Chiemgauer ACE-Kreisclub gibt wertvolle Tipps

Der Winter ist da – was jetzt unbedingt beim Autofahren beachtet werden muss

Chiemgau - Der Winter ist im bayerischen Voralpenland angekommen. In den letzten Tagen gab es schon die ersten Schneeflocken.

Die Pressemitteilung des ACE im Wortlaut:

Wer mit dem Auto unterwegs ist, muss sich nun auf Schneefall, Glätte und früh hereinbrechende Dunkelheit einstellen. Die richtige Vorbereitung auf die Wintersaison ist unerlässlich, um auch unter schwierigen Witterungsbedingungen wie in Südostbayern sicher unterwegs zu sein. Vertrauensanwalt Dr. Marc Herzog vom ACE-Kreisclub Chiemseer Land gibt Hinweise und Tipps, was es auf winterlichen Straßen zu beachten gilt und informiert über Winterausrüstungspflichten.

Winterausrüstungspflichten

„In Deutschland gilt die sogenannte ‚situative Winterreifenpflicht‘. Danach sind Autofahrende bei winterlichen Verhältnissen verpflichtet, Winterreifen zu benutzen. Nach dem Gesetz gelten Reifen mit dem ‚M+S‘-Symbol als wintertauglich. Besser sind Reifen mit dem ‚Alpine‘-Symbol, dem Bergpiktogramm mit Schneeflocke,“ weiß der Verkehrssicherheitsexperte Dr. Marc Herzog. Denn dieses Symbol weist die Wintertauglichkeit nach der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung aus und entspricht einem Qualitätssiegel. Seit dem ersten Januar 2018 müssen alle neuen Winterreifen mit einem „Alpine“-Symbol gekennzeichnet sein. Tragen die Reifen dieses Symbol nicht und wurden vor dem 01. Januar 2018 hergestellt, dürfen sie noch bis zum 30. September 2024 gefahren werden. Winterreifen mit der bisher gängigen M+S-Kennzeichnung haben bis zum 30.09.2024 Bestandsschutz.

Auch bei Allwetter- bzw. Ganzjahresreifen gilt: Fehlt das „Alpine“-Symbol und wurden die Reifen vor dem 01.01.2018 hergestellt, dürfen sie noch bis zum 30.09.2024 gefahren werden. Wer auf Ganzjahresreifen setzt, sollte sich aber über die individuellen Schwächen des jeweiligen Reifenmodells unbedingt vor einer Fahrt in den Schnee informieren.

Achtung: Im Ausland gelten teilweise andere Ausrüstungspflichten. Vor der Abfahrt ist es deshalb unerlässlich, sich über die dort geltenden Regeln zu informieren. So lassen sich auch empfindliche Bußgelder vermeiden.

Profiltiefe der Reifen

Sowohl bei Sommer- als auch bei Winterreifen sieht der Gesetzgeber eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern vor. Aus Sicherheitsgründen rät Dr. Herzog im Winter zu einer Mindestprofiltiefe von 4 mm für den besten Halt bei Matsch und Schnee.

Flüssigkeiten und Schlösser

„Für das Kühlwasser und auch für die Scheibenwischanlage sollte ein geeignetes Frostschutzmittel eingefüllt werden. Im schlimmsten Fall drohen sonst bei Frost Schäden am Motor und den Schläuchen“, warnt ACE-Kreisclubsprecher Dr. Marc Herzog. Und weiter: „Zusätzlich gilt es unbedingt zu überprüfen, ob Eiskratzer und Enteisungsmittel für die Scheiben im Auto vorhanden sind. Falls das Fahrzeug noch mit einem Schlüssel aufgesperrt wird, oder die Schlüsselbatterie plötzlich leer sein sollte, kann ein Türschloss-Enteisungsspray im Winter der entscheidende Vorteil sein.“

Batterie und Licht

Die Starterbatterie muss bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor hin und wieder geladen werden. Dies kann beispielsweise durch „Bewegungsfahrten“ erfolgen: Mindestens alle zwei Wochen sollte das Fahrzeug möglichst bewegt werden. Am besten nicht auf einer Kurzstrecke im Stop-and-go-Verkehr, sondern auf freien Straßen, tagsüber bei Helligkeit und bei Trockenheit. So werden Stromfresser wie Gebläse, Heckscheibenheizung und Scheibenwischer vermieden. Eine andere Möglichkeit ist es, die Batterie mit einem Erhaltungsladegerät aufzuladen. Idealerweise verfügt der Stellplatz dazu über eine Steckdose. Hilfreich ist ebenfalls ein Starthilfegerät, den sogenannten Booster, der im Fahrzeug deponiert werden sollte, weiss der beiden Verkehrssicherheitsexperte vom Kreisclub Chiemseer LandACE-Vertrauensanwalt Dr. Herzog ergänzt dazu: „Die Batterie von Elektroautos verliert kontinuierlich Spannung. Sie darf niemals restentladen werden – dann wäre sie defekt. Das E-Auto sollte deshalb nicht fast leer abgestellt und dann länger stehengelassen werden.“

Aktuelle Lageberichte der Alpenpässe

Die meisten Alpenpässe mit einer planmäßigen Winterschließung sind bereits gesperrt. Ein Blick auf die Alpenstraßen-Übersicht des ACE unter ace.de/alpenpaesse bietet zu diesen und zu Straßenzustand, Winterausrüstungs- oder Schneekettenpflicht, sowie situationsbedingten weiteren Sperren von Alpenpässen tagesaktuelle Informationen.

Die Pressemitteilung des ACE

Rubriklistenbild: © Andreas Rosar

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