Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

12-Jähriger von Münchner S-Bahn mitgeschleift

Dramatische Szenen am Ostbahnhof - Lebensretter berichtet: Bub (12) „rutschte mir aus der Hand“ 

Symbolbild München S-bahn
+
S-Bahn Ostbahnhof Symbolbild

Der Unbekannte, der einen Zwölfjährigen vor der einfahrenden S-Bahn aus dem Gleis gezogen hat, ist gefunden – und schildert dramatische Szenen.

München – Der gesuchte Retter, der am Mittwoch bei einem S-Bahn-Unfall in München einem 12-Jährigen wahrscheinlich das Leben rettete und seither gesucht wurde, hat sich gemeldet. Zuvor hatte die Bundespolizei den Unbekannten darum gebeten, sich zu melden, um ihm „Dank und Würdigung für sein mutiges Verhalten entgegenbringen zu können“.

Bub (12) von Münchner S-Bahn mitgeschleift

Die Auswertung der Videoaufzeichnungen hatte ergeben, dass das Kind zunächst ins Gleis gestürzt war und von einem Mann wieder hochgezogen wurde, teilte die Bundespolizei am Freitag mit. „Der Mann hielt den Jungen unter enormem Kraftaufwand fest, sodass er nicht zurück unter die S-Bahn gezogen wurde.“

Zunächst waren die Ermittler davon ausgegangen, dass das Kind am Mittwochnachmittag unmittelbar an der Bahnsteigkante am Handy spielte, die einfahrende S-Bahn nicht bemerkt hatte und trotz eingeleiteter Schnellbremsung mit einem Bein zwischen Zug und Bahnsteigkante geriet.

„Aus Reflex“ zugepackt: So schildert der Lebensretter den Vorfall

Die Videoaufnahmen zeigten jedoch, dass das Kind zunächst ins Gleisbett stürzte, als es die Sicherheitslinie übertrat. Der Mann hatte laut Polizei die gefährliche Situation beobachtet und eilte dem Buben ohne zu zögern zu Hilfe. Der 42-jährige Münchner zog den Zwölfjährigen wieder hoch und hielt ihn fest, als er mit dem Bein zwischen S-Bahn und Bahnsteig eingeklemmt wurde.

Während das Kind von Umstehenden erstversorgt wurde, verließ der Lebensretter, der zuvor vermutlich auf die S4 Richtung Ebersberg gewartet hatte, den Unfallort. Auf den Suchaufruf der Polizei hin meldete er sich aber schließlich bei der Bundespolizei.

„Geistesgegenwärtig gehandelt und Schlimmeres verhindert“

Es handelt sich bei dem Lebensretter um einen 42-Jährigen aus Riem, der sich am Ostbahnhof befand, um via S-Bahn nach Hause zu fahren. Er beschrieb den Vorfall so:

Ich bemerkte einen Jungen, der durch sein Handy stark abgelenkt war und bereits die weiße Sicherheitslinie am Bahnsteig übertrat. Anschließend bewegte sich der Junge weiter nach vorne und stürzte ins Gleis. Parallel dazu fuhr eine S-Bahn ein. Aus Reflex eilte ich zu dem Jungen, ergriff dessen Hand und zog ihn nach oben. Als sich der Oberkörper oberhalb der Bahnsteigkante befand, touchierte die S-Bahn den Jungen. Er rutschte mir aus der Hand und wurde ein paar Meter durch die einfahrende S-Bahn mitgezogen.“

Schilderung des Lebensretters (42) aus Riem

Die Bundespolizei dankte dem Retter - der keinen Kontakt zu Medien möchte - für seinen engagierten Einsatz wie auch den anderen Helfern, die zur Bergung des 12-Jährigen beitrugen. Das Kind kam mit einem Schädel-Hirn-Trauma in eine Kinderklinik. „Er ist sehr glimpflich davongekommen“, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei. „Der Mann hat wirklich geistesgegenwärtig gehandelt und Schlimmeres verhindert.“

mh

Kommentare