Fast 20 Verletzte bei Unglück in Egmating

Bürgermeister zu Maifeier-Drama: "Ein Wunder, dass nicht mehr passiert ist"

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Egmating - Das schwere Unglück nach einer Maifeier mit fast 20 Verletzten hat am Abend des 1. Mai für überregionale Schlagzeilen geschockt. Auch am Tag nach dem Unfall stand die kleine Gemeinde im Landkreis Ebersberg noch unter Schock:

"Man muss von einem Wunder sprechen, dass doch nicht mehr passiert ist", sagte Egmatings Bürgermeister Ernst Eberherr unserem Partnerportal merkur.de. Er war direkt nach der Feuerwehr-Alarmierung selbst zum Unfallort geeilt und hatte geholfen. Hinterher wunderte sich das Gemeindeoberhaupt, warum sich die Burschen bei ihrer Tour ausgerechnet die "steilste von sechs Straßen in Egmating ausgesucht" hatten.

Inzwischen hat die Polizei eine erste Vermutung, wie es zu dem Unglück kommen konnte. "Vermutlich war die Bremsleistung der Zugmaschine für diese Situation nicht ausreichend. In der Folge stürzten die Mitfahrer auf die Fahrbahn und wurden zum Teil unter dem ersten Anhänger eingeklemmt", teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord in einer Pressemeldung mit. Zudem sprachen die Beamten von letztlich insgesamt 18 Verletzten, wovon zwei Männer (25 und 36 Jahre) schwere Blessuren erlitten hätten. Anfangs hatte es widersprüchliche Angaben über die Anzahl der Verletzten gegeben.

Auch der zweite Bürgermeister von Egmating, Hans Heiler, der in unmittelbarer Nachbarschaft des Unfallortes wohnt, war am Mittwochabend an der Unfallstelle und hat als einer der ersten bei der Rettung mitgeholfen. Dabei hätten die Ersthelfer einen Anhänger angehoben, unter dem noch Personen eingeklemmt waren. "Da sind drei Mädchen rausgekrabbelt", so Heiler gegenüber merkur.de. "Wir haben Tische und Bänke aufgestellt, ihnen etwas zu trinken gegeben und mit den Burschen geredet."

Maibaumwagen in Egmating umgestürzt - über 20 Verletzte

Großeinsatz am Mittwochabend

Bei dem schweren Unfall am frühen Mittwochabend war ein Traktor mit zwei Anhängern auf einer steilen Straße verunglückt. Insgesamt waren 36 junge Frauen und Männer eines Münchner Burschenvereins beteiligt. Nach der Alarmierung eilte ein Großaufgebot an Rettungskräften an die Unfallstelle, darunter auch drei Rettungshubschrauber. 

Gegen den 17-jährigen Fahrer ermittelt nun die Polizei. Am Donnerstag stellte die Polizei klar, dass die Anhänger nur für "landwirtschaftliche Zwecke" hätten benutzt und zudem darauf keine Fahrgäste hätten befördert werden dürfen.

mw

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