Neue Vorwürfe gegen Milchviehbetrieb 

Neuer Tierschutz-Skandal im Allgäu: Tote Jungrinder in Gülle

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„Insbesondere die Zustände im Raum mit den 25 Jungtieren in nahezu kompletter Dunkelheit auch bei Tag stellen den traurigen Höhepunkt meiner bisherigen Erfahrungen in den Allgäuer Tierskandalen dar", sagt Philipp Hörmann vom MgT.

Dietmannsried - Vor geraumer Zeit geriet ein Milchviehbetrieb im Allgäu wegen dem Vorwurf eines Tierschutzskandals in die Schlagzeilen. Im Laufe der Zeit gerieten deshalb immer mehr Betriebe in den Fokus der Justiz. Nun gibt es erneut eindeutige Hinweise auf einen Tierschutzskandal im Oberallgäu.

Den „Metzgern gegen Tiermord“ (MgT) wurde eindeutiges Belastungsmaterial zugespielt, welches wir nun auch den Medien freigeben. Die belastbaren Bild- und Videodokumentationen, die auf gravierende Missstände und schwere Verstöße gegen das Tierschutzgesetz hindeuteten, wurden auf Glaubwürdigkeit der vorliegenden Informationen überprüft und können bestätigt werden, schreibt MgT in einer Pressemitteilung. 


Innerhalb weniger Monate habe die Tierschutzorganisation den 6. Milchviehskandal im Allgäu dokumentieren können. Alle Betriebe sollen sich im Umkreis von nur 25 Kilometern befinden. 

Auf den Bild- und Videodokumentationen aus einem klassischen Familienbetrieb in Dietmannsried sind Jungrinder zu sehen, welche bis über die Sprunggelenke in flüssiger Gülle stehen. Viele Jungrinder sind in einem engen Raum mit kaum Tageslicht eingepfercht. Sie vegetieren in ihren eigenen Fäkalien und stehen im Fressbereich in flüssiger Gülle.


„Insbesondere die Zustände im Raum mit den 25 Jungtieren in nahezu kompletter Dunkelheit auch bei Tag stellen den traurigen Höhepunkt meiner bisherigen Erfahrungen in den Allgäuer Tierskandalen dar", sagt Philipp Hörmann vom MgT zu den Eindrücken nach Sichtung des vorliegenden Bild- und Videomaterials.

Des Weiteren berichtet MgT von einem männlichem Kalb, welches unter einer Silofolie entdeckt wurde. Das Tier weise Verletzungen im Bereich des hinteren Oberschenkels auf. Weiter heißt es in der Pressemitteilung: "Gülle vom Mistplatz läuft über den Hof und wird mit den Reifen der Fütterungsfahrzeuge auf den Futtertisch verschleppt. Im Inneren ist die klassische Anbindehaltung sichtbar. Kälber liegen in aufgeschnittenen IBC Behältern mit Gittern direkt hinter den großen Tieren und bekommen Kot und Urin ab."

Immer wieder gerieten in den vergangenen Monaten mehr und mehr Betriebe im Allgäu in den Fokus. Seit Jahren steht auch das Unternehmen LPT bei Hamburg im Fokus von Tierschützern. In den Laboren der Firma soll es zu Misshandlungen von Affen und Hunden gekommen sein. Nun wurde das "Todeslabor" geschlossen.

mz/Pressemeldung „Metzgern gegen Tiermord“

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