Nach Prügel-Tour vor Donauwörther Ankerzentrum

Behörde bestätigt: Auto-Randalierer wurde jetzt abgeschoben 

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Donauwörth - Es waren unfassbare Szenen, die sich im Juli vor dem Ankerzentrum für Flüchtlinge abgespielten. Ein abgelehnter Flüchtling demolierte die Scheiben von insgesamt zwölf Autos. Jetzt gibt es neue Entwicklungen in dem Fall:

Der dringend tatverdächtige Asylbewerber ist jetzt nämlich abgeschoben worden, wie das Bayerische Landesamt für Asyl und Rückführungen gegenüber dem Bayerischen Rundfunk bestätigte. Laut der Behörde sei der 19-Jährige in den letzten Tagen zusammen mit 15 anderen nigerianischen und 15 afghanischen Asylbewerbern in ihre jeweilige Heimat zurückgeführt worden. 23 dieser Personen waren zuvor bereits polizeilich in Erscheinung getreten, hieß es weiter.


Der Nigerianer hatte am 10. Juli auf dem Parkplatz des Ankerzentrums massiv randaliert und mit einem großen Holzprügel, einem armdicken Ast, die Front- und Heckscheiben von einem Dutzend Autos kaputt geschlagen und war teilweise auf Motorhauben herumgetrampelt. Der Schaden belief sich laut Polizei auf über 50.000 Euro. Ein Mitarbeiter des Ankerzentrums filmte die schrecklichen Szenen aus einem Fenster und stellte diese ins Internet. Das Video ging damals schnell viral. Das genaue Motiv für die Tat ist weiterhin unklar.

Wie nachträglich bekannt wurde, war der 19-Jährige in der Vergangenheit zwischenzeitlich in dem Ankerzentrum untergebracht, war dann aber in eine dezentrale Unterkunft im Landkreis Augsburg verlegt worden. Außerdem war der Mann zum Zeitpunkt der Randale bereits als Asylbewerber längst abgelehnt worden und befand sich nach Behördenangaben "wegen fehlender Reisedokumente" im sogenannten "Duldungsstatus".

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