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Nach „Islamschweinerei“-Aussage

Altdorfer Bürgermeister entschuldigt sich bei Muslimen

Altdorf - Nach seiner „Islamschweinerei“-Aussage hat sich der dritte Bürgermeister von Altdorf bei Nürnberg bei den Muslimen in seiner Gemeinde entschuldigt.

In einem offenen Brief, den Johann Pöllot (CSU) am Montag an mehrere Medien schickte, heißt es: „Sehr geehrte Altdorfer Mitbürgerinnen und Mitbürger muslimischen Glaubens, ich möchte mich auf diesem Weg auch direkt bei Ihnen für den im Streit mit meiner Kirche verwendeten verheerenden Ausdruck entschuldigen.“ Er sei kein Islamfeind und habe „keineswegs den Islam verunglimpfen“ wollen.

Das „böse Wort“ der „Islamschweinerei“ sei ein schlimmer Ausrutscher gewesen, den er sehr bedaure, schrieb der 64-Jährige. Dennoch schaue er mit Sorge auf „einige Strömungen im Islam“.

Pöllot hatte eine für Montagabend geplante Veranstaltung mit dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, in der Altdorfer Stadtkirche als „Islamschweinerei am Reformationstag“ bezeichnet. Er hatte diesen Ausdruck auf den Anrufbeantworter des evangelischen Dekans Jörg Breu gesprochen, der die Veranstaltung organisiert. Eine Pegida-nahe Gruppierung sowie das Altdorfer Bündnis für Toleranz und Respekt haben inzwischen zu Demonstrationen in der Nähe des Veranstaltungsortes aufgerufen.

dpa

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