Skurrile Geschichte aus der Oberpfalz

"Halunke" Eberhofer von Gericht verurteilt: Der "Echte" zahlt für den "Falschen"

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Sebastian Bezzel verkörpert Dorfpolizist Franz Eberhofer.
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Vohenstrauß/Oberpfalz - Für einen jungen Mann (24) aus der Oberpfalz hat seine Verkleidung zum Weiberfasching ein unschönes Nachspiel. Wegen "Missbrauchs von Berufsabzeichen" wurde der 24-Jährige vom Amtsgericht zu einer Geldstrafe verdonnert. Nun will die Kultfigur "Eberhofer" dem Faschingsnarren helfen. 

Viele Faschingsbegeisterte zerbrechen sich bereits mehrere Wochen vor dem Start der Fastnacht den Kopf über ihre Verkleidung. So auch ein junger Mann aus Vohenstrauß in der Oberpfalz. Für den Weiberfasching wollte ein 24-jähriger Postbote den Dorfpolizisten Franz Eberhofer, bekannt aus den Kinofilmen "Schweinskopf al dente" oder "Sauerkrautkoma", imitieren

Seine Verkleidung war jedoch täuschend echt. Wie pnp.de berichtet, trug der Mann eine Polizeijacke mit original Schulterklappen und verzierten Polizeizeichen. Ein "echter" Polizist erkannte dies und schrieb eine Meldung. Die Folge: Verurteilung wegen Amtsanmaßung und eine Geldstrafe in Höhe von 450 Euro. 

Noch am Tag der Verurteilung, 13. September, wurde im Internet ein Spendenaufruf gestartet.Insgesamt 16 Personen spendeten 185 Euro, um dem Postboten unter die Arme zu greifen. Doch es kam noch besser. 

Die Original "Eberhofer-Familie" rund um Schauspieler Sebastian Bezzel will die Strafe übernehmen, schreibt br.de"Ich bin immer noch sprachlos und das kommt nicht oft vor. Mit dem Anruf von der Firma Constantin Film habe ich nicht gerechnet.", erklärte der junge Mann gegenüber dem BR. Zudem wurde er und sein Freund, welcher sich für Eberhofers Kollegen Rudi Birkenberger ausgab, zur nächsten Kinopremiere eingeladen.

Mit dem Geld aus der Spendenaktion wolle der Verurteilte ein "Leberkasfest" ausrichten.

mz

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