NEWSTICKER ZUR CORONA-PANDEMIE

Ilse Aigner appelliert an Bürger: "Bitte bleiben Sie daheim!" 

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Ein schwer kranker Covid-19-Patient wird am Mittwochnachmittag am Helios Klinikum in Leipzig aufgenommen. Die insgesamt zwei Patienten, die nun auf der Intensivstation des Herzzentrums behandelt werden sollen, waren mit einer Maschine der italienischen Luftwaffe aus Bergamo nach Sachsen geflogen worden. Am Montag hatte Sachsen angekündigt, Corona-Patienten aus Italien in seinen Krankenhäusern aufzunehmen, weil in Italien die Einrichtungen überfüllt sind. 

Das Coronavirus hat die Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff. Seit Freitag gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Mittwoch im News-Ticker:

CORONA - DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 437, Landkreis Traunstein 120, Landkreis Berchtesgadener Land 48, Landkreis Mühldorf 67, Landkreis Altötting 64
  • Bayern verhängt Ausgangsbeschränkung für 14 Tage (bis 3. April)
  • Mindestens 186 Todesopfer in Deutschland (42 in Bayern)
  • Bereits Todesfälle in Kreisen Traunstein, Rosenheim, Altötting und Mühldorf
  • Einreisestopp für Nicht-EU-Bürger in die EU
  • Öffentliches Leben in Bayern seit Dienstag massiv eingeschränkt
  • In Italien inzwischen fast doppelt so viele Corona-Tote als in China
  • Im Landkreis Rosenheim müssen Personen mit höherem Infektionsrisiko in Quarantäne

Nützliche Links zum Thema Corona


Hinweis der Redaktion: Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. In der Grafik findest Du immer die bestätigten Zahlen vom Vortag.

Update, 20.15 Uhr: Ilse Aigner appelliert an Vernunft der Menschen

Ilse Aigner, Präsidentin des Bayerischen Landtags und Landtagsabgeordnete für den Kreis Miesbach, appelliert in einer Videobotschaft an die Vernunft der Menschen. Die Bürger sollen sich genau überlegen, was genau nötig ist und was nicht. Man soll auch die zahlreichen Rettungskräfte im Hinterkopf behalten, die jetzt an anderer Stelle dringend gebraucht werden.

Update, 19.07 Uhr: Nach Corona-Drohung: Polizei Waldkraiburg ermittelt Tatverdächtigen 

Am Montag, dem 23. März, kursierte eine Nachricht in den Sozialen Medien, dass ein Unbekannter Menschen androhte, sie mit Corona zu infizieren. Dank eines Hinweises aus der Bevölkerung, konnte die Polizei Waldkraiburg einen Tatverdächtigen ermitteln.

Update, 18.50 Uhr: Historischer Schutzschirm für Wirtschaft und Krankenhäuser

Die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete und Drogenbeauftragte Daniela Ludwig hat an die Bevölkerung in Stadt und Landkreis Rosenheim appelliert, die Ausgangsbeschränkungen zu beachten und damit ihren Anteil zur Bewältigung der Corona-Krise beizutragen. "Die Corona-Krise ist nur mit einem nationalen Kraftakt zu meistern", so die heimische Wahlkreisabgeordnete. "Ich danke allen, die derzeit Übermenschliches leisten, um die Krankenversorgung und die Grundversorgung der Bevölkerung sicherzustellen."

Die Krankenhäuser in Stadt und Landkreis Rosenheim sieht Ludwig für die Corona-Krise gerüstet. "Ich habe volles Vertrauen in die RoMed Kliniken und alle anderen Krankenhausträger in der Region. Sie bereiten sich sorgfältig und verantwortungsbewusst auf die kommenden Wochen vor." Daniela Ludwig unterstützt den Appell der bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml an derzeit nicht im Beruf tätige Pflegekräfte, im Kampf gegen die Corona-Pandemie mitzuwirken.

Pressemitteilung Bundestagsbüro Daniela Ludwig

Update, 17.50 Uhr - Sieben weitere Fälle im Landkreis Altötting

Das Landratsamt Altötting hat erneut die Corona-Fallzahlen aktualisiert. Mittlerweile wurden im Landkreis 64 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen.

Update, 17.40 Uhr - "Triage": Patienten im Extremfall sortieren

In der aktuellen Corona-Pandemie könnten Ressourcen in Krankenhäusern in Deutschland knapp werden - etwa Beatmungsgeräte. Dann müssten die Ressourcen an Patienten verteilt werden. Solch ein Verteilungssystem nach festgelegten Kriterien nennt man Triage. Das Wort stammt vom französischen Verb "trier", was "sortieren" oder "aussuchen" bedeutet.

In Deutschland werden Triage-Instrumente in Notaufnahmen angewandt. Beim "Manchester Triage System" etwa wird der Patient nach den Kategorien Lebensgefahr, Bewusstsein, Blutverlust, Schmerzen, Temperatur und Krankheitsdauer einer von fünf Dringlichkeitsstufen zugewiesen. Allerdings geht man im Krankenhaus-Alltag gewöhnlich davon aus, dass alle Patienten bestmöglich behandelt werden können.

Das könnte sich in Deutschland ändern - wie bereits in Italien und Spanien. "Für diesen Fall muss es allgemein gültige, transparente Kriterien für die Triage geben", sagt Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Er betont, dass es bei der Einteilung keinesfalls nur auf das Alter ankomme.

Eine solche Entscheidung sei für jene Menschen, die sie treffen müssten, immer belastend, sagt Klaus Lieb, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz. "Wir reden von Bildern, die sich massiv einprägen: der Mensch, den man unbehandelt lässt, gegenüber dem, den man rettet." Deshalb sollte immer im Team entschieden werden - und "getrennt von den Personen, die die Konsequenzen der Entscheidung umsetzen".

Noch ist es in Deutschland noch nicht so weit und kann bei Einhaltung der Maßnahmen und Ausgangsbeschränkungen auch verhindert werden. 

Das System kommt aus der Militärmedizin. Ende des 18. Jahrhunderts fanden sich im "Königlich-Preußischen Feldlazareth-Reglement" erste Angaben, wie Verwundete nach Schweregraden eingeteilt werden sollten. Unter Napoleon I. entwickelte der Militärchirurg Dominique Jean Larrey "fliegende Lazarette": Die Verwundeten wurden auf dem Schlachtfeld nach der Schwere ihrer Verletzungen sortiert und, wenn nötig, vor Ort behandelt. Der Begriff "Triage" wurde noch nicht verwendet, er setzte sich erst später durch.

Update, 17.10 Uhr - Weitere Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es mittlerweile insgesamt 48 bestätigte Coronafälle im Landkreis Berchtesgadener Land gibt (Stand: 25. März, 15 Uhr).

Damit sind im Vergleich zum Vortag sieben neue Fälle hinzugekommen. Alle infizierten Personen werden medizinisch behandelt und befinden sich in Quarantäne. Außerdem stehen sie im täglichen Kontakt mit dem Gesundheitsamt. 

Aktuell befinden sich fünf Patienten in stationärer Behandlung. Weitere 287 direkte Kontaktpersonen sind in häuslicher Quarantäne.

Führungsgruppe Katastrophenschutz koordiniert notwendige Maßnahmen 

Innerhalb der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) unter Leitung von Landrat Georg Grabner koordiniert das Gesundheitsamt die medizinisch notwendigen Maßnahmen und ordnet sowohl für infizierte Personen als auch Kontaktpersonen Quarantänemaßnahmen an. 

Das Gesundheitsamt steht dabei mit den niedergelassenen Ärzten und den Kreiskliniken der Kliniken Südostbayern AG in engem Kontakt. In täglichen Lagebesprechungen mit der Örtlichen Einsatzleitung (ÖEL) werden die Koordinierung von Einsatz- und Hilfsorganisationen im Landkreis Berchtesgadener Land und die logistischen Aufgaben und Beschaffungen, z. B. von Schutzkleidungen, festgelegt .

Das Bild zeigt Landrat Georg Grabner (Mitte) bei einer Lagebesprechung mit der Führungsgruppe Katastrophenschutz des Landratsamtes Berchtesgadener Land.

Beim Bürgertelefon des Landratsamtes Berchtesgadener Land (Telefon 0049 8651 773-151) gehen täglich zahlreiche Anrufe ein. Am gestrigen Tag waren es innerhalb von sechs Stunden rund 250 Anrufe. 

Besorgte Bürger werden gebeten, sich bei Fragen zum Coronavirus an die Hotline des Gesundheitsministeriums zu wenden: Telefon 0049 9131 6808-5101.

Der ärztliche Bereitschaftsdienst ist unter der Nummer 116 117 erreichbar.

Update, 17 Uhr - Auch zweiter Corona-Test bei Kanzlerin Merkel negativ

Auch beim zweiten Test von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf das neuartige Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. Das teilte ein Regierungssprecher am Mittwoch in Berlin mit. "Die Bundeskanzlerin arbeitet weiterhin aus der häuslichen Quarantäne und wird sich Anfang der kommenden Woche erneut testen lassen."

Update, 16.50 Uhr - Waldkraiburgs Bürgermeister zur aktuellen Situation

Bürgermeister Robert Pötzsch wendet sich in einem Facebook-Video direkt an die Bürger Waldkraiburgs.

Update, 16.14 Uhr - Erster Todesfall im Landkreis Mühldorf

"Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn ist erstmals eine Person, die mit dem Corona-Virus infiziert war, verstorben", teilte das Landratsamt Mühldorf soeben mit. Die verstorbene Person sei über 60 Jahre alt gewesen. Weitere Informationen gab das Landratsamt Mühldorf nicht preis. 

Das Gesundheitsamt vermeldet an diesem Mittwoch zudem elf neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 25. März, 16 Uhr).

Es handelt sich um zwei Erwachsene über 60 Jahre, sieben Erwachsene unter 60 Jahre und zwei Minderjährige. 

Von den neuen bestätigten Fällen wird eine Person stationär behandelt. Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 67 bestätigte Fälle vor. 

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. 

Für die Klinik Mühldorf, welches als Corona-Zentrum für die Landkreise Altötting und Mühldorf festgelegt wurde, ergeben sich zum Stichdatum-/zeitpunkt folgende Zahlen:

  • Stationäre Corona-Verdachtsfälle: 49 
  • Stationäre Corona-Positivfälle: 37 
  • Davon Intensivpflichtige Corona-Patienten: 9
  • Entlassene Corona-Patienten: 1

Update, 15.45 Uhr - 131 neue Fälle im Raum Rosenheim

Auch im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim ist die Anzahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen deutlich angestiegen. Mit Stand Dienstag, 24. März, 24 Uhr, waren 437 Fälle bekannt. Das teilte das Landratsamt Rosenheim soeben mit. 

Am Tag davor waren es noch 306. Damit kamen binnen eines Tages 131 Neu-Infizierte dazu. "Der gestern beobachtete Anstieg der Fallzahlen um 131 ist bisher

der höchste beobachtete Anstieg

im Landkreis Rosenheim", erklärt das Landratsamt Rosenheim in einer Pressemitteilung. 

Auch in den nächsten Tagen sei mit einem Anstieg der Fallzahlen zu rechnen, da COVID-19-Infizierte erst verzögert symptomatisch werden.

Bereits am Dienstag hatte der Landkreis Rosenheim eine Allgemeinverfügung erlassen, wonach sich Kontaktpersonen der Kategorie I, die direkten Kontakt mit einem bestätigten COVID-19-Patienten hatten, sich für 14 Tage eigenständig in häusliche Quarantäne begeben müssen. Die Regelung trat zum 25. März in Kraft.

Update, 15.39 Uhr - 34 neue Fälle und weiterer Todesfall im Raum Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 120 bestätigte Corona-Fälle vor. Am Dienstag, 24. März, waren es noch 86. Damit wurden binnen eines Tages 34 neue Fälle gemeldet (Stand: 25. März 15 Uhr). Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Alle Personen werden medizinisch versorgt. 

In den sechs Standorten der Kliniken Südostbayern werden derzeit insgesamt 15 Coronavirus-Patienten behandelt. Fünf Patienten liegen dabei auf den Intensivstationen. Leider gibt es im Landkreis Traunstein nun auch einen zweiten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu beklagen. Beim Opfer handelt es sich um eine 86-jährige Frau, die bereits verschiedene Vorerkrankungen aufwies und zuletzt palliativ behandelt worden war.

Update, 15.33 Uhr - Abiturprüfungen sollen wie geplant stattfinden

Die Abiturprüfungen sollen ungeachtet der Corona-Krise offenbar wie geplant stattfinden. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Zum jetzigen Zeitpunkt sei eine Absage von Prüfungen nicht notwendig, erklärte demnach die Kultusministerkonferenz (KMK) der Länder am Mittwochnachmittag nach einer Telefonkonferenz der Minister. 

Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Dr. Stefanie Hubig: „Ich freue mich, dass wir uns in einer so schwierigen Situation innerhalb der Ländergemeinschaft auf einen gemeinsamen Beschluss geeinigt haben. Wir haben klare Vorgaben für unsere Schülerinnen und Schüler. Für sie ist es besonders wichtig, dass sie jetzt Planungssicherheit haben, gleichzeitig steht ihre Gesundheit für uns an erster Stelle.“

Die Prüfungen, insbesondere die schriftlichen Abiturprüfungen, finden zum geplanten bzw. zu einem Nachholtermin bis Ende des Schuljahres statt, soweit dies aus Infektionsschutzgründen zulässig ist. Hubig betont, dass alle Schülerinnen und Schüler keine Nachteile aus der jetzigen Ausnahmesituation haben werden und dass sie noch in diesem Schuljahr ihre Abschlüsse erwerben können.

Damit scheint das Vorhaben Schleswig-Holsteins, die Abiturprüfungen abzusagen, vom Tisch zu sein.

Schleswig-Holsteins Kultusministerin Karin Prien (CDU) hatte am Dienstag  angekündigt, dass sie sich für eine Absage der Abiturprüfungen und weiterer Schulabschlussprüfungen im Land stark machen wolle. Stattdessen solle, was das Abitur betrifft, ein Ankerkennungsabitur auf Basis der bisher erbrachten Leistungen ausgestellt werden.

Update, 15.05 Uhr - Corona-Patienten aus Italien nach Sachsen geflogen

Mit einer Militärmaschine Lockheed C-130 Hercules der italienischen Luftwaffe sind am Mittwoch weitere Corona-Patienten aus Italien (Bergamo) auf dem Flughafen Leipzig/Halle gelandet. Sachsen will diese in seinen Krankenhäusern aufnehmen und kommt damit einer Bitte der italienischen Regierung in Rom nach.

„Die Kapazitäten sind momentan frei und extra dafür vorgehalten“, sagte Krankenhaussprecher Stefan Möslein. Die Klinik erwarte zwei schwer kranke Menschen. Insgesamt werden nun vier Italiener in Deutschland auf Intensivstationen betreut. 

Update, 14.35 Uhr - Unvernünftige Wanderer und Skitourengeher

Im Allgäu mussten am Dienstag Beamte der Polizeiinspektion Oberstdorf im Bereich des Riedberger Horns und des Grasgehrens einschreiten. Dort hatten zahlreiche unvernünftige Wanderer und Skitourengeher in den Gipfelbereichen gegen die derzeit geltende Allgemeinverfügung verstoßen und waren dort "dicht an dicht" gestanden. Es gab deswegen zahlreiche Anzeigen.

Vereinzelt seien diese Personen sogar aus anderen Landkreisen angereist, um zu den Ausflugsorten zu gelangen, teilte die Polizei mit. Verboten ist das derzeit (noch) nicht. Allerdings hatten bereits Bürgermeister aus dem Tegernseer Tal gefordert, dass sich die Bürger in Bayern nur noch in ihren Landkreisen aufhalten dürfen sollten. Dies wies Ministerpräsident Söder (CSU) jedoch zurück: "Das wäre jetzt das falsche Signal!"

Update, 14.25 Uhr - Wird Seniorenheim nun doch evakuiert?

In Würzburg wird nun doch darüber nachgedacht, die Senioreneinrichtung, in der bereits zehn Menschen am Coronavirus gestorben sind, zu evakuieren. Seit Dienstagabend werden zunächst alle Bewohner und Mitarbeiter auf das Virus getestet. Wenn die Ergebnisse vorliegen, soll entschieden werden, ob entweder die infizierten oder nicht-infizierten Personen aus der Einrichtung gebracht werden. Das berichtet der Bayerische Rundfunk.

Eine Entscheidung soll am Donnerstag fallen. Wo die Bewohner dann möglicherweise untergebracht werden, darauf hatte auch Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) noch keine konkrete Antwort. Die Rede war jedoch von "einer weiteren Einrichtung im Gesundheitswesen".

Update, 13.41 Uhr - Bub (5) hat Corona und kämpft um sein Leben

Auch aus Großbritannien gibt es inzwischen dramatische Nachrichten in Sachen Coronavirus. Dort hat eine Mutter nun einen verzweifelten und bewegenden Appell via Facebook an die Öffentlichkeit gerichtet, in dem sie dazu aufruft, sich dringend an das "Social Distancing" und die Anweisungen der Behörden zu halten.

Ihr kleiner Sohn Alfie (5) hatte sich schwer mit dem Coronavirus infiziert und war nach schlimmen Halluzinationen und hohem Fieber - bis zu 42,3 Grad wurden gemessen - in eine Klinik eingeliefert worden. Dort kämpft der Bub derzeit um sein Leben und hat bereits seine Mutter gefragt: "Mama, werde ich sterben?"

Update, 13.28 Uhr - Malteser starten Hilferuf zur Mithilfe

Die Malteser Mühldorf stehen in der derzeitigen Ausnahmesituation mit allen ihnen zur Verfügung stehenden personellen Mitteln ihrer Einheiten „Betreuung und Verpflegung“, „Logistik“ und Technik“, „Sanitätsdienst“, so wie der Malteser GmbH Mühldorf bereit, alle ihnen zu gewiesen Aufgaben zum Schutz und der Versorgung der Bevölkerung zu ergreifen. 

Die derzeitige Lage wird in der nächsten Zeit noch einen großen Personalbedarf erfordern, darum braucht der Hilfsdienst dringend Unterstützer und Unterstützerinnen. Die Malteser werden bei den kommenden Aufgaben jede helfende Hand benötigen

Gesucht werden Personen die schon ehrenamtliche oder hauptamtliche Erfahrungen im Rettungsdienst, Sanitätsdienst, Betreuung, Verpflegung, Technik, Logistik usw. in Hilfsorganisation wie THW, Feuerwehr, Bundeswehr und ähnlichen gesammelt haben. Neben den Aufgaben an den zukünftigen Einsatzstellen, gibt es viele rückwärtige Aufgaben, wie die Beschaffung und Bereitstellung von Material und Versorgungstätigkeiten oder Fahrertätigkeiten. Hier kann sich jeder einbringen und unsere Stammkräfte unterstützen und somit auch entlasten. 

Ferner suchen wir aber auch dringend noch nach helfenden Händen, die mit ihren Möglichkeiten mit anpacken wollen und unter anderem auch Einkaufsdienste für Bedürftige machen. Wer Interesse hat kann sich ab sofort unter siegfried.rabl@malteser.org melden.

Pressemitteilung Malteser Mühldorf

Update, 12.43 Uhr - Auch Spanien nun mit mehr Corona-Todesfällen als China

Nach Italien hat nun auch Spanien mehr Todesfälle durch die Coronavirus-Pandemie als China gemeldet. Bis Mittwochmittag sei die Zahl der Toten auf 3434 gestiegen, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Am Vortag waren es noch knapp 2700. In China lag die Zahl am Mittwoch bei rund 3150.

ftig vom Coronavirus betroffenen Madrid haben mehrere Hotels ihre Zimmer für Krankenhauspersonal zur Verfügung gestellt.

Update, 12.05 Uhr - Neues Infektionsschutzgesetz: Bayern kann "Gesundheitsnotstand" ausrufen

Die bayerische Staatsregierung bekommt im Kampf gegen das Coronavirus noch weitreichendere Befugnisse. Sie kann nun einen "Gesundheitsnotstand" ausrufen und damit leichter medizinisches Material beschlagnahmen sowie direkt auf medizinisches und pflegerisches Personal zugreifen.

Das regelt ein neues bayerisches Infektionsschutzgesetz, das der Landtag am Mittwoch in seltener Einmütigkeit billigte: Alle sechs Fraktionen stimmten dem in Rekordzeit erarbeiteten Gesetz zu. Es gehe um Leben und Tod, deshalb ziehe man nun an einem Strang, betonten Redner aller Fraktionen. Lediglich ein fraktionsloser Abgeordneter stimmte mit Nein.

Neben leichteren Beschlagnahmemöglichkeiten für medizinisches Material sieht das Gesetz unter anderem vor, dass Behörden etwa von Feuerwehren die Herausgabe von Mitgliederadressen verlangen können und von der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns die Adressen von aktiven Ärzten und Ärzten im Ruhestand. Ziel ist, in Notsituationen zusätzlichen Personalbedarf decken zu können. Und wenn es hart auf hart kommt, können die Behörden sogar "von jeder geeigneten Person die Erbringung von Dienst-, Sach- und Werkleistungen" verlangen, wenn das "zur Bewältigung des Gesundheitsnotstands erforderlich ist".

Der Landtag beschloss zugleich eine spezielle gesetzliche Regelung, um die Kommunal-Stichwahlen am Sonntag, die wegen der Corona-Krise nur per Briefwahl durchgeführt werden, absolut rechtssicher zu machen. Dies wird nun mit einer Ergänzung im entsprechenden Gesetz explizit klargestellt, damit die Wahl deshalb nicht anfechtbar ist.

Update, 11.51 Uhr - Palast bestätigt: Prinz Charles positiv auf Corona getestet

Wie der „Guardian“ vermeldet, ist Charles, Prinz von Wales, positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Inzwischen hat diese Meldung auch der Buckingham Palace bestätigt. Seine Ehefrau Camilla sei negativ getestet worden. Wo der Royal sich infizierte, ist nicht bekannt. Gemeinsam sind die beiden in ihrem Haus in Schottland und befinden sich in Selbst-Isolation.

Der Thronfolger „zeige milde Symptome, sei aber aber ansonsten bei guter Gesundheit", hieß es weiter. Mit seinen 71-Jahren gehört Prince Charles bereits zur Risikogruppe.

Wie die Corona-Lage in Großbritannien ist, liest Du hier.

Update, 11.31 Uhr - 7289 Coronavirus-Fälle in Bayern und 41 Tote

In Bayern sind inzwischen 7289 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Es gebe 41 Todesfälle, sagte Staatssekretär Gerhard Eck (CSU) am Mittwochvormittag in Würzburg. Eck ist wegen der Coronakrise für drei Monate vorübergehend vom Innen- ins Gesundheitsministerium gewechselt.

Update, 11.16 Uhr - Chiemgauer Touristenpaar auf Philippinen-Insel gefangen

Saskia Haumayer und ihr Freund Joseph Huber aus Marquartstein sitzen seit neun Tagen auf der philippinischen Insel Boracay fest. Sie wollten dort einen unbeschwerten Urlaub verbringen, doch die geplante Rundreise wurde zu einem wahren Albtraum. 

"Bitte tut uns den Gefallen und verbreitet dieses Video so oft wie ihr könnt": Mit dramatischen Worten wendet sich ein junges Urlauberpaar an die Öffentlichkeit. Was hinter dem Aufruf steckt und wie es ihnen geht, liest Du hier.

Saskia Haumayer und ihr Freund Joseph Huber aus Marquartstein.

Update, 10.54 Uhr - Corona-Testzentrum in Rosenheim nun in Betrieb

Das neu-installierte Corona-Testzentrum auf der Loretowiese in Rosenheim ist nun in Betrieb. Das hatte die Stadt Rosenheim bereits am Dienstag, 24. März, mitgeteilt. In den Feuerwehr-Containern werden ausschließlich Personen getestet, die von ihrem Hausarzt per Überweisungsschein direkt dorthin verwiesen werden. Geplant sind aktuell etwa 80 Patientenabstriche pro Tag

Coronavirus-Testzentrum auf Loretowiese in Rosenheim

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"Mit der Einrichtung des Testzentrums sollen der stark belastete Hausbesuchsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) und die Rosenheimer Hausärzte entlastet sowie knappes Infektionsschutzmaterial eingespart werden", hieß es in der Mitteilung der Stadt.

Update, 10.35 Uhr - Weiterer Corona-Todesfall unter Bewohnern in Würzburger Seniorenheim

Unter den Bewohnern der Würzburger Senioreneinrichtung St. Nikolaus ist ein zehnter Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das gab Würzburgs Bürgermeister Christian Schuchardt (CDU) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz bekannt. Alle zehn Toten seien hochbetagt gewesen und hätten erhebliche Vorerkrankungen gehabt.

In der Einrichtung, die zum städtischen Bürgerspital gehört, sind auch zahlreiche Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Inzwischen wird auch die Stiftungsdirektorin Annette Noffz auf eine mögliche Infektion getestet, wie Schuchardt mitteilte. Ein Ersatz von Mitarbeitern durch Sanitätspersonal der Bundeswehr, wie ursprünglich angedacht, sei nicht möglich. Das Bundeswehrpersonal stehe nicht zur Verfügung, sagte Schuchardt.

Update, 10.21 Uhr - DFL hofft auf Bundesliga-Fortsetzung Mitte Mai

Nach der Fußball-EM werden nun auch die Olympischen und Paralympischen Spiele von diesem Sommer um ein Jahr auf 2021 verschoben. Damit sind alle großen Sportereignisse in näherer Zukunft abgesagt oder verschoben worden. Die Fußball-Bundesliga ist bisher bis zum 2. April unterbrochen. Eine Verlängerung des Spielstopps ist allerdings unausweichlich und wurde am Dienstag von der DFL empfohlen.

Nach der Empfehlung für eine verlängerte Aussetzung des Spielbetriebs in der 1. und 2. Bundesliga hofft die Deutsche Fußball Liga nach Informationen der Bild-Zeitung auf eine Wiederaufnahme Mitte Mai. Für den 16. Mai war eigentlich der letzte Bundesliga-Spieltag in dieser Saison terminiert. Bis zum 30. Juni solle die Saison dann mit Geisterspielen zu Ende gebracht werden. Die Zustimmung der 36 Profivereine auf der Mitgliederversammlung am 31. März zu diesem Schritt gilt als sicher.

Update, 10.01 Uhr - PK vom Robert-Koch-Institut im Livestream

Gegen 10 Uhr startet wieder das regelmäßige Update des Robert-Koch-Instituts zur aktuellen Corona-Lage in Deutschland. Es reden RKI-Chef Lothar Wieler und Pressesprecherin Susanne Glasmacher. Den Livestream siehst Du hier:

Update, 9.50 Uhr - Erster Todesfall im Landkreis Altötting 

Nun gibt es auch im Landkreis Altötting den ersten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Laut Pressestelle des Landratsamtes handelt es sich bei dem Opfer um einen 85-jährigen Mann aus Teising. Er ist am Dienstagabend, 24. März, im Krankenhaus Mühldorf verstorben. Als erstes hatte zunächst die Passauer Neue Presse darüber berichtet. Ob der Mann etwaige Vorerkrankungen hatte, ist bislang nicht bekannt.

Bislang wurden im Landkreis Altötting 57 Infektionen (Stand 7.30 Uhr am 25. März) mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen.

Update, 9.11 Uhr - Historische Sitzung im Bundestag jetzt im Livestream

Der Deutsche Bundestag hat kurzfristig eine Debatte zur Bewältigung der Corona-Krise angesetzt. Um 9 Uhr begann die 154. Sitzung des Bundestages – es wird eine historische: Das 156-Milliarden-Paket gegen das Coronavirus soll heute beschlossen werden. Außerdem will der Bund mit mehreren großen Rettungsschirmen und umfangreichen Rechtsänderungen Familien, Mieter, Beschäftigte, Selbstständige und Unternehmen in der Corona-Krise schützen.

Um eine Ansteckungsgefahr zu minimieren, bleiben jeweils zwei Plätze zwischen den Bundestagsabgeordneten frei.

Update, 9.04 Uhr -  RKI meldet erneuten Anstieg der Fallzahlen

Die Zahl der Coronavirus-Fälle ist in Deutschland erneut gestiegen. Das Robert-Koch-Institut meldete mit Stand 0 Uhr 31.554 Fälle – 4191 mehr als am Tag zuvor.

Die aktuellen Zahlen wird das RKI um 10 Uhr in einer Pressekonferenz bekannt geben.

Update, 8.48 Uhr - Erster Corona-Patient im Klinikum Erding gestorben

Im Klinikum Erding ist jetzt der erste Coronavirus-Patient gestorben, das teilte laut merkur.de Landrat Martin Bayerstorfer Dienstag in einer Pressekonferenz mit. Bei dem Toten handelt sich um einen 82-jährigen Deutschen, der als Passagier am Flughafen München gelandet war. Deshalb wird er auch nicht in der offiziellen Statistik für den Landkreis oder für Bayern geführt.

Derzeit werde die Notfallklinik im Warteraum Asyl mit bis zu 1000 Betten ausgebaut. Auf dem Fliegerhorstgelände stehen acht Leichtbauhallen zur Verfügung. In jeder könnten 160 Behandlungsplätze eingerichtet werden. Der Landrat betonte: „Die hohe Kapazität brauchen wir, allerdings nicht ausschließlich für die eigene Bevölkerung.” Er erwarte eine steigende Anzahl an Corona-Patienten vom Flughafen – 80 000 Deutsche warten darauf, aus dem Ausland heimgeholt zu werden. „Wir sind Sitz des Rettungszweckverbandes und wollen auch für Ebersberg und Freising da sein.”

Update, 8.32 Uhr - Neun Tote in Seniorenheim - Verantwortliche äußern sich

Die neun Todesfälle unter Heimbewohnern aus einer Senioreneinrichtung in Würzburg, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert waren, haben deutschlandweit und darüber hinaus für Schlagzeilen gesorgt. Nun wollen sich die Verantwortlichen öffentlich äußern. Am Mittwochvormittag, 9.30 Uhr, beziehen neben dem ärztlichen Direktor des Würzburger Universitätsklinikums, Professor Georg Ertl, anderem auch Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) und Landrat Eberhard Nuß (CSU) Stellung.

Neben den neun Toten gab es in der Einrichtung noch weitere Infektionen mit dem Coronavirus. Fünf weitere Bewohner befinden sich auf Intensivstationen von Krankenhäusern, zudem sind auch Mitarbeiter infiziert.

An einer Zugangstür zu einem Seniorenheim ist ein Schild angebracht, das von Besuchen dieser Einrichtung abrät. Der Tod von neun Menschen aus einem Würzburger Pflegeheim nach einer Infektion mit dem Coronavirus hat Patientenschützer und Politiker alarmiert.

Update, 8.16 Uhr -  RKI empfiehlt Tests bei jedem mit Atemwegsproblemen

Das Robert-Koch-Institut hat am Dienstag seine Orientierungshilfe für Ärzte zu Coronavirus-Tests aktualisiert. Demnach soll fortan am besten jeder mit Atemwegsproblemen („respiratorischen Symptome“) auf das Coronavirus getestet werden.

Bisher sollte nur getestet werden, wer Atemwegsprobleme und gleichzeitig Kontakt zu einem Infizierten hatte bzw. im Risikogebiet war. Zuerst hatte die „Ärzte Zeitung“ über die neue RKI-Empfehlung berichtet.

Labore hingegen kritisieren bereits jetzt eine „zu breite Testung“. Auch könnten die Laborkapazitäten zum Problem werden. Die Frankfurter Virologin Prof. Sandra Ciesek hatte erklärt, dass es derzeit einen Engpass bei Tests gibt: „Der Engpass sind die Laborkapazitäten, also die Menschen.“ Die Labormitarbeiter arbeiteten seit Anfang Februar durch, auch Samstag und Sonntag, „das ist schon eine enorme Belastung“. Es gebe leider nur wenige Fachkräfte, die die derzeit dafür nötige Technik beherrschten. „Die können Sie nicht einfach so nachbestellen. Das ist auch ein Grund, dass aktuell nicht jeder ohne Symptome auf eigenen Wunsch getestet werden kann.“

Update, 7.54 Uhr - Teenager in den USA stirbt an Coronavirus

In den USA ist offenbar erstmals eine minderjährige Person an den Folgen des Coronavirus gestorben. Der tote Teenager aus Lancaster nördlich von Los Angeles sei bei „guter Gesundheit“ gewesen, bevor er sich mit dem Virus infiziert habe, sagte am Dienstag der Bürgermeister von Los Angeles, Eric Garcetti (49). Zum Geschlecht und Alter des oder der gestorbenen Minderjährigen machten die Behörden keine Angaben.

Kalifornien ist einer der am härtesten von der Pandemie getroffenen US-Bundesstaaten. Für den gesamten Westküstenstaat gilt seit vergangener Woche eine Ausgangssperre. Im Großraum der Millionenmetropole Los Angeles stieg die Zahl der Corona-Infizierten zuletzt deutlich an. Bis Dienstag gab es dort mindestens 662 bestätigte Fälle und elf Todesopfer der Pandemie.

Update, 7.23 Uhr - Zweiter Coronavirus-Todesfall in München

In München gibt es einen zweiten Coronavirus-Todesfall. Wie die Stadt am Dienstag mitteilte, ist ein 79-jähriger Patient mit Vorerkrankungen in der München Klinik Schwabing an COVID19 gestorben.

Am Dienstag wurden in der Landeshauptstadt insgesamt 65 neue Fälle bestätigt. Die Zahl der Neuinfizierungen geht also zurück, die von der Staatsregierung verhängten Maßnahmen scheinen bereits Wirkung zu zeigen. In München sind aktuell insgesamt 1.381 Infektionen gemeldet.

Update, 7.14 Uhr - Brasilien-Präsident Bolsonaro hält Virus für "Fantasie"

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat das Coronavirus erneut verharmlost und die Ausgangsbeschränkungen kritisiert. Bolsonaro beschuldigte in einer Fernsehansprache am Dienstagabend (Ortszeit) die Medien, ein Gefühl der Angst zu verbreiten und forderte dazu auf, zur Normalität zurückzukehren. 

"Wenn ich mich mit dem Virus infiziere, bekomme ich nur eine 'gripezinha' (kleine Grippe) oder ein 'resfriadinho' (kleine Erkältung)", sagte der Präsident, während Tausende Brasilianer in mehr als einem Dutzend Städten wieder protestierten. Zudem bezeichnete er das Virus als "Fantasie". Es war der achte Tag in Folge der sogenannten panelaços, bei denen die Menschen auf Töpfe und Pfannen schlugen; auch "Lügner" und "Bolsonaro raus" -Rufe wurden aus den offenen Fenstern laut.

Jair Bolsonaro, Präsident von Brasilien, nimmt sich auf einer Pressekonferenz den Mundschutz ab. Die Pressekonferenz wurde mit Schutzmasken durchgeführt, nachdem zwei Minister positiv auf das Covid-19 getestet worden sind.

Er sagt, die schreckliche Situation in Italien werde sich in Brasilien wegen der jüngeren Bevölkerung des lateinamerikanischen Landes und des wärmeren Klimas nicht wiederholen, ihm selbst als ehemaligem Sportler würde Corona nichts ausmachen. Die Zahl der Todesfälle im Land ist am Dienstag nach Regierungsangaben von 34 auf 46 gestiegen, die Zahl der bestätigten Fälle auf 2.201 von 1.891.

Update, 7.02 Uhr - Salzburger Messezentrum wird zum Corona-Krankenhaus

Die Salzburger Landeskliniken brauchen dringend mehr Platz für die vielen Coronapatienten, die sie behandeln. Deswegen wird derzeit das Messezentrum umgebaut – in ein Zusatzspital für Patienten mit mittelschwerem Krankheitsverlauf.

Derzeit wird noch aufgebaut – am Donnerstag soll die neue Coronastation in Betrieb gehen. Bis dahin sollen etwa 350 Kojen mit je zwei Betten aufgestellt sein. Insgesamt stehen also etwa 700 Betten zur Verfügung – mit der Option, noch Platz für weitere 500 zu schaffen. Für das neue Zusatzspital im Salzburger Messezentrum sucht das Land noch Personal: sowohl Ärzte, als auch Pfleger und Therapeuten.

Am Donnerstag soll die Coronastation in Betrieb gehen.

Update, 6.40 Uhr - Mehr als 1.000 Tote in Frankreich

Die Pandemie hat in Frankreich bereits über 1.000 Opfer gefordert. Es starben 1.100 Menschen in Krankenhäusern, das waren 240 mehr als noch am Vortag, wie die Behörden mitteilten. In Frankreich steckten sich bisher rund 22.300 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 an, das waren über 2.400 mehr als noch am Vortag.

Update, 5.33 Uhr - Wann wird man getestet? Wann muss man in Quarantäne?

In der Bevölkerung ist derzeit viel Verunsicherung zu spüren: Wann wird man getestet? Wann muss man in Quarantäne? OVB24 klärt auf.

Vorbericht: Neue Regeln für "Kontaktpersonen der Kategorie I" im Landkreis Rosenheim

In Tirol ist am Dienstag, dem 4. März, der erste Mensch an Corona gestorben. Im Landkreis Rosenheim nahm die Zahl der Neuinfektionen zwar leicht ab, dennoch ist keine Entspannung der Lage in Sicht. 

Das BRK rief zu Blutspenden im Landkreis auf und eine Teststation wurde an der Loretowiese in Rosenheim errichtet, ebenso in Bad Reichenhall. 

Am Abend verkündete das Landratsamt Rosenheim, das ab sofort alle Personen mit höherem Infektionsrisiko müssen in Quarantäne. Diese Personen werden als Kontakpersonen der Kategorie I vom Robert Koch Institut bezeichnet.

Derweil wurden die Olympischen Sommerspiele in Tokio auf das Jahr 2021 verschoben. 

Bayern stockt sein Hilfspaket für die bayerische Wirtschaft noch einmal massiv auf - zur Bewältigung der Corona-Krise stehen nun 20 Milliarden Euro zur Verfügung. Zudem werde es weiter vergünstigte Bürgschaften und einen Bayern-Fonds in Höhe von 20 Milliarden Euro geben, um die Wirtschaft zu schützen.

bcs/mw/mz/mh/dpa

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