"Es herrscht große Verunsicherung und Besorgnis"

Coronavirus in Bayern: Sechs weitere Fälle bestätigt

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von links: Michael Fischer, Pressesprecher des Landratsamts Rosenheim, Stefan Forstmeier vom Sachgebiet Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Bettina Bauer von der Abteilung für öffentliche Sicherheit und Ordnung, Dr. Wolfgang Hierl vom Staatlichen Gesundheitsamt und Nina Mascher von der Abteilung für Gesundheit, Veterinärwesen und Verbraucherschutz

Oberbayern - In Bayern sind derzeit acht Menschen am Coronavirus erkrankt: Am Sonntag kamen vier bestätigte Fälle hinzu. Eine Firma aus dem Allgäu schließt vorsichtshalber den Betrieb für zwei Tage. Die Gesundheitsministerin äußerte sich zudem zur Möglichkeit, Gemeinden abzuriegeln.

Das Wichtigste in Kürze:


  • Erster Fall im Kreis Rosenheim von Bayerischem Gesundheitsministerium bestätigt
  • Insgesamt 21 neue Fälle in Bayern seit Donnerstag (27. Februar)
  • Heimkehrer aus Corona-Risikogebieten sollen nicht in die Schule (Update 6.45 Uhr)
  • Derzeit 150 Corona-Fälle in Deutschland (Stand 2. März, 10.50 Uhr)
  • Das Landratsamt Rosenheim informierte über den Coronavirus in einer Pressekonferenz

Update, 20.46 Uhr: Sechs weitere Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Montagabend ein weiteres Mal über die aktuelle Entwicklung bei dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) weitere sechs Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt wurden. Damit gibt es derzeit (Stand: 19 Uhr) seit Donnerstag vergangener Woche insgesamt 21 neue bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern.


Fünf der neuen Fälle wurden am Abend aus dem oberbayerischen Landkreis Freising gemeldet. Sie stehen im Zusammenhang mit den bereits bekannten Fällen aus Freising. Ein weiterer Fall wurde aus München gemeldet.

Zuvor waren bis Montagmittag (13.00 Uhr) sieben neue Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt worden. Davon wurden zwei neue Fälle aus München gemeldet, ein weiterer Fall aus der mittelfränkischen Stadt Schwabach. Weitere Fälle kommen aus dem Landkreis Freising und dem Landkreis Ostallgäu. Auch im oberfränkischen Landkreis Bayreuth wurden zwei Fälle gemeldet.

Pressemitteilung  Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Update, 18 Uhr: Coronavirus: Was das Landratsamt Rosenheim rät 

Das Landratsamt informierte am Montagnachmittag bei einem Pressegespräch zum Thema Coronavirus. Dabei gingen der Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes, Dr. Wolfgang Hierl und Bettina Bauer, die Leiterin der Abteilung Öffentliche Sicherheit und Ordnung auf Fragen zur aktuellen Lage ein.

Update, 16.23 Uhr: Coronavirus -Verdachtsfall bei ProSiebenSat.1

Nach Autobauer BMW schickt jetzt auch das Medienunternehmen ProSiebenSat.1 200 Mitarbeiter vorsorglich nach Hause.

Update, 16 Uhr: Corona-kranker Deutscher nächtigte in zwei Salzburger Hotels

Am Sonntag, 1. März 2020, wurde das städtische Gesundheitsamt (Salzburg) von den deutschen Behörden informiert, dass eine in Frankfurt am Main wohnende Person am 29. Februar positiv auf Corona getestet wurde und nun in Behandlung in der Virologie des Uniklinikums Frankfurt ist. 

Der 30-jährige Mann hatte sich von Mittwoch bis Freitag (26. bis 28. Februar) vorübergehend in Salzburg aufgehalten. Konkret nächtigte er in den Hotels Meininger und Yoho Hostel. 18 Hotel-Angestellte wurden daher unter häusliche Quarantäne gestellt. Weitere Informationen finden sie auf der Internetseite der Stadt Salzburg.

Pressemitteilung Stadt Salzburg

Update, 14.59 Uhr: Zwei weitere Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt - Insgesamt nun 15 Fälle

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Montag ein zweites Mal über die aktuelle Entwicklung bei dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) weitere zwei Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt wurden. Damit gibt es derzeit (Stand: 13 Uhr) seit Donnerstag vergangener Woche insgesamt 15 neue bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern.

Die zwei neuen Fälle wurden aus dem oberfränkischen Landkreis Bayreuth gemeldet. Die Gesundheitsbehörden ermitteln aktuell sowohl mögliche Kontaktpersonen als auch Zusammenhänge zu bislang bekannten Fällen. Auch werden erforderliche Infektionsschutzmaßnahmen eingeleitet.

Zuvor waren bis Montagvormittag (Stand 9 Uhr) fünf neue Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt worden. Davon wurden zwei neue Fälle aus München gemeldet, ein weiterer Fall aus der mittelfränkischen Stadt Schwabach. Bei zwei neuen Fällen aus dem Landkreis Freising und dem Landkreis Ostallgäu handelt es sich jeweils um Kontaktpersonen der gestern gemeldeten Coronavirus-Fälle.

Pressemitteilung  Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Update, 14.30 Uhr: Live-Ticker von der Pressekonferenz des LRA Rosenheim 

"Es herrscht große Verunsicherung und Besorgnis, wir wollen ein Stück Beruhigung vermitteln", erklärt Dr. Wolfgang Hierl vom Staatlichen Gesundheitsamt. Deutschlandweit gäbe es derzeit 150 Fälle, davon 25 in Bayern. "Es ist eine sehr dynamische Lage", es sei davon auszugehen, dass es noch zu weiteren Fälle kommen könnte. 

Dem 55-Jährigen, der als erster Verdachtsfall gilt, ginge es gut, er habe keine Krankheitssymptome. Er habe sich dann vernünftigerweise sofort bei den Behörden gemeldet. Da er alleine in einem Einfamilienhaus lebe, würden die besten Voraussetzungen für eine häusliche Quarantäne vorliegen, so Hierl. Er befinde sich nun in strikter Absonderung, müsse regelmäßig seine Temperatur messen. Das Gesundheitsamt stünde ständig im Kontakt mit ihm. Er halte die Behörde auf dem Stand, ob Krankheitssymptome auftreten. 

"Durch sein verantwortungsbewusstes Handeln und das schnelle und stringente Vorgehen des Gesundheitsamtes konnten bislang weitere Kontakte vermieden werden. Wir hoffen, dass auch keine Folgefälle resultieren." Das Amt stünde in sehr engem Kontakt mit anderen zuständigen Behörden, so Hierl. Es würde sichergestellt, dass Krankheitsfälle schnell erkannt werden könnten. "Infektionsketten müssen so schnell wie möglich unterbrochen und Kontaktpersonen in Quarantäne versetzt werden." 

Das Gesundheitsamt Rosenheim habe so schnell wie möglich begonnen, regionale Kliniken und Ärzte zu kontaktieren und über dass korrekte Vorgehen zu informieren. "Die niedergelassenen Ärzte beklagen, dass die Situation hinsichtlich Schutzausrüstung schwierig ist. Wir hoffen, das hier zeitnah Abhilfe geschaffen werden kann." Es gelte auch zu klären, wie mit Rückkehrern aus Risikogebieten in Norditalien umzugehen sei. "Wenn bei Rückkehrern von dort Symptome auftreten, sollten wir kontaktiert werden." 

Es sei auch eine Koordinierungsgruppe mit Polizei und Rettungsdiensten eingerichtet worden." Die Empfehlung, wenn sie selbst oder die Erziehungsberechtigten aus einem Risikogebiet zurückkämen, nicht die Schule zu besuchen, ist außerdem seitens des Ministeriums ausgeweitet worden. Sie gilt nun auch für Kinder, die Krippen und Kindergärten besuchen." 

Es würden Planungen für alle möglichen Fälle laufen, berichtet Bettina Bauer von der Abteilung für Öffentliche Sicherheit und Ordnung. Die erste Stufe eines Einzelfalls sei mit dem Fall des 55-Jährigen bereits eingetroffen. Die spanische Reisegruppe, bei der in Prien Grippesymptome festgestellt wurde, sei die zweite Stufe gewesen. "Glücklicherweise handelte es sich dann aber nicht darum." Es sei zu hoffen, dass die dritte Stufe eines großflächigen Ausbruchs nicht eintreten müsse.

+++ Weitere Informationen folgen +++

hs

Update, 13.15 Uhr: Landkreis Traunstein richtet Bürgertelefon ein

Das Gesundheitsamt Traunstein bietet auf seiner Website umfassende Informationen zum Thema Coronavirus gesammelt an (Quellen: Robert-Koch-Institut, Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Bayerisches Kultusministerium etc.).

Unter den FAQs finden alle Bürgerinnen und Bürger Antworten auf häufig gestellte Fragen, beispielsweise:

- Umgang mit Reisen nach Italien, China, … - gibt es hierzu Empfehlungen?

- Wie kann ich mich schützen?

- Wer wird labordiagnostisch getestet?

- Wie soll ich mich verhalten?

- Wann und wie soll ich einen Arzt aufsuchen?

Bürgerinnen und Bürger mit einschlägigen Symptomen, die ihren Hausarzt außerhalb der Öffnungszeiten nicht erreichen, können sich telefonisch an die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns wenden: Tel 116117.

Für Fragen, die in den FAQs nicht beantwortet werden, wurde ein Bürgertelefon unter folgender Nummer eingerichtet: Tel. 0861/58 411 (erreichbar von 7 - 19 Uhr).

Pressemeldung Landratsamt Traunstein

Update, 12.38 Uhr: Coronavirus erreicht BMW in München

Das Coronavirus hat den Münchner Automobilkonzern BMW erreicht. Das Unternehmen informierte seine Mitarbeiter über den bestätigten Fall, so unser Partnerportal tz.de. Demnach handelt es sich um einen Mitarbeiter, der im Forschungsinformationszentrum (FIZ) an der Knorrstraße/Schleißheimer Straße arbeitet.

Der Patient befinde sich seit dem Wochenende in ärztlicher Behandlung. „Es geht ihm den Umständen entsprechend gut", heißt es in der Mitteilung an die Belegschaft. 

Rund 150 Mitarbeiter im FIZ, die mit ihm Kontakt hatten, seien jetzt für zwei Wochen zu Hause in Quarantäne, die Großraumbüros würden desinfiziert. Der operative Betrieb laufe ohne Einschränkungen weiter.

Der betroffene Mitarbeiter sei am Sonntag zum Arzt gegangen und inzwischen im Krankenhaus. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut, sagte die Sprecherin. Ob es sich dabei um einen der bereits vom bayerischen Gesundheitsamt gemeldeten Fälle handelt, war zunächst unklar.

Update, 11.59 Uhr: Uniklinikum Erlangen informiert über Zustand des Corona-Patienten

Am Montagvormittag (2. März) hat das Uniklinikum Erlangen über den Zustand eines an Corona-Virus erkrankten Oberarztes informiert. Wie BR Franken von der Pressekonferenz berichtet, zeige der Patient nur leichte Symptome. Fieber habe der Patient nicht. Alle Kontaktpersonen seien ermittelt und negativ auf das Virus getestet worden. Sie würden aber trotzdem täglich angerufen werden, um zu erfahren, wie es ihnen geht, erklärte Frank Neumann, Leiter des Gesundheitsamts Erlangen.

Der Oberarzt hatte sich während eines Meetings in München bei einer infizierten Person aus Italien angesteckt. Er wurde zunächst häuslich isoliert und am Donnerstag stationär im Klinikum Erlangen aufgenommen. 

Aufgrund der nun laufenden Vorsorgemaßnahmen herrsche in der Klinik nun zwar Personalmangel, man sei jedoch insgesamt gut auf das Coronavirus vorbereitet. Lediglich das Angebot ambulanter Behandlungen musste eingeschränkt werden.

Update, 10.55 Uhr: Weiterer Coronavirus-Fall in Salzburg bestätigt

In Salzburg wurde nun ein weiterer Fall einer Coronavirus-Erkrankung bestätigt. Wie das Land Salzburg mitteilt, soll es sich um den Lebensgefährten der ersten bestätigten Patientin in Fusch an der Glocknerstraße (Pinzgau) handeln. Beide befinden sich seit dem Wochenende in häuslicher Quarantäne.

Update, 10.36 Uhr: Bis Montagvormittag fünf neue Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Montag über die aktuelle Entwicklung bei dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bis Montagvormittag weitere fünf Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt wurden. Damit gibt es derzeit (Stand: 9 Uhr) seit Donnerstag vergangener Woche insgesamt 13 neue bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern.

Zwei neue Fälle wurden aus München gemeldet, ein weiterer aus dem mittelfränkischen Landkreis Roth. Bei zwei neuen Fällen aus dem Landkreis Freising und dem Landkreis Ostallgäu handelt es sich jeweils um Kontaktpersonen der gestern gemeldeten Coronavirus-Fälle. Die Gesundheitsbehörden ermitteln aktuell sowohl mögliche Kontaktpersonen als auch Zusammenhänge zu bislang bekannten Fällen.

Pressemeldung des Bayerischen Gesundheistministeriums

Update, 10.26 Uhr: Landratsamt Rosenheim informiert über Stand der Dinge

Das Coronavirus ist längst in Deutschland bzw. Bayern angekommen. In der Bundesrepublik sind mittlerweile in 10 der 16 Bundesländer Fälle des Coronavirus nachgewiesen. Mehr als 130 Infektionen waren es bis zum späten Sonntagabend nach Angaben der Behörden in den Ländern.

Auch in der Region ist die Virenerkrankung das vorherrschende Thema. Es wird viel vermutet und spekuliert. Aufgrund dessen informiert das Landratsamt Rosenheim am Montagmittag, 14 Uhr, in  einem Pressegespräch über den Stand der Dinge. 

Dabei sein werden der Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes, Dr. Wolfgang Hierl und Bettina Bauer, die Leiterin der Abteilung Öffentliche Sicherheit und Ordnung. 

Update, 7.47 Uhr: Kita im Kreis Freising geschlossen

In Zolling (Landkreis Freising) bleibt eine Kita für mindestens eine Woche geschlossen. Wie das Landratsamt Freising am Sonntag mitteilte, wurde der Ehemann einer der Erzieherinnen der Kita "Kleine Strolche" positiv auf den neuartigen Coronavirus getestet.

Ob die Frau, die in der vergangenen Woche noch in der Kita gearbeitet hatte, selbst infiziert ist, war zunächst unklar. Die Meldung des positiven Befundes bei dem Mann war am späten Samstagabend beim Gesundheitsamt Freising eingegangen.

Nach Angaben des Landkreises hatte sich der Mann in der vergangenen Woche im Raum Köln aufgehalten und dabei "engen Kontakt zu einer Person aus dem Kreis Heinsberg gehabt". Das sei die wahrscheinliche Quelle der Infektion, hieß es.

Update 7.07 Uhr: Bayerns Gesundheitsministerin zur Corona-Angst

Am Montag enden in Bayern die Faschingsferien und dementsprechend kehren auch die Urlauber aus Italien in den Freistaat zurück. Womöglich kommen dann neue Corona-Fälle hinzu. Die Lage im Freistaat sei alles in allem aber nicht besorgniserregend, Eltern können ihre Kinder daher auch weiterhin ohne Sorge in die Schule schicken, erklärt die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml.

Die CDU-Politikerin sieht „im Moment keinen Grund, eine Schule in Bayern zu schließen. Die Wahrscheinlichkeit, sich anzustecken, ist gering bis mäßig“, wie sie gegenüber bild.de erklärte. Auch Huml werde ihre beiden Kinder in die Kita und in die Schule schicken.

Am Sonntag verlängerte Italien unterdessen die Abriegelung mehrerer Gemeinden. Darauf angesprochen, ob sie dies auch für Bayern möglich halte, sagte Huml: „Momentan steht das bei uns nicht zur Debatte, aber ganz ausschließen will ich es nicht. Es gibt das bayerische Infektionsschutzgesetz. Nach dessen Bestimmungen wären Landräte und Bürgermeister verantwortlich für Schulschließungen und weitere Maßnahmen. Natürlich würde das mit uns abgestimmt.“

Als Reaktion auf die Aussagen Markus Söders und Jens Spahns, es drohe eine Pandemie, fügte die Ministerin hinzu: „Derzeit haben wir noch keine Pandemie. Das Robert-Koch-Institut schätzt die Gefahr in Deutschland gegenwärtig als gering bis mäßig ein. Aber ganz ehrlich, das ist ein dynamischer Prozess.“

Update, 6.45 Uhr: Heimkehrer aus Corona-Risikogebieten sollen nicht in die Schule

Das bayerische Kultusministerium hat am Ende der Faschingsferien festgelegt: Schüler und Schülerinnen, die in den letzten 14 Tagen in Risikogebieten im Urlaub waren, sollen nicht zur Schule gehen. Lehrer und Lehrerinnen dagegen dürfen nur bei Symptomen zu Hause bleiben.

Schüler sollen möglichst zuhause bleiben - und zwar unabhängig davon, ob sie Symptome wie Fieber, Halskratzen oder Husten haben oder nicht. Außerdem sollen sie unnötige Kontakte vermeiden. Die Schule sei umgehend zu informieren. Und: In diesem Fall gilt für Schüler die Nichtteilnahme am Unterricht laut Ministerium als entschuldigt.

Risikogebiete laut Robert-Koch-Institut derzeit:

- In China: Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan) und die Städte Wenzhou, Hangzhou, Ningbo, Taizhou in der Provinz Zhejiang. 

- Im Iran: Provinz Ghom 

- In Italien: Region Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien. 

- In Südkorea: Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang)

Wie lange die Schüler zuhause bleiben müssen, geht aus dem Leitfaden nicht hervor. Für Schüler und Schülerinnen, die sich in keinem Risikogebiet aufgehalten haben, gilt weiterhin die Schulpflicht.  Weitere Informationen gibt es auf der Seite des Bayerischen Kultusministeriums.

Vorbericht: Stand der Corona-Erkrankten in Bayern

Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Sonntag weitere vier Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt wurden. Damit gibt es derzeit seit Donnerstag insgesamt acht neue bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern.

Neben den betroffenen Personen aus München sowie aus den Landkreisen Ebersberg und Rosenheim, konnte auch bei der Ehefrau des Mannes aus Nürnberg, dessen positiver Befund am Freitag vom baden-württembergischen Sozialministerium bekannt gegeben worden war, eine Sars-CoV-2-Erkrankung nachgewiesen werden.

Die weiteren Neuerkrankten kommen laut abendzeitung.de aus den Landkreisen Freising, Starnberg und Ostallgäu. Bei einem der Fälle handele es sich um einen Mitarbeiter des Unternehmens DMG Mori in Pfronten. Das Unternehmen habe die Mitarbeiter darüber informiert, dass am Montag und Dienstag alle Tochterunternehmen des Maschinenherstellers an dem Standort im Ostallgäu geschlossen bleiben. Rund 1.600 Mitarbeiter seien davon betroffen, erklärte Unternehmenssprecher Stephan Knüttel gegenüber der AZ. Die Gesundheitsbehörden ermitteln aktuell sowohl mögliche Kontaktpersonen als auch Zusammenhänge zu bislang bekannten Fällen.

Im Fall des Mitarbeiters des Universitätsklinikums Erlangen, dessen positiver Befund am Donnerstagabend bekannt geworden war, liegen nun weitere Testergebnisse der ermittelten Kontaktpersonen vor. Darunter befanden sich bislang keine positiven Befunde.

mz/mh/dpa

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