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Amtsgericht verhandelt nach Vorfall in S-Bahnhof

Verzweifelte Schreie: Schockvideo von eskaliertem Polizeieinsatz in München aufgetaucht

Eine Münchner S-Bahn in einem unterirdischen S-Bahnhof
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Ein Münchner S-Bahnhof (Symbolbild)

Es war Mittwochabend, der 12. Februar 2020, als aus einer normalen Fahrscheinkontrolle am Isartor eine Polizeiaktion wird, die Ende August nun vor dem Münchner Amtsgericht verhandelt wird. Jetzt sind Bilder einer Bodycam aufgetaucht, die die Heftigkeit des Einsatzes minutenlang festgehalten haben.

München - Ein Mann liegt überwältigt auf dem Boden, zu hören sind seine verzweifelten Schreie, sein schwarz-weiß gestreiftes T-Shirt ist nach oben gerutscht. Über ihm ein Bundespolizist, der dem Mann die Hände festhält und ihm dabei sein Knie auf die Halsregion drückt- minutenlang. Schockierende Aufnahmen, die von der Bodycam einer beteiligten Polizistin stammen und die Focus Online exklusiv vorliegen. Auch wenn die Folgen bei weitem nicht so dramatisch waren, erinnern sie zwangsläufig an den Polizeieinsatz gegen George Floyd in Minneapolis, der am 25. Mai 2020 stattgefunden und ein tragisches Ende genommen hat.

Fahrscheinkontrolle eskaliert schließlich

Der Mann, ein 53-jähriger Franzose, hatte eigentlich eine gültige Monatskarte, die Focus Online in dem Video ebenfalls zeigt. Darauf war handschriftlich etwas vermerkt, deshalb haben die Kontrolleure die Fahrkarte für ungültig erklärt. Ein Umstand, der den Franzosen, der seit rund 20 Jahren in München lebt und noch nie polizeilich aufgefallen war, offenbar wütend machte. Gegenüber Focus Online spricht der Mann davon Opfer von Polizeigewalt geworden zu sein und von „rücksichtslosen, unwürdigen und lebensbedrohlichen Maßnahmen“ der Beamten.

Die Polizisten sagten dagegen aus, dass sich der Fahrgast unkooperativ bis aggressiv verhalten habe, die Staatsanwaltschaft wirft dem Franzosen konkret vorsätzliche Körperverletzung, tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte, Sachbeschädigung und Beleidigung vor.

Der Polizeieinsatz ist nun ein Fall für das Münchner Amtsgericht und wird dort Ende August verhandelt.

si

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