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Schläge auf den Kopf

„Ich vernichte auch alle“: Mann (23) geht am Rande von Corona-Pressekonferenz auf Reporter in München los

Polizist am Marienplatz
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Nach der Attacke auf einen BR-Reporter wurde ein Mann am Münchner Marienplatz festgenommen (Symbolbild).

Skandal am Rande einer Corona-Pressekonferenz: Ein Reporter des Bayerischen Rundfunks (BR) ist von einem Mann geschlagen worden.

München - Wie ein Polizeisprecher am Mittwoch (24. August) mitteilte, habe sich der Vorfall am Rande einer Pressekonferenz von Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) zu einer Kampagne für Corona-Auffrischimpfungen ereignet.

Coronavirus Bayern: Angriff am Rande von Pressekonferenz

Nach Angaben des BR wollte der Journalist im Anschluss an die Pressekonferenz ein Interview mit Zuhörern führen. Der Angreifer habe während einer Fragerunde dem Journalisten sein Handy vorgehalten und ihn als Volksverräter und Impfterroristen beschimpft, so die Polizei München. Dabei wurde er laut BR von einem Mann von der Seite mit mehreren Faustschlägen an den Kopf angegriffen. Der 23 Jahre alte Mann ist bereits polizeibekannt. Sicherheitsbeamte drängten den Mann zwar zurück, der Angreifer ließ aber nicht von seinem Opfer ab.

Als der Reporter im Anschluss an die Pressekonferenz zu seinem Auto ging, lauerte ihm der Angreifer auf und attackierte ihn erneut. Die Polizei nahm ihn daraufhin fest. Nach BR-Angaben hatte der Mann zuvor noch den Journalisten beschimpft und gerufen: „Ich vernichte Euch alle“.

Mann bedroht Polizeibeamte

Auch auf der Polizeiwache konnte sich der Mann immer noch nicht beruhigen und bedrohte die Beamten. Der 23-Jährige wurde diesbezüglich wegen Körperverletzung, Störung des öffentlichen Friedens, Bedrohung sowie Beleidigung angezeigt. Die weiteren Ermittlungen hat die Münchner Kriminalpolizei übernommen.

Der Angriff rief Empörung hervor. BR-Intendantin Katja Wildermuth verurteilte den Angriff am Mittwoch aufs Schärfste. „Jeder Angriff auf Journalisten ist auch ein Angriff auf die Pressefreiheit.“ BR-Chefredakteur Christian Nitsche sprach vom bislang schwersten Angriff auf einen BR-Kollegen. Reporter seien während der Corona-Pandemie auf Demonstrationen zwar immer wieder verbal angegangen worden. „Die jetzige gewalttätige Attacke sprengt diese Dimension“, sagte Nitsche.

Holetschek äußert sich

Auch Gesundheitsminister Klaus Holetschek äußerte sich zu dem Vorfall. Es müsse eine rasche Aufklärung der Hintergründe des Angriffs geben. Jeder gewalttätige Angriff auf Journalistinnen und Journalisten sei auch ein Angriff auf die Demokratie, sagte Holetschek. „Die Medien müssen ohne Angst vor Einschüchterung frei berichten können.“

In der Debatte um das richtige Vorgehen in der Corona-Pandemie seien Diskussionen zwar wichtig. Auf Beleidigungen solle man dabei aber verzichten, betonte Holetschek. „Aber wer zum Beispiel im Internet Hass schürt, trägt Mitverantwortung für Gewalttaten.“

fgr/dpa/Pressemeldung Polizei München

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