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Licht hebt die Laune

Das hilft gegen Winterblues: Lichttherapie

Schneelandschaft
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Licht hebt die Laune

Wenn die Tage kurz und die Nächte lang sind, steigt die Gefahr depressiver Verstimmungen. Denn das fehlende Licht wirkt sich direkt auf den Hormonhaushalt aus und beeinflusst die Psyche. Warum das so ist und was man gegen den sogenannten Winterblues unternehmen kann, haben wir für Sie zusammengestellt.

von Raphaela Kreitmeir

Morgens, wenn man das Haus verlässt, ist es noch dunkel, und auch abends auf dem Heimweg herrscht Dunkelheit. Das drückt die Stimmung, eine bleierne Müdigkeit, die man kaum noch abschütteln kann, macht sich breit. Verantwortlich sind dafür die Hormone.

Um genau zu sein, sind es zwei Hormone. Denn das Fehlen von Licht kurbelt die Produktion von Melatonin an, das auch unter dem Begriff Schlafhormon bekannt ist. Man ist pausenlos müde, ohne im Schlaf wirkliche Erholung zu finden. Gleichzeitig wird weniger Serotonin gebildet. Die Aufgabe dieses Botenstoffes erschließt sich unmittelbar, wenn man weiß, dass er im Volksmund Glückshormon genannt wird. Ein Mangel an Glücksgefühlen und ein Überfluss an erschöpfter Müdigkeit sind also die natürlichen Folgen von fehlendem Tageslicht. Einige Menschen reagieren darauf eher unauffällig, aber die Mehrheit entwickelt eine Stimmung, die sich am treffendsten mit Winterblues umschreiben lässt. Frauen sind davon übrigens weitaus häufiger betroffen als Männer. 

Die Ursachen sind – das nur zur Beruhigung – nicht in psychosozialen Stressfaktoren zu finden und der Winterblues ist streng genommen auch keine Form der Erkrankung. Aber er vermindert die Lebensqualität. Daher gilt es etwas dagegen zu tun. Und was hilft? Licht, lautet die genauso einfache wie überzeugende Antwort. 

Licht tanken

Auch wenn’s schwer fällt, denn zur konstanten Müdigkeit gesellt sich meist noch eine stattliche Antriebslosigkeit, gilt es rauszugehen und sich zu bewegen. Spaziergänge oder Laufen bieten sich an, denn bei Sport werden körpereigene Glücksbotenstoffe freigesetzt, die die Stimmung spürbar aufhellen. Und falls es im Winter gar nicht richtig hell wird, hilft eine Lichttherapie.

Licht hebt die Laune

Verschrieben werden kann diese vom behandelnden Arzt. Die Lichttherapie nutzt die Bestrahlung mit hellem fluoreszierendem Licht, das physikalisch gesehen dem Sonnenlicht entspricht und aus dem die für die Haut gefährlichen UV-Strahlen herausgefiltert werden. Mit einer Stärke von 2.500 bis 10.000 Lux werden so saisonal abhängige, depressive Störungen therapiert. Auch wenn die Lichttherapie ein medizinisch anerkanntes Verfahren ist, ist sie zur Behandlung der Winterdepression für die gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland nach wie vor eine Selbstzahlerleistung (IGeL).

Für die Anwendung zu Hause gibt es auch Tageslichtleuchten und Lichttherapielampen. Vorab sollte man sich vom Augenarzt beraten lassen, denn bei einigen Augenerkrankungen ist Vorsicht geboten. In der Regel wird die Anwendung am Morgen empfohlen, und zwar an jedem Morgen. Die Anwendungsdauer beträgt 30 Minuten, um der sogenannten inneren Uhr genug Zeit zu lassen, in den Tag zu starten. Dazu setzt man sich mit offenen Augen und nicht weiter als einen Meter von der Lichtquelle entfernt vor die Lampe. Während der Therapie kann man arbeiten, lesen oder essen. Erste Verbesserungen der Symptome sind bereits wenige Tage nach Therapiebeginn spürbar. Erfahrungsgemäß hellt die Stimmung innerhalb von zwei Wochen auf. Die Wirksamkeit der Lichttherapie ist wissenschaftlich belegt.

Vollspektrumlicht am Arbeitsplatz

Gegen den Winterblues können auch sogenannte Vollspektrumlampen helfen. Sie bilden das gesamte Spektrum des Tageslichts ab und lassen sich auch ganz problemlos in Decken- und Tischlampen einsetzen. Weil die Lampen ja viel länger angeschaltet sind, kann man mit bedeutend weniger Lichtintensität als bei den Lichttherapielampen auskommen. Erste wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass eine Vollspektrumbeleuchtung am Arbeitsplatz einer Winterdepression vorbeugen kann.

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