Teerlaster begräbt Auto unter sich: drei Tote

Schwebheim - Selbst Polizisten sind geschockt, als sie an die Unfallstelle kommen. Dort hat ein umgekippter Teerlaster ein Auto unter sich begraben. Drei junge Menschen verlieren ihr Leben, vier werden schwer verletzt.

Ein umgestürzter Teerlaster hat am Freitag bei Schwebheim (Landkreis Schweinfurt) ein Auto unter sich begraben und damit drei junge Menschen in den Tod gerissen. Zwei weitere wurden schwer verletzt. Nur Bruchteile von Sekunden nach diesem schweren Unfall prallte ein zweites Auto frontal in einen weiteren Teerlaster - zwei Menschen erlitten dabei schwere Verletzungen. “Das ist kein alltäglicher Unfall“, sagte Polizeisprecher Michael Zimmer. “Das Trümmerfeld erstreckt sich mit Sicherheit auf einen Bereich von 150, 200 Meter.“

Bei den Toten handelt es sich um zwei junge Frauen und einen jungen Mann. Näheres war zunächst nicht bekannt. Die Identität der vier Schwerverletzten stand ebenfalls zunächst nicht fest. Auch zur Unfallursache und der Schadenshöhe konnten keine Angaben gemacht werden.

Den Dutzenden Rettungskräften bot sich am Freitagmorgen auf der Bundesstraße 286 ein Bild des Grauens. Überall lagen Trümmerteile. Ein Auto war unter einem Laster begraben, das Dach komplett eingedrückt. Ein Mann und zwei Frauen starben in dem Wagen, einer weiterer Mensch überlebte schwer verletzt.

Hinter dieser Unfallstelle entdeckten die Helfer zwei weitere demolierte Fahrzeuge. Ein zweiter Teerlaster hing mit Hinterachse und Anhänger im Graben, ein weiteres Auto stand schwer beschädigt auf der Straße. Warmer Teer hatte sich über die Fahrbahn ergossen. Die Bergungsarbeiten dauerten Stunden.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war gegen 7.35 Uhr ein Auto, das in Richtung Schweinfurt fuhr, aus bislang ungeklärtem Grund auf die Gegenfahrbahn geraten. Der entgegenkommende erste Teerlaster konnte zwar noch ausweichen, der Fahrer verlor aber die Kontrolle über den Lkw. Dieser kippte um und begrub ein zweites Auto unter sich, das ebenfalls auf der Gegenfahrbahn fuhr. Für drei der vier Insassen kam jede Hilfe zu spät, sie starben noch an der Unfallstelle.

Unmittelbar nach diesem schweren Unfall prallte der zweite Teerlaster auf ein Auto, das zuvor das Ausweichmanöver des ersten Lastwagens erzwungen hatte. Dabei erlitten zwei der vier Wageninsassen schwere Verletzungen. Der Lasterfahrer kam mit dem Schrecken davon.

Die B286 wurde danach komplett gesperrt. “Es wird eine ganze Weile dauern, bis das aufgeräumt ist“, sagte Polizeisprecher Zimmer. Rettungsdienste, Feuerwehr und Polizei waren mit einem Großaufgebot sofort zur Stelle. Auch Notfallseelsorger waren vor Ort. “Es ist auch für die Einsatzkräfte eine erhebliche Belastung“, erklärte Zimmer. “Das geht mit Sicherheit nicht spurlos an ihnen vorüber.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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