Doppelmord Volkenschwand: Zeuge beteiligt?

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Hier hat sich das Drama ereignet.

Regensburg - Im Prozess um den grausamen Doppelmord in Volkenschwand hat am Dienstag ein Cousin des Angeklagten als Zeuge die Aussage verweigert, da er sich sonst selbst belasten könnte.

Der 38-Jährige wird von den Ermittlern als möglicher Beschaffer der Tatwaffe angesehen. Zu diesen Aspekt machte er daher vor der Strafkammer des Regensburger Landgerichts keine Angaben, da er sich sonst möglicherweise selbst belasten würde.

In dem Prozess ist ein 36-Jähriger aus München angeklagt, der einen vermögenden Versicherungsmakler (55) und dessen Ehefrau (53) im niederbayerischen Volkenschwand umgebracht haben soll. Die Putzfrau des Paares überlebte den Überfall trotz zweier Kopfschüsse.

Der 38 Jahre alte Cousin galt früher einmal als Verdächtiger in dem Mordfall und lebte zuletzt im baden-württembergischen Lörrach. Derzeit sitzt der Mann allerdings in der Justizvollzugsanstalt Stadelheim ein. Bei einer Durchsuchung waren in seiner Wohnung Patronen sichergestellt worden. Zur Herkunft der Munition machte er auf Anraten seines Rechtsanwalts ebenfalls keine Zeugenaussage vor Gericht.

Der Angeklagte.

Der Angeklagte in dem Mordprozess ist der Ehemann einer früheren Mitarbeiterin des getöteten Finanzmaklers. Der 36-Jährige hat bislang stets bestritten, das Ehepaar aus dem Landkreis Kelheim umgebracht zu haben. Er habe nur anderen Männern einen Tipp für einen lohnenden Einbruch in das Einfamilienhaus gegeben und dafür einen Teil der Beute als Belohnung erhalten, sagte er aus.

Das Gericht will in dieser Woche die Zeugenvernehmungen zu dem Mordfall abschließen. Die Plädoyers wird es voraussichtlich Mitte Mai geben, möglicherweise wird das Urteil aber erst im Juni verkündet.

dpa

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