Von Mund-Nasen-Schutz bis zu FFP3-Masken

Coronavirus: Welche Schutzmaske ist wirklich sinnvoll?

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Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mit Schutzmaske.

München - Seit dem Ausbruch des Coronavirus sind Atemschutzmasken ein begehrtes Gut. Sogar Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hält eine allgemeine Maskenpflicht im Freistaat in näherer Zukunft inzwischen für "hochwahrscheinlich". Doch welche Arten von Masken gibt es? Und wie schützen sie?

Eine Atemschutzmaske stellt per se keine Garantie für den Träger dar, vor einer Infektion mit Corona geschützt zu sein. Dennoch: Sie ist besser als kein Schutz und schützt zudem das nähere Umfeld. Aufgrund der knappen Verfügbarkeit geht der Trend derweil dahin, sich eine eigene Gesichtsmaske selbst herzustellen. In Österreich gibt es inzwischen eine allgemeine Maskenpflicht in Supermärkten.


Welche Masken bieten welchen Schutz?

Man unterscheidet zwischen dem Mund-und-Nase-Schutz (MNS) aus Papier oder Vlies und so genannten FFP-Masken ("Filtering Face Piece") aus gehärtetem Papier oder Stoffen. Masken ab der Schutzklasse FFP2 schützen mit einer Durchlässigkeit von maximal 6 Prozent effektiv vor Viren. FFP3-Masken filtern sogar bis zu 99 Prozent der Atemluft-Belastung. Jedoch fällt mit ihnen auf Dauer das Atmen schwer.

"Ein MNS schützt weniger den Träger selbst als das Umfeld im Falle einer symptomlosen Infektion des Trägers, auch wenn dies wissenschaftlich noch nicht abschließend gesichert ist”, erklärt Martin Kunitschke vom Portal vergleich.org. Zumindest wird dadurch das Aussondern größerer Tröpfchen an die Umgebung verhindert. Im schlimmsten Fall entsteht durch das Tragen jedoch ein falsches Sicherheitsgefühl, wodurch zusätzliche essentielle Hygiene-Maßnahmen vernachlässigt würden. Vor allem FFP-3-Masken bieten zwar ausreichend Schutz, sind aber unabdingbar für Klinikpersonal mit direktem Kontakt zu Infizierten.


Ein Überblick über verschiedene Schutzmasken.

Warum sind Atemschutzmasken knapp?

Ein Großteil der Atemschutzmasken wird in Asien und vor allem in China produziert. Die Wirtschaft Chinas wurde nach Ausbruch des Coronavirus auf ein Minimum heruntergefahren und erst kürzlich wieder angekurbelt. Darüber hinaus führten vermehrte Käufe von Privatpersonen oder Händlern, die aus der Situation Profit schlagen wollten, zu Engpässen und teils horrenden Wucherpreisen im Internet

Welche Alternativen gibt es zu Schutzmasken?

Trotz der globalen Knappheit der Atemschutzmasken haben Österreich und als erste deutsche Stadt auch Jena kürzlich eine Maskenpflicht beim Einkaufen ausgerufen. Dabei werden allerdings auch selbstgenähte Masken, Tücher oder Schals akzeptiert. Im Internet gibt es inzwischen viele Anleitungen zum Eigenbau von Masken.

Deren Wirksamkeit hängt hauptsächlich von der Dichte des verwendeten Stoffs ab – zu empfehlen sind kochfester Baumwollstoff und zusätzlich eingenähter kochfester Vlies. Ein flexibler Nasenbügel erhöht zudem den Schutz. Ein dichter Schal kann ebenfalls nützlich sein. "Wenn Sie durch den Stoff pusten und keinen Luftzug auf der anderen Seite spüren, ist der Schal beziehungsweise das Tuch dicht genug und als Mundschutz geeignet", so Kunitschke.

Was muss ich beim Tragen einer Gesichtsmaske beachten?

Die Maske beziehungsweise die Stoffbarriere sollte eng anliegend aufsitzen und während des Tragens nicht angefasst werden. Sobald die Gesichtsmaske feucht ist, verliert sie ihren Schutz und sollte gewechselt werden. Stoffmasken sollten Sie regelmäßig nach der Verwendung waschen, bestenfalls in der Kochwäsche bei mindestens 60 Grad. Daher empfiehlt es sich, sich zwei Masken zu beschaffen, die abwechselnd getragen werden können. Verwenden Sie die Maske unbedingt ausschließlich zur Eigennutzung.

mw/vergleich.org

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