Wird es ein stürmischer Tanz in den Mai?

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Landkreis - In ganz Deutschland wird der Mai traditionell mit Tanz und Gesang begrüßt. Doch wahrscheinlich wird der Maifeiertag in diesem Jahr sehr stürmisch ausfallen.

Morgen ist der 30. April und wie jedes Jahr läutet die so genannte "Walpurgisnacht", also die Nacht vom 30. April zum 1. Mai, den Mai ein. Der Sage nach sollen in dieser Nacht Hexen auf dem "Blocksberg" ein großes Fest abhalten. Da Hexen bei vielen nicht gerade gern gesehen sind, verwundert es nicht, dass in dieser Nacht in vielen Regionen Deutschlands "Hexenfeuer" veranstaltet werden. Damit sollen die "bösen Geister" vertrieben werden. Sehr bekannt ist auch der so genannte "Tanz in den Mai". Er bezeichnet die modernere Form der alten Tradition, den Mai mit Tanz und Gesang willkommen zu heißen.

Neben vielen weiteren Bräuchen heißt es dann am 1. Mai selbst wohl für viele auch schon traditionell: "Raus ins Freie!". Manche fahren mit dem Rad ins Grüne zu einem gemütlichen Picknick, andere machen einen ausgiebigen Spaziergang mit ihrem Bollerwagen.

Doch so schön die ganzen Bräuche und Traditionen auch sein mögen, ohne das "passende" Wetter fallen viele Pläne schnell ins Wasser. Im letzten Jahr präsentierte sich die Walpurgisnacht vor allem südlich einer Linie von der Eifel bis zum Spreewald mit zeitweise leichtem Regen. Nördlich davon war es zwar meist stark bewölkt, es blieb aber trocken. Im äußersten Norden lockerte es etwas auf, sodass dort die Temperaturen verbreitet bis in den leichten Frostbereich zurückgingen. Die Station Steinau bei Cuxhaven meldete mit -4,5 Grad sogar mäßigen Frost. Dagegen sank die Temperatur in Teilen Baden-Württembergs und Bayerns auf vergleichsweise milde neun Grad.

Der 1. Mai präsentierte sich verbreitet freundlich, nur im Süden bildeten sich im Tagesverlauf örtlich Schauer und Gewitter. Bei den Höchsttemperaturen hatte der Süden und Südosten Deutschlands die Nase vorne. Aldersbach-Kriestorf in Niederbayern schrammte mit 24,6 Grad knapp an einem Sommertag vorbei (25 Grad oder mehr). Am kältesten war es in den Mittelgebirgen sowie an der Ostseeküste. Hier wurden zum Teil nicht einmal zehn Grad erreicht.

In diesem Jahr sieht es deutlich nasser aus. In der Walpurgisnacht muss vor allem im Nordwesten und Westen sowie im Süden mit teilweise schauerartig verstärktem Regen gerechnet werden. Am trockensten bleibt es wohl ganz im Norden und im Osten Deutschlands. Die Temperatur geht auf zehn bis vier Grad zurück. Am Feiertag ist es meist stark bewölkt und vielerorts fällt zum Teil schauerartig verstärkter Niederschlag. Besonders in der Südhälfte sind mitunter auch kräftige Gewitter dabei. Am meisten "Glück" mit dem Wetter hat der äußerste Norden, wo es zwar mit einer Höchsttemperatur um 14 Grad recht frisch wird, dafür aber weitgehend trocken bleibt. Ansonsten bewegen sich die Höchstwerte zwischen 13 und 20 Grad, in Richtung Lausitz sind auch 21 Grad möglich.

Wer also auf die alten Bräuche und Traditionen nicht verzichten möchte, wird wohl vielerorts an der Regenjacke oder dem Regenschirm nicht vorbei kommen. Bei Gewittern sollte man sich dann aber doch einen sicheren Unterschlupf suchen.

Pressemeldung Deutscher Wetterdienst

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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