Newsticker zur Corona-Pandemie

Erste Lockerungen?  Österreichische Regierung informiert am Montag über weiteres Vorgehen

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Landkreis/München - Das Coronavirus hat die Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff. Seit 21. März gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Sonntag, 5. April, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 1417, Landkreis Traunstein 466, Landkreis Berchtesgadener Land 165, Landkreis Mühldorf 281, Landkreis Altötting 272
  • Mindestens 1342 Todesopfer in Deutschland (396 in Bayern)
  • Bereits Todesfälle in Kreisen Traunstein, Rosenheim, Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land
  • Bayern verlängert Ausgangsbeschränkung (vorerst bis 19. April)
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.


Update, 19.33 Uhr - Österreichische Regierung will am Montag über weiteres Vorgehen informieren

Die österreichische Bundesregierung wird am Montag die Menschen über das weitere Vorgehen im Kampf gegen das Coronavirus informieren. Es wird erwartet, dass Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und weitere Mitglieder des Kabinetts bei einer Pressekonferenz um 11 Uhr erste Lockerungen der drastischen Anti-Corona-Maßnahmen ab dem 14. April verkünden.

Kurz hatte im Verlauf des Wochenendes mehreren Medien Interviews gegeben. Dabei machte er deutlich, dass vor allem der Handel schon bald auf Lockerungen hoffen kann. Große Veranstaltungen werden dagegen wohl erst deutlich später wieder möglich sein. Kurz betonte, dass der Weg zurück zur Normalität schrittweise erfolgen müsse. Scharf kritisitert wurde seine Aussage, dass es bis zur Entwicklung einer Impfung oder einer Therapie gegen das Coronavirus "die Reisefreiheit, wie wir sie gekannt haben, nicht geben" werde.

Österreich läuft seit dem 16. März auf Minimalbetrieb: Viele Geschäfte sind geschlossen, sämtliche Lokale und Restaurants sind ebenfalls zu. Außerdem gelten Ausgangsbeschränkungen. Zuletzt wurde aber deutlich, dass diese Maßnahmen wirken: Die Zahl der bestätigten Infektionen mit Sars-CoV-2 stieg zuletzt nur noch langsam an, die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen stagnierte.

dpa

Update, 19.01 Uhr - Tregler Alm äußert sich positiv über Entwicklung

Nachdem die Tregler Alm vor einigen Tagen mit einem Facebook-Post für Aufsehen sorgte, weil sich zu viele Menschen trotz Ausgangsbeschränkung in die Berge verirrt hatten, gibt es nun eine ausdrücklich positive Resonanz der Betreiber. 

"Macht weiter so, dann sind wir hoffentlich bald wieder für euch da", so die Botschaft des Facebook-Posts.

Update, 18.15 Uhr - Aktuelle Fallzahlen aus München

In München wurden am heutigen Sonntag laut Website der Stadt 193 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 3.642 Infektionen gemeldet.

In dieser Zahl enthalten sind 1.103 Personen, die bereits geheilt sind, sowie 14 Todesfälle.

Am Sonntag vergangener Woche (29.3.) waren es 176 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 2.256).

Update, 17.48 Uhr - Vertragsnaturschutz ist Erfolgsmodell auch in Krisenzeiten

Der Freistaat ist für die Landwirtschaft ein starker Partner auch in Krisenzeiten. Aktuell fließen mit 64 Millionen Euro so viele Mittel wie noch nie in das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm (VNP). Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte dazu heute in München: "Die Corona-Krise trifft auch die Landwirtschaft sehr hart. Freistaat und Landwirte sind starke Partner in der Krise. Mit dem Bayerischen Vertragsnaturschutzprogramm stehen wir fest an der Seite der bayerischen Landwirte. Das Vertragsnaturschutzprogramm gibt den Landwirten finanzielle Sicherheit. Wir haben die Prämien erhöht und den Fördertopf vergrößert. Die Mittel fließen sicher auch angesichts der großen gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen, die vor uns liegen. Insgesamt 64 Millionen Euro stellen wir 2020 für naturverträgliche Bewirtschaftung bereit. Diese Kooperation ist ein Gewinn für Landwirte und unsere Heimat." Die diesjährige Antragstellung im VNP wurde mit dem besten Ergebnis seit Bestehen des Programms abgeschlossen. Rund 120.000 Hektar, das sind etwa 20.000 Hektar mehr als im Vorjahr, werden im Rahmen des VNP naturverträglich bewirtschaftet. Insgesamt mehr als 20.000 Landwirte haben entsprechende Anträge gestellt.

Pressemeldung Bayerisches Umweltministerium

Update, 17.10 Uhr - Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz am Münchener Hauptbahnhof

Im Gegensatz zur Vorwoche registrierten die Streifen der Bundespolizei am Samstag (4. April) ein deutliches Ansteigen von Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz an Münchner Bahnhöfen. In acht Fällen wurden Ordnungswidrigkeitenanzeigen an das Münchner Kreisverwaltungsreferat weitergeleitet.

Bei zahlreichen Kontrollen in Münchner Bahnhöfen und Haltepunkten wurden die Kontrollierten auch stets nach dem Grund ihres Aufenthaltes gefragt. In fünf Fällen am Ostbahnhof und dreimal am Hauptbahnhof reichten mündliche Ermahnungen nicht mehr aus. Acht Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz wurden beim zuständigen Kreisverwaltungsreferat der Landeshauptstadt München angezeigt.

In einigen Fällen wurde der Abstand von Personen zueinander nicht eingehalten, in anderen gab es Verstöße gegen die bayerischen Ausgangsbeschränkungen.

Pressemeldung Bundespolizei München

Update, 16.40 Uhr - Einsätze der Polizeidienststellen im Norden Oberbayerns

Im Zeitraum vom Samstag, 4. April, 6 Uhr bis Sonntag, 5. April, 6 Uhr, führten Einsatzkräfte der oberbayerischen Polizeidienststellen, teilweise mit Unterstützung der Bayerischen Bereitschaftspolizei eine Vielzahl von Kontrollen durch, um die Einhaltung der aktuell geschaffenen Regelungen zum Eindämmung der Corona-Pandemie zu überwachen.

In diesem Zeitfenster wurden von den Einsatzkräften 2800 Überprüfungen vorgenommen. Dabei wurden 460 Verstöße festgestellt und knapp die Hälfte geahndet. Die erfolgten Anzeigen und Verwarnungen bezogen sich hierbei ausschließlich auf Zuwiderhandlungen gegen Ausgangsbeschränkungen.

In diesem Zusammenhang erhielten die Polizeidienststellen vermehrt Hinweise aus der Bevölkerung. Nicht immer wurde tatsächlich gegen die Ausgangsbeschränkung verstoßen.

Update, 16.18 Uhr - Video: Wie verläuft eine Erkrankung mit COVID-19?

Das Bundesministerium für Gesundheit hat auf Facebook ein Video unter dem Thema "Wie verläuft eine Erkrankung mit COVID-19?" veröffentlicht. Das Robert Koch-Institut unterscheide zwischen vier Schweregraden: leichter, moderater, schwerer und kritischer Verlauf

Welche Symptome genau bei den unterschiedlichen Schweregraden auftreten, erfahrt Ihr in dem Video.

Update, 16.01 Uhr - Weitere Fälle im Kreis Altötting

Bislang wurden im Landkreis Altötting 272 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen, teilt das Landratsamt mit Stand Sonntag 15 Uhr auf seiner Homepage mit.

Update, 15.46 Uhr - Aktuelle Zahlen aus dem Kreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es zehn neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 05. April 2020, 15 Uhr). Dabei handelt es sich um sechs Erwachsene über 60 Jahren, drei Erwachsene in der Altersgruppe bis einschließlich 60 Jahre und eine Minderjährige.

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 281 bestätigte Fälle vor, 43 davon werden stationär behandelt.

Für die Klinik Mühldorf, welches als Corona-Zentrum für die Landkreise Altötting und Mühldorf festgelegt wurde, ergeben sich zum Stichdatum-/zeitpunkt folgende Zahlen:

Stationäre Corona-Verdachtsfälle: 50 

Stationäre Corona-Positivfälle: 92 

Davon intensivpflichtige Corona-Patienten: 10 

Entlassene Corona-Patienten: 9

Update, 15.31 Uhr - Weitere Todesfälle im Kreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 466 bestätigte Corona-Fälle (218 Frauen, 248 Männer) vor. Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Alle Personen werden medizinisch versorgt.

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 64 Coronavirus-Patienten behandelt, davon befinden sich unverändert elf Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (vier in Traunstein und sieben in Trostberg).

Beim Gesundheitsamt Traunstein sind seit der letzten Pressemeldung drei Todesmeldungen eingegangen. Bei den Verstorbenen handelt es sich um zwei Frauen und einen Mann (zwischen 66 und 80 Jahren). Bei allen drei Personen war auch eine COVID-19-Infektion diagnostiziert worden. Weitere Ermittlungen hierzu werden aktuell im Gesundheitsamt bearbeitet. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt elf Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus vor.

Update, 15.09 Uhr - Polizeipräsidium Oberbayern Süd zieht Bilanz

Seit letzten Sonntag (29. März) bis einschließlich heute, Sonntag (5. April, 6 Uhr) kontrollierte die Polizei im südlichen Oberbayern erneut über 20.000 Mal die Einhaltung der Regeln. In der Gesamtheit fällt die polizeiliche Zwischenbilanz erneut positiv aus.

Hierbei wurden 2.151 Verstöße festgestellt. 2.064 dieser Verstöße bezogen sich auf die Missachtung der Ausgangsbeschränkung, dabei wurde in 1.325 Fällen Anzeige erstattet. Insgesamt wurden im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in der vergangenen Woche insgesamt 1.407 Verstöße gegen die Rechtsverordnung der Bayerischen Staatsregierung zur Anzeige gebracht.

Weitere Details zur Polizeibilanz lest Ihr hier.

Update, 14.54 Uhr - 11.375 Corona-Fälle: Oberbayern weiterhin Spitzenreiter in Bayern

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat am Sonntag seine Zahlen aktualisiert. Das LGL zählt in Oberbayern zwölf neue Todesfälle seit Samstag. Damit ist die Zahl der Gestorbenen auf 123 Fälle angestiegen. 11.375 Menschen sind mit dem Virus infiziert, das ist eine Steigerung um 482 Fälle. 

In Oberbayern sind damit pro 100.000 Einwohner 242,74 Menschen infiziert. Damit liegt Oberbayern vor allen anderen bayerischen Bezirken. Die meisten Fälle pro 100.000 Einwohner in Oberbayern zählt das LGL weiterhin im Landkreis Rosenheim (449,07 / 100.000), gefolgt vom Landkreis Freising, dem Landkreis München und der Stadt München.

Fälle nach Alters- und Geschlechterverteilung

Update, 14.11 Uhr - Insgesamt 165 bestätigte Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es mittlerweile insgesamt 165 bestätigte Coronafälle im Landkreis Berchtesgadener Land gibt (Meldestand: 05.04.2020, 12 Uhr); das bedeutet einen Anstieg um 10 Coronainfektions-Fälle im Vergleich zum Vortag. Seit Donnerstag sind keine weiteren Corona-Patienten im Landkreis Berchtesgadener Land verstorben. 44 Personen sind mittlerweile genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen.

Bei den nunmehr 117 aktuell in Behandlung befindlichen COVID-19-Patienten ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein (z. B. häusliche Quarantäne und medizinische Versorgung). Aktuell befinden sich 161 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. 370 unmittelbare Kontaktpersonen sind mittlerweile aus der Quarantäne entlassen worden.

Aktuell sind in den drei Kreiskliniken im Berchtesgadener Land (Bad Reichenhall, Berchtesgaden und Freilassing) insgesamt

37 COVID-19-Patienten in stationärer Behandlung, sechs davon befinden sich in intensivmedizinischer Betreuung. Diese 37 Patienten haben aber nicht alle ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land und gehören somit nicht automatisch zu der Gruppe der insgesamt 165 bestätigten BGL-Coronafälle.

Update, 14.05 Uhr - Über 9100 Kontrollen: Polizei München zieht Bilanz

Im Zeitraum von Samstag, 04.04.2020, 6 Uhr, bis Sonntag, 05.04.2020, 6 Uhr, gab es eine Vielzahl von Kontrollen und Einsätzen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München (sowohl Stadt und Landkreis München), um die Einhaltung der Regelungen der aktuellen Verordnungen zu überprüfen. Über 9.100 Kontrollen wurden in diesem Zeitraum durchgeführt. Dabei wurden 393 Verstöße angezeigt, von denen 374 die Ausgangsbeschränkung betrafen.

Am Samstag gegen 23.40 Uhr alarmierten Zeugen den Polizeinotruf, da sie eine Party in der Winzererstraße in der Maxvorstadt bemerkt hatten und sie meinten, dass dies gegen die aktuelle Verordnung verstoßen würde. Eine Streife der Polizeiinspektion 42 (Neuhausen) fuhr zur angegebenen Örtlichkeit und traf dort auf mehrere Personen im Innenhof und in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses, die dort nicht alle wohnten. Ihnen wurde die aktuelle Rechtslage erklärt und den Personen, die ihre Wohnsitze nicht in dem Haus hatten, wurden Platzverweise erteilt. Drei Betroffene (zwischen 23 und 27 Jahre alt, alle mit Wohnsitz in München) wurden wegen Verstößen nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Am Sonntag gegen 0 Uhr, wurde der Polizeinotruf 110 alarmiert wegen einer Party in einer Wohnung in der Boschetsrieder Straße in Obersendling. Eine Streife der Polizeiinspektion 29 (Forstenried) fuhr zu der Wohnung und traf dort drei männliche Personen an (26 bis 27 Jahre alt), von denen zwei andere Wohnsitze in München hatten. Diesen beiden Personen wurden Platzverweise erteilt und sie wurden wegen eines Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Update, 13.37 Uhr - BRK: Erweiterung bei Pflegebonus um Rettungsdienst notwendig

Das Bayerische Rote Kreuz begrüßt den Vorstoß des bayerischen Ministerpräsidenten, Pflegekräften einen einmaligen und steuerfreien Bonus in Höhe von 500 Euro auszuzahlen.

Das BRK fordert diese Anerkennung und Wertschätzung auch für alle Mitarbeitenden des Rettungsdienstes aller Hilfsorganisationen, sie dürften nicht außer Acht gelassen werden: „Sie arbeiten an Belastungsgrenzen, haben tagtäglich mit infizierten Patienten zu tun, machen Überstunden für ihre Kollegen, die in Quarantäne sind und viele von ihnen haben sich bereits infiziert“, so Zellner. „Das ist eine zusätzliche Belastung, die es zu würdigen gilt. Ich hoffe, dass dieser Appell beim Ministerpräsidenten Berücksichtigung findet.“

Update, 13.06 Uhr - Kanzleramtsminister: Zeit mit höchsten Infektionszahlen noch vor uns

Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hat mit Blick auf die Corona-Pandemie betont, dass der Höhepunkt der Krise in Deutschland noch bevorstehe. Es sei nun die Aufgabe der Bundesregierung, "uns für unsere Bevölkerung auf den schwierigsten Teil dieser Krise vorzubereiten", sagte Braun der "Allgemeinen Sonntagszeitung". 

"Die Zeit mit den höchsten Infektionszahlen liegt noch vor uns." Vor Beginn der momentanen Einschränkungen habe es eine "Verdoppelung alle drei Tage" gegeben. Damit das Gesundheitswesen nicht überfordert werde, seien Verdopplungszeiten von deutlich mehr als zehn Tagen nötig, sagte Braun dem Blatt. "Wahrscheinlich sogar eher zwölf oder vierzehn Tage." 

Kanzleramtsminister Helge Braun

Mit Blick auf wegen der Corona-Pandemie geschlossene Schulen sagte der Kanzleramtsminister, die Vorstellung, dass sich Kinder "auf dem Schulhof zu 100 Prozent nach unseren Abstandsvorschriften verhalten, ist nicht sehr realistisch". Kämen sie dann nach Hause, träfen sie vielleicht auf ihre Großeltern. "Dann können schnell Infektionsketten entstehen." 

Zur Situation der Wirtschaft sagte Braun: "Die Vorstellung, dass wir in Deutschland vielleicht bald manche Kranke nicht mehr versorgen können, weil die Zahl der Infektionen hochschießt, ist so schwerwiegend, dass ich sage: Das Wichtigste ist zunächst, dass wir das vermeiden. Dahinter steht die Wirtschaft erst mal einen großen Schritt zurück."

Update, 12.26 Uhr - Die aktuelle Lage in Stadt und Kreis Rosenheim

Das Gesundheitsamt Rosenheim meldet für Stadt und Landkreis Rosenheim (Stand 04.04.20 24 Uhr) 1.417 Infizierte. Das sind 84 Fälle mehr als am Vortag.

Mit 35 ist die Zahl der Verstorbenen unverändert geblieben. Genesen sind 82 Personen.

Update, 12.21 Uhr - FC Bayern trainiert von Montag an unter Auflagen in Kleingruppen

Der FC Bayern München kehrt wieder auf den Rasen zurück. Der deutsche Fußball-Rekordmeister trainiert von diesem Montag an zumindest wieder in Kleingruppen. Nach dpa-Informationen sollen die Einheiten in der Corona-Krise unter strengen Auflagen und unter Einhaltung aller vorgegebenen Regelungen stattfinden. Zunächst hatte der "Kicker" darüber berichtet.

Laut dem Bericht werden die Profis in vier Gruppen aufgeteilt. Diese sollen in zeitlichen Abständen in der Tiefgarage am Vereinsgelände abgeholt und in mehrere Kabinen gebracht werden. Danach wird auf verschiedenen Plätzen trainiert. Duschen und Essen sollen die Stars anschließend zu Hause. Das Cybertraining, das zuletzt via Video-Chat durchgeführt wurde, kann als Variante in der Trainingsarbeit weiter genutzt werden.

Einige der 18 Bundesligisten hatten bereits in der vergangenen Woche wieder mit dem Training begonnen, bei zahlreichen weiteren Clubs soll von Montag an wieder auf dem Platz trainiert werden. Die Saison ist derzeit bis mindestens Ende April ausgesetzt.

Update, 11.43 Uhr - Nun über 90.000 Fälle in Deutschland

Am Sonntagvormittag hat das Robert-Koch-Institut (RKI) die neuesten Zahlen zu Coronavirus-Infektionen bekannt gegeben. Demnach sind in Deutschland nun 91.714 Menschen infiziert, was einer Steigerung gegenüber dem Vortag um 5936 Fälle bedeutet. Bislang wurden laut RKI 1342 Todesfälle registriert.

In Bayern gibt es neuesten Zählungen zufolge nun 23.846 Infizierte, was einen Anstieg im Vergleich zum Freitag um 1.938 Fälle entspricht. In Bayern wurden bislang laut RKI 396 Todesfälle an Covid-19 bestätigt.

Lothar Wieler, Chef des Robert-Koch-Instituts

Update, 11.21 Uhr - 34-Jähriger landet nach wiederholter Corona-Party in Gewahrsam

Weil er

wiederholt gegen die Regelungen der vorläufigen Ausgangsbeschränkung

im Zusammenhang mit der Corona-Krise verstieß, nahmen Bamberger Polizisten einen 34 Jahre alten Mann aus Bamberg in Gewahrsam. 

Die Beamten der Polizeiinspektion Bamberg-Stadt wurden innerhalb der vergangenen Woche vier Mal zu der Wohnung des Mannes im Stadtgebiet gerufen, weil dort offensichtlich sogenannte Corona-Partys stattfinden würden. "Bei den jeweiligen Kontrollen stellten die Polizisten fest, dass der 34-jährige Bewohner immer wieder mehrere Bekannte zu sich nach Hause eingeladen hatte, um dort Alkohol zu konsumieren", so die Polizei in einer aktuellen Pressemitteilung. Die Polizisten belehrten die Anwesenden jeweils und erteilten den Besuchern einen Platzverweis. Außerdem erhielten die wenig kooperativen Personen Bußgeldanzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz.

Als die Polizeibeamten dann am Donnerstagabend gegen 18.45 Uhr erneut vier Bekannte in der Wohnung des 34-Jährigen antrafen, nahmen die Beamten den unbelehrbaren Bewohner zur Unterbindung weiterer Delikte in Polizeigewahrsam. Beim Amtsgericht führten die Beamten eine richterliche Entscheidung über diese Maßnahme herbei; der zuständige Richter bestätigte den Gewahrsam bis zum derzeitigen Ende der vorläufigen Ausgangsbeschränkung am 19. April 2020. Daraufhin lieferten die Polizisten den 34-Jährigen in eine Justizvollzugsanstalt ein, wo er die nächste Zeit über sein Verhalten nachdenken kann.

Update, 10.38 Uhr - Söder warnt vor zu schneller Lockerung der Corona-Maßnahmen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder warnt vor einer zu schnellen Lockerung der Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Krise. "Wenn wir jetzt zu schnell über die Rückkehr in den Alltag reden, verharmlosen wir die Situation und riskieren einen starken Rückfall. Das halte ich für nicht verantwortlich", sagte der Politiker der "Bild am Sonntag".

"Die Abwägung ist eindeutig: Da wir ohne diese Maßnahmen laut Experten unzählige Tote mehr und Zustände wie in italienischen Kliniken riskieren würden, sind die Maßnahmen angemessen und verhältnismäßig. Wir müssen jetzt einfach durchhalten." Und Söder weiter: "Mit dem 20. April wird nicht alles automatisch so wie vor der Krise."

Zudem rechnet er mit einem verstärkten Einsatz von Atemschutzmasken: "Ich bin kein Gegner der Maskenpflicht, vieles spricht dafür. Wir werden sicher auch zu einem verstärkten Einsatz von Masken kommen", so Söder. Allerdings könne ein einfacher Mundschutz kein gleichwertiger Ersatz für eine Ausgangsbeschränkung oder Kontaktsperre sein. "Ein Tuch oder Schal allein reicht nicht. Wir brauchen ordentliche Masken", sagte Söder.

Ministerpräsident Dr. Markus Söder

Update, 10.06 Uhr - Weiter unklar, ob Oktoberfest heuer stattfindet

Wenige Wochen vor Beginn des Wiesn-Aufbaus ist unklar, ob das größte Volksfest der Welt wegen der Corona-Krise überhaupt stattfinden kann. Nach Angaben von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), der das Fest eröffnen würde, muss diese Entscheidung "spätestens Ende Mai, Anfang Juni" fallen, also rechtzeitig vor Beginn der Aufbauarbeiten auf der Theresienwiese. Am 16. September ist der Anstich geplant, bis zum 4. Oktober soll das Fest dauern.

Die Wirte nahmen schon Reservierungswünsche aus aller Welt entgegen, die Brauereien wollen in Kürze damit beginnen, das auch im Ausland begehrte Wiesnbier zu brauen.

Münchens Wirtschaftsreferent und Festleiter Clemens Baumgärtner (CSU) sagte: "Derzeit blicken wir gespannt auf das Ende der Osterferien und die dann mögliche Abschätzung, ob es gelungen sein wird, die Ausbreitung des Virus zu bremsen. Für eine verbindliche Einschätzung ist es daher heute noch zu früh." Eine Entscheidung werde wesentlich davon abhängen, was medizinische Experten raten und welche gesundheitspolitischen und sicherheitsrechtlichen Vorgaben Bund und Freistaat erlassen.

Update, 9.42 Uhr - Mitarbeiterin von Caritas Wohnheim in Altötting mit Coronavirus infiziert

Im Caritas-Wohnheim für Menschen mit Behinderung St. Rupertus in Altötting ist eine Mitarbeiterin erkrankt und positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab der Caritasverband für die Diözese Passau in einer Pressemitteilung bekannt

Die Mitarbeiterin in der Einrichtung sei nach Meldung beim Gesundheitsamt in häuslicher Quarantäne. Drei weitere Kontaktpersonen aus dem Personalbereich sind ebenfalls zuhause in Quarantäne. Unter den betreuten Personen mit Behinderung, so der Caritasvorstand, "gibt es bisher keine Infektionen". Die Gruppe, in der die erkrankte Person arbeitete, ist zur Sicherheit isoliert und unter Quarantäne gestellt. 

Die Caritas hat beim Gesundheitsamt, der Fall war von dort am 2. April, mitgeteilt worden, beantragt, alle Klienten der betroffenen Gruppe sicherheitshalber zu testen. Erfreulicherweise kann ein Teil der Bewohner/innen bereits am 6. April getestet werden. Der Caritas-Diözesanverband hat einen Aufnahmestopp für die Einrichtung verfügt.

Bereits seit mehreren Wochen sind die Gruppen der Menschen mit geistiger und teilweiser Mehrfachbehinderung besonders geschützt. Es gilt ein Besuchsverbot, die Bewohner selbst bleiben, soweit als möglich in ihren jeweiligen Wohngruppen, und verlassen das Grundstück der Einrichtung nicht mehr. Die Betreuung der Bewohner ist in den Teams und von den Mitarbeitenden so organisiert, dass die Ansteckungsgefahr minimiert ist.

Update, 9.19 Uhr - Erstmals mehr Genesene als Neuinfektionen in Österreich

In Österreich ist die Zahl der von Covid-19 genesenen Menschen innerhalb von 24 Stunden erstmals schneller gestiegen als die Zahl der neuen bestätigten Coronavirus-Infektionen.

Wie das Gesundheitsministerium in Wien der Deutschen Presse-Agentur am Samstag bestätigte, gab es mit Stand Samstag, 8 Uhr, 11.525 bestätigte Fälle einer Sars-CoV-2-Infektion in der Alpenrepublik - 354 Fälle mehr als am Vortag. Von der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 genesen waren mit Stand Samstag, 9.30 Uhr, offiziell insgesamt 2507 Menschen - das sind 485 mehr als am Vortag.

Damit bestätigte sich auch am Samstag der positive Trend beim Kampf gegen das Coronavirus in Österreich. In den vergangenen Tagen war die tägliche Steigerungsrate bei den bestätigten Infektionen deutlich gesunken und lag zuletzt unter fünf Prozent. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) warnte aber vor verfrühter Freude. "Wir haben unsere Ziele absolut noch nicht erreicht. Aber wir sehen, dass wir sie - wenn alle weiter zusammenhalten und mitmachen und konsequent bleiben - erreichen können", sagte er am Samstag laut einer Mitteilung.

Update, 8.53 Uhr - Bayern will Pflegekräften Bonus von 500 Euro zahlen

Bayern will den in der Corona-Krise besonders belasteten Pflegekräften eine Sonderzahlung von 500 Euro zukommen lassen. "Wir werden 500 Euro als Bonus an alle Pflegekräfte zahlen", kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in der "Bild am Sonntag" und seiner Facebook-Seite an. 

"Zudem haben wir in allen Krankenhäusern, Pflege- und Seniorenheimen freies Essen und Getränke für die Beschäftigten eingerichtet", so Söder.

Update, 8.32 Uhr -  Fünfjähriges Kind stirbt in England an Covid-19

In Großbritannien ist ein fünfjähriges Kind an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Dies teilte am Samstag die staatliche Gesundheitsbehörde mit. Die Familie des Kindes habe darum gebeten, dass keine weiteren Einzelheiten bekanntgegeben werden. Bisher war das jüngste Todesopfer in Großbritannien ein 13-jähriger Jugendlicher gewesen.

Insgesamt wurden in Großbritannien innerhalb von 24 Stunden 708 neue Todesfälle registriert. Dies ist die höchste Zahl seit Ausbruch des Coronavirus im Königreich. Bei den neuen Todesopfern handelte es sich den Angaben zufolge um Patienten im Alter von fünf bis 104 Jahren.

Vorbericht - Kohortenstudie in München beginnt

Zur Erforschung des Coronavirus werden ab Sonntag Mediziner und Wissenschaftler bei zufällig ausgewählten Menschen in München um Blutproben für eine breit angelegte Studie bitten.

Viele Infizierte spürten nichts von ihrer Infektion, sagte Professor Michael Hoelscher, Leiter der Abteilung Infektions- und Tropenmedizin am Klinikum der Universität München, am Freitag in München. Daher sei davon auszugehen, dass es inzwischen eine erhebliche Dunkelziffer an Infektionen gebe. Schätzungen gingen von zwischen eins und zehn Prozent der Bevölkerung aus.

Kohortenstudie in München

Ab dem 5. April soll eine große Stichprobenstudie, geleitet von Hoelscher, in München Zahlen dazu liefern. Diese epidemologische Kohortenstudie betrifft in diesem Fall Menschen mit der gemeinsamen Eigenschaft „in München lebend“.

Die so zusammengestellte Kohorte wird im Verlauf eines Jahres immer wieder untersucht und befragt, um so viele Kenntnisse wie möglich über den Verlauf dieser Epidemie zu erlangen. Regelmäßige Antikörper-Tests und auch Befragungen der Infizierten sowie ihres näheren Umfeld sollen Erkenntnisse darüber bringen, wie der Mensch auf das neue Coronavirus reagiert. Fragen wie „Wie schnell bilden sich Antikörper?“, „Wann tauchen welche Symptome auf?“, „Wie infektiös ist das Virus generell?“ sollen damit beantwortet werden.

So funktioniert die Kohortenstudie

Vier Wochen lang werden Blutproben aus 3000 zufällig ausgewählten Haushalten auf Antikörper des Coronavirus getestet. So sollen rund 4500 Menschen untersucht werden. Durchgeführt werden die „Hausbesuche“ von Mitarbeitern des Tropeninstituts in Begleitung der Polizei. Die Teilnahme an der Studie ist selbstverständlich freiwillig. Die Mitarbeiter der Studie kommen deshalb in Begleitung der Polizei, da man vermeiden möchte, dass Betrüger diese laufende Studie für ihre Machenschaften nutzen könnten.

Pro Probe müssten nur drei Milliliter Blut abgegeben werden. Das Blut werde dann auf Antikörper getestet. Hoelscher betonte, er gehe davon aus, dass die Ergebnisse der Studie auf die Erforschung der Krankheit in ganz Deutschland nutzbar seien.

Studie an infiziertem Krankenhauspersonal

Das Tropeninstitut führt seit dem 2. April eine Studie an 100 Mitarbeitern aus Krankenhäusern durch. Hier werden Mitarbeiter, die mit dem Virus infiziert und in häuslicher Quarantäne sind, untersucht.

mh/dpa

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