Kajaks und Kanus ab Mai erlaubt!

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Klaus Stöttner (re.) hat erfolgreich für die Legalisierung von Kajak und Kanus auf bayerischen Seen gekämpft

Rosenheim - Nach langer Diskussion sind ab Mai Kajaks und Kanus auf bayerischen Seen zugelassen. Dafür hat der Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner (CSU) lange gekämpft.

In einem offiziellen Schreiben wies das Bayerische Wirtschaftsministerium diese Woche alle Bezirksregierungen und Landratsämter darauf hin, dass ab Mai 2011 die Vermietung von Kanus, Kajaks und Kanadiern auf den großen Bayerischen Seen unter bestimmten Voraussetzungen zugelassen werden könne. Bisher war die gewerbliche Vermietung von Kanus aufgrund der Bestimmungen der Bayerischen Schifffahrtsverordnung an sog. Seen erster Ordnung nicht möglich. Betroffen von dieser Regelung waren unter anderem Chiemsee, Simssee, Schliersee, Tegernsee und zahlreiche weitere beliebte Ausflugsseen in Bayern.

Nach Ansicht von Klaus Stöttner, tourismuspolitischer Sprecher der CSU- Landtagsfraktion, stellte dies einen gravierenden Wettbewerbsnachteil für den Tourismus- und Wirtschaftsstandort Bayern dar: „Kanutourismus liegt deutschlandweit stark im Trend. Obwohl wir in Bayern viele schöne Seen haben und die Kanuindustrie hier ihre Wurzeln hat, sind andere Bundesländer wie z.B. Mecklenburg-Vorpommern in den letzten Jahren zu einem beliebten Ziel für Wassersport-Begeisterte und junge Familien geworden.“ Daher habe er zusammen mit seiner Arbeitsgruppe sowie Vertretern von Tourismusverbänden Kanuindustrie und Wirtschaftsministerium Gespräche geführt und auf eine Änderung der bestehenden Gesetzeslage gedrängt.

Insbesondere die Rosenheimer Bootshersteller Christof Langer (Blue and White GmbH) und Toni Prijon (Prijon GmbH) setzten sich mit Sachverstand und stichhaltigen Argumenten für die Gleichstellung des Kanugewerbes mit anderen Wassersportarten wie Segeln oder Surfen ein. Nach Einbindung der Wasserschutzpolizei, der Wasserwacht Bayern sowie des TÜVs konnte schließlich eine Einigung mit der zuständigen Abteilung im Ministerium erzielt werden.

Ab Mai 2011 – pünktlich zum Start der Sommer- und Wassersportsaison – tritt die erreichte Neuregelung in Kraft. Kanus und Kajaks können dann unter folgenden sicherheitsrelevanten Voraussetzungen an bayerischen Seen zur Vermietung angeboten werden:

• Kajakfahrer, die mit einem gemieteten Boot unterwegs sind, dürfen sich nicht weiter als 300 Meter vom Seeufer entfernen.

• Allgemein gibt es eine Rettungsmittelpflicht. Erwachsene sind generell mit einer Schwimmhilfe mit mindestens 50 Newton Auftrieb auszustatten, Nichtschwimmer und Kinder werden verpflichtet, beim Kajakfahren ohnmachtsichere Schwimmwesten zu tragen.

• Die Kajak-Vermieter sind dazu verpflichtet, ihren Kunden eine Einweisung in punkto umwelt- und risikobewusstes Verhalten beim Kanufahren zu erteilen und von diesen eine Bestätigung in Form ihrer Unterschrift zu verlangen.

• Alle Verleihboote müssen vom TÜV geprüft sowie beim zuständigen Landratsamt registriert werden.

Klaus Stöttner zeigte sich mit dem erreichten Kompromiss zufrieden: „Ich bin der Meinung, dass mit dieser Regelung sowohl dem Sicherheitsbelangen des Wirtschaftsministeriums als auch den ökonomischen und touristischen Notwendigkeiten in Bayern Rechnung getragen wurde.“ Daher freue er sich darauf, auf den bayerischen Seen neben Surfern, Seglern und Tretbootfahrern in Zukunft auch vermehrt Kanu- und Kajakfahrer zu sehen.

Pressemitteilung CSU-Bürgerbüro Rosenheim

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