Neue Details zu unfassbarer Tat in Donauwörth

Asylbewerber schlägt Autoscheiben von mehreren Fahrzeugen ein: Wer bezahlt den Schaden?

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Donauwörth - Unfassbare Szenen haben sich am Mittwoch vor einem Ankerzentrum für Flüchtlinge in Schwaben abgespielt. Ein Nigerianer (19) ist dabei völlig ausgerastet. Ein Zeuge stellte das Video mit den skandalösen Szenen ins Internet.

UPDATE, Samstag 17.20 Uhr - Wer bezahlt den Schaden?

Der 19-Jährige wurde am Freitagvormittag dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Augsburg vorgeführt. Der Richter erließ den von der Staatsanwaltschaft beantragten Haftbefehl wegen zwölffacher Sachbeschädigung und setzte ihn in Vollzug. Mittlerweile befindet sich der Asylbewerber in Untersuchungshaft, wie die Augsburger Allgemeine berichtet.

Durch die Randale des 19-Jährigen entstand ein geschätzter Schaden von rund 50.000 Euro. Fast alle beschädigten Autos mussten abgeschleppt werden. Wer kommt nun für die Schäden an den Autos der Mitarbeiter des Ankerzentrums auf? Wie die Augsburger Allgemeine weiter berichtet, werde dies von den Versicherungen der Geschädigten übernommen - zumindest für Voll- und Teilkasko-Versicherte. Unter Umständen würde die Selbstbeteiligung abgezogen

UPDATE, Freitag, 7.20 Uhr - Asylantrag längst abgelehnt

Jetzt sind weitere Details zu dem Fall ans Licht der Öffentlichkeit gekommen. Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, war der randalierende Nigerianer (19) zwischen August 2018 und Mitte April 2019 in dem Ankerzentrum untergebracht, ehe er in eine dezentrale Unterkunft im Landkreis Augsburg verlegt worden war. Zudem hat er sich am Tattat unberechtigt auf dem Gelände des Ankerzentrums aufgehalten. Warum er jetzt zurückkehrte und ob er über den Zaun kletterte oder sich möglicherweise mit einem falschen Ausweis Zutritt verschaffte, wird derzeit von der Polizei ermittelt.

Hinzu kommt, dass der Mann eigentlich als Asylbewerber vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge längst abgelehnt worden ist. Das Verfahren sei seit 11. März dieses Jahres bestands- und rechtskräftig negativ abgeschlossen, hieß es seitens der zuständigen Regierung von Schwaben. Der 19-Jährige wäre also vollziehbar ausreisepflichtig, allerdings: "Aufgrund fehlender Reisedokumente ist die Abschiebung derzeit ausgesetzt, so dass sich die Person im Duldungsstatus befindet."

Die Erstmeldung:

Die Polizei wurde am 10. Juli gegen 8.50 Uhr vom Sicherheitspersonal in der Sternschanzenstraße darüber informiert, dass ein Mann in der Unterkunft vor einem Gebäude randaliert. Ein 19-jähriger Nigerianer schlug auf seiner Randale-Tour mit einem armdicken Ast die Front- und Heckscheiben von rund einem Dutzend geparkten Fahrzeugen der dort beschäftigen Mitarbeiter ein und trampelte hierzu auch auf den Motorhauben von mehreren Autos herum. Das oben eingebundene Video kursiert inzwischen unter anderem auf YouTube und Instagram. Dieses wurde vermutlich aus einem der Fenster des Ankerzentrums heraus aufgenommen.

Der Mann wurde anschließend von den eintreffenden Polizeibeamten sofort festgenommen. Wie die Polizei weiter mitteilte, sind die Hintergründe und das Motiv für die Tat noch unklar. Die Beamten müssten hierzu weiter ermitteln, hieß es. 

Fest steht, dass der 19-Jährige eigentlich nicht in Donauwörth, sondern in einer Dependance im Landkreis Augsburg untergebracht ist. Da der Nigerianer laut Polizei bei seiner Festnahme "nur wirre und zusammenhanglose Angaben" machte, wurde er nach einer ersten ärztlichen Begutachtung in ein Bezirkskrankenhaus eingeliefert. Der Schaden an den Autos wird auf mindestens 50.000 Euro geschätzt.

mw/jg

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