Rückblick ins Jahr 2020

Das passierte in der Region vor genau einem Jahr - die wichtigsten Ereignisse im Überblick

Die dritte Kalenderwoche 2020 wurde von vielen Bränden überschattet
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Die dritte Kalenderwoche 2020 wurde von vielen Bränden überschattet

In dieser schnelllebigen Zeit sind Nachrichten fast genauso schnell wieder vergessen, wie man sie konsumiert. Oftmals weiß man schon eine Woche später gar nicht mehr, was vergangene Woche los war. Geschweige denn vor einem Jahr. Daher fassen wir für Euch die wichtigsten Nachrichten der Woche aus der Region, die sich vor einem Jahr ereignet haben, zusammen.

Die 3. Kalenderwoche 2020 stand in der Region ganz unter dem Zeichen des Feuers. Viele Brände überschatteten die OVB24-Landkreise. Was sonst noch so los war in der Woche vor einem Jahr? Wir haben für Euch die wichtigsten Nachrichten der Region von damals zusammengefasst:

Großbrand in Schreinerei bei Riedering

Die Werkstatt einer Schreinerei in Persdorf bei Riedering brannte am 18. Januar 2020 komplett nieder - die Feuerwehr konnte zumindest ein Übergreifen der Flammen auf ein Hotel verhindern. Es entstand ein Schaden von mehreren Millionen Euro. Nachbarn hatten gegen 20.15 Uhr den Brand entdeckt. „Als wir angekommen sind, war das Gebäude schon voll in Flammen“, so Kreisbrandrat Richard Schrank am Sonntag vor Ort im Gespräch mit rosenheim24.de. 120 Feuerwehrleute vor Ort konnten ein Übergreifen der Flammen auf das benachbarte Hotel verhindern.

Hubschrauber-Einsatz in der Großraumregion Rosenheim

Am Donnerstag, den 16. Januar, kam es zu einem Einsatz in der Großraumregion Rosenheim. Ein Mann aus dem Landkreis Miesbach wurde gesucht. Ein älterer Mann aus dem Landkreis Miesbach hatte eine ernsthafte Suizidandrohung ausgesprochen. Dann sei er in sein Auto gestiegen und in Richtung Österreich gefahren. Auf einem Autobahnparkplatz bei Salzburg wurde der Mann von den Kollegen der Polizei Österreich in Gewahrsam genommen. 

Stadl in Ruhpolding brennt lichterloh

Die Woche stand im Zeichen der Brände. Auch im Chiemgau wurde ein Gebäude Raub der Flammen. In der Seehauser Straße in Ruhpolding stand am 19. Januar 2020 ein Stadl in Vollbrand. Die Feuerwehren aus Eisenärzt und Ruhpolding waren mit 50 Mann im Einsatz. Der Schaden belief sich auf etwa 30.000 Euro. Die Feuerwehren Ruhpolding und Eisenärzt waren mit fast 50 Mann und acht Fahrzeugen vor Ort und konnten den Brand der Hütte löschen. Bei der Brandursache wurde von einem technischen Defekt ausgegangen. 

Biathlon in Ruhpolding

In Ruhpolding wurde der Biathlon Weltcup ausgetragen. Am 16. Januar fand der Sprint der Männer statt. Deutschland zeigte mannschaftlich eine starke Leistung, feierte das nächste Podest, war aber gegen den Führenden im Gesamtweltcup wieder einmal chancenlos. Insgesamt zeigten die deutschen Herren bei sehr guten äußeren Bedingungen eine mannschaftlich geschlossene Leistung. Johannes Kühn beendete den Sprint von Ruhpolding als Neunter, Roman Rees wurde 19., Arnd Peiffer 22. und Philipp Horn 24. Gewonnen hat das Rennen der Franzose Martin Fourcade.

Philipp Horn landete beim Sprint der Männer auf Rang 24

Großbrand auf Bauernhof in Waldkraiburg

Ein Großaufgebot an Feuerwehren war am 17. Januar 2020 im Waldkraiburger Ortsteil Rausching gefordert. Dort stand ein 400 Jahre altes Bauernhaus, welches unter Denkmalschutz stand und seit mehreren Jahren unbewohnt war, in Vollbrand. Nachbarn bemerkten das Feuer und setzten einen Notruf ab. Etwa 150 Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren wurden zur Brandbekämpfung alarmiert. Die Schaden wurde auf etwa 75.000 Euro geschätzt.

Etwa 150 Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren kämpften am gegen die Flammen an.

Petition gegen Tempolimit auf der A94

Am 1. Februar 2020 sollte auf dem neuen eröffneten Abschnitt der A94 zwischen Heldenstein und Paststetten ein Tempolimit eingeführt werden. Während viele Anwohner aufatmeten, wollen sich das andere wiederum nicht gefallen lassen. Sie starteten eine Petition mit dem Titel „Tempolimit 120 km/h an der A94 stoppen“. Bereits wenige Stunden nach der Veröffentlichung hatte die Petition fast 10.000 Unterstützer (Stand: 13. Januar, 17 Uhr). Das Tempolimit wurde trotzdem eingeführt, später aber als verfassungswidrig eingestuft.

Unterstützer-Unterschriften für Kommunalwahl im Berchtesgadener Land

In den vier Gemeinden Bad Reichenhall, Freilassing, Marktschellenberg und Piding brauchten im Januar 2020 insgesamt acht Bürgermeister-Kandidaten und vier Listen Unterstützer-Unterschriften aus der Bevölkerung. Bad Reichenhalls ehemaliger Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner nahm am 17. Januar mit 250 Unterschriften die Hürde. Mit Markus Hiebl, dem unabhängigen Bürgermeister-Kandidat für Freilassing, konnte im Januar auch Pidings Bürgermeister Hannes Holzner aufatmen. 

Dachstuhlbrand in Piding

Im Pidinger Ortsteil Mauthausen kam es am 18. Januar 2020 zu einem Feuerwehreinsatz. Ein Holz-Stapel fing Feuer und breitete sich auf ein Wohnhaus aus. Der Schaden belief sich auf etwa 80.000 Euro und das Haus war nicht mehr bewohnbar. Die Feuerwehr Piding sowie benachbarte Feuerwehren waren mit zahlreichen Kräften im Einsatz. Ihnen gelang es schnell, den Brand zu löschen. Als mögliche Brandursache kam eine unsachgemäß gelagerte Ofenasche auf der Terrasse des Hauses in Betracht. Von dort aus griff das Feuer offenbar auf den Holzstapel und anschließend auf das Hausdach über.  

Nach Dachstuhlbrand in Piding: Wohnhaus nicht mehr bewohnbar

Tourengeher sorgen für Ärger im Skigebiet Götschen

„So geht es nicht weiter“, schrieben die Betreiber der Götschen Skilifte im Januar auf Facebook. Skitourengeher sorgten dort immer wieder für Ärger. Oft werden Anweisungen nicht befolgt, zum Teil werden sie als „Grattler“ beschimpft. Während die Skifahrer für die Skilifte bezahlen müssen, nutzen die Skitourengeher die präparierte Piste umsonst. „Es ist eine Frechheit welche Verhaltensweisen gegenüber dem Liftpersonal und den zahlenden Gästen vorherrschen“, schrieben die Betreiber weiter. Katharina Walch ist zuständig für das Marketing der Götschen Skilifte und erzählt von Pistengeher, die ihre Hunde, trotz Ermahnung durch das Personal, einfach frei laufen lassen und damit Unfälle mit Skifahrern provozieren. Außerdem parken die Tourengeher auf Rettungs- und Fluchtwegen. „Das ganze Miteinander funktioniert so nicht“, so Walch gegenüber dem Berchtesgadener Anzeiger und betont, dass es sich dabei nur um eine geringen Anteil aller Pistengeher handelt.

jb

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