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Schreckliche Szenen am Bahnhof Ebersberg

Sexueller Übergriff: Mann (53) fällt über betrunkene Wiesn-Besucherin (25) her

S-Bahn Symbolbild
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S-Bahn (Symbolbild).

Ebersberg – Am frühen Sonntagmorgen (25. September) spielten sich am Bahnhof Ebersberg schlimme Szenen ab. Ein Mann (53) machte sich an eine sturzbetrunkene Wiesn-Besucherin (25) heran und belästigte sie sexuell. Ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn (DB) schritt ein – und verhinderte so möglicherweise noch Schlimmeres:

Was war geschehen? Nach ersten Ermittlungen der Polizei saß eine 25-jährige Frau gegen 3.15 Uhr auf einer Bank am Bahnsteig des Bahnhofes Ebersberg. Ein 53-Jähriger aus dem Irak setzte sich zu ihr und begrapschte die Frau, die ein Dirndl trug, in unsittlicher Weise am Genitalbereich und oberhalb der Kleidung. Zudem legte er ihren Kopf auf seine Brust und küsste die junge Frau aus Erding ohne deren Einverständnis.

Die 25-Jährige befand sich eigentlich auf dem Rückweg vom Oktoberfest und hatte nach Polizeiangaben alkoholbedingt die falsche S-Bahn erwischt. Sie wollte deshalb am Bahnsteig in Ebersberg die nächste S-Bahn stadteinwärts nehmen – war dann jedoch eingeschlafen. Die 25-Jährige bemerkte zwar, dass sich jemand zu ihr setzte, bekam aber nur Teile des sexuellen Übergriffs, wie Küsse und Griffe unter das Dirndl, mit. Als sie weggehen wollte, wurde sie von dem ihr Unbekannten zurückgehalten. Aufgrund ihres Zustandes konnte sie nicht um Hilfe schreien.

Ein 32-jähriger Bahn-Mitarbeiter, der aus Nigeria stammt, bekam die schlimmen Szenen jedoch mit und verständigte daraufhin sofort einen 46-jährigen afghanischen Kollegen. Gemeinsam gingen sie dazwischen und brachten die Frau in ein nahegelegenes Gebäude der Deutschen Bahn in Sicherheit. Außerdem verständigten sie die Polizei. Parallel dazu hatte der Iraker jedoch bereits die Flucht ergriffen. Weil die beiden Bahn-Mitarbeiter jedoch sehr schnell gehandelt hatten, konnten die Beamten rasch tätig werden und den Iraker, der im Anschluss zweifelsfrei identifiziert wurde, noch in Bahnhofsnähe festnehmen.

„Trotz seines Atemalkoholgehaltes von 1,55 Promille wirkte der Iraker zeitlich und örtlich orientiert“, hieß es hierzu in einer Pressemitteilung der Polizei. Bei einer ersten Befragung gab der Iraker an, dass er „nichts gemacht“ habe und „alles okay“ wäre. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wird der 53-Jährige, der bislang polizeilich nicht in Erscheinung getreten war, wegen sexueller Belästigung und wegen des sexuellen Übergriffs dem Haftrichter vorgeführt. „Die Bundespolizei dankt dem DB-Reiniger und dessen Kollegen für das mustergültige Handeln, der Frau gemeinsam und couragiert zu Hilfe zu kommen um sie vor weiterem, möglichen Schaden zu bewahren“, so die Polizei abschließend.

mw

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