"Situation besonders arbeitsreich und belastend"

Haben die Supermärkte in der Region jetzt länger geöffnet?

Landkreis - Während der Coronakrise dürfen in Bayern die Supermärkte länger geöffnet haben. Machen die Supermärkte in der Region von der neuen Regelung Gebrauch? rosenheim24.de hat nachgefragt.

Die Regierung verspricht: Jeder wird die Dinge einkaufen können, die er oder sie benötigt. Es gibt keinen Grund zu Hamsterkäufen. Die Versorgung der Bevölkerung sei gesichert. Jeder Bürger wird also weiterhin und überall die Dinge einkaufen können, die er benötigt. Denn während etwa in Italien nur wenige Menschen gleichzeitig in die Supermärkte gehen dürfen und dies nur zu bestimmten Zeiten, ist für Deutschland bislang nichts ähnliches geplant.


Einkaufen am Sonntag und bis 22 Uhr

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) teilte mit, dass die im Freistaat vergleichsweise restriktiven Ladenöffnungszeiten gelockert werden: Um die Versorgung mit Lebensmitteln zu gewährleisten, dürfen Lebensmittelhändler nun an Werktagen von 6 Uhr bis 22 Uhr öffnen sowie sonn- und feiertags von 12 Uhr bis 18 Uhr. Unter anderem dürfen auch Getränkemärkte, Drogerien, Bau- und Gartenmärkte, die Post oder Tankstellen geöffnet bleiben.

Alles wie gewohnt

rosenheim24.de hat bei den Supermarktketten nachgefragt, ob die Filialen in den OVB24 Landkreisen Rosenheim, Traunstein, Mühldorf, Altötting und Berchtesgadener Land von dieser neuen Regelung Gebrauch machen. Rewe, Penny, Lidl, Netto, Kaufland, Aldi und Edeka haben bereits auf unsere Anfrage geantwortet. Die sagen einheitlich: Es bleibt alles beim Alten. 


"Aktuelle Situation besonders belastend"

"Als Lebensmitteleinzelhändler erfüllen wir insbesondere in der aktuellen Situation einen sehr wichtigen Versorgungsauftrag für die Bevölkerung - diesen Auftrag nehmen wir sehr ernst. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter insbesondere in Verkauf und Logistik geben jeden Tag alles, damit ausreichend Ware in die Regale kommt", sagt Aldi Süd Pressesprecherin Carolin Kunsleben. "Aldi Nord und Aldi Süd als verantwortungsvolle Arbeitgeber und familienorientierte Unternehmen tragen eine hohe soziale Verantwortung gegenüber der Belegschaft, für die die aktuelle Situation besonders arbeitsreich und belastend ist. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen Ruhephasen, um Kräfte zu sammeln, sich zu erholen, Zeit mit ihren Partnern und Familien zu verbringen. Aus diesem Grund planen Aldi Nord und Aldi Süd derzeit keine Verlängerung der Öffnungszeiten sowie auch keinen Sonntagsverkauf.

Es sei auch im Interesse unserer Kundinnen und Kunden, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesund und fit bleiben, um ihren wichtigen Versorgungsauftrag erfüllen zu können. so Kunsleben. "Wir Vertrauen auf das Verständnis und die Solidarität unserer Kundinnen und Kunden insbesondere mit unserem Verkaufspersonal. Wir beobachten die Lage aber genau und werden bei notwendigen Regulierungen seitens der Bundesregierung flexibel reagieren."

jb

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