A92-Busunfall: Polizei zieht Bilanz

+

Eching - Nach dem Busunfall auf der A92 hat die Polizei Bilanz gezogen: Es gab insgesamt 36 Verletzte und weit über 100.000 Euro Sachschaden. Mehr als 200 Rettungskräfte waren vor Ort:

Wie bereits berichtet, ereignete sich am Mittwoch, 22. August, gegen 15.20 Uhr auf der Bundesautobahn A 92 zwischen den Anschlussstellen Freising Süd und Eching Ost ein schwerer Verkehrsunfall bei dem ein Reisebus mit Kindern und Jugendlichen ins Schleudern geraten und umgekippt war. Zum Unfallzeitpunkt herrschte an der Unfallstelle Starkregen mit Hagel. Der Bus war besetzt mit 33 Personen aus dem Raum Dachau, darunter viele Kinder und Jugendliche.

Bei dem Unfall wurden alle Businsassen verletzt. Drei Personen wurden schwer verletzt und mussten mit dem Rettungshubschrauber in nahe liegende Krankenhäuser transportiert werden. Ein Kind musste von der Feuerwehr mit einem Spezialwerkzeug befreit werden. Die Insassen des Busses waren Teilnehmer eines Ferienprogrammes und hatten zuvor eine Einrichtung am Flughafen München besichtigt. Zum Unfallzeitpunkt waren sie bereits auf der Rückfahrt nach Hause in den Landkreis Dachau. Hinter der Unfallstelle ereignete sich zudem ein größerer Folgeunfall, bei denen drei Lkw und ein Pkw beteiligt waren. Auch hier gab es drei Verletzte. Glücklicherweise bestand bei keinem der Verletzten beider Unfälle Lebensgefahr. Derzeit befinden sich noch der Busfahrer, drei Kinder und drei weitere erwachsene Personen in stationärer Behandlung in umliegenden Krankenhäusern.

Nach ersten Schätzungen entstand beim Busunfall Sachschaden in Höhe von circa 30.000 Euro, beim Folgeunfall Sachschaden in Höhe von etwa 86.000 Euro. Bei der Polizeiinspektion Flughafen wurde kurze Zeit nach dem Verkehrsunfall eine Auskunftsstelle eingerichtet, von der aus die Familien der Unfallopfer über die Umstände und den Verbleib ihrer Angehörigen informiert wurden. Durch die Verkehrspolizeiinspektion Freising wird derzeit die polizeiliche Aufarbeitung des Unfallgeschehens vorgenommen, dabei werden insbesondere in den folgenden Tagen die Zeugen vernommen.

Busunglück auf der A92

Die sachleitende Staatsanwaltschaft Landshut hat zur Klärung der genauen Unfallursache ein unfallanalytisches und unfalltechnisches Gutachten in Auftrag gegeben. Der verunfallte Bus wurde daher sichergestellt. Die Erstellung dieses Gutachtens wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Bei dem Unfall waren über 200 Einsatzkräfte vor Ort, davon etwa 50 Angehörige der Rettungsdienste, vier Rettungshubschrauber, 110 Feuerwehrkräfte aus den umliegenden Gemeinden, 20 THW-Angehörige und rund 40 Beamte der VPI Freising und der umliegenden Polizeiinspektionen. Kriseninterventionsteams und speziell geschulte Polizeibeamte waren zur Betreuung der Fahrzeuginsassen vor Ort.

Die BAB A92 war mehrere Stunden total gesperrt, es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen rund um die Unfallstelle, insbesondere im Bereich des Autobahnkreuzes Neufahrn und dem Flughafen München. Auch die Umleitungsstrecken waren überlastet. Erst nach Abschluss der Rettungsmassnahmen, nach der folgenden polizeilichen und gutachterlichen Aufnahme und der abschließenden Bergung der Unfallfahrzeuge wurde die Fahrbahn um 20.45 Uhr für den Verkehr wieder freigegeben.

Pressemeldung PP Obb. Nord

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser