Newsticker zur Corona-Pandemie

Über 2300 Tote in Frankreich - Klaus Wowereits Mann stirbt nach Corona-Infektion

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Bayerische Kliniken im Minus

Das Coronavirus hat die Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff. Seit Freitag, den 20. März, gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Samstag, den 28. März, im News-Ticker:

CORONA - DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 734, Landkreis Traunstein 199, Landkreis Berchtesgadener Land 68, Landkreis Mühldorf 125, Landkreis Altötting 95
  • Bayern verhängt Ausgangsbeschränkung (vorerst bis 3. April)
  • Mindestens 325 Todesopfer in Deutschland (85 in Bayern)
  • Bereits Todesfälle in Kreisen Traunstein, Rosenheim, Altötting und Mühldorf
  • Einreisestopp für Nicht-EU-Bürger in die EU
  • Öffentliches Leben in Bayern bis auf weiteres massiv eingeschränkt
  • In Italien inzwischen fast doppelt so viele Corona-Tote als in China
  • Im Landkreis Rosenheim müssen Personen mit höherem Infektionsrisiko in Quarantäne
  • Kanzleramtschef Helge Braun stellt klar: Wohl keine Lockerungen der bestehenden Einschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus vor dem 20. April 

Die wichtigsten Informationen zum Thema Corona hat OVB24 in einem Übersichtsartikel zusammengefasst. Hier finden Sie alle Antworten, Fakten und Zahlen auf einem Blick


Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr

Update, 22.35 Uhr: Über 2300 Todesfälle in Frankreich 

Die Anzahl der Todesfälle aufgrund von Corona ist in  Frankreich nun auf 2314 gestiegen. Das berichtet die Tiroler Tageszeitung. 

Update, 22.17 Uhr: Trump denkt über drastische Maßnahmen nach

Wie die dpa berichtet, erwägt US-Präsident Donald Trump offenbar eine weitreichende Abriegelung von New York und anderen heftig von der Corona-Krise betroffenen Bundesstaaten.

Update, 21.25 Uhr: Klaus Wowereits Mann stirbt nach Corona-Infektion 

Wie die Bild-Zeitung berichtet, verstarb Jörn Kubicki, der Mann des ehemaligen Berliner Bürgermeisters Klaus Wowereit, an Herzversagen nach einer Corona-Infektion. Kubicki hatte zuvor jahrelang an einer Lungenkrankheit gelitten. 

Klaus Wowereit und sein Partner Jörn Kubicki bei der  Berlinale 2011

Update, 21.14 Uhr: Länderbahn schränkt Betrieb ab Montag ein

Ab Montag kommt es zu einem eingeschränkten Zugbetrieb der Länderbahn. Das betrifft alle bayerische Verkehrsnetze, also auch die Waldbahn, die Oberpfalzbahn, den alex und die Berchtesgadener Land Bahn, wie die PNP berichtet.

Update, 20.58 Uhr: Vermehrungs-Enzym des Virus entschlüsselt

Den Forschern Linlin Zhang und Rolf Hilgenfeld von der Universität Lübeck ist ein echter Durchbruch gelungen. Sie konnten ein Enzym entschlüsseln, das für die Vermehrung des neuartigen Coronavirus entscheidend ist. Zudem fanden die Forscher einen inhalierbaren Hemmstoff, der gegen die neu entschlüsselte Hauptprotease des Virus SARS-CoV-2 wirkt. Mehr dazu gibt es hier.

Update, 20.47 Uhr: Erster Todesfall auf Sri Lanka

Ein 60-jähriger Touristenführer ist auf Sri Lanka an dem Virus verstorben. Er habe unter Diabetes gelitten und eine Nierentransplantation gehabt. Vor zwei Wochen habe der Mann Kontakt zu deutschen Touristen gehabt. Ob er sich dort angesteckt habe, ist bislang unklar. Das berichtet Bild.de.

Update, 20.36 Uhr: Erster Todesfall in Passau

Wie die PNP berichtet, gibt es nun den ersten Corona-Todesfall in Passau. Ein 87-jähriger Bewohner eines Seniorenheims verstarb am Samstag an dem Virus. Die Zahl der Infizierten im Raum Passau stieg auf circa 150.

Update, 20.15 Uhr: Spanien schließt alle "nicht lebenswichtigen Unternehmen"

Für die nächsten zwei Wochen werden alle "nicht lebenswichtigen Unternehmen" in Sanien geschlossen. Das gab Regierungschef Pedro Sánchez am Samstagabend in Madrid bekannt, wie der Focus berichtet. 

Update, 20 Uhr: Kanzlerin Merkel bittet um Geduld

Auch wenn die Ungeduld der Menschen wächst: Die Bundesregierung dämpft die Hoffnung auf eine schnelle Lockerung der Regeln im Kampf gegen das Coronavirus. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) meldete sich am Samstag mit einer persönlichen Botschaft aus der Quarantäne: "Niemand kann heute mit gutem Gewissen sagen, er wisse, wie lange diese schwere Zeit anhält. (...) Ich muss Sie bitten, seien Sie geduldig."

Derzeit verdopple sich die Zahl der Neuinfektionen etwa alle fünfeinhalb Tage. Dieser Zeitraum müsse in Richtung von zehn Tagen gehen, um das Gesundheitssystem nicht zu überfordern. "Jeder, der die Regeln befolgt, kann jetzt ein Lebensretter sein", sagte Merkel. Weil Merkel Kontakt zu einem infizierten Arzt hatte, bleibt sie derzeit zu Hause. Auch sie freue sich wieder auf "Kontakt und Nähe", hieß es. Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hatte bereits am Morgen betont, dass es vor dem 20. April keine Lockerungen geben werde.

Update, 19.40 Uhr: Mehr als 10.000 Tote in Italien

In Italien gibt es laut aktuellem Stand 10.023 Personen, die an an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 gestorben sind. Allein am Samstag wurden 889 neue Todesfälle vom Zivilschutz gemeldet. Mehr dazu könnt ihr hier nachlesen.

Update, 19.30 Uhr: Trotz Corona: Väter dürfen weiter zu Babys in Klinik

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hat darauf hingewiesen, dass bei der Geburt von Kindern deren Väter und engste Angehörige trotz der Coronavirus-Schutzmaßnahmen in Krankenhäusern die Mutter besuchen können. Huml betonte am Samstag:"Die Geburt eines Kindes ist ein außergewöhnliches Ereignis. Deshalb haben wir hierfür eine Ausnahme vorgesehen."

Die Hygiene-Abteilung des Krankenhauses habe festzulegen, welche Vorsichtsmaßnahmen gegen eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu treffen sind. Dazu zählen insbesondere das Tragen von Schutzkleidung und zeitliche Vorgaben für den Besuch. Außerdem müsse der Gesundheitszustand des Besuchers überprüft werden. Es dürfe kein Hinweis auf einen respiratorischen Infekt vorliegen, hieß es in der Mitteilung des Bayerischen Gesundheitsministeriums.

Die gesamte Pressemeldung kann hier nachgelesen werden.

Update, 18.55 Uhr: Corona-Infizierter will Personal in Klinik absichtlich anstecken

Weil er sich von seiner schwer an Corona erkrankten Ehefrau verabschieden wollte, hat ein Mann in Unterfranken für einen Polizeieinsatz gesorgt. Der 62-Jährige sei ebenfalls mit dem Coronavirus infiziert und habe seine Frau in einem Krankenhaus in Lohr am Main (Landkreis Main-Spessart) besuchen wollen, teilte die Polizei am Samstag mit.

Als ihn das Personal in der Nacht auf Samstag aufforderte, das Krankenhaus zu verlassen, weigerte er sich laut Polizei und drohte, das Personal mit dem Virus anzustecken. Den erwachsenen Kindern des Paares gelang es schließlich, den 62-Jährigen zum Gehen zu bewegen.

Update, 18.30 Uhr:  Mann droht Frau mit Corona-Ansteckung - Wanderung trotz Quarantäne

Einige unvernünftige Bürger haben in Tirol Einsätze von Rettungskräften ausgelöst, über die man in der aktuellen Zeit einfach nur mit dem Kopf schütteln kann. Am Donnerstagnachmittag wurde ein Österreicher (40) im Bezirk Innsbruck-Land von einer Frau, die gerade ihren Hund Gassi führte, dabei ertappt, wie er am Innufer illegal Bauschutt, alte Reifen und weitere Abfälle ablud.

Darauf angesprochen, ging der Mann in die "Offensive", attackierte die Frau und drohte, sie mit dem Coronavirus anzustecken. Er sei angeblich corona-positiv, gab der Mann an. Die hinzugerufene Polizei beendete den "Spuk". Der Mann kassierte Anzeigen wegen illegaler Abfallablagerung und Verstößen gegen das Covid-19-Maßnahmengesetz. Mehr dazu lest ihr hier.

Wegen zweiterem wurde auch eine 22-jährige Tschechin aus Ischgl anzeigt, die sich eigentlich in Quarantäne hätte aufhalten müssen. Stattdessen unternahm die junge Frau jedoch eine Bergwanderung über einen steilen Forstweg, der sie am Lattenkopf bis auf eine Seehöhe von 2.300 Metern führte. Auf einem Jägersteig verlief sie sich dann, so dass sie am späten Montagnachmittag die Rettung alarmierte.

Die Frau wurde durch einen Hubschrauber des Innenministeriums mittels Tau gerettet und unverletzt zu Tal gebracht. Die Frau wurde außerdem wegen Missachtung der Verkehrsbeschränkung nach dem Epidemiegesetz bei der Bezirkshauptmannschaft Landeck zur Anzeige gebracht.

Update, 18.06 Uhr: Trotz Ausgangsbeschränkung: Ausflügler stürmen Berge und Seen

Um 9 Uhr herrschte am Eibsee bei Grainau noch Ruhe. Herrliche Augenblicke und Farben konnten per Drohne über dem See eingefangen werden. Es war die Ruhe vor dem Sturm. Obwohl eine Ausgangbeschränkung aufgrund der Corona–Pandemie gilt, stürmten die Ausflügler regelrecht ins Freie. An der Talstation der Kreuzeckbahn in Garmisch-Partenkirchen fuhr ein Auto nach dem anderen auf den Parkplatz. Ein Skitourengeher schnallte seine Skier am Rucksack fest und begann mit dem Aufstieg.

An der Hausbergbahn das gleiche Bild. Wanderer und Skitourengeher packten ihre Rucksäcke und Skier und machten sich auf den Weg Richtung Berg. Die Polizei kam vorbei und konnte einige Sportbegeisterte sensibilisieren. Mit Skischuhen, Skiern auf den Schultern und Rucksack marschierten die Ausflügler die Wiese hinauf. Im Tal gibt es schon längst keinen Schnee mehr. Hier heißt es, die Ski bis zur Schneegrenze hinauftragen. Die Drohne fing hier den weiten Wanderweg aus der Luft ein. Die Fahrzeuge trugen Kennzeichen aus ganz Bayern, sogar aus Norddeutschland waren welche dabei.

Ausflügler stürmen Berge und Seen in Oberbayern trotz Ausgangsbeschränkungen

 © Dominik Bartl
 © Dominik Bartl
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 © Dominik Bartl

Am Wank in Garmisch-Partenkirchen sah es nicht anders aus. Die Wanderparkplätze waren voll. Egal ob zu Fuß oder mit dem Mountainbike, Hauptsache rauf auf den Berg und das Kaiserwetter genießen.

Einen Landkreis weiter, im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen wurde der Walchensee von den Wassersportlern heimgesucht. Wind-Surfer, Kite-Surfer und Segler nutzten den kräftigen Wind und sausten See auf und See ab. Die Drohne konnte auch hier den Sport auf dem See einfangen. Die Bundesstraße 11 führt zum Kochelsee hinab. Jeder Wanderparkplatz war voll. Die Motorradpolizei richtete auf der Passstraße eine Kontrollstelle ein um Motorradfahrer und Fahrzeuge zu kontrollieren.

Dominik Bartl

Update, 17.33 Uhr: Stadt und Landkreis Rosenheim droht "sehr hohe Infektionsrate"

Stadt und Landkreis Rosenheim gelten wegen der geografischen Nähe zu Tirol und Italien als besonders gefährdet für die Ausbreitung des Coronavirus. Die Stadt Rosenheim rechnet nach Angaben von Pressesprecher Thomas Bugl mit "einer sehr hohen Infektionsrate", berichtet das Oberbayerische Volksblatt. Inoffiziell soll sogar die Rede davon sein, dass sich rund 80 Prozent der Menschen in Stadt und Landkreis anstecken könnten, hieß es in dem Bericht weiter.

Bei den RoMed-Kliniken versucht man derweil alles, um die bestmöglichen Vorbereitungsmaßnahmen zu treffen. Derzeit wird das Bettenhaus 6 am Rosenheimer Krankenhaus zu einer reinen Corona-Station umgebaut.

Mehr dazu lest ihr hier.

Update, 17.20 Uhr: Quarantäne in Pongau: Am Montag fällt die Entscheidung

Wie Salzburg24.at  berichtet, stehen das Gasteinertal, das Großarltal und die Gemeinde Flachau derzeit unter Quarantäne. Wie die Situation dort weitergehen soll, wird am Monat entschieden.

Update, 16.54 Uhr: Mann (57) stirbt nach Skiurlaub in Österreich

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es nun auch den ersten Corona-Toten. Dabei handelt es sich um einen Mann aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim. Der 57-Jährige hatte sich Anfang März zum Skifahren in Österreich aufgehalten und sich dort mit dem Virus infiziert. In welchem Ort genau der Mann Urlaub machte, gaben die Behörden nicht bekannt.

Update, 16.37 Uhr: Bilanz des THW -Appell an Bürger

Pressemeldung im Wortlaut:

Lage in Bayern: 

In ganz Bayern befinden sich derzeit 80 Ortsverbände des Technischen Hilfswerks mit hunderten Einsatzkräften im Einsatz. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer übernehmen vielfältige Aufgaben: 

  • Aufbau und Betrieb eines zentralen Logistikstützpunkts für die bayerische Staatsregierung (THW LogSpBy) 
  • Fachberatung im StMI sowie in Krisenstäben bzw. FüGK der Landkreise und Regierungspräsidien 
  • Führungsunterstützung in diversen Stäben, z.B. der örtlichen Einsatzleitung
  • Unterstützung der Bundespolizei, z.B. bei Grenzkontrollen 
  • Betreuung und Verkehrsabsicherung bei mobilen Teststellen 
  • Aufbau und Unterstützung von Behelfskrankenhäusern bzw. Ertüchtigung alter Krankhäuser 
  • Aufbau von Teststrecken
  • Logistikaufgaben, z.B. Materialtransporte

Bilanz in Rosenheim: 

Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der THW Ortsverbände Bad Aibling und Rosenheim leisteten alleine in der letzten Woche 24 Einsätze. Insgesamt 641,6 Einsatzstunden mit 121 eingesetzten Helferinnen und Helfern wurden im Bereich Technische Hilfeleistung und Logistik geleistet. Die hohe Anzahl an Einsatzkräften ist der Umstellung auf Team- und Schichtbetrieb geschuldet. Beide Ortsverbände haben sich in unterschiedliche Logistik- und Einsatzteams aufgeteilt, die weder im THW, noch privat Kontakt untereinander haben, um die Einsatzfähigkeit nicht zu gefährden. Die Teams haben im täglichen Wechsel Dienst.

Über 200 Telefonanrufe mussten bewältigt werden. Wir möchten nochmals eindringlich darauf hinweisen, dass für Fragen sämtlicher Art die Bürgertelefone der Stadt und des Landkreises Rosenheim zu Verfügung stehen. Das Technisches Hilfswerk Bad Aibling und Rosenheim kann einzelnen Personen, Vereinen oder Einrichtungen nicht direkt weiterhelfen. Bitte richten Sie sämtliche Anfragen an die zuständigen Behörden.

Pressemeldung THW Rosenheim/Bad Aibling

Update, 16.29 Uhr - 400 Urlauber klagen gegen Tirol und Ischgl 

Nachdem im "Party-Skiort" Ischgl in Tirol offenbar bestätigte Corona-Infektionen vertuscht worden sind und sich das Virus so anscheinend über halb Europa ausbreiten konnte, drohen dem Land Tirol und dem Ort jetzt eine Menge Ärger. Inzwischen hat bereits der Staatsanwalt Ermittlungen eingeleitet. 

Doch jetzt kommt auf den Skiort wohl auch noch eine Sammelklage durch den österreichischen Verbraucherschutzverein (VSV) hinzu, der sich bereits 400 Urlauber angeschlossen haben. 350 davon kommen aus Deutschland, wie die Bild-Zeitung nun berichtet. Der Vorwurf: Die Behörden hätten viel zu spät auf den Coronavirus-Ausbruch in Ischgl reagiert und die Schließung der Skiressorts "aus kommerziellen Gründen hinausgezögert".

Update, 16.08 Uhr - 32 neue Fälle im Raum Mühldorf

Der Landkreis Mühldorf meldet 32 neue Coronafälle (Stand: Samstag, 28. März, 16 Uhr). Dabei handelt es sich um sechs Erwachsene über 60 Jahre, 22 Erwachsene unter 60 und vier minderjährige Personen. Vier Patienten davon werden stationär behandelt.

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 125 bestätigte Fälle vor. Insgesamt 13 Patienten liegen auf der Intensivstation.

Update, 16 Uhr - Polizei mit Appell an die Bürger

Aufgrund der aktuell schönen Witterung weist die Münchner Polizei noch einmal explizit auf die aktuell gültige Ausgangsbeschränkung hin. Man sollte also in der Regel zu Hause bleiben und die Wohnung nur mit einem triftigen Grund verlassen. Ein triftiger Grund ist dabei auch fürs Spazierengehen oder auch Sport im Freien zu treiben gegeben.

Die Beamten bitten allerdings dringend darum, alles in "gebotenem Maße" zu tun und vor allem ausschließlich alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes. "Ein Ausflug von München zu den beliebten Zielen im weiteren oberbayerischen Bereich wie den dortigen Bergen oder auch Seen ist definitiv nicht als triftiger Grund zu sehen", teilte ein Polizeisprecher mit. Die Münchner Polizei appelliert darum, dass man sich vielmehr auf das engere Umfeld um den eigenen Wohnbereich herum beschränken sollte, um so an bestimmten Orten keine unnötige Mehrbelastung für die Einsatzkräfte zu verursachen.

Auch in der Region scheinen einige Menschen trotz Ausgangsbeschränkung gerne in den Bergen zu wandern, wie das nachstehende Foto aus Brannenburg (Landkreis Rosenheim) zeigt.

Der Parkplatz in St. Margarethen in Brannenburg war am Samstagnachmittag gut gefüllt.

Update, 15.48 Uhr - 235 neue Fälle in München

Auch die Landeshauptstadt München meldet erneut einen deutlichen Anstieg bei den Neu-Infektionen. Demnach wurden mit Stand Samstag, 28. März, 13.30 Uhr (seit der letzten Messung) 235 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit sind nun insgesamt offiziell 2.080 Erkrankte gemeldet.

Update, 15.30 Uhr - Jetzt 199 Fälle im Raum Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen - mit Stand Samstag, 28. März, 15 Uhr - mittlerweile insgesamt 199 bestätigte Corona-Fälle vor. Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Alle Personen werden medizinisch versorgt. Die Zahl entspricht einer Steigerung von 41 Fällen im Vergleich zum Vortag.

In den Kliniken Südostbayern im Landkreis Traunstein werden derzeit unverändert insgesamt 19 Coronavirus-Patienten behandelt, davon befinden sich fünf Patienten in intensivmedizinischer Betreuung.

Update, 15 Uhr - Fast 50.000 Fälle nun in Deutschland

Auch im Rest Deutschlands sind die Zahlen weiter angestiegen. Bis Samstagvormittag, 28. März, waren mehr als 48.800 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. 

Besonders hohe Zahlen haben neben Bayern Nordrhein-Westfalen mit mehr als 12.000 nachgewiesenen Fällen und 88 Toten und Baden-Württemberg mit mehr als 9.729 Fällen und 101 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 95,5 die meisten Infektionen.

Weltweit haben sich inzwischen deutlich mehr als 600.000 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Die renommierte Johns-Hopkins-Universität bezifferte die Zahl der Infizierten am Samstag mit 614.884.

Update, 14.50 Uhr - Zahlen in Bayern steigen weiter

In Bayern sind inzwischen 11.862 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Samstag, 28. März (Stand 10 Uhr) mit. Den Angaben zufolge sind bislang 85 Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert waren, gestorben.

Update, 14.20 Uhr - Weitere vier Fälle im Berchtesgadener Land

Soeben gab es noch einmal eine aktualisierte Meldung aus dem Berchtesgadener Land. Im Vergleich zum Vortag kamen bis Samstag, 28. März, 13 Uhr, vier weitere bestätigte Corona-Fälle im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Berchtesgadener Land hinzu. Damit steigt die Zahl auf insgesamt 68 Fälle im Landkreis.

Update, 14.15 Uhr - Vier neue Fälle im Berchtesgadener Land

Inzwischen hat das Gesundheitsamt des Landkreises Berchtesgadener Land mitgeteilt, dass sich die Zahl der bestätigten Corona-Fälle bis zum letzten Messzeitpunkt (Freitag, 27. März, 13 Uhr) auf insgesamt 64 erhöht hat. Damit sind im Vergleich zum Vortag vier neue Fälle dazugekommen.

Aktuell befinden sich im Landkreis in den Kreiskliniken 25 Patienten, das heißt 19 Patienten mehr als am Vortag, in stationärer Behandlung. Davon befinden sich fünf Patienten in intensivmedizinischer Betreuung, allerdings ohne Beatmung.

Derweil werden an der sogenannten "Corona-Teststraße" in Bad Reichenhall rund 20 bis 30 Abstriche pro Tag durchgeführt. Diese werden nur von engen Kontaktpersonen von bestätigten Corona-Patienten, die vom Gesundheitsamt einbestellt werden, genommen. Für weitere Kontaktpersonen nehmen auch einige Haus- und Kinderärzte im Landkreis in ihren jeweiligen Arztpraxen Abstriche vor.

Update, 13.45 Uhr - Sieben Tote im Raum Rosenheim

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim sind sieben Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus gestorben (Stand: Freitag, 27. März, 24 Uhr). Zudem erhöhte sich die Zahl der positiv Getesteten auf 734.

Pflegepersonal wird dringend gesucht

Zudem wird für den Dienst in den RoMed-Kliniken bzw. in Pflege- und Altenheimen von Stadt und Landkreis Rosenheim kurzfristig und dringend Pflegepersonal gesucht. Auch Lösungen in Teilzeit sind möglich. Ein Teil der Pflegekräfte in den Alten- und Pflegeheimen kann auch in infektiösen Bereichen eingesetzt werden. Die Bereitstellung von Schutzkleidung ist hier sichergestellt. Interessierte Frauen und Männer melden sich per E-Mail unter pflegehilfe@kfv-rosenheim.de. Wichtige Angaben wären die persönlichen beruflichen Voraussetzungen sowie ab wann sie zur Verfügung stehen. 

Die RoMed-Kliniken suchen Unterstützung für ihre Pflegekräfte und Ärzte. Melden können sich hier Personen, die Erfahrung oder eine Ausbildung in der Pflege oder als medizinische Assistenz haben oder Medizin studieren oder ein Praktikum in der Alten- oder Krankenpflege (z.B. freiwilliges soziales Jahr) absolviert haben. Die RoMed Kliniken bieten einen auf bis zu drei Monate befristeten Arbeitsvertrag und eine Bezahlung entsprechend der Erfahrung bzw. Qualifikation im Rahmen des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes. Interessierte melden sich hier per E-Mail unter pflegedirektion@ro-med.de.

Update, 13.25 Uhr - Grenzübertritt in Reit im Winkl eingeschränkt möglich

Der Grenzübertritt am Übergang in Reit im Winkl (Landkreis Traunstein) von und nach Tirol ist jetzt ab sofort in eingeschränkter Form wieder möglich. Die Bundespolizei Freilassing kontrolliert dort täglich zu festgelegten Zeiten in Absprache mit der Landespolizeidirektion Tirol.

Wer die Voraussetzungen zum Grenzübertritt erfüllt, darf die Grenze zwischen 5 und 7 Uhr beziehungsweise zwischen 18 und 20 Uhr passieren. Dies ist jedoch ausschließlich zu den genannten Zeiten möglich. Der Grenzübergang Reit im Winkl bleibt ansonsten gesperrt.

Alle Fragen zum Grenzübertritt werden auf der Homepage der Bundespolizei beantwortet.

Update, 13.20 Uhr - Über 6.000 Kontrollen der Münchner Polizei in 24 Stunden 

In der Zeit zwischen Freitag, 27. März, 6 Uhr, und Samstag, 28. März, 6 Uhr führte die Münchner Polizei in Stadt und Landkreis insgesamt 6.000 Kontrollen bezüglich der bestehenden Ausgangsbeschränkungen durch. Dabei wurden 228 Verstöße festgestellt. 

Am Abend gegen 18.35 Uhr waren die Beamten in Englschalking gefordert, als sie einem Hinweis nachgingen, wonach sich eine nicht dazu berechtigte Person in einer Wohnung aufhalten würde. Im Rahmen dieses Einsatzes attackierte ein 31-Jähriger die beiden eingesetzten Polizeibeamten unvermittelt, da er mit der Maßnahme nicht einverstanden war.  Durch diesen Widerstand wurde ein Polizeibeamter im Handbereich so verletzt, dass er im Anschluss nicht mehr dienstfähig war. Den 31-Jährigen erwartetnun eine Anzeige wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Der 27-jährige Wohnungsinhaber wurde unterdessen wegen eines Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.

Update, 13 Uhr - Wie weit darf ich für Sport fahren? 

Die Ausgangsbeschränkungen in Bayern gelten nun seit gut einer Woche. Immer wieder haben Leser und Bürger Fragen dazu. Eine drängende dabei: Wenn ich zum Sport oder zum Spazierengehen an die frische Luft möchte, wie weit darf ich dafür fahren? Es wird seitens der Behörden darum gebeten, dass Bewegung in der Natur in der unmittelbaren näheren Umgebung durchgeführt wird. Ein Verbot, dazu auch woanders hinzufahren, gäbe es jedoch nicht, betonte beispielsweise das Landratsamt Berchtesgadener Land gegenüber BGLand24.de

Das bestätigt auch Carolin Hohensinn vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd: "Grundsätzlich dürfen sie mit dem Auto fahren, um spazieren zu gehen. Es gibt aktuell auch keine Kilometerbegrenzung." Allerdings appelliert auch die Pressesprecherin im Namen der Polizei: "Bitte bleiben sie in der Nähe ihres Wohnsitzes!" Link:

Update, 12.45 Uhr - Spanisches Militär schafft Leichen weg

Nach Italien wird jetzt auch im schwer von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien das Militär beim Transport der Leichen helfen. Dies teilte das Gesundheitsministerium am Samstag in Madrid mit. Die Streitkräfte würden wegen der großen Zahl der Toten und des Fehlens verfügbarer Bestattungsinstitute während der Dauer des Alarmzustandes eingesetzt, hieß es. 

Wegen der vielen Todesopfer war zuletzt bereits die Eishalle in der spanischen Hauptstadt zum Leichenhaus umfunktioniert worden. Die Regierung hat den Alarmzustand und die strenge Ausgangssperre um weitere zwei Wochen bis zum 11. April verlängert.

Update, 12 Uhr - England beendet Amateurfußball-Saison

Wird diese Vorgehensweise der englischen "Football Association" (The FA) möglicherweise eine "Blaupause" für das Verhalten beim Bayerischen Fußball-Verband (BFV)? Bekanntermaßen ist die Amateurfußball-Saison auch hierzulande wegen des Coronavirus bis mindestens 19. April ausgesetzt. Ob danach die Saison weiter- und zu Ende gespielt werden kann, erscheint derzeit höchst fraglich. 

In England ist man hingegen schon einen Schritt weiter. Dort wurde die Saison jetzt mit sofortiger Wirkung in allen Amateurligen beendet. Auch wie sich das auswirkt, haben die Verantwortlichen bereits geklärt. Die aktuelle Saison wird quasi annulliert, es gibt dort heuer also keine Auf- und Absteiger. beinschuss.de hat darüber einen ausführlichen Artikel verfasst.

Update, 11.30 Uhr - Jetzt auch Corona-Testzentrum im Lkr. Traunstein

Auf Anordnung von Landrat Siegfried Walch hat jetzt das Landratsamt Traunstein, in enger Abstimmung mit dem Ärztlichen Kreisverband Traunstein und mit Beteiligung der Kassenärztlichen Vereinigung, im Kreisbauhof Litzlwalchen ein COVID-19-Testzentrum errichtet. Dort werden jedoch ausschließlich Personen getestet, die von ihrem Hausarzt mit dem Anmeldeschein und einer Terminbestätigung des Gesundheitsamtes dorthin verwiesen werden.

"Es ist unbedingt zu beachten, dass ohne Rücksprache mit dem Hausarzt und ohne Ausstellung eines Anmeldescheins und der vorherigen Bestätigung durch das Gesundheitsamt kein Abstrich erfolgt", hieß es in der Mitteilung des Landratsamtes. Errichtet wurde das Testzentrum vom Technischen Hilfswerk und dem Bayerischen Roten Kreuz.

Landrat Siegfried Walch (2. v. rechts) besichtigt gemeinsam mit dem Örtlichen Einsatzleiter Christof Grundner und Gesundheitsamtsleiter Dr. Wolfgang Krämer sowie dem Technischen Hilfswerk die neue Teststation am Kreisbauhof in Litzlwalchen.

Update, 11.10 Uhr - Mühldorfer Sängerin streamt Konzert

Auch die Künstler in der Region brauchen angesichts der derzeitigen Krise kreative Ideen, um mit ihren Fans im Austausch zu bleiben. Am Freitagabend hat deswegen auch die Mühldorfer Schlagersängerin Eva Luginger ein Wohnzimmer-Konzert gegeben und via Facebook gestreamt.

Die Reaktionen darauf sind von allen Seiten positiv. "Danke für das schöne und geniale Wohnzimmerkonzert, das ein wenig Abwechslung in den Alltag gebracht hat, wo man zuhause bleiben muss. Du bist so toll, meine liebe Eva Luginger", postete beispielsweise ein Fan unter den Facebook-Beitrag.

Update, 10.25 Uhr - Nun fast 50.000 Fälle in Deutschland

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat seit Freitag, 27. März, 6.294 neue Corona-Fälle registriert. Damit steigt die Zahl der Infektionen bundesweit auf 48.582 an. Innerhalb von 24 Stunden seien zudem 55 weitere Erkrankte infolge einer Ansteckung gestorben. Damit gibt es derzeit insgesamt 325 Todesopfer in Deutschland.

Update, 10.20 Uhr - Dank an Supermarkt-Mitarbeiter in Bad Aibling

Dass die Mitarbeiter im Lebensmittel-Handel derzeit wahnsinnig viel für die Gesellschaft leisten, scheint nun auch in Bad Aibling endgültig angekommen zu sein. Dort bedankten sich "Unbekannte" jetzt mit einer Kreidezeichnung vor dem Eingang des örtlichen Netto-Marktes für den Aufwand. "Danke für euren Einsatz! #KlatschenFürDieVerkäufer", stand dort geschrieben. Umrahmt war die "Zeichnung" mit vielen Herzen.

Diese "Kreidezeichnung" wurde vor einem Netto-Markt in Bad Aibling angebracht.

Update, 10 Uhr - Luftwaffe holt schwerkranke Italiener nach Deutschland 

Der Spezial-Airbus MedEvac der Bundeswehr.

Wegen der anhaltend dramatischen Notlage norditalienischer Krankenhäuser in der Coronavirus-Krise fliegt die Luftwaffe Patienten nach Deutschland aus. Der Airbus A310 MedEvac, die fliegende Intensivstation der Bundeswehr, soll am Samstag sechs schwer erkrankte Italiener in Intensivbehandlung von Bergamo nach Köln bringen.
Die Maschine sei am Morgen in Köln gestartet, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur (dpa). "In Zeiten größter Not ist es selbstverständlich, dass wir unseren Freunden zur Seite stehen", sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) zu dem Einsatz. Die Patienten sollen dann in zivilen Krankenhäusern behandelt werden.

Update, 9.30 Uhr - Sozialamt Rosenheim bietet Lieferservice

Das Sozialamt in Rosenheim bietet wegen der Coronakrise ab sofort einen Lebensmittel-Lieferservice für Senioren und Personen mit Risikoerkrankungen an. Man wolle vor allem ältere Mitbürger während der aktuellen Ausgangsbeschränkung helfen und sie mit Lebensmitteln oder einem Gang zur Apotheke unterstützen, berichtet Radio Charivari.

Wer den Service in Anspruch nehmen möchte, kann sich bei der Sozialen Stadt Rosenheim unter der Telefonnummer 08031/365-2122 melden.

Update, 9.10 Uhr - Breitbrunnerin in Peru "gefangen"

Immer wieder erreichten die OVB24-Redaktion in den letzten Tagen Mitteilungen von Lesern, die irgendwo im Ausland gestrandet sind. Ein weiteres Beispiel ist die 24-jährige Alexandra aus Breitbrunn (Landkreis Rosenheim), die wegen der Hochzeit ihres Bruders nach Peru geflogen war - und nun dort wegen der Reisebeschränkungen durch das Coronavirus festsitzt.

"Besonders belastend ist die Ungewissheit, dass man nie weiß, wann neue Beschränkungen kommen und wann man gerettet wird. Das kann in einem Tag sein oder auch erst in zwei Monaten, im Moment kann das keiner sagen", berichtet die Studentin im Gespräch mit rosenheim24.de. Aktuell ist sie in Quarantäne in einer kleinen Wohnung gefangen.

Update, 8.45 Uhr - Zwei Tote im Bezirk Kufstein

Bis Freitagabend, 27. März, wurden bei unseren Nachbarn in Tirol drei weitere Todesfälle bekannt. Bei zwei Personen handelt es sich um ein Ehepaar aus Brandenberg im Bezirk Kufstein. Beide waren knapp 80 Jahre alt, hatten Vorerkrankungen und galten laut Land Tirol als Hochrisikopatienten. Sie wurden zuletzt im Bezirkskrankenhaus Kufstein behandelt, wo sie nun auch verstarben. Die dritte Person war eine Frau und stammt aus Landeck. Sie war ebenfalls knapp 80 Jahre alt, hatte Vorerkrankungen und verstarb im Krankenhaus Zams.  

Damit sind es derzeit insgesamt neun Personen in Tirol, die nachweislich wegen dem Coronavirus verstorben sind. Zudem wurden am Freitag insgesamt 111 Neu-Infektionen im gesamten Bundesland bekannt. Insgesamt gab/gibt es in Tirol bereits 1.800 Fälle.

Update, 8.30 Uhr - Warnung für Skigebiet Westendorf/Tirol

Das Skigebiet Westendorf in Tirol ist ein Teil der "SkiWelt Wilder Kaiser - Brixental" und auch bei Skifahrern aus unserer Region beliebt. Jetzt hat die zuständige Bezirkshauptmannschaft in Kitzbühel diesbezüglich einen offiziellen Appell an alle Personen/Skisportler gerichtet, die sich im Zeitraum zwischen 10. und 15. März in der Skihütte "Alte Mittel" aufgehalten haben. Dort waren wohl in diesem Zeitraum zwei Männer über einen längeren Zeitraum mit grippeähnlichen Symptomen tätig, die nun positiv auf das Coronavirus getestet wurden. 

"Da man von einer Inkubationszeit von 14 Tagen ausgeht, sollen alle Personen, die sich von 10. März bis zur Schließung des Betriebs am 15. März in der Lokalität ‚Alte Mittel‘ aufgehalten haben, auf ihren Gesundheitszustand achten. Wir tun alles, um die Kontaktpersonen und Zusammenhänge bestmöglich aufzuklären. Wir treten auch mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gastronomiebetriebe in Verbindung", sagte der Bezirkshauptmann Michael Berger. Wer Symptome verspürt, soll sich umgehend bei den zuständigen Gesundheitsbehörden melden.

Update, 7.55 Uhr - "Keine Lockerungen vor 20. April"

Kanzleramtschef Helge Braun hat klargestellt, dass es vor dem 20. April wohl keine Lockerungen der bestehenden Einschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus geben werde. "Wir reden jetzt bis zum 20. April nicht über irgendwelche Erleichterungen. Bis dahin bleiben alle Maßnahmen bestehen", sagte der CDU-Politiker gegenüber dem Tagesspiegel. Ältere Menschen müssten noch deutlich länger als Jüngere mit Kontakteinschränkungen rechnen.

Als Messlatte für eine Trendwende und als Entscheidungsgrundlage für eine Lockerung der Einschränkungen sieht Braun die Entwicklung der Infektionsgeschwindigkeit. "Wenn wir es schaffen, die Infektionsgeschwindigkeit so zu verlangsamen, dass wir zehn, zwölf oder noch mehr Tage haben bis zu einer Verdopplung, dann wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind." Zuletzt verdoppelten sich die Fallzahlen in etwa alle drei Tage. "Unmittelbar nach Ostern werden wir sagen können, wie es generell nach dem 20. April weitergeht." Er habe den Eindruck, dass sich die Bevölkerung vorbildlich an die Regeln halte

Die Erstmeldung:

Der Präsident der Bayerischen Landesärztekammer warnt davor, die geltenden Ausgangsbeschränkungen nicht mehr zu beachten. Es sei wichtig, die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, sagte Gerald Quitterer dem Radiosender "B5 aktuell" im "Interview der Woche".

Auch in Deutschland könnte sich die Lage demnach weiter zuspitzen. Dann müssten Ärzte entscheiden, wer beispielsweise einen Beatmungsplatz im Krankenhaus bekomme. Gleichzeitig warnte der Ärztekammerpräsident im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk vor zu großer Angst. Die überwiegende Mehrheit der Infizierten habe nur schwache oder gar keine Symptome.

Diese Strafen drohen Corona-Sündern am Wochenende

Bei Verstößen gegen die in Bayern wegen der Coronakrise geltenden Ausgangsbeschränkungen droht eine Geldbuße von mindestens 150 Euro. Diese Summe muss nicht nur derjenige bezahlen, der ohne triftigen Grund seine Wohnung verlässt, sondern auch, wer den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen nicht einhält. 

Wer unerlaubt ein Krankenhaus oder Pflegeheim betritt, muss mit einem Bußgeld von 500 Euro rechnen. Laden- oder Restaurantbesitzer, die unerlaubterweise öffnen, müssen sogar 5.000 Euro blechen. Das geht aus einem Bußgeldkatalog hervor, den das Gesundheitsministerium am Freitag erlassen hat

Als Straftat soll laut Gesundheits- und Innenministerium in Bayern gewertet werden, wenn Menschen in Gruppen gegen die weitreichenden Ausgangsbeschränkungen verstoßen - weil dann gleichzeitig auch ein Verstoß gegen das Versammlungsverbot vorliege. "Wir alle müssen gemeinsam alles unternehmen, um das gefährliche Coronavirus bestmöglich einzudämmen", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Innenminister Joachim Herrmann (CSU) betonte: "Verstöße werden wir konsequent sanktionieren." 

Dort, wo notwendig, wird die bayerische Polizei die Kontrollen noch weiter verstärken." Bei wiederholten Verstößen können die Sätze unter anderem auch verdoppelt werden. Die Polizei erwartet angesichts der Wettervorhersage vielerorts ein "arbeitsreiches Wochenende".

mw/mz

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