Berchtesgadener Landrat äußert sich kritisch

Dritter Nationalpark ja oder nein? Expertenanhörung im Landtag

  • schließen
  • Weitere
    schließen
  • schließen

München/Berchtesgaden - Das Streitthema dritter Nationalpark beschäftigt heute den bayerischen Landtag. In einer Anhörung im Umweltausschuss sollen Experten zu dem Projekt Stellung nehmen.

Das Kabinett hatte im vergangenen Sommer auf seiner Klausur am Tegernsee beschlossen, einen dritten Nationalpark einzurichten - aber den Ort offengelassen. Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) hatte daraufhin angekündigt, sie setze auf Gespräche mit den Menschen in den Regionen. Im Gespräch ist nun unter anderem der Spessart in Unterfranken.

Umweltschützer sind für einen dritten Nationalpark, Waldbesitzer, die Holzindustrie und auch weite Teile der CSU-Fraktion sind dagegen.

Die bestehenden Parks im Bayerischen Wald und im Berchtesgadener Land jedenfalls verfolgen die Diskussion aufmerksam. Der Nationalpark Berchtesgaden fühlt sich traditionell benachteiligt gegenüber dem Bayerischen Wald. Das lässt sich laut BR an Zahlen festmachen: Knapp 100 Mitarbeiter in Berchtesgaden, rund 200 in Niederbayern. Nur ein Besucherzentrum statt zwei. Sieben Millionen Euro Jahresetat gegenüber 15 Millionen. Georg Grabner, Berchtesgadener Landrat, gegenüber dem BR: "Ich habe nichts dagegen, über einen dritten Nationalpark zu diskutieren. Aber jetzt sollte man doch die Nationalparks, die wir haben, mit genügend Personal ausstatten, dass die Nachfrage befriedigt werden kann."

mh mit Material der dpa

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / Bernhard Hoiß

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser