Newsticker zur Corona-Pandemie

Polizei München beweist bei Twitter Humor - Anzeige: Tiroler Pflegerin mit Covid19 arbeitet weiter in Altenheim

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Landkreis/München - Das Coronavirus hat die Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff. Bereits seit über einer Woche gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Montag, 30. März im News-Ticker:

CORONA - DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE 

  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 887, Landkreis Traunstein 251, Landkreis Berchtesgadener Land 80, Landkreis Mühldorf 157, Landkreis Altötting 135 
  • Mindestens 455 Todesopfer in Deutschland (133 in Bayern) 
  • Bereits Todesfälle in Kreisen Traunstein, Rosenheim, Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land
  • Bayern verlängert Ausgangsbeschränkung (vorerst bis 19. April) 
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.


Update, 21.05 Uhr - Tiroler Pflegerin wegen Gefährdung von Menschen angezeigt

Am 29. März, gegen 23.20 Uhr, wurde bei der Polizei anonym angezeigt, dass in einem Altersheim im Bezirk Kufstein eine Pflegerin Dienst verrichten würde, obwohl sie positiv auf Covid 19 getestet worden sei.

Bei einer anschließenden Überprüfung durch eine Polizeistreife im betreffenden Altersheim wurde die Pflegerin tatsächlich bei der Arbeit angetroffen. Die 31-jährige Österreicherin beschimpfte die Beamten und weigerte sich vorerst sich in Quarantäne zu begeben, begab sich schließlich jedoch zuerst in einem abgeschlossenen Raum des Altersheims und anschließend in häusliche Quarantäne.

Nach Abschluss der Erhebungen wird die Frau an die Staatsanwaltschaft Innsbruck angezeigt.

Pressemeldung Polizei Tirol

Update 21 Uhr - Osterhase trotz Ausgangsbeschränkung

Die Polizei München bewies bei Twitter Humor. Eine Nutzerin fragte für ihren Sohn, ob die Ausgangsbegrenzung auch für den Osterhasen gelte. Der Junge machte sich wohl Sorgen, um das baldige Osterfest. Mit ihrem Account antwortete das Polizeipräsidium prompt: "Der Osterhase ist schlau und verbindet das Verstecken von Ostereiern mit der Bewegung an der frischen Luft. Diese ist weiterhin erlaubt. Zudem achtet er natürlich auf den Mindestabstand von 1,5m und wäscht sich vorher und im Anschluss seine Pfoten." Das dürfte den besorgten Jungen wohl beruhigen.

Update, 20 Uhr - Konvoi nach Salzburg erschwert Bergungsarbeiten nach Unfall auf A8

Auf der A8 bei Freidling hat sich am 30. März ein Unfall ereignet. Die Bergung des dort umgestürzten Lastwagens wurde durch einen Konvoi erschwert, der Arbeiter aus Tirol ausfuhr, die wegen der Corona-Krise dort festsaßen.

Update, 19 Uhr - Arrows-Frontmann Merrill an Corona gestorben

Alan Merrill, der Frontmann der Band "Arrows" starb laut einem Bildbericht an den Folgen einer Corona-Infektion. Er wurde 69 Jahre alt. Seine Tochter gab die traurigen Nachrichten auf Facebook bekannt. 

Update, 18.11 Uhr - Huml: Pflegeheime brauchen besonderen Schutz vor COVID-19

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml treibt den Schutz von Pflegeheimbewohnern vor dem neuartigen Coronavirus weiter voran. Huml betonte am Montag in München: "Pflegebedürftige Menschen sind einer besonders hohen Gefahr ausgesetzt, an COVID-19 mit schwerem Verlauf zu erkranken. Außerdem kann sich die Erkrankung in Pflegeheimen schnell ausbreiten. Deshalb haben wir Handlungsanweisungen für Alten- und Pflegeheime sowie für stationäre Einrichtungen der Eingliederungshilfe entwickelt, die jetzt in Kraft getreten sind."

Die Ministerin erläuterte: "Beim Auftreten erster Anzeichen von Erkrankungsfällen ist schnelles und entschiedenes Handeln gefragt. In den Handlungsanweisungen ist daher genau geregelt, was zu tun ist. Jede Pflegeeinrichtung soll einen Pandemiebeauftragten benennen, der bei einem Infektionsgeschehen alle Maßnahmen koordiniert und Ansprechpartner für die Behörden ist."

Huml hob hervor: "Bereits bei dem Verdacht auf eine übertragbare Erkrankung müssen geeignete Präventions- und Schutzmaßnahmen eingeleitet werden. Sollte in einer Einrichtung eine COVID-19-Infektion auftreten, kommt sofort unsere Task Force Infektiologie zum Einsatz. Um Infektionsketten rasch unterbinden zu können, sieht unser Konzept außerdem vor, betroffene Bewohner umgehend zu isolieren und/oder Erkrankte in Krankenhäuser oder andere Einrichtungen zu verlegen. Vor Ort arbeiten das Gesundheitsamt, das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sowie die Fachstelle für Pflege- und Behinderteneinrichtungen (FQA – Heimaufsicht) eng zusammen."

Die Ministerin unterstrich: "Für häuslich Pflegende sind Ansprechpartner zudem die rund 110 Fachstellen für pflegende Angehörige, die es in Bayern seit über 20 Jahren gibt. Sie sind bundesweit in dieser Form einzigartig und haben sich als wichtige Anlaufstellen für pflegende Angehörige etabliert.“ Huml fügte hinzu: "Alle Fachstellen für pflegende Angehörige sind von dem bayerischen Gesundheitsministerium auf die besondere Situation hingewiesen und gebeten worden, ihre Beratungen wegen des Ansteckungsrisikos insbesondere per Telefon und E-Mail anzubieten."

Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Update, 17.15 Uhr - 14 Neuinfektionen in Rosenheim

Der vorliegende Lagebericht soll die aktuelle Situation in Stadt und Landkreis Rosenheim zu Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) widerspiegeln. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 29. März (Stand: 24 Uhr). Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen. Aktuelle Empfehlungen: Aufgrund der hohen Infektionsrate in Stadt und Landkreis Rosenheim empfiehlt das Gesundheitsamt Rosenheim weiterhin ausdrücklich, sich an die Ausgangsbeschränkungen zu halten, um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern. Weitere Empfehlungen zum Infektionsschutz finden Sie im angefügten Merkblatt „Verhaltensregeln und -empfehlungen zum Schutz vor dem Coronavirus im Alltag und im Miteinander“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). 

Insbesondere Personen mit Erkältungssymptomen wie Husten, Fieber, Gliederschmerzen oder Geruchssinnstörungen sollen jegliche Kontakte vermeiden und ggf. telefonisch mit dem Hausarzt bzgl. einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung Kontakt aufnehmen. Fallzahlenentwicklung: Bis zu diesem Zeitpunkt wurden dem Gesundheitsamt 887 Fälle von COVID-19 gemeldet. Es werden seit drei Tagen etwas weniger Fälle pro Tag gemeldet. Um einen Trend abzulesen, ist es allerdings derzeit noch zu früh. 21 Personen sind wieder genesen. Bisher sind sieben Personen an der Erkrankung gestorben. Im Moment werden 34 COVID-19-Patienten auf Intensivstationen in Stadt und Landkreis Rosenheim behandelt. Die Zahl an Intensivbetten in Stadt und Landkreis Rosenheim wird weiter aufgestockt.

Pressemeldung Landratsamt Rosenheim

Update, 17 Uhr - "Die bayerischen Innenstädte stehen vor dem endgültigen Tod!"

Der Vorstand der Bayerischen City-Manager hat gemeinsam Forderungen erarbeitet, die die Innenstädte aus der Corona-Pandemie wieder herausbringen sollten. Auch das Citymanagement Rosenheim schließt sich den Forderungen an.

Update, 16.40 Uhr - Mann nach Verstoß gegen Corona-Beschränkungen im Knast

Drei Mal soll ein Mann in Landshut gegen die Ausgangsbeschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verstoßen haben - nun sitzt er im Knast. Wie die Polizei am Montag berichtete, hatte sich der 27-Jährige am Samstag draußen mit einem Freund zum Alkoholtrinken und Rauchen getroffen. Bereits in den Tagen zuvor hatte er laut Mitteilung zwei Anzeigen wegen Verstößen gegen die Beschränkungen erhalten und mehrere Hundert Euro Strafe gezahlt. Trotzdem habe sich der Mann uneinsichtig gezeigt. “Da haben wir ihn für eine Woche aus dem Verkehr gezogen”, sagte ein Polizeisprecher. Noch bis zum Wochenende soll der 27-Jährige in der JVA Landshut in Gewahrsam bleiben.

Update, 16.01 Uhr - Statusmeldung zur Corona-Lage im Landkreis Mühldorf am Inn

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es 21 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 30. März, 15 Uhr).

Dabei handelt es sich um sechs Erwachsene über 60 Jahre, 13 Erwachsene unter 60 Jahre und zwei Minderjährige. Davon werden drei Personen stationär behandelt.

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 157 bestätigte Fälle vor, 32 davon werden stationär behandelt.

Für die Klinik Mühldorf, welches als Corona-Zentrum für die Landkreise Altötting und Mühldorf festgelegt wurde, ergeben sich zum Stichdatum-/zeitpunkt folgende Zahlen:

  • Stationäre Corona-Verdachtsfälle: 67 
  • Stationäre Corona-Positivfälle: 76 
  • Davon intensivpflichtige Corona-Patienten: 16

Update, 15.32 Uhr - 29 neue Fälle im Kreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 251 bestätigte Corona-Fälle vor. Damit stieg die Gesamtzahl der Infektionen um 29 Personen. Zwölf Personen gelten als geheilt (Stand: 30. März, 15.30 Uhr).

Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Alle Personen werden medizinisch versorgt. 

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 27 Covid- 19-Patienten behandelt, davon befinden sich sieben Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (vier in Traunstein und drei in Trostberg).

Derzeit gebe es laut Gesundheitsamt Traunstein keine Anfragen, Patienten aus den Kliniken Rosenheim in den Landkreis Traunstein zu verlegen. "Die Entwicklung der Fallzahlen im Landkreis Traunstein zeigt, dass auch wir zunehmend zu den am stärksten betroffenen Regionen gehören.Unsere Anstrengungen liegen auf einer bestmöglichen Versorgung unserer Bürgerinnen und Bürger", heißt es in der Pressemeldung weiter. 

Vor dem Hintergrund der erhöhten Gefahr einer Weiterverbreitung des Corona-Virus durch nicht vertretbaren Publikumsverkehr, gilt für alle Standorte der Kliniken Südostbayern AG ein grundsätzliches Besuchsverbot

Mit stationären Angehörigen ist der Kontakt vorerst nur durch Anruf oder andere digitale Kommunikationswege möglich. Es gibt jedoch auch in der aktuellen Ausnahmesituation Momente im Leben - wie der Geburt eines Kindes oder die letzten Lebenstage - bei denen eine Begleitung für die Betroffenen als auch die Angehörigen besonders wichtig ist.

Update, 15.15 Uhr - Zehn weitere Infektionen im Kreis Altötting

Im Landkreis Altötting wurden zehn weitere Personen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. Damit steigt die Zahl der Infizierten auf 135. 

Update, 14.45 Uhr - Zwei Todesopfer im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es mittlerweile insgesamt 80 bestätigte Coronafälle im Landkreis gibt (Stand: 30. März, 12 Uhr), das sind vier Coronainfektionen mehr als am Vortag. 

Wie das Landratsamt weiter mitteilt, gibt es nun auch zwei Todesopfer im Landkreis Berchtesgadener Land zu beklagen.Dabei handelt es sich um zwei männliche Covid-19-Patienten im Alter von 78 bzw. 80 Jahren

Die positive Nachricht ist, dass mittlerweile auch acht Personen genesen sind und aus der Quarantäne entlassen werden konnten. 

Altersgruppe

männlich

weiblich

Gesamt

0 - 18-Jährige

8

2

10

19 - 65-Jährige

30

26

56

> 65-Jährige

9

5

14

Gesamt

47

33

80

Die gemeldete Zahl der bestätigten Coronafälle gibt die Summe aller jemals gemeldeten, infizierten Patienten im Landkreis Berchtesgadener Land, die hier auch ihren Wohnsitz haben, wieder. Darin enthalten sind auch Personen, die bereits wieder gesund und virenfrei sind. Die Gesamtzahl kann also nur steigen, von ihr werden die wieder genesenen und virenfreien Fälle nicht abgezogen.

Bei den nunmehr 70 aktuell in Behandlung befindlichen Covid-19-Patienten ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein (z. B. häusliche Quarantäne und medizinische Versorgung). Aktuell befinden sich 261 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

Des Weiteren sind in den drei Kreiskliniken im Berchtesgadener Land (Bad Reichenhall, Berchtesgaden und Freilassing) insgesamt 30 Covid19-Patienten in stationärer Behandlung, vier davon befinden sich in intensivmedizinischer Betreuung. Diese 30 Patienten haben aber nicht alle ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land und gehören somit nicht automatisch zu der Gruppe der insgesamt 80 bestätigten BGL-Coronafälle.

Update, 14.36 Uhr - Kritische Lage in Niedersachsen 

Nach dem Tod von fünfzehn Patienten eines Wolfsburger Pflegeheims werden dort mit dem Coronavirus Infizierte von negativ getesteten Bewohnern getrennt. Von etwa 165 Bewohnern seien derzeit 72 infiziert, sagte der Leiter des Wolfsburger Gesundheitsamts, Friedrich Habermann, am Samstag. Die zwölf Bewohner waren innerhalb von nur wenigen Tagen gestorben. "Den ersten Toten hatten wir am Montag zu beklagen", sagte Heimleiter Lothar Laubert.

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen ist in Niedersachsen auf 4026 Fälle gestiegen. Dies sind 243 Fälle mehr als am Vortag, wie das Landesgesundheitsamt am Montag mitteilte. 33 mit dem Virus infizierte Menschen seien inzwischen gestorben. Das Klinikum in Wolfsburg nimmt zum Beispiel auch keine Patienten mehr auf.

Der Krisenstab der niedersächsischen Landesregierung informiert zur Corona-Krise.

Update, 14.17 Uhr - Termin für Olympische Spiele steht

Die auf 2021 verlegten Olympischen Spiele in Tokio beginnen am 23. Juli und damit fast genau ein Jahr später als geplant. Darauf einigten sich das Internationale Olympische Komitee, die Stadt Tokio und der japanische Staat, wie das IOC am Montag mitteilte. 

Zuvor hatte IOC-Präsident Thomas Bach auch einen früheren Termin schon in den Frühlingsmonaten nicht ausgeschlossen. Doch nach den ersten Beratungen mit den Organisatoren, den beteiligten Sportverbänden, TV-Sendern und Geldgebern entschieden sich die Ausrichter nun für den neuen Termin in den Sommermonaten.

Die Spiele sollen am 9. August enden. 

Update, 13.55 Uhr - Schön Klinik Vogtareuth verdoppelt Intensivkapazität

Die Schön Klinik Vogtareuth hat die Zahl der Intensivbetten mit der Möglichkeit zur künstlichen Beatmung um 120 Prozent erhöht. Dies teilte die Klinik in einer aktuellen Pressemitteilung mit. Die ersten Corona-Patienten würden bereits auf der Intensivstation behandelt. Als Spezial-Notfallversorger entlaste die Klinik andere Krankenhäuser bei der Versorgung insbesondere von herz- und neurochirurgischen Fällen, so dass diese mehr Kapazitäten für die Behandlung von Corona-Infizierten zur Verfügung hätten.

„Wir haben alle notwendigen Vorbereitungen getroffen und sind gut für die Corona-Pandemie gerüstet“, sagt Michael Lissat, Klinikleiter der Schön Klinik Vogtareuth. Bis heute habe die Schön Klinik Vogtareuth ihre Beatmungskapazitäten von zehn auf 22 Plätze aufgestockt und zahlreiche Mitarbeiter im Umgang mit Beatmungsgeräten geschult. „Und damit sind wir mit unseren Bemühungen noch nicht am Ende“ erläutert er. „Wir sind dabei weitere Beatmungsplätze aufzubauen und rechnen damit, als Einzelklinik circa 25 Prozent der Beatmungskapazitäten im Landkreis Rosenheim zu stellen.“

In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt sei die Klinik auch weiterhin der Spezial-Notfallversorger für Herz- und Neurochirurgie in der Region und entlaste dadurch andere Kliniken dabei, Kapazitäten für den Ausbau der Behandlung von Corona-Patienten vorzuhalten. 

Luftaufnahme der Schön Klinik in Vogtareuth

Update, 13.34 Uhr - Huml: Regional Engpässe bei Intensivbetten erkennbar - etwa in Rosenheim

Auch Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) informierte über die Lage bei der Pressekonferenz in München. Laut Huml befinden sich in Bayern aktuell 551 Corona-Infizierte auf Intensivstationen. Insgesamt 2.059 Menschen würden wegen des Coronavirus stationär in Krankenhäusern behandelt. Aktuell gebe es im Freistaat 14.437 positiv auf Corona getestete Menschen.

Noch gebe es in Bayern freie Intensivbetten. Doch Huml sprach davon, dass es regional auch "durchaus Engpässe" gebe - und nannte Rosenheim als Beispiel. Man müsse schauen, wie diese Patienten in Bayern verlagert werden können. „Es ist wichtig, die Maßnahmen fortzuführen“, erklärt Huml weiter. Auch um das Material soll sich weiterhin gekümmert werden, damit diejenigen die helfen auch gut geschützt seien.

Update, 13.11 Uhr - „Wer zu früh aufsteht, kassiert einen massiven Rückfall“

„Wer zu früh aufsteht, kassiert einen ganz massiven Rückfall“, begründete Söder die Verlängerung der Maßnahmen zur Pandemie-Abwehr abschließend. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) betonte, dass die Versorgung der Bürger jederzeit sichergestellt sei und man weiter alles dafür tun werde, um die Wirtschaft in Bayern zu stützen. 

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sprach davon, dass die Durchführung der Kommunalwahl samt Stichwahl sehr wichtig für den Freistaat gewesen sei. Damit könnten die neuen Mandatsträger nun „mit einem klaren Wählervotum im Rücken die richtigen Entscheidungen in den kommenden Wochen treffen.“ Allerdings räumte Herrmann ein, dass die Durchführung in Corona-Zeiten für viele Kommunen eine „große Herausforderung“ gewesen sei.

Zudem gab er Auskunft über die Zahl der Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen am Wochenende. Insgesamt seien im gesamten Freistaat am Samstag und Sonntag rund 50.000 Kontrollen (30.000 am Samstag, 20.000 am Sonntag) durchgeführt worden. Dabei hätten rund 8.800 Verstöße (7.000 am Samstag, 1.800 am Sonntag) festgestellt werden können, die nun entsprechend sanktioniert würden.

Update, 12.52 Uhr - Söder: „Rosenheim ist ein besonderer Hotspot“

„Die Grenze zu Österreich und Italien war in den letzten Wochen der Haupt-Risikofaktor, vor allem durch die Skifahrer“, sagte Söder, der klarstellte, dass sich mit den steigenden Infektionszahlen jetzt genau das zeige, dass vor zwei bis drei Wochen viele Menschen aus Bayern dort unterwegs gewesen seien. Dennoch versuchte der Ministerpräsident etwas zu beruhigen: „Es ist ein ganz leichter Trend erkennbar. Die Kurve der Infektionen flacht etwas ab.“ Aber eine endgültige Beurteilung der Situation könne vermutlich erst Mitte April vorgenommen werden. Dies soll dann gemeinsam mit allen anderen Bundesländern erfolgen.

Parallel zu den Einschränkungen im öffentlichen Leben werde im Hintergrund weiter im Hochdruck am Ausbau der klinischen Kapazitäten im Freistaat gearbeitet, betonte Söder und sprach dabei das Modell der 26 Hilfskrankenhäuser sowie die intensive Verzahnung mit den Ärzten an.

„Es gibt in Bayern jedoch einige besondere Hotspots, die besondere Hilfe benötigen. Das sind momentan die Landkreise Tirschenreuth, Miesbach, Rosenheim und Erding“, sagte Söder, der weitere Ärzte unter anderem nach Rosenheim schicken will. Außerdem gibt es Pläne, Patienten in andere Krankenhäuser in andere Region zu verlegen, um weitere Kapazitäten für Corona-Patienten zu schaffen. 

Nachgedacht wird auch darüber, in den besonders betroffenen Landkreisen in bestimmten Bereichen eine „Maskenpflicht“ einzuführen. Von einer flächendeckenden Einführung wie in Österreich war jedoch nicht die Rede. Ein großes Problem sei allerdings nach wie vor die Beschaffung von medizinischem Material.

Update, 12.38 Uhr - Maßnahmen werden bis 19. April verlängert

Am Mittag ist Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor die Presse getreten und hat verkündet, dass jetzt „keine Zeit für einen vorschnellen Exit“ aus den Corona-Maßnahmen sei. Deswegen hat die Staatsregierung entschieden, dass die bestehenden Ausgangsbeschränkungen und alle weiteren Maßnahmen bis mindestens Sonntag, 19. April, verlängert werden

*Weitere Informationen folgen in Kürze!*

Update, 12.30 Uhr - Söder-PK im Livestream

Zwei Wochen nach der Verkündung des Katastrophenfalls in Bayern will Ministerpräsident Söder über die Wirksamkeit der Corona-Maßnahmen informieren. Auch die Ausgangsbeschränkungen sollen Thema sein.

Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, Innenminister Joachim Herrmann und Gesundheitsministerin Melanie Huml sollen laut Informationen des BR darüber hinaus neue Zahlen von Covid19-Infizierten und -Todesfällen sowie von Polizeieinsätzen am Wochenende bekannt geben.

Update, 12.12 Uhr - RKI definiert weitere Risikogebiete

Das Robert-Koch-Institut hat seine Liste mit Coronavirus-Risikogebieten akualisiert. Neu sind die Region Île-de-France in Frankreich, der Bundesstaat New Jersey in den USA sowie Österreich (ganzes Land statt nur Tirol).

Internationale Risikogebiete:

  • Ägypten: ganzes Land
  • Frankreich: Île-de-France und Region Grand Est (diese Region enthält Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne)
  • Iran: ganzes Land
  • Italien: ganzes Land
  • Österreich: ganzes Land (zuvor lediglich Tirol)
  • Schweiz: Kantone Tessin, Waadt und Genf
  • Spanien: Regionen Madrid, Navarra, La Rioja und Paìs Vasco
  • Südkorea: Daegue und die Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang)
  • USA: Bundesstaaten Kalifornien, Washington, New York und New Jersey

Besonders betroffene Gebiete in Deutschland:

  • Landkreis Heinsberg (Nordrhein-Westfalen)

Update, 11.53 Uhr - Österreich wird Risikogruppen vom Job freistellen

Insgesamt gab es in Österreich mit Stand Montagmorgen 9.131 Infizierte und 108 Todesfälle, was einen deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vortag bedeutet. Gesundheitsminister Rudolf Anschober erläuterte anschließend die neuen Regelungen, die von Bundeskanzler bereits angeschnitten wurden. „Wir merken, dass die Maßnahmen langsam zu wirken beginnen. Aber wir merken auch, dass das lange noch nicht reicht“, betonte der Minister.

Demnach sollen ab sofort zwei besondere Risikogruppen, also Ältere und Menschen mit schweren Vorerkrankungen, besonders geschützt werden. Das soll unter anderem mit einer verpflichtenden Freistellung vom Job bzw. der verpflichtenden Umstellung auf Homeoffice, sofern dies möglich ist, erreicht werden. Die Lohnkosten würden den Unternehmen von der Bundesregierung erstattet, hieß es.

Zudem soll die Einhaltung der Abstandsregelung im öffentlichen Raum noch besser überwacht werden. Demzufolge sollen ab sofort Bodenmarkierungen in den Kassenbereichen von Supermärkten Pflicht werden. Zudem wird eine noch zu beziffernde Höchstzahl von Kunden eingeführt, die zu Stoßzeiten Supermärkte gleichzeitig betreten dürfen. Einen harten Einschnitt gibt es auch noch einmal für die Hotellerie. In dieser Branche wird die „touristische Nutzung“ bis mindestens zum Ende der Osterferien untersagt.

Die Polizei werde in Zukunft noch stärkere Präsenz zeigen, um die Einhaltung der Regeln zu kontrollieren. Bei Verstößen würde konsequent durchgegriffen, betonte Innenminister Nehammer.

Update, 11.29 Uhr - Österreich führt Maskenpflicht für Bürger ein

Soeben hat sich Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in einer Pressekonferenz an die Öffentlichkeit gewandt und weitere Maßnahmen im Kampf gegen Coronavirus verkündet. Zusätzlich zu den bereits eingeführten Maßnahmen sollen zum einen in Zukunft besonders gefährdete Gruppen noch besser geschützt und zum anderen die Einhaltung der gesetzten Regelungen noch penibler und genauer überprüft werden.

Wichtigste Maßnahme ist jedoch die Einführung einer sogenannten Maskenpflicht. Österreich wird voraussichtlich - je nachdem, wann die Masken geliefert werden - ab Mittwoch, 1. April, über die großen Supermarkt-Ketten Mund-Nasen-Masken an die Bürger verteilen lassen, die in einem ersten Schritt dann beim Einkauf in den Supermärkten verpflichtend getragen werden müssen. Mittelfristig, wenn die Masken in großer Stückzahl verfügbar sind, soll dann eine Maskenpflicht im gesamten öffentlichen Raum folgen. „Es ist nicht Teil unserer Kultur und wird eine Umstellung sein. Aber es ist notwendig, um die Ausbreitung noch weiter zu reduzieren“, betonte Kurz.

„Es liegen schwere Wochen vor uns! Wir müssen jetzt gemeinsam alles tun, dass die Situation bei uns nicht so schlimm wird wie in Italien und wir gemeinsam diese Krise meistern“, schwor der Bundeskanzler seine Mitbürger auf weiteren Zusammenhalt ein. 

Zugleich warnte er: „Viele können sich nicht vorstellen, was da in einigen Wochen auf uns zukommt. Das ist die Ruhe vor dem Sturm. Und wie grausam dieser Sturm sein kann, zeigt sich, wenn man auf unser Nachbarland Italien blickt.“ Bevor es die Einschränkungen gelockert werden könnte, müsse zunächst erst die Infektionsrate noch deutlich gesenkt werden, hieß es.

Update, 11.16 Uhr - Corona-Fallzahl steigt im Kreis Altötting

Das Landratsamt Altötting hat die Zahl der Corona-Fälle in ihrem Gebiet angepasst. Demnach wurden bislang im Landkreis Altötting 125 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen. Damit ist die Zahl nochmals um 19 gestiegen.

Update, 10.59 Uhr - Viel Arbeit für Polizei in München und im Umland

Alle Hände voll zu tun hatten die Beamten des Polizeipräsidiums München am Wochenende wegen der bestehenden Ausgangsbeschränkungen. "Aktuell stellen wir fest, dass es in den Münchner Parks und an der Isar ziemlich zugeht", hatte die Münchner Polizei bereits am Samstagnachmittag getwittert. Allein in der Zeit zwischen Samstag- und Sonntagmorgen, 6 Uhr, führten die Beamten in der Landeshauptstadt rund 7.000 Kontrollen durch. Die Bilanz: 344 Anzeigen, davon 324 wegen Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkungen.

Im Dienstbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord wurden im selben Zeitraum 420 Verstöße bei rund 3.100 Kontrollen festgestellt. An besonders stark frequentierten Seen im Westen von München wurden auch Lautsprecherdurchsagen abgehalten. In Einzelfällen mussten auch Platzverweise ausgesprochen werden.

Während die meisten Bürger zum Beispiel am Ammersee Verständnis für die Maßnahmen zeigten und den Aufforderungen nachkamen, zeigte sich ein 72-jähriger Mann dort völlig unkooperativ. Trotz wiederholter Ermahnung verließ er die Örtlichkeit nicht und genoss weiterhin sein mitgebrachtes Bier in der Sonne. Der Herr erhielt einen Platzverweis, ihn erwartet nun eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen des Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz. Das Bußgeld beläuft sich auf 150 Euro, hinzu kommen noch Auslagen und Gebühren.

Update, 10.22 Uhr - RKI: Zahl der Corona-Toten in Bayern auf 127 gestiegen

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts um 4.751 auf 57.298 (Stand 8 Uhr) gestiegen. Die Zahl der Todesfälle infolge der Covid-19-Erkrankung nahm demnach um 66 auf 455 zu.

In Bayern ist die Zahl der Infizierten gegenüber dem Vortag um 1.108 Fälle auf nun 13.989 gestiegen. Die Zahl der Todesfälle liegt bei 127. Damit ist der Freistaat das Bundesland mit den meisten Corona-Toten.

Update, 10.01 Uhr - Ab sofort Schutzmasken-Pflicht in Österreichs Supermärkten

In Österreich wähnt man sich noch lange nicht über den Berg. Um 11 Uhr will Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) zusammen mit Vizekanzler Kogler, Gesundheitsminister Anschober und Innenminister Nehammer deswegen vor die Medien treten und über die aktuelle Situation informieren.

Die Spitze der Erkrankungen stehe erst noch bevor, hieß es. Zudem droht in der Alpenrepublik die Gefahr, dass die Intensiv-Versorgung in den Kliniken im April an ihre Grenzen stoßen könnte. Deswegen ist sogar eine nochmalige Verschärfung der derzeit geltenden Maßnahmen nicht auszuschließen, wie das Portal oe24.at nun berichtet.

Zudem wurde bekannt, dass Supermärkte in Österreich ab sofort nur noch mit einer Schutzmaske betreten werden dürfen. Diese sollen vor den Läden zum Verkauf ausliegen. Gesundheitsexperten hatten eine solche Maßnahme zuletzt wiederholt gefordert.

Update, 9.26 Uhr - BSH schließt Standort in Traunreut vorübergehend

Die BSH Hausgeräte GmbH wird wegen der Coronakrise den Produktionsbetrieb in ihren Fabriken in Europa, in der Türkei und in Nordamerika vorübergehend aussetzen. Betroffen ist damit auch der Standort in Traunreut (Landkreis Traunstein) mit seinen rund 3.000 Mitarbeitern.

"Die Auswirkungen der Verbreitung des Coronavirus machen auch vor der BSH nicht halt. Das Unternehmen erfährt eine deutlich rückläufige Nachfrage, von der nahezu alle Produktkategorien und Absatzmärkte betroffen sind. Vor diesem Hintergrund hat die Geschäftsführung beschlossen, die Produktion für einen Zeitraum von voraussichtlich drei Wochen zu unterbrechen. Die Lieferfähigkeit wird weiterhin sichergestellt", hieß es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Der Produktionsstopp in Traunreut trat am Samstag, 28. März, in Kraft.

Update, 8.50 Uhr - Bald Not-Krankenhäuser in Bayern?

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sieht die bayerischen Krankenhäuser auch für den Fall eines starken Anstiegs der Zahl der Corona-Patienten vorbereitet. Huml betonte: "Für die Verteilung der Patienten auf die Akutkrankenhäuser brauchen wir effiziente Strukturen. Um bei Bedarf schnell entscheiden zu können, gibt es seit vergangenem Freitag in allen 26 bayerischen Leitstellenbereichen Mediziner mit dem Titel 'Ärztliche Leiter'." Diese sollen Patientenströme in den Landkreisen und kreisfreien Städten dezentral innerhalb der regionalen Krankenhausstrukturen steuern, hieß es. Die ärztlichen Leiter sind dabei mit "weitreichenden Entscheidungskompetenzen" ausgestattet.

Zudem gibt es in Bayern möglicherweise bald auch Not- und/oder Hilfskrankenhäuser. "Um für den Fall einer massiven Zunahme stationär behandlungsbedürftiger Covid-19-Patienten gewappnet zu sein, erarbeiten das bayerische Gesundheitsministerium und das bayerische Innenministerium darüber hinaus ein Konzept zum temporären Aufbau solcher Einrichtungen." Konkrete Standortfestlegungen gibt es aber noch nicht.

Update, 8.23 Uhr - Ministerium: 110 Tote in Bayern

In Bayern sind inzwischen 13.263 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Sonntag in München mit. Den Angaben zufolge sind bislang 110 Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert waren, gestorben.

Update, 7.58 Uhr - Liebe von Seniorenpaar überwindet Grenzen

Liebe macht erfinderisch: Karsten aus Deutschland und Inga aus Dänemark wollen sich täglich sehen. Doch die Grenzen zwischen ihren Ländern sind geschlossen. Dann hatten die beiden über Achtzigjährigen eine Idee.

Wie sich die beiden doch jeden Tag sehen können, lest Ihr hier.

Karsten Tüchsen Hansen (r) und die Dänin Inga Rasmussen sitzen am deutsch-dänischen Grenzübergang. Wegen des Coronavirus ist dem Paar derzeit nicht erlaubt, sich zu besuchen

Update, 7.15 Uhr - Immer mehr Tote in Würzburger Seniorenheim 

Im Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus ist ein 13. Bewohner nach einer Infektion mit dem neuen Coronavirus gestorben. Das teilte das Landratsamt Würzburg am Sonntagabend mit. Der 80 Jahre alte und schwer vorerkrankte Mann sei am Wochenende verstorben. 

Auch ein weiteres Altenheim in Würzburg ist betroffen. Im Seniorenzentrum der AWO starb am Freitagabend ein Bewohner. Der 57-jährige Mann hatte zahlreiche Vorerkrankungen. In der Region Würzburg sind damit 14 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Update, 6.50 Uhr - Illegaler Friseur-Termin gipfelt in Schlägerei 

Trotz des derzeit geltenden Verbotes hat ein Friseur in Merseburg (Sachsen-Anhalt) zwei Kunden am Wochenende die Haare geschnitten. Die beiden 19- und 23-jährigen Rumänen waren mit der "Leistung" ihres Stylisten jedoch offenbar nicht zufrieden, denn die beiden schlugen anschließend auf den Geschäftsinhaber (41) und dessen Angestellte ein. 

Das Ganze ging jedoch für alle Beteiligten nach hinten los: Die Rumänen wurden bei der Abwehr ihres Angriff verletzt und mussten ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Der Ladenbetreiber und die Mitarbeiterin erhielten Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz. Zudem ermittelt die Polizei wegen Sachbeschädigung, Volksverhetzung und gefährlicher Körperverletzung. Das Ordnungsamt machte den Friseursalon anschließend umgehend dicht.

Update, 6.15 Uhr - Drei weitere Opfer auch in Tirol

In Tirol sind inzwischen fast 2.000 Menschen mit dem Virus infiziert. Am Sonntagabend sprach das Land in einer Pressemitteilung von 1.948 Fällen. Davon sind 270 Menschen bereits wieder genesen. 

Es gibt allerdings auch wieder traurige Nachrichten: Die Gesundheitsbehörden vermeldeten drei weitere Todesfälle. Es handelt sich dabei um betagte Menschen aus dem Bezirk Innsbruck-Land, nämlich eine 88-jährige Frau, die in einem Altersheim verstarb, einen 87-jährigen und ein 86-jährigen Mann. Somit erhöht sich die Zahl am Coronavirus verstorbener Personen in Tirol auf insgesamt 13 (Stand: Sonntag, 18.30 Uhr).

Update, 6.10 Uhr - Drei weitere Tote in Salzburg 

Aus Salzburg wurden am Wochenende drei weitere Todesopfer gemeldet. Damit stieg die Gesamtzahl der Corona-Toten in dem österreichischen Bundesland auf sieben. Am Samstag war eine 87-jährige Frau im Universitätsklinikum verstorben, am Sonntag verloren dann eine 70-Jährige und ein 85-Jähriger auf der eigens eingerichteten Covid-19-Station ihr Leben. 

Inzwischen gibt es im gesamten Bundesland 838 positiv auf Corona getestete Personen (Stand: Sonntag, 17 Uhr). Wie eine aktuelle Auswertung der Landesstatistik zeigt, sind es in Salzburg die 55- bis 64-Jährigen, bei denen die meisten Erkrankungen verzeichnet werden. Die Verdoppelungszeit liegt hierzulande bei 6,92 Tagen. 

Update, 5.55 Uhr - Über 100.000 Tote in USA befürchtet

In den USA befürchtet Präsident Donald Trump (73), dass mindestens 100.000 Amerikaner am Coroanvirus sterben könnten. Das sagte der Politiker während einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses. Zudem verlängerte er die Schutzmaßnahmen ("Social Distancing") um einen Monat bis einschließlich 30. April. Bislang galten diese "nur" bis 30. März. Menschen müssen also weiter Abstand anhalten und Ansammlungen von über zehn Personen sind verboten. Obwohl sich die Krise weiter zuspitzt, verzichtete Trump (zunächst) auf eine Abriegelung des "Hotspots" New York.

Die Erstmeldung:

Auch am Wochenende wurden die Region, Bayern und die Welt vom Coronavirus in Atem gehalten. In Frankreich sind beispielsweise nun 2.600 Menschen alleine in Kliniken an dem Virus gestorben. Schlimm ist die Situation nach wie vor in Italien und Spanien. Außerdem sind die USA nun stark betroffen. Vor allem am Samstag, als das Wetter sehr schön war, wurden auch in Bayern viele Verstöße gegen die geltenden Ausgangsbeschränkungen gemeldet. 

Auch aus diesem Grund will Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag (12.30 Uhr) eine erneute Pressekonferenz geben. Dabei sollen auch neue Zahlen zu Corona-(Todes-)fällen bekanntgegeben werden. Zudem wird erwartet, dass die Politiker mit Spekulationen aufräumen werden, wann und wie die ersten Maßnahmen zur Ausgangsbeschränkung gelockert werden könnten. Teilnehmen werden auch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW), Innenminister Joachim Herrmann und Gesundheitsministerin Melanie Huml (beide CSU). Söder hatte außerdem bereits am Sonntag angekündigt, zehn schwer kranke Patienten aus Italien in den kommenden Tagen im Freistaat aufzunehmen. Es sei wichtig, in der Not zu helfen, so Söder.

mw/mh/mz/dpa

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