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Der Immunsystem-Booster

Eisbaden: Was Ihr zu dem aktuellen Fitnesstrend wissen solltet

Frau beim Eisbaden
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Was sollte man beim Eisbaden beachten?

Lady Gaga steigt bei Wassertemperaturen um den Gefrierpunkt ins Wasser, Fitness-Influencerin Sophia Thiel und Model Kendall Jenner tun es auch. Eisbaden liegt voll im Trend – und liefert so ganz nebenbei perfekte Bilder für Instagram. Was ist dran an diesem Boom, wann stärkt das eisige Bad die Gesundheit und welche Regeln gilt es zu beachten?

von Raphaela Kreitmeir

Wer es richtig macht, tut seinem Körper etwas außerordentlich Gutes. Denn sobald das kalte Wasser die Haut berührt, ziehen sich die Gefäße schlagartig zusammen. Das Blut von Armen und Beinen wird ins Körperinnere geleitet, um die Organe vor der Kälte zu schützen. Beim Aufwärmen weiten sich die geschlossenen Gefäße wieder, das Blut durchströmt dann den Körper regelrecht. Davon profitieren Kreislauf und Immunsystem. Denn auch die Schleimhäute werden besser durchblutet, was Viren und Bakterien das Eindringen in den Nasen-Rachen-Raum erschwert. Schöner Nebeneffekt ist übrigens ein optischer Verjüngungseffekt und ein rosiger Teint, da Sauerstoff und andere Nährstoffe in die hautnahen Gefäße gepumpt werden.

Regelmäßiges Eisbaden wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus.

Baden wie „The Iceman“: Die Wim-Hof-Methode

Die meisten verbinden Eisbaden mit Wim Hof, einem Ex-Postboten aus den Niederlanden, der nicht nur als Extremsportler und „The Iceman“ von sich reden gemacht hat, sondern auch etliche Kälte-Leistungsrekorde aufstellt. Seine Methode basiert auf Abhärtung sowie einer speziellen Atemtechnik und folgt einem wissenschaftlich bewiesenen Prinzip: Demzufolge führt der Kälteschock zu einer Ausschüttung von Adrenalin, das entzündungshemmend wirkt. Zudem steigt auch der Dopaminspiegel, was zu einer Steigerung der Konzentrationsfähigkeit und der körperlichen Leistungsfähigkeit führt. Die Molekularbiologin Dr. Josephine Worseck, erste deutsche Wim-Hof-Method (WHM)-Trainerin und Autorin von „Die Heilkraft der Kälte“, nennt noch mehr Aspekte, die für das Eisbaden sprechen: „Die Datenlage ist eindeutig: Kälte senkt Entzündungswerte, stärkt das Immunsystem, trainiert das Herz-Kreislaufsystem, wandelt (schlechtes) weißes Fett in (gutes) beiges um, wirkt stimulierend auf die Mitochondrien, hebt die Stimmung etc. Zusätzlich trainieren wir einen entspannten Umgang mit Stress.“

Checkliste Eisbaden

- Vorbereitung: Mit kalten Duschen oder Wechselduschen an den Kältereiz herantasten.

- Begleitung: Für den Fall der Fälle sollte immer jemand dabei sein, der helfen und Hilfe organisieren kann.

- Sanfter Einstieg: Zu Beginn genügen wenige Sekunden im Wasser, dann die Dauer langsam steigern. 

- Dauer: Drei Minuten sollte laut medizinischer Empfehlung das Bad auch bei viel Routine nie übersteigen. 

- Mütze und Handschuhe: Nie ins eiskalte Wasser springen, der Kopf sollte immer oberhalb der Wasseroberfläche bleiben, ebenso die Hände, weil an Kopf und Händen die meiste Körperwärme abfließt. Was sinnvoll ist: Mütze oder Badekappe und Handschuhe tragen.

- Aufwärmen: Sowohl vor als auch nach dem Eisbad den Körper aufwärmen, beispielsweise durch zügiges Gehen oder Joggen. Danach kuschelige Sachen überziehen und Schal um den Hals binden, denn am Hals befinden sich die meisten Kälterezeptoren.

- Vorsicht: Bei Müdigkeit nach dem Eisbaden unbedingt Pause machen. Denn das bedeutet, dass die Adrenalin-Produktion nicht mehr richtig funktioniert. Ein sicheres Zeichen dafür, dass man sich zu viel zumutet. Also in Sachen Sport und auch Arbeit einen Gang zurückschalten.

Kick fürs Immunsystem

Bewiesen ist also, dass regelmäßiges Eisbaden das Immunsystem stärkt und vor Infekten schützt. Darüber hinaus wird der Einsatz von Kälte mit einer körperlichen Leistungssteigerung und einer mentalen Entspannung in Verbindung gebracht. Kein Wunder also, dass Eisbäder nach dem Training für Leistungssportler im Winter fast schon zur Routine gehören, und man sich auch als ganz normaler Freizeitsportler frisch und leistungsfähig nach dem regelmäßigen Eisbaden fühlt.

Vorsichtsmaßnahmen beachten

Aber bevor man routinierter Eisbader ist, gilt es einiges zu beachten. Ganz wichtig: sich Zeit nehmen und immer eine Begleitperson mitnehmen. Grundsätzlich gilt zudem: Menschen mit gesundheitlichen Beschwerden sollten nicht ins eiskalte Wasser steigen. Dies gilt insbesondere für Menschen mit Kreislaufproblemen. Im Zweifel ist im Vorfeld ein Gespräch mit dem Arzt unbedingt sinnvoll.

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