Müller-Belohnung: Kriegt sie der Hausmeister?

Rosenheim - Hätte Ruzhdi Zhabari am Dienstag nicht in seinen Schuppen geschaut, würde die Polizei wohl immer noch nach Franz Müller fahnden. Hat er nun Anspruch auf die Belohnung?

Franz Müller - die Fahndung nach ihm dauerte drei Wochen. Am Ende fand Hausmeister Ruzhdi Zhabari die Leiche des als Doppelmörder gesuchten Mannes.

Erst 5000 Euro, dann am Schluss sogar 10.000 Euro hatte das Landeskriminalamt Bayern für "entscheidende Hinweise zur Aufklärung" des Doppelmordes an Lacramioara M. (37) und ihrem Sohn Marcus (3) oder aber für die "Ergreifung des Täters" ausgelobt. Ein Zufall und der Rosenheimer Hausmeister Ruzhdi Zhabari (41) haben am Ende nach drei Wochen intensiver Fahndung zur Lösung des Falls beigetragen. Nun stellt sich im LKA die Frage: Hat Zhabari Anspruch auf die ausgesetzte Belohnung?

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Ein Sprecher des LKA zu rosenheim24.de: "Unsere Rechstabteilung prüft derzeit die rechtliche Situation. Die Frage ist, ob das Auffinden der Leiche von Franz Müller als "entscheidender Hinweis zur Aufklärung" angesehen werden kann. Von einer Ergreifung kann man in diesem Fall ja nicht reden, denn das bezieht sich nur auf Lebende." Müller hatte einen Abschiedsbrief hinterlassen, in diesem aber kein Geständnis des Doppelmordes abgelegt. Noch im Laufe des heutigen Donnerstags soll die Entscheidung über die Belohnung in der LKA-Rechtsabteilung fallen.

AKTUELLE MELDUNG: Wie uns das LKA mitgeteilt hat, wird die Entscheidung heute nicht mehr fallen. Sie wurde auf Freitag, 24. September 2010, verschoben.

Übrigens: Abgeschlossen ist der Fall für die Ermittler noch nicht. Die Soko "Hochgern" interessiert sich weiterhin für Aufenthaltsorte und Verhaltensweisen Müllers vor der Tat. Auch Personen, die ihn von früher her kennen, werden gebeten, sich unter 0 80 31 / 2000 zu melden

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Rubriklistenbild: © fkn

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