Coronavirus-Newsticker: Mindestens 1067 Bayern infiziert

Corona-Pandemie: Wohl EU-Außengrenzen ab Dienstag geschlossen - Tests für Impfstoff in USA gestartet

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Wegen der Coronakrise kontrolliert Deutschland an den Übergängen zu Österreich, Frankreich, Luxemburg und Dänemark sowie zur Schweiz nun wieder die Grenzen. Damit soll eine rasante Ausbreitung des Virus verhindert und die Zahl der Infizierten und Toten kleingehalten werden. Das Foto wurde bei Freilassing aufgenommen.

Landkreis/München - Die Situation um die Coronakrise in Bayern und der Region spitzt sich immer weiter zu. Seit Montag, 8 Uhr, sind die Deutschen Grenzen zu Frankreich, Österreich und der Schweiz geschlossen. Ab Mittwoch wird das öffentliche Leben in Bayern nochmals massiv eingeschränkt. Alle aktuellen Entwicklungen erfahren Sie in unserem News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 21, Landkreis Traunstein 10, Landkreis Berchtesgadener Land 9
  • Bayern schließt alle Schulen und Kitas ab Montag (16. März) bis Ende der Osterferien
  • Bayern ruft Katastrophenfall ab sofort aus für 14 Tage
  • 13 Todesopfer in Deutschland (Fünf in Bayern)
  • Deutschland schließt zahlreiche Grenzen zu benachbarten Ländern
  • Öffentliches Leben in Bayern ab Dienstag massiv eingeschränkt

SERVICE:


Update, 21.47 Uhr: Klinischer Test für Coronavirus-Impfstoff in den USA gestartet

In den USA hat erstmals ein Freiwilliger testweise einen möglichen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus injiziert bekommen. Das sei Teil der ersten Phase des klinischen Tests des Impfstoffs an einem Forschungsinstitut in der nordwestlichen Metropole Seattle, teilten die zum US-Gesundheitsministerium gehörenden National Institutes of Health (NIH) am Montag mit. 

45 gesunde freiwillige Teilnehmer zwischen 18 und 55 sollen in den kommenden Wochen an dem Test in dem Forschungsinstitut teilnehmen.

Der Impfstoff namens "mRNA-1273" wird gemeinsam mit der privaten Biotechnologie-Firma Moderna entwickelt. Die erste Testphase habe in "Rekordzeit" gestartet werden können, sagte Anthony Fauci, Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten. 

Der gesamte Prozess der Entwicklung eines Impfstoffes wird Fauci zufolge trotzdem voraussichtlich mindestens ein bis anderthalb Jahre dauern. Etliche Labors weltweit forschen derzeit an Impfstoffen gegen Covid-19.

Update, 21.12 Uhr: Macron kündigt Einreisebeschränkung für EU ab Dienstag an

Im Kampf gegen die Coronakrise sollen die EU-Außengrenzen Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zufolge ab Dienstagmittag geschlossen werden. 

Es handle sich um eine gemeinsame Entscheidung, die am Montagmorgen von den Europäern getroffen wurde, sagte Macron am Abend in einer TV-Ansprache. Konkret würden alle Reisen zwischen außereuropäischen Ländern und EU-Ländern für 30 Tage ausgesetzt. 

Die Franzosen, die sich derzeit im Ausland befinden und zurückkehren wollen, könnten natürlich in ihr Land zurückkehren.

Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte am Nachmittag einen solchen Vorschlag unterbreitet und weitreichende Einreisebeschränkungen in die Europäische Union für zunächst 30 Tage vorgeschlagen. Am Dienstag soll der weitgehende Einreisestopp von den 27 Staats- und Regierungschefs bei einer Videokonferenz beschlossen werden.

Ausnahmen solle es unter anderem für Nicht-EU-Bürger mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung, Angehörige von EU-Bürgern, Diplomaten, Ärzte, Krankenpfleger, Forscher und Experten geben. Auch Menschen, die wichtige Güter transportieren, und Pendler in Grenzregionen mit Arbeit in der EU würden dem Vorschlag von der Leyens zufolge ausgenommen.

Update, 20.23 Uhr: Einzelhandel in Rosenheimer Innenstadt bietet Lieferdienst an

Nach der Ankündigung vom Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder ist der Einzelhandel ab 18. März geschlossen. Ausnahme alltägliche Versorgung: Lebensmittel, Getränkemärkte, Apotheken, Banken, Drogerie, Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräteakustiker, Post, Tankstellen und Baumärkte, deren mögliche Öffnungszeit wurde MO bis SA bis 22 Uhr und SO von 12 bis 18 Uhr verlängert. 

Dies bedeutet jedoch nicht automatisch, dass diese Betriebe die verlängerten Öffnungszeiten nutzen. Wenn darüber hinaus Waren benötigt werden, bieten einige Rosenheimer Geschäfte Lieferdienste an. Die Details zu Bestellmöglichkeiten und Lieferbedingungen, sind auf den jeweiligen Websiten angeführt, bzw. soll gegebenenfalls per Mail mit den Betrieben Kontakt aufgenommen werden, wenn nicht anders angeführt.

Die Liste der beteiligten Einzelhändler finden Sie hier

Update, 18.53 Uhr: Weiterer Todesfall in Bayern - wieder in Würzburger Pfelgeheim

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Montag über einen weiteren bestätigten Coronavirus-Todesfall informiert. Ein Ministeriumssprecher sagte in München: "Bei diesem Todesfall handelt es sich nach Angaben des Landratsamts Würzburg um einen über 90-jährigen Patienten aus Würzburg." Damit gibt es in Bayern seit vergangenem Donnerstag insgesamt fünf Coronavirus-Todesfälle.

Der Verstorbene war Bewohner des gleichen Pflegeheims, aus dem bereits zwei andere Coronavirus-Todesfälle in Bayern stammten. Wie viele Personen in diesem Heim noch an COVID-19 erkrankt sind, ist nicht bekannt. 

Damit sind fünf Menschen in Bayern nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Mindestens 1067 Menschen wurden bislang positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Darin eingerechnet sind die ersten 14 Infizierten, die allesamt mit dem Autozulieferer Webasto aus Gauting-Stockdorf in der Nähe Münchens in Zusammenhang standen. Mit eingerechnet sind zudem drei Bayern, die außerhalb des Freistaats positiv getestet wurden.

Update, 18.46 Uhr: WHO mit einfacher Botschaft: "Testen, testen, testen"

Im Kampf gegen das Coronavirus müssen die Staaten nach Überzeugung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Zahl der Tests deutlich erhöhen. "Wir haben eine einfache Botschaft: Testen, testen, testen", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf. "Man kann ein Feuer nicht mit verbundenen Augen bekämpfen."

Es sei gut, dass in vielen Ländern inzwischen viel mehr Maßnahmen ergriffen worden seien, die soziale Distanz der Menschen untereinander zu erhöhen, sagte der WHO-Chef weiter. Um die Verbreitung des Coronavirus wirksam einzudämmen, sei es aber nötig, auch viel mehr zu testen und anschließend Infizierte und Kontaktpersonen wirksam zu isolieren. Erkrankte seien nach Abklingen der Symptome noch rund zwei Wochen infektiös.

Die WHO habe deshalb in letzter Zeit insgesamt 1,5 Millionen Tests an 120 Länder geschickt. Es sei auch wichtig, dass alle Betreuungspersonen gerade in häuslicher Umgebung die Vorsichtsmaßnahmen strikt beachteten. Dazu gehöre Händewaschen. Der WHO-Chef zeigte sich besorgt, was passieren könne, wenn weniger entwickelte Länder von der Pandemie mit voller Wucht erfasst würden.

Um das Coronavirus einzudämmen, sollen die Deutschen auch keine Urlaubsreisen ins In- und Ausland mehr unternehmen. Kanzlerin Angela Merkel kündigte am Montagabend in Berlin an, es solle keine Übernachtungsmöglichkeiten mehr für Touristen geben. "Das beinhaltet und bringt mit sich auch, dass es keine Urlaubsreise ins In- und auch keine ins Ausland geben soll."

Die Maßnahme ist nur ein Teil eines großen Maßnahmenkataloges, um soziale Kontakte erheblich einzuschränken. Vorgesehen ist, eine Vielzahl von Geschäften zu schließen. Gottesdienste sowie Treffen in Vereinen sollen verboten und Spielplätze gesperrt werden. Supermärkte und andere Läden, die zur Versorgung der Menschen dienen, sollen allerdings offen bleiben.

Merkel appellierte an die Bürger, sich an die Auflagen und Regeln zu halten - desto besser könne es gelingen, die Ausbreitung des Virus zu bremsen. "Das sind Maßnahmen, die es so in unserem Lande noch nicht gegeben hat", sagte sie nach der Sitzung mehrerer Gremien, die sich mit der Ausbreitung der Corona-Pandemie befasst hatten.

Die Umsetzung der nun beschlossenen Maßnahmen obliege den Ländern und Kommunen. "Natürlich wird es Kontrollen geben", betonte die Kanzlerin. Sie hoffe, "dass es ein gewisses Einsehen der Menschen gibt." Es sei beispielsweise sinnlos, eine Schule zu schließen, wenn sich die gleichen Schüler dann woanders träfen.

Das wirtschaftliche Leben, die Energieversorgung und die medizinische Versorgung sollten aufrecht erhalten werden, sagte Merkel. Es gehe aber darum, das Gesundheitssystem nicht zu überfordern.

Update, 17.55 Uhr: Stadt Rosenheim 

Die Bayerische Staatsregierung unter Ministerpräsident Dr. Markus Söder hat am 16. März aufgrund der Corona-Pandemie den Katastrophenfall für ganz Bayern ausgerufen. 

Damit ist zur Bekämpfung der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus eine klare Steuerung mit zentralen Eingriffs- und Durchgriffsmöglichkeiten möglich. Um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, wurde eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. 

Für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Rosenheim ergeben sich folgende Auswirkungen:

  • Kultur- und Kongresszentrum (KU’KO), Ausstellungszentrum Lokschuppen sowie Touristinfo mit Stadtführungen ab 17. März bis 19. April 2020 geschlossen bzw. eingestellt. 
  • Sämtliche städtische Sporthallen und Freisportanlagen, beide Lehrschwimmbecken, Skate- und Streetball-Anlagen, Fitness-Parcours, Bolzplätze sowie Schulgebäude werden für außerschulische Nutzung jeder Art geschlossen. Das gilt analog auch für den Betrieb vereinseigener Sportstätten. Auch die Stadtbibliothek, die Musikschule und die Volkshochschule schließen ab morgen ihre Pforten. 
  • Das Städtische Museum, das Holztechnische Museum sowie die Städtische Galerie sind ebenfalls geschlossen. Auch die Bürgerhäuser und die Jugendtreffs sind bis auf weiteres nicht geöffnet. 
  • Der Parteiverkehr der Stadtverwaltung wird stark eingeschränkt. Die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger werden nach Möglichkeit telefonisch, per Mail oder schriftlich bearbeitet. Wenn eine persönliche Vorsprache unumgänglich ist, muss vorher telefonisch ein Termin vereinbart werden. 
  • Alle 46 öffentlichen Kinderspielplätze im Stadtgebiet sind bis zum 19. April 2020 geschlossen. Für nicht umfriedete Spielplätze bittet die Stadt die Eltern, sich im Sinne der angeordneten Eindämmungsmaßnahmen der Corona-Pandemie an das Verbot zu halten. 
  • Bei den Stadtwerken Rosenheim bleibt ab morgen, 17. März 2020 das Kundenzentrum für den Parteiverkehr geschlossen, ist aber telefonisch und via Internet erreichbar. 
  • Das Hallenbad ist ebenfalls geschlossen, sowohl für den öffentlichen Badebetrieb, als auch für die Nutzung durch Vereine. Auch die Kantine der Stadtwerke schließt für externe Gäste.

Update, 16.55 Uhr: Zahl der Infizierten im Raum Rosenheim steigt auf 21

Wie soeben das Landratsamt Rosenheim vermeldet, ist die Zahl der im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim positiv auf den neuartigen Corona-Virus getesteten Personen um weitere vier Infizierte gestiegen.

Insgesamt wurden somit im Raum Rosenheim 21 Personen positiv auf COVID-19 getestet. 

Update, 16.48 Uhr: Grenzkontrollen: "wie ein Verbrecher“

Das grenzenlose Europa - es ist in Quarantäne geschickt worden. Die Entscheidung fiel den politisch Verantwortlichen nicht leicht. Viele Menschen zeigen am ersten Tag Verständnis für die neuen harten Regeln, die jetzt wegen der rasanten Verbreitung des neuartigen Coronavirus auch in Deutschland vorübergehend an den Grenzen zu fünf Nachbarländern gelten. 

Intensive Grenzkontrollen der Bundespolizei bei Freilassing

 © FDL/Lamminger
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Dennoch, die Verunsicherung ist groß. Auch weil niemand vorhersagen kann, wie lange das strenge Grenzregime nötig sein wird.

Punkt 8 Uhr wurden am Montagmorgen auch an den Grenzübergängen Walserberg Autobahn und Bundesstraße, sowie Saalbrücke zwischen Salzburg und Bayern die Grenzkontrollen gestartet. Bereits kurz nach Inkraftsetzung der Kontrollen begannen die ersten Diskussionen mit Autofahrern. 

An der Saalbrücke mussten schon in der ersten Stunde rund zehn Autos umdrehen, hauptsächlich Österreicher. Über die Personalstärke wollte der Sprecher der zuständigen Bundespolizei-Inspektion Freilassing keine Auskunft geben, unseren Recherchen zufolge dürften es am Morgen alleine am Walserberg an die 80 Beamte gewesen sein.

In einer Pressemitteilung des Bundesinnenministers heißt es wörtlich „Reisende ohne triftigen Grund dürfen an den Grenzen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark nicht mehr ein- oder ausreisen“. Tatsächlich wurde am Walserberg und an der Saalbrücke nur die Einreise kontrolliert.

Viele Österreicher hatten schon Papiere oder Mails ihrer deutschen Arbeitgeber bei der Hand, sie gelten als Berufspendler und durften damit einreisen.

Andere wiederum mussten noch auf der Brücke umdrehen, diese Zurückweisungen erfolgten aus den unterschiedlichsten Gründen, „komme zum Einkaufen nach Freilassing“ war definitiv kein Argument, den die Bundespolizisten als wichtigen Reisegrund gelten ließen. 

Ein Pensionist wollte mit einem Ersatzteil zu einer Freilassinger Werkstatt fahren, „ich habe einen Termin, aber sie haben gesagt das zählt nicht, da wird man behandelt wie ein Verbrecher“, so der Salzburger erbost.

hud

Update, 15.40 Uhr: Keine Patientenbesuche mehr in RoMed Kliniken

„Aufgrund der dynamischen Entwicklung der Covid-19-Situation müssen zum Schutz unserer Patienten und Mitarbeiter die Besuchsmöglichkeiten weiter eingeschränkt werden“, bedauert RoMed-Geschäftsführer Dr. med. Jens Deerberg-Wittram. 

Ab sofort sind deshalb in den RoMed Kliniken leider keine Krankenbesuche mehr möglich. Ausnahmeregelungen gibt es nur für nahe Angehörige von Patienten beispielsweise der Kinderklinik, der Entbindungsstation sowie der Palliativstation und in anderen gut begründeten Notfällen. 

Besucher, die Kontakt zu Covid-Erkrankten hatten, oder Krankheitssymptome wie beispielsweise Husten, Schnupfen oder Fieber aufweisen, dürfen die Klinik prinzipiell nicht betreten. Der Zutritt zum RoMed Klinikum Rosenheim ist für Patienten und Besucher nur noch über den Haupteingang in der Pettenkofer Straße möglich, wo auch eine Eingangskontrolle durchgeführt werden wird. 

Der Zugang zur Zentralen Notaufnahme ist ausschließlich für Patienten geöffnet. Die Zugänge in die RoMed Kliniken Bad Aibling, Prien am Chiemsee und Wasserburg am Inn sind für Patienten und Besucher nur über die Haupteingänge gestattet. 

Der Zugang zur jeweiligen Zentralen Notaufnahme ist ausschließlich für Patienten geöffnet. Diese Regelung wird weiterhin je nach Entwicklung der Situation angepasst.

Pressemeldung RoMed Kliniken

Update, 15.25 Uhr: Bundesligafußball - wie geht es weiter?

Die 36 Klubs der Bundesliga und der 2. Bundesliga haben über die nötigen sportlichen und wirtschaftlichen Maßnahmen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie beraten.

Unter anderem wurde entschieden, dass die Bundesliga bis mindestens 3. April ausgesetzt wird. Sollte man in dieser Saison den Spielbetrieb nochmals aufnehmen können, wird es aller Vorraussetzungen nur Geisterspiele geben: "Diese werden die einzige Überlebenschance sein", erklärte Geschäftsführer Seifert auf einer Pressekonferenz.

Man kämpfe nicht für die Millionengehälter der Spieler, sondern um zehntausende Arbeitsplätze. 

Update, 15.18 Uhr: KATWARN für Bayern ausgelöst

Gegen 14 Uhr hat auch das KATWARN - Warn- und Informationssystem für die Bevölkerung - für ganz Bayern ausgelöst. 

Dort heißt es, dass das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration den Katastrophenschutz meldet: "Katastrophenfall in Bayern aufgrund der Corona-Pandemie". Damit verfügt das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege über eine Allgemeinverfügung. 

Das Warnsystem KATWARN hat für gesamt Bayern ausgelöst.

KATWARN leitet offizielle Warnungen und Handlungsempfehlungen an die betroffenen Menschen. Über Inhalt, Zeitpunkt und Umfang entscheiden allein autorisierte Behörden und Sicherheitsorganisationen.

Update, 14.37 Uhr: Drei weitere Fälle im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein gibt es drei neue bestätigte Corona-Fälle. 

Dabei handelt es sich um drei erwachsene Männer, die sich unabhängig voneinander infiziert haben. Alle drei Personen werden bereits medizinisch behandelt. Die drei Männer befinden sich laut dem Traunsteiner Landratsamt in einem gesundheitlich stabilen Zustand und sind in häuslicher Isolation. 

Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der drei Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Insgesamt liegen damit im Landkreis Traunstein aktuell 10 bestätigte Fälle vor.

Update, 14.25 Uhr - BFV reagiert knallhart

Der Bayerische Fußball-Verband hat auf die Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung, die den Katastrophenfall ausgerufen hat, reagiert und den Spielbetrieb bis mindestens nach den Osterferien ausgesetzt. Da alle Sportanlagen gesperrt sind, ist bis auf Weiteres auch kein Trainingsbetrieb möglich. 

"Der heutige Tag zeigt einmal mehr, wie dynamisch die aktuelle Situation ist, wie schnell sich das Lagebild grundlegend ändert, aber auch wie schnell wir auf die Änderungen reagieren", sagt BFV-Präsident Rainer Koch. Ob tatsächlich nach dem 19. April wieder Fußball gespielt werden kann, gibt der Verband zwei Wochen davor bekannt. 

Der BFV appelliert an alle Vereine und deren Mitglieder, sich an die Vorgaben der Behörden zu halten, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen

Update, 13.40 Uhr - Online-Lernplattform für bayerische Schüler nicht erreichbar

Hacker haben am Montag die eigentlich für den Fernunterricht in Bayern gedachte Online-Plattform Mebis lahmgelegt. Seit den frühen Morgenstunden seien die Server einer Attacke ausgesetzt, twitterten die Seitenbetreiber. Der Angriff erfolge durch Hunderttausende automatisierte Seitenaufrufe. Man arbeite daran, die Seite wieder zum Laufen zu bekommen, hieß es aus dem bayerischen Kultusministerium in München.

"Seit den frühen Morgenstunden sind die mebis-Server einer DDoS-Attacke ausgesetzt", ist derzeit auf dem Portal zu lesen. "Dabei handelt es sich um einen Angriff auf unser System durch hunderttausendfache automatisierte Seitenaufrufe. Abwehrmaßnahmen werden aktuell ergriffen!"

Update, 13.24 Uhr - Scheuer will große deutsche Flughäfen offen halten

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will große deutsche Flughäfen wie Frankfurt und München offen halten. "Wir arbeiten daran, die Infrastruktur aufrecht zu halten, vor allem wegen Versorgung und Logistik", so Scheuer. Die Landesregierung von Baden-Württemberg hatte zuvor den Plan geäußert, den Airport-Betrieb in dem Bundesland in den kommenden Tagen einzustellen.

Update, 13.12 Uhr - Absage aller Veranstaltungen und Gottesdienste der evangelischen Kirchengemeinde Rosenheim

Aufgrund der allgemeinen Lage haben auch wir uns als evangelische Kirchengemeinde Rosenheim entschlossen, den Empfehlungen der evangelischen Landeskirche zu folgen und beschlossen, alle unsere Veranstaltungen und Treffen der Gruppen und Kreise sowie auch keine öffentlichen Gottesdienste in unseren Kirchen stattfinden zu lassen. Diese Regelung gilt bis auf Weiteres.

Diese Entscheidung fällt uns nicht leicht, aber wir wollen damit auch einen Beitrag dazu leisten, dass der Virus sich nicht noch schneller weiterverbreitet.

Unsere Pfarrbüros sind vorerst geschlossen. Aber unsere Sekretärinnen in den Büros und wir als Seelsorger/Innen stehen den Menschen natürlich weiter telefonisch zur Seite.

Aktuelle Infos und Hinweise auf Radio- und Fernsehgottesdienste sowie unsere Telefonnummern finden Sie auf unserer Homepage: www.rosenheim-evangelisch.de. Das Pfarramt erreichen Sie unter Tel. 20710.

Pressemitteilung Evang.-Luth Kirchengemeinde Rosenheim

Update, 12.32 Uhr - Menschen zeigen Verständnis für Grenzkontrollen

Wegen des Coronavirus kontrolliert seit dem Morgen auch Deutschland die Grenzen nach Österreich, Frankreich, Luxemburg und Dänemark sowie zur Schweiz. Für Warenverkehr und Berufspendler gibt es Ausnahmen. Es gibt Rückstaus, die Menschen zeigen aber Verständnis.

Update, 12.20 Uhr - RKI stuft drei US-Bundesstaaten als Risikogebiete ein

Das Robert Koch-Institut (RKI) stuft inzwischen auch die US-Bundesstaaten Kalifornien, Washington und New York als Coronavirus-Risikogebiete ein. Dort gebe es nach Einschätzung der US-Gesundheitsbehörden eine anhaltende Virusübertragung innerhalb der Bevölkerung, begründete RKI-Vizepräsident Lars Schaade den Schritt.

Risikogebiete sind damit jetzt: Italien, Iran sowie Regionen in China, Südkorea, Frankreich (Region Grand Est), Österreich (Bundesland Tirol) sowie Madrid in Spanien, US-Staaten Kalifornien, Washington und New York.

Update, 12.10 Uhr - Agentur für Arbeit und Jobcenter ab Mittwoch für Publikumsverkehr geschlossen

Um der weiteren Verbreitung der Pandemie vorzubeugen und die persönlichen Kontakte auf ein minimales Maß zu reduzieren, bleiben die Agentur für Arbeit Rosenheim mit der Hauptagentur in Rosenheim sowie den Geschäftsstellen in Holzkirchen, Bad Tölz und Wolfratshausen sowie die Jobcenter Stadt und Landkreis Rosenheim und Bad Tölz-Wolfratshausen ab Mittwoch, den 18. März 2020 für Publikumsverkehr geschlossen. Die Erreichbarkeit ist telefonisch weiter gegeben.

Pressemitteilung Agentur für Arbeit Rosenheim

Update, 12.02 Uhr - Maßnahmenkatalog in Bayern - der Überblick

In Bayern gilt wegen der Coronavirus-Krise ab sofort der Katastrophenfall. Zudem setzte das Bundesland am Montag die Schuldenbremse außer Kraft. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU)in München mit. Der Katastrophenfall soll zunächst für 14 Tage gelten. Damit sind in erster Linie organisatorische Fragen verbunden. Außerdem wird das öffentliche Leben eingeschränkt. Hier finden Sie alle Maßnahmen im Überblick.

Update, 11.35 Uhr - Weitere Coronavirus-Infektionen im Landkreis Berchtesgadener Land

Wie das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land mitteilt, gibt es mittlerweile neun bestätigte Coronafälle im Landkreis. Die infizierten Personen befinden sich alle in häuslicher Quarantäne und stehen im täglichen Kontakt mit dem Gesundheitsamt. Das Landratsamt richtet zur Information der Bürgerinnen und Bürger ein Bürgertelefon ein und bittet, ab sofort nur noch in dringenden, nicht aufschiebbaren Angelegenheiten in die Behörde zu kommen.

Auch die engen Kontaktpersonen der Infizierten sind bereits in häuslicher Quarantäne, weitere Kontaktpersonen werden derzeit ermittelt.

Als wichtigste Maßnahme empfiehlt das Gesundheitsamt allen Landkreisbürgerinnen und
-bürgern, unbedingt auf die Grundprinzipien des Infektionsschutzes zu achten: Durch persönliche Hygienemaßnahmen sich selbst schützen und wenn man krank ist, unbedingt zuhause bleiben, um andere nicht anzustecken. Während der nun drohenden Ausbreitung des Coronavirus sollen auch die sozialen Kontakte reduziert werden, was insbesondere für die gefährdeten Personen im hohen Lebensalter und mit Vorerkrankungen gilt.

Bei medizinischen Fragen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes unter Telefon +49/8651/773-801 zur Verfügung.

Bürgertelefon eingerichtet 

Das Landratsamt Berchtesgadener Land richtet ein Bürgertelefon ein: Bürgerinnen und Bürger können sich bei allgemeinen Fragen im Zusammenhang mit dem Coronavirus ab ca. 12 Uhr unter Telefon +49/8651/773-151 an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bürgertelefons wenden.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

Update, 10.53 Uhr - Pressekonferenz Robert-Koch-Institut

Um 10 Uhr hat das Robert-Koch-Institut (RKI) die aktuellen Zahlen für Deutschland bekannt gegeben. Demnach gibt es derzeit 4838 bestätigte Fälle in Deutschland, das sind 1043 mehr als noch am Vortag. "Die Fallzahlen in Deutschland steigen relativ rasch", so Lars Schaade, Vizepräsident des RKI. In Bayern sind derzeit 886 Personen erkrankt.

Update, 10.20 Uhr - Die Maßnahmen für das öffentliche Leben

Ministerpräsident Markus Söder hat wegen der Corona-Krise den Katastrophenfall für Bayern ausgerufen. Er gilt ab sofort für zwei Wochen. Außerdem richtet die Regierung ein Sondervermögen ein. Zum Schutz der bayerischen Wirtschaft vor den Folgen der Corona-Krise stellt der Freistaat Bayern bis zu zehn Milliarden Euro Sondervermögen bereit. "Wir lassen niemanden allein", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München mit. "Wir wollen alles tun, was notwendig ist. Wir sind zu 100 Prozent fokussiert, um Aufgabe zu bewältigen", so Söder

Ab Dienstag werden alle nicht notwendigen Freizeiteinrichtungen geschlossen: Unter anderem Schwimmbäder, Sporthallen, Spielplätze, Bibliotheken, Sport- und Fitnessstudios, Volkshochschulen oder Jugendhäuser. Eine Ausgangssperre wird es in Bayern nicht geben. "Das ist derzeit nicht geplant", sagte Söder. Er appellierte aber an alle Bürger, sich genau zu überlegen, welche Orte man besuchen wolle.

Lebensmittelläden dürfen bis 22 Uhr öffnen. Betriebe bleiben offen, sofern sie nicht schon in Homeoffice sind. Ab Mittwoch dürfen nur Speiselokale und Betriebskantinen von 6 bis 15 Uhr geöffnet haben. Maximal dreißig Personen dürfen sich in einem Lokal aufhalten - jeweils mit einem Abstand von 1,5 Metern.

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nimmt in Bayern seit Tagen rasch zu. Bis Sonntagmittag meldete das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 886 Fälle.

Update, 10 Uhr - Bayern verschärft Maßnahmen - PK im Livestream

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) für Montag die Feststellung des Katastrophenfalls im Freistaat angekündigt. Man werde das tun, weil man eine einheitliche Strategie unter einer einheitlichen Führung brauche, sagte Söder am Sonntagabend im "Rundschau Magazin" des Bayerischen Rundfunks. Die Details will Markus Söder in einer Pressekonferenz um 10 Uhr bekannt geben:

Update, 9.24 Uhr - Wahlen in Bayern: Stichwahl womöglich nur per Brief

Die in rund zwei Wochen angesetzte Stichwahl in vielen bayerischen Kommunen findet wegen der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus womöglich ausschließlich als Briefwahl statt.

„Bei der Abhaltung der Stichwahlen in Bayern denken wir darüber nach, diese nur noch per Briefwahl abzuhalten, um die Risiken zu verringern“, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag in einem Interview des Bayerischen Rundfunks.

Zugleich verteidigte Herrmann, dass die erste Runde der Kommunalwahl am Sonntag wie üblich auch in Wahllokalen durchgeführt worden war. Dies sei trotz der Krisensituation zu verantworten gewesen.

Update, 9.04 Uhr - Auswärtiges Amt gibt Tipps für Reisende

Wer trotz Corona-Krise eine Auslandsreise antreten will, muss einiges beachten. Am besten wäre, die Reise zu verschieben. "Das Risiko, dass Sie Ihre Rückreise aufgrund der zunehmenden Einschränkungen nicht mehr antreten können, ist in vielen Destinationen derzeit hoch", schrieb Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) zur Begründung auf Twitter. Antworten auf wichtige Fragen gibt das Auswärtige Amt - hier der Überblick.

Update, 8.26 Uhr - Grenzen zu Frankreich, Österreich und Schweiz geschlossen

Wegen des Coronavirus schließt Deutschland ab Montagmorgen weitgehend seine Grenzen zu Frankreich, Österreich und zur Schweiz. Wie unser Reporter aus Laufen berichtet, wurde pünktlich um 8 Uhr mit der Sperre und den Kontrollen begonnen.

Bundespolizisten kontrollieren den Verkehr in Laufen. Mit Einreiseverboten und strengen Grenzkontrollen will Deutschland von Montag an die Ausbreitung des Coronavirus weiter eindämmen.

Die Dauer der Maßnahmen sei noch nicht absehbar. "Wir werden jetzt einmal beginnen und dann werden wir sehen, wie sich die Situation entwickelt und wie lange man sowas beibehalten muss", sagte der Bundesinnenminister.

Wie Seehofer am Sonntag sagte, geht es bei den Grenzkontrollen um den Reiseverkehr. Der Warenverkehr und auch der Grenzübertritt für Berufspendler bleibe möglich. Deutsche, die sich noch in einem der betroffenen Länder befinden, hätten "selbstverständlich das Recht, wieder in ihr Heimatland einzureisen". Auch ausländische Staatsbürger mit einem Aufenthaltstitel in Deutschland dürften wieder einreisen.

Grenzkontrollen zwischen Laufen und Oberndorf am 16. März

 © FDL/Lamminger
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Der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, sagte, die Bundespolizei werde in den ersten Tagen "sicher großzügiger sein, bis sich das einpendelt". Es stehe eine ausreichende Anzahl an Beamten bereit, um die Kontrollen zu gewährleisten.

Update, 8.01 Uhr - Polizeipräsidium Oberbayern Süd bittet zu beachten

Um Infektionsrisiken in Bezug auf den Coronavirus (SARS-CoV-2) zu vermindern, bittet die Polizei im südlichen Oberbayern alle Bürgerinnen und Bürger, die folgenden Hinweise zu beachten:

  • Wenn Sie eine Polizeidienststelle aufsuchen, folgen Sie bitte den Anweisungen, die Ihnen an der Sprechanlage mitgeteilt werden.
  • Der Polizeinotruf „110“ ist selbstverständlich nach wie vor rund um die Uhr ohne Einschränkungen für Sie erreichbar.
  • Wenn Sie den Polizeinotruf „110“ oder den Notruf der Integrierten Leitstellen für Rettungsdienst und Feuerwehr „112“ wählen und selbst durch das Coronavirus erkrankt sind oder Kontakt zu einem bestätigten Infektionsfall hatten, bitten wir Sie, diese wichtige Information gleich bei ihrem Anruf mitzuteilen. Informieren Sie bitte auch mögliche Zeugen, andere Personen vor Ort und zusätzlich nochmals die ankommenden Polizeibeamten, damit der Einsatzablauf im Einzelfall an ein erhöhtes Infektionsrisiko angepasst werden kann.

Sollten Sie eine der folgenden Straftaten anzeigen wollen, nutzen Sie bitte die Möglichkeit der Online-Anzeigenerstattung:

  • Betrug mittels Online-Auktion
  • Fahrraddiebstahl, Fahrradunterschlagung oder Sachbeschädigung an einem Fahrrad
  • Diebstahl von Teilen an einem Fahrzeug, Diebstahl von Gegenständen aus einem unversperrten Kraftfahrzeug und Sachbeschädigung an einem Kraftfahrzeug

Die Anzeigenerstattung Online erreichen Sie über: https://www.polizei.bayern.de/

Der Schutz der Bevölkerung steht für die Polizei an erster Stelle! Sie können sich auch in diesen schwierigen Zeiten rund um die Uhr auf Ihre Polizei verlassen!

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Update, 7.35 Uhr - Steinmeier: "Wir werden das Virus besiegen"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Menschen in Deutschland zu Besonnenheit und Rücksichtnahme im Kampf gegen das Coronavirus aufgerufen. "Wir werden das Virus besiegen", sagte das Staatsoberhaupt dem Nachrichtenportal t-online.de. "Aber in was für einer Gesellschaft wir danach leben werden, und in was für einer Welt, das hängt davon ab, wie wir heute handeln", so der Bundespräsident. 

Es sei nun vor allem wichtig, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Drastische und sofortige Einschnitte im täglichen Leben und im Berufsalltag aller seien dafür notwendig, sagte der Bundespräsident. Er forderte, alle zielführenden Optionen "ohne Denkverbote" zu prüfen und gegebenenfalls umzusetzen.

Update, 7.14 Uhr - Bundesregierung rät von allen nicht notwendigen Auslandsreisen ab

Die Bundesregierung rät wegen der Corona-Krise von allen nicht notwendigen Reisen ins Ausland ab. "Das Risiko, dass Sie Ihre Rückreise aufgrund der zunehmenden Einschränkungen nicht mehr antreten können, ist in vielen Destinationen derzeit hoch", schrieb Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) zur Begründung auf Twitter. 

Auf der Internetseite des Auswärtigen Amts heißt es weiter, es sei mit weiter zunehmenden drastischen Einschränkungen des Luft- und Reiseverkehrs, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern zu rechnen. Änderungen der Einreise- und Quarantänevorschriften würden teilweise ohne jede Vorankündigung und mit sofortiger Wirkung erfolgen. Davon seien derzeit zahlreiche Reisende in mehreren Ländern betroffen und an der Weiter- oder Rückreise gehindert.

Update, 6.45 Uhr - Schulen ab heute geschlossen

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, schließen in Bayern ab heute (Montag, 16. März) alle Schulen und Kindertagesstätten. Dies bedeute nicht, dass die Kinder Ferien hätten, betonte Kultusminister Michael Piazolo. Viele Lehrer schicken ihren Schülern Lernunterlagen nach Hause.

Update, 6.28 Uhr - Thermen im Berchtesgadener Land schließen

Die RupertusTherme in Bad Reichenhall und die WatzmannTherme in Berchtesgaden stellen ab Dienstag, 17.März 2020 ihren Betrieb ein

Mit dieser gemeinsamen Entscheidung leisten die beiden Thermen einen bewussten und proaktiven Beitrag zur Eindämmung und Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus. 

Seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie standen beide Thermen im engen Austausch miteinander und mit den zuständigenGesundheitsbehörden. Gemeinsame Risikoabschätzungen und zusätzliche Hygiene - und Desinfektionsmaßnahmen wurden durchgeführt. Die Schließungen der beiden Thermen gelten vorerst bis einschließlich Sonntag, 19. April 2020

Aktuelle Informationen können auf der Website www.rupertustherme.de und www.watzmann-therme.de abgerufen werden.

Vorbericht:

Am Wochenende hat sich die Situation in der Region im Zusammenhang mit der Coronakrise weiter verschärft:

Zur Eindämmung des Coronavirus wird in Bayern ab Dienstag das öffentliche Leben noch einmal massiv eingeschränkt. Auch die Ausrufung des Katastrophenfalls wird thematisiert. 

Zunächst sollen dann alle Bars, Kinos und Schwimmbäder geschlossen werden, bevor ab Mittwoch auch ausgewählte Geschäfte ihre Pforten dicht machen müssen. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen in München. 

Demnach bleiben aber trotz der Ausbreitung von Sars-CoV-2 alle Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Drogeriemärkte, Banken und Tankstellen geöffnet. Noch am Freitag hatte die Staatsregierung eine Schließung von Gaststätten vorerst ausgeschlossen. 

Das öffentliche Leben im Freistaat werde "heruntergefahren", hieß es aus einer Sitzung des Coronavirus-Krisenstabs unter Leitung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Sonntagnachmittag in der Staatskanzlei. Die Grundversorgung im Freistaat bleibe aber aufrechterhalten. Weitere Details sollen am Montag (10 Uhr) bei einer Pressekonferenz mitgeteilt werden, die ausschließlich in Internet übertragen wird. Gleichwohl bedeuten die Schließungen eine weitere deutliche Beschränkungen des öffentlichen Lebens in Bayern.

Ab 8 Uhr sollen am Montag zudem die Grenzen Deutschlands nach Österreich, in die Schweiz, nach Frankreich und Dänemark teilweise geschlossen werden. Die Einreisebeschränkungen gelten nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aber nur für bestimmte Personengruppen - Deutsche dürfen aus den Nachbarländern einreisen. Dies gilt dem Vernehmen nach auch für Pendler.

In Österreich rief die Bundesregierung sogar eine "Ausgangsbeschränkung" aus. Das sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Sonntag gegenüber der APA. Für Ausnahmen, das Haus zu verlassen, soll es nur drei Gründe geben: Berufsarbeit, die nicht aufschiebbar ist, dringend notwendige Besorgungen (Lebensmittel) und wenn man anderen Menschen helfen muss.

Wer im dringenden Fall ins Freie möchte, "der darf das ausschließlich alleine machen oder mit den Personen, mit denen er in der Wohnung gemeinsam zusammenlebt", so der Bundeskanzler zur APA.

Ab Montag drohen dann bei Zuwiderhandeln Verwaltungsstrafen in Höhe von bis zu 2.180 Euro. Strafen sind auch möglich, wenn man die Platzverbote - etwa für Spielplätze - missachtet: Hier ist mit Verwaltungsstrafen in Höhe von bis zu 3.600 Euro zu rechnen.

mz/mh

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