Coronavirus-Newsticker: Deutschland schließt Grenzen 

Bayern plant Ausrufung des Katastrophenfalls - Trump will deutschen Impfstoff nur für USA

Coronavirus - Virologie am Uniklinikum Dresden
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Eine Medizinisch-technische Assistentin bereitet auf einer mikrobiologischen Sicherheitswerkbank im Sicherheitslabor im TU-Institut für Medizinische Mikrobiologie, Hygiene und Virologie im Uniklinikum Dresden Proben von Patienten für die Virus-Diagnostik (PCR, Polymerase Kettenreaktion) auf das Coronavirus vor.

Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt weiterhin für zum Teil große Verunsicherung und Besorgnis bei der Bevölkerung. Jeden Tag werden inzwischen zahlreiche weitere Fälle von Infizierten in Bayern bestätigt. Alle aktuellen Entwicklungen erfahren Sie in unserem News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 27, Landkreis Traunstein 7, Landkreis Berchtesgadener Land 4
  • Bayern untersagt Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern
  • Bayern schließt alle Schulen und Kitas ab Montag (16. März) bis Ende der Osterferien
  • Bayern erlässt Besuchsverbot für Pflege- und Altenheime
  • Elf Todesopfer in Deutschland (Vier in Bayern)
  • Deutschland schließt Grenzen zu Frankreich, Österreich und der Schweiz
  • Öffentliches Leben in Bayern ab Dienstag massiv eingeschränkt
  • Veranstaltungsabsagen/-verschiebungen: Landkreis Rosenheim, Landkreis TraunsteinLandkreise Mühldorf und Altötting, Landkreis Berchtesgadener Land

SERVICE:


UPDATE, 23.03 Uhr: Streit um Impfstoff-Firma - Berlin empört über US-Begehrlichkeiten

In der dramatischen Coronavirus-Krise gibt es zwischen Deutschland und den USA nach einem Bericht der "Welt am Sonntag" Auseinandersetzungen um die Tübinger Impfstoff-Firma CureVac. US-Präsident Donald Trump versuche, deutsche Wissenschaftler mit hohen finanziellen Zuwendungen nach Amerika zu locken oder das Medikament exklusiv für sein Land zu sichern, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise in Berlin. In Berlin reagierten Politiker und Ministerien mit scharfer Kritik.

Der US-Präsident biete dem Bericht zufolge der Firma einen hohen Betrag, um sich deren Arbeit exklusiv zu sichern. Trump tue alles, um einen Impfstoff für die USA zu bekommen. "Aber eben nur für die USA", heißt es laut Zeitung dazu in der Bundesregierung.

Ein Exklusivvertrag etwa mit den USA für einen Corona-Impfstoff kommt für CureVac nach einem Bericht der Zeitung "Mannheimer Morgen" (Montag) indes nicht in Frage. "Wir wollen einen Impfstoff für die ganze Welt entwickeln und nicht für einzelne Staaten", sagte der Geschäftsführer und Mitbegründer des Hauptinvestors dievini Hopp BioTech Holding, Christof Hettich.

Der SAP-Mitbegründer und Mäzen Dietmar Hopp und der Unternehmer Friedrich von Bohlen gehören demnach ebenfalls zu den Gründern und Geschäftsführern. Seit Januar forscht das Pharmaunternehmen CureVac an einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus. Zudem halte Hopp entschlossen an dem Unternehmen, den Mitarbeitern und auch dem Hauptstandort in Tübingen fest, sagte Hettich weiter.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) lobte in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" am Sonntagabend die Tübinger Firma dafür, dass sie für die US-Avancen "nicht zur Verfügung steht. Das ist eine großartige Entscheidung und eine großartige Position." Es sei eine "gute Nachricht, dass die Unternehmensleitung Klartext gesprochen hat". Deutschland stehe "nicht zum Verkauf", sagte Altmaier.

UPDATE, 22.39 Uhr: RoMed Kliniken schränken Zutritt und Besuche weiter ein

Aufgrund der CoV19-Situation werden zum Schutz der Patienten und Mitarbeiter die Besuchsmöglichkeiten von Patienten in den RoMed Kliniken weiter eingeschränkt. Generell gilt für alle RoMed Kliniken: So wenig Krankenbesuche wie möglich. Krankenbesuche sind nur möglich für nahe Angehörige, maximal eine Person für eine Stunde pro Tag und nur in der Zeit von 15 bis 19 Uhr. 

Besuche auf der Palliativ- sowie der Kinderstation sind gesondert geregelt. Personen, die Kontakt zu Covid-Erkrankten hatten, dürfen die Kliniken nicht betreten. Personen, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, dürfen innerhalb von 14 Tagen nach Verlassen dieses Gebietes keine Patienten in den RoMed Kliniken besuchen. 

Das Gleiche gilt für Besucher mit Krankheitssymptomen wie beispielsweise Husten, Schnupfen oder Fieber. Der Zutritt zum RoMed Klinikum Rosenheim ist für Patienten und Besucher nur noch über den Haupteingang in der Pettenkoferstraße möglich. Über den Eingang Haus 4 ist ausschließlich die kinderärztliche Bereitschaftspraxis während ihrer Öffnungszeiten für Patienten geöffnet. 

Der kinderärztliche Notdienst des Klinikums ist nachts über den Haupteingang zu erreichen. Der Zugang zur Zentralen Notaufnahme ist nur für Patienten geöffnet. Die Zugänge in die RoMed Kliniken Bad Aibling, Prien am Chiemsee und Wasserburg am Inn sind für Patienten und Besucher nur über die Haupteingänge gestattet. Der Zugang zur jeweiligen Zentralen Notaufnahme ist nur für Patienten geöffnet. 

Diese Regelung wird je nach Entwicklung der Situation angepasst. „Uns ist bewusst, dass es für Patienten und Angehörige eine schwierige Zeit ist und bitten um Verständnis für die Maßnahmen,“ erklärt Geschäftsführer Dr. med. Jens Deerberg-Wittram.

Pressemeldung RoMed Kliniken

UPDATE, 21. 37 Uhr: Bayern plant Ausrufung des Katastrophenfalls

In Bayern könnte ab Dienstag wegen des Coronavirus der Katastrophenfall ausgerufen werden. Die finale Entscheidung werde aber erst am Montagmorgen getroffen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntagabend aus Regierungskreisen in München. Zuvor hatten die "Nürnberger Nachrichten" darüber berichtet.

Mit der Ausrufung des Katastrophenfalls sind in erster Linie organisatorische Fragen verbunden. Diese seien notwendig, damit das Land im Kampf gegen das Coronavirus entsprechende Maßnahmen ergreifen könne, hieß es in Regierungskreisen. Der Katastrophenfall soll zunächst für 14 Tage gelten.

Neben den bekannten Schritten wie einer Schließung aller nicht systemrelevanten Geschäfte soll dann auch die Bundeswehr mit ihren Krankenhäusern in die Krisenpläne einbezogen werden. Das Gesundheitsministerium soll - so berichtet die Zeitung - zudem sämtliche Beatmungsgeräte im Land erfassen und ein Notfallkonzept entwickeln, wie sich sogenannte temporäre Krankenhäuser einrichten lassen. Sie sollen demnach in Messe-, Sport- und Konzerthallen entstehen, falls die Zahl der Erkrankten drastisch steigt.

UPDATE, 21.30 Uhr: Wochenend-Übersicht der Coronakrise in Bayern

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Sonntag darüber informiert, dass zwei weitere Coronavirus-Todesfälle in Bayern bestätigt worden sind. Ein Ministeriumssprecher sagte in München: "Bei einem Todesfall handelt es sich nach Angaben des Landratsamtes Neu-Ulm um einen über 80-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen." Der Mann ist in der Nacht zum Sonntag gestorben.

Ein zweiter Todesfall wurde nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) im Landkreis Oberallgäu bestätigt. Dabei handelt sich sich um eine über 80-jährige Patientin, die ebenfalls in der Nacht zu Sonntag gestorben ist.

Weitere Einzelheiten können den Medien über die jeweiligen Landratsämter mitgeteilt werden.

Der erste Coronavirus-Todesfall in Bayern war am Donnerstag in Würzburg bestätigt worden. Es handelte sich nach Angaben des Universitätsklinikums Würzburg um einen über 80-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen und Pflegebedürftigkeit.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml rief am Sonntag die Bevölkerung erneut dazu auf, sich und andere vor Infektionen zu schützen. Huml betonte: „Alle Veranstaltungen, die nicht zwingend nötig sind, sollten abgesagt oder verschoben werden. Außerdem sollten alle private Kontakte so weit wie möglich eingeschränkt werden. Ferner sollte auf Reisen jeglicher Art verzichtet werden.“

In Bayern sind am Samstag neue Allgemeinverfügungen im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus in Kraft getreten. So gilt nun eine Einschränkung der Besuchsrechte für Krankenhäuser, Pflege- und Behinderteneinrichtungen. Ausnahmen sind möglich, etwa beim Besuch von Kindern, im Notfall oder in der Versorgung von Sterbenden.

Ferner dürfen Personen, die in einem Risikogebiet waren, innerhalb eines Zeitraums von 14 Tagen nach Verlassen dieses Gebiets diese Einrichtungen nicht betreten. Am Freitagabend waren vom Robert Koch-Institut auch das österreichische Bundesland Tirol und Madrid in Spanien als Coronavirus-Risikogebiete eingestuft worden.

Eine weitere Allgemeinverfügung regelt die am Freitag beschlossene bayernweite Schließung von Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und Heilpädagogischen Tagesstätten. Huml bekräftigte: "Im Kampf gegen weitere Infektionen war dieser Schritt erforderlich. Die Folgen von so einschneidenden Maßnahmen müssen natürlich gut überlegt werden. Deshalb wird es eine Notfallbetreuung für bestimmte Personengruppen geben – etwa für die Kinder von Pflegekräften."

UPDATE, 20.21 Uhr: "Ausgangsbeschränkungen" in Österreich

Die Bundesregierung ruft für ganz Österreich eine "Ausgangsbeschränkung" aus. Das sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Sonntag gegenüber der APA. Für Ausnahmen, das Haus zu verlassen, soll es nur drei Gründe geben: Berufsarbeit, die nicht aufschiebbar ist, dringend notwendige Besorgungen (Lebensmittel) und wenn man anderen Menschen helfen muss. Das berichtet oe24.de.

Wer im dringenden Fall ins Freie möchte, "der darf das ausschließlich alleine machen oder mit den Personen, mit denen er in der Wohnung gemeinsam zusammenlebt", so der Bundeskanzler zur APA.

Ab Montag drohen dann bei Zuwiderhandeln Verwaltungsstrafen in Höhe von bis zu 2.180 Euro. Strafen sind auch möglich, wenn man die Platzverbote - etwa für Spielplätze - missachtet: Hier ist mit Verwaltungsstrafen in Höhe von bis zu 3.600 Euro zu rechnen.

UPDATE, 19.26 Uhr: Öffentliches Leben in Bayern ab Dienstag massiv eingeschränkt

Zur Eindämmung des Coronavirus wird in Bayern ab Dienstag das öffentliche Leben noch einmal massiv eingeschränkt. Zunächst sollen dann alle Bars, Kinos und Schwimmbäder geschlossen werden, bevor ab Mittwoch auch ausgewählte Geschäfte ihre Pforten dicht machen müssen. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen in München. Demnach bleiben aber trotz der Ausbreitung von Sars-CoV-2 alle Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Drogeriemärkte, Banken und Tankstellen geöffnet. Noch am Freitag hatte die Staatsregierung eine Schließung von Gaststätten vorerst ausgeschlossen.

Das öffentliche Leben im Freistaat werde "heruntergefahren", hieß es aus einer Sitzung des Coronavirus-Krisenstabs unter Leitung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Sonntagnachmittag in der Staatskanzlei. Die Grundversorgung im Freistaat bleibe aber aufrechterhalten. Weitere Details sollen am Montag (10 Uhr) bei einer Pressekonferenz mitgeteilt werden, die ausschließlich in Internet übertragen wird. Gleichwohl bedeuten die Schließungen eine weitere deutliche Beschränkungen des öffentlichen Lebens in Bayern.

An der Sitzung des Krisenstabs nahmen demnach auch Innenminister Joachim Herrmann, Staatskanzleichef Florian Herrmann, Gesundheitsministerin Melanie Huml, Finanzminister Albert Füracker, Wissenschaftsminister Bernd Sibler (alle CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) teil.

Ab 8 Uhr sollen am Montag zudem die Grenzen Deutschlands nach Österreich, in die Schweiz, nach Frankreich und Dänemark teilweise geschlossen werden. Die Einreisebeschränkungen gelten nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aber nur für bestimmte Personengruppen - Deutsche dürfen aus den Nachbarländern einreisen. Dies gilt dem Vernehmen nach auch für Pendler.

Auch der Warenverkehr zwischen Deutschland und den Nachbarstaaten soll gesichert bleiben. Hintergrund ist nicht nur die Eindämmung des Coronavirus, sondern auch der Versuch, Hamsterkäufe von Ausländern zu unterbinden, die in Grenznähe schon zu Problemen geführt haben.

UPDATE, 19.15 Uhr: Horst Seehofer informiert über Grenzschließungen

Bundesinnenminister Horst Seehofer informiert: Deutschland führt am Montagmorgen strenge Regeln an seinen Grenzen zu Frankreich, Österreich und zur Schweiz ein. Pendler sollen einen Passierschein erhalten. 

UPDATE, 18.43 Uhr: Insgesamt 27 Infizierte im Raum Rosenheim

Wie das Landratsamt Rosenheim am Sonntagabend mitteilt, hat sich die Zahl der positiv auf das neuartige Corona-Virus getesteten Personen im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim hat sich im Laufe des Wochenendes auf 27 erhöht.

Damit sind im Laufe des Wochenendes zehn weitere Personen im Raum Rosnheim positiv auf das COVID-19 getestet worden. 

UPDATE, 18.15 Uhr: Insgesamt vier Todesfälle in Bayern seit vergangenem Donnerstag

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Sonntag ein zweites Mal über einen weiteren bestätigten Coronavirus-Todesfall informiert. Ein Ministeriumssprecher sagte in München: "Bei diesem Todesfall handelt es sich nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) um einen über 80-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen aus Würzburg." Damit gibt es in Bayern seit vergangenem Donnerstag insgesamt vier Coronavirus-Todesfälle.

Der Verstorbene war Bewohner des gleichen Pflegeheims, aus dem auch der erste Coronavirus-Todesfall in Bayern stammte. Dieser war am Donnerstag in Würzburg bestätigt worden.

Am heutigen Sonntag waren dann zwei weitere Coronavirus-Todesfälle aus dem Landkreis Oberallgäu und dem Landkreis Neu-Ulm bestätigt worden.

UPDATE, 17.59 Uhr: Kein Zugverkehr nach Salzburg und Kufstein mehr möglich

Deutschland schließt Grenzen nach Österreich. Somit ist kein Zugverkehr nach Salzburg und Kufstein mehr möglich. Züge des Meridian enden und wenden ab Montag in Freilassing bzw. Kiefersfelden.

Wie die Bundesregierung erklärte, sollen ab Montagmorgen die Grenzen zwischen Deutschland und Österreich geschlossen werden. Für die Bayerische Oberlandbahn bedeutet dies, dass die Meridian-Züge mit Beginn des Betriebs am Montag, 16.3. nicht mehr nach Salzburg bzw. Kufstein fahren können. Alle Fahrten enden von Deutschland kommend in Freilassing bzw. Kiefersfelden. Von dort aus wenden die Züge zurück in Richtung München. Aufgrund der Grenzschließung ist auch die Einrichtung eines Schienenersatzverkehrs (SEV) mit Bussen nicht möglich.

Da weitere Einschränkungen im Bahnverkehr in den nächsten Tagen nicht ausgeschlossen werden können, werden Fahrgäste gebeten, sich vor Reiseantritt auf der Website www.meridian-bob-brb.de oder in den bekannten Onlinemedien zu informieren, ob ihre Fahrt stattfindet.

UPDATE, 17.52 Uhr: Sieben bestätigte Fälle im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein gibt es drei neue bestätigte Corona-Fälle, wie das Landratsamt Traunstein am Sonntagnachmittag informiert. Dabei handelt es sich um drei erwachsene Personen (zwei Frauen und ein Mann), die sich unabhängig voneinander infiziert haben.

Alle drei Personen werden bereits medizinisch behandelt. Die drei Personen sind klinisch stabil und befinden sich in häuslicher Isolation. Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der drei Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Insgesamt liegen damit im Landkreis Traunstein derzeit sieben bestätigte Fälle vor.

UPDATE, 17.49 Uhr: Polizei München gibt Corona-Update

Pressemeldung im Wortlaut

Um Infektionsrisiken zu vermindern, bittet die Münchner Polizei alle Bürgerinnen und Bürger die folgenden Hinweise zu beachten: Wenn Sie eine der folgenden Straftaten anzeigen wollen, nutzen Sie bitte die Möglichkeit der Anzeigenerstattung Online: 

Um Infektionsrisiken zu vermindern, bittet die Münchner Polizei alle Bürgerinnen und Bürger die folgenden Hinweise zu beachten: Wenn Sie eine der folgenden Straftaten anzeigen wollen, nutzen Sie bitte die Möglichkeit der Anzeigenerstattung Online: 

- Betrug mittels Online-Auktion, 

- Fahrraddiebstahl, Fahrradunterschlagung, Sachbeschädigung an einem Fahrrad, 

- Diebstahl von Teilen an einem Fahrzeug, Diebstahl von Gegenständen aus einem unversperrten Kraftfahrzeug und Sachbeschädigung an einem Kraftfahrzeug 

Die Anzeigenerstattung Online erreichen Sie über: https://www.polizei.bayern.de/ Wenn Sie eine Polizeiinspektion aufsuchen, folgen Sie bitte den Anweisungen, die Ihnen an der Sprechanlage mitgeteilt werden. 

Aus Gründen des Infektionsschutzes kann es zu Wartezeiten und Verzögerungen bei der Bearbeitung Ihrer Anliegen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis. 

Der Polizeinotruf 110 ist natürlich nach wie vor rund um die Uhr ohne Einschränkungen erreichbar. 

Wenn Sie die 110 wählen und selbst durch das Coronavirus erkrankt sind oder Kontakt zu einem bestätigten Infektionsfall hatten, bitten wir Sie, diese wichtige Information gleich bei ihrem Anruf mitzuteilen. Informieren Sie bitte auch mögliche Zeugen, andere Personen vor Ort und zusätzlich nochmals die ankommenden Polizeibeamten, damit der Einsatzablauf im Einzelfall an ein erhöhtes Infektionsrisiko angepasst werden kann. Dieser Hinweis gilt natürlich auch beim Notruf 112, wenn Sie den Rettungsdienst oder die Feuerwehr benötigen. Der Schutz der Bevölkerung und eine zuverlässige Einsatzfähigkeit der Polizei haben oberste Priorität!

Pressemeldung des Polizeipräsidiums München

UPDATE, 16.42 Uhr: Thomas Sattelberger (FDP, München Süd) positiv getestet

In der FDP-Bundestagsfraktion wurde der dritte Fall einer Corona-Infektion bekannt. Dies wurde von einem Fraktionssprecher bestätigt, zugleich aber keine Namen genannt. 

Indes machte der Abgeordnete Thomas Sattelberger seine Infektion bekannt. Es sei "schon ein kleiner Schock" gewesen. Aber eigentlich habe er ein wenig damit gerechnet, da er Symptome gezeigt habe. 

UPDATE, 16.28 Uhr: Inzwischen 886 Fälle in Bayern

Die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nimmt auch in Bayern stark zu. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) meldet am Sonntag 886 Fälle, in denen Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden. Dies ist gleichbedeutend mit einer Zunahme von 205 Fällen im Vergleich zum Vortag. 

UPDATE, 16.07 Uhr: Lufthansa holt Urlauber mit Sonderflügen zurück

Die Lufthansa plant laut "Bild" Sonderflüge nach Deutschland für Urlauber, die auf den Kanaren oder in der Karibik sind. 

UPDATE, 16.00 Uhr: SPD-Fraktion - kompletten "Lockdown" erwägen

Die SPD hält eine komplette Stilllegung des öffentlichen Lebens unter Umständen für notwendig, wie "welt.de" berichtet. 

Die stellvertretende Fraktionschefin Bärbel Bas zur WELT: „Wenn die Zahl der Neuinfizierungen mit den derzeitigen Maßnahmen nicht verlangsamt werden kann, muss auch ein kompletter Lockdown erwogen werden.“

UPDATE, 15.28 Uhr: Öffentliches Leben in Bayern zunehmend eingeschränkt

Wegen des Coronavirus plant Bayern reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und in der Gastronomie. Außerdem werde es weitreichende Schließungen von Bars, Clubs, Schwimmbädern oder Kinos geben, wie die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen erfuhr. 

UPDATE, 15.12 Uhr: Deutschland schließt seine Grenzen

Deutschland zieht nach: Laut Informationen der Bild haben sich Kanzlerin Angela Merkel, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Bundesinnenminister Horst Seehofer, Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans darauf geeinigt, die Grenzen zu Frankreich, Österreich und der Schweiz weitestgehend zu schließen. 

Dies soll ab Montag 8 Uhr durchgesetzt werden. Deutschland verschärft somit die Kontrollen und Zurückweisungen an den Grenzen, um der Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken. 

Angeblich soll es aber Ausnahmen für Pendler und den Lebensmitteltransport geben. 

UPDATE, 15.3, 14.42 Uhr: Hundert neue Tote in 24 Stunden in Spanien

In Spanien sind innerhalb der letzten 24 Stunden hundert Menschen am Corona-Virus gestorben, wie die Behörden mitteilten. Insgesamt starben in Spanien 288 Menschen. 7750 Menschen wurden infiziert. Nach Italien ist Spanien das am stärksten betroffen Land in Europa.

UPDATE, 15.3, 14.33 Uhr: Drastische Maßnahmen in Tirol

Tirols Landeshauptmann Günther Platter beschließt angesichts der schwersten Krise in der Nachkriegszeit ein drastisches Maßnahmenbündel, von dem auch Österreicher, sofern Nicht-Tiroler, betroffen sind. Sollten diese nicht unter anderem über einen Haupt- oder Nebenwohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Tirol verfügen und dort einer bestimmten beruflichen Tätigkeit nachgehen, müssen sie das Bundesland "unverzüglich" verlassen, wie "oe24.at" berichtet. 

Tirol hat überdies eine de-facto-Ausgangssperre verhängt. Ausnahmen seien nur Notfälle, wenn Menschen Lebensmittel oder Medikamente einkaufen müssten oder zur Arbeit müssten. Ohne triftigen Grund dürfe keiner mehr seine Wohnung verlassen. Die Maßnahme gelte vorerst für eine Woche. 

UPDATE, 15.3, 14.04 Uhr: Corona-Fall in Grüner Bundestagsfraktion

Auch in der Bundestagsfraktion der Grünen gibt es nun einen Corona-Fall: „Einer unserer Abgeordneten wurde positiv auf Corona getestet. Alle erforderlichen Maßnahmen sind eingeleitet“, sagte eine Sprecherin am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Der Name des betreffenden Abgeordneten wurde nicht genannt. 

UPDATE, 15.3, 13.36 Uhr: Grenzen dicht? Seehofer will "abgestimmtes Vorgehen"

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) spricht sich laut "dpa" für ein abgestimmtes Vorgehen bei Grenzkontrollen in Europa aus. Die Staaten könnten nur erfolgreich sein, wenn sie sich abstimmten. 

"Es hilft in unserem gemeinsamen Schengenraum niemandem, wenn die Menschen nach Paris fliegen, weil in München stärker kontrolliert wird", sagte Seehofer.

Auch die Maßnahmen an der Grenze zu Frankreich seien derart zu gestalten, dass sie "einerseits wirksam und andererseits mit Blick auf die eng zusammengewachsenen Grenzregionen verhältnismäßig sind".

UPDATE, 15.3, 13.32 Uhr: Baden-Württemberg - Forderung nach Grenzschließung

In Deutschland werden nun Rufe nach einer Grenzschließung lauter. Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) fordert umgehend eine Grenzschließung zu Frankreich, wie "welt.de" berichtet. An erster Stelle stehe der Schutz der Bevölkerung vor einer Infektion.

Die an Baden-Württemberg grenzende französische Region Grand Est (Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne) gilt als Risikogebiet.

UPDATE, 15.3, 13.20 Uhr: "Notfallplan" - Deutsche Bahn reduziert Regionalverkehr 

Die Deutsche Bahn wird laut Berichten von AFP und "Spiegel" den Regionalverkehr deutlich reduzieren. Vorbild sei demnach der "Sonntagsfahrplan", bei welchem das Angebot an Bahnen deutlich eingeschränkt ist. 

Zudem werde es in Regionalzügen keine Fahrkahrtenkontrollen mehr geben. Die Schaffner würden lediglich im Zug mitfahren. 

Schon zuvor wurde bekannt, dass die Regio Bayern den Zug- und Busverkehr nach Tirol und Tschechien einstellt (siehe Update 11.47 Uhr)

UPDATE, 15.3, 13.11 Uhr: Österreichs Regierung ruft Ausgangsbeschränkungen aus

Österreichs Regierung ruft "Ausgangsbeschränkungen" aus. Dies sagte Österreichs Kanzler Sebastian Kurz in einem Gespräch mit der "Austrian Presse Agentur" (APA). Er nennt nur drei Ausnahmen, die zulässig seien, um das Haus zu verlassen: Berufsarbeit, die nicht aufschiebbar ist, dringend notwendige Besorgungen (Lebensmittel) und wenn man anderen Menschen helfen muss.

Schon ab heute, Sonntag, werde die Polizei etwa an Spielplätzen und im öffentlichen Raum patrouillieren und größere Gruppen auffordern, nach Hause zu gehen. Wer Platzverbote missachtet, hat mit Strafen von bis zu 3.600 Euro zu rechnen. 

UPDATE, 15.3, 12.45 Uhr: Umstellung auf Homeoffice - Rosenheimer gibt Tipps

Steht das öffentliche Leben, ähnlich wie in Italien, auch bei uns bald still? Firmen drohen existenzielle Gefahren. Wie können sich hiesige Unternehmen wappnen, falls Mitarbeiter wegen des Coronavirus plötzlich in Quarantäne sind?

"Viele Unternehmen kommen ins Straucheln, wenn sie nicht in der Lage sind, ihren Geschäftsbetrieb auch auf Homeoffice umzustellen", malt Florian Stahl im Gespräch mit rosenheim24.de ein düsteres Bild.

Im Gespräch gibt er Tipps, wie Firmen den Umstieg auf Homeoffice bewältigen können. Den ganzen Artikel hier nachlesen.  

UPDATE, 15.3, 12.37 Uhr: Dritter Todesfall in Bayern

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Sonntag darüber informiert, dass ein weiterer Coronavirus-Todesfall in Bayern bestätigt worden sind. Ein Ministeriumssprecher sagte in München: "Bei einem Todesfall handelt es sich nach Angaben des Landratsamtes Neu-Ulm um einen über 80-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen." Der Mann ist in der Nacht zum Sonntag gestorben.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml rief am Sonntag die Bevölkerung erneut dazu auf, sich und andere vor Infektionen zu schützen. Huml betonte: „Alle Veranstaltungen, die nicht zwingend nötig sind, sollten abgesagt oder verschoben werden. Außerdem sollten alle private Kontakte so weit wie möglich eingeschränkt werden. Ferner sollte auf Reisen jeglicher Art verzichtet werden.“

UPDATE, 15.3, 12.09 Uhr: Corona-Virus fordert zweites Todesopfer in Bayern

In Bayern ist das zweite Todesopfer zu beklagen: Eine 86-jährige Bewohnerin eines Seniorenheims der Arbeiterwohlfahrt (AWO) ist am Corona-Virus gestorben. Dies bestätigte die AWO Schwaben der DPA. Das Gesundheitsamt Kempten habe das Heim darüber informiert, dass die Erkrankung und der Tod der Frau mit dem Virus in einem ursächlichen Zusammenhang stehe. 

Die Frau war am Freitag mit Atemnot in das Kemptener Klinikum eingeliefert worden. In dem Heim gebe es einen weiteren bestätigten Corona-Fall. Gegenwärtig wird untersucht, wie das Virus in das Heim gelangt sei.

Am Donnerstag starb in Würzburg ein Mann am Corona-Virus.

UPDATE, 15.3, 11.47 Uhr: Zug- und Busverkehr mit Tirol und Tschechien eingestellt

Wie die Deutsche Bahn bekanntgibt, werden die Verbindungen der Regio Bayern nach Tirol und Tschechien bis auf weiteres eingestellt. Was Tschechien anbelangt, so beginnen und enden die Züge in Schirnding.

Bezüglich der Verbindungen nach Tirol stellt sich die Lage wie folgt dar:

  • Die Züge der DB Regio AG in Richtung Seefeld in Tirol/Innsbruck Hbf enden in Mittenwald.
  • Die Züge der DB Regio AG aus Richtung Garmisch-Partenkirchen und in Richtung Reutte in Tirol enden in Griesen.
  • Die Züge der DB Regio AG aus Richtung Kempten (Allg) Hbf und in Richtung Reutte in Tirol enden in Pfronten-Steinach.

Die Deutsche Bahn wird informieren, sobald der grenzüberschreitende Verkehr wieder möglich ist.

UPDATE, 15.3, 11.31 Uhr: Österreich versetzt Milizeinheiten in Bereitschaft

In Österreich gibt es nun fast minütlich Neuerungen der Lage. So sollen jetzt die Milizeinheiten in Bereitschaft versetzt werden. 

Das Heer soll die Polizei unterstützen. Kurz: "Ich werde Verteidigungsministerin Claudia Tanner anweisen, einige Milizeinheiten in Bereitschaft zu versetzen."

UPDATE, 15.3, 11.15 Uhr: Krisen-Programme auch für Kultur- und Kreativwirtschaft

Die Kulturministerkonferenz unter Vorsitz von Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler hat beschlossen, sich dafür einzusetzen, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft bei Krisenprogrammen zu Corona einbezogen werden.

Die Ministerinnen und Minister sowie Senatorinnen und Senatoren für Kultur stellen fest, dass ohne sehr schnelle und unbürokratische staatliche Hilfen die Gefahr besteht, dass das für eine starke Demokratie unverzichtbare vielfältige kulturelle Leben in Deutschland nachhaltig Schaden erleidet.

UPDATE, 15.3., 10.58 Uhr: Lernangebot für zuhause startet

Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus und der Bayerische Rundfunk stellen in Partnerschaft unter dem Motto "Schule daheim" ein besonderes Angebot zum Lernen zuhause auf ARD-alpha, in der BR Mediathek und dem Infoportal "mebis" bereit.

Schülerinnen und Schüler können sich damit ab dem morgigen Montag, 16. März, dem Beginn der Schulschließungen, zuhause mit Unterrichtsmaterialien beschäftigen. Montags bis freitags zwischen 9 und 12 Uhr sendet der Bildungskanal ARD-alpha ausgesuchte Lernformate.

Mit der BR Mediathek kann unter www.br.de/mediathek zeitlich unabhängig gelernt werden. Ergänzt wird das Angebot durch das Infoportal www.mebis.bayern.de, auf dem auch der BR zahlreiche Programme bereitstellt.

UPDATE, 15.3, 10.47 Uhr: Österreich hebt Versammlungsfreiheit auf

In einer Rede im österreichischen Nationalrat hat Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) eine Reihe weiterer Maßnahmen angekündigt. So werden in der Alpenrepublik ab Dienstag alle Restaurants geschlossen, überdies sämtliche Spiel- und Sportplätze. Versammlungen werden auf unbestimmte Zeit gänzlich untersagt, wie der Kanzler weiters in einem Tweet ankündigt. 

Auch das Bundesheer wird herangezogen. Die Ausmusterung wird gestoppt. Die Miliz soll mobilisiert werden, ebenso die Zivildiener - letztere im Sanitäts- und Pflegebereich. 

UPDATE, 15.3, 10.04 Uhr: Ist das Oktoberfest in Gefahr? Das sagt Söder 

Ministerpräsident Söder sprach auf einer Pressekonferenz in Berlin auch über die Großveranstaltung im Oktober (hier den gesamten Artikel nachlesen). Ein Reporter fragte ihn, ob eine mögliche Absage derzeit in Frage kommen könnte.

Söder reagierte nicht sofort, hielt inne und musste kurz überlegen. „Das ist aber ein Spannungsbogen“ erwiderte er zunächst, bevor er weiter antwortete. Man könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht viel zur Wiesn 2020 sagen, so Söder. Man müsse da noch ein paar Wochen abwarten, „dann wollen wir eine Bestandsaufnahme machen“, sagte er. „Dann werden wir evaluieren.“

UPDATE, 15.3, 9.45 Uhr: Söder will stärkeren Einsatz der Bundeswehr 

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert einen verstärkten Einsatz der Bundeswehr in der Corona-Krise. Gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe erklärte er, er halte dies für „unabdingbar“. Die Bundeswehr müsse mit Pflegepersonal, Ärzten, Laboreinrichtungen und Kapazitäten in ihren Krankenhäusern mithelfen. 

Weiters sprach sich Söder für eine Steuersenkung aus. Diese hätten den Vorteil, sofort zu wirken. Konkret schlägt er etwa eine Halbierung der Stromsteuer vor. Überdies sei ein „Pharmagipfel“ das Gebot der Stunde. Es müsste sichergestellt werden, dass bestimmte Medikamente auch in Deutschland produziert würden. 

Nicht zuletzt brauche es eine „Notfallapotheke für Deutschland“: Wichtige Medikamente sollten für einen bestimmten Zeitraum eingelagert werden. Zudem sollten Produktionskapazitäten kurzfristig bereitgestellt werden.

UPDATE, 15.3, 8.34 Uhr: THW Rosenheim errichtet Zelt vor Klinikum Vogtareuth

Das THW Rosenheim hat zum besseren Schutz der Patienten in der Klinik Vogtareuth ein Empfangszelt vor dem Klinik-Gebäude errichtet. Ab Montag werden hier alle Besucher vor Betreten des Krankenhauses durchgecheckt.

THW Rosenheim baut Empfangszelt vor Klinikum Vogtareuth auf

 © THW Rosenheim via Facebook
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 © THW Rosenheim via Faceboo k
 © THW Rosenheim via Facebook
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UPDATE, 15.3, 7.54 Uhr: Spanien verhängt Ausgangssperre

Spanien hat jetzt nicht nur den Notstand ausgerufen, am Samstagabend wurde auch eine landesweite Ausgangssperre verhängt. Spanische  Bürger dürfen nur noch für die Arbeit oder um lebensnotwendige Besorgungen zu machen das Haus verlassen.

UPDATE, 15.3, 7.33 Uhr: Donald Trump negativ auf Corona getestet

Auch der us-amerikanische Präsident Donald Trump hat sich auf Corona testen lassen. Ergebnis negativ. Trunp hatte zuvor Kontakt zu einer Delegation aus Brasilien, von der zwei Mitglieder mit Corona infiziert waren.

UPDATE, 15.3, 7.11 Uhr: Jetzt 3.795 Corona-Fälle in Deutschland

In der Bundesrepublik gibt es inzwischen insgesamt 3.795 bestätigte Corona-Fälle. Am Freitag wurden noch 3.062 Fälle gezählt.

UPDATE, 20.11 Uhr: Frankreich kommt zum Stillstand

Shutdown in Frankreich: Das Land schließt nach Medienberichten alle Cafés, Bars, Restaurants und Kinos. Nur noch Supermärkte und Apotheken dürfen öffnen. Die Maßnahme gilt ab Mitternacht.

UPDATE, 18.41 Uhr: Einstellung des Fahrbetriebs am Königssee

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Aufgrund der aktuellen Situation stellt die Bayerische Seenschifffahrt den Fahrbetrieb auf dem Königssee mit sofortiger Wirkung, also ab Sonntag, den 15. März bis auf Weiteres ein.

Sobald sich Neuerungen ergeben, werden wir selbstverständlich darüber informieren. Zu Ihrer Information: Auf den anderen drei Seen (Ammersee, Starnberger See, Tegernsee) hat der Linienbetrieb ohnehin noch nicht begonnen.

Die Mitarbeiter am Königssee werden jetzt noch Überstunden abbauen bzw. in der Werft an den Booten arbeiten. Auch an den anderen Betriebsteilen laufen die Arbeiten in den Werften derzeit ganz normal weiter.

Über die Dauer der Schließung bzw. den Termin für den Saisonstart kann aktuell keine Aussage getroffen werden, hier muss man einfach die weitere Entwicklung abwarten.

Pressemitteilung Bayerische Seenschifffahrt GmbH

UPDATE, 17.14 Uhr: Predigtstuhlbahn schließt ab 16. März vorerst

Die Pressemitteilung im Wortlaut 

Die Gesundheit geht vor! Aufgrund der aktuellen Entwicklungen und um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, haben wir uns dazu entschlossen, den Fahrbetrieb der Predigtstuhlbahn ab Montag, den 16. März 2020 einzustellen und unsere Gastronomie vorübergehend ebenfalls zu schließen. 

Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber wir übernehmen damit Verantwortung für unsere Gäste, unsere Mitarbeiter und die Bevölkerung des Berchtesgadener Landes. Wir bitten um Verständnis, dass alle auf dem Predigtstuhl geplanten Veranstaltungen und Reservierungen bis auf Weiteres abgesagt und storniert sind. Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund. 

Wir freuen uns, Sie wieder bei uns begrüßen zu dürfen, wenn sich die Lage beruhigt hat.

Pressemitteilung Predigtstuhlbahn GmbH & Co. KG

UPDATE, 16.31 Uhr: Theo Zellner erklärt Krisenfall im BRK:

Die Pressemitteilung im Wortlaut 

Als Teil der kritischen Infrastruktur im Freistaat Bayern ergreift das Bayerische Rote Kreuz seit Wochen Maßnahmen um Dienste und Leistungen des Roten Kreuzes aufrechtzuerhalten.

Die Entwicklungen rund um das Coronavirus lassen darauf schließen, dass in den nächsten Wochen und Monaten effiziente und pragmatische Entscheidungen notwendig sein werden. Der Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes, Theo Zellner, hat daher am Samstag, den 14. März 2020, um 16:00 Uhr, den Krisenfall im Bayerischen Roten Kreuzes erklärt.

„Diese gesamtgesellschaftliche Herausforderung fordert uns. Zweifelsohne werden besondere Maßnahmen erforderlich werden.“, so Theo Zellner. „Wir alle werden zusammenrücken und den Blick mehr aufeinander richten müssen.“

Das notwendige Krisenmanagement wird geleitet von Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk. Er bedient sich eines Einsatzstabes, der nach den Regeln des Deutschen Roten Kreuzes tätig ist. Die Verbandsgliederungen sind zur gegenseitigen Hilfe verpflichtet. Dies kann im Bedarfsfall auch durch Weisungen unterstützt werden.

Aufgrund der flächendeckenden Präsenz und ganz besonders der engagierten und kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Haupt- und Ehrenamt trägt das BRK zur Aufrechterhaltung des sozialen Lebens und der gesundheitlichen Versorgung auch im Krisenfall bei.

Pressemitteilung Bayerisches Rotes Kreuz

UPDATE, 16 Uhr: Alpen-Plus-Gebiete stellen ab 16. März den Betrieb ein

Aufgrund der aktuellen Situation zu COVID-19 und auf Empfehlung der zuständigen Behörden stellen die Alpen Plus Gebiete Brauneck, Wallberg, Spitzingsee und Sudelfeld den Betrieb aller Bahnen und Lifte als Vorsichtsmaßnahme ab Montag 16. März 2020 vollständig ein. 

Am Sonntag, 15.03.2020 ist somit der letzte Skitag der Saison. „Auch wenn wir bedauern, die Saison vorzeitig beenden zu müssen, sehen wir unsere Entscheidung als notwendige Vorsichtsmaßnahme zur Eindämmung und Bekämpfung des Coronavirus“ erklärt Peter Lorenz, Sprecher der Alpen Plus Partnergebiete. Normalerweise sollte die Wallbergbahn bereits zu Ostern wieder den Betrieb aufnehmen. 

Für die Brauneck Bergbahn in Lenggries und die Taubensteinbahn am Spitzingsee war der Start in die Sommersaison für Mai geplant. Wann der Betrieb tatsächlich wieder aufgenommen werden kann, steht zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht fest. „Wir stehen weiterhin in engem Kontakt mit den zuständigen Behörden und informieren unsere Gäste über die aktuelle Entwicklung auf alpenplus.com und den jeweiligen Bergbahnseiten,“ so Peter Lorenz.

Pressemitteilung Alpen Plus

UPDATE, 15.29 Uhr - 681 Fälle in Bayern

In Bayern ist die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus auf 681 Menschen gestiegen (Stand 13.00 Uhr). Dies seien 123 Fälle mehr als am Vortag, teilte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit.

UPDATE, 15 Uhr - Ärzte am Limit: Virus als Stresstest für Italiens Kliniken 

Italien ist hinter China das am zweitstärksten vom Coronavirus betroffene Land. Der Zivilschutz in Rom sprach am Freitag von 250 weiteren Todesfällen, die innerhalb eines Tages gemeldet wurden. Somit ergibt sich für den Mittelmeer-Staat eine Gesamtzahl von 1266 Toten in Verbindung mit der Lungenkrankheit Covid-19, berichtet unser Partnerportal merkur.de.

Aktuell soll es weit über 17.000 infizierte Personen geben. Von Donnerstag auf Freitag stiegen die Fälle rapide um über 2.500 an. 

In den Krankenhäusern kämpfen Ärzte und Pfleger Tag und Nacht gegen die Corona-Epidemie. In diesem Kontext hat das Spiegelmagazin einen erschreckenden Instagram-Post veröffentlicht. Dort sprechen Ärzte über die beunruhigenden Situationen in italienischen Krankenhäusern. 

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In italienischen Krankenhäusern kämpfen Ärztinnen und Mediziner, Pfleger und Helfer rund um die Uhr gegen die Corona-Epidemie. "Viele Menschen, die wir hier behandeln, brauchen Sauerstoff und Beatmungsgeräte, ich weiß nicht, wie lange wir noch mit allen wichtigen medizinischen Gütern beliefert werden. Ich selbst habe keine Angst vor dem Virus, aber wir müssen zusehen, dass der Betrieb aufrechterhalten werden kann und sich unsere etwa 20 Ärzte und 60 Krankenpfleger nicht anstecken. Wir schützen uns mit Masken, so gut es geht. Aber es gibt auch gute Nachrichten: Einige Patienten sind mittlerweile genesen. Selbst schwerste Krankheitsverläufe können geheilt werden, das sieht man am Beispiel des sogenannten Patienten Nummer eins. Auch er war hier bei uns in Pavia auf der Intensivstation," sagt ein Arzt. Ein anderer berichtet folgendes: "Jedes Mal, wenn ein Patient an dem Virus stirbt, kommt ein Gefühl des Verlorenseins in mir hoch. Viele, viele Menschen sind hier schon daran gestorben. Das schmerzt mich sehr. Aber wir dürfen uns mit den negativen Erlebnissen nicht aufhalten, sie rauben uns sonst die Kraft, um den anderen Patienten zu helfen. Um weiterzumachen. Und immer wieder gibt es diese kleinen schönen Momente: Neulich kam ein Pizzabote auf unsere Station und hatte Pizza für alle dabei! Ich bin mir ganz sicher: Am Ende werden wir gegen das Virus gewinnen." Alle fünf Protokolle gibt es auf spiegel.de (€) #corona #coronavirus #flattenthecurve #italien #medizin

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UPDATE, 14.24 Uhr - Coronakrise betrifft auch Rosenheimer Tierheim

Die Coronakrise macht auch vor dem Rosenheimer Tierheim nicht halt. Angesichts der sich zuspitzenden Lage haben Mitarbeiter und Vorstand gemeinsam beschlossen, die Vermittlung der Heimtiere bis auf Weiteres auszusetzen. Dementsprechend wurden die Vermittlungszeiten vorerst gestrichen.

Ebenso gibt es neue Regeln im Zusammenhang mit dem "Gassigehen":

UPDATE, 13.32 Uhr - Tirol mit drastischen Maßnahmen

Im Kampf gegen die Ausbreitung der neuartigen Coronavirus erlassen immer mehr Länder Einreisebeschränkungen. Gleichzeitig stuft das Robert Koch-Institut weitere Regionen als Risikogebiete ein. Zum Stand der Dinge am Sonntag:

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die internationalen Coronavirus-Risikogebiete ausgeweitet: Seit Freitagabend gelten auch das Bundesland Tirol in Österreich und die spanische Hauptstadt Madrid offiziell als Gebiete, in denen eine fortgesetzte Virus-Übertragung von Mensch zu Mensch vermutet werden kann. Derzeit gilt dies außerdem für Italien und Iran sowie die französische Region Grand Est (Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne) und Provinzen in China und Südkorea.

"Für Tirol steht die Gesundheit unserer Gäste, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Tiroler Bevölkerung an erster Stelle. Die nächsten Wochen werden herausfordernd: Es ist unsere Aufgabe, dass wir uns auf alle Szenarien einstellen und die Sicherheit und gesundheitliche Versorgung für alle, die sich in unserem Land befinden, sicherstellen", beginnt Landeshauptmann Günther Platter sein Statement an die Region:

Mehrere Länder haben am Wochenende Einreisebeschränkungen wegen des Coronavirus verhängt. So schloss Dänemark am Samstag die Grenzen bis zum 13. April. Ausländer dürfen nur bei besonderen Gründen ins Land. Einen ähnlichen Einreisestopp verhängten Polen und Tschechien. Einreisen in die Türkei sind nun ebenfalls für Bewohner mehrerer europäischer Länder verboten.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sprach sich für ein abgestimmtes Vorgehen bei Grenzkontrollen in Europa aus. "Der Schutz unserer Bevölkerung erfordert auch Maßnahmen, um das Infektionsrisiko in Folge des globalen Reiseverkehrs einzudämmen", sagte er am Samstag. 

Die Staaten Europas könnten hier nur erfolgreich sein, wenn sie in Abstimmung miteinander agierten. "Es hilft in unserem gemeinsamen Schengenraum niemandem, wenn die Menschen nach Paris fliegen, weil in München stärker kontrolliert wird", betonte der Minister.

UPDATE, 12.35 Uhr - BMG warnt vor Fake-News

Vor allem in den sozialen Medien kursieren aktuelle wilde Gerüchte rund um das Coronavirus, auch um weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens. 

Das Bundesministerium für Gesundheit stellt klar: .„Es wird behauptet und rasch verbreitet, das Bundesministerium für Gesundheit oder die Bundesregierung würde bald massive weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens ankündigen. Das stimmt NICHT!“ 

„Diese und ähnliche Falschinformationen verunsichern gerade viele Bürgerinnen und Bürger. Bitte helfen Sie mit, ihre Verbreitung zu stoppen und sie richtig zu stellen. Lassen Sie uns gerade jetzt besonnen bleiben und einander auch unter Stress vertrauen", heißt es weiter. 

UPDATE, 12.05 Uhr - Bayerns Spielbanken schließen wegen Coronavirus

Die Spielbanken im Freistaat stellen vorübergehend den Betrieb ein, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die neun staatlichen Spielbanken sollen von sofort an bis einschließlich 19. April geschlossen bleiben, wie Lotto Bayern am Samstag mitteilte. "Oberste Priorität hat die Gesundheit unserer Gäste sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", hieß es. 

Betroffen sind von der Maßnahme die Spielbanken in Garmisch-Partenkirchen, Bad Wiessee, Bad Kissingen, Bad Reichenhall, Bad Steben, Feuchtwangen, Lindau, Bad Füssing und Bad Kötzting.

UPDATE, 11.28 Uhr - Erste Stadt verbietet Prostitution

Stuttgart untersagte am Freitagvormittag wegen der Corona-Infektionen und zum Schutz der Bevölkerung mit sofortiger Wirkung Veranstaltungen in Kultur, Sport und Freizeit sowie den Betrieb von Clubs, Tanzlokalen und Bars. 

Des Weiteren ist käuflicher Sex ab sofort in der Stadt Stuttgart verboten. Die städtische Verfügung gilt laut bild.de für rund 140 Bordelle, Laufhäuser und Termin-Wohnungen in der Stadt.  Betroffen seien etwa 4.000 Prostituierte. 

UPDATE, 10.47 Uhr - Rückkehrer sollen auch ohne Symptome zuhause bleiben

Das Bundesgesundheitsministerium hat wegen der Corona-Epidemie alle kürzlich aus Italien, Österreich oder der Schweiz Zurückgekehrten aufgefordert, sich selbst in Quarantäne zu begeben. 

"Wenn Sie innerhalb der letzten 14 Tage in Italien, in der Schweiz oder in Österreich waren: Vermeiden Sie unnötige Kontakte und bleiben Sie zwei Wochen zu Hause", schrieben Minister Jens Spahn und seine Ministerium am Freitagabend jeweils im Kurznachrichtendienst Twitter. Dies gelte "unabhängig davon, ob Sie Symptome haben oder nicht".

Bisher war dies überwiegend nur für Menschen empfohlen worden, die Symptome einer Covid-19-Erkrankung wie etwa Fieber zeigen. Vor allem in Italien und der Schweiz breitet sich die Krankheit stark aus, in Österreich ist besonders das Bundesland Tirol betroffen.

UPDATE, 10.18 Uhr - Allgemeinverfügungen treten in Kraft 

In Bayern sind am Samstag neue Allgemeinverfügungen im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus in Kraft getreten. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Vormittag hingewiesen. So gilt ab sofort eine Einschränkung der Besuchsrechte für Krankenhäuser, Pflege- und Behinderteneinrichtungen. 

Jeder Patient oder Betreute darf jetzt nur noch einen Besucher pro Tag für je eine Stunde empfangen. Ausnahmen sind möglich, etwa beim Besuch von Kindern, im Notfall oder in der Versorgung von Sterbenden. Ferner dürfen Personen, die in einem Risikogebiet waren, innerhalb eines Zeitraums von 14 Tagen nach Verlassen dieses Gebiets diese Einrichtungen nicht betreten. Am Freitagabend waren vom Robert Koch-Institut auch das österreichische Bundesland Tirol und Madrid in Spanien als Coronavirus-Risikogebiete eingestuft worden.

Die Ministerin betonte: "Es ist sehr wichtig, dass der Schutz von älteren Menschen in Pflegeeinrichtungen verstärkt wird. Dies gilt auch für Krankenhäuser, in denen ebenfalls besonderes schutzbedürftige Menschen sind."

Eine weitere Allgemeinverfügung regelt die am Freitag beschlossene bayernweite Schließung von Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und Heilpädagogischen Tagesstätten ab dem kommenden Montag bis einschließlich 19. April. 

Huml unterstrich: "An diesem Schritt führt im Kampf gegen weitere Infektionen kein Weg mehr vorbei. Klar ist auch: Die Folgen von so einschneidenden Maßnahmen müssen gut überlegt werden. Und genau das haben wir getan. Deshalb wird es eine Notfallbetreuung für bestimmte Personengruppen geben - etwa für die Kinder von Pflegekräften."

UPDATE, 9.56 Uhr - Vorerst keine Gastroschließungen in Bayern

Von wegen Frühling im Freistaat: Landesweit sorgt die Epidemie für immer größere Einschränkungen. Die Staatsregierung will damit Zeit gewinnen und eine Bevölkerungsgruppe (ältere Menschen) ganz besonders schützen.

Das Coronavirus bremst Bayern immer weiter aus. Ab Montag bleiben für die kommenden fünf Wochen landesweit alle Schulen, Kindertagesstätten und Krippen geschlossen - am 6. April gehen in Bayern die Osterferien los. Die Staatsregierung verhängte am Freitag zudem weitreichende Auflagen für den Besuch von Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen. 

Am Sonntag soll die Kommunalwahl aber trotz der steigenden Infektionszahlen stattfinden. Flächendeckende Schließungen von Gaststätten, Bars und Restaurants wie in anderen Ländern sind bisher nicht geplant. Die Meldung einer Münchener Zeitung, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) habe mit den Münchener Wirten vereinbart, die Gastronomien für zwei Wochen zu schließen, entpuppte sich als Ente. 

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erklärte dazu: "Es kann passieren, dass Gasstätten nicht öffnen, aber nur deswegen, weil sie keine Kundschaft mehr haben". Hier müssten Lösungen gefunden werden.

Einige Bars und Diskotheken in unserer Region entschieden sich trotzdem für eine Schließung, obwohl es keine offizielle Verordnung gibt. So bleiben zum Beispiel bei der Lausa Bar in Rosenheim, beim Uschihaus in Tüßling oder beim Sinners Club in Mühldorf die Türen vorerst geschlossen. Entgegen erster Informationen hat die Seidls Bar in Rosenheim geöffnet. 

Auch der berühmte P1 Club in München hat sich dazu entschlossen, zumindest  dieses Wochenende nicht zu öffnen. 

"Da es keine Medikamente gibt, sind wir darauf angewiesen, andere Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbreitung zu verlangsamen", sagte Söder noch am Freitag in München. 

UPDATE, 9.03 Uhr - Therme Erding ab sofort geschlossen

Paukenschlag in der Corona-Krise: Die Therme Erding ist ab sofort - also bereits ab Samstag (14. März) - komplett geschlossen. Das verkündet das Unternehmen auf seiner Homepage.

Wir unser Partnerportal merkur.de meldet, hat das Erdinger Landratsamt die Verfügung zur Schließung erlassen. Dem Vernehmen nach hätten sich Kreisverwaltung und Landesamt für Gesundheit intensiv abgestimmt. Der weltgrößten Wellnessanlage wäre der Bescheid noch in der Nacht gemailt worden.

UPDATE, 8.45 Uhr - Was die Rosenheimer wissen wollen

Im Rosenheimer Gesundheitsamt gibt es ein Bürgertelefon. Dieses ist von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr sowie am Samstag von 8 bis 12 Uhr unter der Nummer: 08031/392-5555 erreichbar. Die Pressestelle des Landratsamtes hat uns die am häufigsten Fragen, die von Bürgern auf der angebotenen Hotline gestellt wurden, zusammengestellt - und deren Antworten.

Update, 8.30 Uhr - Tirol und Madrid zu Risikogebieten erklärt

Das Robert Koch-Institut hat wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus jetzt auch das österreichische Bundesland Tirol zum Risikogebiet erklärt. Ebenfalls zum Risikogebiet ernannt wurde die spanische Metropolregion Madrid. Das RKI ergänzte seine Liste der internationalen Risikogebiete, auf der bereits Italien, der Iran, die Provinz Hubei in China, die Provinz Nord-Gyeongsang in Südkorea und die Region Grand Est in Frankreich standen, am Freitagabend um Madrid und Tirol.Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) empfahl allen Reisenden, die in den vergangenen zwei Wochen in Italien, in Österreich oder in der Schweiz waren, zwei Wochen zu Hause zu bleiben.

UPDATE, 7.55 Uhr - Achter Todesfall in Deutschland

Mit einem weiteren gestorbenen Mann in Baden-Württemberg sind bislang acht Tote in Zusammenhang mit dem Coronavirus in Deutschland bekannt. Es handelt sich laut Landkreis Göppingen um einen 1935 geborenen Mann aus dem Kreis, der am Donnerstag positiv auf das Virus getestet worden war. 

Neben den drei Männern in Baden-Württemberg gibt es vier Tote in Nordrhein-Westfalen und einen in Bayern. Die Todesopfer in Deutschland waren zwischen 67 bis 89 Jahre alt. Zudem starb ein 60-jähriger Deutscher in Ägypten.

UPDATE, 7.40 Uhr - Wahllokale in Neuötting in Zelt verlegt

Aufgrund der aktuellen Situation wegen des Coronavirus werden bei der Kommunalwahl am Sonntag zwei Wahllokale in den Außenbereich in ein Zelt verlegt. Dies betrifft zum einen Stimmbezirk 2 (Wahllokal: BRK-Altenheim, Altöttinger Str. 16). Das Zelt steht dort im Innenhof. Der Durchgang dorthin befindet sich direkt links vom Eingang zur BRK-Tagespflege, an der Altöttinger Straße. Des weiteren ist Stimmbezirk 6 (Wahllokal: Innpark-Seniorenzentrum, Berliner Str. 24) betroffen. Das Zelt steht dort links vom Haupteingang. Der Abstimmungsraum wird in beiden Fällen deutlich durch Hinweisschilder gekennzeichnet.

Die am Wahlabend im Blauen Saal des Rathauses geplante Präsentation der vorläufigen Wahlergebnisse wird nicht stattfinden. Dort wird ein Auszählungsraum zusätzlich eingerichtet. Die aktuellsten Ergebnisse können aber über das Internet auf der städtischen Homepage www.neuoetting.de abgerufen werden. Über die Startseite gelangt man zu den entsprechenden Links.

Pressemitteilung Stadt Neuötting

UPDATE, 7.30 Uhr - Kliniken Südostbayern AG führen Zugangskontrollen ein

Vor dem Hintergrund der erhöhten Gefahr einer Weiterverbreitung des Corona-Virus durch nicht vertretbaren Publikumsverkehr, bittet die Kliniken Südostbayern AG für alle Standorte eindringlich darum, Besuche auf ein Minimum zu reduzieren bzw. ganz davon abzusehen.

Ab Montag den 16. März werden die Zugänge für sämtliche Patienten und Besucher an allen Häusern der Kliniken Südostbayern AG gebündelt und sind nur noch über die ausgeschilderte Zugangskontrolle möglich.

  • Klinikum Traunstein: Zentrale Notaufnahme 
  • Kreisklinik Trostberg: Notaufnahme 
  • Kreisklinik Bad Reichenhall: Nebeneingang Riedelstraße 
  • Kreisklinik Berchtesgaden: Haupteingang 
  • Kreisklinik Freilassing: Eingang Nothilfe 
  • Kreisklinik Ruhpolding: Liegendanfahrt

Pressemeldung Kliniken Südostbayern AG

Vorbericht

Am Freitag, 13. März, hatte sich die Situation in der Region weiter verschärft. Aus dem Landkreis Rosenheim war erneut vier neue Infizierte gemeldet worden. Außerdem verstarb in Deutschland eine weitere Person am Coronavirus.

Außerdem hat am Freitag Markus Söder ein Maßnahmenpaket für Bayern vorgestellt. Die wichtigsten Entscheidungen darin: Ab Montag sind in Bayern alle Schulen und Kitas geschlossen. Außerdem hat der Ministerpräsident ein Besuchsverbot für Pflege und Altenheime erlassen.

mh/mz

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