Coronavirus sorgt weiter für Verunsicherung

Vier neue Fälle im Landkreis Traunstein - 51. Jazzwoche in Burghausen abgesagt

Coronavirus - Belgien
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Coronavirus - Belgien

Landkreis/München - Das Coronavirus sorgt weiterhin für zum Teil große Verunsicherung und Besorgnis bei der Bevölkerung. Jeden Tag werden inzwischen zahlreiche weitere Fälle von Infizierten in Bayern bestätigt. Alle aktuellen Entwicklungen erfahren Sie in unserem News-Ticker:

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE:


  • Neun infizierte Personen in Stadt und Landkreis Rosenheim
  • Vier neue Coronavirus-Fälle im Landkreis Traunstein
  • Zwei infizierte Personen in Gangkofen und Eggenfelden
  • 51. Jazzwoche in Burghausen abgesagt
  • insgesamt 239 Fälle in Bayern (Stand Dienstag, 10. März)
  • Bayern untersagt Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern
  • Schüler, die in Risikogebieten waren, sollen bis auf weiteres der Schule fernbleiben
  • Saisonaus der Starbulls Rosenheim nun offiziell
  • Zahlreiche Veranstaltungen abgesagt oder verschoben: Landkreis Rosenheim, Landkreis TraunsteinLandkreise Mühldorf und Altötting, Landkreis Berchtesgadener Land

UPDAT, 21.34 Uhr: Auch Jazzwoche Burghausen jetzt abgesagt

Die 51. Jazzwoche Burghausen muss nun auch aufgrund des Coronavirus abgesagt werden. Das teilte der Veranstalter IG Jazz Burghausen e.V. über ihre Website mit. Diese Entscheidung habe man aufgrund der verschärften Lage zusammen mit der Stadt Burghausen getroffen. 

Im Bezug auf Ticketrückgaben baten die Veranstalter bis 20. April um Geduld, da die Regelungen des Freistaates Bayern für Veranstaltungen noch bis 19. April gelten würden. 

Am Dienstag (10. März) hatten sich die Veranstalter noch kämpferisch gegeben. "Wir versuchen die Jazzwoche auf jeden Fall durchzuführen. Aktuell werden wir die Veranstaltungen auf 1.000 Personen begrenzen“, so Herbert Rißel, Vorsitzender der IG Jazz Burghausen im Gespräch mit innsalzach24.de.

UPDATE, 21.09 Uhr: Vier neue Coronavirus-Fälle im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein gibt es seit heute vier neue bestätigte Corona-Fälle. Dabei handelt es sich um vier erwachsene Personen (zwei Frauen und zwei Männer), die sich unabhängig voneinander infiziert haben.

Die entsprechenden Laborbefunde wurden heute im Laufe des Nachmittags übermittelt. Alle vier Personen werden bereits medizinisch behandelt. Einer der beiden Männer zeigt dabei schwerere Symptome und befindet sich zur Behandlung im Klinikum Trostberg. Die drei weiteren Patienten sind klinisch stabil und befinden sich in häuslicher Isolation. Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der vier Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Pressemeldung Landratsamt Traunstein

UPDATE, 18.59 Uhr: Saisonaus der Starbulls Rosenheim nun offiziell

Die Playoffs der Eishockey-Oberliga 2019/2020 wurden am heutigen Nachmittag, den 11.03.2020, vom Deutschen Eishockey-Bund e.V. (DEB) mit sofortiger Wirkung abgesagt. Der Verband hat sich nach Gesprächen mit den zuständigen Behörden, den betroffenen Vereinen der Oberliga Nord und Süd sowie Vertretern weiterer Sportligen zu diesem bitteren, aber unter diesen Voraussetzungen alternativlosen Schritt entschlossen. Grund dafür sind die kurzfristig erlassenen Verbote mehrerer Bundesländer (unter anderem auch der bayerischen Staatsregierung), Großveranstaltungen wie z.B. Spiele der Eishockey-Oberliga mit mehr als 1.000 Zuschauern stattfinden zu lassen.

Mit der Absage der Playoffs ist die laufende Spielzeit 2019/2020 ab sofort vorzeitig beendet.

„Großer Schock mit enormen finanziellen Ausfällen“

„Die Absage der Playoffs und das damit einhergehende sofortige Saisonende ist für die gesamte Liga und auch für unseren Verein ein großer Schock. Aus gesundheitlichen Gründen verstehen wir die Beweggründe natürlich voll und ganz und können auch die von der bayerischen Staatsregierung beschlossenen Maßnahmen nachvollziehen.

Hier steht die Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und ganz besonders gegenüber den Vorerkrankten und älteren Personen klar über dem sportlichen Wettkampfgedanken. Geisterspiele waren von Anfang an für keinen Klub eine Alternative, aber auch Spiele vor weniger als 1.000 Zuschauern wären eine extrem schmerzhafte Situation für Verein, Fans und Sponsoren gewesen. Eines vorweg: Das Eishockey in Rosenheim wird weitergehen, aber auch wir als Starbulls Rosenheim werden durch die ausgefallenen Einnahmen bei den Heimspielen der Playoffs sowie den ebenfalls abgesagten Nachwuchsturnieren massive finanzielle Verluste erleiden.

Hierzu werden wir in den kommenden Tagen die aktuelle Lage sondieren und uns intern besprechen, wie wir dieses enorme Loch in der Kasse ausgleichen können. Wir möchten schon heute um Verständnis bei unseren treuen Fans und Sponsoren bitten und hoffen, dass ihr uns gerade jetzt in dieser schwierigen Lage weiterhin alle treu zur Seite steht. Weitere Informationen, auch zu den bereits gezahlten Eintrittsgeldern für das erste Playoff-Heimspiel gegen die Hannover Indians, werden wir in den kommenden Tagen bekanntgeben“, sagt ein sichtlich getroffener Marcus Thaller, erster Vorstand des Starbulls Rosenheim e.V.

Pressemitteilung Starbulls Rosenheim e.V. (C.S.)

UPDATE, 17.33 Uhr - Keine Fälle im Lkr. Berchtesgadener Land

Wie das Landratsamt Berchtesgaden vermeldet, liegen dem Amt derzeit keine bestätigten Infektionsfälle mit SARs-CoV-2 vor. "Alle bisherigen Verdachtsfälle waren labordiagnostisch negativ und konnten aus der häuslichen Quarantäne entlassen werden", heißt es von Seiten des Landratsamtes. 

UPDATE, 17.14 Uhr - Warum die Schifffahrt auf Königssee und Chiemsee ganz normal weitergeht

Während immer mehr Veranstaltungen abgesagt und Einrichtungen geschlossen werden, läuft der Betrieb der Königssee- und der Chiemsee-Schifffahrt wie gewohnt. BGland24.de hat bei den Verantwortlichen nachgefragt, wie sich die Situation für sie darstellt.

UPDATE, 16.38 Uhr - Teisendorfer Starkbierfest wird verschoben

Die beiden, für Freitag, den 13. März und Samstag, den 14. März geplanten Starkbierfeste in Teisendorf müssen leider abgesagt beziehungsweise auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Damit folgen die Veranstalter, die Brauerei Wieninger, der Gasthof Alte Post sowie die CSU Teisendorf, der dringenden Empfehlung des Gesundheitsamtes Berchtesgadener Land, Im-Haus-Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen abzusagen. 

Hintergrund sind die empfohlenen Schutzmaßnahmen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Corona-Virus. Trotz der intensiven Vorbereitungen auf das geplante Starkbierfest sehen sich die Veranstalter gezwungen, diese Vorgabe entsprechend umzusetzen. 

"Letztlich ist es eine sehr schmerzhafte Entscheidung für uns, da von den Künstlern und unseren Mitgliedern bereits sehr viel Zeit für die Vorbereitungen aufgebracht wurde", so der CSU-Ortsvorsitzende, Gernot Daxer. Selbstverständlich stehe jedoch die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger und natürlich auch der Mitglieder im Vordergrund, was in Anbetracht der momentanen Lage ein Verschieben des Festes notwendig mache. 

Ziel des CSU-Ortsverbands sei es, das Starkbierfest in einem ähnlichen Rahmen nachzuholen und einen schönen gemeinsamen Abend zu verbringen. Die Termine hierzu stehen noch nicht fest und werden zu gegebener Zeit über die diversen Medienkanäle bekannt gegeben. Die bereits verkauften Karten behalten ihre Gültigkeit. 

kon

UPDATE, 16.20 Uhr - Neun infizierte Personen in Stadt und Landkreis Rosenheim

Es gibt einen weiteren bestätigten Corona-Fall in der Region, teilte das Landratsamt Rosenheim am Mittwochnachmittag mit. Es handelt sich um eine Person aus dem Landkreis Rosenheim. Sie hatte Kontakt zu einer erkrankten Person, die sich in Südtirol angesteckt hatte. Die Zahl der Infizierten in Stadt und Landkreis Rosenheim steigt damit auf neun.

UPDATE, 16.13 Uhr - Zwei Coronavirus-Patienten im Landkreis Rottal-Inn

Bereits am Dienstag bestätigte das Landratsamt Rottal-Inn eine erste auf das Coronavirus positiv getestete Person im Landkreis. Dabei handelt es sich um eine 49-jährige Frau aus Gangkofen. Sie wurde unter häusliche Quarantäne gestellt. 

Am Mittwoch informierte das Landratsamt über einen neuen bestätigten Fall. Eine 71-jährige Frau aus Eggenfelden wurde positiv auf das Virus getestet. Sie und ihr Ehemann wurden nun unter häusliche Quarantäne gestellt.

In beiden Fällen werden nun die Kontaktpersonen ermittelt - als Kontaktpersonen 1. Grades gelten diejenigen Personen, die mindestens über eine Viertelstunde einen direkten „Face-to-Face“-Kontakt (weniger als 75 cm) mit der Erkrankten hatten.

UPDATE, 15.57 Uhr - Saison für Starbulls beendet

Nach der Playoff-Absage in der DEL und der DEL2 ist nun auch eine entsprechende Absage in der Oberliga fix. Dies vermeldeten inzwischen zahlreiche Vereine auf ihren sozialen Plattformen. Eine offizielle Bestätigung vonseiten des DEB steht noch aus, berichtet eishockeynews.de. 

Die Partie zwischen Duisburg und Rostock am Dienstagabend war somit die letzte der Oberliga-Spielzeit 2019/20. Da es aus der DEL2 keinen sportlichen Absteiger gibt, wird es aus den Oberligen entsprechend auch keinen Aufsteiger geben.

Wie es in Bezug auf den Auf- und Abstieg aus den Oberligen (vor allem zwischen der Oberliga Süd und der Bayernliga) aussieht, ist gegenwärtig noch offen.

Auch der vermeintliche Playoffachtelfinalgegner der Starbulls die Hannover Indians vermeldeten auf ihrer Homepage: "Nach der gestrigen kompletten Absage der DEL und der DEL2 Playoffs erwarten die Hannover Indians im Lauf des späten nachmittags eine Erklärung des Deutschen Eishockey Bundes, dass der Spielbetrieb der beiden Oberligen Nord und Süd ebenfalls eingestellt ist. Davon ist sicher auszugehen. 

Aufgrund der umfangreichen Arbeit des DEB und den zu beachtenden Auswirkungen dieser Entscheidung auf den Spielbetrieb in den Nachwuchsligen, sowie der Frauen Bundesliga verzögert sich diese endgültige Stellungnahme mit der definitiven Aussage des eingestellten Oberliga Spielbetriebs seitens des DEB auf den heutigen Nachmittag. Die Einstellung des Spielbetriebs erfolgt aufgrund der staatlichen Anordnung und Empfehlungen zu den aktuellen Corona Verdachtsfällen in ganz Deutschland."

UPDATE, 15.51 Uhr - Verdachtsfall in Grundschule Hochstätt

Auch eine Klasse der Grundschule Hochstätt musste am Mittwoch und muss Donnerstag wegen eines Coronavirus-Verdachtsfalls dem Unterricht fernbleiben, erklärte die Mutter eines Kindes der betroffenen Schule gegenüber rosenheim24.de.

Ein weitere/r Schüler/in sei bereits zuvor negativ auf das Coronavirus getestet worden. Das Ergebnis des aktuellen Verdachtsfalls liege derzeit noch nicht vor. Die Schulleitung wollte sich bereits in der vergangenen Woche gegenüber rosenheim24.de nicht zu diesen Gerüchten äußern und verwies auf die übergeordneten Stellen. 

UPDATE, 15.38 Uhr - Grenzkontrollen an österreichisch-italienischen Grenzen in Tirol gestartet

Seit Mittwoch (11. März) sind die Grenzkontrollen an der österreichisch-italienischen Grenze infolge des Coronavirus in Kraft. Dies berichtet die Tiroler Zeitung. Am Brenner wird für die Grenzkontrollen die einst wegen der Migrationskrise eingerichtete Infrastruktur wieder in Betrieb genommen. "Es werden alle Fahrzeuge angehalten und kontrolliert“, sagte Tirols Landespolizeidirektor Edelbert Kohler bei einem Pressestatement am Brenner. Das berichtet die Tiroler Tageszeitung. 

UPDATE, 15.10 Uhr - Corona-Verdachtsfall in Bad Aibling

Am Mittwochnachmittag meldete sich ein Leser bei unserer Redaktion und berichtete, dass im Bildungshaus der Diakonie auf dem B&O Gelände im Bad Aiblinger Ortsteil Mietraching bereits mehrere Klassen geschlossen worden und ein Notarzteinsatz stattgefunden haben soll. Der Leser habe auch beobachtet, dass Sanitäter in Ganzkörper-Schutzkleidung eine Person abgeholt haben sollen.

rosenheim24.de hat beim Bildungshaus nachgefragt, was es mir diesen Gerüchten auf sich hat. "Wir haben keinen bestätigten Corona-Fall sondern nur einen Verdachtsfall, wie an vielen anderen Schulen auch", heißt es von Seiten der Leitung. "Eine Fachkraft hielt sich in einem Risikogebiet auf und zeigte Symptome. Diese befindet sich daher bereits in Quarantäne. Eine andere Fachkraft hatte ein anderes gesundheitliches Problem, weswegen wir heute vorsichtshalber einen Arzt gerufen haben. Es gibt keine Quarantänemaßnahmen in unserer Einrichtung. Eine „Klasse“ ist vom Schulbesuch bis einschließlich Freitag freigestellt worden." Alle Eltern seien bereits informiert worden.

UPDATE, 14.30 Uhr - So reagieren die Vereine aus der Region auf das Coronavirus

Am Montag veröffentlichte der Bayerische Fußball-Verband für die Vereine Informationen zum Coronavirus. Beinschuss.de hat mit den Clubs gesprochen, wie sie mit der aktuellen Lage umgehen.

UPDATE, 13.55 Uhr - Insgesamt acht Coronavirus-Fälle in Stadt und Landkreis Rosenheim

Wie das Landratsamt Rosenheim am Mittwoch mitteilte, gibt es weitere bestätigte Corona-Fälle im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim. Zwei Personen infizierten sich in Südtirol. Eine weitere Person stammt aus Nordrhein-Westfalen und ist im Landkreis zu Gast. Die Zahl der mit dem neuartigen Corona-Virus infizierten Personen steigt damit auf acht

UPDATE, 13.40 Uhr - Drive-in für Corona-Tests in München 

Die Zahl der in Deutschland an Coronavirus verstorbenen Patienten ist am Mittwoch auf drei gestiegen. Auch in Bayern herrscht Corona-Alarm. Mittlerweile gibt es fast täglich neue Verdachtsfälle oder Infizierte. Die Stadt München will nun ab Mittwoch, 11. März, potenziell Infizierte in einem "Drive-in" testen

An der Bayernkaserne in der Heidemannstraße in München sollen nach Terminabsprache mit dem Gesundheitsamt die Personen getestet werden, die unmittelbaren Kontakt mit einem bestätigt Infizierten hatten, wie das Referat für Gesundheit und Umwelt am Dienstag mitteilte.

Das Prinzip ist einfach erklärt: Hinfahren, Fenster auf, Rachenabstrich und sofort wieder heim. Betreiber ist der Rettungsdienst Aicher Ambulanz, der unter anderem auch für die medizinische Versorgung auf dem Münchner Oktoberfest zuständig ist. Ähnliche Einrichtungen gibt es bereits in Baden-Württemberg und Hessen. 

UPDATE, 13 Uhr - Traunsteiner Georgiritt und Schwerttanz abgesagt

Traurig, aber notwendig: Der Traunsteiner Georgi-Ritt mit Schwerttanz am Ostermontag, 13. April, ist abgesagt. Dazu Oberbürgermeister Christian Kegel: „Aufgrund der aktuellen Entwicklung hinsichtlich der Verbreitung des Corona-Virus und der daraus folgenden Ministerratsentscheidung, bis zum 19. April keine Großveranstaltungen ab 1000 Personen stattfinden zu lassen, haben sich der St.-Georgs-Verein Traunstein, die Stadtpfarrkirche St. Oswald und die Stadt Traunstein als Veranstalter des Georgi-Ritts darauf verständigt, diese für Traunstein und den gesamten Chiemgau so herausragende Pferdewallfahrt samt Schwerttanz in diesem Jahr nicht durchzuführen. Wir sind uns unserer großen Verantwortung, der Verbreitung dieses Virus nicht unnötig Vorschub zu leisten, sehr bewusst und warten daher auch nicht ab, bis von der zuständigen Gesundheitsbehörde die Untersagung erteilt wird. Wir bitten alle Traunsteinerinnen und Traunsteiner, alle Teilnehmer mit ihren Rössern sowie alle Gäste um Verständnis für diese notwendige Maßnahme im Sinne der Eindämmung des Virus und damit im Sinne der Gesundheit.“

Pressemitteilung Stadt Traunstein

UPDATE, 12.20 Uhr - Das sagt Reichenhalls Oberbürgermeister

Nun hat sich auch Herbert Lackner, Bürgermeister der Stadt Bad Reichenhall öffentlich auf Facebook an die Bürger gewandt und erklärte die Gebäudeschließungen in der Salinenstadt und in Bayerisch Gmain. "Prävention, Ruhe und Besonnenheit" seien aktuell sehr wichtig, betonte Lackner.

Zudem erklärte Lackner, dass die für Sonntag angesetzte Kommunalwahl nach derzeitigem Stand wie geplant stattfinden werde. Gerne könne der Wähler zu Schutzzwecken jedoch eigene Stifte in die Wahlkabine mitbringen.

UPDATE, 11.30 Uhr - DEL bezieht Stellung - Oberliga darf weiter hoffen

"Es ist ein immenser Schaden", so beginnt das Gremium der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ihre Pressekonferenz zur vorzeitigen Beendigung der DEL-Saison 2019/20, die somit ohne Playoffs und ohne Meister endet. 

Der Schaden wäre bei möglichen Geisterspielen "genauso hoch", wenn nicht sogar noch höher ausgefallen, heißt es von Seiten der Verantwortlichen. Am Dienstag habe man sich deshalb die Frage gestellt, ob es "wert sei, den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten". Letztendlich sei man zu dem Entschluss gekommen, dass man Spieler, Funktionäre, Mitarbeiter und auch Journalisten vor unnötigen Reisen und indirekt vor dem Coronavirus schützen müsse. 

Währenddessen geht das Hoffen und Bangen in der Eishockey-Oberliga weiter. Noch immer gibt es dort keine endgültige Entscheidung zu vermelden. Am Mittwoch sollen allerdings noch weitere Informationen bekanntgegeben werden. Dann wird auch entschieden, wie es für die Starbulls Rosenheim weitergeht.

UPDATE, 11.15 Uhr - Traunsteins Landrat Walch äußert sich

Traunsteins Landrat Siegfried Walch (CSU) hat sich nun in einem Facebook-Statement an die Öffentlichkeit gewandt und rief dazu auf, Ruhe zu bewahren: "Es ist überhaupt nicht angebracht, in irgendeiner Weise in Panik zu verfallen oder Hamsterkäufe zu tätigen. Das bringt dem Einzelnen nichts, sondern schadet der Allgemeinheit." 

Bürger könnten sich natürlich jederzeit an die Behörden wenden. Dazu sei auch ein Bürgertelefon eingerichtet worden. Zudem stünden alle relevanten Informationen auch auf der Homepage des Landkreises bereit. 

Auch zu möglichen Schulschließungen äußerte sich Walch. "Aktuell ist der Schulbetrieb nicht beeinträchtigt. Das kann sich jedoch stündlich ändern. Wir schauen da sehr genau drauf. Die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler hat dabei natürlich Vorrang."

UPDATE, 11.03 Uhr - GTI-Treffen am Wörthersee abgesagt

Aufgrund des Coronavirus haben die Veranstalter nun beschlossen, das 39. Wörtherseetreffen - GTI-Treffen 2020 abzusagen. Das verkündete die Gemeinde Maria Wörth vor 40 Minuten auf ihrer Facebookseite.

UPDATE, 10.50 Uhr - Weitere Absagen und Schließungen

Soeben wurde gemeldet, dass bis zum Ende der Osterferien keine Veranstaltungen in den Gebäuden des Staatsbades Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain mehr stattfinden werden. Theater, Konzertrotunde, Königliches Kurhaus und Haus des Gastes Bayerisch Gmain werden geschlossen. Dies teilte die Kur GmbH mit und sprach von einer "Präventivmaßnahme". Die Maßnahme gilt ab Donnerstag, 12. März.

Zudem wurde von der Stadt Rosenheim auch der Informationsabend zum Übertritt an die Städtische Realschule für Mädchen (MRS) am Mittwoch, 18. März, abgesagt. Ein neuer Termin für den Infoabend zum Übertritt wird unter www.mrs-rosenheim.de rechtzeitig bekanntgegeben.

Die Stadt Wasserburg teilte unterdessen mit, dass der Mitfastenmarkt und der damit einhergehende verkaufsoffene Sonntag am 22. März abgesagt werden.

Zudem wird der Jahresempfang der Erzbischöflichen Dekanate und des Caritasverbandes in Stadt und Landkreis Rosenheim heuer nur in verkürzter und leicht modifizierter Form stattfinden.

UPDATE, 10.35 Uhr - Zugverkehr zwischen Italien und Österreich eingestellt

Der Personen-Zugverkehr von und nach Italien über die österreichische Grenze ist eingestellt. "Wir folgen den Anweisungen der Behörden", sagte ein Sprecher der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) am Mittwoch. Nicht betroffen sei der Güterverkehr. Als vorläufig letzter Zug habe am Vormittag ein Eurocity aus Italien in Richtung Innsbruck und München die Grenze passiert.

Österreich führt Corona-Tests am Brenner durch

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Derweil liefen die Vorbereitungsarbeiten für die angekündigten "Corona-Kontrollen" des Autoverkehrs an der Grenze zu Italien. Die Maßnahmen seien "aufwendig", sagte Polizeisprecher Stefan Eder der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Für die Kontrollen seien "bauliche Maßnahmen" erforderlich, unter anderem müssten Leitplanken abmontiert werden. Zudem sei zu klären, wohin die Fahrzeuge jeweils geleitet werden und wie genau mit zu erwartenden Staus umgegangen wird. Eine genaue Startzeit für die Kontrollen nannte der Sprecher nicht.

UPDATE, 10.10 Uhr - Bayern-Spiel ohne Zuschauer

In den Bundesländern Bayern und Nordrhein-Westfalen sind "Geisterspiele" bereits beschlossene Sache. Unter anderem trifft des FC Bayern kommende Woche im Rückspiel des Champions League-Achtelfinales gegen den FC Chelsea. In der Bundeshauptstadt scheint dagegen das "Corona-Chaos" zu herrschen, was das Bundesliga-Spiel der Münchner am Samstag (18.30 Uhr) bei Union Berlin angeht.

Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci sagte jetzt einem Berliner Radiosender, dass das Spiel ihrem Kenntnisstand zufolge ohne Zuschauer stattfinden würde. Auch die Bild-Zeitung hatte bereits darüber berichtet. Union-Präsident Dirk Zingler hatte dagegen herum getönt, dass das Spiel ganz normal mit Fans im Stadion an der Alten Försterei ausgetragen würde. Dafür hatte er heftige Kritik einstecken müssen, auch von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Eine endgültige Entscheidung stand am Mittwochvormittag noch aus.

UPDATE 10.55 Uhr: Das Spiel Union Berlin gegen den FC Bayern wird am Samstag ohne Zuschauer ausgetragen! Das hat das zuständige Bezirksamt in Berlin inzwischen mitgeteilt!

UPDATE, 9.55 Uhr - Open Air in Fridolfing abgesagt 

Das Open Air in Fridolfing (Landkreis Traunstein) wurde nun ebenfalls abgesagt. Die Veranstaltung hätte eigentlich am Samstag, 21. März, stattfinden sollen. Man halte sich damit an die Vorgaben und/oder Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts bzw. der Bayerischen Staatsregierung, teilten die Veranstalter mit.

UPDATE, 9.45 Uhr - Firmungen in Stadt und Lkr. Rosenheim abgesagt

Die Firmungen in Stadt und Landkreis Rosenheim werden bis auf weiteres abgesagt. Das hätte die Erzdiözese München und Freising beschlossen, wie Radio Charivari nun berichtet. Zur Begründung hieß es, dass dieses Sakrament mit einer persönlichen Berührung gespendet würde und dabei viele Menschen aus unterschiedlichen Regionen zusammenkommen würden. Dabei sei das Infektionsrisiko zu groß. Wann die Firmungen nachgeholt werden, ist derzeit nicht bekannt.

UPDATE, 9.20 Uhr - Schild vor Hausarztpraxis in Rosenheim

Dieses Schild wurde vor einer Hausarztpraxis in Rosenheim aufgestellt.

"Auch wenn Sie noch nie in China, auf keinem Kreuzfahrtschiff und noch nicht einmal beim Italiener beim Essen waren..." - heißt es unter anderem auf einem Hinweisschild, das vor einer Hausarztpraxis in Rosenheim aufgestellt worden ist. Weiter gibt die Praxis darauf Handlungsanweisungen an ihre Patienten. Patienten, welche Symptome wie Husten und/oder Schnupfen aufweisen, sollen die Praxis nicht betreten, sondern nach Hause gehen und sich von dort aus telefonisch melden.
Das Praxisteam bedankte sich ausdrücklich für das Verständnis der Patienten und erklärte, dass man in der aktuellen Situation "gerade alles richtig zu machen" versuche.

UPDATE, 9 Uhr - Josefi-Konzert in Traunstein abgesagt

Jetzt wurde auch das für 21. März geplante Josefi-Konzert der Stadtmusik Traunstein abgesagt. Die Veranstaltung hätte in der Aula 1 der Berufsschule in Traunstein stattfinden sollen. "Unser Konzert erfreut sich zunehmend überregionaler Beliebtheit und mit einer erwarteten Zuschaueranzahl von etwa 400 Personen würde eine kritische Größenordnung in Bezug auf die momentanen Empfehlungen zur Absage von Veranstaltungen erreicht werden", teilten die Veranstalter mit.

UPDATE, 8.10 Uhr - Italiener mit verzweifeltem Hilferuf

Unterdessen sorgt ein Video aus Neapel für Aufregung in den sozialen Netzwerken. Luca F. sendete dort einen verzweifelten Hilferuf aus der Corona-Quarantäne. "Meine tote Schwester ist hier mit mir, keiner hilft...", beklagt er in dem Video die fehlende Unterstützung durch die Behörden. Dabei ist auch mehrmals seine tote Schwester Teresa zu sehen. Die Frau starb höchstwahrscheinlich am neuartigen Coronavirus.

UPDATE, 7.40 Uhr - Abgesagte Veranstaltungen im Innsalzach-Raum

Die ersten Absagen aufgrund des Coronavirus wurden bereits bekannt gegeben. Am Wochenende (14. und 15. März) hätte eigentlich das Streetfood- und Musikfestival in Waldkraiburg stattfinden sollen. Doch wie steht es beispielsweise um die Jazzwoche in Burghausen? innsalzach24.de hat nachgefragt und alle Infos zusammengetragen.

UPDATE, 7.14 Uhr - Typisierungsaktion in Rosenheim abgesagt

Schweren Herzens absagen musste die Volksbank-Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee ihre Typisierungsaktion, die sie für einen an Blutkrebs erkrankten Mitarbeiter aus Schnaitsee hatte starten wollen. Der dreifache Familienvater sucht händeringend nach einem Stammzellenspender. Doch die DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) cancelte aufgrund des Corona-Risikos sämtliche Hilfsaktionen.

UPDATE, 6.30 Uhr - Teddybärkrankenhaus abgesagt

Das "Teddybärkrankenhaus Rosenheim", das zwischen 12. und 14. März in Rosenheim hätte stattfinden sollen, wurde nun auch abgesagt. Die Veranstalter haben zu den Gründen eine Stellungnahme auf Video aufgenommen und auf YouTube eingestellt.

Die Erstmeldung:

Am Dienstag, 10. März, waren in Stadt bzw. Landkreis Rosenheim der vierte und fünfte Coronavirus-Fall bestätigt worden. Es handelt sich dabei um Geschwister, die im Landkreis Rosenheim zuhause sind. Das Karolinen Gymnasium in Rosenheim bleibt deswegen bis zum Ende der kommenden Woche (20. März) geschlossen. Darüber hinaus wurden zahlreiche weitere Maßnahmen in die Wege geleitet. Unter anderem verschob die Technische Hochschule Rosenheim den Vorlesungsbeginn des Sommersemesters auf 20. April. Im Eishockey haben DEL und DEL2 die Saison vorzeitig beendet. Auch für die Starbulls Rosenheim sieht es danach aus, dass die Oberliga-Saison vorzeitig enden wird. Eine endgültige Entscheidung soll am Mittwoch fallen.

Am Mittag hatten Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) auf einer Pressekonferenz außerdem verkündet, dass Großveranstaltungen mit über 1.000 Besuchern im Freistaat bis auf weiteres untersagt werden. Damit soll die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden. Die wirtschaftlichen Folgen sind in vielen Bereichen bereits spürbar, auch in der Region.

Zu noch drastischeren Maßnahmen griff Österreich. Die Einreise aus Italien werde weitgehend gestoppt, teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) mit. Ausnahmen seien nur mit ärztlichem Attest möglich. Ab Mittwoch soll es zum Beispiel an der Brenner-Autobahn in Tirol entsprechende Kontrollen geben. Bereits am Dienstag war stichprobenartig kontrolliert worden. Oberstes Ziel sei es, die Einschleppung der Erkrankung zu verhindern, hieß es.

mw/mh/mz/jg

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