Half die Tochter bei der Beseitigung der Leichen?

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Notzing - In Notzing (Lkr. Erding) hat die Polizei zwei im Garten verscharrte Leichen gefunden. Das Motiv für den Doppelmord gibt Rätsel auf.

Die beiden Kinder hatten ihre 60 und 54 Jahre alten Eltern am Sonntagabend als vermisst gemeldet. Im Treppenhaus habe er „eine sehr große Blutmenge“ gefunden, berichtete der Polizeisprecher.

Nachdem der Sohn des Ehepaars die Polizei am Sonntagabend alarmiert hatte, stellte sich der Ex-Freund der Tochter in Erding. Sein Vater habe ihn wohl dazu veranlasst zur Polizei zu gehen, sagte ein Polizeisprecher. Noch auf dem Revier gestand der 21-Jährige die Tat, die er demnach bereits am vergangenen Freitag beging. In der Nacht zum Samstag verscharrte er demnach die Leichen des 60-Jährigen und dessen 54-jähriger Ehefrau in einem Beet im Garten.

Doppelmord von Notzing: Der Tag danach

Etwa 20 Beamte suchten unterdessen das Grundstück in der kleinen Ortschaft ab und stießen auf die verscharrten Leichen.

Haftbefehl nun auch gegen die Tochter

Wie die Polizei nun mitteilte, ermittelt die Mordkommision nun auch gegen die 17-jährige Tochter. Gegen den jungen Mann erging Haftbefehl wegen eines zweifachen Tötungsdeliktes, gegen die Frau wegen Beihilfe.

Doppelmord in Notzing

Das junge Paar hatte sich erst vor wenigen Wochen getrennt. Wie konkret die 17-Jährige Tochter an der Tat beteiligt ist, ließen die Ermittler zunächst offen. Dazu seien noch weitere Ermittlungen notwendig. Wie es in Polizeikreisen hieß, sei die junge Frau eher nicht an der Tötung ihrer Eltern direkt beteiligt, wohl aber an der Beseitigung der Leichen.

Tödliche Messerstiche

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Landshut wurde heute Vormittag die Obduktion des Ehepaares im Institut der Rechtsmedizin München durchgeführt. Demnach erlitten beide Opfer mehrere Messerstiche die tödlich waren. Die Tat wurde am vergangenen Freitagvormittag verübt.

Die Ermittler gehen davon, dass zunächst der Ehemann und die dann später ins Haus zurückgekehrte Ehefrau getötet wurde.

In der Wohnung des tatverdächtigen Anlagenmechanikers wurde eine Tasche mit mehreren Messern sichergestellt. „Eine konkrete Zuordnung der Tatwaffe muss noch erfolgen“, teilte das Polizeipräsidium in Ingolstadt mit. Die Obduktion der Leichen ergab, dass beide Opfer mehrere tödliche Messerstiche erlitten.

Täter gilt als psychisch auffällig

Der mutmaßliche Täter gilt als psychisch auffällig. Er sei bereits gegen seine eigenen Eltern gewalttätig geworden, so der Polizeisprecher. Der 21-Jährige geriet schnell ins Visier der Ermittler.

Wie es hieß, hielt sich seine Ex-Freundin am Sonntagabend beim Eintreffen ihres Bruders im Haus der Eltern auf, wo sie wohnte. Ob sie auch bei der Ausführung des Verbrechens am Tatort war, wird noch ermittelt. Die Jugendliche kam nicht in Untersuchungshaft, sondern wurde in die geschlossene Abteilung einer psychiatrischen Klinik gebracht.

dpa/Polizeipräsidium Oberbayern Nord

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