Diskussion über Prüfung in diesem Jahr *Mit Voting*

Ist das Mathe-Abi heuer zu schwierig gewesen? Das sagen unsere Leser

+
  • schließen

Landkreis - Am vergangenen Freitag haben Tausende Schüler das Mathe-Abitur in den Grund- und Erweiterungskursen geschrieben. Seitdem protestieren Schüler gegen die angeblich zu schwierigen Aufgaben. Nun sind Teile der Prüfung im Netz aufgetaucht.

Update, 11.20 Uhr - Ergebnisse der Umfrage

Ein erstes Zwischenergebnis unserer Umfrage nach rund fünf Stunden zeigt relativ eindeutig: Knapp 58 Prozent sind der Meinung, dass die Schüler eher über die zu schwierigen Abiturprüfungen jammern, als dass es wirklich Gründe gibt, sich darüber zu beklagen.

Fast 26 Prozent sind der Meinung, dass es einige der bekannt gewordenen Aufgaben schon in sich haben, und etwas mehr als 16 Prozent schließen sich den Abiturienten an, dass das Mathe-Abitur in diesem Jahr zu schwierig gewesen ist.

Bisher sind rund 1.500 Stimmen abgegeben worden.

Vorbericht

Seit Freitag diskutieren Schüler, Eltern und Lehrer in ganz Deutschland über das Mathe-Abitur. An der Frage, ob die Aufgaben in diesem Jahr zu schwierig gewesen sind, scheiden sich die Geister. In Bayern, Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Thüringen, Sachsen-Anhalt und im Saarland gibt es mittlerweile Online-Petitionen an die jeweiligen Kultusministerien.

Aus Bayern gibt es mittlerweile sogar Fotos von den angeblich zu schwierigen Aufgaben, die innerhalb von viereinhalb Stunden zu lösen waren. Diese sind im Internet aufgetaucht und werden heiß diskutiert. Ein User namens Lionel hat die Aufgaben beim Kurznachrichtendienst Twitter hochgeladen. "Die Aufgaben, über die sich zumeist geärgert wird, sind v.a. in den B-Teilen die 2. der Stochastik sowie die letzten drei Teilaufgaben in Geometrie", schreibt er dazu. Die Fotos der Aufgaben sollen laut mehreren Medienberichten echt sein und die Aufgaben aus dem Mathe-Abitur 2019 in Bayern zeigen.

Das Kultusministerium hat versichert, den Vorwürfen der Schüler nachzugehen und den Schwierigkeitsgrad der Abiturprüfungen nochmals zu überprüfen. Der bayerische Philologenverband mahnt unterdessen zu Geduld. "Wenn Schüler das Gefühl haben, ihre Abiturprüfung sei die schwerste, dann ist das zunächst verständlich und eine zutiefst menschliche Reaktion", erklärt der Vorsitzende Michael Schwägerl. "Sieht man sich aber die Ergebnisse der letzten Jahre an, erkennt man, dass sich die Durchschnitte nur um wenige Hundertstelnoten voneinander unterscheiden."

Der Verband Bildung und Erziehung, kurz VBE, fordert des Weiteren, dass überprüft wird, ob Lehrermangel und Unterrichtsausfall ebenfalls Gründe dafür sein können, dass die Prüfungen als zu schwierig empfunden werden, da ein Teil des Stoffes eventuell nicht vollständig vermittelt worden ist.

Die Aufgaben für die Abiturprüfungen werden seit 2017 aus einem gemeinsamen Pool von den einzelnen Bundesländern entnommen. Daher muss nun auch geklärt werden, ob die zu vermeintlich zu schwierigen Aufgabenteile aus diesem gemeinsamen Angebot stammen.

Die bayerische Online-Petition haben mittlerweile knapp 63.000 Unterstützer unterzeichnet (Stand: 7. Mai, 6.40 Uhr). Tendenz weiter steigend. Dabei haben 2019 nur rund 37.000 Schüler das Mathe-Abitur absolviert.

ksl

Zurück zur Übersicht: Bayern

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT