Beliebtes Heißgetränk

Diese Fehler beim Kaffeekochen macht fast jeder, doch sie zerstören den Geschmack

Kaffeekochen ist nicht so leicht, wie viele Menschen glauben. Denn einfache Fehler können den Geschmack zerstören. Das gilt es zu vermeiden.

Offenbach – Kaffee ist eines der beliebtesten Heißgetränke in Deutschland. Laut Angaben des „Deutschen Kaffeeverbandes“ lag der Pro-Kopf-Verbrauch der Deutschen an Kaffee im Jahr 2019 bei 166 Liter - Tendenz steigend. „Wir blicken positiv in die Zukunft. Kaffee war vor der Krise das Lieblingsgetränk in Deutschland, Kaffee ist in der Corona-Zeit das Lieblingsgetränk geblieben“, erklärt Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer des Verbandes.

Trotz des täglichen Genusses von Kaffee geht bei der Zubereitung des Heißgetränks in einigen Haushalten viel schief. Insbesondere fünf Fehler fallen dabei auf: Sie sollten unbedingt vermieden werden - aus verschiedenen Gründen.

Fehler #1: Kaffee falsch lagern

Es existiert der Irrglaube, dass das Lagern des Kaffees im Kühlschrank das Aroma länger erhält. Dem ist aber nicht so, sogar das Gegenteil ist der Fall. Der Kaffee nimmt relativ schnell die Aromen der anderen Lebensmittel im Kühlschrank auf - und verliert sein eigenes.

Verbraucher-Tipp: Den Kaffee am besten trocken, licht- sowie geruchsgeschützt lagern, aber nicht im Kühlschrank. Zimmertemperatur ist am besten - in einer Dose, im Küchenregal.

Fehler #2: Kaffee nicht verbrauchen

Entgegen dem Trend und der Erhebung des „Deutschen Kaffeeverbandes“, dass der Kaffeeverbrauch steigt, wird das braune Pulver oftmals zu lange gelagert. Wer nicht täglich Kaffee trinkt, sondern eher selten, sollte überlegen, wie es anderweitig verbraucht werden kann. Denn: Wird Kaffee zu lange aufbewahrt, verliert er an Aromen und schmeckt bitterer.

Verbraucher-Tipp: Wer noch Kaffee übrig hat, ihn aber nicht trinken will, kann das Pulver als Dünger benutzen. Sowohl Zimmerpflanzen als auch Gemüse im Garten gedeiht dadurch hervorragend. Das liegt vor allem an den Stoffen Phosphor, Kalium und Stickstoff, die überwiegend im Kaffeesatz enthalten sind. 

Fehler #3: Kaffee zu früh mahlen

Oftmals werden Kaffeebohnen am Abend zu Pulver gemahlen, dass am nächsten Morgen Zeit gespart wird. Auch in diesem Fall verliert der Kaffee an Aroma und Geschmack. Wer einen Vollautomaten besitzt, hat dieses Problem natürlich nicht.

Verbraucher-Tipp: Lieber ein wenig mehr Zeit einplanen, die Kaffeebohnen kurzfristig mahlen und das wahre Geschmackserlebnis haben.

Fehler #4: Kaffee mit kochendem Wasser ausbrühen

Kaffeezubereitung mithilfe einer French Press wird immer beliebter. Problem dabei: Oftmals wird brühend heißes Wasser, direkt aus dem Wasserkocher in die French Press auf das Kaffeepulver geschüttet. Durch die zu hohe Temperatur, sorgt das Wasser für eine Verflüchtigung des Kaffeearomas und für eine Verstärkung der Bitterstoffe - sprich: Es schmeckt nicht.

Verbraucher-Tipp: Die optimale Wassertemperatur liegt im Bereich um 90 Grad. Lassen Sie das erhitzte Wasser im Kocher einige Minuten ruhen, bevor Sie es auf das Kaffeepulver gießen.

Fehler #5: Kaffeewasser mit schlechter Qualität

Die Qualität des Wassers, das beim Kaffeekochen verwendet wird, ist von großer Bedeutung. Zwar können Verbraucher nichts an den Leitungen und Rohren voller Kalk ändern. Aber es muss ja nicht zwangsläufig Leitungswasser zum Kochen des Kaffees verwendet werden. Zu hartes und kalkhaltiges Wasser verfälscht den Geschmack des Kaffees.

Verbraucher-Tipp: Lieber kein Leitungswasser, sondern Mineralwasser verwenden und aufkochen. Es ist nicht allzu hart und dafür relativ neutral.

Kaffeekochen: Im Alltag unterlaufen viele Fehler

Fazit: Im Alltag muss es oftmals sehr schnell gehen und für die Zubereitung des Kaffees bleibt nicht viel Zeit. Allerdings kann mit den fünf praktischen Verbraucher-Tipps bereits viel an Aroma und Geschmack gerettet werden.

Rubriklistenbild: © pixabay

Kommentare