wir versuchen, die Corona-Patienten vornehmlich nach Rosenheim und Wasserburg zu schicken und Prien weitestgehend Covid-19-frei zu halten.“ In Rosenheim werden derzeit 85 Patienten behandelt, in Wasserburg 35, in Bad Aibling 24 sowie in Prien drei. 23 Patienten befinden sich dabei auf den Intensivstationen der Krankenhäuser. Die meisten dieser Patienten würden beatmet, hieß es. 

Insgesamt stehen den Kliniken derzeit 39 Beatmungsplätze der ersten Kategorie, sogenannte „erstklassige Beatmungsplätze“ mit allen relevanten Geräten samt Personal, zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es derzeit gut 20 Intensivplätze zweiter Ordnung, die ggf. mit Narkosegeräten betrieben werden könnten. „Diese Plätze könnten innerhalb kürzester Zeit ertüchtigt werden“, so der Geschäftsführer.

Ziel ist es, die Kapazitäten in den vier Kliniken schnellstmöglich auf 85 Intensivplätze zu erhöhen. „Dazu brauchen wir aber noch zusätzliche Beatmungsgeräte. Den Bedarf haben wir bereits angemeldet“, Deerberg-Wittram. Allerdings seien diese derzeit schwierig zu bekommen. Zudem stehen auf den Normalstationen rund 200 Betten für Covid-19-Patienten zur Verfügung. In Rosenheim wurde das Haus 6 extra für Coronafälle eingerichtet. Insgesamt sind hier rund 90 Plätze derzeit belegt.

Update, 13.56 Uhr - Beginn der Landesgartenschau soll verschoben werden

Die Eröffnung der Landesgartenschau in Ingolstadt sollte eigentlich am 24. April eröffnen. Doch aufgrund der aktuellen Situation wollen die Veranstalter den Termin nun verschieben. "Aktuell ist es nicht möglich, fünf Wochen in die Zukunft zu blicken und abzuschätzen, wie die Situation am bisher geplanten Eröffnungstag – am 24. April 2020 – sein wird." So lautet die Begründung auf der Homepage der Landesgartenschau

Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, sei derzeit geplant, die Landesgartenschau Ende Mai zu eröffnen. Allerdings müsse am Nachmittag noch der Finanzausschuss des Stadtrates zustimmen.

Update, 13.24 Uhr - Fallzahl in Stadt und Kreis Rosenheim steigt auf 1.033

In Stadt und Landkreis Rosenheim waren mit Stand Dienstag, 31. März, 24 Uhr 1.033 Coronavirus-Fälle gemeldet. Das wurde auf einer Pressekonferenz am Mittag bekannt. 57 Personen davon sind bereits wieder genesen. 16 Menschen sind in Stadt und Landkreis Rosenheim bislang gestorben. 32 Patienten werden derzeit auf Intensivstationen behandelt.

„Die hohe Zahl an Infektionen liegt zum einen daran begründet, dass der Landkreis Rosenheim nahe den Risikogebieten Tirol und Südtirol liegt und viel von Reiseverkehr betroffen war. Zum anderen ist die Zahl auch dadurch bedingt, dass durch überdurchschnittlich viel getestet wird, vor allem auf der Teststation an der Loretowiese“, sagte Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim.

Update, 13.21 Uhr - Gemeinden im Oberen Achental sperren Wanderparkplätze

Die Gemeinden des Oberen Achentals sperren ab kommenden Freitag, 3. April, die umliegenden Wanderparkplätze. Ziel der Maßnahme ist es, im Sinne der Ausgangsbeschränkung insbesondere Ausflügler davon abzuhalten, weiterhin in die Berge zu fahren und bei Bergtouren neben einem möglichen Infektionsrisiko auch Verletzungsrisiken in Kauf zu nehmen. So soll eine zusätzliche Belastung der örtlichen Hilfs- und Rettungsorganisationen vermieden werden. 

Für die einheimische Bevölkerung ist eine Nutzung der Wanderparkplätze für Spaziergänge sowie einfache Wanderungen an der frischen Luft nicht erforderlich, da diese direkt von zu Hause aus möglich sind. „Wir raten auf Grund der aktuellen Situation dringend davon ab, Ausflüge in die Berge zu unternehmen und bitten alle Bürgerinnen und Bürger um Mithilfe“, betont Andreas Scheck, erster Bürgermeister von Marquartstein und Verwaltungsratsvorsitzender des Achental Tourismus. 

Betroffen sind die Wanderparkplätze rund um die Gemeinden Marquartstein, Staudach-Egerndach, Schleching sowie Unterwössen. Die Sperrung ist vorerst bis 19. April vorgesehen.

Pressemitteilung Achental

Update, 13.06 Uhr - COVID-19-Testzentrum im Kreisbauhof in Litzlwalchen in Betrieb

Auf Anordnung von Landrat Siegfried Walch hatte das Landratsamt Traunstein, in enger Abstimmung mit dem Ärztlichen Kreisverband Traunstein und mit Beteiligung der Kassenärztlichen Vereinigung, im Kreisbauhof Litzlwalchen vergangene Woche ein COVID-19-Testzentrum errichtet. Das Testzentrum ist derzeit dreimal in der Woche geöffnet. Die Öffnungszeiten richten sich nach den eingegangenen Anmeldungen und den vergebenen Uhrzeiten. Denn dort werden ausschließlich Personen getestet, die von ihrem Hausarzt mit dem Anmeldeschein und einer Terminbestätigung des Gesundheitsamtes dorthin verwiesen werden.

Der Rachenabstrich selbst erfolgt relativ unkompliziert im Auto und dauert nur wenige Minuten, aber das Testergebnis hängt auch hier von den Laborkapazitäten ab und kann zwei bis vier Tage in Anspruch nehmen. Mit dem Testzentrum sollen daher vorrangig die Hausärzte entlastet und knappes Schutzmaterial eingespart werden. Das Bayerische Rote Kreuz stellt für die Einrichtung am Kreisbauhof einen Standortveranwortlichen sowie eine Sanitätseinheit. Von der niedergelassenen Ärzteschaft werden die Abstriche genommen. Weitere organisatorische Arbeiten, wie Terminierung, Probenberarbeitung und Transport übernimmt das Staatliche Gesundheitsamt.

In den ersten drei Slots sind rund 90 Personen getestet worden. Die Testungen der Patienten verliefen reibungslos und die technische Infrastruktur funktioniert einwandfrei. Auch die internen Abläufe spielten sich ein und die niedergelassenen Hausärzte nehmen dieses Unterstützungsangebot immer besser an. Die Anzahl der Testungen könnten demnach weiter hochgefahren werden, wenn entsprechende Laborkapazität zur Verfügung stehen. 

Anfahrtsbeschreibung Testzentrum am Kreisbauhof (für angemeldete Patienten)

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

Update, 12.42 Uhr - Parkanlagen, Badeseen und Spielplätze in Rosenheim bleiben gesperrt

Auf Anordnung der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) bleiben sämtliche städtischen Parkanlagen in Rosenheim bis auf Weiteres gesperrt. Betroffen sind der Riedergarten, der Salingarten, der Luitpoldpark, der Hohenzollernpark und der Mangfallpark. Die Sperrung betrifft auch den Fitness-Parcours bei der Freien Turnerschaft. Die Badeseen und die Kinderspielplätze wurden bereits vor zwei Wochen gesperrt.

Diese Maßnahme sind notwendig, um das sog. ‚Social Distancing‘ als eigentliches Ziel der vom Freistaat Bayern verhängten Ausgangsbeschränkungen durchsetzen zu helfen. Der Andrang in städtischen Parkanlagen bei schönem Wetter widerspricht der Zielsetzung, im Interesse der Gesundheit der Rosenheimerinnen und Rosenheimer soziale Kontakte außerhalb des eigenen engeren familiären Umfelds auf ein absolutes Minimum zu begrenzen. Die Sperrungen gelten auf unbestimmte Zeit

Pressemitteilung Stadt Rosenheim

Update, 12.28 Uhr -  Chinesische Forscher: Wirksame Antikörper für mögliches Medikament gefunden

Chinesische Wissenschaftler haben nach eigenen Angaben mehrere Antikörper identifiziert, die für ein Medikament zur Behandlung von Covid-19 infrage kommen könnten.

Die aus dem Blut genesener Patienten isolierten Antikörper könnten “äußerst wirksam“ die Fähigkeit des neuartigen Coronavirus zum Eindringen in Zellen blockieren, sagt Zhang Linqi von der Tsinghua-Universität in Peking. Ein daraus hergestelltes Medikament könne womöglich wirksamer gegen die Atemwegserkrankung eingesetzt werden als die derzeitigen Ansätze.

Update, 12.07 Uhr - Offenbar zahlreiche Coronavirus-Fälle in Bad Feilnbach

In dem Seniorenheim in Bad Feilnbach, wo seit Vormittag ein Großeinsatz läuft, ist eine noch nicht genau bezifferte Anzahl an Coronavirus-Fällen ausgebrochen. Ob nur Bewohner und/oder möglicherweise auch das Personal betroffen ist, ist aktuell noch nicht endgültig geklärt. Wie unser Reporter von vor Ort meldete, wurde am Ortsrand auf einer Wiese, auf der normalerweise auch der Apfelmarkt stattfindet, auch eine Einsatzzentrale eingerichtet. Dort parken außerdem weitere Einsatzfahrzeuge.

Landratsamt-Sprecher Michael Fischer hatte vorhin bereits bestätigt, dass alle Bewohner der Einrichtung verlegt werden. Inzwischen scheint klar, dass einige davon auch in Krankenhäuser eingeliefert wurden und dort anscheinend auch isoliert werden.

Update, 11.52 Uhr - Oberbayern Spitzenreiter an Coronafällen im Freistaat

Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus ist in Oberbayern auf 7.606 Fälle angestiegen. Das meldet das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auf seiner Website. In ganz Bayern gibt es 15.505 bestätigte Fälle (Stand 31. März 10 Uhr). Pro 100.000 Einwohner sind damit 162,31 Personen infiziert, damit liegt Oberbayern weiterhin an der Spitze aller Bezirke im Freistaat.

Insgesamt sind seit Beginn des Ausbruchs von SARS-CoV-2 48 Menschen in Oberbayern gestorben. Am stärksten vom Coronavirus betroffen sind die Stadt München, der Landkreis München und der Landkreis Rosenheim.

Das LGL hat die bestätigten Fälle zudem nach Alters- und Geschlechterverteilung erfasst und in einer Statistik veröffentlicht:

Fälle nach Alters- und Geschlechterverteilung in Bayern

Update, 11.43 Uhr - Italien verlängert Ausgangsverbote bis 13. April

Italiens Regierung verlängert die strengen Ausgangsbeschränkungen für die 60 Millionen Bürger wegen der Corona-Krise bis zum 13. April. Das kündigte der italienische Gesundheitsminister Roberto Speranza am Mittwoch in Rom im Senat an. 

Diese Verlängerung hatte die Regierung bereits Anfang der Woche in Aussicht gestellt. Seit 10. März dürfen sich die Menschen im Land nicht mehr frei bewegen. Schulen sind zu, viele Fabriken ebenfalls. Die Beschränkungen galten bisher bis 3. April.

Update, 11.22 Uhr - Mitarbeiter der JVA Bernau positiv getestet

Ein Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt Bernau ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das berichtet die Passauer Neue Presse und beruft sich auf Angaben aus dem bayerischen Justizministerium. Demnach sei der Mitarbeiter der JVA Bernau sofort in häusliche Quarantäne verlegt worden. Dies gelte auch für Kollegen, die mit dem betroffenen Mitarbeiter engeren Kontakt hatten.

Unter den Strafgefangenen hat es in ganz Bayern noch keinen einzigen Coronafall gegeben, schreibe das Ministerium weiter. Das gilt also auch für die Vollzugsanstalten in Traunstein, Bad Reichenhall und Laufen-Lebenau.

Update, 11.10 Uhr - Einsatz in Bad Feilnbach läuft weiter

Der Großeinsatz in Bad Feilnbach ist derzeit noch nicht abgeschlossen, wie unser Reporter soeben von vor Ort meldete. Derzeit sind nach wie vor zahlreiche Rettungswagen vor Ort. Medizinisches Personal in Schutzanzügen und mit Schutzmasken ist vor Ort.

Außerdem wird der Einsatz von der Polizei abgesichert. Im betroffenen Bereich wurde die Straße einseitig für den Verkehr gesperrt. Dieser wird wechselseitig vorbeigeleitet.

Update, 10.51 Uhr - Neuer Fahrplan für die Abschlussprüfungen FOS/BOS

Das Bayerische Kultusministerium verlegt die Abschlussprüfungen an den beruflichen Oberschulen. Sie beginnen nun am 18. Juni statt wie ursprünglich vorgesehen am 25. Mai, sofern der Unterricht in den Abschlussklassen nach den Osterferien wieder aufgenommen werden kann.

Mit Blick auf den Hochschulzugang ist geplant, die Meldefristen der Stiftung für Hochschulzulassung für bundesweit vergebene Studienplätze entsprechend zu verschieben, ebenso wie die Meldefristen für die örtlichen Zulassungsverfahren an den Hochschulen. „Damit ist eine Verlegung der Abschlussprüfungen auch an FOS und BOS möglich. Die Schülerinnen und Schüler, die dies wollen, sollen zum nächstmöglichen Termin ein Studium antreten können“, so Piazolo.

Den neuen Terminplan für die Fachabitur- bzw. Abiturprüfungen 2020 an beruflichen Oberschulen findet Ihr hier.

Update, 10.16 Uhr - Großeinsatz in Seniorenheim in Bad Feilnbach

In Bad Feilnbach (Landkreis Rosenheim) läuft derzeit ein größerer Einsatz der Rettungskräfte. Dort werden alle Bewohner eines Senioren- und Pflegeheims verlegt, wie das Landratsamt Rosenheim soeben auf Anfrage von rosenheim24.de bestätigte. Weitere Informationen wollte Landratsamt-Sprecher Michael Fischer zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht erteilen. Damit ist unklar, ob es sich dabei auch um Personen handelt, die möglicherweise mit dem Coronavirus infiziert sind.

Vor Ort sind offenbar zahlreiche Fahrzeuge des Rettungsdienstes im Einsatz, wie mehrere Leser unisono gegenüber rosenheim24.de schilderten. Auch die Polizei ist deswegen zu einem "Unterstützungseinsatz" ausgerückt, die Federführung des Einsatzes liege aber bei den zuständigen Gesundheitsbehörden, teilte Polizeisprecher Alexander Huber soeben auf Anfrage mit.

In Bad Feilnbach läuft aktuell ein Großeinsatz unter der Federführung der zuständigen Gesundheitsbehörden.

Update, 10.08 Uhr - Erzbistum Münchner verschiebt Firmung und Erstkommunion

Im Erzbistum München und Freising werden Firmung und Erstkommunion wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus bis Pfingsten verschoben. Auf der Homepage des Bistums kündigte der Generalvikar die Verschiebung der Firmungen an und empfiehlt "nachdrücklich, auch alle Erstkommunionfeiern bis Pfingsten aufzuschieben".

Es gehe darum, den Pfarreien „Orientierung in diesem so zentralen Bereich des pastoralen Handelns“ zu geben, erklären der Generalvikar des Erzbischofs von München und Freising, Christoph Klingan, und die Amtschefin des Erzbischöflichen Ordinariats, Stephanie Herrmann, in einem entsprechenden Schreiben an die pastoralen Mitarbeiter: „Auch den betroffenen Familien ist, wie wir aus vielen direkten Anfragen und Rückmeldungen wissen, daran gelegen, Gewissheit für ihre Planungen bezogen auf die bisher festgesetzten Termine zu bekommen.“ 

Ihnen sei bewusst, dass damit „so manche Hoffnungen enttäuscht werden“, schreiben Klingan und Herrmann, aber man müsse im Erzbistum angesichts der Coronakrise weiter verantwortlich handeln und den Vorgaben und Empfehlungen von staatlicher wie medizinischer Seite folgen.

Update, 9.40 Uhr - April, April - aber bitte nicht mit Corona

Das Bundesministerium für Gesundheit sowie die Polizei rufen dazu auf, keine Aprilscherze mit Bezug auf Corona zu machen. Diese würden zur Verunsicherung beitragen und könnten die Gefahr von Falschmeldungen erhöhen. Denn: "Corona ist kein Scherz".

Update, 9.11 Uhr - Weitere 149 Virus-Tote und 5.453 Neuinfektionen in Deutschland

In Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bestätigten Infektionen auf 67.366 gestiegen. Das Institut hat um 8.15 Uhr seine Zahlen aktualisiert. Insgesamt seien bislang 732 Menschen infolge einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben, teilt das RKI mit auf seiner Website mit. Im Vergleich zum Vortag wurden 5.453 Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der Todesopfer stieg um 149.

In Bayern gibt es laut RKI 1687 mehr bestätigte Fälle, die Zahl steigt damit auf 16.497. Die Zahl der Todesopfer in Bayern stieg auf 225.

Update, 8.57 Uhr - Über 100 Infizierte auf US-Flugzeugträger

Trotz der Ansteckung mehrerer Besatzungsmitglieder an Bord des US-Flugzeugträgers "USS Theodore Roosevelt" mit dem Coronavirus ist es nach Einschätzung von US-Verteidigungsminister Mark Esper derzeit nicht notwendig, das Schiff zu evakuieren. "Ich denke nicht, dass wir an diesem Punkt sind", sagte Esper dem Sender CBS am Dienstag. 

Der Flugzeugträger liegt derzeit mit mehr als 4.000 Besatzungsmitgliedern vor der Pazifikinsel Guam vor Anker. Nach Berichten von US-Medien gibt es an Bord mindestens 100 bestätigte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2. Keiner sei schwer erkrankt, sagte Esper.

Die Situation weise "einmalige Umstände" auf, hatte zuvor der amtierende Marineminister Thomas Modly dem Nachrichtensender CNN gesagt. Ein hochgerüstetes und nuklearbetriebenes Schiff könne nicht einfach komplett evakuiert werden. Zudem gebe es auf Guam nicht genügend Kapazitäten, um alle Besatzungsmitglieder unterzubringen.

Update, 8.19 Uhr - Schwerpunktpraxis auf dem Volksfestplatz in Mühldorf

Die geplante Schwerpunktpraxis für Patienten mit Atemwegsinfekten auf dem Volksfestplatz in Mühldorf geht am Mittwoch, 1. April, in Betrieb. Ab 14 Uhr können in diese Praxis alle Personen kommen, die schwerer an einem Atemwegsinfekt (Grippe, Bronchitis, Lungenentzündung o.ä.) erkrankt sind. Diese Personen sollen sich nicht bei ihren Haus- oder Fachärzten in der Praxis vorstellen. 

Ziel ist es, erkrankte Personen bestmöglich hausärztlich zu versorgen und medizinisches Personal in den Praxen nicht mit einer möglichen Infektion durch das neue SARS-CoV-2 Virus auszusetzen. Diese Schwerpunktpraxis ist täglich von 14-18 Uhr geöffnet und für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglich, die an einem schwereren Atemwegsinfekt erkrankt sind. 

Betroffene Patienten werden gebeten, sich mit dem Auto auf dem Volksfestplatz einzufinden, sich in den dafür vorgesehenen Fahrspuren von einem Sicherheitsdienst eingewiesen anzustellen und im Auto zu warten, bis sie zur Untersuchung in einem der Container aufgerufen werden. Alle nur leicht an Erkältung erkrankten ohne Fieber und/oder Atemnot sollen bitte zuhause bleiben, Kontakt zu Gesunden und Kranken vermeiden, sich mit Hausmitteln wie viel trinken, viel schlafen und sich mit Fieber senkenden und Schmerz stillenden Mitteln komplett auskurieren.

Wichtig: Es werden dort keine Testungen durchgeführt. Das Gesundheitsamt testet nach telefonischer Anmeldung weiterhin ausschließlich die Personen, die als Kontaktperson ermittelt wurden oder nach der Untersuchung in der Schwerpunktpraxis weitervermittelt werden.

Pressemitteilung Landratsamt Mühldorf

Update, 7.44 Uhr - Erneut weniger Züge beim Meridian

Die Meridian-Verantwortlichen reagieren auf drohende Personalengpässe im Zuge der Corona-Krise. Die Anzahl der Züge wurde vorsorglich weiter reduziert. Der neue Fahrplan gilt ab heute bis voraussichtlich 19. April.

In der Regel fahren die Züge auf den Strecken Salzburg-München und Kufstein-München aber erst mal im Stundentakt weiter. Bisher habe es zwar noch keine Corona-Erkrankung bei den Mitarbeitern gegeben, so das Unternehmen. Allerdings würden sich einige Mitarbeiter zur Sicherheit in Quarantäne befinden oder müssten ihre Kinder betreuen. Eine ähnliche Situation bestehe auch bei den Fahrdienstleitern der DB Netz AG.

Update, 7.31 Uhr -  Österreich setzt 3500 außerordentliche Zivildienstleistende ein

In Österreich helfen ab Mittwoch 3500 außerordentliche Zivildienstleistende beim Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus. 2000 von ihnen seien ehemalige Zivildiener, die sich freiwillig gemeldet hätten, teilte das zuständige Ministerium in Wien mit. Bei den übrigen 1500 handele es sich um Aktive, deren Dienstzeit aufgrund der Pandemie verlängert wurde. 

Die Zivildienstleistenden sollen unter anderem bei der Versorgung und Betreuung älterer Menschen sowie bei Kranken- und Rettungstransporten helfen.

Update, 7.10 Uhr - Wieder drei Corona-Tote in Würzburger Seniorenheim

Erneut sind in einem Würzburger Seniorenheim drei mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Es handele sich um zwei 87 und 91 Jahre alte Frauen sowie um einen 84-jährigen Mann, teilte der Bezirksverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) am Dienstag mit. Alle drei Bewohner des Hans-Sponsel-Hauses hätten unter schweren Vorerkrankungen gelitten.

Insgesamt sind damit im Raum Würzburg 20 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben, davon 16 im Altenpflegeheim St. Nikolaus und vier in der Einrichtung der AWO.

In dieser seien seit dem Tod eines Bewohners am vergangenen Freitag alle 95 Bewohner und 80 Mitarbeiter auf den Erreger getestet worden. Insgesamt sind dort demnach derzeit 36 Bewohner mit dem Virus infiziert. Neun positiv getestete Mitarbeiter befinden sich den Angaben zufolge in häuslicher Quarantäne. Drei Testergebnisse stünden noch aus.

Alle positiv getesteten Bewohner werden laut AWO in Absprache mit dem Gesundheitsamt in neu geschaffenen Isolierstationen der Einrichtung untergebracht. Positiv und negativ getestete Bewohner würden von getrennten Pflegeteams versorgt. Die gesunden Bewohner sollen alle drei Tage erneut getestet werden.

Im Würzburger Pflegeheim St. Nikolaus sind bisher 16 Senioren verstorben.

Update, 6.58 Uhr - Weltweit mehr als 40.000 Tote durch Corona

Weltweit sind jetzt mehr als 40.000 Menschen an dem Coronavirus gestorben. Fast drei Viertel der Todesfälle wurden in Europa registriert. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität infizierten sich rund um den Globus mehr als 826.000 Menschen mit dem Erreger (Stand 20 Uhr), davon mehr als die Hälfte in Europa. Von den bestätigten 40.708 Todesfällen wurden fast 30.000 in Europa registriert. 

Mit 12.428 Toten ist Italien das am stärksten betroffene Land, gefolgt von Spanien mit 8269 Todesfällen. In Deutschland wurden 68.180 Infektionen und 682 Todesfälle gemeldet. Die Zahl der weltweit bestätigten Infektionen gibt nur einen Teil der tatsächlichen Fälle wieder, da zahlreiche Länder nur testen, wenn Betroffene im Krankenhaus behandelt werden müssen.

Update, 6.36 Uhr - Infizierten-Zahl in Tirol rückläufig, aber weitere Todesopfer

Auch Tirol kämpf weiter gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Bis spätestens 6. April gilt es nun, die zusätzlichen Hygiene-Maßnahmen umzusetzen. Dann darf nur noch wer einen Mundschutz trägt zum Einkaufen in einen Supermarkt.

Unterdessen stieg die Zahl der Todesfälle in Tirol am Dienstag auf 24. Im Laufe des Tages verstarben fünf weitere Personen: Ein 81-jähriger Mann und eine 73-jährige Frau im Bezirk Kufstein, in Osttirol war ein 68-jähriger Mann betroffen, im Bezirk Innsbruck-Land starb eine 80-jährige Frau sowie im Bezirk Kitzbühel eine 59-jährige Frau. Alle fünf Verstorbenen litten an Vorerkrankungen, teilte das Land Tirol in einer Aussendung mit. Die Zahl der Corona-infizierten Personen (exklusive der wieder Genesenen) belief sich auf 1943 Personen (Stand 20 Uhr). 

Bei einer Videopressekonferenz am Nachmittag berichtete LH Günther Platter (ÖVP) , dass sich bei den Neuinfektionen eine leichte Entspannung abgezeichnet hatte: Die Zahl der genesenen Menschen war in den vergangenen 24 Stunden höher als jene der neu Infizierten.

Vorbericht: Coronavirus in Bayern und der Welt

In den USA ist die Zahl der Toten durch die Lungenkrankheit Covid-19 auf mehr als 3000 gestiegen. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins hervor, die am Montagabend (Ortszeit USA) 3008 Todesfälle verzeichnete. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit Sars-CoV-2 in den Vereinigten Staaten stieg demnach auf mehr als 163.000. 

Der zunächst auf einen Monat begrenzte Einreisestopp der USA für Besucher aus Europa zur Bekämpfung des Coronavirus soll nach Angaben von US-Präsident Donald Trump verlängert werden.

In Deutschland sind bis Dienstagvormittag 62.608 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. In Bayern sind inzwischen 15 505 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Dienstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. Demnach sind bislang 191 Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert waren, gestorben.

In Prutting (Landkreis Rosenheim) will man unter dem Hashtag #pruttinghoidzsam ein Zeichen der Solidarität während der Krise setzen. Dort erhält ab sofort jeder Bürger einen kostenlosen Mundschutz. Im Gegenzug wird um eine Spende für die "Corona-Helden", also z.B. Ärzte oder Pflegepersonal gebeten.

"Überbrücken, überleben - und dann wieder voll durchstarten“, mit diesem Motto betitelte Söder die wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die die Staatsregierung in Zusammenarbeit mit dem Bund nun ergriffen hat. Ziel sei es, die Coronakrise zu meistern und dann auf wirtschaftlicher Ebene wieder voll durchzustarten. Dazu wurden Steuerstundungen beschlossen.

In einer Pressekonferenz informierte Lothar Wieler, Präsident vom Robert Koch-Institut, über die aktuelle Lage der Coronavirus-Pandemie in Deutschland. Er nannte zunächst einige aktuelle Zahlen: Demnach sind dem RKI von den Gesundheitsämtern 61.913 Fälle übermittelt worden (Stand 31. März, 0 Uhr). Die Fallzahlen steigen demnach wie erwartet weiter. Im Vergleich zum Vortag gibt es ein Plus an Infizierten von 4.615.

Weiterhin gibt es nach RKI-Informationen in Deutschland 583 Todesfälle durch das Virus. Das sind ganze 128 mehr als am Vortag

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es mittlerweile insgesamt 96 bestätigte Coronafälle im Landkreis Berchtesgadener Land gibt (Stand: 31. März, 12 Uhr), das sind 16 Coronainfektions-Fälle mehr als am Vortag. 

Zudem meldet das Landratsamt, dass eine weitere Person an Covid-19 verstorben ist. Dabei handelt es sich um einen 69-jährigen Mann. Insgesamt sind bis jetzt drei Menschen im Landkreis Berchtesgadener Land an den Folgen des neuartigen Coronavirus gestorben. 

Bis zum 30. März 24 Uhr wurden dem Gesundheitsamt Rosenheim 923 Fälle von Covid-19 gemeldet. Das ist ein Anstieg von 36 Patienten im Vergleich zum Vortag. 41 Personen sind wieder genesen. Bisher sind elf Personen an der Erkrankung gestorben. Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 271 bestätigte Corona-Fälle vor. Das bedeutet einen Anstieg von 20 Personen im Vergleich zum Vortag.

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es vier neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 31. März 2020, 15 Uhr). Dabei handelt es sich um vier Erwachsene über 60 Jahre, davon werden zwei Personen stationär behandelt.  Ein 90-jähriger Mann und eine 80-jährige Frau, die mit dem Coronavirus infiziert waren, sind verstorben. 

Im Landkreis Altötting ist die Zahl der Corona-Infektionen auf 151 gestiegen (Stand: 16 Uhr). Das ist ein Anstieg im Vergleich zum Vortag um 16 Personen.

jv/mh/mw/dpa

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