Dramatischer Feuerwehreinsatz in München

Flammen im Treppenhaus: Bewohner rufen verzweifelt um Hilfe

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München - Dramatischer Rettungseinsatz in München: 14 Menschen musste die Münchner Feuerwehr am Sonntag aus einem brennenden Haus befreien. Einige von ihnen standen zuvor am Fenster und schrien nach Hilfe.

Sonntagmittag (11. August 2019) meldeten mehrere Bewohner eines Mehrparteienhauses eine starke Rauchentwicklung im Treppenraum. Sie teilten dem Disponenten mit, dass bereits Rauch in ihre Wohnungen eindringt und sie keine Möglichkeit zur Flucht hätten. Dies berichtet die Münchner Feuerwehr auf ihrer Facebook-Seite

Bewohner riefen verzweifelt um Hilfe

Als die Einsatzkräfte an dem fünfgeschossigem Gebäude eintrafen, befanden sich mehrere Personen an den Fenstern und riefen um Hilfe. Mehrere Passanten versuchten derweil, das Feuer im Treppenhaus mit einem Gartenschlauch zu löschen. 

Um die Brandbekämpfung und Menschenrettung über den Treppenraum fortzuführen, wurden zwei Trupps mit schwerem Atemschutz und einem C-Rohr eingesetzt.  Laut Feuerwehr befand sich der Brandherd sich im Erdgeschoss und konnte zügig abgelöscht werden. 

Bewohner über Drehleiter und mit Fluchthauben gerettet

Insgesamt wurden 14 Personen von der Feuerwehr gerettet. Davon wurden acht Bewohner über die Drehleiter und vier Personen mit Fluchthauben über den Treppenraum gerettet. Zwei weitere konnten ohne Hilfsmittel durch die Einsatzkräfte ins Freie geführt werden. Von den 14 geretteten Personen wurden neun Personen vom Rettungsdienst behandelt und mit Verdacht auf eine Rauchgasintoxikation in Münchner Kliniken transportiert. Darunter befanden sich drei Kinder.

Aufgrund der starken Rauchausbreitung mussten alle Wohnungen des Hauses durch die Feuerwehr geöffnet und kontrolliert werden. Mithilfe eines Hochleistungslüfters wurde das Mehrparteienhaus entraucht. Das Wohngebäude ist derzeit unbewohnbar. Alle Hausbewohner kommen erstmal bei Bekannten und Verwandten unter. 

Der Sachschaden wird von der Feuerwehr auf einen höheren fünfstelligen Betrag geschätzt. Das Fachkommissariat der Polizei ermittelt.

mh/Feuerwehr München

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