Dramatische Suche: Wanderer abgestürzt?

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Marktschellenberg - Während einer Tour zum Rossberg sah ein Wanderer einen anderen, der abgestürzt war. Es begann eine dramatische Rettungsaktion. Aber: Das Opfer war verschwunden.

Lesen Sie hier den von der Polizei bestätigten Bericht der Agentur Aktivnews, die mit einem Mitarbeiter vor Ort war:

Ein aufmerksamem Wanderer, der auf dem Forst und Fußweg von Marktschellenberg, Gastagweg, zum Ettenberg, Rossboden, unterwegs war, entdeckte am Samtag, 16.4.2011, im unteren Drittel gegen 15.15 Uhr eine Person. Diese war allem Anschein nach vom Eishöhlenweg in den Rossbach gestürzt.

Rettungsaktion für abgestürzten Wanderer

Da die Person rund 150 Meter weit hinuntergestürzt sein musste und der einheimische Wanderer sich anfangs nicht ganz sicher war, ob es eine Person ist, eilte er zurück ins Tal. Dort holte sich sein Fernglas, um seien Beobachtung zu verifizieren. Im Tal angekommen alarmierte er aber trotzdem vorab schon einmal die Polizei über seine Beobachtung und eilte erst dann zurück zu dem Ort, wo er das Ganze beobachtet hat.

Dort angekommen beobachtete er die vermeintlich abgestürzte Person und konnte sich sicher sein, dass es sich um einen Menschen handelt. Die gute Nachricht: Dieser musste allem Anschein nach am Leben sein, weil er sich bewegte.

Mangels Handyempfang musste der Augenzeuge so nun erneut ins Tal eilen, um seine Beobachtung zu melden. Als er dann mit den ersten Einsatzkräften der Bergrettung erneut zurück an seinem Beobachtungsort gekommen war, war die verunglückte Person aber verschwunden.

Also begannen die Bergretter mit der aufwendigen Suche nach dem Vermissten. Auch die Canyoningretter wurden alarmiert. Vier Canyoningretter wurden mittels Geländefahrzeug zur möglichen Einsatzstelle gebracht, um dort sich zum Rossbach abzuseilen und nach dem Vermisten zu suchen.

Der Rossbach ist ein klassischer Gebirgsbach mit einigen großen Abbrüchen und Wasserfällen sowie eiskaltem Wasser und teilweise tiefen Gumpen. Mithilfe des Polizeihubschraubers "Edelweiß 8" aus München und einem erfahrenem Bergretter am Boden wurde gleichzeitig der gesamte Verlauf abgesucht - jedoch ohne Erfolg.

Allen Anschein muss der Betroffene, nach dem er dort heruntergestürzt war, sich aus eigener Kraft aus der Klamm begeben haben und war dann anschließend nach Hause gefahren oder gegangen.

Polizei bittet nun die betroffene Person, sich zu melden, um den Einsatz abschließen zu können und Gewissheit zu bekommen.

Polizeiinspektion Berchtesgaden, Tel. 08652 9467-0

Bericht: AKTIVNEWS/ F.F

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