Newsticker zur Corona-Pandemie

Fast 600 Menschen in Bayern an Covid-19 gestorben - 2.000 Tote bundesweit

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Italien, Rom: Bewohner des "Palazzo Selam" bekommen von medizinischen Mitarbeitern eine Gesundheitsüberprüfung.

Landkreis/München - Das Coronavirus hat die Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff. Seit 21. März gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Mittwoch, 8. April, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 1624, Landkreis Traunstein 566, Landkreis Berchtesgadener Land 214, Landkreis Mühldorf 328, Landkreis Altötting 324
  • Mindestens 2000 Todesopfer in Deutschland (589 in Bayern) 
  • Bereits Todesfälle in Kreisen Traunstein, Rosenheim, Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land
  • Bayern verlängert Ausgangsbeschränkung (vorerst bis 19. April)
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr. Warum gibt es keine Grafik zu den Zahlen von genesenen Personen?


Update, 20.23 Uhr: Mehr als 2000 Corona-Infizierte in Deutschland gestorben

In den letzten 24 Stunden wurden 250 neue Todesfälle in Deutschland in Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Die Zahl der Infizierten stieg um gut 6000 Fälle, insgesamt sind damit 106.700 Infektionen mit Sars-CoV-2 registriert.

Update, 20.18 Uhr: "Sicheres Hochfahren des Schulbetriebs unterliegt Mindestanforderungen."

Der BvLB (Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung) fordert einheitliche Mindeststandards bevor die Schulen in Deutschland wieder geöffnet werden. Die Verantwortung dürfe nicht einfach mit einem Datum auf die Schulleitungen abgewälzt werden, ohne sicherzustellen, dass z.B.Desinfektionsspray und mögliche Atemschutzmasken, in ausreichendem Maße vorhanden sind.

Die Pressemitteilung im Wortlaut 

Der Druck auf dem Kessel ist groß. Nach jetzigem Stand der Dinge sollen auch die beruflichen Schulen nach dem 20. April wieder öffnen und bundesweit mit dem gewohnten Präsenzunterricht starten. Ob tatsächlich die Normalität Einzug hält, halten selbst die Kultusminister für unwahrscheinlich und entwickeln entsprechende Szenarien. 

„Was auch immer die Kultusminister nach Ostern entscheiden, der Wiedereinstieg in den Schulalltag ist an Mindestanforderungen gekoppelt. Die Risikogruppen müssen klar definiert sein. Der Mindestabstand in den Klassenräumen muss gewährleistet sein. 

Die hygienischen Bedingungen müssen dem Infektionsschutzgesetz genügen. Und der Gesundheitsschutz muss für Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler gleichermaßen garantiert sein. Andernfalls kann der Unterricht an beruflichen Schulen nicht starten“, sagen Joachim Maiß und Eugen Straubinger, Vorsitzende des Bundesverbandes für Lehrkräfte der Berufsbildung e.V. (BvLB). 

Fakt ist: Wenn die Politik entscheidet, wann und wie auch immer die Schulen - auch mit Blick auf Abschlussprüfungen – wieder zu öffnen sind, wird mit dem dann gesetzten Datum, die Verantwortung für die praktische Umsetzung auf die Schulleitungen delegiert. „Im Regelfall ist diese Vorgehensweise ja auch gut und richtig. Nur in der Krise kann die Schulleitung diese Verantwortung gar nicht übernehmen, ohne glasklare Vorgaben rund um den Gesundheitsschutz zu haben“, sagt Maiß. 

Dazu zählt auch, dass Desinfektionsspray und mögliche Atemschutzmasken, über deren verpflichtendes Tragen zunehmend in der Fachwelt diskutiert wird, in ausreichendem Maße vorhanden sind. „Wenn beispielsweise kontaktlose automatische Türöffnungssysteme gefordert sein sollten, muss vor der Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts der Einbau garantiert sein. All das muss mit bedacht werden“, sagt Straubinger. 

Daher appelliert der BvLB an die Kultusminister, nicht nur ein Datum zu benennen, sondern bundesweit für einheitliche Mindeststandards zu sorgen. „Alles andere wäre grob fahrlässig und kann von den Berufsbildnern nicht mitgetragen werden“, sagen Maiß und Straubiger unisono. 

Pressemitteilung Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung e.V

18.48 Uhr: Sechs Tote in Südtirol

Aus der italienischen Provinz Südtirol wurden am Mittwoch sechs neue Todesfälle im Zusammenhang mit Corona gemeldet. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten auf 178. Insgesamt gab es dort bereits 9.752 registrierte Infektionen, was einem Anstieg um 68 Fälle im Vergleich zum Vortag entspricht. 

Viele Patienten gelten allerdings bereits als geheilt. Wie der Südtiroler Sanitätsbetrieb weiter mitteilte, werden derzeit 285 Menschen in Krankenhäusern stationär behandelt. 50 davon liegen auf Intensivstationen. Neun weitere Intensivpatienten konnten inzwischen in Kliniken in Deutschland und Österreich untergebracht werden.

Update, 18.10 Uhr: Knapp 600 Menschen in Bayern an Covid-19 gestorben

In Bayern sind inzwischen 28 053 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 589 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Mittwoch (Stand 10 Uhr) auf seiner Homepage mit. Den Angaben zufolge waren es am Vortag 26 567 infizierte Personen und 495 Todesfälle gewesen.

Update, 17.45 Uhr: Hofdult Altötting entfällt 2020

Wegen der umfassenden Auswirkungen der Covid-19-Pandemie hat die Stadt Altötting heute, vertreten durch Ersten Bürgermeister Herbert Hofauer und die Fraktionssprecher der Stadtratsfraktionen in Anwesenheit des neu gewählten Ersten Bürgermeisters Stephan Antwerpen, des Zweiten Bürgermeisters Wolfgang Sellner und der Festwirte der Altöttinger Hofdult schweren Herzens und einvernehmlich beschlossen, die Altöttinger Hofdult 2020 abzusagen. Eine terminliche Verschiebung des Hofdulttermines ist nicht vorgesehen.

Pressemitteilung der Stadt Altötting

Update, 17.30 Uhr - Online-Gottesdienste für die Osterfeiertage

Aufgrund der Corona-Krise können auch an den Feiertagen keine Gottesdienste in den Kirchen abgehalten werden. Die evangelische Kirchengemeinde Rosenheim hat sich deshalb überlegt, für die drei großen Festtage Gründonnerstag, Karfreitag und Ostersonntag jeweils eine Andacht, bzw. einen kurzen Gottesdienst online zu stellen. "Denn Ostern findet statt und wir feiern die Auferstehung Jesu trotzdem", heißt es in einem offiziellen Statement. 

Der Onlinegottesdienst wird am jeweiligen Feiertag morgens freigeschaltet.

Update, 16.56 Uhr - Welche Festivals können eigentlich noch stattfinden?

Wegen der Corona-Pandemie sind in Deutschland und Österreich (und auch in anderen Ländern) Großveranstaltungen derzeit untersagt. Dies hat auch gravierende Auswirkungen auf die Planungen von Open-Air-Festivals. Einige Events wurden abgesagt, andere verschoben. Einen Überblick darüber gibt es HIER im Extra-Artikel von rosenheim24.de.

Update, 16.51 Uhr - 40 Personen im Kreis Rosenheim verstorben

Am 7. April (24 Uhr) wurden dem Gesundheitsamt 89 neue Fälle gemeldet, so dass bisher insgesamt 1624 Infektionen in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten sind. 

Mittlerweile wurde bei mindestens 189 Personen eine Genesung dokumentiert. 40 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren fünf Personen unter 60 Jahre. Mehr als die Hälfte waren über 81 Jahre alt. 

264 Covid-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 42 Patienten auf einer Intensivstation. Die Zahl an Intensivbetten in Stadt und Landkreis Rosenheim wurde bereits aufgestockt.

Das Landratsamt Rosenheim stellt umfassende Ermittlungen an, um die Kontaktpersonen der Erkrankungsfälle darauf aufmerksam zu machen, dass sie sich angesteckt haben können und in der Folge ein Erkrankungsrisiko besteht. Sie befinden sich zu überwiegendem Teil in 14-tägiger häuslicher Quarantäne.

Update, 16.38 Uhr - "Schwarzfahrer" mit vier Promille hustet Polizei an

Ein sturzbetrunkener Schwarzfahrer (54) hat am Dienstag in einem Zug von Salzburg nach München für reichlich Ärger gesorgt. Der Mann hatte sich in der Toilette vor dem Zugbegleiter versteckt. Als die Bundespolizei hinzu kam, verließ der Fahrgast zwar das WC, aber beleidigte und bedrohte die Beamten auf üble Weise. Einem Bundespolizisten hustete er dabei sogar absichtlich ins Gesicht. Schließlich begleitete er die Beamten dann doch nach draußen. 

Ein Alkoholtest auf der Wache in Freilassing erbrachte einen rekordverdächtigen Wert von rund vier Promille. Bei einer ärztlichen Untersuchung konnten glücklicherweise keinerlei Krankheits- oder Erkältungssymptome festgestellt werden, die auf eine Corona-Infektion hingedeutet hätten. Der 54-Jährige erhielt zahlreiche Anzeigen, unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Beleidigung, Erschleichens von Leistungen und Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetzes

Update, 16.10 Uhr - Weiterer Todesfall in Mühldorf

Aus dem Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Mühldorf wurden 15 neue Coronafälle gemeldet (Stand: 8. April, 15 Uhr). Damit steigt die Gesamtzahl auf 328 Fälle. Bei den Neu-Infizierten handelt es sich um sechs Erwachsene über 60 Jahre und neun Erwachsene in der Altersgruppe bis einschließlich 60 Jahre. Davon wird eine Person stationär behandelt. 

Zudem gab es leider auch wieder eine traurige Nachricht: Eine 79-jährige Frau, die mit dem Coronavirus infiziert war, ist an den Folgen der Infektion verstorben.

Update, 15.55 Uhr - Festwoche in Prutting verschoben

Wegen Corona wurde nun auch die Festwoche in Prutting, die eigentlich Ende Mai/Anfang Juni diesen Jahres zum 200-jährigen Jubiläum der örtlichen Krieger- und Soldatenkameradschaft hätte stattfinden sollen, verschoben. Der neue Termin ist nun von 1. bis 5. Juli 2021.

"Uns ist es gelungen, das gleiche Festprogramm wieder auf die Beine zu stellen. Das bedeutet auch das alle bereits verkauften Karten (...) für die neuen Termine die Gültigkeit behalten", posteten die Veranstalter auf Instagram.

Update, 15.45 Uhr - 47 neue Fälle im Raum Traunstein

im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 566 bestätigte Coronafälle vor. Das bedeutet einen Anstieg um 47 Fälle im Vergleich zum Vortag. Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Alle Personen werden medizinisch versorgt.

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 66 Coronavirus-Patienten behandelt, davon befinden sich 13 Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (sechs in Traunstein, sieben in Trostberg).

Update, 15.30 Uhr - 28 neue Fälle im Berchtesgadener Land 

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Berchtesgadener Land gibt es nun 214 bestätigte Coronafälle (Stand: 8. April, 12 Uhr). Das bedeutet einen Anstieg um 28 Fälle im Vergleich zum Vortag. Seit Donnerstag sind glücklicherweise keine weiteren Corona-Patienten im Landkreis verstorben.  

76 Personen sind mittlerweile genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen.Bei den nunmehr 134 aktuell in Behandlung befindlichen Covid-19-Patienten ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Aktuell befinden sich 157 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. Derzeit sind im Landkreis Berchtesgadener Land insgesamt 38 Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung. Zehn davon befinden sich in intensivmedizinischer Betreuung.

Update, 15.15 Uhr - Gewerkschaft GEW stellt Forderungen 

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bayern fordert, jetzt an den Gesundheitsschutz für Lehrer und Schüler bei (teilweiser) Wiederinbetriebnahme der Schulen zu denken. Besonderes Augenmerk müsse hier auf die vom Robert Koch-Institut definierten Risikogruppen gelegt werden und auf Kollegen, die Angehörige der Risikogruppe im eigenen Haushalt hätten, hieß es. Für die GEW ist es mehr als fraglich, ob ein schulischer Einsatz dieser Personengruppen bis zum deutlichen Abflachen der Pandemie überhaupt möglich ist.  

Zudem forderte die Gewerkschaft "zeitnah eine Regelung für die anstehenden Abschlussprüfungen an allen Schularten". Für die betroffenen Schüler, die sich ohnehin in einer belastenden Ausnahmesituation befinden, dürfe keine Unsicherheit herrschen. Anton Salzbrunn, GEW-Landesvorsitzender, sagte dazu: "Die jungen Menschen sind in der momentanen Situation stark verunsichert und es gibt Forderungen seitens bayerischer Schüler, die Abschlussprüfungen nicht stattfinden zu lassen. Ob die erbrachten Leistungen unter den momentanen Bedingungen überhaupt vergleichbar sind, wage ich zu bezweifeln."

Update, 14.50 Uhr - So geht es Briten-Premier Johnson

Die Behandlung des mit dem Coronavirus infizierten britischen Premierministers Boris Johnson zeigt Wirkung. Das teilte der Regierungssitz Downing Street am Mittwoch mit. "Der Premierminister ist klinisch stabil und die Behandlung schlägt an", hieß es in der Mitteilung. Er werde weiterhin auf der Intensivstation des St. Thomas Hospital in London behandelt und sei gut gelaunt. Ein Regierungssprecher sagte Journalisten zudem, Johnson erhalte eine reguläre Sauerstoffbehandlung, könne aber selbstständig atmen.

Johnson war am Sonntag ins Krankenhaus eingeliefert worden, nachdem die Symptome seiner Covid-19-Erkrankung nach zehn Tagen nicht abgeklungen waren. Am Montag ging es ihm dann schlechter und er musste auf die Intensivstation verlegt werden.

Update, 14 Uhr - Tirol hat nun eigenes Corona-Dashboard 

Das österreichische Bundesland Tirol hat nun ein eigenes Dashboard mit den wichtigsten Zahlen und Verlaufsgrafiken zur aktuellen Coronasituation in Tirol veröffentlicht. Darin sind alle relevanten Zahlen zu erkrankten Personen, Genesenen und verstorbenen Personen aufbereitet. Ab sofort soll die neue Online-Übersicht viermal täglich (um 8.30 Uhr, 9.30 Uhr, 13.30 Uhr und 18.30 Uhr) aktualisiert werden. Dies teilte das Land am Dienstag mit.

Update, 13.15 Uhr - Wiesn-"Deadline" im Juni

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) war am Mittag bei Bild live zu Gast. Dabei war auch das Oktoberfest ein Thema. Im Juni werde entschieden, ob die Wiesn heuer über die Bühne gehen könne oder nicht, betonte der CSU-Politiker. 

Auch zu möglichen finanziellen Hilfen für andere Länder äußerte sich der Ministerpräsident. "Ein klares Nein zu Euro-Bonds. Ein klares Ja zu anderen Hilfen. Wir wollen ja helfen und zwar direkt und schnell, dass die Länder, die besonders betroffen sind, die Unterstützung bekommen. Dazu gibt es andere Instrumentarien“, sagte Söder. Ansonsten betonte Söder weitgehend das, was er bereits am Dienstag bei seiner Pressekonferenz angesprochen hatte. Wer zu schnell handele, riskiere einen Rückfall, hieß es. Deswegen wolle Bayern erst nach Ostern - gemeinsam mit Kanzlerin Merkel und anderen Bundesländern - über das weitere Vorgehen entscheiden.

Update, 12.53 Uhr - Polizei kontrolliert Corona-Verstöße von Zeppelin aus

Die Polizei kontrolliert am Osterwochenende von Bord eines Zeppelins aus, ob sich die Menschen in der Region Bodensee-Oberschwaben an die Regeln zur Eindämmung des Coronavirus halten. Dem Ravensburger Polizeipräsident Uwe Stürmer zufolge können die Polizisten aus dieser Höhe Menschengruppen im öffentlichen Raum viel besser als vom Streifenwagen aus erkennen

Zudem eigne sich der Zeppelin NT wegen seines leisen Flugs besonders für eine derartige Mission, hieß es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Die Deutsche Zeppelin-Reederei in Friedrichshafen stellt das Luftschiff für den Einsatz zur Verfügung. Geplant sind mehrere Flüge von Karfreitag bis Ostermontag.

Update, 12.27 Uhr - BMW steigt in Produktion von Corona-Atemschutzmasken ein

Auch der Autobauer BMW will in der Corona-Krise in die Produktion von Atemschutzmasken einsteigen. "Damit gehen wir die globalen Engpässe aktiv an. Aktuell sind bereits Produktionsanlagen auf dem Weg zu uns. Wir können sehr bald schon mehrere Hunderttausend Masken am Tag produzieren", sagte BMW-Chef Oliver Zipse am Mittwoch in München. Die für die Produktion notwendigen Maschinen würden in den kommenden Wochen angeliefert, anschließend sollen bis zu 100.000 Masken am Tag produziert werden.

Für den Kampf gegen das Coronavirus spendete der Autobauer dem Freistaat Bayern zudem eine Million Paar medizinische Handschuhe und 50.000 FFP2-Atemschutzmasken. "In dieser Notlage ist eine zügige und koordinierte Hilfeleistung von höchster Bedeutung", sagte Zipse. Er kündigte an, dass BMW "in den nächsten zwei Wochen" noch einmal eine Million Atemschutzmasken spenden werde.

Update, 11.56 Uhr - Tui: Weg für staatlichen Milliardenkredit frei

Der Weg für ein staatliches Hilfspaket an den Tui-Konzern in der Corona-Krise ist frei. Mehrere Banken erklärten ihre Zustimmung zu einem vom Bund in Aussicht gestellten Kredit über 1,8 Milliarden Euro, teilte der weltgrößte Reiseanbieter am Mittwochmorgen in Hannover mit. 

Das Geld kommt von der staatlichen Förderbank KfW – wegen gleichzeitiger Änderungen an einem anderen Darlehensprogramm mussten aber noch weitere Institute ihr Einverständnis geben.

Update, 11.30 Uhr - Gärtnereien dürfen zum Teil wieder öffnen

Kleine und mittelständische Gärtnereien dürfen unter bestimmten Voraussetzungen wieder öffnen. Nach einer aktuellen Weisung des Gesundheitsministeriums ist insbesondere der Verkauf von Obst, Gemüse und Setzlingen für Lebensmittel wieder gestattet. Untersagt ist weiterhin der Verkauf von Non-Food-Artikeln, wie beispielsweise Blumen, Büschen und sonstigen Gartenbedarfsartikeln. Das geht aus einem Schreiben des Landratsamtes Mühldorf am Inn hervor. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Update, 10.54 Uhr - DHU fordert Tempolimit auf Autobahn zur Entlastung der Ärzte

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat die Bundesregierung und die im Bundestag vertretenen Parteien aufgefordert, angesichts der Corona-Pandemie kurzfristig ein temporäres Tempolimit von 120 bzw. 100 km/h auf Autobahnen zu erlassen. Zudem soll die Höchstgeschwindigkeit außerorts auf 80 km/h abgesenkt werden. 

Mit dieser Maßnahme soll die Unfallzahl verringert und eine unmittelbar wirksame Entlastung von Ärzten, Pflegediensten, Rettungsstellen und Krankenhäusern angesichts der immer noch zunehmenden Zahl der zu behandelnden Covid-19-Patienten sichergestellt werden. 

Die DUH schlägt vor, die von der niederländischen Regierung im März 2020 gewählte Beschränkung auf Tempo 100 km/h tagsüber (6-19 Uhr) bzw. 120 km/h nachts (19-6 Uhr) auch als temporäre Regelung für deutsche Bundesautobahnen zu übernehmen.

"Die erschreckend hohe Zahl der aktuell 145.000 jährlichen Leicht- und Schwerverletzten auf Autobahnen und anderen Außerorts-Straßen würde sich durch eine Geschwindigkeitsbeschränkung in Anzahl und Schwere der Verletzungen segensreich verbessern. Die Krankenhäuser brauchen in den nächsten Wochen und Monaten jedes einzelne Bett, um Covid-19-Erkrankte versorgen zu können", so Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.

Update, 10.22 Uhr - RKI-Chef: "Positiver Trend" durch Corona-Maßnahmen erkennbar

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat sich erneut zuversichtlich über die Wirkung der in Deutschland geltenden Einschränkungen im Kampf gegen das neue Coronavirus geäußert. "Es ist auf jeden Fall ein positiver Trend und den bringen wir natürlich zusammen mit den Maßnahmen", sagte Wieler in einem Interview des "Deutschlandfunk" am Mittwoch. "Das heißt also: Die Maßnahmen, die von den politischen Entscheidern eingeführt wurden, diese Maßnahmen helfen. Das ist gut." Er betonte jedoch auch, dass es sich lediglich um eine Momentaufnahme handele. Entwarnung könne noch nicht gegeben werden.

Aktuell liegt die sogenannte Reproduktionszahl laut Wieler bei 1,3 - mit einer gewissen Schwankungsbreite. Die Reproduktionszahl gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt. Ziel ist es laut Wieler, den Wert unter 1,0 zu drücken. Dann steckt ein Infizierter im Schnitt weniger als einen weiteren Menschen an, das Virus wird langsam eingedämmt.

Für eine Lockerung der Maßnahmen sei aber nicht nur die Reproduktionszahl relevant, sondern auch der Anteil immuner Menschen in der Bevölkerung sowie die Kapazitäten des Gesundheitssystems, erklärte Wieler.

Update, 9.56 Uhr - Überblick: Was ist an Ostern erlaubt und was nicht?

Ostern steht vor der Tür - und viele Menschen in Bayern sind verunsichert. "Eine Pandemie kennt keine Feiertage", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel vergangene Woche. Die strengen Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus gelten weiterhin. Was ist zu Ostern in Bayern erlaubt und was nicht? 

Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick findet Ihr hier.

Update, 9.27 Uhr - Ärztechef: Keine Sommerurlaube für Deutsche

Viele Urlaubsländer trifft die Corona-Krise in größerem Ausmaß als Deutschland. Das wird auch Auswirkungen auf die Sommerurlaube vieler Deutscher haben, wie Klaus Reinhardt, Präsident der "Bundesärztekammer", betonte. Er sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Ich glaube nicht, dass die Deutschen in diesem Sommer schon wieder Urlaubsreisen machen können."

Beispielsweise hätten Urlaubsländer wie Italien oder Spanien noch lange mit den Auswirkungen der Corona-Krise zu kämpfen, so Reinhardt. Selbst bei einer schrittweisen Rückkehr zur Normalität und zum Alltag werde die Pandemie diese Länder noch mindestens bis zum Sommer 2020 beschäftigen.

Update, 9.04 Uhr - So laufen Auszahlung und Finanzierung von Corona-Bonus

Pflegekräfte in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen und ambulanten Pflegediensten sowie Notfallsanitäter und Rettungsassistenten erhalten einen einmaligen "Corona-Bonus". Wer mehr als 25 Stunden wöchentlich arbeitet, erhält 500 Euro. Berechtigte, die regelmäßig 25 Stunden pro Woche oder weniger arbeiten, erhalten 300 Euro.

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) betonte: "Pflegerinnen und Pfleger sowie Rettungskräfte stehen bei der Bewältigung der Corona-Pandemie an vorderster Front. (...) Die Finanzierung erfolgt aus dem Sonderfonds Corona-Pandemie. Wer Anspruch auf die Prämie hat, kann einen Antrag beim Landesamt für Pflege stellen. Benötigt wird lediglich eine Bestätigung des Arbeitgebers. Nach aktuellem Stand soll die Prämie unabhängig von derzeit auf Bundesebene diskutierten Pflegebonus in Höhe von 1.500 Euro gewährt werden." 

Zudem betonte die Ministerin, dass die Staatsregierung aktuell härteste Anstrengungen unternehme, um das Pflegepersonal mit dem dringend benötigten Schutzmaterial und Desinfektionsmitteln auszustatten.

Update, 8.29 Uhr - RKI: Über 100.000 Infektionsfälle in Deutschland

In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Infektionsfälle nach Angaben des Robert-Koch-Instituts auf 103.228 gestiegen. 1861 Menschen seien bislang infolge einer Ansteckung gestorben, teilt das RKI mit. 

Am Dienstag hatte das Institut 99.225 Infektions- und 1607 Todesfälle gemeldet. Bedeutet: Binnen eines Tages stieg die Zahl der bestätigten Infektionen in Deutschland laut RKI um 4003. Es gab 254 neue Todesfälle.

In Bayern verzeichnet das RKI einen Anstieg um 1401 auf insgesamt 27.564 Fälle. Bislang starben mindestens 564 Personen in Bayern am Coronavirus.

Update, 8.21 Uhr - "Nur" 50 neue Infektionen in Tirol

Aktuell liegt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen im österreichischen Bundesland Tirol bei 1.551. Von dieser Zahl sind die genesenen Patienten bereits abgezogen. Die Zahl der Genesenen stieg in den letzten 24 Stunden um 132 auf insgesamt 1.370 Personen an.

Am Dienstag, 7. April, wurden "lediglich" 50 Neuerkrankungen registriert. Insgesamt gab es in Tirol bislang 46 Todesfälle. Am Dienstag wurde glücklicherweise kein neuer Todesfall im Zusammenhang mit Corona gemeldet. Das Bundesland hatte am Dienstag die wochenlange (Selbst-)Quarantäne aufgehoben und sich den österreichweit geltenden Maßnahmen angepasst. Nur Sölden, St. Anton und das Paznauntal mit dem berühmten Wintersportort Ischgl stehen weiter unter Quarantäne.

Update, 7.47 Uhr - Quarantäne: Bundesinnenministerium schlägt strenge Regeln vor

Wer in Deutschland gegen die neuen Quarantäne-Regeln für Einreisende verstößt, muss womöglich mit saftigen Bußgeldern rechnen. In einem Entwurf zu einer Muster-Verordnung für die Bundesländer, die derzeit im Bundesinnenministerium erarbeitet wird, heißt es, Einreisende seien verpflichtet, sich "unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in ihre Wohnung oder in die während ihres Aufenthalts geplante Unterkunft zu begeben und sich für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Einreise ständig dort auszuhalten".

Während dieser Zeit sei es "nicht gestattet, Besuch von Personen zu empfangen, die nicht ihrem Hausstand angehören", heißt es in dem Entwurf, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Ausnahmen gibt es etwa für Pfleger. Wie hoch das Bußgeld jeweils ist, soll davon abhängen, wie groß das Ausmaß der "durch die Tat entstandenen Gefahren für die öffentliche Gesundheit" ist, ob der Betreffende fahrlässig gehandelt hat oder sich uneinsichtig zeigt und ob ein Wiederholungsfall vorliegt.

Wer nach der Einreise gegen die häusliche Absonderung verstößt, soll nach den Empfehlungen des Ministerium zwischen 200 Euro und 25.000 Euro zahlen. Verstöße gegen das Besuchsverbot sollen mit einem Bußgeld von mindestens 150 Euro und höchstens 10.000 Euro geahndet werden. Fährt jemand nicht direkt nach Hause, soll er 50 Euro bis 5000 Euro bezahlen. Wer seiner Verpflichtung, Kontakt zum Gesundheitsamt aufzunehmen, nicht nachkommt, soll dafür ein Bußgeld zwischen 50 Euro und 2000 Euro entrichten.

Update, 7.23 Uhr - Salzburg plant Lockerungen nach Ostern - und warnt vor zweiter Welle

Nachdem die österreichische Bundesregierung am Montag erste Lockerungen der Corona-Maßnahmen nach Ostern in Aussicht stellte, zieht nun auch die Stadt Salzburg nach. Bei einem Pressegespräch informierten am Dienstag Bürgermeister Harald Preuner und Einsatzleiter Michael Haybäck über das weitere Vorgehen. So sollen Parks, Spielplätze und einzelne Märkte nach Ostern wieder öffnen - solange die weitere Corona-Entwicklung dies auch zulasse. 

Über das Tragen von Mundschutz solle hier jeder selbst entscheiden. Wichtig sei jedoch, den Abstand einzuhalten. Die Auffahrt auf den Gaisberg ist auch am verlängerten Osterwochenende noch gesperrt. Zugleich warnten der Bürgermeister und Einsatzleiter Haybäck vor einer zweiten Corona-Welle, die sich vor allem in der Stadt Salzburg ausbreiten könnte.

Grenzschließungen weiter "unbedingt notwendig"

Bürgermeister Preuner sprach am Dienstag auch von einer "schrittweisen Normalisierung" und einem "Öffnen mit Vorsicht". Aufgrund der Nähe zu Bayern, wo derzeit etwa 25.000 Infizierte verzeichnet werden, sei jedoch besondere Vorsicht geboten. Die Grenzschließung bezeichnet das Stadtoberhaupt deshalb als "unbedingt notwendig", Ausnahmen würden keine gemacht.

Update, 7.02 Uhr - Zwei weitere Corona-Tote in München

In der Landeshauptstadt München wurden am Dienstag 90 neue Coronavirus-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 3.884 Infektionen gemeldet.

Die Zahl der Neuinfizierten in München fiel damit seit langem wieder in den zweistelligen Bereich. Zweistellig war die Zahl der registrierten Neu-Infizierten zuletzt am 24. März (damals 65). Jedoch waren am Dienstag auch zwei neue Todesfälle (nun insgesamt 18) zu verzeichnen.

Update, 6.46 Uhr - Kreis Altötting will alle Bürger mit Schutzmasken ausstatten

Das Landratsamt Altötting will alle 106.000 Bürger mit einer Schutzmaske ausstatten. Eine Verpflichtung diese tragen zu müssen, wird es jedoch nicht geben. Hintergedanke dabei sei, bereits an den „Exit“ zu denken, um Schritt für Schritt zurück zur Normalität zurückzukehren. 

„Wir gehen davon aus, dass der Schutzgedanke höher ist, wenn jeder Bürger eine Maske zur Verfügung hat“, erläutert Klaus Zielinski, Pressesprecher des Landratsamtes gegenüber innsalzach24.de. Die Pläne gebe es bereits seit den Anfängen der Corona-Krise. Details zu den Plänen findet Ihr hier.

Update, 6.29 Uhr - Fast 2000 Tote an einem Tag in USA

In den USA ist innerhalb von 24 Stunden die weltweite Rekordzahl von fast 2000 Menschen an den Folgen der Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Laut Zahlen der Johns-Hopkins-Universität vom Dienstagabend (Ortszeit) erlagen seit dem Vortag genau 1939 Menschen in den Vereinigten Staaten der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. 

Es ist die höchste Zahl von Todesopfern, die seit Beginn der Ausbreitung des Erregers innerhalb eines Tages in einem Land verzeichnet wurde.

Update, 6.06 Uhr - Frachtflugzeug bringt acht Millionen Schutzmasken nach Bayern

Ein Frachtflugzeug hat acht Millionen Schutzmasken aus China nach Bayern gebracht. "Sie sind für alle gedacht, die sich mit Medizin beschäftigen", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Dienstag am Flughafen München. Dazu zählten in erster Linie Altenheime, Pflegedienste und Krankenhäuser. Die Lieferung soll erst einmal in ein Lager des Technischen Hilfswerks kommen, wie ein Sprecher der Staatsregierung sagte. Weitere Lieferungen aus China sollten folgen.

Darüber hinaus kündigte der Schutzbekleidungsfirma Franz Mensch mit Sitz in Buchloe (Landkreis Ostallgäu) an, bis Mitte Mai 80 Millionen Stück Mundschutz an Krankenhäuser, Ärzte und Behörden in Deutschland zu liefern. Insgesamt habe man 700 Tonnen Material bestellt, darunter vier Millionen FFP-Atemschutzmasken und 2,5 Millionen Kittel, so Geschäftsführer Achim Theiler. Die Ware werde in China hergestellt und mit mehreren Flügen nach Deutschland transportiert. Gleichzeitig arbeite man daran, eine eigene Produktion für Notlagen vor Ort aufzubauen.

Vorbericht: Bayern droht auch nach den Osterferien der Ausnahmezustand

Schulen zu, Geschäfte dicht: Bayern ist seit Wochen lahmgelegt. Obwohl die Zahl der Neuerkrankungen langsam zurückgeht, stimmt Ministerpräsident Söder die Menschen auf eine lange Geduldsprobe ein.

Auch nach den Osterferien wird das öffentliche Leben in Bayern wegen des Coronavirus noch länger massiv eingeschränkt. "Solange es keinen Impfstoff gibt, bleibt Corona eine Herausforderung, wohl für das ganze Jahr. Wir müssen also lernen, damit zu leben und entsprechend umzugehen", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Wie die Strategie konkret aussieht, sagte er nicht. Es wurde aber deutlich, dass sich die Menschen in Bayern auf längere Schulschließungen, viele geschlossene Geschäfte, Bars, Restaurants, Diskotheken und ein Verbot von Großveranstaltungen einstellen müssen.

Man dürfe die Beschränkungen nicht zu früh lockern, sondern müsse in Stufen vorgehen, betonte Söder. Es sei von besonderer Bedeutung, dass die Entscheidungen in bundesweitem Einklang erfolgten. Zudem sagte er, dass für die kommenden Monate eine Maskenpflicht "hochwahrscheinlich" sei: "Natürlich wird es am Ende eine Form von Maskenverpflichtung geben." Überall dort, wo man Entwicklungen erlaube, brauche es Auflagen, Abstände, Desinfektionen - und mehr Masken. Das gelte nicht nur für Geschäfte, sondern etwa auch für den öffentlichen Nahverkehr.

Bislang gelten die Ausgangsbeschränkungen und Auflagen bis 19. April - nach Ostern wollen die Ministerpräsidenten der Länder mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über Zukunftsperspektiven für die Lockerungen beraten. "Nach Ostern werden Perspektiven entwickelt und abgestimmt", sagte Söder. Er verwies zugleich explizit auf das Nachbarland Österreich, das Deutschland im Infektionsgeschehen drei Wochen voraus sei: Dort würden viele Maßnahmen verlängert nicht gelockert, Ausgangsbeschränkungen blieben, und auch die Schulen blieben zu. "Insgesamt aber scheint uns dieser Weg sehr ausgewogen."

"Wo es keine Änderungen wahrscheinlich geben wird und geben kann, das zeigt das Beispiel Österreich, sind die Bereiche, wo es auch kaum möglich ist, den Abstand zu halten: in der Gastro-Szene, Clubs, Diskotheken, Hotels und auch bei Veranstaltungen", betonte der CSU-Chef und verwies darauf, dass in Österreich "frühestens Mitte Juni" über Lockerungen diskutiert werde. Bemerkenswert fand Söder auch, dass Österreich davon ausgehe, dass es an den Grenzen "fast das ganze Jahr" Kontrollen geben werde. Auch das habe große Auswirkungen auf Deutschland und hier bestehende Reisepläne.

Ob und welche Geschäfte wieder geöffnet werden können, werde man in Deutschland nur "gemeinschaftlich auf nationaler und bayerische Ebene diskutieren". Söder mahnte alle Bundesländer an, keine Alleingänge bei dem weiteren Vorgehen zu riskieren. Bei der Umsetzung sei aber auch zu bedenken, dass Deutschland und auch nur Bayern verglichen mit Österreich schon wegen der Größe weniger flexibel seien. "Deutschland ist ein deutlich schwererer Tanker."

mh/mw/mz/dpa

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