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„In Abgründe geblickt, die ich nicht für möglich gehalten hätte“

Nach Drogenskandal bei Münchener Polizei: Zwei Beamte verurteilt

Prozess Drogen-Skandal Münchner Polizei
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Prozess Drogen-Skandal Münchner Polizei

Es war ein absoluter Skandal, als im Jahr 2021 immer wieder die Machenschaften von Münchner Polizeibeamten im Drogengeschäft offengelegt wurden. Zwei ehemalige Polizisten sind nun verurteilt worden.

München - Zwei suspendierte Beamte sind in einem Prozess rund um den Drogenskandal im Münchner Polizeipräsidium zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Gegen beide verhängte das Amtsgericht München Strafen vom jeweils einem Jahr und acht Monaten. Grund dafür ist unter anderem die Verfolgung Unschuldiger, aber auch die Weitergabe und der Besitz von Betäubungsmitteln.

Vor allem über die Chatverläufe der Polizisten untereinander zeigte sich die Richterin mehr als nur schockiert. Sie habe „in Abgründe geblickt, die ich nicht für möglich gehalten hätte“, sagte die Richterin in ihrer Urteilsbegründung. Die Chats zwischen den Angeklagten und weiteren Polizei-Kollegen seien „menschenverachtend und abscheulich“ gewesen.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die beiden Männer den Angriff eines Mannes auf sie erfunden und sogar vor Gericht falsch ausgesagt haben, wo ihm aufgrund der Lügen der Polizisten der Prozess gemacht wurde. Beide Männer hatten den Vorwurf der Verfolgung Unschuldiger bestritten.

Der Drogenskandal im Münchner Polizeipräsidium war 2020 nach einer großen Razzia öffentlich geworden. Im Mittelpunkt der Geschichte um koksende Polizeibeamte steht ein Drogendealer, der die Ermittlungen ins Rollen brachte, nachdem er als Kronzeuge über seine uniformierten Kunden ausgepackt und von Polizisten-Rabatten auf Kokain berichtet hatte. Jahrelang hatte die sogenannte „Soko Nightlife“ in der Sache ermittelt.

Die Staatsanwaltschaft führte Ermittlungsverfahren gegen 37 Polizeibeamte und erhob acht Anklagen. 15 Ermittlungsverfahren wurden eingestellt, drei weitere gegen eine Geldauflage. In zwölf Fällen wurde ein Strafbefehl beantragt, in acht Fällen Anklage erhoben - so auch im Fall des aktuellen Prozesses.

nt mit Material der dpa

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