NEWSTICKER ZUR CORONA-PANDEMIE

Ein Tod alle sechs Minuten in Madrid: "Krieg unserer Generation" - tolle Aktion in Högering

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In schweren Zeiten steht die Region zusammen! Am Sonntag um 18 Uhr setzten Musiker und Laien in ganz Deutschland ein gemeinsames Zeichen! Sie spielten an offenen Fenstern und auf Balkonen die „Ode an die Freude“. So auch viele Anwohner in Högering (Gemeinde Stephanskirchen).

Landkreis - Das Coronavirus hat Bayern und Europa fest im Würgegriff. Am Freitag wurde von der Bayerischen Regierung eine Ausgangsbeschränkung verhängt. Die Entwicklungen am Sonntag im News-Ticker:

CORONA - DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:

  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 268, Landkreis Traunstein 63, Landkreis Berchtesgadener Land 31, Landkreis Mühldorf 38, Landkreis Altötting 18
  • Bayern schließt alle Schulen und Kitas ab Montag (16. März) bis Ende der Osterferien
  • Bayern verhängt Ausgangsbeschränkung für 14 Tage
  • Mindestens 54 Todesopfer in Deutschland (20 in Bayern)
  • Erster Todesfall im Landkreis Traunstein am Donnerstag
  • Erster Todesfall im Landkreis Rosenheim am Samstag
  • Einreisestopp für Nicht-EU-Bürger in die EU
  • Öffentliches Leben in Bayern seit Dienstag massiv eingeschränkt
  • In Italien inzwischen mehr Corona-Tote als in China

Nützliche Links zum Thema Corona


Für Rosenheim liegen noch keine Zahlen für Sonntag, 22.März, vor. Andere Landratsämter haben nur am Sonntag über aktuelle Zahlen informiert. 

Update, 21.32 Uhr - Ein Tod alle sechs Minuten in Madrid

Alle sechs Minuten wird in Madrid ein Coronavirus-Infizierter tot aus dem Krankenzimmer getragen. Die Intensivstationen der spanischen Hauptstadt sind inzwischen hoffnungslos überfüllt, das Personal ist total überfordert.

Einige brechen sogar bei der Arbeit in Tränen aus, wie "El País" am Wochenende berichtet. Die renommierte Zeitung titelt auf Seite Eins in großen Lettern mit der Aussage einer Ärztin: "Das ist der Krieg unserer Generation."

"Wir haben nicht einmal Zeit zum Pinkeln", klagt ein Mediziner im Vorort Getafe. Mehr als zehn Prozent aller Infizierten sind Ärzte, Pfleger und Sanitäter. Experten warnen, bei Nichtverschärfung der Ausgangssperre werde es schon in den nächsten Tagen einen Kollaps des Gesundheitssystems geben - bis um den "25. März herum", behaupten sie.

Die Lage in der Region um Madrid wird mit jedem Tag dramatischer. Dort durchbricht die Zahl der Toten am Sonntag die 1000er-Marke. Rund acht Prozent, also knapp ein Zehntel aller Todesopfer weltweit. Ähnlich schlimm ist derzeit die Lage sonst nur in der italienischen Provinz Bergamo. Die sich häufenden Horrornachrichten - darunter eine regionale Sterblichkeitsrate von über zehn Prozent - versetzen immer mehr Madrileños in Panik. Trotz strikter Ausgangssperre versuchen Familien immer wieder, aus dem Corona-Hotspot zu fliehen.

Fernando steigt am Samstag im Stadtviertel Chamberí gegen ein Uhr morgens mit Frau und Kind (6) ins Auto. "Wir haben lange überlegt, aber jetzt versuchen wir, zum leerstehenden Haus der Urgroßeltern meiner Frau zu fahren", sagt der 35 Jahre alte Anwalt, bevor er den letzten Koffer verstaut und losfährt. 

Ihr Ziel in einer kleinen Gemeinde rund 100 Kilometer westlich von Madrid erreicht die Familie allerdings nicht. "Wir wurden von der Polizei an einer Autobahnkontrolle zurückgeschickt", erzählt er am Sonntag. Gibt er auf? "Nein, nächstes Mal versuchen wir es anders." Dabei drohen bei Zuwiderhandlung und vor allem bei Widerstand gegen die Staatsgewalt Strafen von bis zu 600.000 Euro - und sogar Haft.

Update, 20.35 Uhr - Neun Tote in Würzburger Pflegeheim

Der Tod von neun Menschen aus einem Würzburger Pflegeheim nach einer Infektion mit dem Coronavirus hat Patientenschützer und Politiker alarmiert. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz rief Bund und Länder auf, endlich überzeugende Maßnahmen zum Schutz von Pflegebedürftigen gegen das Coronavirus einzuleiten. Unterstützung kam aus der Opposition. Die Staatsregierung sagte Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel zu.

Die leitende Stiftungsdirektorin, die für die Altenpflegeeinrichtung verantwortlich ist, hatte der Deutschen Presse-Agentur am Freitag gesagt, alle Verstorbenen hätten Vorerkrankungen gehabt und seien über 80 Jahre alt gewesen. Auf der Infektionsstation der Uniklinik Würzburg werden nach deren Angaben derzeit noch fünf Patienten aus dem Heim behandelt. 

Zehn weitere Bewohner des Heimes seien positiv getestet und bedürften umsichtiger Pflege. Der Stiftungsdirektorin zufolge sind zudem mehr als 20 Pflegekräfte mit positivem Test auf das neuartige Virus Sars-CoV-2 in Quarantäne zu Hause.

Das Universitätsklinikum Würzburg teilte am Wochenende mit, die Infektionsquelle sei unbekannt. Weiter hieß es: "Die Infektionswelle hat die Altenpflegeeinrichtung getroffen, als Covid-19 in Deutschland noch eine Rarität war." 

Alle hygienisch notwendigen Maßnahmen würden ergriffen - aber der Kampf der Ärzte und des Pflegepersonals gegen die Krankheit sei in einem Pflegeheim noch weitaus schwieriger "als in den rund um die Uhr mit ärztlichem und pflegerischem Fachpersonal für Infektionskrankheiten ausgestatteten Kliniken".

Mit Blick auf die zehn infizierten Heimbewohner sagte der Ärztliche Direktor Georg Ertl: "Wir stehen bereit, wenn eine stationäre Behandlung notwendig wird, aber Hut ab vor dem Team des Pflegeheimes, das solche Leistungen erbringt, stets selbst auch bedroht von der Infektion, die aber bei Jüngeren meist nicht so schwer verläuft."

Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, sprach von einem "Weckruf" und mahnte: "Höchstbedenklich ist, dass infizierte Bewohner weiter im Pflegeheim bleiben können." Bund und Länder müssten in der Corona-Krise jetzt verstärkt die Pflege in den Blick nehmen. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sei gefordert. Der Deutschen Presse-Agentur sagte Brysch: "Es ist unverantwortlich, dass der Notfallplan zum Schutz der 800 000 Pflegebedürftigen und 764 000 Beschäftigten aus dem Jahr 2013 immer noch nicht angepasst wurde." 

Der Plan sei damals erstellt worden, um eine Grippewelle abzuwehren. Diese Menschen lebten auf engstem Raum in den 13 700 Pflegeheimen. Sie seien eine Hochrisikogruppe.

Update, 19.50 Uhr - Högering setzt tolles Zeichen

Nach dem Vorbild des italienischen „Flashmob sonoro“ haben auch in Deutschland an diesem Sonntag um 18 Uhr überall Menschen an ihren Fenstern gegen Einsamkeit gesungen. 

Jeder konnte mitmachen, egal ob mit Instrument oder ohne. Auch etliche Orchester beteiligten sich – natürlich musizierten die Mitglieder in ihren Privatwohnungen. Jeder für sich, und doch alle zusammen. 

Anlässlich des 250. Geburtstags von Ludwig van Beethoven in diesem Jahr wurde die „Ode an die Freude“ („Freude schöner Götterfunken“) ausgewählt.

Auch in Högering (Gemeinde Stephanskirchen) setzte man in dieser schweren Zeit ein tolles Zeichen.

Update, 19.03 Uhr - Sepp Mangstl aus Ostermünchen an Coronavirus gestorben

Am Samstag wurde bekannt, dass im Landkreis Rosenheim leider die erste Person an den Folgen des Coronavirus sterben musste. Dabei handelt es sich um den allseits beliebten Sepp Mangstl (54) von der Höhenrainer Blaskapelle und stellvertretenden Dirigent der Dreder Musi. 

Die Bestürzung ist nicht nur in seiner Heimatgemeinde Tuntenhausen riesengroß. Die Gemeinschaft muss Abschied von einem sympathischen und außergewöhnlichen Menschen nehmen. 

Seit 35 Jahren spielte Sepp Mangstl während der Wiesn-Zeit auf der Bühne des Flötzinger-Zeltes. Im vergangenen Jahr war er von der Brauerei für sein langjähriges Mitwirken geehrt worden.

Wo sich der Vollblutmusiker genau infiziert hat, ist derzeit unklar. Einen ausführlichen Bericht lesen Sie bei ovb-online.de.

Update, 18.50 Uhr - Merkel muss in Quarantäne

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) muss sich in der Corona-Krise nun selbst in häusliche Quarantäne begeben. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Sonntagabend in Berlin mit. Die Kanzlerin sei nach ihrem Presseauftritt am Abend unterrichtet worden, dass sie am Freitag zu einem Arzt Kontakt hatte, der mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet worden sei.

Update, 18.24 Uhr - Ansammlungen von mehr als zwei Personen werden bundesweit verboten

Zur Eindämmung der Corona-Krise werden Ansammlungen von mehr als zwei Personen in ganz Deutschland verboten. Ausgenommen werden Angehörige, die im eigenen Haushalt leben. Schließen müssen alle Restaurants und Friseure. Darauf verständigten sich Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder in einer Telefonkonferenz. 

"Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet", heißt es in dem Beschluss. Diese Maßnahmen sollen für mindestens zwei Wochen gelten.

Allerdings gilt diese Regelung nicht für den Freistaat Bayern. Hier gilt weiterhin die von Ministerpräsident Söder angeordnete Ausgangsbeschränkung und die damit verbundenen Regeln, Verbote und Richtlinien. 

Update, 17 Uhr - 268 bestätigte Corona-Fälle im Raum Rosenheim

Die Zahl der positiv auf das neuartige Coronavirus getesteten Menschen in der Region steigt weiter an. Die Zahl der nachweislich positiv getesteten Menschen im Zuständigkeitsbereich des Rosenheimer Gesundheitsamtes erhöht sich auf 268 Personen (Stand: 21. März / 24 Uhr). 

Darunter sind auch drei Personen, die inzwischen wieder gesund und symptomfrei sind. Bei ihnen konnte, nach Rücksprache mit dem Rosenheimer Gesundheitsamt, die Quarantäne beendet werden. 

Aktuell gibt es einen Todesfall. Dabei handelt es sich um einen etwa 50 Jahre alten Mann aus dem Landkreis.

Update, 16.30 Uhr - Bund und Länder einigen sich auf „Kontaktverbot“

Bund und Länder haben wohl eine Art „Kontaktverbot“ im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschlossen.

Update, 16.06 Uhr - 22 neue Fälle im Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es 22 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 22. März, 16 Uhr).

Dabei handelt es sich um 13 Erwachsene unter 60 Jahren, sieben Erwachsene über 60 Jahre und zwei Kinder.

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 38 bestätigte Fälle vor. Neun davon werden im Krankenhaus Mühldorf behandelt.

Update, 15 .55 Uhr - 13 neue Fälle im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 63 bestätigte Corona-Fälle vor. (Stand: 22. März, 15 Uhr)

Insgesamt wurden insgesamt 63 Personen positiv auch das neuartige Sars-CoV-2 getestet. Demnach sind 25 bestätigte Erkrankte weiblich und 38 männlich. Am Sonntag kamen somit 13 weitere Fälle hinzu. 

Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Alle Personen werden medizinisch versorgt. 

Die Zahl gibt die Summe aller jemals gemeldeten Infektionen wieder. Dazu zählen auch Personen, die längst wieder gesund und virenfrei sind. Die Zahl kann also nur steigen, von ihr wird nichts mehr abgezogen, heißt es von Seiten des Landratsamtes. 

Update, 15.14 Uhr - ''Neues Medikament mildert Coronavirus um 90 Prozent''

Die Maßnahmen der Regierung, wie etwa Ausgangssperren, haben bislang das Ziel die Ausbreitung des Coronavirus lediglich zu verlangsamen. Damit soll ein Kollaps des Gesundheitssystems, wie er in Italien bereits teils eingetreten ist, etwa in Deutschland noch vermieden werden. Außerdem will man vor allem der Forschung Zeit verschaffen, um einen Impfstoff und ein wirksames Medikament gegen das Virus zu finden. 

Nun gibt es angeblich erste Erfolge in der Behandlung des Covid-19-Virus zu vermelden. Das berichtet oe24.at.

Es gebe demnach zwei neue Medikamente, berichtet Primar Richard Greil und spricht von "vorsichtig guten Nachrichten". "Ein Medikament kann den so genannten Entzündungssturm bremsen. Die entsprechenden Daten sind noch nicht publiziert. Sie werden aber demnächst publiziert. Sie zeigen, dass damit eine Verminderung von 90 Prozent in der Schwere der Erkrankung zu erreichen ist", erklärt Greil gegenüber oe24.at.

Nachdem die Infusionen schon in China zum Einsatz gekommen seien, sollen diese nun auch testweise bei schweren Fällen in den Salzburger Landeskliniken eingesetzt werden. 

Update, 14.54 Uhr - Über 100 Erwachsen und Kinder treffen sich im Strandbad

„Unglaublich viele Menschen in Berlin haben den Ernst der Lage offenbar erkannt“, twitter die Berliner Polizei am Sonntagvormittag. Es seien merklich weniger Menschen in der Stadt unterwegs. Angesprochene würden verständnisvoll reagieren.

Am Samstag waren einiger Berliner noch etwas anders drauf. Die Berliner Polizei hat am Samstagnachmittag ein Treffen von 100 Erwachsenen und Kindern am Strandbad Müggelsee aufgelöst.

Kanzlerin Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten haben am Sonntag ihre Beratungen über weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie begonnen.

In der Telefonkonferenz soll es darum gehen, ob es bundesweite Ausgangsbeschränkungen gibt. Neben Merkel nehmen auch die für den Kampf gegen die Ausbreitung und die Folgen des Coronavirus wichtigsten Minister teil. So sollen neben Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) auch Innenminister Horst Seehofer (CSU), Außenminister Heiko Maas (SPD), Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) dabei sein. Ein Statement wird um 17.30 Uhr erwartet.

Update, 13.40 Uhr - Drei Neuinfektionen im Berchtesgadener Land

Berchtesgadener Land. Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es mittlerweile insgesamt 31 bestätigte Coronafälle im Landkreis Berchtesgadener Land gibt (Meldestand: 22. März, 12 Uhr).

Damit sind im Vergleich zum Vortag drei neue Fälle hinzugekommen. Alle infizierten Personen werden medizinisch behandelt und befinden sich in häuslicher Quarantäne. Weitere 313 direkte Kontaktpersonen sind in häuslicher Isolation und stehen im täglichen Kontakt mit dem Gesundheitsamt.

Pressemeldung Landratsamt Berchtesgadener Land

Update, 13.11 Uhr - Polizeibilanz der Ausgangs-Kontrollen

Fast 5.000 Mal kontrollierte die Polizei in den vergangenen beiden Tagen bis Sonntag, 22. März 2020, im südlichen Oberbayern die Einhaltung der von der Bayerischen Staatsregierung erlassenen Allgemeinverfügungen hinsichtlich der darin verfügten Beschränkungen. Die polizeiliche Zwischenbilanz fällt positiv aus. Die Ausgangsbeschränkungen haben eine hohe Akzeptanz und werden ganz überwiegend von den Menschen in der Region beachtet. Dafür bedankt sich die Polizei. 

Nur wenige Unvernünftige mussten beanstandet werden, deren Verstöße wurden jedoch konsequent angezeigt. Von Freitagmorgen bis Samstagmorgen (jeweils 6 Uhr) führten die Polizistinnen und Polizisten im Zuständigkeitsbereich knapp 1.600 Kontrollen durch. Nur in rund 60 Fällen gab es Grund zur Beanstandung, etwa 30 Anzeigen folgten. Seit Samstag, 21. März, 00.00 Uhr, also nach Inkraftsetzung der Allgemeinverfügung zur Ausgangsbeschränkung wurden mehr als 3.200 Kontrollen durch die Polizei im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd durchgeführt. 

Bei den 35 von der Polizei festgestellten Verstößen wurde in 28 Fällen Anzeige (davon 25 Mal wegen Missachtung der Ausgangsbeschränkung) erstattet. Die Bürgerinnen und Bürger im südlichen Oberbayern zeigen Verantwortung, in dem sie die Beschränkungen zur Eindämmung des Infektionsrisikos nahezu durchweg beachten! Erfreulicherweise ist auch die Zahl der polizeilichen Einsätze rückläufig. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mit allen seinen Dienststellen bedankt sich dafür mit einem herzlichen „Vergelt´s Gott!“. 

Gleichzeitig appellieren wir, auch weiterhin alles dafür zu tun, um diese schwierige Situation gemeinsam durchzustehen. Wir werden nicht müde, Sie zu bitten: Beschränken Sie Ihre sozialen Kontakte auf das absolut notwendige Minimum! Beachten Sie sich auch weiterhin die Ausgangsbeschränkungen und die verfügten Veranstaltungsverbote und Betriebsuntersagungen! Für das Verlassen der eigenen Wohnung ist für den Nachweis triftiger Gründe kein Passierschein oder ähnliches erforderlich. Bei einer Kontrolle werden die Angaben bei den Kontrollen von der Polizei überprüft, so dass beispielsweise bei der Fahrt zur Arbeit das Mitführen eines Dienst, Arbeits- oder Betriebsausweises hilfreich sein kann. 

Die Bayerische Polizei wird die Einhaltung der Ausgangsbeschränkung sowie die Veranstaltungsverbote und Betriebsuntersagungen auch weiterhin intensiv kontrollieren und Verstöße dagegen konsequent unterbinden und zur Anzeige bringen. So hat beispielsweise ein junger Mann aus dem Landkreis Rosenheim am späten Freitagnachmittag in sozialen Netzwerken gepostet, dass er eine „Corona-Party“ besuchen werde und die Einladung dazu weitergegeben. Wenig später musste er sich einer Streifenwagenbesatzung gegenüber erklären. Er gab an, das alles nur verbreitet zu haben, „um zu provozieren“. 

Die Polizei beabsichtigt, dass der Mann sämtliche Kosten für den Polizeieinsatz bezahlen muss. Polizeipräsident Robert Kopp: „Im südlichen Oberbayern haben die erlassenen Ausgangsbeschränkungen eine hohe Akzeptanz und werden von den allermeisten Menschen vorbildlich beachtet. 

Ich bin stolz, dass uns im Rahmen des präsidiumsweiten Einsatzes, unter Führung von Frau Polizeivizepräsidentin Eva Schichl, ein hervorragender Mix aus Augenmaß, Fingerspitzengefühl und Konsequenz bei der Überwachung, Kontrolle und Durchsetzung der Regeln gelungen ist. 

Ich appelliere an Sie: Beachten Sie weiterhin die Verbote, Sie retten damit Menschenleben. Jede Infektion mit dem Corona-Virus ist eine zu viel! Zeigen Sie Solidarität und übernehmen Sie damit Verantwortung für sich und andere!“

Sicherheit im Herzen – Zukunft im Blick! 

Für Fragen zur Ausgangsbeschränkung sowie zu den Veranstaltungsverboten und Betriebsuntersagungen bitten wir auch weiterhin, nicht den Polizeinotruf 110 oder die örtlichen Polizeiinspektionen anzurufen. Die häufigsten Fragen zur Ausgangsbeschränkung werden hier beantwortet: https://www.corona-katastrophenschutz.bayern.de/faq/index.php

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Update, 12.50 Uhr - So ist der Stand der Dinge in Salzburg

Die Salzburger Altstadt ist eine Woche nach Verhängung der Ausgangsbestimmungen wie ausgestorben. Die Zahlen werden voraussichtlich am Nachmittag eingereicht. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Corona-Virus steigt zwar nach wie vor an, nach Angaben des österreichischen Gesundheitsministers Rudolf Anschober sind die täglichen Anstiegsraten von 40 Prozent und aber auf zuletzt 20 Prozent zurückgegangen.

Update, 12.10 Uhr - 160 Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen in München

Im Zeitraum vom Samstag, den 21. März, 6 Uhr bis Sonntag, den 22. März, 6 Uhr waren über 400 Polizeibeamte in der Stadt und im Landkreis München eingesetzt, um die Einhaltung der Regelungen der aktuellen Allgemeinverfügungen zu überprüfen. Dazu riefen viele Mitteiler beim Polizeinotruf 110 an und teilten mit, dass sie auch Verstöße festgestellt hätten.

Update, 11.15 Uhr - Grenzüberschreitung trotz Corona

Die Länderbrücke wurde am Freitag für den Pendlerverkehr wieder freigegeben. Seitdem fahren unvernünftige Bürger für Erledigungen "schnell mal" über die Grenze, berichtet die Polizei Laufen.

Update, 10.40 Uhr - Wartebereich in Aising, keine Coronateststation

Aufgrund der weiteren Ausbreitung von Covid-19 wurden die Helfer des THW am 21. März mit einem Zeltbau beauftragt. Im Rosenheimer Ortsteil Aising errichteten die Helfer ein Zelt inklusive Infrastruktur. Dieses dient als Wartebereich für Patienten einer Praxis. Es handelt sich dabei nicht, wie kurzzeitig berichtet, um eine Corona-Teststelle. Die falsche Information ist auf eine fehlerhafte Kommunikation zwischen den offiziellen Behörden zurückzuführen und wurde innerhalb weniger Minuten berichtigt. Dennoch: Es werden in dem Zelt im Ortsteil Aising keine Coronatests durchgeführt.

Update, 10.10 Uhr - Notbetreuung wird ausgeweitet

Der Katastrophenstab der Bayerischen Staatsregierung hat heute beschlossen, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Bereich der Gesundheitsversorgung oder der Pflege tätig sind, ab Montag, den 23. März 2020, auch dann eine Notbetreuung in Kindertageseinrichtungen und Schulen in Anspruch nehmen können, wenn nur ein Elternteil in diesen Bereichen tätig ist. Voraussetzung ist dabei auch weiterhin, dass der Elternteil aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Notwendigkeiten in dieser Tätigkeit an einer Betreuung seines Kindes gehindert ist.

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo betont: "Die öffentliche Gesundheitsversorgung zu unterstützen, hat derzeit höchste Priorität. Wir unterstützen hier die Eltern und ermöglichen ihnen einen leichteren Zugang zu den Notbetreuungen in den Schulen und Kitas. Mein Dank gilt auch den Eltern, die in der vergangenen Woche sehr verantwortungsvoll mit dem Angebot der Notbetreuung umgegangen sind."

Bayerns Familienministerin Carolina Trautner: "Unsere Klinken, Arztpraxen, Apotheken und Pflegeheime sind noch mehr als alle andere Bereiche im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus gefordert. Denn dort steigt der Personalbedarf. Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die weiterhin unsere Gesellschaft am Laufen halten, für ihren Einsatz."

Die Bereiche der Gesundheitsversorgung und Pflege werden dabei weit ausgelegt, um eine Versorgung der Patientinnen und Patienten und der pflegebedürftigen Menschen unter allen Umständen gewährleisten zu können. Die Gesundheitsversorgung umfasst beispielsweise neben Krankenhäusern, (Zahn-)Arztpraxen und den Gesundheitsämtern auch die Kassenärztlichen Vereinigung und den Rettungsdienst einschließlich der Luftrettung. Hier geht es aber nicht nur um Ärzte und Pfleger, sondern um alle Beschäftigten, die der Aufrechterhaltung des Betriebs dienen: Dazu zählt etwa auch das Reinigungspersonal und die Klinikküche. Die Pflege umfasst insbesondere die Altenpflege, aber auch die Behindertenhilfe, die kindeswohlsichernde Kinder- und Jugendhilfe und das Frauenunterstützungssystem (Frauenhäuser, Fachberatungsstellen/Notrufe, Interventionsstellen). Für die übrigen Bereiche der kritischen Infrastruktur bleibt es dabei, dass beide Elternteile in diesen Bereichen tätig sein müssen, bei Alleinerziehenden genügt auch weiterhin ein Elternteil.

Für eine bessere Planbarkeit sollten sich Eltern, die nun am Montag erstmals eine Notbetreuung benötigen, möglichst frühzeitig mit ihrer Einrichtung oder Schule in Verbindung setzen. Die entsprechenden Erklärungen und Elterninformationen werden umgehend angepasst. Weitere Informationen gibt es unter: https://www.stmas.bayern.de/coronavirus-info/index.php.

Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Update, 9.15 Uhr - So funktioniert der Online-Unterricht

Das Wort Online-Unterricht wird dieser Tage bemüht, wenn es um die Sicherstellung der Bildung unserer Schüler geht. Wie stellt sich die Situation in Bayern dar?

Update, 8 Uhr - So erleben unsere Leser die Corona-KRise

Es ist eine Ausnahmesituation, wie es sie bisher fast noch niemand erlebt hat. Doch wie geht Ihr mit der aktuellen Corona-Krise um? Zahlreiche Leser/-innen haben uns Ihre persönlichen Geschichten und Gedanken erzählt. 

Coronavirus: Erster Toter im Landkreis Rosenheim 

Weiterhin hält das Coronavirus das Land in Atem. Nun wurde im Landkreis Rosenheim der erste Todesfall bekannt. Mittlerweile sind im Landkreis Rosenheim 212 Menschen an dem Coronavirus erkrankt, Tendenz steigend

Auch in Tirol ist die Lage angespannt, das ganze Land steht unter Quarantäne. OVB24-Redakteur Daniel Pichler wohnt in Tirol, und analysiert die Lage im österreichischen Bundesland.

Des Weiteren sind einem Würzburger Pflegeheim sind nach Coronavirus-Infektionen neun Menschen gestorben. Das sagte ein Sprecher des bayerischen Landesamts für Gesundheit (LGL) am Freitag auf Anfrage. Die Leiterin der Würzburger Altenpflegeeinrichtung sagte der Deutschen Presse-Agentur, alle Verstorbenen hätten Vorerkrankungen gehabt und seien über 80 Jahre alt gewesen.

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