NEWSTICKER ZUR CORONA-PANDEMIE

Fälle in der Region: "Viele lassen sich nicht zurückführen" - Großbritannien zieht Konsequenzen

Coronavirus - Teststation am Tropeninstitut München
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Medizinisches Personal demonstriert in einer neuen Teststation vor dem Tropeninstitut für Menschen mit Covid-19 Verdacht die Entnahme von einem Nasenabstrich. An der neuen Teststation sollen ausschließlich medizinisches Personal und spezifische Berufsgruppen wie z. B. Polizei oder Feuerwehr getestet werden.

Landkreis - Das Coronavirus hat Bayern und Europa fest im Würgegriff. Am Freitag wurde von der Bayerischen Regierung eine Ausgangsbeschränkung verhängt. Die Entwicklungen am Montag im News-Ticker:

CORONA - DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 279, Landkreis Traunstein 80, Landkreis Berchtesgadener Land 39, Landkreis Mühldorf 41, Landkreis Altötting 27
  • Bayern verhängt Ausgangsbeschränkung für 14 Tage (bis 3. April)
  • Mindestens 113 Todesopfer in Deutschland (22 in Bayern)
  • Erste Todesfälle im Kreis Traunstein am Donnerstag, Rosenheim am Samstag
  • Einreisestopp für Nicht-EU-Bürger in die EU
  • Öffentliches Leben in Bayern seit Dienstag massiv eingeschränkt
  • In Italien inzwischen mehr Corona-Tote als in China

Nützliche Links zum Thema Corona


Update, 21.50 Uhr - Großbritannien erlässt allgemeine Ausgangsbeschränkungen

Die britische Regierung hat im Kampf gegen das Coronavirus weitreichende Ausgangsbeschränkungen beschlossen. Das verkündete Premierminister Boris Johnson am Montagabend in einer im Fernsehen übertragenen Rede an die Nation.

Johnson wies seine Landsleute an, das Haus nur noch so wenig wie möglich zu verlassen. "Von heute Abend an muss ich dem britischen Volk eine einfache Anordnung geben: Sie müssen zuhause bleiben", sagte Johnson. Alle Läden, mit Ausnahme von Lebensmittelgeschäften und Apotheken, werden mit sofortiger Wirkung geschlossen. Sportliche Aktivitäten sind nur noch einmal am Tag und nur gemeinsam mit Mitgliedern desselben Haushalts erlaubt. Ansonsten dürfe das Haus nur noch für den Einkauf wesentlicher Dinge wie Lebensmittel und Medikamente und für den Weg zur Arbeit verlassen werden, sagte Johnson. Versammlungen von mehr als zwei Personen seien nicht mehr erlaubt und würden von der Polizei aufgelöst.

Am Wochenende hatten unzählige Briten das schöne Wetter für Ausflüge in städtischen Parks und Erholungsgebiete genutzt - zu viele, um den notwendigen Abstand einhalten zu können. Das BBC-Fernsehen zeigte noch am Montag Bilder von überfüllten U-Bahnen in London.

Die Zahl der Toten durch die vom Coronavirus hervorgerufene Lungenkrankheit Covid-19 in Großbritannien stieg am Montag unterdessen auf 335. Kritiker der Regierung fordern seit langem schärfere Maßnahmen, um den Ausbruch einzudämmen. Sie fürchten, Großbritannien könnte noch härter getroffen werden als Italien, sollte der chronisch unterfinanzierte Nationale Gesundheitsdienst NHS unter der Last der Epidemie zusammenbrechen. Doch die Regierung sträubte sich lange gegen härtere Maßnahmen.

Update, 21.15 Uhr - Neue Pläne der UEFA für Europapokal

Die Europäische Fußball-Union hat die ursprünglich Ende Mai geplanten Endspiele in der Champions League und Europa League nun auch offiziell wegen der Coronavirus-Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben. Dies teilte die UEFA am Montagabend mit. 

Das Finale in der Königsklasse sollte ursprünglich am 30. Mai in Istanbul steigen, das Endspiel in der Europa League am 27. Mai in Danzig. Von der Verlegung ist auch die Champions League der Frauen betroffen, wo der Sieger am 24. Mai in Wien ermittelt werden sollte.

Wegen der Corona-Krise sind alle europäischen Club-Wettbewerbe derzeit ausgesetzt. In der Champions League stehen noch vier Achtelfinal-Rückspiele aus, darunter auch das des FC Bayern München gegen den FC Chelsea. In der Europa League konnten nur sechs von acht Achtelfinal-Hinspielen stattfinden.

Bezüglich neuer Spieldaten sei noch keine Entscheidung getroffen worden, teilte die UEFA mit. Eine eingesetzte Arbeitsgruppe prüft derzeit mögliche Optionen, um die Wettbewerbe zum Abschluss zu bringen. In der Vorwoche hatte die UEFA bereits die Europameisterschaft um ein Jahr in den Sommer 2021 verlegt.

Frühester Wiederaufnahme-Termin für den Europapokal wäre "Bild am Sonntag" unter Berufung auf einen "Corona-Kalender" der UEFA zufolge der 14. April. Anschließend könnten Partien im normalen Modus auch an den Wochenende und parallel zu den nationalen Ligen stattfinden. Können die Wettbewerbe erst später wieder starten, müsste der Zeitplan weiter gestrafft werden. 

Mögliche Optionen wären dann ein Final-Four-Turnier in den Finalstädten oder der Verzicht auf Hin- und Rückspiele in den noch ausstehenden K.o.-Runden. Das Heimrecht würde für die betroffenen Partien dann ausgelost werden.

Update, 21 Uhr - Ehepaar aus Großkaro erlebt Corona-Odyssee auf Kanaren

"Es hätte Urlaub sein sollen", schrieb ein Leser aus Großkarolinenfeld an rosenhem24.de. Er wollte mit seiner Frau einen Wanderurlaub auf der Insel La Gomera in Spanien machen. Doch es kam alles anders.

Update, 20.22 Uhr - ARD-DeutschlandTrend: Sehr hohe Akzeptanz für Versammlungsverbot

Obwohl die Versammlung mit mehr als zwei Personen außerhalb der häuslichen Gemeinschaft verboten ist, sorgt sich mehr als die Hälfte der Bevölkerung (55 Prozent) vor einer Ansteckung. 

Vor einer Woche waren es noch 48 Prozent, Anfang März 23 Prozent. Das hat eine Blitz-Umfrage von infratest dimap für den ARD-DeutschlandTrend heute ergeben.

Eine große Mehrheit von 95 Prozent der Deutschen befürwortet, dass man sich in den kommenden zwei Wochen nur noch in der eigenen häuslichen Gemeinschaft oder mit einer weiteren Person treffen darf. Nur 3 Prozent lehnen diese Maßnahme ab.

Die Sorge hingegen um die persönliche wirtschaftliche Entwicklung ist bislang bei zwei Dritteln der Gesamtbevölkerung (64 Prozent) weniger groß (36 Prozent) bis klein (28 Prozent). Bei den 18- bis 64-Jährigen, der sogenannten berufsaktiven Gruppe, sorgen sich jedoch vier von zehn (42 Prozent) um die eigene wirtschaftliche Entwicklung.

Das Vertrauen der Bürger in die Gesundheitseinrichtungen und Ärzte in Deutschland ist überwiegend hoch. 75 Prozent (18 Prozent sehr groß; 57 Prozent groß) vertrauen darauf, dass die Corona-Epidemie bewältigt werden kann. Bei 19 Prozent ist das Vertrauen weniger groß, nur bei 4 Prozent der Bevölkerung klein.

Auch die Zufriedenheit in das aktuelle Krisenmanagement der Bundesregierung ist mit 75 Prozent hoch. Nur 5 Prozent der Bundesbürger sind mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung gar nicht zufrieden (18 Prozent weniger zufrieden).

Das hat eine Umfrage von infratest dimap vom 23. März ergeben

Update, 19.42 Uhr - Pflegekräfte, die derzeit nicht im Beruf tätig sind, sollen helfen

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml hat Pflegekräfte, die derzeit nicht in ihrem Beruf tätig sind, dazu aufgerufen, im Kampf gegen die Corona-Pandemie mitzuwirken und sich zu einem Einsatz bereit zu erklären. Huml betonte am Montag in München: "Derzeit ist nicht sicher absehbar, wie sich die Pandemie weiter entwickeln wird. Es ist wichtig, dass wir im Gesundheitswesen auf große Herausforderungen vorbereitet sind. Deshalb bitte ich alle Pflegefachkräfte, alle Pflegehilfskräfte sowie Medizinisch-technische Assistenten (MTRA, MTLA) und Medizinische Fachangestellte (MFA), die aktuell nicht in diesem Beruf arbeiten und keiner Risikogruppe angehören, um Unterstützung.“

Die Ministerin fügte hinzu: "Gemeinsam mit der Vereinigung der Pflegenden in Bayern konnten wir eine Online-Plattform entwickeln. Über die Website www.pflegepool-bayern.de kann ab sofort jeder unkompliziert seine Daten hinterlegen. Klar ist dabei: Die persönlichen Daten werden ausschließlich zur Bekämpfung der Corona-Pandemie verwendet und zur Vermittlung weitergegeben. Im Bedarfsfall erfolgt eine unmittelbare Kontaktaufnahme und Zuweisung zu einem regionalen Einsatzort."

Für den Fall eines Einsatzes bleibt der aktuelle Arbeitsvertrag bestehen. Wer unterstützt, wird unter Lohnersatz bzw. Lohnfortzahlung von der gegenwärtigen beruflichen Tätigkeit (auf der Basis geltenden Rechts oder einer in Kürze zur Verabschiedung vorgesehenen gesetzlichen Regelung) freigestellt. Der Einsatz wird ausschließlich während der Corona-Pandemie andauern.

Die Ministerin dankte zugleich erneut allen Pflegekräften für ihre engagierte Arbeit. Sie unterstrich: "Unsere Pflegekräfte stehen beim Kampf gegen das Coronavirus wie die Ärzte an vorderster Front. Für ihren hervorragenden Einsatz bin ich sehr dankbar."

Update, 18.50 Uhr - Zahlen für Deutschland und Europa

Trotz des weltweiten Kampfes gegen die neuartige Lungenkrankheit Covid-19 steigen die Zahlen der Infizierten und Toten weiter. Nach Angaben von US-Experten waren am Montag rund um den Globus mehr als 350 000 Menschen infiziert (Sonntag: knapp 330 000), fast 15 400 Menschen starben (knapp 14 400), wie Wissenschaftler der US-Universität Johns Hopkins mitteilten. Besonders betroffen sind auch die europäische Staaten.

In Deutschland haben sich inzwischen über 25.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Mindestens 113 Personen mussten bereits sterben. Immerhin gelten laut bild.de schon 2.800 als genesen. 

In Italien und Spanien stellt sich die Lage noch viel dramatischer dar. In Italien (bald 60.000 Infizierte) gab es bereits 5.500 Todesfälle. In Spanien (33.000 Infizierte) mussten schon 2.200 Menschen sterben. Frankreich (fast 17.000 Infizierte) verzeichnet 670 Todesopfer und Großbritannien (5.700 Infizierte) 290.  

Update, 18.10 Uhr - Söder zu live zu Gast bei ProSieben

Ein Live-Talk mit Politikern zur besten Sendezeit - das ist bei dem auf Entertainment spezialisierten Sender ProSieben äußerst ungewöhnlich. 

An diesem Mittwoch um 20.15 Uhr sind bei dem Format "ProSieben Live. Deutschland fragt zu Corona" unter anderem der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und der Biochemiker Prof. Dr. Alexander Kekulé zu Gast. 

Zuschauer sollen fragen, Experten antworten. "Unser interaktiver Live-Talk (...) stellt die Fragen der Menschen zu Covid19 in den Mittelpunkt und sorgt für Aufklärung", sagte ProSieben-Chef Daniel Rosemann laut Mitteilung vom Montag. 

Update, 17.36 Uhr - So viele Beatmungsgeräte haben die Kliniken in der Region

Wer schwer an Covid-19 erkrankt, braucht Beatmung - doch es gibt wohl zu wenig Geräte. Die Regierung kauft derzeit 10.000 Beatmungsgeräte und die Zahl der Intensivbetten soll deutlich erhöht werden.

rosenheim24.de hat Anfragen an die Kliniken im OVB24-Gebiet gestellt, wie viele Beatmungsgeräte dort verfügbar sind und wie viele "Corona-Plätze" es gibt.

Einen Überblick zur aktuellen Situation in den Südost Kliniken, den RoMed Kliniken und der Klinik in Mühldorf finden Sie hier

Update, 17.25 Uhr - Corona-Test bei Kanzlerin Merkel negativ

Beim ersten Test von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf das neuartige Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. 

"Das Testergebnis des heutigen Tests ist negativ", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. "Weitere Tests werden in den nächsten Tagen durchgeführt."

Update, 17 Uhr - Fallzahlen-Entwicklung und Altersstruktur im Raum Rosenheim

Der vorliegende Lagebericht soll die aktuelle Situation in Stadt und Landkreis Rosenheim zu Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) widerspiegeln. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 22. März (Stand: 24 Uhr). Aufgrund von Aktualisierungen kann es zu Veränderungen kommen.

Bis zu diesem Zeitpunkt wurden dem Gesundheitsamt 279 Fälle von COVID-19 gemeldet. Bisher ist eine Person aus dem Landkreis Rosenheim an der Erkrankung gestorben. 

Es handelt sich zunehmend um Einzelerkrankungen, die nicht mehr einem Krankheitsausbruch mit gemeinsamer Quelle zugeordnet werden können. Diese neuen Fälle wurden durch Abstriche von mehreren Arztpraxen in der Region bei ihren Patienten diagnostiziert. 

"In vielen Fällen lassen sich die neuen Erkrankten nicht mehr auf eine bekannte Ansteckungsquelle zurückführen", erklärt das Landratsamt Rosenheim. Aufgrund der Menge von Erkrankungsfällen, der Vielzahl der engen Kontaktpersonen und der Kürze der Inkubationszeit können die Infektionsquellen nicht mehr in jedem Fall zuverlässig und zeitnah unterbrochen werden. 

Das Gesundheitsamt Rosenheim beobachtet und analysiert die Lage aber weiterhin sehr genau.

Coronavirus-Fallzahlen-Entwicklung im Landkreis Rosenheim. 

Altersstruktur der Fälle: 

Die Altersgruppe zwischen 40 und 60 ist weiterhin am häufigsten betroffen. Zu dieser Gruppe gehört auch der erste Todesfall.

Update, 16.20 Uhr - acht neue Fälle im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es mittlerweile insgesamt 39 bestätigte Coronafälle im Landkreis Berchtesgadener Land gibt (Stand: 23. März, 12 Uhr).

Damit sind im Vergleich zum Vortag acht neue Fälle hinzugekommen. Alle infizierten Personen werden medizinisch behandelt und befinden sich in häuslicher Quarantäne. 

Weitere 311 direkte Kontaktpersonen sind in häuslicher Isolation und stehen im täglichen Kontakt mit dem Gesundheitsamt.

Update, 16.13 Uhr - drei weitere Fälle im Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es drei neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 23. März, 16 Uhr). 

Dabei handelt es sich um drei Erwachsene über 60 Jahre. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. 

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 41 bestätigte Fälle vor. Elf Patienten davon werden im Krankenhaus Mühldorf behandelt.

Update, 16 Uhr - 17 weitere Fälle im Raum Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 80 bestätigte Corona-Fälle vor (Stand: 23. März, 15 Uhr). 

Damit stieg die Zahl der Infizierten um weitere 17 positiv getestete Personen. Insgesamt wurde im Landkreis Traunstein bei 32 Frauen und 48 Männern SARS-CoV-2 nachgewiesen. 

Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Alle Personen werden medizinisch versorgt.

Update, 15.50 Uhr - Zenit in Corona-Epizentrum bald erreicht?

Der Landkreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen gilt seit dem Ausbruch des Virus in Deutschland als "Corona-Epizentrum" der Republik. Insgesamt gibt es dort über 1.000 Infizierte. Außerdem waren schon 21 Todesopfer zu beklagen. Die Städteregion Aachen meldete darüber hinaus am Montag 530 weitere positive Fälle und sechs Todesopfer. 

Trotz all dieser Schreckensnachrichten schöpfen erste Experten inzwischen (leichte) Hoffnung. Nach vorsichtiger Einschätzung des Aachener Klinikums könnte die Spitzenbelastung für die Krankenhäuser durch Heinsberger Corona-Patienten bis Ende April erreicht sein. Es gebe in Heinsberg nicht mehr ganz so viele Neuerkrankungen, sagte der Chef des Aachener Uniklinikums, Professor Thomas Ittel, am Montag. 

Er habe wegen des "trägen Anstiegs" die Hoffnung, dass es in drei Wochen möglicherweise ein erstes Entspannungssignal gebe, wie die Deutsche Presseagentur (dpa) nun berichtet.

Update, 15.35 Uhr - leere Straßen auch zur "Rushhour"

Das Coronavirus und die damit verbundenen Maßnahmen von Bayern und dem Bund haben auch deutliche Auswirkungen auf unsere Region. 

Die verhängte Ausgangsbeschränkung sorgte nicht nur am Wochenende für leere Straßen und Plätze. So sah es am Montag zur "Rushhour" in Bad Aibling aus.

Die Bad Aiblinger Innenstadt am Montag (23. März) zur Rushhour um 7.45 Uhr.

Update, 15.24 Uhr - Freistaat Bayern erhält 800.000 benötigte Schutzmasken

Der Freistaat Bayern hat endlich 800.000 der dringend benötigten Schutzmasken im Kampf gegen das Coronavirus geliefert bekommen. "Diese sind im bayerischen Zentrallager angekommen und werden umgehend an Krankenhäuser und andere Einrichtungen verteilt. Weitere Lieferungen durch den Bund und die Eigenproduktion im Freistaat werden folgen", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Auch die Lieferung von anderen Schutzmaterialien und Desinfektionsmitteln käme gut voran, hieß es weiter. 

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) ergänzte: "Das ist eine gute Nachricht! Denn es ist wichtig, insbesondere Ärzte und Pflegekräfte bei ihrem engagierten Einsatz bestmögachso lich zu unterstützen. Sie stehen beim Kampf gegen das Coronavirus an vorderster Front. Auch rund 235.000 Flaschen Hand-Desinfektionsmittel stehen dafür nun zur Verfügung." 

In den nächsten Tagen werden neue Lieferungen von Schutzmaterial erwartet.

Update, 14.57 Uhr - Fallzahl im Raum Rosenheim am Wochenende noch einmal leicht erhöht

Im Laufe des Sonntags hat sich die Zahl der positiv auf den Coronavirus getesteten Personen im Raum Rosenheim noch einmal leicht um 11 Fälle erhöht. Insgesamt lag die Zahl der bestätigten Coronafälle im Zuständigkeitsbereich des Rosenheimer Gesundheitsamtes bei 279 Personen.

Update, 14.35 Uhr  - Vier Corona-Fälle in Seniorenheim im Raum Rottal-Inn

Im Pfarrkirchner Caritasheim St. Konrad im Landkreis Rottal-Inn wurden vier Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet. Dies hat Caritas-Vorstand Markus Tischler gegenüber pnp.de bestätigt. 

Demnach befinden sich drei dieser Bewohner auf Grund ihres Krankheitsverlaufs im Krankenhaus Eggenfelden. 17 von 35 Mitarbeitern, welche mit den Infizierten Kontakt hatten, befinden sich mittlerweile in Quarantäne. Des Weiteren seien sechs andere Bewohner ebenfalls in ihren Zimmern auf Quarantäne, da sie ebenfalls Kontakt zu den Infizierten hatten.

Update, 14.10 Uhr - Live-Pressekonferenz von Jens Spahn

Die deutschen Kliniken sollen mit Milliardenhilfen für besondere Belastungen in der Corona-Krise gewappnet werden. Das sehen Gesetzespläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, die das Kabinett am Montag auf den Weg gebracht hat. So soll es für jedes nun frei gehaltene Bett eine Tagespauschale von 560 Euro geben. Für jede neue intensivmedizinische Behandlungseinheit mit künstlicher Beatmung sollen Kliniken 50 000 Euro Bonus bekommen. Um Mehrkosten etwa bei Schutzausrüstung aufzufangen, soll es - für die Zeit von April bis Ende Juni - außerdem einen Zuschlag von zunächst 50 Euro für jeden Patienten geben.

Hintergrund ist, dass die Krankenhäuser planbare Operationen und Neuaufnahmen, wenn medizinisch vertretbar, vorerst aussetzen sollen. Dies soll Kapazitäten freimachen, um für viele Corona-Patienten mit schwereren Krankheitsverläufen vorbereitet zu sein. Außerdem soll die Zahl von bisher 28 000 Intensivbetten verdoppelt werden. Die Hilfen sollen Einnahmeausfälle abfedern und vermeiden, das Kliniken Defizite machen. Der Bund kalkuliert allein für den Ausgleich der Verschiebung planbarer OPs mit möglichen Mehrausgaben von 2,8 Milliarden Euro.

Gesundheitsminister Jens Spahn informiert über die geplanten Covid-19-Gesetze:

Update, 13.44 Uhr - Polizei bittet erneut: Bei Corona-Fragen nicht 110 wählen

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd bittet erneut die Bevölkerung, die Notrufnummer 110 ausschließlich in Notfällen anzurufen. Nach wie vor melden sich zahllose Bürgerinnen und Bürger unter der Notrufnummer 110 in der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums und belegen in dieser Zeit die Leitungen für echte Notfälle. Noch immer werden allgemeine Fragen zum Thema Corona-Virus oder aber zur Auslegung der verfügten Ausgangsbeschränkung gestellt. Diese Fragen begründen keine Notfälle, um die 110 zu wählen!

Die Polizei bittet deshalb dringend, die Notrufnummer 110 für echte Notfälle freizuhalten, in denen ein schnelles Handeln der Polizei erforderlich ist!

Aber auch die Telefone der örtlichen Polizeiinspektionen im kompletten Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd stehen seit der Veröffentlichung der vorläufigen Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie am vergangenen Freitag, 20.03.2020, nicht mehr still.

Die Polizei bittet, bei allgemeinen Fragen zum Thema Corona-Virus oder aber zur Auslegung der verfügten Ausgangsbeschränkung die Hotline des Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unter der Telefonnummer 09131/6808-5101 oder die Hotline ihres jeweiligen Landratsamtes anzurufen.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Update, 13.17 Uhr - Münchner Polizei zieht Bilanz zu Corona-Kontrollen

Über 100 Einsätze in Bezug auf Meldungen zu Verstößen gegen die Allgemeinverfügung musste die Münchner Polizei zwischen Sonntag und Montag absolvieren. Insgesamt kam es hier über 4.000 Kontrollen bei denen über 200 Verstöße festgestellt wurden. In 61 Fällen kam es bei diesen Verstößen zu Anzeigen durch die Polizei.

Weiterhin schilderte die Polizei verstörende Details von einem Fall am letzten Dienstag (17. März): "Bereits am 17.03.2020, gegen 22 Uhr, war ein 33-jähriger Münchner im Münchner U- Bahn-Bereich unterwegs und erstellte dabei ein Video, in dem er einen Fahrkartenautomat des MVG, eine Haltestange in der U-Bahn und auch den Handlauf einer Rolltreppe ableckte. Mit dem Bezug auf den Corona-Virus verbreitete er schließlich dieses Video in den Sozialen Medien."

Wie die Münchner Polizei berichtet, konnte der Mann inzwischen identifiziert und vorläufig festgenommen werden. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt.

Update, 12.57 Uhr - 120.000 Deutsche rückgeholt

Über 120.000 Menschen konnten bislang nach Deutschland zurückkehren, viele weitere Flüge sind in Vorbereitung. Das teilte das Auswärtige Amt am Montag über Facebook mit.

Update, 12.34 Uhr - Bundesregierung beschließt umfangreiches Hilfspaket für Wirtschaft

Mit einem beispiellosen Hilfspaket unterstützt der Bund Familien, Mieter, Beschäftigte, Selbstständige und Unternehmen in der Corona-Krise. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr, beschloss das Kabinett am Montag gleich mehrere große Schutzschirme und umfangreiche Rechtsänderungen. Damit die Hilfen rasch ankommen, soll im Schnellverfahren bereits am Mittwoch der Bundestag, am Freitag der Bundesrat den Maßnahmen zustimmen.

Die Bundesregierung bringt für das Hilfspaket gewaltige Summen auf. Nach sechs Jahren ohne neue Schulden fällt die schwarze Null im Bundeshaushalt - das Kabinett beschloss einen Nachtragshaushalt mit einer Neuverschuldung von rund 156 Milliarden Euro. Dafür soll der Bundestag am Mittwoch eine Notfallregelung in der Schuldenbremse in Kraft setzen. Nach den Plänen der Regierung werden Bundestag und Bundesrat die Pläne bis Ende der Woche verabschieden.

Update, 11.53 Uhr -  Deutsche Bank schließt ab Dienstag 200 Filialen

Die Deutsche Bank schließt wegen der Corona-Krise mehr als 200 Geschäftsstellen. Ab Dienstag werde das Filialnetz bis auf weiteres von bislang mehr als 500 auf rund 290 Standorte verkleinert, teilte das Institut am Montag mit. Geldhäuser wie die zur UniCredit gehörende Hypovereinsbank sowie die Commerzbank hatten bereits in der vergangenen Woche die Türen zahlreicher Geschäftsstellen geschlossen.

Die Selbstbedienungsbereiche in den betroffenen Filialen bleiben weiterhin zugänglich, erklärte die Deutsche Bank. Die Geldautomaten würden nach wie vor mit Bargeld versorgt.

Update, 11.32 Uhr - Ostermünchner Mangstl (†54) stirbt an Coronavirus

Der bekannte und beliebte Musiker Sepp Mangstl (†54) ist am Samstag an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Mit dem Tod des Ostermünchners hat die Krise damit auch in der Region ein Gesicht bekommen. Die Schlossbrauerei Maxlrain, auf deren Festen Mangstl viele Jahre lang als Musiker tätig war, hatte Mangstls Tod am Sonntag mit einem bewegenden Facebook-Post öffentlich gemacht. 

"Entsetzt und traurig müssen wir erkennen, wie gefährlich dieses Virus wirklich ist. Der Sepp war nie großartig krank, er gehörte nicht zu einer Risikogruppe und er lebte auch ganz sicher nicht in irgendeiner Art ungesund", hieß es in dem Beitrag unter anderem. Die Brauerei gedachte auch seiner Familie, seinen Freunden und den vielen Kollegen von der Dreder und Höhenrainer Musi, für die der 54-Jährige ebenfalls tätig war.

Sepp Mangstl (links im Bild) starb an den Folgen einer Coronavirus-Infektion.

Update, 11.22 Uhr - Irland stellt sich auf Verschiebung von Olympia ein

Das Nationale Olympische Komitee von Irland stellt sich auf eine Verschiebung der Spiele im Sommer in Tokio ein. Er gehe davon aus, dass es wahrscheinlich dazu komme, sagt Komitee-Chef Peter Sherrard. Er begrüße, dass das IOC die Möglichkeit einer Verschiebung in Betracht ziehe und die Sicherheit der Athleten gewahrt werden solle.

Update, 10.49 Uhr - 22.672 Menschen in Deutschland mit Coronavirus infiziert

In Deutschland gibt es nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität bislang mehr als 24.000 Infektionen mit dem Coronavirus. 94 Menschen sind bislang daran bundesweit gestorben. Die Zahlen des Berliner Robert-Koch-Instituts (RKI) sind etwas niedriger, weil es mit einer anderen Datenbasis arbeitet. Danach gibt es mit Stand Montagmorgen 22.672 Infizierte und 86 Tote - ein Plus von 4062 seit dem Vortag

Das RKI wies jedoch darauf hin, dass am Wochenende nicht aus allen Ämtern Daten übermittelt wurden, sodass der berichtete Anstieg der Fallzahlen nicht dem tatsächlichen Anstieg entspricht. Die Daten sollen am Montag nachübermittelt werden und ab Dienstag auch in der Statistik verfügbar sein.

Der Präsident des Robert-Kochs-Instituts verbreitet auf der täglichen Pressekonferenz Optimismus: "Ich bin optimistisch, dass die Maßnahmen schon jetzt wirken." Wieler spricht von einem Trend, dass sich die Kurve der Neuinfektionen "abflacht". Die Maßnahmen, die bereits in der Vorwoche durchgesetzt worden waren, würden bereits zur Eindämmung beitragen. Doch eine Analyse der Handy-Daten habe ergeben, dass sich immer noch zu viele Bürger in Deutschland nicht an die Vorgaben gehalten hätten und weiterhin in Gruppen zusammen gekommen waren. Deshalb hält der RKI-Chef die am Sonntag beschlossene Kontaktsperre für richtig.

Außerdem betont der RKI-Chef in der PK die Bedeutung der Corona-Tests: "Wir haben in Deutschland sehr viele Test-Kapazitäten." Laut Wieler kommt es darauf an, die "Tests strategisch einzusetzen". Schwerpunkt sind hierbei die Erkrankten selbst, um möglichst schnell Sicherheit zu haben, ob Covid-19 vorliegt. Dann werden die Kontaktpersonen untersucht. Die dritte Gruppe ist natürlich das medizinische Personal, das bevorzugt getestet wird.

Update, 10.23 Uhr - Bilanz der Polizei zur Ausgangsbeschränkung in der Region

Seit Samstag, 21. März 2020, 0 Uhr, also nach Inkraftsetzung der Allgemeinverfügung zur Ausgangsbeschränkung wurden mehr als 3.200 Kontrollen durch die Polizei im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd durchgeführt. Bei den 35 von der Polizei festgestellten Verstößen wurde in 28 Fällen Anzeige (davon 25 Mal wegen Missachtung der Ausgangsbeschränkung) erstattet. Die ausführliche Bilanz des Polizeipräsidiums Oberbayern liest Du hier.

Update, 10.10 Uhr - Todesfall in Gemeinde Riedering - keine Corona-Infektion

Am Sonntag herrschte im Riederinger Ortsteil Schalling kurzzeitig große Verunsicherung, nachdem dort ein Todesfall in einem privaten Wohnhaus bekannt geworden war. Mehrere Einsatzkräfte rückten an - und mussten abklären, ob der Tod der Person möglicherweise in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion stand. Der Verdacht habe sich allerdings nicht bestätigt, teilte die Polizei am Montagvormittag auf Anfrage von rosenheim24.de mit.

Update, 9.39 Uhr - Ministerpräsident Söder verteidigt Bayerns Alleingang

Nach dem Bund-Länder-Beschluss zu Kontaktverboten im Kampf gegen das Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder das Ausscheren seines Landes verteidigt. Das sei eine "sehr kleine Sache", sagte Söder am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". 

Er habe bereits am Freitag über Ausgangsbeschränkungen entschieden, die Regelung sei "eins zu eins mit Österreich umgesetzt" worden und eine angemessene und notwendige Entscheidung gewesen. Die Betroffenheit der Bundesländer sei unterschiedlich, sagte der CSU-Chef. "Wir haben viel mehr Tote, wir haben höhere Infektionen", sagte er, deshalb müsse er als Ministerpräsident "ein Stück weit schneller reagieren".

Bei den Beratungen hatte dem Vernehmen nach NRW-Regierungschef Armin Laschet (CDU) Söder vorgeworfen, dass er bereits am Freitag "ohne Absprache" eigene Maßnahmen verordnet hatte.

Update, 9.21 Uhr - Ifo Berechnungen: Corona-Krise kostet Deutschland Hunderte Milliarden

Die Coronavirus-Krise könnte Deutschland nach Berechnungen des Münchner Ifo-Instituts mehr als eine halbe Billion Euro und mehr als eine Million Jobs kosten. "Die Kosten werden voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte in Deutschland bekannt ist", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest am Montag. "Je nach Szenario schrumpft die Wirtschaft um 7,2 bis 20,6 Prozentpunkte. Das entspricht Kosten von 255 bis 729 Milliarden Euro."

"Auch am Arbeitsmarkt kommt es durch die Krise zu massiven Verwerfungen", betont Fuest. "Diese stellen die Zustände auf dem Höhepunkt der Finanzkrise in den Schatten." Bis zu 1,8 Millionen sozialversicherungspflichtige Jobs könnten abgebaut werden, mehr als sechs Millionen Menschen von Kurzarbeit betroffen sein.

Die Krise werde zu Produktionsausfällen von Hunderten Milliarden Euro führen, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit "in die Höhe schnellen lassen und den Staatshaushalt erheblich belasten", heißt es in einer Mitteilung des Wirtschaftsforschungsinstituts. "Es lohnt sich daher, quasi jeden denkbaren Betrag für gesundheitspolitische Maßnahmen einzusetzen", betont Fuest. "Ziel muss es sein, die Teilschließung der Wirtschaft zu verkürzen, ohne die Bekämpfung der Epidemie zu beeinträchtigen." Man brauche Strategien, wie die Produktion wieder aufgenommen und die Epidemie gleichzeitig weiter eingedämmt werden könne.

Für einen zweimonatigen Teilstillstand der Wirtschaft errechnet das Ifo-Institut Kosten zwischen 255 und 495 Milliarden Euro. Bei drei Monaten sind es demnach 354 bis 729 Milliarden.

Update, 8.49 Uhr -  Schulen eine Woche geschlossen - positive Zwischenbilanz

Eine Woche nach dem Beginn flächendeckender Schulschließungen in Deutschland zieht der Grundschulverband (GSV) eine positive Zwischenbilanz.

Die erste Woche sei überwiegend ruhig abgelaufen, Maßnahmen zum Abmildern der Folgen des Unterrichtsausfalls an den Grundschulen seien ohne größere Schwierigkeiten in die Wege geleitet worden, sagte die GSV-Vorsitzende Maresi Lassek. „Die Schulen haben offensichtlich dafür sorgen können, dass diese besondere Situation in ruhigen und geordneten Bahnen verläuft.“ Es gebe ein großes Engagement von Lehrkräften und Schulleitungen und Unterstützung von den Eltern.

Update, 8.24 Uhr - Polizei und LKA warnen vor Falschmeldungen

Derzeit verbreiten sich massenweise Falschmeldungen rund um die Corona-Krise in den sozialen Medien. Laut Polzei und Bayerischem Landeskriminalamt verschicken Menschen vor allem über Messenger-Dienste wie WhatsApp Unwahrheiten rund um das Coronavirus. Auf Facebook warnt das LKA: "Glaubt nicht alles blind, denkt nach vor dem Teilen! Prüft alle angeblichen Fakten und wendet Euch an vertrauenswürdige offizielle Quellen."

Update, 7.55 Uhr - Vierter Corona-"Drive-In" in Salzburg

In Österreich steigen die Corona-Infektionen weiter. Deswegen wurde in Salzburg nun ein vierter sogenannter "Drive-In" für Corona-Tests eröffnet. Neben den bereits vorhandenen Stationen an der Redbull-Arena in Wals-Siezenheim, in Zell am See und in Schwarzach wurde am Sonntag eine weitere Anlage am Park-and-Ride-Parkplatz in Salzburg Süd errichtet. Nun werden auch dort Proben genommen - und zwar von insgesamt fünf sogenannter "mobiler Abstrichteams". 

Insgesamt können im Bundesland Salzburg nun bis zu 500 Corona-Tests pro Tag durchgeführt werden. Allerdings werden nur Personen getestet, bei denen ein konkreter Verdacht auf eine Corona-Infektion besteht.

Update, 7.34 Uhr - Neue Coronavirus-Teststation in München

München bekommt am Montag eine neue Teststation für mögliche Coronavirus-Infizierte. In einer sogenannten Walk-Through-Station, die Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Montag um 14.30 Uhr am Tropeninstitut der Ludwig-Maximilians-Universität an der Georgenstraße in der Münchner Maxvorstadt eröffnen will, sollen speziell medizinisches Personal, Feuerwehrleute und Polizisten getestet werden. Für sie heißt es in der Teststation: Durchlaufen statt reinfahren. „Wir brauchen jeden Pfleger, jede Krankenschwester, jede Ärztin und jeden Arzt“, sagte Sibler im Vorfeld. „Wir brauchen diese Menschen gesund.“

Update, 7.05 Uhr - Bilanz zur Ausgangsbeschränkung: 500 Verstöße am Wochenende

Das Wetter dürfte in den kommenden Tagen eine entscheidende Rolle beim Einhalten der Ausgangsbeschränkungen in Bayern spielen. Das zeigte sich schon am ersten Wochenende: War es am Samstag vielerorts nass und grau und entsprechend leer auf den Straßen, füllten sich die Parks und Alleen bei Sonnenschein am Sonntag. Die ersten Bilanzen von Polizei und Innenminister Joachim Herrmann (CSU) fielen aber positiv aus: Die meisten hielten sich an die Vorgaben. Derweil steigen die Infektions- und Todesfallzahlen.

Zahlreiche Spaziergänger und Jogger sind am Sonntag (22. März) auf einem Weg an der Isar unterwegs. Trotz der neu auferlegten Ausgangsbeschränkungen sind Sport an der freien Luft und Spaziergänge mit Personen des eigenen Haustands erlaubt.

Bei rund 25.000 Kontrollen bis Sonntagnachmittag stellten Polizisten nach Angaben des Innenministeriums etwa 500 Verstöße fest: Mal feierten Jugendliche eine "Corona-Party" mit Grillgut und Alkohol. Mal hatten Sonnenstudios und Friseure unerlaubt geöffnet. Mal hatten sich neun Menschen in einer Shisha-Bar getroffen, deren Fenster von innen abgeklebt waren. Sie alle wurden angezeigt. Laut Regierung können Geldbußen von bis zu 25.000 Euro verhängt werden.

Dennoch bilanzierten die Beamten etwa in Kempten: "Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung zeigt sich einsichtig und kommt den Bestimmungen der Allgemeinverfügungen nach." Herrmann zog ebenfalls ein positives Zwischenfazit und betonte noch einmal: "Es geht jetzt darum, das öffentliche Leben so weit wie möglich zu beschränken."

Update, 6.37 Uhr - Mehr als 100 Tote an einem Tag in den USA

In den USA ist die Zahl der Toten auf 389 hochgeschnellt. Innerhalb eines Tages starben mehr als 100 Menschen, wie aus einer Aufstellung der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorgeht. Die meisten Todesopfer wurden demnach in den Bundesstaaten New York (114), Washington (94) und Kalifornien (28 Tote) registriert. Landesweit sind mehr als 32.000 Menschen mit Corona infiziert.

Touristen auf dem leeren Times Square in New York

Update, 6.21 Uhr - Spahn will noch auf Handy-Ortung verzichten

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will vorerst doch keine Kontaktpersonen von Infizierten per Handy orten lassen, um die Corona-Pandemie einzudämmen, so übereinstimmende Agenturmeldungen. Die geplante Regelung kommt nach heftiger Kritik am Montag noch nicht ins Bundeskabinett und soll nun bis Ostern nachgearbeitet werden.

Update, 6 Uhr - IOC und Japans Premier sprechen von Olympia-Verschiebung

Die Anzeichen für eine historisch einmalige Verschiebung von Olympischen Sommerspielen wegen der Coronavirus- Pandemie mehren sich. Nachdem das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Sonntag erstmals Gedankenspiele dieser Art zugelassen und sich selbst einen Vier-Wochen-Zeitraum für die Entscheidung gegeben hatte, sprach auch Japans Premierminister Shinzo Abe von einer Verschiebung der Sommerspiele in seinem Land. Vor dem Parlament in Tokio sagte er am Montag, dass damit gerechnet werden müsse. Von einer Absage könne aber keine Rede sein.

"Es ist schwierig, Spiele unter diesen Umständen abzuhalten, wir müssen über eine Verschiebung entscheiden, wobei die Gesundheit der Athleten oberste Priorität hat", sagte Premierminister Abe. Die endgültige Entscheidung aber liege beim IOC.

Kanadas Olympisches Komitee (COC) erhöhte den Druck auf das IOC weiter und gab als erstes Land bekannt, dass man in diesem Sommer wegen der Corona-Krise auf eine Entsendung von Sportlern verzichten werde. Die "schwierige Entscheidung" sei mit Zustimmung von Sportverbänden und der kanadischen Regierung getroffen worden, hieß es. "Das ist kein Boykott", sagte Kommunikationsdirektor Photi Sotiropoulos der Deutschen Presse-Agentur. Das Paralympische Komitee Kanadas entschied gleichermaßen für die Paralympics.

Im kommenden Jahr sei man gerne dabei, sollte dies mit Rücksicht auf die Entwicklung der Pandemie und die Gesundheit der Weltbevölkerung möglich sein, teilte das COC mit. Zudem unterstütze man das IOC bei der Lösung aller Probleme, die eine Verschiebung mit sich bringe.

dpa

Bund und Länder wollen mit Beschränkungen das Coronavirus eindämmen

Bund und Länder wollen die Ausbreitung des Coronavirus mit weiteren und beispiellosen drastischen Beschränkungen verlangsamen. In der Öffentlichkeit werden Ansammlungen von mehr als zwei Personen in ganz Deutschland für zunächst zwei Wochen verboten - ausgenommen werden Angehörige, die im eigenen Haushalt leben. Wer sich nicht an die Regeln hält, dem drohen Strafen. 

Restaurants müssen schließen, ausgenommen ist die Lieferung von Speisen für zu Hause. Friseurläden werden dicht gemacht. Auf diese neuen einschneidenden Maßnahmen einigten sich Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder in einer Telefonkonferenz am Sonntag.

Merkel und die Regierungschefs betonten: "Wir müssen alles dafür tun, um einen unkontrollierten Anstieg der Fallzahlen zu verhindern und unser Gesundheitssystem leistungsfähig zu halten.""Die Beschränkungen sollen eine mindestens zwei Wochen gelten. Eine Ausgangssperre, von der in den vergangenen Tagen immer wieder die Rede war, verhängt die Politik ausdrücklich nicht.

Bayern bleibt bei "seinen" Regeln

Bayern will das von Bund und Ländern vereinbarte Ansammlungsverbot für mehr als zwei Personen allerdings nicht übernehmen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus der bayerischen Staatskanzlei erfuhr. Im Freistaat würden weiterhin die bereits am Freitag von der Staatsregierung beschlossenen Regelungen gelten. Demnach darf weiterhin nur gemeinsam an die frische Luft, wer zu einem Hausstand gehört.

In Deutschland waren bis Sonntag mehr als 24 100 Infektionen mit dem neuen Coronavirus bekannt geworden. Mehr als 90 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben. Die neuen strengen Regeln sollen eine schnelle Ausbreitung verhindern, so dass insbesondere genügend Intensivbetten in Krankenhäuser für schwerkranke Infizierte frei bleiben.

Zoff zwischen Söder und Laschet 

Bei den Beratungen am Sonntag gab es dem Vernehmen nach heftigen Streit zwischen Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und NRW-Regierungschef Laschet. Laschet habe Söder demnach massiv attackiert, weil dieser "ohne Absprache" Ausgangsbeschränkungen für Bayern verordnet hatte. Söder habe daraufhin damit gedroht, die Schalte zu verlassen. 

Bayern sei über den Verlauf "irritiert", erfuhr die dpa aus bayerischen Regierungskreisen. Laschet habe sich bisher in der Debatte immer sehr zurückgehalten und gezögert, auch als es jüngst um die Schließung von Schulen und Kindergärten gegangen sei. Man vermute daher ein anderes Motiv, es gehe Laschet wohl mehr um seine persönlichen Ambitionen als um die Corona-Krise, hieß es.

Situation in Italien

651 an einem Tag, so lautet die erneut bittere Bilanz am Sonntag in Italien. Damit stieg die Zahl der Toten auf insgesamt 5476. Allerdings war der Anstieg nicht so rasant wie am Vortag, als der Zivilschutz binnen 24 Stunden 783 Tote vermeldet hatte. 

Die Italiener müssen verzweifelt zusehen, wie alle noch so drastischen Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung des Virus keine Erfolge bringen.

dpa/mz

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