Weitere Corona-Infizierte und Absagen in der Region

Erster Todesfall in Bayern - Söder: "Stehen vor einer echten Bewährungsprobe"

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Ministerpräsident Markus Söder und Bundeskanzlerin Merkel äußerten sich in einer Pressekonferenz zum Coronavirus.

Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt weiterhin für zum Teil große Verunsicherung und Besorgnis bei der Bevölkerung. Jeden Tag werden inzwischen zahlreiche weitere Fälle von Infizierten in Bayern bestätigt. Alle aktuellen Entwicklungen erfahren Sie in unserem News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Infizierte Personen: Landkreis Rosenheim 13, Landkreis Traunstein 4, Landkreis Berchtesgadener Land 4
  • Bayern untersagt Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern
  • Weitere Sportarten stellen Spielbetrieb ein
  • Starkbierfest Rechtmehring abgesagt
  • Schüler, die in Risikogebieten waren, sollen bis auf weiteres der Schule fernbleiben
  • Deutschland verstärkt Grenzkontrollen
  • Sechs Todesopfer in Deutschland (1 in Bayern)
  • Veranstaltungsabsagen/-verschiebungen: Landkreis Rosenheim, Landkreis TraunsteinLandkreise Mühldorf und Altötting, Landkreis Berchtesgadener Land

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UPDATE, 21.32 Uhr: Söder: "Stehen vor einer echten Bewährungsprobe"

Bei einer Pressekonferenz in Berlin haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder zur aktuellen  Situation geäußert. Man "brauche jetzt entschloßenes Handeln", so Söder, "wir stehen vor einer echten Bewährungsprobe."

Es gelte jetzt, einen Schutzschirm für die Krankenhäuser aufzubauen. "Operationen, die nicht dringend notwendig sind, sollten verschoben werden, um Kapazitäten freizuhalten." Auch die Bereitstellung von zusätzlichen Atemgeräten und Betten müsse gewährleistet werden. 

Außerdem müsse die Hauptrisikogruppe, vor allen Dingen ältere Menschen und Menschen mit einer Lungenvorerkrankung, geschützt werden. Des Weiteren sei man in einer Diskussion mit Bund und Ländern darüber eingekommen, dass man die Empfehlung aussprechen wolle, auf alle nicht notwendigen Veranstaltungen zu verzichten. "Das ist ein Aufruf an alle", so Merkel.

Sie sprach von einem "Dynamischen Ausbruchsgeschehen". Man müsse damit rechnen, dass das Virus vor keiner Region in Deutschland Halt machen werde. Man solle weitestgehend auf soziale Kontakte verzichten.

Es sei vorauszusehen, dass es zu wirtschaftlichen Einschränkungen kommen werde. "Wir befinden uns in einer Situation, die außergewöhnlicher ist als die Bankenkrise, weil wir es mit einem gesundheitlichen Problem zu tun haben." Die erste Aufgabe sei es jetzt, Menschenleben zu retten.

Dieser Aufgabe wolle man gerecht werden.

UPDATE, 19.29 Uhr: Polizei Bayern sagt Veranstaltungen ab

Die Bayerische Polizei sagt sämtliche Berufsinformations-Veranstaltungen ab.

Betroffen davon sind unter anderem der Girls'- und Boys'Day am 26. März, Schnuppertage, -lehren und -fahrten, Schülerpraktika und Berufsinformationstage und -abende.

UPDATE, 18.32 Uhr: Starkbierfest Rechtmehring abgesagt

Man hatte bis zuletzt gehofft – die aktuellen Entwicklungen ließen aber keinen anderen Schluss zu: der SC66 Rechtmehring muss schweren Herzens sein für Samstag, 14. März geplantes Starkbierfest absagen. Ob und zu welchem Zeitpunkt ein Ersatzfest (z.B. Maibock-Fest) stattfinden wird bleibt abhängig von der weiteren Entwicklung, die aktuell noch nicht abzuschätzen ist.

Der Veranstalter bedauert diese Entscheidung, ist sich aber der Verantwortung und den damit verbundenen Risiken im Falle einer Veranstaltung bewusst und verzichtet deshalb auf den Festabend. Selbstverständlich werden die bereits erworbenen Eintrittskarten erstattet. Der Veranstalter bittet alle Karteninhaber, ihre Tickets an den Vorverkaufsstellen zurückzugeben.

UPDATE, 17.55 Uhr: Weitere Sportarten stellen Spielbetrieb ein - Bayernliga-Partie Wasserburg gegen Regensburg abgesagt

Nachdem die Deutsche Eishockeyliga (DEL) ihre Saison bereits am Dienstag (10. März) die Saison 2019/20 für beendet erklärt hatte, zieht nun die Deutsche Basketball-Liga (BBL) nach. Auf der Website der Liga erklärten die Verantwortlichen, dass der Spielbetrieb der Liga "bis auf weiteres ausgesetzt" sei. In 14 Tagen wolle man zusammen mit den Clubs nochmal beraten.

Für die Deutsche Handballbundesliga (HBL) steht eine Entscheidung noch aus. Klar ist bis jetzt, "dass die laufende Spielzeit zu Ende gespielt werden muss." Derweil wurde der 25. Spieltag der zweiten Handball-Bundesliga auf einen unbestimmten Termin in der Zukunft verlegt. Die Folgen der Krise auf den Spielbetrieb seien noch nicht genau abzusehen.

Auf regionaler Ebene sagte der Bayerische Handballverband (BHV) alle Spiele auf Bezirks- und Landesebene ab. Am 19. April soll über eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs entschieden werden. Dies geht aus einer E-Mail des Verbandes an die Vereine hervor.

Im Regional-Fußball musste a uch die Bayernliga-Partie des TSV 1880 Wasserburg beim SSV Jahn Regensburg II wegen des Coronavirus abgesagt werden. "Zwei Spieler der Wasserburger Löwen konnten unter der Woche nicht am regulären Training der Mannschaft teilnehmen. Sie waren um mehrere Ecken in Kontakt mit Verdachtsfällen auf Coronavirus", teilt der Verein mit. 

Dabei handelt es sich vorerst um eine Vorsichtmaßnahme. "Die Laborergebnisse der entsprechenden Personen werden wir jetzt abwarten, dann wird man weitersehen“, so der stellvertretende Abteilungsleiter Michael Stürmlinger. Ob am kommenden Wochenende tatsächlich in Bayern Fußball gespielt wird, entscheidet der Bayerische Fußball-Verband am Freitagvormittag.

Indes wurde bei Fußball-Zweitligist Hannover 69 mit dem Spieler Jannis Horn ein weiterer Fall von Coronavirus bekannt. Der Verein reagierte, alle Profis stehen für die nächsten 14 Tage (Stand 12. März) unter Quarantäne.

UPDATE, 16.15 Uhr - Erster "Coronavirus-Todesfall" in Bayern

Soeben wurde der erste "Coronavirus-Todesfall" im Freistaat Bayern bekannt. Ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministerium sagte in München: "Es handelt sich nach Angaben des Universitätsklinikums Würzburg um einen über 80-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen und Pflegebedürftigkeit." 

Der Mann ist in der Nacht zum Donnerstag gestorben. 

UPDATE, 16.07 Uhr - Vierköpfige Familie im Berchtesgadener Land betroffen

Wie das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land mitteilt, gibt es nun vier bestätigte Fälle im Landkreis Berchtesgaden. Dabei handelt es sich um eine infizierte Familie, zwei Erwachsene und zwei Kinder. Eine Mutter und die beiden Kinder sind wohnhaft in Schönau am Königssee, ein weiterer Erwachsener in Bischofswiesen. 

Bereits am Vormittag wurde bekannt, dass die Frau -  Reiserückkehrerin aus Norditalien - am Mittwochabend positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurde (siehe Update 12.25 Uhr). Die betroffenen Personen sind häuslich isoliert und werden vom Hausarzt medizinisch behandelt.

UPDATE, 15.58 Uhr - Vier weitere Fälle im Raum Rosenheim

Vier weitere Personen aus dem Landkreis Rosenheim wurden positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet. Nach Informationen des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim infizierte sich eine Person in Südtirol. Die drei anderen Patienten hatten Kontakt zu einer zuvor positiv getesteten Person.

Insgesamt steigt somit die Anzahl der positiv auf SARS-CoV-2 positiv getesteten Personen im Raum Rosenheim auf 13. 

Das Gesundheitsamt möchte in diesem Zusammenhang noch einmal das Bürgertelefon hinweisen. Es wurde eigens für alle Fragen zum Thema „Corona-Virus“ geschaltet. Erreichbar ist es von Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 16 Uhr sowie am Samstag von 8 Uhr bis 12 Uhr unter 08031 392 5555..

UPDATE, 15.50 Uhr - Notstand in Tschechien; Ausnahmesituation in Slowakei

Tschechien schließt seine Grenzen für alle Deutschen, die keinen festen Wohnsitz in dem EU-Mitgliedstaat haben. Die Maßnahme gelte auch für Ausländer aus Italien, Spanien, Österreich, der Schweiz, Schweden, Norwegen, den Niederlanden, Belgien, Großbritannien, Dänemark und Frankreich, erklärte Ministerpräsident Andrej Babis nach einer Krisensitzung am Donnerstag. Er stufte diese Staaten als Risikogebiete für eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus ein. Zeitgleich rief das Kabinett in Prag für die nächsten 30 Tage den Notstand aus. In Tschechien gibt es bisher 96 bestätigte Fälle einer Infektion mit dem Virus.

Seit Anfang der Woche finden bereits stichprobenartige Kontrollen an zehn Grenzübergängen zu Deutschland und Österreich statt, bei denen unter anderem die Körpertemperatur gemessen wird. Bei einer erhöhten Temperatur werden ausländische Fahrer und Insassen zur Umkehr angewiesen oder in Einzelfällen zur medizinischen Versorgung ins Krankenhaus gebracht. Zehntausende Fahrzeuge wurden bisher angehalten. An dem Einsatz sind Armee, Polizei, Zoll und Feuerwehr beteiligt.

"Ausnahmesituation" auch in der Slowakei

Und auch die Slowakei hat ihre Maßnahmen im Kampf gegen eine Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verschärft. Regierungschef Peter Pellegrini kündigte am Donnerstag die Schließung aller drei internationalen Flughäfen des Landes in Bratislava, Kosice und Poprad an. Zudem würden kleinere Grenzübergänge geschlossen und die Kontrollen an großen Grenzübergängen verschärft, erklärte der Sozialdemokrat.

Aufgrund einer schon am Mittwochabend von der Regierung beschlossenen sogenannten "Ausnahmesituation" dürfen die staatlichen Behörden auch Privatfirmen zwingen, im Gesundheitswesen benötigtes Material an den Staat zu verkaufen, auch wenn es bereits von ausländischen Kunden bestellt wurde. Im Unterschied zu einem "Ausnahmezustand" würden aber die Grundrechte der Bürger nicht eingeschränkt, betonte Pellegrini.

Bis Donnerstag wurden in der Slowakei zwar erst 16 Covid-19-Infektionsfälle bestätigt, die Regierung geht aber von einem raschen Anstieg in den kommenden Tagen aus.

UPDATE, 15.40 Uhr - Europa League Spiele finden statt

Die Uefa reagierte am frühen Donnerstagvormittag auf die Gerüchte um eine mögliche Unterbrechung der Champions League bzw. Europa League. 

In einem Statement heißt es: "Angesichts der laufenden Entwicklungen bei der Verbreitung von Covid-19 in Europa und der sich verändernden Analyse der Weltgesundheitsorganisation hat die Uefa heute Vertreter ihrer 55 Mitgliedsverbände sowie die Vorstände des Europäischen Klubverbands und der Europäischen Ligen und einen Vertreter der FIFPro zu einer Videokonferenz am Dienstag, 17. März, eingeladen, um die Reaktion des europäischen Fußballs auf den Ausbruch zu diskutieren.“

Das heißt im Umkehrschluss zumindest die heutigen Spiele in der Europa League finden (noch) statt.

UPDATE, 15.05 Uhr - Schulschließungen in Bayern? - Entscheidung am Freitag

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus will Bayern bis Freitagvormittag über mögliche landesweite Schulschließungen entscheiden. Das kündigte Regierungschef Markus Söder (CSU) am Donnerstag nach der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin an. 

"Ich schließe nicht aus, dass wir Schulschließungen haben werden", sagte er. Es müsse dann auch eine Lösung für die Kitas im Land gefunden werden. Zudem sei es wichtig, eine "überzeugende Antwort" für Schulen, Kitas, aber auch für Ältere zu geben. Er wolle zunächst aber auch die weiteren Diskussionen mit dem Bund abwarten.

UPDATE, 14.18 Uhr - Aus für Champions League

Die Europäische Fußball-Union wird nach Informationen der spanischen Tageszeitung "Marca" den Spielbetrieb in der Champions League und in der Europa League wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus aussetzen.

Der spanische Verbandsboss Luis Rubiales bestätigte, dass es entsprechende Überlegungen gebe. Eine offizielle Bestätigung der UEFA gab es zunächst nicht.

Die Entscheidung wäre quasi ein Novum in der europäischen Königsklasse. In der Vergangenheit waren einmal acht Gruppenspiele nach den Terroranschlägen in New York am 11. September 2001 um eine Woche verschoben worden. Ansonsten hatte es meist nur Verschiebungen aufgrund von schlechten Witterungsbedingungen gegeben.

Wie und ob es in den beiden wichtigsten europäischen Club-Wettbewerben weitergeht, ist noch völlig offen.

UPDATE, 14.05 Uhr - Pressekonferenz der Starbulls Rosenheim 

Die Starbulls Rosenheim haben in einer Pressekonferenz über die aktuelle Lage informiert. Markus Thaler, 1. Vorstand der Starbulls Rosenheim, hat sich am Donnerstagmittag an die Öffentlichkeit gewandt und stand für Fragen zur Verfügung. 

Aufgrund des vorzeitigen Saisonaus für die Starbulls rechne Thaler derzeit mit einem Verlust von rund 130.000 Euro. Allein wegen der Absagen der vielen geplanten Turnieren im Nachwuchsbereich verliere man im Schnitt jeweils einen kleinen fünfstelligen Betrag. 

In den nächsten Tagen soll es auch weitere Informationen bezüglich der Möglichkeiten für Ticketrücknahmen geben. Dabei hofft Thaler allerdings auf die Unterstützung der Fans. Es wäre sehr hilfreich, wenn viele Anhänger auf eine Ticketrückgabe verzichten würden, so Thaler. 

Auch die Kaderplanung für die nächste Saison wurde vorerst gestoppt, da es noch keine Planungssicherung gebe. Momentan seien auch Playoffs zu Beginn der kommenden Saison denkbar. Fakt ist, dass kein Kontingentspieler einen Vertrag für die kommende Saison besitzt. 

UPDATE, 13.48 Uhr - "Oids Panger Volksfest" abgesagt

Die Verantwortlichen der Festzeltbetriebe Werner haben sich aufgrund der aktuellen Coronavirus-Lage dazu entschlossen, das "Oide Panger Volksfest", welches vom 17. April bis 26. April stattfinden sollte, abzusagen. 

UPDATE, 13.20 Uhr - Spielabsagen in der Region

Bei einem Spieler des SV Erlbach gibt es einen Coronavirus-Verdachtsfall. Deshalb musste die Landesligapartie am Freitagabend gegen die SE Freising abgesagt werden. Der Spieler wartet derzeit noch auf einen Test, einen Termin dafür hat der Erlbacher am Freitagvormittag. Außerdem hat der SV Westerndorf den Spielbetrieb in den Jugendabteilungen abgesagt, da eine Rosenheimer Schule, in die etliche Mitglieder des SV gehen, weitgehend komplett schließen musste.

UPDATE, 13.11 Uhr - Hygieneprodukte werden knapp - "Markt wie leergefegt"

Lieferengpässe und hohe Preise: Aufgrund des Coronavirus hat der Rettungsdienst Schwierigkeiten bei der Versorgung ihrer Mitarbeiter mit Desinfektionsmitteln oder Schutzkleidung. Die Kreiskliniken Altötting-Burghausen dagegen fühlen sich jedoch gewappnet.

UPDATE, 12.42 Uhr - Real Madrid unter Quarantäne

Nun hat das Coronavirus auch die erste Spanische Fußballliga erreicht. Nachdem ein Basketball-Profi von Real Madrid positiv auf das Virus getestet worden ist, habe sich der Verein dazu entschlossen, „sowohl die erste Basketballmannschaft als auch die erste Fußballmannschaft unter Quarantäne zu stellen“. Die beiden Teams teilen sich nämlich Einrichtungen des Vereins.

Als Reaktion kündigte die spanische Fußball-Liga an, den Spielbetrieb für die kommenden zwei Wochen auszusetzen.

UPDATE, 12.25 Uhr - Erster Fall im Landkreis Berchtesgadener Land

Jetzt hat das Coronavirus auch das Berchtesgadener Land erreicht. Eine Reiserückkehrerin aus Norditalien wurde am Mittwochabend positiv auf SARS-CoV-2 getestet.

Wie das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land mitteilt, hat die Infizierte aus der Gemeinde Schönau am Königssee und ihre beiden betroffenen Kinder nur geringe Symptomatik. Sie sind häuslich isoliert und werden vom Hausarzt medizinisch behandelt. Die engen Kontaktpersonen sind bereits in häuslicher Quarantäne, weitere Kontaktpersonen werden derzeit ermittelt.

Als wichtigste Maßnahme empfiehlt das Gesundheitsamt allen Landkreisbürgerinnen und -bürgern, unbedingt auf die Grundprinzipien des Infektionsschutzes zu achten: Durch persönliche Hygienemaßnahmen sich selbst schützen, und wenn man krank ist, unbedingt zuhause bleiben, um andere nicht anzustecken. Während der nun drohenden Ausbreitung des Coronavirus sollen auch die sozialen Kontakte reduziert werden, was insbesondere für die gefährdeten Personen im hohen Lebensalter und mit Vorerkrankungen gilt.

Welche Schulen müssen vorübergehend geschlossen werden? 

Die beiden betroffenen Kinder haben in der Woche nach den Faschingsferien die Schule besucht, ohne Symptome zu haben. Da die Infektionsgefahr zwischen allen Schülerinnen und Schülern einer Einrichtung hoch ist, müssen ab dem morgigen Freitag, 13.03.2020, zwei Schulen für voraussichtlich zwei Wochen geschlossen bleiben. Es handelt sich um das CJD- Gymnasium inklusive aller Schulklassen der CJD-Mittelschule und CJD-FOS (Dürreck) und die CJD-Realschule (Schönau a. Königssee, Schneewinklstraße). Die Schulleitungen werden die Schülerinnen und Schüler noch näher informieren.

Pressemeldung Landratsamt Berchtesgadener Land

In diesem Zusammenhang hat auch die Stadt Laufen eine Pressemeldung verschickt:

Nachdem bekannt wurde, dass nunmehr der erste Corona-Fall im Landkreis Berchtesgadener Land nachgewiesen wurde, muss die für den 16. März zwischen 6.30 und 8 Uhr angekündigte Demonstration mit Sperrung der Länderbrücke auf einen unbekannten Termin verschoben werden. 

Auch wenn unser Ärger über die einseitigen Maßnahmen unserer Salzburger und Oberösterreichischen Nachbarn sehr groß ist und eine unmittelbare Reaktion auf die Lkw-Transit- Sperre auf der B156 ab dem 15. März und die angekündigte Lkw-Transit-Sperre auf der B147 ab dem 1. Mai angemessen gewesen wäre, wäre eine Groß-Veranstaltung aufgrund der aktuellen Entwicklung nicht zu verantworten. Wir bitten deshalb alle Beteiligten um Ihr Verständnis. Allerdings: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Pressemeldung Stadt Laufen

UPDATE, 12.16 Uhr - CDU verschiebt Sonderparteitag

Wie die Deutsche Presse-Agentur dpa meldet, verschiebt die CDU wegen der Corona-Krise ihren für den 25. April geplanten Sonderparteitag zur Wahl eines Nachfolgers der scheidenden Parteichefin Kramp-Karrenbauer. Ein Ausweichtermin steht wohl noch nicht fest. 

UPDATE, 12 Uhr - Vierter Todesfall in Deutschland

In Deutschland gibt es einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Wie bild.de unter Berufung auf das Gesundheitsministerium in Stuttgart berichtet, ist ein positiv auf SARS-CoV-2 getesteter Mensch in Baden-Württemberg an den Folgen der Corona-Erkrankung gestorben. 

Dabei soll es sich um einen 67-jährigen Mann handeln. Bei der 70 Jahre alten Frau des Verstorbenen war nach ihrer Rückkehr aus Frankreich das Coronavirus nachgewiesen worden, die Frau befindet sich in stationärer Behandlung. 

Wegen dieser Erkrankung wurde auch der Leichnam des im Februar aus dem afrikanischen Kongo zurückgekehrten Manns getestet, wie das Ministerium unter Berufung auf das Gesundheitsamt des Rems-Murr-Kreises berichtete.

Es ist der vierte Todesfall in Deutschland.

UPDATE, 11.19 Uhr - Erster Todesfall in Österreich 

Das Coronavirus hat in Österreich das erste Todesopfer gefordert. Ein 69-jähriger Mann - Italienheimkehrer mit Vorerkrankungen - ist in der Nacht auf Donnerstag im Wiener Kaiser Franz-Josefspital verstorben, teilte der medizinische Krisenstab der Stadt Wien mit.

Krankenhausbesuche sind in den Wiener Kliniken bis auf Weiteres untersagt. 

Auch bei unseren Nachbarn im Salzburger Land breitet sich das Coronavirus weiter aus. Im Bundesland Salzburg wurden am Donnerstag vier neue Corona-Fälle bekannt und auch bestätigt. Im Pinzgau wurden ein 43-jähriger, ein 42-jähriger und ein 45-jähriger Mann positiv auf das Coronavirus getestet.

Bei dem 45-Jährigen handelt es sich um ein Mitglied einer britischen Reisegruppe, die sich derzeit in einem Hotel in Quarantäne befindet. Bei dem vierten bestätigten Patienten handelt es sich um eine 33-jährige Frau aus der Stadt Salzburg. 

Insgesamt sind im Land Salzburg bislang 19 Personen positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. 

Bundeskanzler Kurz hatte bereits am Donnerstag bekanntgegeben, dass ab kommendem Montag alle Oberstufen-Schulen, somit AHS-Oberstufen und berufsbildende mittleren Schulen wie Handelsakademien oder auch HTLs, die Polytechnischen Schulen und Berufsschulen bis zumindest 3. April geschlossen werden. 

Für die Pflichtschulen wird dies ab Mittwoch gelten. Für die Eltern aller Volks- und Unterstufen-Schüler gibt es die klare Empfehlung, dass sie bis zu diesem Datum ihre Kinder - wenn möglich - zu Hause betreuen sollen. Auch die Kindergärten reagieren auf die vorsorglichen Maßnahmen.

UPDATE, 10.40 Uhr - Fall bei Sicherheitsmitarbeiter am Flughafen München

Ein Sicherheitsbeamter am Flughafen München wurde positiv auf das Coronavirus getestet.

Der Security-Mann ist bei der Sicherheitsgesellschaft am Flughafen München mbH, kurz: SGM, angestellt, die im Auftrag der Regierung von Oberbayern die Sicherheitschecks am Flughafen München übernimmt.

Die Sicherheitsmitarbeiter arbeiten am Flughafen München in festen Schichtteams. Die Arbeitsgruppe, der der positiv getestete Mitarbeiter angehört, wurde komplett nach Hause geschickt und getestet.

UPDATE, 10.26 Uhr - Mangelware Desinfektionsmittel

Seit 2016 war die Herstellung von Desinfektionsmitteln durch Apotheken eingeschränkt. Doch aufgrund der Corona-Epidemie ist es ihnen nun wieder erlaubt. Auch die Apotheke der RoMed-Kliniken könnte bei Engpässen selber herstellen.

rosenheim24.de hat sich bei den RoMed-Kliniken erkundigt, wie sich dort die aktuelle Lage bezüglich Schutzmasken und Desinfektionsmitteln darstellt.

UPDATE, 10.11 Uhr - Live-Pressekonferenz Robert-Koch-Institut

Das Robert-Koch-Institut vermeldete am Donnerstagvormittag 1567 bestätigte Corona-Fälle in Deutschland. Besonders betroffen sind diese Bundesländer: 

  • Nordrhein-Westfalen: 484
  • Bayern: 366
  • Baden-Württemberg: 277

Über die aktuelle Situation informiert das Robert-Koch-Institut in einer Live-Pressekonferenz:

UPDATE, 10.02 Uhr - Neuer Verdachtsfall in Burghausen, Siebtklässler negativ getestet

Am KuMax-Gymnasium in Burghauen gibt es seit Mittwoch erneut einen Verdachtsfall. Das bestätigte Markus Huber, Pressesprecher Landratsamt Altötting, gegenüber innsalzach24.de. Dabei handle es sich um einen Schüler einer sechsten Klasse, die nun vorsorglich vom Unterricht befreit worden ist. Der Abstrich wurde zum Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit nach München geschickt. Dort ist seit Kurzem ein Schichtbetrieb eingeführt worden, um die Proben schneller zu bearbeiten. 

"Der Verdachtsfall bei einem Jungen aus der siebten Klasse dagegen ist negativ ausgefallen. Bisher haben wir noch keinen bestätigten Fall im Landkreis Altötting", berichtet Huber. Seine Mitschüler würden seit heute auch wieder am Schulbetrieb teilnehmen.

UPDATE, 9.43 Uhr - Sky überträgt Buli-Konfernez im Free-TV

Sky-Hammer in Zeiten der Coronavirus-Krise:

Der Bezahlsender "Sky" wird an den kommenden beiden Bundesligaspieltagen die Konferenzen der 1. und 2. Bundesliga live im Free-TV übertragen. Dies erklärte "Sky" in einer Pressemeldung am Donnerstagmorgen:

"Im Zuge der Vorsichtsmaßnahmen zur Verlangsamung der Weiterverbreitung des neuartigen Coronavirus werden an den nächsten beiden Wochenenden zahlreiche Begegnungen der Bundesliga und 2. Bundesliga ohne Stadionpublikum stattfinden müssen.

Aufgrund dieser Ausnahmesituation hat Sky entschieden an den kommenden beiden Spieltagen die Sky Konferenz der Bundesliga am Samstagnachmittag sowie die Konferenz der 2. Bundesliga am Sonntag für alle frei empfangbar auf Sky Sport News HD live zu übertragen.

Devesh Raj, Vorsitzender der Geschäftsführung von Sky Deutschland: "In herausfordernden Zeiten müssen wir alle zusammenstehen. Wir bei Sky glauben fest an die Kraft des Sports, die Menschen zusammenbringt - auch wenn sie getrennt sind. Für uns ist es selbstverständlich, unseren Teil dazu beizutragen, indem wir diese Spiele mit allen teilen, so dass möglichst viele Fußballfans die Bundesliga live erleben können"."

Nachdem bereits Italien den Spielbetrieb in der Serie A komplett eingestellt hatte, zog am Mittwochabend (Ortszeit) auch die beste Basketballliga der Welt die NBA in den USA nach. Auch eine Unterbrechung der Bundesliga ist nicht mehr komplett ausgeschlossen. 

UPDATE, 9.20 Uhr - Deutschland verstärkt Grenzkontrollen

Die Kontrollen an der südlichen deutschen Grenze werden wegen des Coronavirus intensiviert. Einreisende sollen verstärkt auf Coronavirus-Symptome überprüft werden. Das bestätigte das Bundesinnenministerium gegenüber br.de. 

Auch Bahn-Unternehmen seien demnach angewiesen worden, Verdachtsfälle zu melden. In einem solchen Fall müssen die Reisenden eines Zuges außerdem sogenannte Aussteigekarten mit Informationen über sich und ihre Reise ausfüllen, um mögliche Infektionsketten besser ermitteln zu können, schreibt br.de.

UPDATE, 8.23 Uhr - Aktuelle Fallzahlen aus Deutschland in Echtzeit

Ein Team von Geografen und Datenwissenschaftlern aus Deutschland hat jetzt ein Dashboard mit Karte entwickelt, die die Ausbreitung des Coronavirus praktisch in Echtzeit für Deutschland veranschaulicht.

Angezeigt werden die einzelnen Bundesländer in verschiedenen Blautönen: Je dunkler das Blau, desto mehr Fälle gibt es. Zusätzlich zeigt das Dashboard die Zahl der bestätigten Infektionen und die Sterberate. Die Angaben basieren auf Zahlen des Robert-Koch-Instituts, wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der Universität Bonn. Die Coronavirus-Deutschland-Karte ist hier abrufbar: Coronavirus-Deutschland-Karte.

Coronavirus-Karte: Links zur Echtzeitkarte weltweit

Schon seit Längerem gibt es eine Karte mit weltweiten Zahlen zur Verbreitung des Coronavirus*. Hier sind es rote Punkte, die die Zahl aller bestätigten Covid-19-Fälle zeigen. Steigen die Zahlen, wachsen die Punkte.

Hinter der Karte steckt ein Forscherteam aus den USA. An der John Hopkins Universität in Baltimore sammelt man seit dem Ausbruch des Virus Daten der WHO und von einigen nationalen Gesundheitsämtern. Mithilfe einer programmierten Karte werden die Daten für alle anschaulich.

Die Echtzeitkarte steht in zwei verschiedenen Versionen zur Verfügung:

Coronavirus-Karte für Smartphone&Tablet: Coronavirus-Karte mobil 

Coronavirus-Karte für den PC: Coronavirus-Karte Desktop

UPDATE, 7.29 Uhr - Traunsteins Landrat Siegfried Walch wendet sich an Bevölkerung

In einem Facebook-Statement hat sich nun der Traunsteiner Landrat Siegfried Walch (CSU) zu den vier neuen bestätigten Corona-Fällen im Landkreis geäußert. Walch sagt, man habe bereits mit Neuerkrankungen gerechnet. Die Patienten seien bereits in Behandlung und isoliert.

Er spricht auch das Thema Veranstaltungen an. Walch bittet darum, dass Veranstaltungen, welche nicht unbedingt stattfinden müssten, zu verschieben.

Abschließend warnt er vor einer „Panik“. Vor allem das Thema Hamsterkäufe liegt ihm hier am Herzen - diese „schädigen eher die Arbeit gegen diesen Corona-Virus“. Er appelliert an die Bevölkerung, „verantwortungsbewusst“ mit der Corona-Thematik umzugehen.

UPDATE, 6.20 Uhr - Tirol verbietet Besuche in Krankenhäusern

Bei unseren Nachbarn in Österreich sind im Bundesland Tirol inzwischen insgesamt 73 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Zwei Personen gelten als bereits wieder genesen. Am Mittwoch, 11. März, wurden weitere 43 Fälle bekannt, unter anderem auch ein Fall an der Innsbrucker Klinik, wie die Tiroler Tageszeitung nun berichtet.

Unter anderem deswegen untersagte das Land am Mittwochabend Besuche in allen Krankenhäusern. Ausnahmen soll es nur bei Besuchen von Kindern und Palliativpatienten geben.

UPDATE, 5.30 Uhr - USA verhängen Einreisestopp für Europäer

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus schließen die USA ihre Grenzen für Ausländer aus Europa. "Wir werden alle Reisen von Europa in die USA für die nächsten 30 Tage aussetzen", sagte US-Präsident Donald Trump am Mittwochabend im Weißen Haus in einer Ansprache an die Nation. Ausgenommen seien Reisende aus Großbritannien. Aus Europa kommende Amerikaner müssten sich entsprechenden Tests unterziehen. Die Maßnahme gilt nach Angaben des Weißen Hauses ab 23.59 Uhr am Freitag (4.59 Uhr MEZ am Samstag). Passagiere, deren Flug aus Europa vorher startet, dürfen demnach noch einreisen.

In der vom Weißen Haus veröffentlichten Proklamation Trumps hieß es, Ausländer, die sich in den vorhergehenden 14 Tagen in den 26 Schengen-Staaten aufgehalten hätten, dürften nicht mehr in die USA einreisen. Trump sagte zur Begründung: "Die EU hat es versäumt, die gleichen Vorsichtsmaßnahmen (wie die USA) zu treffen und Reisen aus China und anderen Krisenherden einzuschränken." Das habe zu einer Ausbreitung des Virus auch in den USA geführt. 

Trump sagte: "Wir haben in den USA dramatisch weniger Fälle des Virus gesehen als jetzt in Europa." Der Präsident ließ allerdings unerwähnt, dass die USA bislang nur verhältnismäßig wenig Verdachtsfälle auf das Virus getestet haben.

Die Erstmeldung:

Am Mittwoch, 11. März, hatte sich die Situation in der Region weiter verschärft. Aus den Landkreisen Rosenheim und Traunstein waren insgesamt sieben neue Infizierte gemeldet worden. Darüber hinaus waren auch zwei Fälle aus dem Landkreis Rottal-Inn gemeldet worden. Zudem wurde bekannt, dass auch die Eishockey-Oberliga-Saison wegen des Coronavirus vorzeitig abgebrochen wird. Betroffen sind die Starbulls Rosenheim, die von "enormen finanziellen Ausfällen" sprachen.

Auch weitere Veranstaltungen wurden abgesagt, wie etwa die 51. Jazzwoche in Burghausen. Andere geplante Events, wie das Starkbierfest Teisendorf, wurden verschoben. Österreich hatte zudem bekanntgegeben, dass ab Montag alle Schulen geschlossen werden. Zudem wird das Abitur (Matura) verschoben wird, kündigte Bildungsminister Faßmann an.

mw/mh

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