Newsticker zur Corona-Pandemie

Rund 23.000 bestätigte Fälle in Bayern - Hotels in Rosenheim bieten "Hotel-Office"

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Landkreis/München - Das Coronavirus hat die Region, Bayern und Europa weiter fest im Griff. Seit 21. März gilt eine von der bayerischen Staatsregierung verhängte Ausgangsbeschränkung. Die Entwicklungen am Samstag, 4. April, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 1.333, Landkreis Traunstein 455, Landkreis Berchtesgadener Land 155, Landkreis Mühldorf 271, Landkreis Altötting 255
  • Mindestens 1.158 Todesopfer in Deutschland (370 in Bayern)
  • Bereits Todesfälle in Kreisen Traunstein, Rosenheim, Altötting, Mühldorf und Berchtesgadener Land
  • Bayern verlängert Ausgangsbeschränkung (vorerst bis 19. April) 
  • Alle wichtigen Artikel zum Thema Coronavirus

Hinweis der Redaktion: Bei den Zahlen in der Grafik handelt es sich um die bestätigten Fälle aus den Landratsämtern der Region. Wieder gesundete Personen werden aus den Zahlen nicht herausgerechnet. Fehlende Zahlen werden sofort nachgereicht, wenn sie vom jeweiligen Landratsamt übermittelt werden. Es kann auch sein, dass ein Landratsamt an einem Tag keine neuen Zahlen veröffentlicht. Für die Richtigkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.


Update, 19.46 Uhr: Mehrere Hotels in und um Rosenheim bieten "Hotel-Office"

Auch das Hotel "My Home My Hotel" in Rosenheim reagiert in der Coronakrise und bietet ab Montag, 6. April, zwischen 8 Uhr und 18 Uhr seine Appartements als komfortable "Home Office"-Arbeitsplätze an. Die Zimmer sind bereits mit Schreibtisch und WLAN ausgestattet. Die Kosten liegen bei nur 35 Euro pro Tag bzw. 150 Euro pro Woche.

"Großraumbüros sind zur akuten Problemzone geworden. Die Mitarbeiter werden nach Hause verbannt, aber nicht jeder hat die Möglichkeit, sich ein Home-Office einzurichten - oder hat die Ruhe, zu Hause produktiv arbeiten zu können. Schließlich bringen die geschlossenen Schulen und Kindereinrichtungen eine besondere Brisanz für die berufstätigen Eltern mit sich", begründete das Hotel seinen Entschluss. Als erster Anbieter hatten bereits der Gasthof Höhensteiger im Stadtteil Westerndorf St. Peter und das Romantikhotel Lindner in Bad Aibling auf diese Art des Geschäftes umgesattelt. Dort gibt es derartige Angebote bereits seit einer Woche. Auch das B&B-Hotel in Rosenheim bietet die Möglichkeit des "Hotel-Office" für 35 Euro pro Tag an.

Update, 19.01 Uhr: Insgesamt rund 23.000 bestätigte Fälle in Bayern

In Bayern gibt es laut Website des Landesamtes für Gesundheit (Stand 4. April, 10 Uhr) 23.049 bestätigte Coronavirus-Fälle. Von diesen Fällen gelten mittlerweile 4.540 als genesen, 350 Menschen sind an dem neuartigen Virus gestorben

Update, 17.50 Uhr - Starbulls-Fans mit Spendenaktion für Verein

Durch den Ausfall der Playoffs haben die Starbulls Rosenheim mit enormen finanziellen Einbußen zu kämpfen. Um dem entgegenzutreten, verkauft die Fanszene der Starbulls nun T-Shirts. Der Erlös der Aktion soll komplett an den Verein gehen. "Auch wenn damit bei weitem nicht der finanzielle Schaden des Vereins durch den Wegfall der Play-Offs gedeckt werden kann, soll es ebenfalls die Gemeinschaft und den Zusammenhalt der Sportbund Fans untereinander stärken und abermals zeigen, dass man auch in dieser schweren Zeit eng zusammensteht", so die Fanszene in ihrem Facebook-Post. 

Die Bestellfrist läuft bis zum 26. April, ein T-Shirt kostet 20 Euro.

Update, 17.20 Uhr - Huml: Arztpraxen von Coronavirus-Verdachtsfällen entlasten

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml will Arztpraxen von Covid-19-Verdachtsfällen entlasten. Die Ministerin betonte anlässlich der Eröffnung einer sogenannten Schwerpunktpraxis in Deggendorf am heutigen Samstag: "Wir wollen Praxispersonal und Patienten besser schützen. Mit der Einrichtung von Schwerpunktpraxen in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) wollen wir das Infektionsrisiko stärker eingrenzen."

Huml erläuterte: "Hier sollen durch die Konzentration der Untersuchung und Behandlung von Infektpatienten weniger Personen unmittelbaren Kontakt mit potentiell Sars-CoV-2-infizierten Patienten haben als bei einer Behandlung durch viele Praxen. Nicht zuletzt ermöglicht die Einrichtung von Schwerpunktpraxen auch einen ressourcenschonenderen Einsatz zum Beispiel von Schutzausrüstung als bei einer gleichmäßigen Verteilung auf alle Arztpraxen. Ziel ist die flächendeckende Einrichtung von Schwerpunktpraxen."

Update, 17.10 Uhr -  Aufnahmestopp jetzt auch in Behinderten-Einrichtungen

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie gibt es in Bayern jetzt auch einen Aufnahmestopp für stationäre Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Darauf haben Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml und Sozialministerin Carolina Trautner am Samstag hingewiesen. Die entsprechende Allgemeinverfügung gilt ab sofort bis einschließlich 19. April 2020. Am Freitag war zunächst ein entsprechendes Verbot für Pflegeheime erlassen worden.

Eine Ausnahme gilt für Einrichtungen, in denen gewährleistet ist, dass neue Bewohnerinnen und Bewohner für einen Zeitraum von 14 Tagen in Quarantäne untergebracht werden können. Voraussetzung ist, dass das zuständige Gesundheitsamt zustimmt. Huml erläuterte: "Menschen mit schweren Behinderungen können von schweren Krankheitsverläufen betroffen sein. Es ist wichtig, sie vor Ansteckungen zu schützen.

Update, 16.40 Uhr - Kussverbot an deutscher Grenze

An der Grenze zwischen Konstanz (Deutschland) und Kreuzlingen (Schweiz) greifen die Behörden in Sachen Kontaktverbot derzeit besonders konsequent durch. Wie die Bild-Zeitung berichtet, herrscht dort nun sogar ein Kussverbot und nannte ein Beispiel eines deutsch-schweizerischen Pärchens, das von einem Grenzbeamten an einem Bauzaun voneinander getrennt wurde.

Der Zaun wurde von den Schweizer Behörden aufgestellt, weil sich offenbar einige nicht an die bestehenden Regeln (keine Gruppen über fünf Personen; Mindestabstand zu allen Personen zwei Meter) gehalten hatten. Ob diese Regeln auch für "grenzüberschreitende Paare" gelten, darüber waren sich am Freitag die Schweizer und baden-württembergischen Behörden jedoch nicht einig.

Update, 16.21 Uhr - 25 weitere bestätigte Coronavirus-Fälle im Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es 25 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 4. April 2020, 15 Uhr). Dabei handelt es sich um sechs Erwachsene über 60 Jahren, 18 Erwachsene in der Altersgruppe bis einschließlich 60 Jahre und eine Minderjährige.

Davon wird eine Person stationär behandelt. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 271 bestätigte Fälle vor, 43 davon werden stationär behandelt.

Update, 15.50 Uhr - 70 neue Fälle und weiterer Toter in Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 455 bestätigte Corona-Fälle vor. Das bedeutet einen Anstieg um 70 Fälle im Vergleich zum Vortag. In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 59 Coronavirus-Patienten behandelt. Davon befinden sich elf Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (vier in Traunstein und sieben in Trostberg).

Darüber hinaus wurde ein weiterer Todesfall im Landkreis Traunstein gemeldet. Dabei handelt es sich um einen 74-jährigen Mann, der bereits Vorerkrankungen aufwies. Damit stieg die Zahl der Toten im Landkreis Traunstein auf acht.

Update, 15.40 Uhr - "Corona-Störenfried" aus Knast entlassen

Insgesamt dreimal hatte ein 27-jähriger "Corona-Störenfried" in Landshut auf dreiste Art und Weise gegen die bestehenden Ausgangsbeschränkungen verstoßen. Obwohl er deswegen bereits zu Geldbußen verdonnert worden war, traf sich der syrische Asylbewerber am vergangenen Wochenende auf der Mühleninsel wieder mit Freunden zum Rauchen und Trinken. 

Dort war dann "Schluss mit lustig": Der bereits unter anderem wegen Körperverletzung und Drogengeschäften polizeibekannte Mann wurde festgenommen. Ein Gericht urteilte anschließend laut Bild-Zeitung knallhart: Der Syrer wurde bis zum Ende der vorläufigen Ausgangsbeschränkung (Anm. der Red.: galten zunächst bis 3. April) ins Gefängnis geschickt. Am Freitag kam der Mann frei und sagte nun zur Bild: "Jetzt gehe ich erstmal spazieren, weil ich die ganze Woche nur im Gefängnis saß und keine Chance hatte, rauszugehen. (...) Eine Arbeit habe ich nicht, aber ich mache Sport und spiele Kriegs- und Fußballspiele."

Update, 15.25 Uhr - Landkreis Altötting meldet sieben neue Fälle 

Der Landkreis Altötting hat mit Stand Samstag, 4. April, sieben neue Coronafälle gemeldet. Damit steigt die Gesamtzahl im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Altötting auf 255 Fälle

Nach Angaben des Landratsamtes stammen die neuen Infizierten aus Töging (3), Unterneukirchen, Altötting, Neuötting und Burgkirchen. Es handelt sich dabei um sechs Männer und eine Frau.

Update, 15.10 Uhr - 43 neue Todesfälle in Bayern

Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Innenminister Joachim Herrmann (beide CSU) in Miesbach.

In Bayern sind inzwischen 23.049 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Zahl der Todesfälle ist nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) binnen 24 Stunden um 43 gestiegen: von 327 auf 370. Das teilte das Landesamt (Stand: Samstag, 4. April, 10 Uhr) auf seiner Homepage mit. Den Angaben zufolge waren es am Vortag 20.962 Infizierte.
Ilse Aigner, Landtagspräsidentin von Bayern, und Joachim Herrmann (beide CSU), Innenminister von Bayern, haben derweil am Samstag die Führungsgruppe Katastrophenschutz des Landkreises Miesbach besucht. Wegen der Krise gilt bayernweit der Katastrophenfall - der Landkreis Miesbach ist neben dem Landkreis Rosenheim derzeit besonders stark von hohen Infektionszahlen betroffen.

Update, 14.50 Uhr - 15 neue Fälle im Berchtesgadener Land 

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamt Berchtesgadener Land gibt es nun inzwischen 155 bestätigte Coronafälle (Stand: Samstag, 4. April, 12 Uhr). Das sind 15 Fälle mehr als am Vortag. Seit Donnerstag sind jedoch glücklicherweise keine weiteren Corona-Patienten im Landkreis Berchtesgadener Land verstorben.  

Bei den nunmehr 113 aktuell in Behandlung befindlichen Covid-19-Patienten ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Aktuell befinden sich 172 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne. Zudem befinden sich aktuell insgesamt 33 Covid-19-Patienten in den drei Kreiskliniken in Bad Reichenhall, Berchtesgaden und Freilassing in Behandlung. Sechs davon liegen auf der Intensivstation.

Die Landeshauptstadt München meldete unterdessen mit Stand Samstag, 13.30 Uhr, 145 neue Coronavirus-Infektionen. Damit gibt es in München nun insgesamt 3.449 Infizierte.

Update, 14.35 Uhr - Münchner Polizei führt 8.200 Kontrollen durch

Im Zeitraum von Freitag, 3. April, 6 Uhr, bis Samstag, 4. April, 6 Uhr, führte die Polizei in Stadt und Landkreis München insgesamt knapp 8.200 Kontrollen durch, um die Einhaltung der Regelungen der aktuellen Verordnungen zu überprüfen. Dabei wurden 234 Verstöße gegen die Beschränkungen festgestellt.

Am frühen Samstagmorgen gab es im Westend kurzzeitig große Aufregung, als ein Zeuge an einem Bürohaus an der Theresienhöhe einen Einbruch wahrgenommen haben wollte und per Notruf die Polizei informiert hatte. Sofort rückten zehn Streifen aus. Dort trafen die Beamten schließlich auf eine 14-Jährige und einen 18-Jährigen. Der junge Mann konnte den Polizisten zwar einen Schlüssel für das Gebäude präsentieren. Da es für das Duo jedoch keinen triftigen Grund gab, das Gebäude zu betreten, erhielten beide Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz. Die 14-Jährige wurde anschließend ihren Eltern übergeben.

Update, 14 Uhr - Neuseeland-Reisende wieder in Deutschland

Ein erster Flieger mit in Neuseeland gestrandeten Deutschen ist am frühen Samstagmorgen am Frankfurter Flughafen gelandet. Wie die Bundespolizei auf Anfrage mitteilte, ist die Maschine der Air New Zealand um kurz nach 6 Uhr von Auckland mit Zwischenstopp im kanadischen Vancouver angekommen.

In Neuseeland sitzen zurzeit am meisten Deutsche im Ausland fest - mehr als 12.000 hatten sich nach Angaben der deutschen Botschaft in Wellington wegen der Corona-Krise für das Rückholprogramm registriert. Weitere Evakuierungsflüge soll es in den kommenden Tagen aus Auckland und Christchurch geben. Insgesamt sollen sich nach Schätzungen des Auswärtigen Amtes noch rund 40.000 Deutsche im Ausland aufhalten.

Update, 13.40 Uhr - Klinik in Dachau geschlossen

Das Helios-Amper-Klinikum in Dachau ist seit Freitagnachmittag geschlossen, weil sich dort offenbar viele Ärzte, Pfleger und Patienten mit Corona infiziert haben. Eingeschleppt worden ist der Erreger offenbar von einem Patienten, der schon vor Tagen wegen eines anderen Leidens in die Klinik kam. Erst viel später stellte sich heraus, dass der Mann infiziert war, doch bis dahin hatte er schon zu etlichen Personen Kontakt.

Deshalb hat Landrat Stefan Löwl nun zum Schutz der Bevölkerung eine Allgemeinverfügung erlassen: Niemand darf mehr in die Klinik, es sei denn, er ist positiv getesteter Covid-19-Patient. Heraus darf nur, wer in die häusliche Quarantäne verlegt wird. Mehr als 1.000 Menschen, die sich aktuell im Krankenhaus befinden, sollen nun schnellstmöglich einem Coronatest unterzogen werden.

In einem örtlichen Hotel wird nun eine Behelfsklinik eingerichtet. Dort sollen 120 Betten entstehen. Die Aufbauarbeiten laufen bereits, am Samstagmorgen wurde eine sogenannte "Infektionsschleuse" installiert.

Update, 13.23 Uhr - VdK kritisiert Aufnahmestopp in Heimen

Die Vorsitzende des Sozialverbandes VdK, Verena Bentele, hat den Aufnahmestopp für bayerische Pflegeheime kritisiert. Dies sei "überhaupt nicht richtig". Sie forderte außerdem deutlich mehr Tests von Bewohnern und Mitarbeitern in Pflegeheimen.

Viele Betroffene, die in Kliniken liegen, könnten nicht in ihr Zuhause zurück, weil sie sich nicht selber versorgen können, sagte Bentele. Viele ambulante Pflegedienste kämen mit der Arbeit nicht mehr nach und viele ausländische Pflegekräfte dürften nicht mehr einreisen. Als Lösung schlägt die VdK-Vorsitzende vor, die Senioren außerhalb von Pflegeheimen unterzubringen, etwa in leerstehenden Hotels oder Wohnungen. Das sei zwar auch nicht einfach, aber es sollte "in die Anwerbung von Personen, die nicht mehr in der Pflege arbeiten, die aber eine pflegerische Ausbildung haben" investiert werden.

Update, 12.35 Uhr: 1.333 Corona-Infizierte im Raum Rosenheim

In Stadt und Landkreis Rosenheim sind - Stand: 3. April, 24 Uhr - insgesamt 1.333 Personen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das Gesundheitsamt Rosenheim teilt zudem mit, dass 35 Personen an der Infektion verstorben sind. Genesen sind 79 Personen.

Update, 12.21 Uhr - Ainringer Sänger mit kreativer Idee

Auch Sänger Hansi Berger aus Ainring (Landkreis Berchtesgadener Land) hat gegen die Tristesse während der Coronakrise eine kreative Idee entwickelt. 60 Freunde und er drehten Videos und sangen dabei auf den Song "Auf die Tage, die vor uns liegen...".

"Es geht auch um die Geste, einfach zusammenzustehen", so der Ainringer im Gespräch mit BGLand24.de. "Wir dürfen nicht nur jammern, sondern müssen positiv in die Zukunft blicken", ergänzte Berger. Sein Video dazu hat er jetzt auf YouTube veröffentlicht.

Update, 11.55 Uhr - Österreich verschärft Maßnahmen nochmals

Österreich hat die Maßnahmen gegen Corona noch ein weiteres Mal verschärft. Wie das Gesundheitsministerium in Wien am Vormittag per Erlass bekannt gab, sind ab sofort Treffen in einem geschlossenen Raum, an denen mehr als fünf Personen teilnehmen, die nicht im gleichen Haushalt leben, verboten.

An Beerdigungen dürfen jetzt nur noch maximal zehn Personen teilnehmen. Hochzeiten sind auf fünf Personen begrenzt. Befristet ist der Erlass vorerst bis einschließlich Ostermontag, 13. April. In Tirol gibt es hingegen eine kleine Erleichterung für Gastronomen. Diese dürfen nun wieder Speisen "To Go" anbieten. Zuletzt war nur ein Lieferservice erlaubt. 

Unterdessen sind aus dem Bundesland Salzburg zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Corona gemeldet worden. Es handelt sich um zwei Männer im Alter von 85 und 92 Jahren. Damit steigt die Zahl der Toten in Salzburg auf 14.

Update, 11.30 Uhr - Nun über 85.000 Fälle in Deutschland

Am Samstagvormittag hat das Robert-Koch-Institut (RKI) die neuesten Zahlen zu Coronavirus-Infektionen bekannt gegeben. Demnach sind in Deutschland nun 85.778 Menschen infiziert, was einer Steigerung gegenüber dem Vortag um 6.082 Fälle bedeutet. Die renomierte Johns-Hopkins-Universität (JHU) meldete sogar 91.159 Infizierte. Bislang wurden laut RKI 1.158 Todesfälle registriert

In Bayern gibt es neuesten Zählungen zufolge nun 21.908 Infizierte, was einen Anstieg im Vergleich zum Freitag um 1.671 Fälle entspricht.

Update, 10.50 Uhr - Drogen- und Grillpartys in Tirol

In Tirol hatte die Polizei am Freitag in Sachen Corona wieder alle Hände voll zu tun. Insgesamt gab es 18 Anzeigen wegen Verstößen gegen das Epidemiegesetz. So musste in Kematen eine "Drogenparty" beendet werden. Zudem gab es in Reutte am Nachmittag eine fröhliche Grillparty auf der Dachterrasse eines Mehrparteienhauses, die von der Polizei aufgelöst wurde.

Update, 10.15 Uhr - Fast 85 Prozent befürworten Maßnahmen

Zwei Wochen nach Beginn der Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus in Bayern hält eine große Mehrheit der Bürger die Maßnahmen für angemessen. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey befürworten 84 Prozent der Menschen im Freistaat die Maßnahmen, elf Prozent lehnen sie ab

Die größten Befürworter waren Befragte im Alter von mehr als 65 Jahren. Unter ihnen fiel die Zustimmung mit 93 Prozent am höchsten aus, in der Altersgruppe zwischen 30 und 39 Jahren mit 73 Prozent am niedrigsten. Das bayerische Kabinett hatte am Dienstag die Verlängerung der Ausgangsbeschränkungen mindestens bis zum 19. April beschlossen. 

Update, 9.40 Uhr - Bayern nimmt Patienten aus Frankreich auf

Der Freistaat Bayern wird nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder zehn Corona-Patienten aus Frankreich aufnehmen und in bayerischen Kliniken medizinisch versorgen. Dies teilte der CSU-Politiker am Samstagmorgen auf seiner Facebook-Seite mit.

"In der Not helfen Freunde. (...) Das habe ich der französischen Botschafterin zugesagt. Europa muss zusammenstehen", heißt es in dem Post von Söder. Die schwererkrankten Patienten sollen nun zeitnah aus der Hauptstadt Paris nach Bayern verlegt werden. Der Freistaat hatte zuletzt bereits zehn Covid-19-Patienten aus Italien aufgenommen.

Update, 9.20 Uhr - Endlich Details zu Hilfskrankenhäusern

Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat nun endlich mehr Details zu den geplanten Hilfskrankenhäusern in Bayern bekannt gegeben. Die Kapazität solle mindestens 90 Betten betragen. "Grundsätzlich hat die Einrichtung in einem festen Gebäude zu erfolgen, das über ausreichende Infrastruktur mit Strom, Kommunikation, Sanitäranlagen, geeignete Transportwege und eine möglichst hygienegerechte Raumbeschaffenheit verfügt", erklärte Herrmann.  

Besonders geeignet sind dafür bestehende Reha-Kliniken und ähnliche Einrichtungen. Die Entscheidung, wo und wann welche Einrichtung in Betrieb genommen werden muss, trifft letztendlich der jeweilige Ärztliche Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) im Bereich jeder Integrierten Leitstelle (ILS) in Abstimmung mit dem Innen- und dem Gesundheitsministerium. Konkrete Standorte in unserer Region wurden weiterhin nicht genannt

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) ergänzte: "Um eine Infektionsgefahr möglichst auszuschließen, müssen COVID-19-positiv Erkrankte, Verdachtsfälle und andere Patienten unbedingt voneinander getrennt sein. Das gilt auch für das Personal, das diese drei Patientengruppen betreut." Bereits vorhandene und verfügbare Strukturen sollten vor Ort bestmöglich genutzt werden, um zügig Arbeitsfähigkeit herstellen zu können, hieß es. 

Katastrophenschutz-Einsatzstab in Mühldorf nimmt Arbeit auf

 © fib/Eß
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Update, 8.52 Uhr - 16 Fälle in Salzburger Seniorenheim 

Österreich meldete am Samstagmorgen, 4. April (Stand: 7 Uhr) landesweit insgesamt 11.525 Corona-Infektionen. "Spitzenreiter" unter den Bundesländern ist nach wie vor Tirol mit 2.758 Fällen. In Salzburg waren es 1.080 Fälle. Landesweit sind bislang 168 Menschen an Covid-19 gestorben. 

Zudem meldete nun auch ein Seniorenheim in Thalgau (Bundesland Salzburg) am Freitagabend eine größere Anzahl Infizierte. Demnach sind in dem Heim im Flachgau bislang neun Bewohner und sieben Mitarbeiter positiv auf Corona getestet worden. Ob die Landesregierung hier weitreichende Maßnahmen ergreifen wird, zum Beispiel eine Evakuierung, darüber lagen am Samstagmorgen noch keine Erkenntnisse vor. 14 Personen wurden in häusliche Quarantäne geschickt. Einen ersten größeren Ausbruch in einem Pflegeheim im Bundesland Salzburg hatte es bereits am Mittwoch in Mittersill gegeben.

Update, 8.25 Uhr - Erste Klinik vollständig evakuiert

Eine Rehaklinik in Horn-Bad Meinberg in Nordrhein-Westfalen mit mehr als 100 mit dem Coronavirus infizierten Patienten und Pflegern ist nun als erste Klinik Deutschlands im Coronakampf vollständig evakuiert worden. Rund 100 Sanitäter sowie Helfer der Feuerwehr, des Roten Kreuzes und des Technischen Hilfswerks transportierten die 157 Menschen am Freitag aus der Einrichtung ab. 

Die Klinik im Landkreis Lippe hatte die Behörden um Hilfe gebeten, nachdem eine zuverlässige Versorgung der Patienten wegen Personalausfällen nicht mehr gewährleistet gewesen wäre. Nach Angaben des Kreises hat die Klinik zuletzt 78 infizierte Patienten und 27 positiv getestete Mitarbeiter gemeldet. 84 Patienten und fünf Ärzte wurden negativ getestet. 17 Patienten warteten noch auf das Ergebnis.

Update, 8 Uhr - Tirol mobilisiert Soldaten für Corona-Kampf

In Tirol ist im Kampf gegen das Coronavirus nun auch das Militär im Einsatz. Rund 450 Soldaten unterstützen die Behörden und Organisationen. So wird zusammen mit Gesundheitsbehörden die Ein- und Ausreise aus Quarantänegebieten überprüft. Zudem wurden 100 Mann abkommandiert, um im Süden des Landes die Landesgrenzen vor illegaler Migration zu schützen.

"Unser Ziel ist es, weiterhin für die Sicherheit der Tiroler Bevölkerung sorgen zu können", sagte der neuer Tiroler Militärkommandant Ingo Gstrein gegenüber der Tiroler Tageszeitung.

Noch mehr Polizeikontrollen am Wochenende

Bayerns Landespolizeipräsident Wilhelm Schmidbauer hat die Bevölkerung für ihr Verhalten in der Coronakrise (News-Ticker vom Freitag, 3. April) gelobt. "Die ganz überwiegende Masse unserer Mitbürger und Mitbürgerinnen in Bayern sind sehr einsichtig. Sie halten sich in hervorragender Weise an die Vorgaben der Ausgangsbeschränkungen und beachten die auch", sagte er dem Bayerischen Rundfunk.

Allerdings richtete Schmidbauer im Hinblick auf das anstehende sonnige Wochenende (und dann nächste Woche die Ostertage) auch einen Appell an die Menschen: "Es ist ganz wichtig, dass wir hier auf Distanz bleiben. Dass man sich zwar an der frischen Luft bewegt, aber das man das trotzdem allein oder nur mit Angehörigen des eigenen Hausstandes tut."  

Seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen wurden in Bayern insgesamt rund 300.000 Kontrollen von Seiten der Polizei diesbezüglich durchgeführt. Dabei gab es rund 25.000 Anzeigen. An diesem und den kommenden Wochenenden werden übrigens alle Polizeipräsidien in Bayern Unterstützung der Bereitschaftspolizei erhalten, um den Umfang der Kontrollen noch einmal ausweiten zu können, hieß es. Vor allem "Hotspots" und beliebte Ausflugsziele sollen besonders konsequent überprüft werden.

mw

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